Autor Thema: Geschichte der Katholikentage  (Gelesen 2892 mal)

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Geschichte der Katholikentage
« am: 16. Mai 2012, 17:56:04 »
Liebe Leserinnen und Leser,

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Kirche & Religion

Zeitansage seit 1848 - die Geschichte der Katholikentage

 


Der 76. Katholikentag in Fulda 1954. Bild: Brodde/Bundesarchiv, CC-BY-SA
1848, das Schlüsseljahr der deutschen Geschichte mit Frankfurter Paulskirche, Revolution und dem kommunistischem Manifest, war auch für Katholiken in Deutschland ein wichtiger Meilenstein. Wie die politischen Bewegungen beanspruchten auch sie bürgerliche Freiheiten: Versammlungs-, Vereins- und Pressefreiheit, Gewissens- und Religionsfreiheit. Am 23. März 1848 wurde in Mainz der "Pius-Verein für religiöse Freiheit" gegründet. Ein halbes Jahr später tagte dort die erste Generalversammlung neugegründeter katholischer Vereine, die sich zum "Katholischen Verein Deutschlands" zusammenschlossen. Dieses Treffen ging als erster deutscher Katholikentag in die Geschichte ein.

Zu jener Zeit standen die Katholiken unter ungeliebter staatlicher Kontrolle. Die Obrigkeit verwaltete das kirchliche Vermögen, überprüfte die Post der Bischöfe, griff in die Gestaltung der Gottesdienste ein. Diese Fesseln wollten die Katholiken abschütteln. 1868 beschloss der 19. Katholikentag in Bamberg die Bildung des "Zentralkomitees der deutschen Katholikentage", das künftig die "Generalversammlungen der katholischen Vereine" vorbereiten sollte. Nach dem Verbot des Zentralkomitees während des Kulturkampfes 1872 konstituierte sich erst 1898 wieder ein "Central-Komitee für die Generalversammlungen der Katholiken Deutschlands", das sich seit den 50er Jahren „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ nennt.

Während des Nationalsozialismus gab es keine Katholikentage. 1933 wurde das Treffen im oberschlesischen Gleiwitz abgesagt, weil Ministerpräsident Hermann Göring eine "Treueerklärung" zu Führer und Reich zur Bedingung gemacht hatte. Erst 1948, drei Jahre nach dem Ende des Krieges, kamen Deutschlands Katholiken wieder in großem Rahmen zusammen - und 100 Jahre nach dem ersten Anstoß trafen sie sich erneut in Mainz. Das Motto "Nicht klagen, handeln" formulierte einen Appell in wirtschaftlich schwerer Zeit.

Seit 1950 findet in der Regel alle zwei Jahre ein Katholikentag statt - im Wechsel mit evangelischen Kirchentagen und unterbrochen durch die beiden gemeinsamen Christentreffen, die Ökumenischen Kirchentage 2003 in Berlin und 2010 in München. Bis heute gelten Katholikentage als "Fest der Begegnung" und als "Glaubenstage", aber auch als Zeitansage, Momentaufnahme und Spiegelbild der deutschen Kirche.

Es gab von innerkirchlichem Streit geprägte Katholikentage, etwa 1968 in Essen und 1970 in Trier. In anderen Jahren kreiste man um politische Streitfragen. Friedensbewegung und Anti-Atom-Protest hatten in den 1980er Jahren Hochkonjunktur. Dann dominierten die Folgen der deutschen Wiedervereinigung. Noch 2006 in Saarbrücken setzte man unter dem Motto "Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht" einen gesellschaftspolitischen Schwerpunkt. Seither fokussieren sich die Treffen mehr aufs Innerkirchliche: "Du führst uns hinaus in Weite" lautete der optimistische Slogan in Osnabrück 2008, und mit dem Slogan „Einen neuen Aufbruch wagen“ für Mannheim 2012 ist die die innerkirchliche Reformdebatte endgültig im Zentrum der Katholikentage angekommen.

Aus:
http://www.katholikentag.de/aktuell_2012/kirche_und_religion/dienstag/20120515_kirche_ktgeschichte.html

Liebe Grüße
videre

 

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