Autor Thema: Verbrechen am eigenen Kind  (Gelesen 5558 mal)

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KleinesLicht

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Verbrechen am eigenen Kind
« am: 07. Februar 2012, 21:24:16 »
Heute habe ich folgenden Artikel in einer Tageszeitung gelesen:

Säugling missbraucht - Eltern schweigen  Essen (dpa)
Der sexuelle Missbrauch eines erst fünf Wochen alten Säuglings in Gelsenkirchen beschäftigt seit gestern das Essener Landgericht. Laut Staatsanwaltschaft hatten die Eltern (ein 27-jähriger Gelsenkirchener und eine Mönchengladbacherin) das Kind allein zu dem Zweck gezeugt, um "über ein Opfer zu verfügen".

Eine von vielen Verbrechen, die man täglich in den Medien schauen oder lesen kann. Kommentieren will ich das nicht. Ich kann die Worte hier nicht niederschreiben um auszudrücken, welchen Abscheu ich empfinde.

In fast allen aktuellen "Botschaften" wird zum Gebet aufgefordert, dass die anstehenden göttlichen Strafen abgewendet oder zumindest abgemildert werden. Wenn ich den o.g. Artikel lese frage ich mich, ob ich das überhaupt will?! Ich kann mich zu diesem Gebet einfach nicht durchringen. Im Gegenteil: Möge unser HERR bald eingreifen, damit all diese Greueltaten ein Ende nehmen. Es ist einfach nur widerwärtig wozu Menschen fähig sind. Darum sollte man m. E. freudig die Warnung (nach Garabandal) erwarten und dafür beten, dass sich so viele Sünder wie möglich aus tiefster Überzeugung bekehren.

In einer der aktuellen "Botschaften" stand in den letzten Tagen geschrieben, dass Gott diejenigen unter Strafe stellt, die die Seherin auf Grund ihrer Arbeit für den Himmel beleidigen oder anfeinden, weil ER solche Handlungen nicht duldet (!). In Anbetracht eines wie oben beschriebenen Vergehens stimmen mich solche Aussagen traurig.


Offline Logos

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Re:Verbrechen am eigenen Kind
« Antwort #1 am: 08. Februar 2012, 01:32:53 »
Zitat
In fast allen aktuellen "Botschaften" wird zum Gebet aufgefordert, dass die anstehenden göttlichen Strafen abgewendet oder zumindest abgemildert werden. Wenn ich den o.g. Artikel lese frage ich mich, ob ich das überhaupt will?!

Mir geht es da so ähnlich. Einerseits fürchte ich mich, andererseits denke ich, dass der ganze Wahnsinn nicht anders zu stoppen ist als durch Gottes Eingriff. Weiß nicht, ob es mein subjektives Gefühl ist, aber mir kommt es so vor, dass Ungerechtigkeiten, Verbrechen und Perversionen jeglicher Art sich in einem unglaublichen Tempo verbreiten.
Eine weitere aktuelle Schreckensmeldung: die Deutsche Bank bietet Wetten auf den Tod an. Genauer gesagt auf den von 500 US-Senioren, die dafür eine Art Aufwandsentschädigung erhalten, wofür sie sich regelmäßig melden müssen. Für die Investoren gilt: je früher die Opfer (Senioren) sterben, desto besser.

Zitat
In einer der aktuellen "Botschaften" stand in den letzten Tagen geschrieben, dass Gott diejenigen unter Strafe stellt, die die Seherin auf Grund ihrer Arbeit für den Himmel beleidigen oder anfeinden, weil ER solche Handlungen nicht duldet (!). In Anbetracht eines wie oben beschriebenen Vergehens stimmen mich solche Aussagen traurig.

Jetzt verstehe ich nicht ganz, wie Du das meinst...?

Offline Momo

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Re:Verbrechen am eigenen Kind
« Antwort #2 am: 08. Februar 2012, 22:47:56 »
Ja, da fällt es schwer zu beten und ich denke dass dies auch hier vollkommen gerechtfertigt ist. Wir sollten vielmehr für das hilflose Opfer beten!!!
Leben kann man nur vorwärts, das Leben verstehen nur rückwärts

KleinesLicht

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Re:Verbrechen am eigenen Kind
« Antwort #3 am: 09. Februar 2012, 01:18:43 »
Jetzt verstehe ich nicht ganz, wie Du das meinst...? 

Ja, liebe Logos, ich habe es sicher "unsortiert" niedergeschrieben, so wie mir gerade die Gedanken in den Sinn kamen; sorry.

Als ich den Zeitungsbericht las fiel mir das Zitat der Seherin wieder ein: "... So viele versuchen, dich an deiner Arbeit für Mich zu hindern, doch wegen des Heiligen Schutzes, der dir vom Himmel gewährt wird, gelingt es ihnen nicht. Diejenigen, die versuchen, dir Schmerz, Leid und Beleidigungen zuzufügen, werden bestraft werden. Ich werde solch eine Handlungsweise nicht dulden."

Würde ich es nicht anders glauben, würde ich mir die Frage stellen, warum Gott das Leid dieses Kindes zulässt und im Falle der Seherin eingreifen will. Kann man hierbei nicht auf den Gedanken kommen, dass Gott ungerecht ist? So stimmt mich nicht nur das Leid des Kindes traurig sondern auch die Annahme, dass LeserInnen durch solche Aussagen wie die Seherin sie macht verunsichert werden können.

Gott ist nicht ungerecht. Um aber meine Aussage zu verstehen muss ich erklären, dass ich "Propheten" unserer Zeit, die solche Aussagen als wahr verbreiten keinen Glauben schenke. Egal wie glaubwürdig ihre übrigen "Botschaften" auch scheinen mögen, ich lehne sie ab. Warum? Schauen wir uns nur ein Leid von Pater Pio an (die Kirche hegte Zweifel an seinen Aussagen und er durfte z. B. zeitweise die Hl. Messe nicht öffentlich feiern) oder die Kinder aus Fatima (welchen Spott sie ertragen mussten; auch die Krankheit, die Jacinta aufgeopfert hat bis hin zu ihrem Tod). Mir ist weder bekannt, dass unser HERR ihren Spöttern Strafe angedroht hat, noch dass er sie vollzogen hätte. Im Gegenteil; ER bedankte sich bei diesen Propheten für ihre Opfer; für die Teilnahme am Kalvarienberg. Dafür tröstete ER sie mit seiner Liebe. Gott schenkt seinen Propheten große Gnaden aber er stellt sie auch vor die Entscheidung, ob sie in seine Nachfolge treten wollen. Diese Nachfolge ist stets mit dem Kreuz verbunden, das die wahren Propheten freiwillig annehmen.

Wo mir beide Texte "durch den Kopf" gingen kam mir das große Leid des Kindes gegenüber dem Schmerz der Seherin so nebensächlich vor und darüber empfand ich diese Traurigkeit.


Beten wir wie MOMO es schreibt für die schnelle und vollständige Heilung des Kindes.


Gottes Segen
KleinesLicht

Offline Logos

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Re:Verbrechen am eigenen Kind
« Antwort #4 am: 09. Februar 2012, 02:39:51 »
Hallo liebes KleinesLicht,

ah... jetzt verstehe ich natürlich und ich danke Dir für die ausführliche Erklärung. Dir geht es also u.a. darum, dass manche Menschen dadurch ein falsches Gottesbild bekommen (Ungerechtigkeit)... Ja, aber ich finde das insgesamt ein schwieriges Thema. Wobei das noch untertrieben ist - es ist etwas, was wir mit unserem menschlichen Verstand wohl nie werden ergründen können. Das ist dann auch, denke ich, oft der Grund dafür, warum sich viele Menschen schwer damit tun, an Gott zu glauben: weil sie sich mit dem Glauben nicht begnügen, sondern quasi versuchen, SEINE Absichten, sein Wirken zu durchschauen und da ist natürlich der Mißerfolg schon vorprogrammiert. Wir können nur darauf vertrauen, dass Gott gerecht ist und alles, was auf der Welt passiert, seinen Grund hat. Denn ER hat alles in der Hand!

Zu den "Botschaften": da bin ich persönlich total gespalten. Alles nur Schwindel? Denke ich oft und ärgere mich dann, dass ich dem überhaupt noch nachgehe. Wenn da bloß nicht all diese Geschehnisse um uns herum wären, die einem schon echt zu denken geben, wenn man da bestimmte Bibelstellen vor Augen hat...

Fakt ist, dass es neuerdings viele derartiger "Botschaften" gibt und da muss man sich doch auch fragen, wäre es nicht als eine Art besonderer Barmherzigkeit Gottes zu verstehen, dass er sich solcher Mittel bedient, um möglichst viele Menschen noch rechtzeitig zur Umkehr zu bewegen?

Oder stimmt alles nicht und es sind am Ende nur bedauernswerte "Spinner"? Oder geht es vielleicht um bewusste Verwirrung von Gläubigen? Finanziellen Gewinn als Motiv würde ich eher ausschließen - leider - wäre dann doch die Sache schnell vom Tisch.

Offline Winfried

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Re:Verbrechen am eigenen Kind
« Antwort #5 am: 09. Februar 2012, 09:42:23 »
Liebes KleinesLicht,

ich kenne den von Dir genannten Fall jetzt nicht näher, aber ich muss leider zugeben, dass sexueller Missbrauch, auch im Kleinkindesalter, heutzutage gar nicht einmal so selten ist. So kommt dies z.B. in satanistischen "Sekten" öfters vor. Ein Großteil der missbrauchten Kinder überlebt das nicht - sorry, ich schreibe das nicht gerne, aber es entspricht den Tatsachen - dazu sind mir persönlich Fälle bekannt. Wie man darüber denken soll, ist eine andere Frage. Natürlich kommt es - nach Möglichkeit - irgendwann darauf an, auch solchen Tätern zu vergeben, aber ich denke dabei immer an die Worte Jesu im NT:


Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde (Mk 9, 42)




 kz12)
In hoc signo vinces.

Offline Gine

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Re:Verbrechen am eigenen Kind
« Antwort #6 am: 09. Februar 2012, 11:20:11 »
 ;ghjghg Das ist einfach alles so furchtbar.
Immer wenn ich im Fernsehen von einem neuen Missbrauch höre wird mir ganz übel.
Es ist einfach schrecklich und so unendlich traurig...

Manche Beiträge sind sogar menschenverachtend. Finsteres Mittelalter

KleinesLicht

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Re:Verbrechen am eigenen Kind
« Antwort #7 am: 09. Februar 2012, 20:38:48 »
Wir können nur darauf vertrauen, dass Gott gerecht ist und alles, was auf der Welt passiert, seinen Grund hat. Denn ER hat alles in der Hand!


So ist es, liebe Logos.
Neben der Liebe ist es das Gottvertrauen, das uns in manchen Situationen nicht verzweifeln lässt.


Zu Deinen Anmerkungen bezüglich der Botschaften möchte ich gerne noch antworten. Das Thema scheint mir hier aber nicht wirklich gut platziert, darum habe ich zu Deinem weiteren Text einen neuen Thread eröffnet:

http://kath-zdw.ch/forum/index.php/topic,1204.0.html
« Letzte Änderung: 09. Februar 2012, 20:43:28 von KleinesLicht »

Offline Admin

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Re:Verbrechen am eigenen Kind
« Antwort #8 am: 10. Februar 2012, 08:40:53 »
Zwangszuführung einer Grundschülerin zur Sexualerziehung in Salzkotten

Einwände der Schülerin und Besorgnisse ihrer Eltern um die Entwicklung ihres Kindes finden kein Gehör

(MEDRUM) Die Leiterin einer katholischen Grundschule in Salzkotten hat dem Elternpaar einer Schülerin angekündigt, ihre Tochter zwangsweise der Sexualerziehung zuführen zu lassen. Entwicklungsbedingte Einwände der Eltern zum Schutz ihres Kindes, ihr Töchterchen von Sexualerziehungsveranstaltungen zu befreien, ließ die Schulleiterin nicht gelten.

Tochter kam verstört nach Hause

Aufgrund schlechter Erfahrungen baten die Eltern einer Grundschülerin die Liboriusschule in Salzkotten Ende Januar 2012, ihre 9-jährige Tochter von der Teilnahme an der Sexualerziehung zu befreien. Zu ihren Gründen sagten die Eltern:

Weiterlesen unter:
http://www.medrum.de/content/zwangszufuehrung-einer-grundschuelerin-zur-sexualerziehung-salzkotten

 

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