Autor Thema: FÜR JEDEN NEUEN TAG  (Gelesen 54313 mal)

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« Antwort #60 am: 10. August 2015, 16:32:11 »
Ersehnt

Wer sich nach Licht sehnt, ist nicht lichtlos,
denn die Sehnsucht ist schon Licht.

Bettina von Arnim



Es sprechen manche, sie hätten's nicht. Da erwidere ich: Das
ist mir leid. Ersehnst du es aber nicht, das ist mir noch leider.
Könnt ihr es denn nicht haben, so habt doch ein Sehnen danach!
Mag man aber auch das Sehnen nicht haben, so sehne man sich
doch wenigstens nach einer Sehnsucht.

Meister Eckart



Dich, Gott, meine ich, ziellos herumgetrieben,
sehnend, wünschend ohne Ende.
Dich, Gott, meine ich im Überschuß meines Suchens.
Dich, Gott, allein.

Bernhard Meuser



Ich sehe ein Land mit neuen Bäumen.
Ich sehe ein Haus aus grünem Strauch
und einen Fluß mit flinken Fischen.
Und einen Himmel aus Hortensien sehe ich auch.
Ich seh ein Licht von Unschuld weiß
und einen Berg, der unberührt.
Im Tal des Friedens geht ein junger Schäfer,
der alle Tiere in die Freiheit führt.
Ich hör ein Herz was tapfer schlägt
in einem Menschen, den es noch nicht gibt,
doch dessen Ankunft mich schon jetzt bewegt,
weil er erscheint und seine Feinde liebt.
Das ist die Zeit, die ich nicht mehr erlebe.
Das ist die Welt, die nicht von uns'rer Welt.
Sie ist aus feinstgesponnenem Gewebe,
und, Freunde, glaubt und seht: Sie hält.

Hans Dieter Hüsch



Öfter mal "nicht" sagen können.
Unterlegenheitsgefühle loswerden.
Zugeben dürfen, bestimmte Dinge nicht zu schaffen.
Keine Furcht mehr haben vor dem, was andere denken mögen.
Meine dünne Haut nicht verteidigen müssen.
Rosinen im Kopf haben.
Mit mir allein leben können.
Nicht so oft dankbar sein müssen.
Müde sein dürfen.
Den Glauben an die Unmöglichkeit verlieren.
Nicht nur von Erinnerungen leben müssen.
Fehler machen dürfen.
Sensibel sein dürfen.
Sich keinen Wunsch ausreden lassen.
Eine Heimat haben.
Nicht auf alles eine Antwort haben.
Selig sein.

Dieter Schupp
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« Antwort #61 am: 04. Januar 2016, 11:58:52 »

WAGEMUTIG

Binde deinen Karren an einen Stern.

Leonardo da Vinci



Da fragte ihn Petrus: "Herr, wo willst du hin?" "Diesmal
kannst du nicht mit mir gehen", antwortete Jesus. "Aber
du wirst mir später folgen." "Laß mich doch jetzt bei dir
bleiben", bat ihn Petrus und beteuerte: "Ich wäre sogar
bereit, für dich zu sterben!"
Da antwortete Jesus: "Du willst für mich sterben? Petrus,
ich sage dir: Ehe morgen früh der Hahn kräht, wirst du
dreimal bestritten haben, mich überhaupt zu kennen."

Johannes 13,36-38



Wer fragt: "Was hat man zu tun?" - für den gibt es keine
Antwort. "Man" hat nichts zu tun. "Man" kann sich nicht
helfen, mit "Man" ist nichts mehr anzufangen. Mit "Man"
geht es zu Ende. Wer aber die Frage stellt: "Was habe ich
zu tun?" - den nehmen die Gefährten bei der Hand, die er
nicht kannte und die ihm alsbald vertraut werden und
antworten: "Du sollst dich nicht vorenthalten."

Martin Buber



Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit.
Denn Friede muß gewagt werden, ist das große Wagnis und
läßt sich nie und nimmer sichern.

Dietrich Bonhoeffer



Die Christen leben wie Gänse auf einem Hof. An jedem siebten
Tag wird eine Parade abgehalten, und der beredsamste Gän-
serich steht auf dem Zaum und schnattert über Wunder der
Gänse. Erzählt von den Tagen der Vorfahren, die einst zu fliegen
wagten, und lobt die Gnade und Barmherzigkeit des Schöpfers,
der den Gänsen Flügel und den Instinkt zum Fliegen gab.
Die Gänse sind tief gerührt, senken in Ergriffenheit die  Köpfe
und loben die Predigt und den  beredsamen Gänserich. Aber
das ist auch alles. Eines tun sie nicht - sie fliegen nicht. Sie
gehen zu ihrem Mittagsmahl. Sie fliegen nicht, denn das Korn
ist gut und der Hof ist sicher.

Sören Kierkegaard



Natürlich muß man mit dem Kopf durch die Wand!
Nicht kopflos.

André Brie
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« Antwort #62 am: 08. Januar 2016, 18:18:30 »
GESPANNT

Und wer sagt, daß in dem undurchsichtigen Sack
Zukunft nicht auch ein Entzücken steckt?



Träumen geht mühelos, denken ist leicht,
handeln schon schwerer.
Doch daß jemand handelt, nachdem er's bedacht,
dies ist das Schwerste für einen,
der nicht weiß, was er bedenken müßte,
ehe er handelt.
Was tun, o Gott?
Würfeln? Blindlings wagen?
Oder das Handeln verweigern?
Laß, bitte, hören von dir.

Kurt Marti



Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns
liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein
werden. Was wir können und möchten, stellt sich unserer Ein-
bildungskraft außer uns und in der Zukunft dar; wir fühlen
eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im stillen besitzen.
So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausergreifen das wahr-
haft Mögliche in ein erträumtes Wirkliche.

Johann Wolfgang Goethe



Hochwürden nagelt seine Zaunlatten fest. Ein Bub stellt sich
daneben. "Willst du lernen, wie man so etwas macht?" fragt der
geistliche Herr. "Nein", erwidert der Bengel. "Ich bin gespannt,
was ein Pfarrer sagt, wenn er sich auf den Daumen haut."



Abends vorm Bildschirm komme ich endlich zu mir,
ich schließe die Augen und horche in mich hinein.

Arnfried Astel



Ich bin zurückgekehrt, ich habe den Flur durchschritten und
blicke mich um. Es ist meines Vaters alter Hof. Die Pfütze in
der Mitte. Altes, unbrauchbares Gerät, ineinanderverfahren,
verstellt den Weg zur Bodentreppe. Die Katze lauert auf dem
Geländer. Ein zerrissenes Tuch, einmal im Spiegel um eine Stange
gewunden, hebt sich im Wind. Ich bin angekommen. Wer wird
mich empfangen?

Franz Kafka



Das Glück kommt zu denen, die es erwarten. Nur müssen sie
die Tür auch offen halten.

Thomas Mann
« Letzte Änderung: 08. Januar 2016, 18:20:55 von amos »
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« Antwort #63 am: 16. Januar 2016, 13:06:25 »
ZWIESPÄLTIG

Die Zukunft beunruhigt uns, die Vergänglichkeit hält uns fest,
deshalb entgeht uns die Gegenwart.

Gustave Flaubert



Niemand will wissen, was ihm im Alter bevorsteht. Wir sehen
es zwar aus nächster Nähe täglich, aber um uns selbst zu
schonen, machen wir aus dem Altern ein Tabu. Das Gebot,
das Alter zu ehren, stammt aus Epochen, als hohes Alter eine
Ausnahme darstellte.
Wird heute ein alter Mensch gepriesen, so immer durch Attest,
daß er verhältnismäßig noch jung sei, geradezu noch jugendlich.
Unser Respekt beruht immer auf einem Noch ("noch unermüdlich",
"noch heute eine Erscheinung", "durchaus noch beweglich in seinem
Geist"). Unser Respekt gilt in Wahrheit nie dem Alter, sondern aus-
drücklich dem Gegenteil: daß jemand trotz seiner Jahre noch nicht
senil sei.

Max Frisch



"Wie geht's fragte die Trauer die Hoffnung.
"Ich bin etwas traurig", sagte die Hoffnung.
"Hoffentlich", sagte die Trauer.

Franz Hohler



Ich sprach auch mit vielen Leuten
und hörte genau zu und hörte viele Meinungen
und hörte viele von vielem sagen: Das sei ganz sicher!
Aber zurückkehrend sprachen sie anders,
als sie ehedem gesprochen hatten.
Und von dem andern sagten sie: Das ist sicher.
Da sagte ich mir: Von den sicheren Dingen das Sicherste
ist der Zweifel..

Bertolt Brecht



Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem
Bild etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns  selber
ist, das regt uns nict auf.

Hermann Hesse
« Letzte Änderung: 16. Januar 2016, 13:09:22 von amos »
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« Antwort #64 am: 23. Januar 2016, 13:04:41 »
BEGRENZT

Die Grenze ist der eigentliche Ort der Erfahrung.

Paul Tillich



Der Rabbi von Alexander faßte einmal einen wichtigen
Beschluß. Da die Erde voller Streit und Leid war, beschloß er,
gleich am nächsten Tag damit zu beginnen, die ganze Welt zu
verbessern.
Als er aufstand, erschien ihm das geplante Projekt doch etwas
zu hoch gestochen, und er beschloß, nur das Land, in dem er
lebte, in Ordnung zu bringen. Alsbald jedoch schien ihm  auch
dies eine schwere Aufgabe. Vielleicht genügt es, so dachte
er, wenn ich meine Heimatstadt zu einer besseren Moral ver-
helfe. Oder die Gasse, in der ich lebe, oder wenigstens das
Haus, in dem ich wohne, besser mache.
Als der Rabbi einsah, daß es ihm wahrscheinlich nicht einmal
gelingen werde, seine Familie zur Besserung zu bewegen, faßte
er den endgültigen Beschluß: "Also muß ich halt mit mir selbst
beginnen."


Man muß vom Menschen alles verlangen, wozu er fähig ist,
und ihn dabei doch so akzeptieren, wie er ist.

Elie Wiesel


Ein Vogel im Käfig weiß im Frühling sehr wohl, wozu er taugt,
weiß sehr wohl, daß er etwas tun kann, aber er kann nichts tun,
was ist es doch? Er kann sich nicht daran erinnern. Dann kommen
ihm unbestimmte Vorstellungen. Er sagt sich: "Die anderen bauen
Nester und zeugen Junge und ziehen die Brut groß."
Dann prallt er mit dem Kopf an die Stäbe des Käfigs. Und der
Käfig bleibt.Und der Vogel ist wahnsinnig vor Schmerz.

Vincent van Gogh



Dein Kerker bist du selbst.
Die Welt, die hält dich nicht,
du selber bist die Welt,
die dich in dir mit dir
so stark gefangen hält.

Angelus Silesius



Wenn du gleich hundert Jahre pflügtest und aller Welt Arbeit
tätest, so könntest du doch nicht einen Halm aus der Erde her-
vorwachsen lassen, sondern Gott tut alles ohne alle deine
Werke. Während du schläfst, macht er aus dem Körnlein einen
Halm und viele Körner darauf.

Martin Luther



Wer überall sein will, ist nirgends.

Friedrich Schwanecke



Oft hat man Grund zu sagen: "Der Teufel ist los." Nie heißt
es: "Gott ist los."
Halten ihn die Kirchen so sicher unter Verschluß?

Kurt Marti


« Letzte Änderung: 23. Januar 2016, 15:23:09 von amos »
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« Antwort #65 am: 29. Januar 2016, 17:33:58 »

GEMEINSAM

Vergiß nicht, wir reisen gemeinsam!



Ein Schotte sitzt gut gelaunt in der Eisenbahn. "Sie fahren in
Urlaub?" fragt sein Gegenüber. "Ich bin auf Hochzeitsreise."
"Und Ihre Frau?" "Ist daheim. Sie kennt die Gegend schon."



Die Einsamkeit hat mich gelehrt, daß das Zusammensein mit
anderen etwas ziemlich Schönes ist, und das Zusammensein
mit anderen hat mich gelehrt, daß die Einsamkeit etwas ziem-
lich Schönes ist, und so habe ich viel Abwechslung und ein
ziemlich schönes Leben.

Günter Radtke



Weder Ameisenstaat noch schrankenloser Egoismus sind die
Lebensform der Zukunft, sondern einzig die persönliche Ent-
faltung im Dienst an der Gemeinschaft hat Zukunft.

Teilhard de Chardin



Dort, wo die Nächstenliebe wohnt, ist die Menschheit eine
Familie, und es kann dort niemand glücklich sein, wenn nicht
alle es sind.

Robert Walser
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« Antwort #66 am: 05. Februar 2016, 11:39:23 »
BEHUTSAM

Wer mit sich selbst nicht behutsam umgeht, wem kann der
gut sein? Denke also daran: Gönne dich dir selbst.



Unter lautem Geräusch, Bremsenkreischen und Knirschen
der Gummireifen kam der große Laster zum Stehen. Ich
lief ihm auf der Straße entgegen. Warum hatte der Fahrer
so plötzlic gehalten? Ich sah ihn aus seinem Wagen klettern,
ein großer, starker Mann, Fernfahrer. Mit schnellen Schritten
trat er vor den Kühler, bückte sich und hockte vor etwas nieder.
Da ich vermutete, er habe eine Panne, ging ich zu ihm, um ihm
behilflich zu sein. Der Mann sah mit einem lächelnden Gesicht
zu mir auf. "Beinahe  hätte ich doch diesen kleinen Kerl über-
fahren", sagte er und deutete auf einen Igel. Dieser saß see-
lenruhig vor dem linken Vorderrad des Lasters und beäugelte uns
vergnügt. Der Fahrer schaute eine Weile belustigt auf den klei-
nen Schelm, dann trug er ihn sachte weg.



Wir haben nicht zu wenig Zeit,
aber wir verschwenden zu viel davon.

Seneca



Der Wind, den es mir zuweht
aus milderem Land,
streicht mir über die Wangen,
so sanft, als habe er unterwegs
und sehr weit von hier
deine Lippen berührt im Vorübergehn
und trüge nun ganz behutsam
deinen Atem herüber zu mir.

Lothar Zenetti



Nimm dir Zeit, den Himmel zu betrachten.
Suche Gestalten in den Wolken.
Höre das Wehen des Windes
und berühre das kalte Wasser.
Gehe mit leisen, behutsamen Schritten.
Wir sind Eindringlinge,
die von einem unendlichen Universum
nur für eine kurze Zeit geduldet werden.

Indianische Weisheit



Schließe mir die Augen beide
mit den lieben Händen zu!
Geht doch alles, was ich leide,
unter deiner Hand zur Ruh.
Und wie leise sich der Schmerz
Welle um Welle schlafen leget,
wie der letzte Schlag sich reget,
füllest du mein ganzes Herz.

Theodor Storm
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« Antwort #67 am: 12. Februar 2016, 15:39:14 »
Wesentlich

Mensch, werde wesentlich.
Denn wenn die Welt vergeht,
so fällt der Zufall weg.
Das Wesen, das besteht.

Angelus Silesius



Bald werden wir alle sterben, und alles Andenken wird dann
von der Erde geschwunden sein, und wir selbst werden für eine
kleine Weile geliebt und dann vergessen werden. Doch die
Liebe wird genug gewesen sein; alle diese Regungen von Liebe
kehren zurück zu der einen, die sie entstehen ließ. Nicht ein-
mal eines Erinnerns bedarf die Liebe. Da ist ein Land der
Lebenden und ein Land der Toten, und die Brücke zwischen
ihnen ist die Liebe - das einzige Bleibende, der einzige Sinn.

Thornton Wilder



Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von
dir erwartet: nichts als Recht üben und Freundlichkeit lieben
und aufmerksam mitgehen mit deinem Gott.

Micha 6,8



Blicke in dich! In deinem Inneren ist eine Quelle, die nie ver-
siegt, wenn du nur zu graben verstehst.

Marc Aurel



Ein König hatte einen Sohn, der stets unzufrieden auf dem
Balkon saß und sich langweilte. Er wußte selbst nicht, was ihm
fehlte. Die Weisen  rieten: "Majestät, sucht einen ganz zufrie-
denen Menschen und vertauscht sein Hemd mit dem eures
Sohnes!" Alle Beamten wurden ausgesandt, einen solchen
Menschen zu entdecken - vergebens!
Da stößt der König bei der Jagd auf einen fröhlich singenden
Arbeiter im Weinberg. Der gesteht: "Ich bin restlos zufrieden,
möchte weder mit Papst noch König tauschen. "Der König bit-
tet: "Mein Sohn ist sterbenskrank. Er braucht als Medizin das
Hemd eines zufriedenen. Ich werde dir jeden Preis zahlen."
"Majestät, da kann ich nicht dienen - ich habe kein Hemd!"

Italienisches Märchen



Ich habe in meinem Leben viele kluge und gute Bücher gele-
sen. Aber ich habe in ihnen  allen nichts gefunden, was mein
Herz so still und froh gemacht hätte, wie die vier Worte aus
dem 23. Psalm: "Du bist bei mir."

Immanuel Kant
« Letzte Änderung: 12. Februar 2016, 15:49:57 von amos »
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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« Antwort #68 am: 18. Februar 2016, 12:40:04 »

Begeistert

Auch wer begeistert ist, darf nicht vergessen:
Erfolg ist keiner der Namen Gottes.



Was hilft dir alles Gefühl, wenn dir nicht ein klarer
geweckter Verstand weite Ausblicke eröffnet, wenn
du nicht an seiner Hand in Tiefen gelangst, die dir
sonst ewig verschlossen geblieben wären? Nein,
Gefühl und Verstand gehören aufs engste zusammen.
Aber das Gefühl ist das Größte von ihnen.

Christian Morgenstern




Wenn wir auferweckt werden, dann werden wir sehen, was wir
jetzt geglaubt haben. Wir sind wohl zu heiser und haben nicht
die rechte Stimme, dennoch wollen wir mitbrummen, was wir
können: Ehre sei Gott!

Martin Luther



Eine junge und schöne Kirche, manchmal träume ich davon,
eine tanzende Kirche mit Blumen im Haar,
ein großes, fröhliches Kind,
himmelhochjauchzend verzückt, mit geschlossenen Augen,
verrückt vor Liebe in deinen Armen, Jesus,
an dich geschmiegt, die Schönste von allen.
Manchmal sehe ich sie schon mit meinen Augen,
diese junge verliebte Kirche, in all diesen großen Kindern
und in diesen ausgewachsenen Leuten,
die immer noch ein bißchen wie Kinde sind.

Lothar Zenetti
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« Antwort #69 am: 26. Februar 2016, 13:20:20 »
UNVERHOFFT

Die unverhofften Augenblicke unseres Lebens
zählen oft zu den schönsten.



Ich blieb mit den Kindern allein. Mein Mann ging mit einer
andern Frau weg. Die Leute sagten mir: "Du mußt vorwärts
gehen." Ich habe mir Arbeit gesucht und gemerkt, daß ich
allein ohne Mann vorankomme. Ich kümmerte mich um
meine Kinder. Ich schickte sie in die Schule. Ich versuchte,
ihnen mehr Liebe zu geben, als mein Mann ihnen geben
wollte. Ich arbeitete und arbeitete.
Eines Abends sah ich ihn kommen. Er kam zurück. Ich fühlte
großes Mitleid mit ihm. Er kam rein, setzte sich schweigend an
den Tisch, als ob er müde wäre, niedergeschlagen, reumütig.
Ich schaute ihn nicht an.
Er sagte zu mir: "Rosa, ich komme nach Hause zurück." Ich
schaute ihn nicht an, als ich ihm die Tasse Tee anbot.

Aus Chile



Aufstehen, Straßenbahn, vier Stunden Büro oder Fabrik,
Essen, Straßenbahn, vier Stunden Arbeit, Essen Schlafen,
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag,
immer derselbe Rhythmus - das ist sehr lange ein bequemer
Weg.
Eines Tages aber steht das "Warum" da, und mit diesem Über-
druß, in den sich das Erstaunen mischt, fängt alles an.

Albert Camus


Simon Silberfisch hat die Gebote sein Leben lang großzügig
ausgelegt. Sein Freund bezweifelt, daß er in den Himmel
kommen wird. "Werde ich kommen", behauptet Simon.
"Ich werde gehen zur Himmelstür, werde sie zumachen,
werde sie aufmachen und werde sie zumachen.
Dann wird kommen der heilige Petrus und schreien:
"Raus oder rein!" Na, geh ich hinein."
« Letzte Änderung: 27. Februar 2016, 11:41:33 von amos »
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