Autor Thema: Karfreitag  (Gelesen 15114 mal)

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Offline Marcel

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Antw:Karfreitag
« Antwort #8 am: 12. April 2012, 01:00:16 »
Allerdings, Marcel, und ich möchte dir jetzt nicht widersprechen, fehlt bei dir noch das Verständnis, dass es sich bei dem Kreuz/Kruzifix um eine gegenständlich-bildhafte Darstellung handelt.

Das ziehe ich nicht in Zweifel.

Zitat
Es zu verehren macht wenig Sinn, denn es dient als Erinnerung und verkörpert das Geschehene.

Aber es ist wichtig, sehr wichtig sogar, für einen Christen/Katholiken. Ohne Kreuz keine
Erlösung, schrieb ich ja schon. Außerdem gilt das Jesus-Wort:

Mt 16,24: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf
sich und folge mir nach.


Zitat
Und es ist TOT, Jesus aber ist LEBENDIG. Begreife diese Unterscheidung. Jesus ist am Kreuz gestorben, weil es so vorherbestimmt war, mehrmals hat er im Vorfeld davon gesprochen.

Das Bildnis ist nicht lebendig, das stimmt. Aber warum auch? Wir können darin
das Geheimnis unserer Erlösung betrachten: unsere Auferstehung am Jüngsten
Tag, so wie Jesus auch schon auferstanden ist – und zwar nach seinem Leiden
und Tod. Kreuz und Auferstehung gehören untrennbar zusammen. Ohne Kreuz
kein Heil, oder wie wir beten: »Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist
Hoffnung« (Gotteslob, Nr. 205,1).

Was das Verbot der Bilderverehrung angeht, gilt, soweit ich weiß: Es ist erlaubt,
daß Bilder Jesu und der Heiligen verehrt werden, seit Gott in Jesus Mensch ge-
worden ist. (Dafuer habe ich aber jetzt leider keine Quelle.)

Zitat
Die Jünger Jesu brauchten nach Jesu Tod keine Gegenstände, um sich an die Worte Jesu erinnern zu können, denn sie hatten den Heiligen Geist, welcher "euch an all das erinnern [wird], was ich euch gesagt habe, und euch meine Worte erklären."

Den Heiligen Geist haben wir heute natürlich auch. Und ich denke, daß er die Kirche
im Laufe der Zeit dahin geführt hat, das Kreuz als Zeichen des Heiles zu verehren.

Zitat
Du glaubst an Jesu Taten, Marcel, davon bin ich überzeugt, jetzt glaube auch Jesu Worte, wenn er sagt: "Gott ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden." (Lukas 20,38)

Natürlich. Er will das (ewige) Leben des Menschen, des Sünders. Aber das geht
nur über Kreuz und Leiden. (Weil, wie ich schon schrieb, nur so der Satan besiegt
werden kann.)

Marcel
In te, Domine, speravi:
non confundar in aeternum.

Johannes, der Bär

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Antw:Karfreitag
« Antwort #9 am: 12. April 2012, 20:05:17 »
Lieber Marcel,

ich danke dir für deine Antwort. Bibelzitate verwende ich sehr gerne. Nicht jeder kennt sie und ihre Zusammenhänge. Derzeit lese ich die Psalmen (seit 2 Tagen) und stelle Zitat- und andere Bezüge zum Neuen Testament her. Obwohl ich das Alte Testament schon dreimal durchgelesen hatte, fallen mir erst jetzt viele Zusammenhänge auf. Bisher (und ich betone "bisher") habe ich dort noch keine Hinweise auf die Bedeutung des Kreuzestodes finden können. Aber ich habe ja erst gerade mit dem gezielten Lesen des AT angefangen.

Du erwähntest das Zitat aus Mt 16,24: "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach."
Hier ist, wie du weißt, die Bedeutung des Kreuzes wichtig (und nicht, dass man ein Holzkreuz durch die Gegend schleppt). Das und das "sich selbst verleugnen" im Sinne von u. a. "sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellen" (Egoismus) hast du sicherlich begriffen.
Allerdings, Marcel, bleiben noch zwei Dinge im Zitat unangesprochen. Erstens heißt es, "wer mein Jünger sein will". Jesus fordert nicht von den Menschen, dass sie seine Jünger sind. Er fordert die dir bekannten wichtigsten Gebote der Nächstenliebe und Gottesliebe.
Zweitens heißt es "und folge mir nach". Jeder, der Jesu Jünger sein will, muss durchmachen, was er durchgemacht hat. Mit ALLEN Konsequenzen.

Zur Auferstehung sage ich soviel:
Joh 3,5-8: "Ich sage dir die Wahrheit!", entgegnete Jesus. "Nur wer durch Wasser und durch Gottes Geist neu geboren wird, kann in Gottes neue Welt kommen! Ein Mensch kann immer nur menschliches Leben zur Welt bringen. Wer aber durch Gottes Geist geboren wird, bekommt neues Leben. Wundere dich deshalb nicht, wenn ich dir gesagt habe: Ihr müsst neu geboren werden. Es ist damit wie beim Wind: Er weht, wie er will. Du hörst ihn, aber du kannst nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit der Geburt aus Gottes Geist."
Weil ich gerade drüber bin, zitiere ich mal Ps 17,15: "Mich aber sprichst du frei von Schuld. Mit eigenen Augen werde ich dich schauen dürfen. Satt sehen will ich mich an dir, wenn ich erwache." Es ist von König David.

"Was das Verbot der Bilderverehrung angeht, gilt, soweit ich weiß: Es ist erlaubt, dass Bilder Jesu und der Heiligen verehrt werden, seit Gott in Jesus Mensch geworden ist."
Das habe ich nicht einmal gefordert, denn in diesem Punkt bin ich mir auch nicht sicher. Ich halte es so: Wenn jemandem zur Glaubensausübung es hilfreich ist, eine Darstellung zu Hilfe zu nehmen, warum nicht. Nur, und darauf war vermutlich das Bilderverbot des AT hin gerichtet, soll die Darstellung selber keine Gottheit sein. Oder anders ausgedrückt: Eine Darstellung soll nicht irreführen. Ob jetzt das Kreuz, an dem Jesus starb, oben nur einen Querbalken hatte oder wie bei den meisten Kruzifixen ein "Kreuz" war, verfälscht nicht den Glauben. Gott allerdings als jemanden darzustellen, der von uns Menschen ein Opfer per Gesetz fordert, wäre eine Verfälschung, denn genau das HASST Gott.
Hierbei verweise ich auf Jesaja 1,13:
Der Herr fragt: "Was soll ich mit euren vielen Opfern anfangen? Ich habe genug von euren Schafböcken und dem Fett eurer Mastkälber; das Blut eurer Opfertiere ist mir zuwider, sei es von Stieren, Ziegenböcken oder Lämmern. Ihr kommt zum Tempel und denkt: 'Hier ist Gott gegenwärtig.' Doch in Wirklichkeit zertrampelt ihr nur meinen Vorhof. Wer hat euch das befohlen? Hört endlich mit diesen nutzlosen Opfern auf! Ich kann euren Weihrauch nicht mehr riechen. Ihr feiert bei Neumond und am Sabbat, ihr kommt zu den Festen zusammen, aber ich verabscheue sie, weil ihr an euren Sünden festhaltet. Darum hasse ich alle diese Festversammlungen! Sie sind mir eine Last, ja, sie sind unerträglich für mich! Streckt nur eure Hände zum Himmel, wenn ihr betet! Ich halte mir die Augen zu. Betet, soviel ihr wollt! Ich werde nicht zuhören, denn an euren Händen klebt Blut. Wascht euch, reinigt euch von aller Bosheit! Lasst eure Gräueltaten, hört auf mit dem Unrecht! Lernt wieder, Gutes zu tun! Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, tretet den Gewalttätern entgegen, und schafft den Waisen und Witwen Recht!"
Psalm 50,14: "Dank ist das Opfer, das ich von dir erwarte; erfülle die Versprechen, die du mir, dem Höchsten, gegeben hast!"

"Den Heiligen Geist haben wir heute natürlich auch. Und ich denke, daß er die Kirche im Laufe der Zeit dahin geführt hat, das Kreuz als Zeichen des Heiles zu verehren."
Durchaus möglich.

Gestern schrieb ich das mit den "Lebenden", heute habe ich in den Psalmen die Formulierungen "Gott Abrahams" (Ps 47,10) und "Gott Jakobs" (u. a. Ps 20,2) gelesen, wie sie Jesus in Mt 22,32/Mk 12,26/Lk 20,37 verwendet. Ich bin gespannt, auf welche Zusammenhänge (Psalmen<==>NT) ich beim Weiterlesen noch stoße.

Offline Marcel

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Antw:Karfreitag
« Antwort #10 am: 14. April 2012, 00:44:34 »
Derzeit lese ich die Psalmen (seit 2 Tagen) und stelle Zitat- und andere Bezüge zum Neuen Testament her. Obwohl ich das Alte Testament schon dreimal durchgelesen hatte, fallen mir erst jetzt viele Zusammenhänge auf. Bisher (und ich betone "bisher") habe ich dort noch keine Hinweise auf die Bedeutung des Kreuzestodes finden können.

Soweit ich weiß (ich bin aber kein Experte), wird das Zeichen des Kreuzes im AT
nicht direkt erwähnt. Allerdings gibt es die vier Lieder vom Gottesknecht im Buch
Jesaja, die vom Leiden des Messias für die gefallene Menschheit handeln. Hier
ein Link dazu: ▶ http://www.kath-info.de/gottesknecht.html

Zitat
[…] Nur, und darauf war vermutlich das Bilderverbot des AT hin gerichtet, soll die Darstellung selber keine Gottheit sein. Oder anders ausgedrückt: Eine Darstellung soll nicht irreführen.

Das sehe ich auch so.

Zitat
Ob jetzt das Kreuz, an dem Jesus starb, oben nur einen Querbalken hatte oder wie bei den meisten Kruzifixen ein "Kreuz" war, verfälscht nicht den Glauben. Gott allerdings als jemanden darzustellen, der von uns Menschen ein Opfer per Gesetz fordert, wäre eine Verfälschung, denn genau das HASST Gott.
Hierbei verweise ich auf Jesaja 1,13:
Der Herr fragt: "Was soll ich mit euren vielen Opfern anfangen? Ich habe genug von euren Schafböcken und dem Fett eurer Mastkälber; das Blut eurer Opfertiere ist mir zuwider, sei es von Stieren, Ziegenböcken oder Lämmern. Ihr kommt zum Tempel und denkt: 'Hier ist Gott gegenwärtig.' Doch in Wirklichkeit zertrampelt ihr nur meinen Vorhof. Wer hat euch das befohlen? Hört endlich mit diesen nutzlosen Opfern auf! Ich kann euren Weihrauch nicht mehr riechen. Ihr feiert bei Neumond und am Sabbat, ihr kommt zu den Festen zusammen, aber ich verabscheue sie, weil ihr an euren Sünden festhaltet. Darum hasse ich alle diese Festversammlungen! Sie sind mir eine Last, ja, sie sind unerträglich für mich! Streckt nur eure Hände zum Himmel, wenn ihr betet! Ich halte mir die Augen zu. Betet, soviel ihr wollt! Ich werde nicht zuhören, denn an euren Händen klebt Blut. Wascht euch, reinigt euch von aller Bosheit! Lasst eure Gräueltaten, hört auf mit dem Unrecht! Lernt wieder, Gutes zu tun! Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, tretet den Gewalttätern entgegen, und schafft den Waisen und Witwen Recht!"
Psalm 50,14: "Dank ist das Opfer, das ich von dir erwarte; erfülle die Versprechen, die du mir, dem Höchsten, gegeben hast!"

Oder eine andere Stelle aus dem AT, die mir gerade dazu einfällt – Hosea 6,6:
»Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer.«

Gott sind also die Opfer zuwider, wenn wir an unseren Sünden, unserer Boshaftig-
keit und unserer Lieblosigkeit festhalten. Das vollkommene Opfer wurde ihm jedoch
durch seinen Sohn Jesus Christus am Kreuz dargebracht (und es wird in jeder hl.
Messe in unblutiger Weise vergegenwärtigt), der damit »die Opfer der Vorzeit voll-
endet hat« (aus der 5. Präfation für die Osterzeit*).

* ▶ Link

Marcel
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Offline videre

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Antw:Karfreitag
« Antwort #11 am: 14. April 2012, 09:25:13 »
Liebe Leserinnen / Leser

Eine Prophezeiung welche die Menschen vergessen oder bis heute nicht verstanden haben:

   -damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe-

Aus Jesaja 61    ;ksghtr


1 Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung,

2 damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe, einen Tag der Vergeltung unseres Gottes, damit ich alle Trauernden tröste,

3 die Trauernden Zions erfreue, ihnen Schmuck bringe anstelle von Schmutz, Freudenöl statt Trauergewand, Jubel statt der Verzweiflung. Man wird sie «Die Eichen der Gerechtigkeit» nennen, «Die Pflanzung, durch die der Herr seine Herrlichkeit zeigt».

4 Dann bauen sie die uralten Trümmerstätten wieder auf und richten die Ruinen ihrer Vorfahren wieder her. Die verödeten Städte erbauen sie neu, die Ruinen vergangener Generationen.

5 Fremde stehen bereit und führen eure Herden auf die Weide, Ausländer sind eure Bauern und Winzer.

6 Ihr alle aber werdet «Priester des Herrn» genannt, man sagt zu euch «Diener unseres Gottes». Was die Völker besitzen, werdet ihr genießen, mit ihrem Reichtum könnt ihr euch brüsten.

7 Doppelte Schande mussten sie ertragen, sie wurden angespuckt und verhöhnt; darum erhalten sie doppelten Besitz in ihrem Land, ewige Freude wird ihnen zuteil.

8 Denn ich, der Herr, liebe das Recht, ich hasse Verbrechen und Raub. Ich bin treu und gebe ihnen den Lohn, ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund.

9 Ihre Nachkommen werden bei allen Nationen bekannt sein und ihre Kinder in allen Völkern. Jeder, der sie sieht, wird erkennen: Das sind die Nachkommen, die der Herr gesegnet hat.

10 Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.

11 Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern.

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

Liebe Grüße

videre

Johannes, der Bär

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Antw:Karfreitag
« Antwort #12 am: 14. April 2012, 13:38:16 »
"Das vollkommene Opfer wurde ihm jedoch durch seinen Sohn Jesus Christus am Kreuz dargebracht (und es wird in jeder hl. Messe in unblutiger Weise vergegenwärtigt), der damit »die Opfer der Vorzeit vollendet hat«."
Oder wie Jesus sagt: "Nicht auf eure Opfer oder Gaben kommt es mir an, sondern darauf, dass ihr barmherzig seid!"

Ich habe heute in den Psalmen etwas gelesen, was zu videres Beitrag vom 11. April 2012, 21:56:14 thematisch passt:
Ps 97,7 und Ps 101,3:
"Alle, die Götterbilder verehren und mit ihren Götzen prahlen, werden im Erdboden versinken vor Scham. Denn ihre Götter müssen sich dem Herrn unterwerfen."
"Auf unnütze und schädliche Vorhaben lasse ich mich niemals ein. Ich hasse es, wenn sich Menschen bewusst über Gottes Gebote hinwegsetzen. Mir selbst soll das niemand nachsagen!"

Für dich, videre, habe ich noch eine kleine Empfehlung: Wenn es sinnvoll ist, konzentriere dich bei deinen Bibelzitaten bitte auf das Wesentliche. So sind deine Argumente leichter nachzuvollziehen. Den vollen Text im umfangreichen Zusammenhang kann man ziemlich schnell z. B. auf bibleserver.com nachschlagen (das mache ich, wenn ich im Internet nach Bibelstellen suche, denn es werden nach Suchbegriffen oder Bücher/Kapitel/Versangaben die entsprechenden Bibelstellen angezeigt. Ich verwende i. d. R. "Hoffnung für Alle", es gibt aber auch andere, auch in zahlreichen Fremdsprachen). Danke.

videre, was möchtest du mit der Phrase "Geist ist Geist, Materie ist Materie" aussagen?
Ich weiß auch nicht, ob der "kath. Katharismus" (siehe 11. April 2012, 21:56:14 unten) ein Verschreiber war, aber nach ersten Recherchen über Google sieht das nach einem Antonym aus. Laut wikipedia wurden die Anhänger des Katharismus durch die Inquisition als Häretiker verfolgt und vernichtet: "Für die römisch-katholische Kirche stellten die Katharer eine gefährliche und völlig neue Bedrohung dar. Erstmals war in Europa der Versuch, eine Gegenkirche zu etablieren, unternommen worden und regional auch gelungen. In den Augen der Päpste galt die katharische Bewegung als Häresie. Der Begriff Ketzer leitet sich von Katharer ab."

"Eine Prophezeihung, welche die Menschen vergessen oder bis heute nicht verstanden haben..."
Woher willst du das wissen?
Frag einen Armen, dem die Frohe Botschaft gebracht worden ist. Du kannst dir sicher sein, ER HAT diese Prophezeiung verstanden, auch ohne Jesaja gelesen zu haben.
Vielleicht siehst du ihn auch nicht, weil er nicht mehr hilfsbedürftig ist?
Ps 72,12-14: "Denn er rettet den Wehrlosen, der um Hilfe fleht; den Schwachen, dem jeder andere seine Unterstützung versagt. Am Schicksal der Hilflosen nimmt er Anteil und bewahrt sie vor dem sicheren Tod. Er befreit sie von Gewaltherrschaft, ihrer Unterdrückung macht er ein Ende, denn in seinen Augen ist ihr Leben wertvoll."
Psalm 75,11: Er spricht: "Ich werde die Macht der Gottlosen brechen; doch alle, die mir die Treue halten, bringe ich zu Ansehen und Macht."
Wer weiß, vielleicht ist es dein Bürgermeister, der einst die Erfüllung dieser Prophezeiung an sich selbst erlebte. Oder der Schulrektor. Oder ...

Offline videre

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Antw:Karfreitag
« Antwort #13 am: 14. April 2012, 16:27:50 »

 Johannes, der Bär


Zitat
"Das vollkommene Opfer wurde ihm jedoch durch seinen Sohn Jesus Christus am Kreuz dargebracht (und es wird in jeder hl. Messe in unblutiger Weise vergegenwärtigt), der damit »die Opfer der Vorzeit vollendet hat«."
Oder wie Jesus sagt: "Nicht auf eure Opfer oder Gaben kommt es mir an, sondern darauf, dass ihr barmherzig seid!"

Der Wortlaut: „durch seinen Sohn Jesus“ kann so verstanden werden,
dass Jesus als eine eigenständige Person gehandelt hat.
Wird Jesus in jeder heiligen Messe in unblutiger weise nur vergegenwärtigt oder geopfert?
Im Katholischen Glauben kommt es auch auf die Opfer an, so viel ich weiß.

Zitat
Ich habe heute in den Psalmen etwas gelesen, was zu videres Beitrag vom 11. April 2012, 21:56:14 thematisch passt:
Ps 97,7 und Ps 101,3:
"Alle, die Götterbilder verehren und mit ihren Götzen prahlen, werden im Erdboden versinken vor Scham. Denn ihre Götter müssen sich dem Herrn unterwerfen."
"Auf unnütze und schädliche Vorhaben lasse ich mich niemals ein. Ich hasse es, wenn sich Menschen bewusst über Gottes Gebote hinwegsetzen. Mir selbst soll das niemand nachsagen!"

Diese Aussage in den Psalmen ist mahnend,  bei der Heiligen Verehrung  geht es
eigentliche nicht um Götter, so kann es anders gesehen werden.

Zitat
Für dich, videre, habe ich noch eine kleine Empfehlung: Wenn es sinnvoll ist, konzentriere dich bei deinen Bibelzitaten bitte auf das Wesentliche.

Wenn ein Leser nicht im Bibelserver nachschauen kann, ist der gesamte Text bessr.


Zitat
videre, was möchtest du mit der Phrase "Geist ist Geist, Materie ist Materie" aussagen?
Ich weiß auch nicht, ob der "kath. Katharismus" (siehe 11. April 2012, 21:56:14 unten) ein Verschreiber war, aber nach ersten Recherchen über Google sieht das nach einem Antonym aus. Laut wikipedia wurden die Anhänger des Katharismus durch die Inquisition als Häretiker verfolgt und vernichtet: "Für die römisch-katholische Kirche stellten die Katharer eine gefährliche und völlig neue Bedrohung dar. Erstmals war in Europa der Versuch, eine Gegenkirche zu etablieren, unternommen worden und regional auch gelungen. In den Augen der Päpste galt die katharische Bewegung als Häresie. Der Begriff Ketzer leitet sich von Katharer ab".

Geist oder besser geistiges ist nicht sichtbar und Materie oder besser materielles ist  sichtbar.

Der kath. „Katharismus“ ist ein kapitaler  Verschreiber   ;fcc        von mir, es geht um das zweite
Gebot das nicht mehr zu finden ist. (Katholischer Katechismus. Die 10 Gebote Gottes)
2. Gebot (Verse 4-6)
Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.


(Interessant was Johannes, der Bär gefunden hat durch mein verschreiben.)


Zitat
"Eine Prophezeiung, welche die Menschen vergessen oder bis heute nicht verstanden haben..."
Woher willst du das wissen?
Frag einen Armen, dem die Frohe Botschaft gebracht worden ist. Du kannst dir sicher sein, ER HAT diese Prophezeiung verstanden, auch ohne Jesaja gelesen zu haben.
Vielleicht siehst du ihn auch nicht, weil er nicht mehr hilfsbedürftig ist?
Ps 72,12-14: "Denn er rettet den Wehrlosen, der um Hilfe fleht; den Schwachen, dem jeder andere seine Unterstützung versagt. Am Schicksal der Hilflosen nimmt er Anteil und bewahrt sie vor dem sicheren Tod. Er befreit sie von Gewaltherrschaft, ihrer Unterdrückung macht er ein Ende, denn in seinen Augen ist ihr Leben wertvoll."
Psalm 75,11: Er spricht: "Ich werde die Macht der Gottlosen brechen; doch alle, die mir die Treue halten, bringe ich zu Ansehen und Macht."
Wer weiß, vielleicht ist es dein Bürgermeister, der einst die Erfüllung dieser Prophezeiung an sich selbst erlebte. Oder der Schulrektor. Oder ...

Wissen ob die Menschen die Prophezeiung von Jesaja61 verstanden haben weiß ich nicht,
übersehen ist  sie jedenfalls geworden.  Privat Offenbarungen werden mehr beachtet und diskutiert. 
Ja wer sind die „Armen“ die ich fragen soll, die Armen die ich kenne sind zum Teil sehr reich an
Liebe, Güte und Barmherzigkeit.  Auch sogenannte Reiche kenne ich, welche sich mit Reichtum brüsten, und doch arm sind.
In  den Psalmen ist zu lesen dass Gewalt und Macht gebrochen werden, nach dem Vers-
„Die Mächtigen stürzt er vom Thron“.
>Ob ein Bürgermeister oder Schulrektor eine Prophezeiung erlebte weiß ich nicht.

Liebe Grüße
videre



Johannes, der Bär

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Antw:Karfreitag
« Antwort #14 am: 14. April 2012, 19:57:10 »
Ich hatte mir überlegt, ob ich ein anderes Wort für "Oder" nehme, aber mir viel kein besseres ein. Das "Oder" sollte in diesem Fall nicht differenzieren, sondern ergänzen. Also kein Widerspruch zu dem, was du schriebst.
Einfach aus dem Grund, weil ich mit orthodoxen und katholischen Abläufen und Abwandlungen (mal allgemein ausgedrückt) nicht so viel zu tun habe. Nicht nur, weil ich evangelisch getauft wurde (als Baby), sondern auch in Abläufen und kirchlichen Bräuchen evangelisch (Konfession) geprägt bin.
Allerdings wird man an den (recht neuen) von mir geschriebenen Beiträgen keine Überzeugungs-Starre finden, denn ich nehme als Quelle keine außerbiblischen Schriften her, denn sie gibt genug her. Auch bin ich kein Überzeugungs-Vertreter der evangelischen Kirche. Ich möchte daher auch nicht, weil mich sowas aufregt, aus irgendwelchen Schriften zitieren, um dann zu sagen, dass man die Inhalte der Bibel eben so zu verstehen habe. Nö, mach ich nicht. Wenn ich aus der Bibel zitiere, dann sage ich dazu, wie ICH es verstehe, dann kann man MICH dahinter erkennen. Verständlich?

Welcher Mensch heilig sein soll, ist mir wurscht. Wenn er (der Mensch) getan hat, was Gott wollte, war das seine Aufgabe. Oder (wieder ergänzend) was Jesus sagt (Lukas 17,10): "Das gilt auch für euch. Wenn ihr in meinem Dienst alles getan habt, was ich euch aufgetragen habe, dann sollt ihr sagen: 'Wir sind einfache Knechte und haben nur unseren Auftrag ausgeführt!'" Verständlich?

Der Heilige Geist ist nur für die nicht sichtbar, die ihn nicht sehen wollen. Denn (Matthäus 18,20) "wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." (Diesmal habe ich ausnahmsweise Luther zitiert, weil ich die Formulierung schöner finde.) Die Dreieinigkeit kennt ihr ja. Verständlich?

Was bibleserver.com betrifft: Woher nimmst du dann die Zitate? Du kopierst sie doch bestimmt auch rein, oder? Ich mach es so, da kann ich mich wenigstens nicht verschreiben und habe mehr Zeit für wichtigere Dinge als Abzuschreiben. Verständlich?

Mir ging es darum, dass in vielen deiner Beiträge die Zitate über fünf oder mehr Verse gehen, obwohl zwei ausgereicht hätten. Das macht die Beiträge dann immer so lang. Wenn der Text kurz ist und die kausalen Bibelzitate hervorgehoben werden, ist das Nachvollziehen einfacher. Und verständlich.

"Die Armen" sind heutzutage schwer zu erkennen, das gebe ich zu. Es geht tatsächlich darum, zu erkennen, wer arm ist und ihr/ihm dann helfen.
Doch Gott hilft auch den Armen, den Schwachen, den Unterdrückten und macht sie groß. Groß genug, damit ihr Leben wertvoll ist (Ps 72,12-14).
Denn er ist selbst groß.

Offline videre

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Antw:Karfreitag
« Antwort #15 am: 15. April 2012, 16:09:04 »
Zitat
Johannes, der Bär
Ich hatte mir überlegt, ob ich ein anderes Wort für "Oder" nehme, aber mir viel kein besseres ein. Das "Oder" sollte in diesem Fall nicht differenzieren, sondern ergänzen. Also kein Widerspruch zu dem, was du schriebst.
Einfach aus dem Grund, weil ich mit orthodoxen und katholischen Abläufen und Abwandlungen (mal allgemein ausgedrückt) nicht so viel zu tun habe.

Nicht nur, weil ich evangelisch getauft wurde (als Baby), sondern auch in Abläufen und kirchlichen Bräuchen evangelisch (Konfession) geprägt bin.


Aus dem Judentum heraus entwickelte sich der Christliche Glaube welche auf den Lehren und Predigten von Jesus Christus beruht.
Nach seinem Tod verbreiteten seine Jünger (seine ersten Anhänger) seine Lehre in vielen Ländern.
Ursprung der von Christus gestifteten Kirche:
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Kirchengeschichte

Im 16.Jahrhundert findet eine ab Spaltung statt, dies geschah, als der Mönch Martin Luther versuchte,
die Kirche zu reformieren und eine neue Glaubensrichtung begründete.
Die Bibel war bist zu der Spaltung nicht ins deutsche übersetzt, die Übersetzung verdanken
die Menschen  dem Mönch Martin Luther.
http://www.bibel-aktuell.org/

Ab diesem Zeitpunkt wurde es auch für Laien das Alte und das Neue Testament zu lesen.

Zusätzliche entstanden sogenannte Katechismen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Katechismus
KATECHISMUS
DER
KATHOLISCHEN KIRCHE
http://www.vatican.va/archive/compendium_ccc/documents/archive_2005_compendium-ccc_ge.html

Durch  diese Spaltung begann eine Un- Einheit  welche bist heute besteht.
Mit dieser Feststellung will ich sagen dass die Kommunikation mit Mitmenschen, besonders
aus verschiedenen Konfessionen  Katholisch / Evangelisch komplizierter geworden ist.

Dazu kommt dass  es in der einen hl. Katholischen  und Apostolischen Kirche noch die
Orthodoxe, Anglikanische und sonstige Gruppierungen wie die
Tradi- Priesterbruderschaft St.Pius X gibt.

In der sogenannten Endzeit oder Zeit der Offenbarung wird es immer wertvolle
und wichtiger  dass Menschen aller Glaubensrichtungen miteinander kommunizieren.
Eine einigen, die sogenannte Ökumene wird leider immer wieder  verhindert oder ist der
Reife Prozess noch nicht weit genug fortgeschritten?
Ist es sinnvoll neben einander, statt miteinander zu leben?

 "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" (Lukas 23,34) ;ksghtr

Diese Worte zeigen auch das vollständige Opfer, das Jesus am Kreuz gebracht hat. Er ist für wirklich jeden Menschen gestorben, ob Freund oder Feind. Vergebung ist selbst für diejenigen möglich, die Jesus ans Kreuz gebracht haben. Und der Glaube und das Vertrauen in Gottes Sohn sind der Schlüssel dieses Geschenk auch anzunehmen.

Liebe Grüße

videre

 

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