• Die Warnung - the warning 2 5

Autor Thema: Die Warnung - the warning  (Gelesen 229235 mal)

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velvet

  • Gast
Antw:Die Warnung - the warning
« Antwort #315 am: 22. Januar 2013, 20:30:13 »
Lieber Laus Deo,

nachdem der Admin 3 Bibelzitate gepostet hat, hat sich das durch Deine Antworten so aufgeschaukelt, war es das Wert? wenn ich nun lese, dass das 1000 jährige Reich eine Irrlehre ist, dann muss ich dich bitten mal selber die Bibel Offb. 20 aufzuschlagen und nachzulesen was da steht. Das ist ein Teil der Bibel und deshalb keine Irrlehre.

Wieso erwähnst Du bei fast jeder Antwort die Warnung, die doch gar nicht das Thema war?

velvet


Offline Laus Deo

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Antw:Die Warnung - the warning
« Antwort #316 am: 22. Januar 2013, 20:50:34 »
Danke Velvet das du mir gezeigt hast, das dies wirklich das falsche Forum ist! Wenn du jetzt die Bibel besser auslegen kannst als die Kirche und nun noch behauptest die Kirche irrt dann muss ich hier sofort raus!
http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P21.HTM liess mal den Katechismus dann siehst du was die Kirche lernt!!!
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Johannes 14,6

Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Matthäus 16,8

Christa

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Antw:Die Warnung - the warning
« Antwort #317 am: 22. Januar 2013, 21:35:25 »
Danke lieber Laus Deo , das du dich so für  unsere hl. katholische Kirche und den Papst einsetzt.

hat Jesus nicht auch gesagt , das "ihr"  um seinetwillen verfolgt und verachtet werdet ?

mein Gott was diese Warnung  nur hier alleine in diesem Forum  schon angerichtet hat , das tut einem richtig in der Seele weh. :(

aber  es muß eben doch Jeder selber wissen, an was er glauben möchte, leider.

velvet

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Antw:Die Warnung - the warning
« Antwort #318 am: 22. Januar 2013, 21:42:14 »
Hl. Augustinus (354-430)
Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat


20 Buch

7. Die Geheime Offenbarung des Johannes über die zweifache Auferstehung und die tausend Jahre und der Sinn ihrer Mitteilungen hierüber.


Von diesen zwei Auferstehungen spricht der Evangelist Johannes auch in der Geheimen Offenbarung; man hat indes unsererseits die erste mitunter nicht verstanden, ja selbst in lächerliches Zeug umgedeutet. Der Apostel Johannes sagt in dem genannten Buche : „Da sah ich einen Engel niedersteigen vom Himmel, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine Kette in seiner Hand. Und er packte jenen Drachen, die alte Schlange, die zubenannt ist Teufel und Satan, und band ihn auf tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund, den er über ihm schloß und versiegelte, damit er die Völker nicht mehr verführe, bis die tausend Jahre um wären; danach muß er auf kurze Zeit freigelassen werden. Und ich schaute Sitze und solche, die darauf saßen, und Gerichtsgewalt wurde verliehen. Und die Seelen derer, die den Tod erlitten um des Zeugnisses für Jesus und um des Wortes Gottes willen, und wer sonst noch das Tier und dessen Bild nicht angebetet noch das Mal an Stirne oder Hand erhalten hat, «und» sie herrschten mit Jesus tausend Jahre; die übrigen lebten nicht, bis die tausend Jahre vorüber sind. Das ist die erste Auferstehung. Selig und heilig ist, wer teil hat an dieser ersten Auferstehung. Über sie hat der zweite Tod keine Gewalt; vielmehr werden sie Priester Gottes und Christi sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.“ Im Hinblick auf diese Worte der Geheimen Offenbarung haben manche der Vermutung Raum gegeben, die erste Auferstehung sei eine leibliche; sie ließen sich dabei unter anderem namentlich leiten von der Tausendzahl der Jahre. Ihr Gedankengang ist der: Eine Art Sabbatsfeier von tausend Jahren müsse auf solche Weise bei den Heiligen eintreten, ein heiliges Ruhen nach den Mühen der sechstausend Jahre seit Erschaffung des Menschen und seiner um jener großen Sünde willen erfolgten Verweisung aus dem Paradiesesglück in die Drangsale dieses sterblichen Lebens; da es nämlich heißt : „Ein Tag ist vor dem Herrn wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind wie ein Tag“, so seien mit den sechstausend Jahren gleichsam sechs Tage hinübergegangen, und es folge nun als der siebente Tag der Sabbattag in den letzten tausend Jahren, und eben diesen Sabbat zu feiern stünden die Heiligen auf. Diese Meinung ließe sich etwa noch hören, wenn man dabei annähme, daß geistige Freuden an jenem Sabbat den Heiligen zuteil würden durch die Gegenwart des Herrn. Huldigte doch auch ich einmal dieser Anschauung . Allein man behauptet, die zum tausendjährigen Reich Auferstehenden gäben sich ganz maßlosen körperlichen Tafelfreuden hin bei Speise und Trank in einer Fülle, daß sie alle Zurückhaltung beiseite setzten, ja sogar über die Grenze des Unglaublichen hinausgingen; solch niedere Auffassung kann doch nur von fleischlicher Gesinnung geteilt werden. Die geistig Gesinnten nennen die Anhänger dieser Meinung Chiliasten, ein griechisches Wort, das man etwa wörtlich mit Tausendjährler wiedergeben könnte. Sie im einzelnen zu widerlegen, würde zu weit führen; wir haben vielmehr jetzt darzutun, wie die angeführte Schriftstelle aufzufassen ist,
 
Jesus Christus der Herr selbst sagt einmal : „Niemand kann in das Haus des Starken eindringen und ihm sein Hausgerät entreißen, ohne vorher den Starken gebunden zu haben;“ er will dabei unter dem Starken den Teufel verstanden wissen; denn dieser vermochte das Menschengeschlecht gefangen zu halten; mit dem Hausgerät aber, das ihm Christus entreißen sollte, meint er seine künftigen Gläubigen, die der Teufel in Besitz hatte auf Grund verschiedener Sünden und Gottlosigkeiten. Diesen Starken zu binden nun, sah der Apostel in der Geheimen Offenbarung „einen Engel niedersteigen vom Himmel, in seiner Hand den Schlüssel des Abgrundes und eine Kette. Und er packte“, heißt es, „jenen Drachen, die alte Schlange, die zubenannt ist Teufel und Satan, und band ihn auf tausend Jahre“; das will sagen, er hielt zurück und zügelte seine Macht, die zu Erlösenden zu verführen und zu besitzen. Die tausend Jahre aber lassen sich, soviel ich sehe, auf zweifache Art verstehen: Entweder: in den letzten tausend Jahren geht das vor sich, d. i. im sechsten Tausender von Jahren als am sechsten Tage, der zurzeit in seinem weiteren Verlaufe voranrückt, worauf dann ein Sabbat folgt, der keinen Abend hat, nämlich die Ruhe der Heiligen, die kein Ende nimmt; der Seher hätte dann also den letzten Teil dieses Jahrtausendtages, d. i. den damals bis zum Weltende noch übrigen Teil, als tausend Jahre bezeichnet, nach jener Redefigur, wonach man das Ganze nennt, während man einen Teil meint. Oder: er hat „tausend Jahre“ gesetzt für die sämtlichen Jahre dieser Weltzeit , so daß also mit der runden Zahl die Fülle der Zeit ausgedrückt werden sollte. Die Zahl tausend macht ja das Quadrat der Zehnzahl erst kubisch. Zehnmal zehn gibt hundert, eine quadratische Figur, aber noch erst eine Flächenfigur; um sie in die Höhendimension zu bringen und zum Kubus zu machen, vermehrt man hundert abermals mit zehn und erhält so tausend. Nun wird aber schon die Zahl hundert mitunter zur Bezeichnung einer Gesamtheit gebraucht; z. B. wenn der Herr dem, der all das Seine verläßt und ihm nachfolgt, die Verheißung gibt : „Er wird hienieden Hundertfältiges empfangen“, was der Apostel erläutert mit den Worten : „Alles besitzen wir, obwohl wir sozusagen nichts haben;“ und wie es auch früher schon ausgesprochen worden ist : „Dem gläubigen Menschen gehört eine ganze Welt von Schätzen.“ Also bedeutet die Zahl tausend, in der eben dieses Quadrat von zehn körperhafte Gestalt gewinnt, erst recht eine Gesamtheit. So wird man darum auch der Psalmstelle : „Er gedenkt ewig seines Bundes, der Verheißung, die er auf tausend Geschlechter hin gegeben hat“, am besten gerecht durch die Deutung auf die Gesamtheit der Geschlechter: tausend Geschlechter so viel wie alle Geschlechter.
 
„Und er warf ihn in den Abgrund“, heißt es weiter, den Teufel selbstverständlich warf er in den Abgrund; mit dem Abgrund ist gemeint die unzählige Menge der Gottlosen mit ihren in der Bosheit wider die Kirche Gottes abgrundtiefen Herzen; nicht als wäre der Teufel nicht vorher schon darin gewesen, vielmehr will seine Verstoßung dorthin besagen, daß er, von den Gläubigen ausgeschlossen, die Gottlosen in noch höherem Maße zu besitzen begann. Denn wer nicht nur Gott entfremdet ist, sondern überdies noch die Diener Gottes ohne Grund haßt, den hat der Teufel in noch höherem Maße in Besitz. „Und er schloß und versiegelte den Abgrund über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführe, bis die tausend Jahre um wären.“ „Er schloß ihn über ihm“ heißt soviel wie: er verbot und verwehrte ihm, hervorzukommen, das heißt das Verbot zu übertreten. Das „Versiegeln“ aber scheint mir anzudeuten, daß geheim bleiben sollte, wer zur Partei des Teufels gehört und wer nicht. Denn das ist hienieden völlig verborgen, da es ungewiß ist, ob der, der anscheinend steht, nicht fallen, und der, der anscheinend zu Boden liegt, sich nicht erheben wird. Die Völker sodann, die zu verführen der Teufel durch dieses Verbot wie durch Fessel und Kerker verhindert und abgehalten wird, sind jene, die Christo angehören und die vordem der Teufel verführt oder gefesselt hatte. Sie nämlich hat Gott nach dem Wort des Apostels auserwählt vor Grundlegung der Welt, sie zu entreißen der Gewalt der Finsternis und sie zu versetzen in das Reich des Sohnes seiner Liebe. Denn daß der Teufel auch jetzt noch Völker verführt und mit sich in die ewige Pein schleppt, jedoch nicht die zum ewigen Leben vorherbestimmten, das weiß jeder Gläubige. Es darf auch nicht befremden und irre machen, wenn er oft selbst solche verführt, die, bereits wiedergeboren in Christo, die Wege Gottes wandeln. „Es kennt der Herr die Seinigen“ ; von diesen verführt der Teufel keinen, so daß er in die ewige Verdammnis käme. Denn der Herr kennt sie als Gott, dem nichts Zukünftiges verborgen ist, nicht wie der Mensch, der den Menschen nach der Gegenwartserscheinung sieht [wenn er ihn überhaupt sieht, da er doch nicht in das Herz sieht], dagegen die zukünftige Verfassung nicht einmal an sich selbst sieht. Also zu dem Zweck und mit dem Erfolg ist der Teufel gebunden und im Abgrund eingeschlossen, daß er nicht mehr verführe die Völker, aus denen die Kirche besteht und die er vorher, ehe sie die Kirche bildeten, verführt und in seiner Gewalt gehabt hatte. Es heißt ja nicht „damit er nicht irgend jemand verführe“, sondern „damit er die Völker nicht mehr verführe“, worunter der Seher ohne Zweifel die Kirche verstanden wissen wollte, „bis die tausend Jahre um wären“, das heißt entweder: was übrig ist vom sechsten Tage, der aus tausend Jahren besteht, oder: die Gesamtheit der Jahre, in denen von da ab die Weltzeit verläuft.
 
Ferner ist die Stelle: „Damit er die Völker nicht mehr verführe, bis die tausend Jahre um wären“, nicht so aufzufassen, als würde er nach Ablauf dieser Zeit ausschließlich jene Völker verführen, aus denen die vorherbestimmte Kirche besteht und deren Verführung ihm durch Fessel und Kerker verwehrt ist. Vielmehr liegt hier entweder eine Redeweise vor, wie man sie in der Schrift öfters antrifft, etwa in der Psalmstelle : „So schauen unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott, bis er sich unser erbarmt!“ natürlich werden die Augen seiner Knechte auf Gott ihren Herrn auch gerichtet sein, wenn er sich ihrer erbarmt hat; oder aber die sinngemäße Satzstellung ist diese: „Und er schloß und siegelte den Abgrund über ihm, bis die tausend Jahre um wären;“ das Zwischensätzchen; „damit er die Völker nicht mehr verführe“ gehört dann nicht in diesen Zusammenhang, sondern ist getrennt davon zu denken, wie wenn es nachstünde und also der ganze Satz lautete: „Und er schloß und versiegelte den Abgrund über ihm, bis die tausend Jahre um wären, damit er die Völker nicht mehr verführe;“ das will also sagen: deshalb schloß er den Abgrund bis zum Ende der tausend Jahre, damit er die Völker nicht mehr verführe.

Offline M.T

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Antw:Die Warnung - the warning
« Antwort #319 am: 22. Januar 2013, 23:07:56 »

Sitzen(Arbeiten) am Computer ist wie U-Boot fahren.

Machst du die Fenster auf, fangen die Probleme an.

velvet

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Antw:Die Warnung - the warning
« Antwort #320 am: 23. Januar 2013, 15:23:57 »
Lieber Laus Deo,
im Grunde ging es nicht um das 1000jährige Reich, die Bibel oder die Glaubenslehre, sondern darum, dass Du immer wieder das Lehramt und die Kleriker in der Gesamtheit als einzig richtig darstellst. Es wäre wirklich schön, wenn wir uns darauf verlassen könnten!
Doch leider ist mittlerweile eine Situation eingetreten, in der wir Laien die Aussagen der Kleriker nicht mehr bedingungslos übernehmen können, da mit dem Beginn der Ökumene falsche Lehren aufgetreten sind. Dazu Kardinal Scheffczyk:

"Schon lange ist erkennbar, dass viele päpstliche Vorgaben in Deutschland grundsätzlich erst einmal ignoriert werden, wie nicht nur die von 1995 - 2000 praktizierte Verzögerungstaktik in der Frage der Schwangerenberatung gezeigt hat, sondern auch an der anhaltenden Weigerung der deutschen Bischöfe deutlich wird, die Instruktion zu einigen Fragen der Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester (1997) in der Praxis zu realisieren. Zum ersten Mal setzt sich nun einer der höchsten Vertreter des deutschen Katholizismus über die allgemeine kirchliche Schweigespirale hinweg, die die Kluft zwischen der katholischen Lehre und der kirchlichen Praxis zu vertuschen versucht. Kardinal Scheffczyk erinnert an den Brief aus dem Jahr 2001 an die deutschen Kardinäle, in dem der Papst auf den desolaten Zustand in den deutschen Diözesen hinweist, und greift die dringende Bitte des Papstes auf, endlich die Laieninstruktion umzusetzen. Der Papstbrief, der hierzulande nahezu völlig ignoriert wurde, enthält klare päpstliche Weisungen, die der Kardinal im vorliegenden Buch erläutert. Bei diesen Analysen und Lösungsansätzen werden wohl beim katholischen Establishement Alarmglocken schrillen, denn die Ausführungen schreien geradezu nach einer radikalen Umkehr der kirchlichen Pastoral und der Besinnung auf das katholische Proprium."

"Sind die hochinstitutionalisierten deutschen Diözesen im Blick auf die Glaubenspraxis und die Treue zur Lehre und Ordnung der Kirche nur getünchte Gräber? Bistümer, in denen die Lebendigkeit des Glaubens an der Anzahl der kirchlich organisierten Laiengremien gemessen wird, aber die Treue zum päpstlichen Lehr- und Leitungsamt verpönt ist, können wohl nicht als intakte Ortskirchen gelten. Doch es geht nicht nur um äußere Ordnung, vielmehr ist auch die Bedeutung sakramentaler Gnadenvermittlung aus dem kirchlichen Bewusstsein weithin verschwunden, was der fast völlige Verlust des Bußsakramentes und die allgemeine Annahme einer Erlösung aller Menschen belegen. Der weitgehende Ausfall der eucharistischen Anbetung und der Verlust der priesterlichen Identität sind weitere Mosaiksteine im desolaten Zustandsbild der Kirche in Deutschland, wo Katholiken lieber sitzen als knien.

Deutlich wird, dass es trotz zahlreicher päpstlicher Anweisungen weiterhin Vorfälle in Liturgie, Predigt, Katechese und Gemeindeleitung gibt, die nicht mit den lehrmäßigen und disziplinären Vorgaben der Kirche übereinstimmen, so der Papst. Kardinal Scheffczyk benennt deutsche Pastoralnormen, die im Widerspruch zum gesamtkirchlichen Recht stehen, beispielsweise die irrige Behauptung, dass man mit dem Besuch der priesterlosen Wort-Gottes-Feier den Sinn des Sonntagsgebotes erfüllt habe.

Auch im Bereich des interreligiösen Dialoges setzt der Kardinal denselben Gott anbeten, und rückt damit eine missverständliche Konzilsaussage zu recht. Dass in einer katholisch-theologischen Fakultät ein Muslim für besondere Verdienste um die theologische Wissenschaft oder das kirchliche Leben einen Ehrendoktor bekam, hält der Kardinal für fragwürdig und irritierend. In diesem Zusammenhang drängt sich auch die Frage auf, warum sich die Bischöfe seit 20 Jahren weigern, von den Theologieprofessoren die päpstlicherseits, vorgeschriebene Ablegung des Glaubensbekenntnisses samt Leistung des Treueeides zu fordern. Es wird deutlich, dass der Glaubensschwund, den der Papst Deutschland attestiert, wesentlich aus einem Versagen der Bischöfe resultiert, die eigentlich für die Reinhaltung der kirchlichen Lehre Sorge tragen müssen, aber sich stattdessen lieber mit Drittrangigem beschäftigen.

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Euphorie weist der Kardinal auf Grenzen und Grenzüberschreitungen in der Ökumene hin. Eine versöhnte Verschiedenheit lehnt er mit Hinweis auf tiefgreifende Unterschiede zwischen dem katholischen Glauben und dem evangelischen Bekenntnis ab. Eine gegenseitige Anerkennung der Ämter, eine Eucharistiegemeinschaft oder gar eine Fusion der katholischen Kirche mit der sogenannten Evangelischen Kirche, die aus katholischer Sicht gar nicht Kirche ist, sind damit völlig ausgeschlossen. Eine weitergehende Ökumene ohne Anerkennung des päpstlichen Jurisdiktionsprimates sei nicht denkbar.

In diesem Zusammenhang legt der Kardinal den Finger auch auf problematische Aussagen in der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre (1999) und verweist auf weiterhin bestehende fundamentale Unterschiede in der Gnadenlehre. Ökumenische Illusionen kämen wohl überhaupt nicht auf, wenn man sich allein schon die katholische Lehre über das Messopfer, das Weihepriestertum, die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria oder den Primat und die Unfehlbarkeit des Papstes ins Gedächtnis rufen würde. So wird schließlich deutlich, dass ein ökumenischer Halbglauben nicht zur Erlösung ausreicht, sondern nur ein entschiedener Glaube, der wirklich befreiende Wahrheit ist."
Nach den Reformforderungen gewisser katholischer Bewegungen wäre die katholische Kirche nur noch dem Namen nach katholisch, aber eben nicht mehr die römisch-apostolisch-katholische Kirche.

Bestrebungen dieser falschen Ökumene-Bewegungen sind, die Katholiken gegen ihre eigene Kirche, d.h. dem katholischen Lehramt und gegen ihre unumstößlichen Glaubensgrundsätze und Wahrheiten, aufzuwiegeln und als unzeitgemäß, halsstarrig und unbeweglich zu denunzieren.
Ihre Taktik besteht auch darin, die doch so heiß ersehnte Vereinigung mit den evangelischen Christen dem Starrsinn und der veralteten Uneinsichtigkeit (wie oft gesagt wird) der alten Männerriege im Vatikan zuzuschreiben.

So werden auch der Papst, sein Amt und seine hierarchische Regierungsform angegriffen. Dieser Zersetzungsarbeit gewisser Kreise und Strömungen gegen Kirche, Papst und Lehramt sind leider sehr viele Katholiken auf den Leim gegangen und folgen ihr.
Das Katholische ist durch die Säkularisierung (Verweltlichung) und das humanistische Weltbild so vermischt worden, dass es sich dem hierarchischen Lehramt und Papst schon in großen Teilen entfremdet hat.

Die von der katholischen Kirche getrennten kirchlichen Gemeinschaften (evangelisch-protestantische Kirchen) haben wegen des Fehlens des Weihesakramentes (Sakrament der Priesterweihe von Luther abgeschafft) die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt (Unitatis reintegratio), deshalb können sie auch nur eine "Gedächtnisfeier" des Todes und der Auferstehung des Herrn im heiligen Abendmahl begehen. Aber es ist nicht das Mysterium des Messopfers (in dem Jesus wirklich und wahrhaftig gegenwärtig ist; Luther hat das (Mess-) Opfer abgeschafft).

Die real existierende, in die Öffentlichkeit getragene Ökumene ist aber an dieser Wirklichkeit und Tatsache der Unterschiedlichkeit von protestantischem Abendmahl und katholischer hl. Eucharistie, und das muss man mit aller Deutlichkeit sagen, auch wenn führende Leute dieser Ökumene rhetorische Klimmzüge machen, nicht daran interessiert.
Geflügelte Worte über die Möglichkeiten des gemeinsamen Abendmahles lauten etwa so: "noch nicht so weit" oder "wir müssen Geduld haben", "es ist noch nicht der Zeitpunkt gekommen" etc., etc,
Es besteht aber die Gefahr und ist schon Praxis (die vielen Interkommunionen in deutschen Pfarreien), dass dieser Unterschied via facti, auf dem Wege des Tatsachenschaffens, von einer an der Wahrheit nicht interessierten Praxis aufgehoben wird.

Das gemeinsame Abendmahl wird es niemals geben, zumindest nicht mit den Gläubigen, Priestern, Bischöfen und Kardinälen, die mit dem Papst und dem katholischen Lehramt verbunden sind. Um es ganz deutlich auszudrücken, würde ein Papst dieses so oft geforderte gemeinsame Abendmahl befürworten, wäre er ein Häretiker, nicht mehr der Fels der Kirche, zu dem Jesus ihn bestimmt hat.

Das gemeinsame Abendmahl wird zwar kommen, aber es wird nicht mit der auf Petrus erbauten Kirche und ihren Gläubigen, Priestern, Bischöfen und Kardinälen passieren, die mit dem Papst verbunden sind. Es wird gefeiert in einer von Rom getrennten neuen Kirche, die das Standbild des Antichristen ist und der allerdings leider die meisten Katholiken folgen werden.


Nachzulesen ausführlicher in: http://kath-zdw.ch/maria/schattenmacht/weltreligion.html#2._Teil_EVANGELISCHE_und_KATHOLIKEN

Im Klartext geht es darum, darauf zu achten, was die Kleriker lehren, ob sie papsttreu sind oder Befürworter der Ökumene, was der 1. Schritt  auf dem Weg zur Neuen Weltreligion darstellt.
Die nationalen Bischofkonferenzen  sind keine Struktur der römischen Hierarchie. Nach dem II.Vatikanum gründeten die Bischöfe ihre nationalen Konferenzen als demokratische Struktur (Mehrheitsabstimmungen) um die Rolle des Vatikan zu entkräften. Dazu der damalige Kardinal Ratzinger: „ Wir sind Zeuge einer Auflösung der persönlichen Verantwortung des Bischofs in der Anonymität der kollektiven Entscheidung geworden, einer Auflösung, für die es in der Geschichte kein Beispiel gibt!“
Der schweizerische Kardinal Journet sprach von Bischöfen, „die auf erbärmliche Weise Kommissionen hörig sind, die sie selber geschaffen haben.“ (UVK 1985, S. 272)
Es ist nicht unbedingt das Schafott, das den Papst erwartet, sondern das Emporkommen der örtlichen Kirche, die sich demokratisch organisiert.   Aber die meisten Katholiken sind in dieser Hinsicht völlig ahnungslos und verlassen sich nach wie vor kritiklos auf die Aussagen der Bischöfe, auch wenn sie die Anweisungen des Papstes  ignorieren.

velvet                               
« Letzte Änderung: 23. Januar 2013, 20:36:08 von velvet »

Offline Martial

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Antw:Die Warnung - the warning
« Antwort #321 am: 23. Januar 2013, 20:16:37 »
Danke velevet für den eingefügten Link.
Einfach wunderbar!

Aber so könnte es wahrlich sein...eine gemeinsame Einheitskirche (oder wovon ich ausgehe eine gespaltene Kirche) in der kein null acht fünfzehn Gläubiger mehr weiss was überhaupt noch richtig katholisch ist (wissen die wenigsten jetzt schon nicht).
Keine heilige Beichte und kein echtes Messopfer (Kommunion) mehr...spätestens dann weiss ich aber, wo meine Kirche ist.
LG
Was sind Worte denn mehr als nur Worte? Sie fliegen wie Messer durch die Luft, können aber niemanden verletzen.

 

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