Autor Thema: Heilige Messe und Kreuzesopfer  (Gelesen 4158 mal)

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Heilige Messe und Kreuzesopfer
« am: 22. November 2011, 19:10:54 »
Aus dem »Gotteslob« (Nr. 351, Abschnitte 3 und 4, Seite 365):

DAS OPFER CHRISTI

Christus gibt beim letzten Abendmahl seinen Leib, der für uns
dahingegeben ist, und sein Blut, das er für uns vergossen hat, und
damit sich selbst als Speise des ewigen Lebens. So steht das letzte
Abendmahl in unlösbarem Zusammenhang mit dem heilbringen-
den Tod des Herrn, mit dem Kreuzesopfer, das in jeder heiligen
Messe gegenwärtig wird.


In seiner Selbsthingabe an den Vater, in seinem Gehorsam bis
zum Tod am Kreuz ist Christus der Hohepriester des Neuen Bun-
des; er hat uns ein für allemal mit Gott verbunden. So hat Gott
ihn erhöht und zur Quelle unseres Heiles gemacht.

UNSERE TEILNAHME AM OPFER CHRISTI

Der erhöhte Herr, verborgen unter den Seinen zugegen, nimmt
die Gläubigen in seine Opferhingabe hinein. Durch ihn lernt die
Kirche, sich selber Gott darzubringen und den Brüdern zu dienen.
Sie nimmt teil am Hinübergang des Herrn in das verklärte Leben
(Pascha). Durch Christus darf sie sich in der Kraft des Geistes dem
Vater hingeben und wird vom Vater mit ihm und in ihm ange-
nommen. Das ist das neue Leben des Christen.

So ist die heilige Messe „eucharistia“, die große Danksagung der
Kirche für das Heilswerk Gottes in Christus Jesus. Dabei ist Chri-
stus selbst gegenwärtig in den Gläubigen, die sich zum Gottesdienst
versammeln, in seinem Wort, das er im Wortgottesdienst an uns
richtet; gegenwärtig ist er in seinem Opfer, wie er sich dem Vater
opfert für das Leben der Welt, für seinen Leib, die Kirche, und
für jeden von uns; gegenwärtig ist er schließlich in seinem Fleisch
und in seinem Blut. Wir selbst sollen uns bei der heiligen Messe
mit Christus verbinden in der Hingabe an den Vater und für die
Brüder. In der heiligen Kommunion werden wir hineingenommen
in den Tod und in die Auferstehung Christi. Darum schreibt der
Apostel Paulus: „So oft ihr von diesem Brot eßt und aus dem
Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“
(1 Kor 11,26).
In te, Domine, speravi:
non confundar in aeternum.

Offline Marcel

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Re:Heilige Messe und Kreuzesopfer
« Antwort #1 am: 22. November 2011, 22:02:25 »
(...) mit dem Kreuzesopfer, das in jeder heiligen
Messe gegenwärtig wird.

Aus »Lumen Gentium« (LG), Nr. 3 (Zweites Vatikanisches Konzil):

Sooft das Kreuzesopfer, in dem Christus, unser Osterlamm, dahingegeben
wurde (1 Kor 5,7), auf dem Altar gefeiert wird, vollzieht sich das Werk un-
serer Erlösung. Zugleich wird durch das Sakrament des eucharistischen Brotes
die Einheit der Gläubigen, die einen Leib in Christus bilden, dargestellt und ver-
wirklicht (1 Kor 10,17).


Auszug aus dem Katechismus (KKK):

1366 Die Eucharistie ist also ein Opfer, denn sie stellt das Opfer des
Kreuzes dar (und macht es dadurch gegenwärtig),
ist dessen Gedächtnis
und wendet dessen Frucht zu: Christus „hat zwar sich selbst ein für allemal auf
dem Altar des Kreuzes durch den eintretenden Tod Gott, dem Vater opfern wol-
len [Vgl. Hebr 7,27], um für jene [die Menschen] ewige Erlösung zu wirken; weil
jedoch sein Priestertum durch den Tod nicht ausgelöscht werden sollte [Vgl.
Hebr 7,24], hat er beim Letzten Abendmahle, ‚in der Nacht, da er verraten
wurde‘ (1 Kor 11,23), seiner geliebten Braut, der Kirche, ein sichtbares (wie
es die Natur des Menschen erfordert) Opfer hinterlassen, durch das
jenes blutige [Opfer], das einmal am Kreuz dargebracht werden sollte,
vergegenwärtigt werden,
sein Gedächtnis bis zum Ende der Zeit fortdauern
und dessen heilbringende Kraft für die Vergebung der Sünden, die von uns täg-
lich begangen werden, zugewandt werden sollte“ (Konzil von Trient, Lehre über
das heilige Meßopfer, Kap. 1: DS 1740).

1367 Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges
Opfer:
„Denn die Opfergabe ist ein und dieselbe; derselbe, der sich selbst da-
mals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch den Dienst der Priester; allein die
Weise des Opferns ist verschieden“ (K. v. Trient, Lehre über das heilige Meßopfer,
Kap. 2: DS 1743). „Und weil in diesem göttlichen Opfer, das in der Messe vollzogen
wird, [ist] jener selbe Christus enthalten und [wird] unblutig geopfert ... der
auf dem Altar des Kreuzes ein für allemal sich selbst blutig opferte ..., [ist]
dieses Opfer wahrhaft ein Sühnopfer“ (ebd.)

1368 Die Eucharistie ist auch das Opfer der Kirche. Die Kirche, der Leib Christi,
nimmt am Opfer ihres Hauptes teil. Mit ihm wird sie selbst ganz dargebracht.
Sie vereinigt sich mit seiner Fürbitte beim Vater für alle Menschen. In der Eu-
charistie wird das Opfer Christi auch zum Opfer der Glieder seines Leibes. Das
Leben der Gläubigen, ihr Lobpreis, ihr Leiden, ihr Gebet und ihre Arbeit werden
mit denen Christi und mit seiner Ganzhingabe vereinigt und erhalten so einen
neuen Wert. Das auf dem Altar gegenwärtige Opfer Christi gibt allen Ge-
nerationen von Christen die Möglichkeit, mit seinem Opfer vereint zu sein.

In den Katakomben ist die Kirche oft als eine betende Frau dargestellt, mit weit
ausgebreiteten Armen, in der Haltung einer Orante [Betergestalt]. Sie opfert
sich wie Christus, der die Arme auf dem Kreuz ausgestreckt hat, durch ihn, mit
ihm und in ihm und tritt für alle Menschen ein.


(Fettschrift von mir)

Marcel
In te, Domine, speravi:
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