Autor Thema: Karfreitag  (Gelesen 12249 mal)

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Offline Marcel

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Antw:Karfreitag
« Antwort #20 am: 19. April 2012, 02:32:08 »
in 1 Korinther 11,23–26 steht geschreiben:
Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgelie-
fert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist
mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach
dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem
Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!

Bekommen wir bei der Kommunion  „nur“  das Brot, also nur einen Teil
von dem was uns Jesus auftrug?

Du sprichst die Kelchkommunion an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kelchkommunion

Laut katholischer Lehre jedoch ist Christus auch in der eucharistischen Gestalt
des Brotes vollständig enthalten, es reicht also vollkommen aus, nur unter der
Gestalt des Brotes zu kommunizieren. Der Priester kommuniziert ja dann auch
unter der Gestalt des Weines, und damit ist meines Erachtens Jesu Auftrag
zur Gänze erfüllt.

Hier die betreffenden Nummern aus dem Katechismus (1377 und 1390; siehe auch
die Fragen 282 und 284 im ▶ Katechismus-Kompendium):

1377 Die eucharistische Gegenwart Christi beginnt im Zeitpunkt der Konsekration
und dauert so lange, wie die eucharistischen Gestalten bestehen. In jeder der Gestal-
ten und in jedem ihrer Teile ist der ganze Christus enthalten, so daß das Brechen
des Brotes Christus nicht teilt [Vgl. K. v. Trient: DS 1641 [Vgl. K. v. Trient: DS 1641.].


(K. v. Trient = ▶ Konzil von Trient, 1545–1563;
DS = Denzinger-Schönmetzer, heute DH = ▶ Denzinger-Hünermann)

1390 Christus ist unter jeder der beiden Gestalten sakramental gegenwärtig. Deshalb
kann auch dann die ganze Gnadenfrucht der Eucharistie empfangen werden, wenn nur
unter der Gestalt des Brotes kommuniziert wird. Zu Recht ist aus pastoralen Gründen
im lateinischen Ritus diese Art zu kommunizieren am gebräuchlichsten. Doch „ihre vol-
le Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht
wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahles auf vollkommenere
Art zum Ausdruck gebracht" (IGMR 240). In den ostkirchlichen Riten ist dies die übliche
Art zu kommunizieren.


(IGMR = Institutio Generalis Missalis Romani = Allgemeine Einführung in das Römische
Meßbuch = AEM, ▶ Link)

Aus der IGMR/AEM:

240. Ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Ge-
stalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahle auf
vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht. Es wird auch deutlich, dass der neue und
ewige Bund im Blut des Herrn geschlossen wurde. Außerdem wird der Zusammenhang
zwischen dem eucharistischen und dem endzeitlichen Mahl im Reich des Vaters besser
erkennbar.

241. Die Seelsorger sollen die Gläubigen, die an einer solchen Feier teilnehmen, in ge-
eigneter Weise an die Aussagen des Konzils von Trient über die Kommunion erinnern.
Vor allem sollen sie darauf hinweisen, dass nach katholischer Lehre Christus ganz und
ungeteilt, das wahre Sakrament unter jeder der beiden Gestalten empfangen wird. Was
die Frucht der Kommunion betrifft, wird denen, die unter einer Gestalt kommunizieren,
keine zum Heil notwendige Gnade vorenthalten.


Marcel
In te, Domine, speravi:
non confundar in aeternum.

Offline videre

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Antw:Karfreitag
« Antwort #21 am: 19. April 2012, 12:03:15 »
Marcel wenn Du schreibst:

Zitat
Laut katholischer Lehre jedoch ist Christus auch in der eucharistischen Gestalt
des Brotes vollständig enthalten, es reicht also vollkommen aus, nur unter der
Gestalt des Brotes zu kommunizieren. Der Priester kommuniziert ja dann auch
unter der Gestalt des Weines, und damit ist meines Erachtens Jesu Auftrag
zur Gänze erfüllt.


Das ist nicht ganz im Sinne und Auftrag von Jesus Christus, genau betrachtet
wurde es nach menschlichem Ermessen gestaltet und in die Praxis umgesetzt.

Beim Lesen von  Hebräer 7.27  und  1.Petrus 3.18  ist in Bezug auf das Opfer,
zu erkennen dass es nicht Tag für Tag dargebracht werden soll.
Das Einmalige Sühne und Erlösungs-Opfer von Jesus Christus ist nicht annähernd
zu widerholen.
„Er hat mit seinem Tod ein für allemal die Sünden der Menschen gesühnt  „

Hebräer 7.27
Die Vollkommenheit des neuen Hohenpriesters
27 Im Gegensatz zu den levitischen Hohenpriestern muss er nicht Tag für Tag Opfer darbringen und muss auch nicht mit einem Opfer für eigene Sünden beginnen, ehe er für die Sünden des Volkes opfern kann. Nein, Jesus hat nur ein einziges Mal ein Opfer dargebracht, nämlich sich selbst, und dieses Opfer gilt für immer.


1.Petrus 3.18
Christus, der Grund unserer Hoffnung
18 Christus selbst hat ja ebenfalls gelitten, als er, der Gerechte, für die Schuldigen starb. Er hat mit seinem Tod ein für allemal die Sünden der Menschen gesühnt  und hat damit auch euch den Zugang zu Gott eröffnet. Ja, er wurde getötet, aber das betraf nur sein irdisches Leben, denn er wurde wieder lebendig gemacht zu einem Leben im Geist.

Bedenklich ist auch die Kommunion durch die  „ungeweihte“  Hand eines  / der Menschen.

Liebe Grüße

viedere

Offline Marcel

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Antw:Karfreitag
« Antwort #22 am: 20. April 2012, 01:38:10 »
Das ist nicht ganz im Sinne und Auftrag von Jesus Christus, genau betrachtet
wurde es nach menschlichem Ermessen gestaltet und in die Praxis umgesetzt.

Beim Lesen von  Hebräer 7.27  und  1.Petrus 3.18  ist in Bezug auf das Opfer,
zu erkennen dass es nicht Tag für Tag dargebracht werden soll.
Das Einmalige Sühne und Erlösungs-Opfer von Jesus Christus ist nicht annähernd
zu widerholen.
„Er hat mit seinem Tod ein für allemal die Sünden der Menschen gesühnt  „

Es gibt nur ein Opfer Christi, es wird also von daher schon einmal nicht, wie die
Opfer des Alten Bundes, Tag für Tag dargebracht. In der heiligen Messe wird dieses
Opfer auf unblutige Weise gegenwärtig gesetzt. Es ist dasselbe, nämlich nur dieses
eine Opfer Christi.

Jesus sagte: »Tut dies zu meinem Gedächtnis.« Also sollen wir die heilige Messe
durchaus immer wiederholen. Da sehe ich keinen Widerspruch, da damit ja das
(einmalige und endgültige) Opfer selbst nicht wiederholt, sondern nur immer wieder
und zu allen Zeiten gegenwärtig wird.

Zitat
Bedenklich ist auch die Kommunion durch die  „ungeweihte“  Hand eines  / der Menschen.

Dafür hat die Kirche ja einst die Mundkommunion eingeführt.

Marcel
In te, Domine, speravi:
non confundar in aeternum.

 

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