Autor Thema: Gebete einer großen Frau  (Gelesen 12677 mal)

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Anemone

  • Gast
Gebete einer großen Frau
« am: 03. Februar 2011, 20:07:44 »
GEBETE EINER GROSSEN FRAU





Teresa von Avila

GEBETE
An Gott zu glauben
heißt nicht farblose
Worte zu verwenden,
die brav klingen,
aber nicht zum
Ausdruck bingen,
was wir im Herzen
empfinden, Im
Zusammenhang mit
einigen Erklärungen
über das Gebet
empfiehlt Teresa ihren
Schwestern,
sehr aufrichtig mit
dem Herrn umzugehen,
entsprechend ihrer
persönlichen Situation
von Traurigkeit
oder Freude.





I. GOTT


Schon seit der Zeit der Kindheit wächst in Teresa der Wunsch, bei Gott zu sein. Nach dem Vorbild der heiligen Märtyrerinnen glaubt sie sich bereit, ihr Leben für den Herrn zu geben.
Wir(Teresa und ihr kleiner Bruder Rodrigo)beschlossen ins Land der Mauren zu ziehen, um uns dort aus Liebe zu Gott enthaupten zu lassen...

(aus der Autobiographie)


Gottes Freundschaft

O mein Herr, du bist wirklich ein mächtiger Freund. Wenn du willst, so kannst du helfen. Und du hörst nicht auf, die zu lieben, die dich lieben. Alle Geschöpfe sollen dich preisen, du Herr der Welt!
Könnte ich doch in der ganzen Welt laut verkünden, wie treu du zu deinen Freunden stehst. Wenn auch alle Geschöpfe uns verlassen, du, Herr über alles, verlässt uns nie. Nur kurze Zeit lässt du jene leiden, die dich lieben.
O mein Herr, wie zart und fein, wie liebevoll gehst du mit ihnen um. Oh, hätte ich doch nie etwas anderes geliebt als dich! Du scheinst, o Herr, jene, die dich lieben, nur deshalb so streng zu prüfen, damit sich im Übermaß ihres Leidens das noch größere Übermaß deiner Liebe offenbart.
Mögen alle Gelehrten sich gegen mich erheben, mögen alle Geschöpfe mich verfolgen und die Teufel mich peinigen: Du, o Herr, verlässt mich nicht. Aus Erfahrung weiß ich, welchen Gewinn es bedeutet, auf dich allein zu vertrauen.

(Leben 25,15)

Wir wollen vorausschicken, dass in diesem Gebet eine Frau spricht, die sehr positive Erfahrungen mit Freundschaft gemacht hat und die offen zugibt, von Gott sehr gute und wertvolle Freunde bekommen zu haben.

Mehrere Erfahrungen kommen hier zur Sprache: Gott ist ein guter Freund, der helfen kann, noch mehr, Er ist ein besserer Freund als die Menschen, Er ist treu und Er mutet Seinen Freunden manches zu.
Glücklich, wer sich auf seine Freunde in den verschiedensten Situationen des Lebens verlassen kann. Wir kennen solche Menschen und wir kennen auch Freunde, die in exstremen Situationen schwach werden...

Könnte uns diese Erfahrung eventuell entmutigen und an der wahren Freundschaft zweifeln lassen? Teresa bekennt sich zu einem Gott, der uns nie verlässt, auch dort nicht, wo Menschen uns verlassen. Gott kann von uns nicht so enttäuscht werden, dass Er sich eines Tages von uns abwendet oder nichts von uns haben will.
Dieses Bekenntnis ist eine Einladung, Vertrauen zu Ihm zu haben, sich auf Íhn zu verlassen und mit Ihm in der Zukunft zu rechnen ... auch wenn uns bewusst wird, dass wir vielleicht zu spät den Wert Seiner Freundschaft entdeckt haben.

Es ist nicht leicht in Worte zu fassen, was man von Gott und wie man Ihn erfahren hat. An der Hand Gottes weiß sich die Heilige sicher, egal welche Schwierigkeiten, Verfolgungen oder Bedrängnisse im Leben auftreten; egal welche Menschen gegen uns auftreten oder uns mit Unverständnis begegnen.
Du bist ein mächtiger Freund,
du liebst grenzenlos und bist treu.

Sie weiß sich bei Gott geborgen, auch wenn Er ihr manches zumutet:Mein Herr, warum befiehlst du mir Dinge, die unmöglich zu sein scheinen?
Gott lässt Seine Freunde kurze Zeit leiden, um sie zu prüfen und zugleich um sie in den größten Schwierigkeiten die Größe Seiner Liebe noch tiefer erleben zu lassen.


Anemone

  • Gast
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #1 am: 03. Februar 2011, 22:08:36 »
Leben mit dir


Oft, o mein Herr, denke ich mir, dass das Leben ohne dich durch nichts anderes erhalten werden kann als durch die Einsamkeit; denn da ruht die Seele in dem, der ihre Ruhe ist. Wenn ihr auch diese Ruhe oftmals zur doppelten Pein wird, weil sie sie nicht mit voller Freiheit genießen kann, so hält sie diese doch noch für ein Vergnügen im Vergleich mit jener Pein, die sie im Verkehr mit den Geschöpfen empfindet und durch die sie gehemmt wird. sich ihrem Schöpfer allein zuzuwenden.
(Rufe der Seele 2,1)


Die Frage nach dem Sinn beschäftigt uns Menschen immer wieder, was gibt unserem Leben einen Inhalt? Mit der Zeit wird uns bewusst, dass jene Werte, mit denen wir unser Leben auf Erden sichern wollten, uns keine Erfüllung mehr bieten.

Wir suchen ein Fundament, das standhält und uns nicht in die Tiefe abstürzen lässt, denn menschliche Werte können den Platz Gottes nicht ausreichend einnehmen. Das Leben hat keinen Halt, wenn wir es ohne Gott versuchen, ohne Ihn hat alles im Letzten keinen Bestand.

Das Wort Einsamkeit hat mit Zurückgezogenheit und Stille zu tun. Nur mit dir gelingt unser Leben. Oft machen wir diese Erfahrung: Wir können uns manches kaufen, wir haben eine Wohnung oder haben ein Haus gebaut, wir können uns eine Urlaubsreise leisten, doch das alles erfüllt uns letztlich nicht.

In der Suche nach Halt kommt es bei uns Menschen nicht selten zu Verabsolutierungen, die sich mit der Zeit als Täuschungen herausstellen: ein Beruf, ein Mensch, eine Beziehung, ein Studium, ein Urlaubsziel ... diese Werte können unser Leben schöner machen, ihm aber den letzten Sinn nicht geben.

Wenn es uns nicht gelingt, Schöpfer und Geschöpfe in der richtigen Beziehung zueinander zu sehen, werden wir das Opfer einer inneren Zerrissenheit. Es kann zu Einsamkeiten kommen, die sich als bremsend erweisen.

Manches könnte uns den Blick verstellen, hinderlich zwischen Gott und uns stehen und uns die Gegenwart des Geliebten rauben. Gott hat uns die Geschöpfe nicht als Hindernis, sondern als Hilfe, Ihm zu gehören, gegeben; sie können uns ein Vorkosten dessen sein, was Gott uns bereitet hat, doch unsere inneren Durst nach Erfüllung können sie nicht stillen.

Im Anbetracht dieser Situation zieht Teresa die Einsamkeit dem Lärm vor - als die Möglichkeit, sich ihrem Gott zu widmen: allein mit Ihm, frei von jeder Ablenkung durch zweitrangige Werte, frei von jeder inneren Zerrissenheit.




Anemone

  • Gast
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #2 am: 03. Februar 2011, 22:13:26 »
Gottes Treue


Wir sagen es im Alltag immer wieder: Die Liebe macht blind. Gott muss ganz verliebt in uns Menschen sein, wenn Er uns nie aufgibt ... wo wir uns selbst bereits öfter aufgegeben hätten.

Im folgenden Text aus der Autobiographie möchte Teresa Gott dafür danken, dass Er sie nie ganz fallen lassen hat. Wiederholt hat sie versagt, weil sie etwa dem Wirken Gottes nicht ganz entsprochen oder in ihrer Hingabe nur Halbheiten zusammengebracht hat.
Gott hat sie nie aufgegeben, Er reichte ihr immer wieder die Hand, sodass sie doch jedesmal wieder aufstehen konnte.


Ich weiß nicht, warum wir dieses Leben noch lieben, wo doch alles so unsicher ist. Ich fand es unmöglich, Herr, dich zu verlassen, und doch bin ich oft von dir fortgegangen. Daher auch meine ständige Angst. Denn wenn du dich zurückziehen würdest, fiele ich mit allem Guten, das ich von dir empfangen habe, elend zu Boden.
Obwohl ich dich verließ, hast du mich nie ganz verlassen und mir stehts deine Hand zum Aufstehen gereicht. Oft aber, Herr, wollte ich deine Hand nicht ergreifen, noch deine Stimme hören.

(Leben 6,9)


Dieses Gebet verrät tiefe Erfahrungen: Vermessenheit ist nicht am Platz, denn durch sie leisten wir uns Gott gegenüber Dinge, die nicht erklärlich sind. Solche misslungenen Schritte verursachen Unsicherheit in uns und führen uns die Unbeständigkeit unserer Haltung vor Augen; auf der anderen Seite aber können sie sich positiv auswirken, wenn wir dadurch vorsichtiger im Denken und Planen werden, denn auf uns allein gestellt werden wir verzagen.

Die zweite Erfahrung verrät große Aufrichtigkeit: Was nicht vorstellbar war - nämlich, dass ich dich verlasse - ist geschehen. Doch jetzt weiß ich, würdest du mich verlassen, dann fiele ich mit allem zu Boden. Ich verlasse dich, trotzdem verlässt du mich nicht, deswegen ist ein neuer Anfang für mich möglich.

Eine weitere Erfahrung lädt zur Besinnung ein: Man könnte annehmen, dass ein am Boden Liegender froh ist, wenn man ihm eine Hand entgegenstreckt, die ihm hilft aufzustehen ... doch wir alle kennen aus den zwischenmenschlichen Beziehungen Momente des Trotzes, der Enttäuschung, des Beleidigt-Seins.

Teresa bezeugt die Existenz von ähnlichen Reaktionen Gott gegenüber. In manchen Situationen wollen wir die Hand nicht annehmen, wir wollen kein Wort hören. Nein, Gott soll uns in Ruhe lassen.

Gott lässt sich von unserem Versagen nicht beeinflussen und gibt uns nicht auf.



Anemone

  • Gast
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #3 am: 03. Februar 2011, 22:35:48 »
Mit dir ist es nicht leicht


Oh, mein Herr, wie sicher ist es doch, dass Ihr einen, der Euch einen Dienst erweist, gleich mit einer großen Plage belohnt.
(Klostergründungen 31,22)


Wir sind von der Bibel gewohnt, im Umgang mit Gott eine respektvolle und direkte Sprache zu verwenden. Auf der Basis des Vertrauens ist es möglich, Freude und Ärger, Dankbarkeit und Enttäuschung, Aufbau und Abbau auszudrücken.

Teresa kann ihre seelische Situation nicht verleugnen. Selbstlos hat sie den Weg zur Neugründung eines Klosters in Burgos in Anngriff genommen, ohne allerdings zu ahnen, welche Schikanen auf  sie warten. Mit diesem Einsatz wollte sie dem Herrn dienen und Orte der Gottesverehrung eröffnen, in der Hoffnung, dass Gott damit Freude hat.

Oft hat sie während ihrer Tätigkeit als Gründerin von Klöstern Ähnliches erlebt, diesmal kann sie nicht anders, als es dem Herrn zu sagen. Teresa weiß, dass für Gott zu arbeiten nicht bedeutet, problemlos zu handeln, sondern dass mit Bedenken, Misstrauen oder Unverständnis seitens der Mitmenschen zu rechnen ist; doch ist es gerecht?

An Gott zu glauben heißt nicht farblose Worte zu verwenden, die brav klingen, aber nicht zum Ausdruck bringen, was wir im Herzen empfinden. Im Zusammenhang mit einigen Erklärungen über das Gebet empfiehlt Teresa ihren Schwestern, sehr aufrichtig mit dem Herrn umzugehen, entsprechend ihrer persönlichen Situation von Traurigkeit oder Freude.

Darf man Gott fragen, warum Menschen, die sich bemühen, Gutes zu tun, immer wieder Schwierigkeiten und Hindernisse vorfinden, während jene, die nur an sich selbst denken, überall offene Türen finden?
Um das Gute großzügig zu tun, wäre es doch eine Ermutigung zu wissen, dass Gott uns dabei den Weg ebnet und unser Vorhaben segnet ... in der Praxis ist es eher umgekehrt.
O, Jesus, wie mühevoll ist es, sich mit vielen Meinungen auseinanderzusetzen. Als wir glaubten, der Streit wäre zu Ende, begann er von neuem. Wenn ich dies so schreibe, sieht es nach nichts aus, es aber ertragen zu müssen, war schwer (Klostergründungen 21,9).

Teresa resigniert inmitten dieser harten Situationen nicht, sie leidet zwar darunter, glaubt aber, dass es sinvoll ist, den Weg weiter zu gehen und weiterhin Gutes zu tun, in der Überzeugung, dass das Gute niemals Schlechtes nach sich gezogen hat.
Da wir sehen, mein Herr, dass Ihr uns oft aus den Gefahren rettet, in die wir uns selbst begeben, wie sollen wir da glauben, dass Ihr uns nicht befreien werdet, wenn wir nichts anderes mehr beabsichtigen, als Euch zufrieden zu stellen?
(Klostergründungen 4,4)

Aufgrund von geheimen Ratschlüssen lässt Gott zu, dass negative Situationen unsere Pläne durchkreuzen, trotzdem lässt Er uns nicht im Stich.

barmherzig0812

  • Gast
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #4 am: 04. Februar 2011, 08:47:21 »
Liebe Anemone,

mit großer Anteilnahme habe ich deinen Beitra gelesen. Für mich ist Theresa eine begnadete Frau, die ihrer Zeit bestimmt einen Schritt voraus war.
Ich glaube es ist die größte Hürde, das Leid, die Schwierigkeiten in seinem Leben anzunehmen und dabei nicht vom Glauben abzukommen. Zumindest habe ich lange bebraucht um es zu verstehen, oder besser es anzunehmen, dass es so ist.
Theresa legt ja viel Wert auf das "Innere Beten". Ich persönlich bete viel den Rosenkranz für mich allein und ich tu mich schwer, wenn ich es in der Kirche mache mich darauf einzulassen und mit dem Herzen dabei zu sein...oft erscheint mir das dann alles als ein runterplappern zur Pflichterfüllung.
Mich würde sehr interessieren, wie es dir damit geht...oder euch

Liebe Grüße Christian

Offline Martial

  • **
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  • Geschlecht: Männlich
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #5 am: 04. Februar 2011, 10:12:22 »
Hallo Christian.
Vor Jahren wurde mir eingeredet, mein Rosenkranzgebet wäre nur ein gedankenloses herunterleiern von Worten an denen das Herz nicht hängt.
Daraufhin habe ich zwei Jahre nicht mehr gebetet.
Heute weiss ich, dass nur der böse Feind mir dieses eingeflüstert haben kann.
Denn nach zwei Jahren fing ich aufgrund einer unbeschreiblichen Vision wieder an, den RK zu beten.
Glaube mir wenn ich dir sage, dass es im Universum nichts mächtigeres gibt, als den Rosenkranz.
Und wo er gebetet wird, ob zu Hause, auf dem Schlachtfeld oder vor dem Allerheiligsten, ist einerlei.
Hauptsache ist, er wird überhaupt gebetet!
LG Martial
Was sind Worte denn mehr als nur Worte? Sie fliegen wie Messer durch die Luft, können aber niemanden verletzen.

barmherzig0812

  • Gast
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #6 am: 04. Februar 2011, 11:23:41 »

Hallo Martial,

ich wollte das Rosenkranzgebet an sich auch keineswegs in  Frage stellen. Es ist für mich das wichtigste Gebet, das ich täglich bete. In Zeiten, in denen ich dieses Gebet vernachlässige merke ich sofort wie ich vom Weg abkomme. Mir ging es mehr darum, ob es nicht wirksamer ist, es im Stillen zu beten, wenn ich dann intensiver beten kann.

Liebe Grüße Christian

Anemone

  • Gast
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #7 am: 05. Februar 2011, 22:05:18 »
Lieber Christian,

willkommen im Forum ZEUGEN DER WAHRHEIT, und vielen Dank für Dein Interesse.


Mit der heiligen Teresa verbindet mich sehr viel. Durch sie bin ich zum Karmel gekommen. Sie war die erste Heilige, die Gott mir an die Seite gestellt hat und es geschah, als ich mich so sehr, nach noch mehr Nähe zu Jesus gesehnt habe. Doch darüber werde ich anders Mal ausführlicher schreiben.

Gelobt sei Jesus Christus und Maria!
Den hl. Rosenkranz bete ich mit größter Freude! Er ist mein Lieblingsgebet. Mir wurde dieses Gebet, von Gott einfach geschenkt. Du kannst es in meinem Zeugnis unter dem Titel: "Jesus kommt in mein Leben" lesen (ALTES FORUM!).

Ja, ich bete den hl. Rosenkranz am liebsten betrachtend alleine. Da kann ein Psalter schon eine dreiviertel Stunde oder länger dauern. Doch in der Gemeinschaft bete ich ihn genauso gerne. Ich habe z. B. längere Zeit nur mit einer Ordensfrau vor der heiligen Messe den Rosenkranzpsalter des Tages gebetet. Eine Zeit betete ich den hl. Rosenkranz mit einer Frau in einer Klosterkirche, ebenfalls zur Vorbereitung auf die heilige Messe. Das schöne daran war: Es sind immer mehr Gläubige dazugekommen und sie haben dann einfach mitgebetet. :-)
Mit einer Freundin betete ich auch zu Hause oft den heiligen Rosenkranz. Auch mit meinen Töchtern. Es ist ein wunderschönes Herzensgebet. Das Herz müssen wir aber öffnen, denn dann betet der Heilige Geist in uns. Ohne den heiligen Rosenenkranz kann ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen. Bei Maria und Jesus zu sein ist das schönste was es überhaupt gibt.

Habt keine Angst vor Maria! Sie ist ja die liebste Mutter Gottes!
Wenn ich den Hl. Rosenkranz in die Hand nehme, stelle ich mir vor: Ich halte Marias Hand, so wie Jesus als er kleines Kind war und sie führt mich. An ihrer Hand bin ich sicher!
Für mich sind die Ersten Worte des Ave Maria sehr starke Worte: Gegrüßet seist du, Maria; DER HERR ist mit Dir. (Heilige Teresa würde das wahrscheinlich so ausdrücken: Sie versetzen mich in die Gegenwart Gottes!
Wenn man allein diese Worte betrachtet, weißt man sofort: DER HERR IST BEI DIR, Maria. - Der HERR! (Wiederhole diese Worte - DER HERR IST BEI DIR)  Sie ist bei ihm. ER, J E S U S , ist bei ihr!(Sie hat uns Jesus mitgebracht:-))  Nun ist er durch Maria auch bei mir! Dann betrachten wir: Wer ist diese, die bei dem Herrn IMMER ist: Die  gebeneidete (gesegnetste) unter den Frauen. Weil; ihre gesegnete Frucht,  ist JESUS... Wir müssen uns das auch vorstellen! Unser Jesus ist ganz heilig. Maria ist auch ganz heilig. Darum, weil uns das deutlich wird: HEILIGE Maria, Mutter GOTTES, bitte für uns Sünder (WIR SPRECHEN NIE SO DIREKT ZU DEN ÜBRIGEN HEILIGEN WIE ZU IHR! - MUTTER GOTTES, ist nicht nur unsere Fürsprecherin- das können Heilige sein- aber SIE IST NOCH MEHR! - wir sind Sünder, wir sind nicht heilig... aber ihre Anwesenheit heiligt uns (So war es auch bei der Base Elisabeth!). Und Jesus nimmt alles von uns an, über die Hände Marias. So setzen wir das Gebet fort ... Das gesamte Ave Maria Gebet drückt unser Bedürfnis aus. Gott weiß, was wir brauchen. So kann man dieses Gebet nur lieben!

Gottes Segen

Anemone

Anemone

  • Gast
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #8 am: 05. Februar 2011, 22:15:55 »
Überraschung



O Herr meiner Seele, wie könnte ich hoch genung die Wohltaten preisen, die du mir erwiesen hast? Du  hast mir gerade in jener Zeit, da ich dich am meisten beleidigte, eine außerordentliche Reue geschenkt, um mich zum Empfang deiner süßen Tröstungen und besonderen Gnaden bereit zu machen.
Wahrhaftig, o mein König, du hast dich einer Strafe bedient, die mich am empfindlichsten und am härtesten traf; du wusstest wohl, was mich am meisten schmerzen würde: Du straftest meine Missetaten mit großen Geschenken deiner Gnade.

(Leben 7,16)


Wie schnell vergessen wir das Gute, das an uns geschehen ist. Es gibt Tage, in denen wir so ergriffen sind von Gottes Zuwendung, dass wir meinen, die Kraft zu haben, die ganze Welt zu verändern. Wie schnell kommen aber die Probleme des Alltags oder schleicht sich die Monotonie ein und bremst unsere Begeisterung.

Wenn der Mensch von Gottes Güte und Erbarmen überrascht ist, bleibt ihm oft als Reaktion nur Staunen und Schweigen übrig.  Es ist manchmal peinlich festzustellen, dass uns die Worte fehlen oder dass diese nicht ausdrücken können, was wir im Herzen empfinden.
Wir werden es nicht logisch erklären können, dass Gott gerade in Momenten, in denen wir Menschen versagen, Ihn vergessen oder Ihn gar aus unserem Blickwinkel wegschieben, Seine Stimme nicht erhebt, nicht dagegen protestiert oder uns gar Undankbarkeit vorwirft.

Wir meinten, dass Gott sich von uns manches gefallen lässt und wiederholt ein Auge zudrückt. Die heilige Teresa ergänzt diese Sicht und betont, dass Gott nicht passiv bleibt, sondern vielmehr die Initiative ergreif.
Überraschend für uns ist allerdings, wie Gott auf unser Versagen und unser Verhalten reagiert:
Wo wir versagen, beschenkt er uns,
wo wir aus Mangel an Liebe handeln, schenkt Er uns Liebe,
wo wir gegen Ihn handeln, schenkt Er uns Vergebung,
wo wir Ihm etwas vorwerfen, reicht Er uns die Hand.

Schwer gelingt es uns Menschen, diese Methode Gottes, mit unserer Schuld umzugehen, einzuordnen. Je mehr wir versagen, desto mehr sind wir das Ziel Seines Verständnisses und Seines Erbarmens.
Es ist uns nicht ganz leicht verständlich,
Gottes Strafen mit Güte und Verständnis gleichzusetzen ... Die Strafe soll als Belehrung oder Hilfe umzudenken dienen. Was will Gott uns sagen, indem Er unsere Bosheit oder Unzulänglichkeit mit Güte bestraft?

Menschliches und göttliches Verhalten verlaufen anscheinend nach verschiedenen Normen. Wie können wir lernen, Gottes Verhalten zu verstehen?
Gott bleibt ein Geheimnis für uns,
Er ist immer gut für Überraschungen,
denn Er ist Gott und nicht ein Mensch.



Anemone

  • Gast
Re:Gebete einer großen Frau
« Antwort #9 am: 06. Februar 2011, 16:51:04 »
II. ERFAHRUNGEN MIT GOTT




Teresa ist überwältigt von der Größe Gottes, von Seinem Erbarmen und Verständnis. Auch dort, wo der Mensch Gott gegenüber großzügig ist, übertrifft dieser den Menschen an Selbstlosigkeit und Hingabe, an Geduld und Treue.

In einigen Gedichten drückt Teresa aus, was ihr Herz bewegt:
Wie traurig ist das Leben, Herr, ohne dich,
die Sehnsucht nach dir treibt mich, mir den Tod zu wünschen, denn das wahre Leben ist ja nur bei dir!




Feingefühl


Wenn du, o Herr, deine Größe nicht verhüllst, wer würde es wagen, so oft hinzutreten, um etwas so Schmutziges und Erbärmliches mit einer so erhabenen Majestät zu vereinigen?
Gepriesen seist du, o Herr! Die Engel und alle Geschöpfe sollen dich dafür preisen! Du hast dich ganz unserer Schwachheit angepasst, damit uns deine Macht nicht so erschrecke, wenn wir diese erhabene Gaben genießen.
O Reichtum der Armen, wie wunderbar weißt du die Seele zu nähren! Du zeugst ihnen nur allmählich deine großen Schätze, damit sie diese nicht auf einmal sehen.

(Leben 38, 16)


In der Nähe Gottes wird uns der Unterschied zwischen Ihm und uns Menschen sichtbar, wie Teresa eines Tages schreibt.

Es wäre für uns unmöglich, die Größe Gottes auszuhalten, würde Er in Seiner Allmacht und Herrlichkeit vor uns aufreten. Schon das Alte Testament warnt die Menschen davor, unverhüllt vor Gott hinzutreten, einen solchen Anblick würden sie nicht ertragen.

Aus ihren mystischen Erfahrungen weiß die Heilige, dass Gott uns Seine Größe verhüllt zeigt, dadurch ebnet Er uns den Weg zur Begegnung mit Ihm. Er macht Schritte zu uns herunter, da wir nicht zu Ihm hinaufsteigen können.
Es ist schön, von einem großen Gott zu hören, der auf uns kleine Menschen Rücksicht nimmt. Er dosiert Seine Mitteilung und Seine Gaben an uns entsprechend unserer Empfangsfähigkeit.
Der Apostel Johannes weist ebenfalls auf diese Haltung des Herrn hin, als er schreibt: Noch vieles hätte ich euch zu sagen, doch ihr könnt es jetzt nicht ertragen!

Nein, die Größe Gottes erdrückt uns nicht, wie uns die Mystikerin an mehreren Stellen ihrer Schriften bezeugt. Wir können Gott groß und mächtig sein lassen und uns Ihm trotzdem vertrauensvoll nahen.

Wir danken dir, Herr,
weil du dich verhüllst
und deine Größe nicht zur Schau stellst,
weil du dich uns gleich machst,
weil du uns den Weg ebnest,
weil du den Schritt zu uns herab gemacht hast,
weil du uns entgegenkommst,
dein Verständnis und dein Wunsch, uns nahe zu sein,
sind die Basis unserer Beziehung zu dir.

Vor uns steht ein großer Gott,
der auf uns kleine Menschen Rücksicht nimmt.
Er zeigt uns, was wir begreifen und verstehen könnnen.
Er lässt uns sehen, was  wir verkraften können.
Er dosiert Seine Mitteilungen und Seine Gaben,
damit wir durch Seine Großzügigkeit
weder überfordert noch überfüttert werden.

Ich schwacher Mensch stehe vor so einem Gott:
Im Angsicht Gottes wird mir meine Sünde bewusst, die Sünde meines Sprechens und Schweigens.
Im Angsicht Gottes sieht sich der Mensch ganz klein:
In der Nähe eines starken Lichtes sieht man den Schatten deutlich;
in der Nähe reinen Wassers kommt uns trübes Wasser schmutzig vor;
in der Nähe eines gesunden Menschen kommt uns ein Kranker krank vor;
in der Nähe Gottes entdecken wir, dass ein Mensch nur ein Mensch ist!

Die Haltung Gottes ist verständnisvoll und einladend, sie ist uns Ermutigung, zu Ihm zu kommen. Seine Herrlichkeit ist nicht abschreckend, denn Seine Liebe überbrückt unser Versagen, Sein Feingefühl nimmt Rücksicht auf meine konkrete Situation als Mensch und als Gläubiger.

 

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