Autor Thema: HOMÖOPATHIE  (Gelesen 24649 mal)

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HOMÖOPATHIE
« am: 16. Januar 2012, 09:51:58 »
GESUND DURCH HOMÖOPATHIE
KURZE ERLÄUTERUNGEN ZUM
VERSTÄNDIS

Das Wort Homöopathie ist jedem geläufig, ohne daß der wirkliche Sinn allen bewußt ist.
Geläufig ist das Wort vor allem deshalb, weil es lange Zeit an den Schaufenstern der Apotheken zu lesen war, wie es ja zum Teil noch heute der Fall ist. Zum anderen ist die "Homöopathische Dosis" als
Schlagwort in den Sprachgebrauch eingedrungen, ohne daß dessen Benutzer nur halbwegs wissen, wovon sie sprechen.

HOMÖOPATHIE UND APOTHEKE

Zurück zu den Apotheken. Sie wollen mit dem werbenden Hinweis andeuten, daß sie neben den anderen, den "allopathischen" Mitteln, auch solche der Homöopathie führen. Diese betonte Kennzeichnung stammt aus einer Epoche, in der das nicht immer selbstverständlich war. Ich kann mich hieran noch sehr gut erinnern!
Heute ist diese Homöopathie-Referenz nicht mehr nötig. Alle Apotheken halten seit Jahrzehnten homöopathische Mittel vorrätig, da diese fester Bestandteil der Therapie, der Krankheitsbehandlung im weitesten Sinne geworden sind. Nach einer Umfrage wenden 60% der niedergelassenen Ärzte vorwiegend oder von Fall zu Fall homöopathische Mittel an. Die Tendenz ist steigend! Dazu müssen noch die Verordnungen der Heilpraktiker gezählt werden. Sie haben sich schon frühzeitig der Homöopathie zugewandt. Auch ich habe, in der Eigenschaft als Heilpraktiker, in meiner Naturheilpraxis, vorwiegend die klassischen, homöopathischen Mittel eingesetzt, und das mit Erfolg!

DIE HOMÖOPATHIE IN DER BEVÖLKERUNG

In der Bevölkerung war die Homöopathie stets populär. Ich weise darauf hin, daß immer mehr Patienten diese Heilmethode als ihren Weg zur Gesundheit wählen. Vor allem deshalb, weil sie in der Homöopathie eine risikolose und schonende Therapie sehen, eine natürliche Behandlung von großer Verträglichkeit und ohne Gefahr der Gewöhnung.

SELBSTMEDIKATION

Zum anderen schätzen die Patienten die in der Homöopathie liegenden Möglichkeiten der Selbstmedikation, wie sie in vielen Gegenden unseres Landes schon seit Generationen gang und gäbe ist. Die lange Tradition hat in ihnen ein sicheres Gefühl für den therapeutischen "Alleingang" entwickelt oder in ernsteren Fällen für die Inanspruchnahme des Arztes, wobei ihnen der Apotheker in seiner Schlüsselfunktion als Arzneimittelsachwalter seit je wichtige Entscheidungshilfen gegeben hat.

SAMUEL HAHNEMANN - DER BEGRÜNDER DER HOMÖOPATHIE

Die Bezeichnugn Homöopathie stammt von ihrem Begründer, dem deutsch Arzt Dr. med. Samuel Hahnemann, auf den auch das Wort Allopathie zurückgeht. Mit letzterem wollte er eine Therapie kennzeichnen, die nach anderen (griech. allon = anders) Grundsätzen vorgeht, als dies die Homöopathie tut.
Die Gegensätzlichkeit beider Begriffe ist aus der damaligen Sicht verständlich. Sie ist heute etwas überholt und sollte in der strengen Form nicht beibehalten werden. Es geht nicht mehr um das Entweder-Oder, sondern um ein Sowohl-Als auch. Die Homöopathie erhebt keinen Anspruch auf unumschränkte Gültigkeit. Sie ist ein Teil der Gesamtmedizin. Ein wesentlicher Teil.

Hahnemann, der auch als bedeutender Apotheker und Chemiker seiner Zeit gilt, wurde 1755 in Meißen (Sachsen) geboren und starb hochbetagt 1843 in Paris. Schon zu seinen Lebzeiten breitete sich die neue Heilmethode über die Grenzen Deutschlands aus und hatte bald in allen Ländern der Erde zahlreiche Anhänger.

200 JAHRE HOMÖOPATHIE

Das Jahr 1796 wird allgemein als das Geburtsjahr der Homöopathie angesehen. In diesem Jahr veröffentlichte Hahnemann seine grundlegenden, für die damalige Zeit revolutionären Gedanken der Homöopathie, die in vielen Jahren ärztlichen Mühens gereift waren. Die Homöopathie besteht jetzt seit über 200 Jahren. Das ist ein Jubiläum von historischer Bedeutung. Keines der übrigen medizinischen Systeme, die in diesem Zeitraum entstanden, haben nur Jahrzehnte überdauert. Die Homöopathie ist geblieben trotz mancher Anfechtungen. Sie ist lebendig wie am ersten Tag und hat die Gestalt behalten, die ihr Hahnemann, seiner Zeit weit vorausschauend, von Anfang an gegeben hat.


SIMILE-REGEL
1. GRUNDSATZ DER HOMÖOPATHIE

Wie bereits in meinem Antwortschreiben an Maass erwähnt, ist dieser Ähnlichkeitssatz zum Fundament der Homöopathie geworden.
Was ist nun Ähnlichkeit? Hahnemanns Idee der Ähnlichkeit ist ihm nicht vom Himmel gefallen. Es war eine mehr zufällige Entdeckung, die er, im Widestreit mit der Medizin seiner Zeit, in jahrelangem, einsamen Ringen bis zur endgültigen Gewißheit seines neuen Weges verfolgte. Begonnen hatte es mit dem in die Geschichte eingegangenen Chinarinden-Versuch, den er, durch anderweitige Studien angeregt, an sich selbst vornahm. Nach wiederholten Prüfungen kam er zu dem Ergebnis, daß die Chinarinde als Heilmittel gegen das Wechselfieber (Malaria), wie es damals hieß, selbst eine Art von Fieber erzeuge, das dem des Wechselfiebers ähnlich zu sein schien, und dieses auslösche.

Das ist in groben Zügen der Beginn. Versuche mit weiteren Arzneimittel an sich und anderen, bestätigten eindrucksvoll die Richtigkeit dieser Beobachtung, die durch über 200-jährige Erfahrung als gesichert gelten darf!


ZUM BEGRIFF KRANKHEIT UND KRANKHEITSSYMPTOM

Überlegen wir mal folgendes: Wenn Krankheit an sich schon Ausdruck eines Versuchs des Organismus ist, das aus dem Gleichgewicht, aus der Ordnung geratene und geschädigte Lebensgefüge aus EIGENER KRAFT wieder zu ordnen - und das heißt gesunden -, so erscheint das homöopathische Prinzip verständlich, dort, wo die SELBSTHEILUNGSBESTREBUNGEN des Körpers daniederliegen oder nicht ausreichen, ein Mittel zu wählen, das möglichst ÄHNLICHE Regulierungsvorgänge in Gang setzt, wie sie natürlicherweise unter der krankmachenden Schädigung anlaufen oder anlaufen würden.

Wir können auch sagen: Das homöopathische Mittel ahmt quasi die echte Krankheit nach, und wegen seiner Ähnlichkeit mit der krankmachenden Störung bekommt es Zugang zu den blockierten oder geschwächten Ordnungskräften, den still liegenden Abwehrmechanismen des erkrankten Organismus. So wird der Heilungsprozeß gefördert oder kommt in Gang. Der Schlüssel paßt ins Schloß!





  


KEINE BEHANDLUNG VON SYMPTOMEN

Wir müssen festhalten: Die Homöopathie geht davon aus, daß die Symptome nicht die zu bekämpfende Krankheit sind.
Sie sind Zeichen der Auseinandersetzung, Störungszeichen, Reaktionen auf Störungsursachen, die auf selbsttätige, aktive Regulierungsvorgänge im Organismus hindeuten. Homöopathie hat also nichts mit der Unterdrückung einzelner Symptome zu tun, nichts mit Betäubung, Vertreiben von Symptomen, nichts mit künstlicher Normalisierung und Gegensteuerung durch meist nur vorübergehend wirkende, starke Medikamente, sondern sie sucht den Grund der Erkrankung im Gesamtkomplex Mensch, in dessen leiblicher und seelischer Ganzheit. Die Homöopathie ist keine passive Therapie. Sie ist aktive Hilfe zur Selbsthilfe.

Damit habe ich versucht, das etwas schwierige Thema Ähnlichkeit in den Griff zu kriegen, so weit das in einfachen Worten möglich ist. Das Letzte bleibt uns sicher verborgen wie alle feinsten Vorgänge in biologischen Prozessen. Man muß etwas darum ringen. Denn ohne eine plausible Vorstellung des zunächst sicher etwas verwirrenden Begriffes Ähnlichkeit läßt sich die Homöopathie nicht verstehen. Alles andere, die Frage der homöopathischen Potenz - ich komme später darauf- und das sonstige Procedere sind sekundärer Natur.
Sie sind die logische Folge der Ähnlichkeit, und somit, wie ich hoffe, kein Buch mit sieben Siegeln mehr.


ARZNEIMITTLKRANKHEIT

Vielleicht eins noch. In diesem Zusammenhang gehört nach dem homöopathischen Sprachgebrauch noch das Wort "Arzneimittelkrankheit". Was kann das anders sein, als ein zusammenfassender Ausdruck für "ähnliche Regulierungsvorgänge", "ähnliches Leiden", "ähnliche Symptome" oder "Nachahmung der natürlichen Krankheit durch ein homöopathisches Mittel", von denen gesprochen wurde?

Man muß sich tatsächlich erst an das befremdende Wort Arzneimittelkrankheit gewöhnen, ist doch die Vorstellung kurios, daß man, um gesund zu werden, sich neben der natürlichen Krankheit noch eine zweite Krankheit, eine künstliche, eine Arzneimittelkrankheit nämlich, zulegen soll, um es salopp auszudrücken. Natürlich ist die Arzneimittelkrankheit keine Krankheit im landläufigen Sinn. Das Wort erscheint etwas unglücklich. Das ganze Geschehen drückt sich vielmehr, für den Patienten in der Regel unbemerkt, als Signal, als feiner Reiz in den Schaltstellen des Lebendigen aus, in den verborgenen Ordnungszentren des Organismus, wo über Gesundheit und Krankheit entschieden wird.


ERSTREAKTION

Eine gelegentliche leichte Verstärkung der Krankheitssymptome (s. Arzneimittelkrankheit) macht den Heilungsvorgang für den Patienten subjektiv erlebbar. Eine solche Erstreaktion, häufig auch als "Erstverschlimmerung" bezeichnet, ist ein Hinweis auf die richtige Wahl des passenden Mittels, also durchaus positiv zu werten. Man sollte besser von Heilreaktion sprechen. Die Erscheinung schwindet meist von selbst, mit Sicherheit aber nach Verringerung der Dosis, wenn nicht andere Gründe für einen fortlaufenden Krankheitsprozeß sprechen.


GERINGE DOSEN DER HOMÖOPATHIE

Nicht selten genügt für den therapeutischen Anstoß ein einziger spezifischer Reiz, der völlig unabhängig von der Menge eines Arzneimittels ausgelöst wird. Diese Tatsache ist äußerst wichtig für das Verständnis der vergleichsweise geringen Dosen wie sie in der Homöopathie üblich sind. Nicht die Quantität, die Menge (nicht "viel hilft viel") eines Mittels, seine Qualität ist für die Wirkung ausschlaggebend. "Die biologisch wirksamste Minimal-Dosis, das ist des Pudels Kern", sagte einmal ein intimer Kenner der homöopathischen Materie. Treffender kann man es nicht formulieren. Damit ist schon fas das ganze Dosierungsproblem gelöst.


HOMÖOPATHIE ALS REIZTHERAPIE

Die Betrachtung der Homöopathie als eine Art Reiztherapie, wie es erwähnt wurde, macht die Möglichkeiten und Grenzen der Methode sichtbar, so weit sie auch gesteckt sind. Denn reizbar, erregbar ist nur das Lebendige, das Intakte. Dort, wo vitale Mechanismen zerstört sind, wo der Reiz keine Beantwortung mehr findet, haben andere Behandlungsmethoden ihren Platz. Im Grunde sind jedoch alle Krankheiten einer homöopathischen Behandlung zugängig, die nicht zwingend eine antibiotische, chemotherapeutische, substitutionelle, diätetische oder chirurgische Therapie erfordern. Und das ist ein weites Feld.

Somit haben wir ein wichtiges Kapitel abgeschlossen. Es war das eigentliche, das, was die Homöopathie im Kern ausmacht, der gedankliche Überbau.

Weitere Fragen zum Arzneimittelbild, zur Arzneimittellehre, zur Arzneimitteldiagnose u.a.,
beantworte ich gerne.

Es grüßt Euch herzlich und wünscht Euch beste Gesundheit,
Euer Amos




« Letzte Änderung: 16. Januar 2012, 18:14:56 von amos »
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Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #1 am: 16. Januar 2012, 10:26:13 »



Ich freue mich sehr darüber, daß der Beitrag über "Homöopathie" so ein positives Echo gefunden hat! Ich danke allen, auch denjenigen, die anderer Meinung sind, für ihr offenes und aktives Mitmachen. Somit bin ich gerne bereit, noch weitere allgemeine Erklärungen und Informationen zum Thema: "Homöopathie" zu machen.

Anfangen möchte ich mit der Arzneimittelprüfung am Gesunden, gemäß dem 2. Grundsatz der Homöopathie.

Ich hatte bereits erwähnt, daß in der Homöopathie eine Krankheit mit einem Mittel behandelt wird, das am gesunden Menschen ähnliche Erscheinungen hervorruft wie diese. Voraussetzung für dieses methodische Vorgehen ist eine detaillierte und weitreichende Kenntnis der Arzneimittelwirkungen.
Hierfür hat Hahnemann, wie bereits angedeutet, die Prüfung der Mittel am Gesunden eingeführt: ...deutlich muß jede Arznei aussprechen, was sie zuverlässig heilen kann, ehe sie gegen Krankheit angewendet wird." Mit dieser experimentellen Methode hat er ein Zeichen gesetzt für die medizinische Forschung bis heute. Die Arzneimittelprüfung am Gesunden ist der 2. Grundsatz der Homöopathie.


ARZNEIMITTELBILD

Seit Hahnemann sind Hunderte von Arzneimitteln eingehend geprüft worden. Diese Prüfungen ergeben bei angemessener Dosis ein eindeutiges Wirkungs- und Symptomenbild, das Bild der Arzneimittelkrankheit, von der oben gesprochen wurde. Es ist die Summe der an Leib und Seele beobachteten Arzneisymptome, das sog. Arzneimittelbild, wie es in der Homöopathie heißt.


ARZNEIMITTELLEHRE

Aus dem Vergleich der Arzneimittelbilder mit den Symptomen der natürlichen Krankheiten ergeben sich, häufig überraschende, Ähnlichkeiten (s. "ähnliches Leiden"), die die Grundlage der homöopathischen Therapie bilden. Sie sind Gegenstand der homöopathischen Arzneimittellehre.


HOMÖOPATHIE - EINE WISSENSCHAFTLICHE METHODE

Die enge Beziehung zwischen Arzneimittel und Krankheit, genauer zwischen Arzneimittelbild und der Gesamtheit der Krankheitssymptome, wie sie in den Arzneimittellehren niedergelegt sind, macht die Therapie vorausschaubar, den Erfolg kalkulierbar und die Homöopathie lehr- und lernbar, - unbestritten Merkmale einer wissenschaftlichen Methode.


ARZNEIMITTELDIAGNOSE

Jeder Verordner wird zu Beginn einer Behandlung eine Diagnose stellen, soweit das eben möglich ist. Für die Homöopathie gilt die gleiche Voraussetzung. Dann aber scheiden sich die Geister. Zur Diagnose im üblichen Sinne kommt hier nach den Regeln der Ähnlichkeit die sog. Arzneimitteldiagnose, die Festlegung auf das SIMILE also, auf das passende homöopathische Mittel.

Wenn wir in den obigen Ausführungen so viel von Symptomen gesprochen haben, soll an dieser Stelle nochmals ausdrücklich betont werden, daß die Homöopathie keine Symptome an sich behandelt. Die minutiöse Beachtung und Registrierung der Krankheitssymptome dienen lediglich der Arzneimittelfindung nach den Regeln der Ähnlichkeit. Das müssen wir uns immer vor Augen halten.


DIE INDIVIDUELLE THERAPIE

Krankheit ist ein kollektiver Begriff, ein Name. Die Bedingungen, unter denen sie sich entwickelt, sind bei jedem andere, und verlangen eine individuelle Therapie. Auch eine Krankheit, die ein Mensch zum zweitenmal erlebt, trifft nicht mehr den gleichen Menschen und ist auch nicht die gleiche Krankheit. Ebenso hat jeder Kranke unter verschiedenen Menschen mit der gleichen Diagnose seine eigene Krankheit und seine eigene Therapie. "Jeder Krankheitsvorgang ist ein neues Ereignis im Naturgeschehen, wie es noch nie da war", sagte ein berühmter Arzt. Das gilt für die Homöopathie ganz besonders.


GANZHEITSBEHANDLUNG

Solche Fragen sind hier von Bedeutung: Warum erkrankt überhaupt ein Mensch, wie erlebt er die Erkrankung, wie sind Art und Lokalisation seiner Beschwerden, seine Verhaltensweise, seine psychische Verfassung, seine Konstitution, wie reagiert der gesamte Organismus auf die krankmachende Schädigung?, um nur einige zu nennen. Auch Alter und Geschlecht sind natürlich in das Kalkül einzubringen. Das heißt nichts anderes, als das die Homöopathie den kranken Menschen in seiner einmaligen Existenz und Situation, nach allen seinen leiblichen und seelischen Bedingungen betrachtet und im wahrsten Sinne eine Ganzheitsbehandlung praktiziert.


INDIVIDUALISIEREN

Das Individualisieren ist für die Homöopathie charakteristisch. Es ist eine ihrer großen Stützen. Das Eingehen auf den einzelnen, einmaligen Fall mag schwierig klingen, und ist es doch nicht, wenn man hinter jedem Menschen sein Arzneimittelbild sucht, quasi sein personifiziertes homöopathisches Mittel, wie das schon aus den Betrachtungen über das Problem der Ähnlichkeit hervorgeht. Alles hängt eng zusammen.

Ein solches individuelles Vorgehen muß sich auf ein entsprechend großes Arzneimittelreservoir stützen. In der Homöopathie stehen dafür weit über 1000 Mittel in zahlreichen Verdünnungen, hier Potenzen genannt, und verschiedenen Arzneiformen zu Verfügung. Sie stammen aus dem Pflanzen- und Tierreich, auch Mineralien spielen eine erhebliche Rolle. Die Zeit steht jedoch nicht still. Die weitere Entwicklung der Homöopathie wird nicht zuletzt in der Prüfung und Aufnahme neuer Mittel sowie in der Vermehrung und Verbesserung des bisherigen Erkenntnismaterials bestehen.


DER PHARMAZEUTISCHE RAHMEN

Dieser riesige pharmazeutisch-technische und organisatorische Aufwand wird von wenigen Schultern getragen. Er ist heute bei der Fülle der Aufgaben nur noch in industriellem Rahmen möglich.

Einige Apotheker waren es, die im vergangenen Jahrhundert aus Überzeugung und Neigung dem Lebenswerk Hahnemanns für die Herstellung homöopathischer Präparate seine grundlegende und verpflichtende Formulierung gaben. Eine aus diesem Kreis herausragende Pesönlichkeit war der junge Apotheker Dr. Willmar Schwabe in Leipzig, der 26-jährig, im Jahre 1866, einen homöopathisch-pharmazeutischen Betrieb gründete.

Schwabe darf heute als "Gesetzgeber" einer modernen homöopathischen Pharmazie genannt werden. Nicht zuletzt bleibt sein Name mit der Herausgabe einer ersten, weit verbreiteten, in allen Kultursprachen übersetzten homöopathischen Pharmakopoe (Arzneibuch)" verbunden, ohne die das heutige amtliche "Homöopathische Arzneibuch" (HAB) nicht möglich gewesen wäre.

BEI DER ARZNEIMITTELWAHL ZU BERÜCKSICHTIGEN

Die Arzneimittelwahl wird durch die Berücksichtigung eigenartiger Gegebenheiten erleichtert. Es geht dabei um Leitsymptome, Modalitäten, konstitutionelle Faktoren, um Organ- und Gewebsbeziehungen, geistig-seelische Merkmale, die vorherrschende Stimmungslage und schließlich um das auslösende Moment der Erkrankung u.a.

Wir wollen auf einige der genannten Begriffe kurz eingehen. Leitsymptome sind charaktistische Einzelzüge in den Arzneimittelbildern, die sich deutlich ausprägen und den Ähnlichkeitsvergleich erleichtern. Sie "leiten" hin zu rascherem Handeln, zur Entscheidung.


MODALITÄTEN

Oft sind die äußeren Umstände, unter denen sich krankhafte Symptome verschlechtern oder bessern, wie Ruhe oder Bewegung, Berührung, Körperlage, Wärme, oder Kälte, Tageszeit der Beschwerden, der Nahrungsaufnahme u.a., die wertvollsten Leitsymptome für die Arzneimittelwahl. Man nennt diese Umstände, die die Entstehung, Besserung oder Verschlimmerung von Symptomen beschreiben, Modalitäten. Sie runden das Bild vieler Arzneimittel ab.

Je eigenartiger diese Modalitäten sind, desto wertvoller sind sie für die Unterscheidung zweier oder mehrerer nach der Ähnlichkeit infrage kommender Mittel. Ein markantes Beispiel ist hierfür der Kranke mit dem Bedürfnis, das eiskalte Bein aus dem warmen Bett zu strecken. Ein solches absonderliches Verhalten finden wir in dem Arzneimittelbild von SECALE CORNUTUM













HOMÖOPATHISCHE KONSTITUTION

Die Konstitution im homöopathischen Sinne hat mit den klassischen Konstitutionstypen nicht viel gemein bzw. geht weit über diese hinaus. In der Homöopathie sind es Arzneitypen, die uns als plastische Menschenbilder begegnen.

Als Konstitutionsmittel werden in der Homöopathie z.B. solche bezeichnet, die in allen Zellen und Geweben lebenswichtige Aufgaben zu erfüllen haben, wie Kalium, Kalzium, Phosphor oder Schwefel. Neben diesen sind auch andere, nicht körpereigene Stoffe, wie Pulsatilla, Nux vomica,
(diese Mittel nehme ich immer als Profilaxe, um Verdauungsstörungen vorzubeugen „fremder“ Tisch) und Graphites, von großer Bedeutung. Alle diese Mittel sind in geeigneten Fällen in der Lage, eine allgemeine Umstimmung des Organismus herbeizuführen. Sie beziehen sich direkt auf die Person, auf ihr Erscheinungs- und Charakterbild und erfassen damit die besondere Eigenart des Patienten in seiner allgemeinen Tendenz zum Erkranken. Ihre Verordnung erfolgt meist als Basismittel. Die Homöopathie hat hierbei die Möglichkeit, an das im Wesen des Patienten Verankerte heranzukommen und damit die Anlagen zu Krankheiten, ererbten Anfälligkeiten etc. günstig zu beeinflussen. Das eigentliche Simile, das ähnliche Mittel, ist eine zweite Sache.

Die Konstitutionstypen sind für den Erfahrenen lebende Gestalten, die er „auf Anhieb“ erkennt. Da ist der Graphites-Typ mit großer Esslust und Anlage zu körperlicher Fülle. Er ist in seinem ganzen Wesen etwas antriebslos und neigt zu Hautausschlägen; oder der schlanke, nervöse Phosphor-Typ mit Neigung zu Blutungen; die ihren Launen unterworfene Sepia-Frau mit ihren charakteristischen, klimakterischen Symptomen; das verzagte, blauäugige und weinerliche Pulsatilla-Mädchen sowie das dickliche, etwas langsame und schwerfällige Calcium-carbonicum-Kind.

Das sind nur einige Beispiele. Die Konstitutionstypen werden häufig etwas vereinfacht und derb gezeichnet. Man darf aber nicht annehmen, daß sich stets die ganze leibseelische Persönlichkeit in diesen Bildern spiegeln müßte. Es sind Extreme, der der Verdeutlichung dienen. Alles in allem: Die Konstitutionsmittel sind oft der Weg zum endgültigen Erfolg.


ORGAN- UND GEWEBEBEZIEHUNG

Es kann ferner wichtig sein zu wissen, daß eine Kategorie von Mitteln insofern eine Organbeziehung hat, als sie primär z.B. auf das Herz (Cactus, Crataegus (gebe ich z.Zt. meiner Frau, und sie ist beschwerdefrei) Spigelia u.a.) und die Leber (Berberis, Carduus marianus u.a.) gerichtet sind, wie andererseits die Gewebemittel vorzugsweise auf das Bindegewebe (Silicea u.a.), das Sehnengewebe (Calcium fluoratum u.a.) die Knochen (Symphytum u.a.), das Muskelgewebe (Spiraea, Rhus toxicodendron u.a.) und auf Haut und Schleimhäute (Apis, Bryonia, Hepar sulfuris u.a.), um einige solcher offensichtlicher Beziehungen zu nennen.

AUSLÖSENDE FAKTOREN

Schließlich können Folgen von Ärger, Schreck (Aconitum, Veratrum album u.a.), von Kälte und Durchnässung (Dulcamara, Rhus toxicodendron u.a.), von Verletzungen (Arnica u.a.), Mißbrauch von Genußmittel (Nux vomica u.a.) und vielen anderen Lebensumständen auslösende oder unterstützende Faktoren für die Entstehung von Krankheiten sein, wie das nicht nur in der Homöopathie bekannt ist. Es genügt jedoch nicht die übliche, routinemässige erhebung der Anamnese, der Vorgeschichte des Patienten. Seine gesamten gesundheitlichen Aktiva und Passiva müssen in auslotenden Gesprächen aufgestellt werden, um die Krankheit aus den Lebenszusammenhängen des Patienten wirklich zu begreifen. Hierzu wird die aktive Mitarbeit des Patienten gefordert. Er muß durch bereitwilliges Sich-öffnen den Weg zur Auffindung des passenden Mittels mitgehen.





HOMÖOPATHISCHE ARZNEIFORMEN

Grundlage der homöopathischen Arzneimittel sind Pflanzen, die meist in frischem Zustand verarbeitet werden, Tiere oder tierische Produkte und Mineralien. Aus den Tinkturen (=Urtinkturen) bzw. Urstoffen werden mit Alkohol oder Milchzucker folgende Arzneimittel hergestellt:

Dilutionen (Dil.) = flüssige Zubereitungen
(Verdünnungen, Tropfen)
Tabletten (Tbl) = gepresste Verreibungen
Globuli (Glob.) = mit flüssigen Zubereitungen getränkte
Rohrzuckerkügelchen (Streukügelchen)

Das sind seit Hahnemann die klassischen Arzneiformen der Homöopathie. Dazu sind in neuerer Zeit homöopathische Ampullen gekommen (flüssige Verdünnungen zu Injektionszwecken) und äußerlich anzuwendende Arzneimittel (Extern Tinkturen, Salben, Cremes, Gele).


ARZNEIMITTELBEZEICHNUNGEN

Die Arzneimittel werden in der Homöopathie mit ihren lateinischen Namen bezeichnet. Das macht anfänglich einige Schwierigkeiten. Aber wenn man sich überhaupt für die Homöopathie interessiert, sollte man sich auch einige Literatur, eine einfache Arzneimittellehre, einschlägige Verzeichnisse u.a. zulegen, damit die Arzneimittel nicht anonym bleiben und als Pflanzen, Tiere oder Mineralien begriffen werden können.
In den letzten Abschnitten wurde z.B. auf folgende Mittel hingewiesen. Hier ihre Verdeutschung:

1. Pflanzliche Mittel
Aconitum = Sturmhut, Eisenhut
Arnica = Arnika, Bergwohlverleih
Belladonna = Tollkirsche
Berberis = Berberitze, Sauerdorn
Bryonia = Königin der Nacht
Carduus marianus = Mariendistel
Chelidonium = Schöllkraut
Crataegus = Weißdorn
Dulcamara = Bittersüß
Nux vomica = Brechnuß
Pulsatilla = Küchenschelle
Rhus
toxicodendro = Giftsumach
Secale cornutum = Mutterkorn
Spigelia = Wurmkraut
Spiraea = Mädesüß
Symphytum = Beinwell

2. Tierische Mittel
Apis = Biene
Tintenfischbeutels

3. Mineralische Mittel
Calcium carbonicum
Hahnemanni = Kalziumkarbonat, Kalk, hier aus
Austernschalen gewonnen
Calcium fluoratum = Kalziumfluorid, Flußspat
Hepar sulfuris = Kalkschwefelleber
Silicea = Kieselsäure


GABENLEHRE
3. GRUNDSATZ DER HOMÖOPATHIE

Wir sprachen in dem Kapitel über die Ähnlichkeit kurz von den geringen Dosen, die in der Homöopathie meist gebräuchlich sind, und erklärten, daß die Wirkung homöopathischer Mittel nicht eine Frage des Wieviel, der Menge ist, sondern das Wie, der Qualität, des gezielten Reizes. Die Anwendung der kleinsten wirksamen Dosis mit größtmöglichem Effekt ist seit Hahnemann die Methode der Wahl. Dieses Prinzip ist von solcher Bedeutung, daß es zum 3. Grundsatz der Homöopathie erklärt wurde.

Hahnemann selbst hatte im Laufe der Jahre zur praktikablen Handhabung dieses Grundsatzes ein eigenes pharmazeutisches Verfahren entwickelt, das in seinen einfachen Grundzügen noch heute gilt. Es ermöglichte ihm eine subtile Anpassung der Arzneimittelkräfte an die Resonanz des Organismus in praktisch unbegrenzten Verdünnungsbereichen.








WIE VERFUHR HAHNEMANN?

Hahnemann nahm die Verdünnung im Verhältnis 1 : 100 vor.
In Deutschland setzte sich mehr und mehr das Zehnersystem durch. Die Verdünnungen erfolgen, und zwar stufenweise von Glas zu Glas, im Verhältnis 1 : 10. Wir greifen vor:
Soll z.B. aus einer flüssigen D 1 (s.u.) eine D 2 hergestellt werden, so nimmt man 1 Teil D 1 und verdünnt mit 9 Teilen Alkohol usw., bei festen Stoffen verfährt man entsprechend:
1 Teil D 1 wir mit 9 Teilen Milchzucker intensiv verrieben zur D 2 usw.

Das Verdünnen wird jeweils begleitet von einem obligatorischen Verschüttelungs- (bei flüssigen Mitteln) bzw. Verreibungsprozeß (bei festen Stoffen), der die Arzneien in einen besonderen Zustand versetzt, der, einfach ausgedrückt, zu einer Entfaltung neuer Kräfte führt, die über den materiellen Wirkungsgrad des eigentlichen Arzneimittels hinausgehen, wie Hahnemann richtig erkannte. Aus diesem Grunde nannte er die Verdünnungen Potenzen, von lat. potentia=Kraft, und den Vorgang selbst potenzieren.


CENTESIMALPOTENZEN

Potenzen im Verhältnis 1 : 100 hergestellt, tragen die Bezeichnung C (lat. Centum = hundert), versehen mit der Verdünnungsstufe. Sie werden Centesimalpotenzen genannt.


DEZIMALPOTENZEN

Potenzen im Verhältnis 1 : 10 hergestellt, tragen die Bezeichnung D (lat. Decem = 10), versehen mit der Verdünnungsstufe.
Sie werden Dezimalpotenzen genannt. Zum näheren Verständnis:

D 1 = Arzneigehalt 1 : 10 = 10%
D 2 = Arzneigehalt 1 : 100 = 1 %
D 3 = Arzneigehalt 1 : 1000 = 0,1%
D 4 = Arzneigehalt 1 : 10000 = 0,01%
D 5 = Arzneigehalt 1 : 100000 = 0,001%
D 6 = Arzneigehalt 1 : 1000000 = 0,0001%

Hieraus ist erkenntlich, daß mit der Höhe der Potenz der Arzneigehalt kontinuierlich abnimmt bis zu den sog. Hochpotenzen (D 30, D 60, D 100 u.a.), für deren Wirkung eigene Voraussetzungen gelten. Die Mehrzahl der Potenzen bewegen sich in Bereichen zwischen D 1 und etwa D 12.

Es gibt jedoch eine Reihe homöopathischer Mittel, die nicht das Potenzierungszeichen D tragen. Das sind z.B. Pflanzliche Tinkturen , wie Crataegus oder Carduus marianus, von denen es natürlich auch Potenzen gibt.


 


DER MENSCH IM MITTELPUNKT

Wir haben gehört, daß die Homöopathie eigene Gedanken entwickelt hat über das, was allgemein unter Krankheit und Therapie verstanden wird. Das wichtigste daran wohl ist, daß sie den Menschen in einer Zeit wachsender Entpersönlichung und Vermassung ganz in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung stellt. Mit dem Prinzip der Ähnlichkeit, um dessen Deutung wir uns besonders bemüht haben, und dem Phänomen des individuellen, personifizierten Arzneimittels zeigt die Homöopathie neue Wege auf zu einer menschlicheren Medizin. Es lohnt sich, wie wir gesehen haben, diesen Wegen nachzugehen.


HOMÖOPATHIE IM STEIGEN BEGRIFFEN

Ich habe gezeigt, daß die Homöopathie wie jede andere Therapie ihre im System liegenden Grenzen hat. Sie ist Teil einer Gesamtmedizin, und sicher ein wesentlicher. Ihr Anteil ist im Steigen begriffen, nicht zuletzt auch wegen ihres kostengünstigen Ansatzes, wie Therapievergleiche zeigen.

GUTE BESSERUNG!

Es grüßt Euch herzlich, Euer Amos







    

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STUDIE: WIE HOMÖOPATHIKA WIRKEN

WAS BEWIRKT EIN MEDIKAMENT IM GEHIRN? PROF. DR. WILFRIED DIMPFEL; JUSTUS-LIEBIG-UNIVERSITÄT, GIESSEN, MISST MIT HILFE DER ELEKTRO-ENZEPHALOGRAFIE (EEG) HIRNSTRÖME, UM ARZNEIMITTEL IN IHRER WIRKUNG ZU CHARAKTERISIEREN. DIE STUDIE ZEIGT: DIE WIRKUNG VON GERING DOSIERTEN MEDIKAMENTEN LÄSST SICH IM EEG BEOBACHTEN.

Mit der Elektro-Enzephalografie (EEG) werden elektrische Signale gemessen, mit denen die Nervenzellen im Gehirn kommunizieren. Anhand von Hirnregion und Frequenz der elektrischen Aktivitäten läßt sich unter anderem die psychopharmakologische Wirkweise von Medikamten beschreiben. Jedes Präparat erzeugt ein individuelles Reaktionsmuster.

Der Pharmakologe Prof Dr. Dimpfel untersuchte die Wirkung eines Präparats, das mehrere natürliche Arzneimittelwirkstoffe in homöopatischer Verdünnung enthält, darunter Passionsblume und Hafer. Bereits innerhalb einer Stunde nach Einnahme des Medikaments verstärkte sich die Gehirnaktivität in bestimmten Regionen, erreichte nach zwei bis drei Stunden ihren Höhepunkt und klang dann langsam wieder ab.

"Obwohl die Arzneimittelwirkstoffe beim Homöopathikum sehr verdünnt sind, spricht das Gehirn stark an", sagt Dimpfel. "Die niedrige Dosierung hat möglichweise sogar einen größeren Effekt: Bei Gabe einer halben Tablette pro Kilogramm Körpergewicht reagiert das Gehirn präklinischen Versuchen etwas stärker als bei einer ganzen Tablette."

Gemessen wurde die elektrische Aktivität in vier Bereichen des Gehirns: dem Hippocampus und dem frontalen Kortex, in denen Erinnerung und Emotionen verarbeitet werden, sowie dem Striatum und der Formatio reticularis, von denen aus die elektrische Aktivität bewusster und unbewusster Hirnfunktionen über Botenstoffe gesteuert wird.

"Das Muster der Hirnaktivitäten lässt auf einen beruhigenden Effekt des Präparats schließen", erklärt Dr. Bernd Seilheimer, Leiter der bioregulatorischen Forschung des Pharmaunternehmens Heel. "Damit hat das EEG die Ergebnisse früherer Beobachtungsstudien bestätigt. Es zeigt sich eine große Ähnlichkeit zu der Wirkung von chemischen Beruhigungsmitteln. Daher gehen wir davon aus, dass die Wirkmechanismen ähnlich sind. Aufgrund seiner guten Verträglichkeit eignet sich dieses Homöopathikum besonders für die Stressbehandlung." Mit seinen Untersuchungen zur Wirksamkeit von Homöopathika nach anerkannten wissenschaftlichen Standards baut Heel die Brücke zwischen Homöopathie und Schulmedizin.

Anmerkung: Die praktische Studie von Prof.Dr.Wilfried Dimpfel von der Universität Gießen wurde am 3.12.2010 beim "European Congress für Integrative Medicine" in Berlin vorgestellt und im "European Journal of Integrative Medicine"
« Letzte Änderung: 16. Januar 2012, 18:19:24 von amos »
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
1. Joh. 4.16

Andal

  • Gast
Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #2 am: 16. Januar 2012, 14:28:12 »
Weitere Fragen zum Arzneimittelbild, zur Arzneimittellehre, zur Arzneimitteldiagnose u.a.,
beantworte ich gerne.

Es grüßt Euch herzlich und wünscht Euch beste Gesundheit,
Euer Amos

Lieber Amos,
darf ich fragen, ob Du beruflich mit Homöophatie zu tun hast?


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Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #3 am: 16. Januar 2012, 18:11:17 »
Ja, lieber Andal, ich hatte früher als Heilpraktiker mit Homöopathie zu tun, d.h., ich habe in meiner Naturheilpraxis viele homöopathische Mittel verwendet!

Ich hatte Erfolge, aber auch Mißerfolge. Beides liegt dicht beieinander, wobei ich sagen muß, daß ich kein klassischer Homöopath bin. Ja, mein Lieber, die Homöopathie ist ein sehr komplexes Gebiet, aber auch eine große Schatzkammer innerhalb naturheilkundlicher Heilverfahren.

Von der schönen Ostsee grüßt Dich herzlich nach Bayern, Amos  :)
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
1. Joh. 4.16

Andal

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Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #4 am: 16. Januar 2012, 23:45:10 »
Lieber Amos,
vielen Dank für Deine Antwort.
Die Homöopathie ist in der katholischen Kirche nicht unumstritten.

Später werde ich dazu mehr schreiben. Für heute ist es zu spät.

Viele Grüße und Gottes Segen
Andal

Offline amos

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Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #5 am: 17. Januar 2012, 08:27:13 »
Lieber Andal, ich weiß! Schau Dir doch mal die wunderbaren Schriften der Heiligen Hildegard von Bingen an. Für mich ist sie eine große Homöopathin!

Herzliche Grüße und Gottes Segen.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
1. Joh. 4.16

Andal

  • Gast
Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #6 am: 17. Januar 2012, 09:36:06 »
Lieber Amos,
das wäre mir neu.
Wie kommst Du darauf, dass die Hildegard-Medizin homöopathisch sei?

Gott zum Gruß
Andal

KleinesLicht

  • Gast
Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #7 am: 18. Januar 2012, 00:37:52 »
Ja, lieber Andal, ich hatte früher als Heilpraktiker mit Homöopathie zu tun, d.h., ich habe in meiner Naturheilpraxis viele homöopathische Mittel verwendet!


Lieber Amos,

mit einigen Therapieformen, die ich bei einem praktizierenden Heilpraktiker kennengelernt habe (Bachblüten, Bioresonanztherapie, ja sogar Reiki) kann ich mich keinesfalls anfreunden. Unter Naturheilpraxis stelle ich mir dagegen eher die Verwendung von Heilkräutern vor. Im Grunde genommen eine Behandlung unter Einsatz von pflanzlichen Mitteln.

Darf ich fragen, mit welchen Therapieformen Du in Deiner Praxis Erfahrung gemacht hast?


Gottes Segen
KleinesLicht

Offline amos

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Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #8 am: 18. Januar 2012, 17:33:05 »
Liebes KleinesLicht, natürlich konnte auch ich mich nicht mit allen Therapieformen anfreunden. Schließlich will man ja als Therapeut einen Heilerfolg haben!

Eine Naturheilpraxis, also die Praxis eines Heilpraktikers, verwendet natürlich nicht nur Heilkräuter! Es gibt zahlreiche seriöse, weltweit wissenschaftlich anerkannte Therapiearten, die hier aufzuführen, keinen Sinn machen.
Wer sich dafür interessiert, kann sich ja im Internet schlaumachen!
Ich z.B. habe in meiner Praxis sehr gute Erfolge mit der Neural-Therapie (nach Dr. Hunecke) und mit der HOT (hämatogene Oxidations-Therapie nach Prof. Wehrli) gehabt.
Im Grunde genommen kommt es doch darauf an, daß ich dem Menschen helfe! Wie, spielt doch letztendlich keine Rolle!

Herzliche Segensgrüße, Amos :)

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Offline amos

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Re:HOMÖOPATHIE
« Antwort #9 am: 18. Januar 2012, 18:47:03 »
Lieber Andal, das darfst Du nicht so eng sehen. Natürlich war die Hildegard-Medizin nicht homöopathisch, schon deswegen, weil ihr der Ähnlichkeitssatz von Hahnemann  nicht bekannt war:" Similia similibus curentur". Auf deutsch: "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt."

Homöopathie stammt aus dem Griechischen. Es wäre mit "ähnliches Leiden" (griech. homoin = ähnlich, pathos = Leiden) zu übersetzen.
Was homoin = ähnlich anbetrifft, so bestehen zwischen Hildegard von Bingen und Hahnemann keine Übereinstimmung! Denn hier gilt für Hildegar von Bingen nicht der Ähnlichkeitssatz, sondern die feste Überzeugung, daß Heil und Heilung des kranken Menschen allein von der Hinwendung zum Glauben, ausgehen kann. Aber das Eine braucht doch das Andere nicht auszuschließen! Was pathos = Leiden anbetrifft, besteht bei beiden eine volle Übereinstimmung, was ihre pflanzliche, naturheilkundliche Therapie anbetrifft, und zwar, den Menschen von seinem Leiden zu befreien!

Übrigens finde ich es schön, mich der Apotheke Gottes  bedienen zu können, um mich selber und meine Mitmenschen gesund zu machen.

In dem Sinne grüßt Dich herzlich von der schönen Ostsee,
Amos :)


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