Autor Thema: Essgewohnheiten in den Familien  (Gelesen 2948 mal)

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Hemma

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Essgewohnheiten in den Familien
« am: 28. November 2011, 16:58:24 »


Eine Lehrerin an einer Berufsschule erzählte mir, sie habe ihre Schüler nach ihren Essengewohnheiten befragt und sie gebeten diese schriftlich aufzuzeichnen.

So gut wie alle Schüler erhalten durch die ganze Woche kein warmes Essen  zu Hause.
Sie ernähren sich zum Großteil  von Süßigkeiten und ungesundem Fastfood.
Das Frühstück daheim besteht meist nur aus einem Kaffee + Zigaretten.
Auch an den Wochenenden wird in den Familien nicht mehr regelmäßig und gesund gekocht.

Das ist eine traurige Entwicklung, denn abgesehen von den gesundheitlichen Mängeln  leidet darunter auch die Beziehung der Familienmitglieder untereinander.

KleinesLicht

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Re:Essgewohnheiten in den Familien
« Antwort #1 am: 28. November 2011, 20:51:17 »
Liebe Hemma,

das ist wirklich eine traurige Entwicklung. 

Würde mich interessieren, ob die Jugendlichen etwas über die Gründe gesagt haben?

LG
KleinesLicht

Offline Christian28

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Re:Essgewohnheiten in den Familien
« Antwort #2 am: 28. November 2011, 22:39:44 »
Als Student ,  Zeitprobleme und stress

Aus der Sicht meiner Nachhilfeschüler -  Zeitprobleme und stress
                                                       -  Mama kocht nicht mehr  weil Arbeit oder  Hartz IV TV
                                                       - zu lange schule   also drecksessen in der schule oder umgebung
                                                       - kein Bezug mehr zum Thema essen
                                                       - Drogen jeglicher Form werden benötigt um den Alltag auszuhalten ( Nicotin , Koffein , Tabletten , Ritalin usw. )


Die typische Familie ist doch faktisch nicht mehr existent , welche Mutter geht denn bitte von 8 - 16:00  auf die Arbeit  und kann kochen , putzen , waschen
noch  vereinbaren ?  abgesehen von meiner lieben Mama ;)  aber diese  nimmt einen 16 Stunden Arbeitstag auch geduldsam hin und war glaub ich das letzte mal
vor 4-5 Jahren auf einer  Freizeitbeschäftigung ( Ausflug , Urlaub , Veranstaltung usw. )  im grunde also Dauerarbeit  neben 50 Stunden Arbeit pro Woche.

Die Menschen werden einfach ausgebeutet auf der Arbeit , nur noch Geld & Produktion zählen aber nicht mehr Qualität und Liebe bei der Arbeit.
Wenn ich mich da an meinen Opa erinnere , wir hatten nen Bauernhof , Morgens zwar früh aufstehen aber ab 18:00 Abends war die ganze Familie mit der Arbeit fertig. Wehe dem da machte einer noch was , "es muß a mol a ruh sa"  ,  abgesehen von den 5 täglichen Zeiten die gemeinsam verbracht wurden ,  Frühstück , Mittag & Mittagsruhe , Brotzeit , Abendessen  und anschließend das Abendprogramm in der Stube.
Als ich als Kind aus der Schule kam , da wartete die Oma schon mit dem Essen auf mich. Pünktlich und nie ein Tag ist es ausgefallen ;)

Ich hatte aber auch noch normal Schule auf dem Gymnasium , nicht so wie die Kinder die jetzt indoktriniert werden.  Heute braucht es schon  3-4 mal Nachmittagsunterricht damit die Kinder lernen sie stammen vom Affen ab oder trotzdem nicht besser rechnen und lesen können.  Meine Schüler haben teilweise
Unterricht aufm gymnasium bis  16:15 , 15:15  15:15  also 3 mal die Woche obwohl sie nicht mal auf ne  Ganztagsindoktrinierungseinrichtung des Teufels gehen.

Bei mir war immer um 12:40 Schluss und jeder der was von Ganzstagsschule erzählte war nen Irrer ;)

Es braucht eben auch Liebe und Geduld um eine gute Arbeit verrichten zu können ,  Massenabfertigung , Menschen als Roboter zu betrachten die funktionieren hat uns in die heutige Gesellschaft gebracht. Man kann die Kinder zwar  die ganze Zeit programmieren , aber viel hängen bleibt davon nicht.
Wenn es kein Glück , keinen Zusammenhalt mehr gibt , keine Liebe durch die Familie sondern nur noch der  weltliche Terror das Leben bestimmt braucht man eben gewisse Fluchtoptionen.  Da wird dann die Zeit dort gesparrt wo es keinen Druck gibt.  Beim Essen machen , beim Blick auf den Nächsten , denn der rest der welt macht Druck.

Diese ganze Ungesunde Ernährung ist im Grunde auch eine Art Ersatzbefriedigung für einen Mangel an Liebe.  Fettreiches Essen , Süßigkeiten , Alk , Nicotin  geben eben kurzfristig ein gutes Gefühl wenn der Tag nicht gut ist.  Die meisten Menschen sind , auch wenn Sie es net zugeben , enorm Unglücklich in unserer Zeit.
Man versucht Sie  zu reparieren durch Psychopharmaka  wie Antidepressiva  oder wenn der Roboter seinen Dienst verweigert dann auch gern mal Ritalin.

Meine Schüler haben jetzt schon die Hose voll  was einmal aus ihnen werden soll , kein Studium , kein Abitur , kein Geld ==> keine Anerkennung , keine käufliche Freude sondern der Untergang.  Ich konnte das am Anfang nicht verstehen weil ich mir immer dachte naja "scheiß drauf wenns nicht klappt , is doch auch egal , das leben hier is eh mal zuende und dann gehts mir hoffentlich besser"   aber dann hab ich begriffen , dass diese Menschen & Kinder doch nur das Leben hier in der Welt haben , denn beim Tod ist bei denen doch alles zuende ?  Und wir schrecklich wäre es für euch , wenn euere Schulnote , euere Automarke usw. über das Glück eueres Lebens entscheiden ?

Und dann wundern sich diese Ketzer , warum die Kinder kein Obst und Gemüse essen ? Wenn der erste Ökoketzer den kindern erzählt das sie gesund leben sollen ( weil er insgeheim seinen Leben eine elle zusetzen will oder Angst hat das er im kommunistischen Deutschland mehr Abgaben zahlken muß ) dann trifft er eben auf Kindern denen sowas ohnehin einfach egal ist.  Egoismus trifft auf Gleichgültigkeit.

Versteht mich nicht falsch ich baue auf  zwei kleinen Feldern mein eigenes Essen an , aus Liebe zu Natur , aus Liebe darin eine gute , saubere , ehrliche Arbeit zu vollrichten.

Da helfen dann auch keine Programme oder andere Lösungen geschweige denn Zwang. Denn was soll der Mensch denn noch alles machen um perfekt zu funktionieren ?  Eine Gesellschaft ohne Gott ist eben dem Untergang geweiht und ohne die Abrissbirne die Gott schwingen wird , wird sich daran auch nichts ändern.

Hemma

  • Gast
Re:Essgewohnheiten in den Familien
« Antwort #3 am: 29. November 2011, 01:07:34 »
Eine Gesellschaft ohne Gott ist eben dem Untergang geweiht...


Danke lieber Christian für Deine Erfahrungen!
Der letzte Satz bringt es auf den Punkt, woran die Gesellschaft krankt.

Diese Jugendlichen, von denen die Beschreibung ihrer Essgewohnheiten stammt, kommen großteils aus der Unterschicht.
Da sind die Mütter, die ihr Geld nicht leicht verdienen, wahrscheinlich zu erschöpft um ordentlich zu kochen.
Auch ist die Saat des Feminismus aufgegangen.
Es ist leider zum Schaden der Kinder üblich geworden, sich bei den ersten größeren Differenzen scheiden zu lassen. Die alleinerziehenden Mütter merken meist erst hinterher, dass sie dadurch die doppelte Last (Erziehungsarbeit) tragen müssen.










« Letzte Änderung: 29. November 2011, 12:17:16 von Hemma »

Andal

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Re:Essgewohnheiten in den Familien
« Antwort #4 am: 29. November 2011, 08:07:24 »
Lieber Christian,
danke für Deine interessante Geschichte.

Was baust Du denn so alles an und wieviel?
Ich frag deshalb nach, weil ich ebenfalls mit dem Gedanken spiele, meinen Garten "aufzurüsten".

Gott zum Gruß
Andal

Offline Tomek86

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Essgewohnheiten in den Familien
« Antwort #5 am: 06. Dezember 2011, 16:48:36 »
Weihbischof em. Franz Grave hat dies auch mal in einem Vortrag erwähnt:

"Auch erwähnt der Bischof unsere heutige Mahlkultur, dass diese
 Reformbedürftig ist. Wenn er manchmal Sonntags durch die Stadt geht
 oder Bahn fährt, sieht er Personen die in einer Hand den Burger und in der
 anderen ihr Handy haben. Überall sitzen die Leute in den Fast-Food Läden und dies an einem Sonntag."

Mein Zusatz:

 Man sollte wenigstens am Sonntag gemeinsam mit der Familie am Tisch
 sitzen und vor dem Essen auch gemeinsam Beten und ein richtig schönes
 ganz besonderes Essen zubereiten

 

Pfarrer Sterninger (2005-2010)

Warum muss das Kreuz weg
Pfr. Sterninger: Das Kreuz erinnert an
den Gottesdienst und an das Sühneopfer.


Das Gericht Gottes kennt keinen Dialog
Pfr. Sterninger: In dem Moment wo der Blick
Gottes mich trifft, erkenne/lese ich das Urteil.


Das Opfer und der Priester
Pfarrer Sterninger über das
heilige Opfer der Messe.


Der Teufel hasst die Messe
Pfarrer Sterninger über den

Hass des Teufels.

Die drei Pforten der Hölle!
Pfarrer Sterninger spricht über den
Zusammenbruch der Kirche.


Die Vernichtung des Priesters!
Pfarrer Sterninger über die Vernichtung
des Priesters und des Opfers.


Die Waffe der Katholiken!
Pfarrer Sterninger über den
heiligen Rosenkranz.


Über die Trauer
Pfarrer Konrad Sterninger spricht über
die Trauer und die Auferstehung.


Eine Minute über den Rosenkranz
Pfr. Sterninger über das Rosenkranzgebet

Über den Schuldbegriff !
Schuldbekenntnisse haben ihren Wert!

Was ist da los???
Pfarrer Sterninger über die Mißbräuche
in der Kirche nach dem 2. Vatikanum


Wer das Credo verfälscht
Pfarrer Sterninger: Wer das Credo verfälscht
ist nicht mehr katholisch


Was wollte das Konzil?
Pfarrer Sterninger spricht über
das 2. Vatikanum


Der Exorzismus im alten Ritus
Pfarrer Sterninger über Glockengeläute
und Wirkung des Weihwassers.


Wenn das im TV gezeigt werden würde, bestünde ein Funken Hoffnung



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