Autor Thema: Die Hölle ist der Zustand des ewigen Nichtliebens  (Gelesen 41232 mal)

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Offline Marcel

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Re:Judas
« Antwort #48 am: 11. November 2011, 13:59:52 »
(...)
Aber abgesehen davon halte ich persönlich Gott eher für den Strafenden als für den Barmherzigen Gott aber ich laße mich auch gerne korrigieren.

Ich glaube, daß man diese beiden Eigenschaften Gottes (die Gerechtigkeit
und die Barmherzigkeit) nicht gegeneinander ›ausspielen‹ kann. Sie sind
beide sozusagen gleichzeitig vorhanden (er besitzt sie immer beide), aber
meines Erachtens nicht in einer prozentualen Weise (»50 % gerecht und
50 % barmherzig«).

Jesus sagte – wenn ich mich recht erinnere – einmal zur hl. Schwester Fau-
stina: »Wer nicht durch das Tor meiner Barmherzigkeit gehen will, muß durch
das Tor meiner Gerechtigkeit gehen.«

Wenn ein Sünder bereut (und beichtet), tritt sofort Gottes Barmherzigkeit
auf den Plan. Damit wird die ewige Sündenstrafe (Höllenstrafe) und ein Teil
der zeitlichen Sündenstrafen getilgt. Durch Ablässe oder im Fegefeuer wer-
den die restlichen zeitlichen Sündenstrafen erlassen.

Zitat
Ich halte ihn eher für den Strafenden weil man eben so leicht und so schnell als Mensch in der Hölle landen kann.

Nein. Man ›landet‹ nicht in der Hölle – und schon gar nicht leicht. Das
ist eine bewußte Entscheidung (auch wenn der Weg dahin, z. B. über die
sieben Hauptsünden, auch zunächst ›schleichend‹ sein mag: irgendwann
kehrt man sich bewußt von Gott ab).

Andal hat das ja schon erläutert. Hier noch eine Seite aus dem ▶ Kleinen
Katechismus
von Pater Martin Ramm FSSP: ▶ Link.

Eine schwere Sünde begeht, wer ein Gebot Gottes in einer wichtigen Sache
mit Wissen und Willen übertritt.


Da gehört also schon eine ›Entscheidung‹ dazu. Und eine gewisse ›Nach-
haltigkeit‹. Ein einmaliger Gedanke, der einem plötzlich so kommt, reicht
da nicht, wenn er gleich wieder verworfen und nicht ›verfestigt‹ wird.

Zitat
Wie schnell hat man eine der 7 Todsünden gemacht---sehr schnell finde ich.

Diese sieben Sünden werden des öfteren »die sieben Todsünden« ge-
nannt. Das ist aber nicht ganz korrekt. Sie heißen eigentlich »die sie-
ben Hauptsünden« (siehe dazu meinen Link oben). Eine Todsünde kann
man auch auf einem anderen Gebiet begehen (z. B. durch eine Lüge).

Zitat
Wie schnell hat man eines der Gebote übertreten--auch sehr schnell finde ich. Und stirbt man dann wenn man nicht im Stande der Gnade ist dann ist man schon in der Hölle. Selbst gerade 10 min. nach der Beichte kann man schon wieder in einer Todsünde sein. Nach dem Gottesdienst dachte ich mal von einem: "Der reiche Depp da mit seiner eingebildeten Alten der gerade mit seinem dicken Auto vom Gottesdienst wegfährt, der hats ja leicht.
So und wenn ich das so denke und empfinde dann wäre das ja nach kath. Lehre schon wieder die Todsünde des Neides und würde ich 1. min später von einem Auto überfahren dann wäre ich demnach auch nicht im Stande der Gnade und somit in der Hölle.
Das war doch mal nun so ein richtig schönes praktisches Beispiel oder nicht ? Ich will damit nur ausdrücken wie leicht man doch in die Hölle kommen kann.

Meiner Ansicht nach kein Beispiel für eine Todsünde. Denn dazu
gehört die bewußte Entscheidung, von Gott und seinen Geboten
nichts wissen zu wollen.

Unser ehemaliger Kaplan hat mir übrigens auch einmal gesagt,
daß es nicht so leicht ist, in die Hölle zu kommen, weil eben die
gewollte Abkehr von Gott dazugehört.

Marcel
« Letzte Änderung: 11. November 2011, 14:09:36 von Marcel »
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Offline Marcello

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Re:Judas
« Antwort #49 am: 11. November 2011, 14:01:36 »
Lieber 3Rad,


wenn wir die URKIRCHE mit der heutigen KIRCHE vergleichen würden, wäre sie gleich?
Wenn Petrus, jetz zu uns kommen würde, wäre es die Kirche die er verlassen hat?
Viel mehr wenn unser Herr kommt ist es genau so wir ER es lehrte?


Wenn ich hier so manche Beiträge lese, bezweifel ich das.
Deswegen sagt der Herr auch " Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig!" 2 kor. 3,6

Einige denken wirklich die Kirche sei nur in ROM, der Vatikan, der Papst, die Bischhöfe, die Priester, die Diakone,
und alle die, die im Dienst sind, und natürlich das Gebäude nicht zu vergessen.
Wir alle sind Kirche  jeder Leib ist eine KIRCHE, ein Tempel für den Beistand, den Heiligen Geist!
Jeder der nicht glaubt selbst vom Herrn den Heiligen Geist zu empfangen, hat die Wahrheit noch nicht gefunden.

Apostel.2,17-20
17 In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht Gott: Ich werde von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben, und eure Alten werden Träume haben.

18 Auch über meine Knechte und Mägde werde ich von meinem Geist ausgießen in jenen Tagen und sie werden Propheten sein.
 
19 Ich werde Wunder erscheinen lassen droben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde: Blut und Feuer und qualmenden Rauch.

20 Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und herrliche Tag.
 
21 Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet.

Apostel.2,37-38
37 Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder?

38 Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Alle die zu IHM gehören werden den Geist empfangen, der in alle Wahrheit führt.

Die Liebe des Herrn sei mit uns.
Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit.

Offline Andreas777

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Re:Judas
« Antwort #50 am: 11. November 2011, 14:17:26 »

Nein. Man ›landet‹ nicht in der Hölle – und schon gar nicht leicht. Das
ist eine bewußte Entscheidung (auch wenn der Weg dahin, z. B. über die
sieben Hauptsünden, auch zunächst ›schleichend‹ sein mag: irgendwann
kehrt man sich bewußt von Gott ab).

Da gehört also schon eine ›Entscheidung‹ dazu. Und eine gewisse ›Nach-
haltigkeit‹. Ein einmaliger Gedanke, der einem plötzlich so kommt, reicht
da nicht, wenn er gleich wieder verworfen und nicht ›verfestigt‹ wird.


Gut dann ein anderes Beispiel: Alle Bischöfe und Prister usw. die sich gegen den Papst bewußt auflehnen indem sie seine Entscheidungen eben auch bewußt ablehnen begehen ja dann auch eine Todsünde/Hauptsünde. Ja und das sind ja ziemlich viele wie du sicher weißt. Die würde dann Hochmut oder Stolz oder so heißen. Die Nachhaltigkeit wäre ja da gegeben.
Perdiger 1
9, Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Offline Marcel

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Re:Judas
« Antwort #51 am: 11. November 2011, 14:43:33 »
Gut dann ein anderes Beispiel: Alle Bischöfe und Prister usw. die sich gegen den Papst bewußt auflehnen indem sie seine Entscheidungen eben auch bewußt ablehnen begehen ja dann auch eine Todsünde/Hauptsünde. Ja und das sind ja ziemlich viele wie du sicher weißt. Die würde dann Hochmut oder Stolz oder so heißen. Die Nachhaltigkeit wäre ja da gegeben.

Das kann durchaus sein. Aber ein Beispiel für ein leichtes
In-die-Hölle-Kommen ist das auch nicht.

Davon abgesehen möchte ich mir dazu allerdings kein Urteil er-
lauben, denn das Richten sollen wir Gott überlassen. Außerdem
kann ich nicht in das Gewissen dieser Bischöfe/Priester sehen und
nicht von evtl. ›mildernden Umständen‹ wissen.

Richtet also nicht vor der Zeit; wartet, bis der Herr kommt, der
das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringen und die Absichten
der Herzen aufdecken wird.
(1 Kor 4,5)

Wenn wir von solchen Vorgängen erfahren, sollten wir meines Er-
achtens für diese Seelen beten.

Marcel
« Letzte Änderung: 11. November 2011, 14:46:30 von Marcel »
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Anemone

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Re:Judas
« Antwort #52 am: 11. November 2011, 15:04:44 »
Hallo,

ich möchte nochmal darauf zurückkommen auf das Thema Hölle und Judas. Judas iat schon berechtigter Weise in der Hölle da er X-Chancen ausgelassen hat und da er vor allem ein Jünger von Jesus war und direkten Kontakt mit dem Sohn Gottes hatte und trotzdem so falsch gehandelt hatte.

Aber abgesehen davon halte ich persönlich Gott eher für den Strafenden als für den Barmherzigen Gott aber ich laße mich auch gerne korrigieren. Ich halte ihn eher für den Strafenden weil man eben so leicht und so schnell als Mensch in der Hölle landen kann. Wie schnell hat man eine der 7 Todsünden gemacht---sehr schnell finde ich. Wie schnell hat man eines der Gebote übertreten--auch sehr schnell finde ich. Und stirbt man dann wenn man nicht im Stande der Gnade ist dann ist man schon in der Hölle. Selbst gerade 10 min. nach der Beichte kann man schon wieder in einer Todsünde sein. Nach dem Gottesdienst dachte ich mal von einem: "Der reiche Depp da mit seiner eingebildeten Alten der gerade mit seinem dicken Auto vom Gottesdienst wegfährt, der hats ja leicht.
So und wenn ich das so denke und empfinde dann wäre das ja nach kath. Lehre schon wieder die Todsünde des Neides und würde ich 1. min später von einem Auto überfahren dann wäre ich demnach auch nicht im Stande der Gnade und somit in der Hölle.
Das war doch mal nun so ein richtig schönes praktisches Beispiel oder nicht ? Ich will damit nur ausdrücken wie leicht man doch in die Hölle kommen kann. Das ist so nach kath. Lehre und halt eben sehr hart und deshalb meine Meinung das eben Gott eher ein strafender als Barmherziger Gott ist. Natürlich muß und soll und werde ich auch die Lehre respektieren aber ich empfinde sie als schwer einzuhalten und halt eben sehr hart. Man hat da ja mit aller Mühe zu tun nicht in der Hölle zu landen. Was meint ihr dazu ?

„Gott bestraft niemanden, und jetzt, da ich ihn doch ein wenig kenne, schäme ich mich der Zeit, in der ich, noch unreif, den Schmerz für eine Gottesstrafe gehalten habe. Wenn wir uns Gott als einen strafenden Gott vorstellen, stellen wir uns Gott im Grunde nicht anders vor als wir sind: böse und nochmals böse. Ist es nicht böse, jemanden zu strafen? Ganz schlicht und einfach ausgedrückt, ein wenig Privatrache zu üben. Du hast nicht gehört, also bestrafe ich dich! Auch das noch! Hier hat Gott bewiesen, dass er Phantasie besitzt, und hat es fertiggebracht, sogar diesen unangenehmen Sachverhalt der Strafe in einen echten Reifungsprozess umzuwandeln, der den Menschen zur Liebe befähigt.“
Carlo Carretto

Offline Winfried

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Re:Judas
« Antwort #53 am: 11. November 2011, 19:41:01 »
... aber wärst Du gern Judas gewesen oder überhaupt ein Mensch, der so einen Weg gehen muss,
weil der Herrscher dieser Welt sie verführt und sie nicht raus können aus dieser Spirale, des Verderbens?
Wie HANDELT GOTT jetzt, mit alle diesen Menschen, haben sie nicht schon gelitten, da sie schon TOD waren ohne IHN?



Lieber Marcello,

auch ich verstehe diese Frage nicht oder habe ich da etwas falsch verstanden? Dies widerspricht völlig dem freien Willen eines Menschen, zu sündigen oder eben nicht zu sündigen. Niemand ist gezwungen, sich verführen zu lassen (zu sündigen) und die Möglichkeit der REUE gibt es für jeden, auch für Nichtchristen. Nur war die Reue bei Judas nicht das Bereuen des Verrats an Jesus Christus selber, sondern es reute ihn, dass sie Sache nicht besser gelaufen war (vgl. dazu Anna Katharina Emmerich und Maria von Agreda). Judas verzweifelte und beging daraufhin Selbstmord. Dies war der Hauptgrund, warum er in die ewige Verdammnis einging. Natürlich hatte Satan seinen Anteil daran, denn Judas war besessen ( "Nachdem dieser den Bissen genommen hatte, fuhr der Satan in ihn hinein. Nun sagte Jesus zu ihm: »Was du zu tun vorhast, das tu bald!" - Joh 13,27), was aber nicht heißen soll, er könne dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Judas war bei vollem Verstand.
In hoc signo vinces.

Offline Marcel

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Re:Judas
« Antwort #54 am: 11. November 2011, 22:01:46 »
Man ›landet‹ nicht in der Hölle – und schon gar nicht leicht. Das
ist eine bewußte Entscheidung (auch wenn der Weg dahin, z. B. über die
sieben Hauptsünden, auch zunächst ›schleichend‹ sein mag: irgendwann
kehrt man sich bewußt von Gott ab).

Ich möchte allerdings noch zu bedenken geben, daß trotzdem jedoch
viele Seelen in die Hölle kommen. Pater Pio hat angeblich einmal gesagt:
»So wie Schneeflocken vom Himmel fallen die Seelen in die Hölle.«

Daran kann man m. E. sehen, daß sich sehr viele Menschen sich in ihrem
Leben gegen Gott entscheiden und die Liebe Gottes zurückweisen.

Marcel
« Letzte Änderung: 11. November 2011, 22:54:47 von Marcel »
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Offline Andreas777

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Re:Judas
« Antwort #55 am: 12. November 2011, 00:33:08 »

Ich möchte allerdings noch zu bedenken geben, daß trotzdem jedoch
viele Seelen in die Hölle kommen. Pater Pio hat angeblich einmal gesagt:
»So wie Schneeflocken vom Himmel fallen die Seelen in die Hölle.«

ja eben der Pater Pio lag mir auch auf der Zunge aber ich kam in dem Moment nicht drauf.
Also erst hast geschrieben "nicht leicht" und jetzt doch das man "leicht" in die Hölle kommen kann ?
Meiner Ansicht nach kommt man eben doch sehr leicht in die Hölle wenn man die Aussage von Pater Pio berücksichtigt und die Aussage der hl. Schrift mit dem breiten Weg der Verdammniss.

Ich denke aber Gott wird auch die Zeit berücksichtigen in der man lebt. Gerade diese jetzige Zeit mit ihren Verführungen an jeder Ecke. Das war früher nicht so. Ich habe da immer so ein Bild vor Augen wo man etwas Flüssigkeit oben in ein Gefäß leert das durch viele Siebe läuft und unten dann das Ergebniss rauskommt. Diese Siebe sind dann diese Verführungen den man wiederstehen soll und denen man in dieser Welt ausgesetzt ist, die Verhältnisse in der jeder Einzelne lebt, der Fam. Aspekt usw..Gott ist ja gerecht und dann wird er auch alles berücksichtigen denke ich mal. Das war mal ein Gedanke dazu von mir.
Perdiger 1
9, Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

 

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