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Autor Thema: Piusbruderschaft einigt sich mit Rom  (Gelesen 65777 mal)

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Offline Mariae

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #10 am: 17. April 2012, 19:16:53 »
Der erste Braumeister , der das Bier erfand , was sich zusammensetzt aus Hopfen und Malz , Wasser . Verstarb. Doch seine Erfindung  gab er weiter , damit es immer erhalten bleibe . Es wurde über Generationen , die Genossenschaften waren, immer weitergegeben und man braute danach . Man hat im Laufe der Zeiten immer kleine Verfeinerungen vorgenommen um das Bier den jeweiligen Zeiten anzupassen . Man gab etwas mehr Malz hinzu oder später mehr Wasser usw.  Irgendwann kam aber die Genossenschaft in Streit, weil ein großer Teil wollte, dass man dem Bier , außer Hopfen und Malz und Wasser etwas Neues hinzufügen wolle : süßen Saft . Die einen sagten ,dann würden wir unsere Tradition brechen und es sei kein Bier mehr . Die anderen sagten ; keineswegs , Wasser, Hopfen, Malz bleiben doch erhalten .  Es ist somit doch kein Bruch mit der Tradition sondern nur etwas neues würde hinzukommen . Die Mehrheit setzte sich durch und fügt nun süßen Saft zu . Die anderen besorgten sich einen Braukessel ,einen anderen Raum in der Brauerei,  um das Bier ohne Saft zu brauen . Die Mehrheit beschloss aber, dass diese nun nicht mehr in der Genossenschaft mitentscheiden dürfen u. offiziell nicht mehr brauen dürfen, weil sie eben nicht mitmachen am neuen Bier . Weil sie aber auch Erben sind , und das Rezept bewahren , kann man sie im Namen der Erfinders nicht rausschmeißen . Wenn sie aber wieder vollkommen mitmachen wollen , müssten sie aufhören, dass alte Bier zu brauen und bereit sein , das neu hinzugefügte anzunehmen . Sie aber sagen, wir kommen nur zurück , wenn wir unser Bier weiter brauen dürfen denn euer neues Bier ist kein Bier sondern nur noch ein alkoholisches Getränk . Nun verhandelt man im Geheimen , und geht der Frage nach, inwieweit man die Altbierler überhaupt ausschließen bzw. verlangen kann – im Hinblick auf den Erfinder, das Neue annehmen zu müssen .Es stellt sich die Frage , ob man damit nicht auch die vorherigen Genarationen , selbst rüchwirkend  (bestraft) ausschließt, denn auch diese wollten nur so  brauen  wie die Altbierler heute  ????
Nun gilt es abzuwarten .
« Letzte Änderung: 17. April 2012, 19:50:58 von Mariae »
Statt das Evangelium in dem Geiste zu lesen, in dem es geschrieben wurde, beschränken sich die Jesusfans auf ihr selbst erfundenes Motto: „Jesus liebt dich“ und erklären sich die Welt so, als ob es keine Wiederkunft des Herrn gäbe, nach der die Spreu vom Weizen getrennt wird.

Offline Salvatore

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #11 am: 18. April 2012, 08:31:21 »
Liebe Leser/innen
Geliebte im Herrn

Heute wurde dieser Artikel auf Kath.net veröffentlicht. Es scheint, die Piusbruderschaft ist in den Schoss der Kirche zurückgekehrt.

http://www.kath.net/detail.php?id=36160

Euch allen Gottes Segen

Salvatore
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Offline ChrS

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« Letzte Änderung: 18. April 2012, 17:10:30 von ChrS »
"Ich sehe nicht, inwiefern die lehrmäßige Festigkeit im Widerspruch stünde zur geschmeidigen, erfinderischen, ja sogar kühnen Liebe [...], wie die doktrinale Unbeugsamkeit im Gegensatz stehen sollte zu herzlichem Mitleid" (Bischof Alfonso de Galarreta FSSPX, Ecône, 29.6.2011).

Offline Salvatore

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #13 am: 18. April 2012, 10:13:11 »
Lieber ChrS

Das die FSSPX nicht schismatisch war, ist für mich aus kirchenrechtlicher Sicht klar gewesen. Diese Unterscheidung die ich mache, ist nicht für mich, sondern für diejenigen gedacht, die es für ein Schisma hielten.

Dies zur Präzisierung meines Gedankenganges.

Grüsse und Gottes Segen

Salvatore

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Offline videre

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #14 am: 18. April 2012, 11:58:51 »




Zuletzt aktualisiert: 18.04.2012 um 11:16 Uhr

Vatikan versöhnt sich mit Pius-Bruderschaft

Mehreren Quellen zufolge hat sich die traditionalistische "Priesterbruderschaft St. Pius X." mit dem Vatikan versöhnt. Ein Anhänger der Gemeinschaft hatte durch seine Holocaust-Infragestellung einen internationalen Skandal provoziert.



Foto © APAPius-Brüder dürften schon bald in den Vatikan zurückkehren


Mehreren Quellen zufolge hat sich die traditionalistische "Priesterbruderschaft St. Pius X." mit dem Vatikan versöhnt. Entsprechende Berichte haben laut Kathpress am Mittwoch u.a. die gewöhnlich bestinformierten "Vatikanisten" Andrea Tornielli ("La Stampa" und "Vatican Insider") sowie Jean-Marie Guenois ("Le Figaro") verfasst. Ihnen zufolge war die Antwort, die der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, der vatikanischen Glaubenskongregation diese Woche zukommen ließ, eine positive. Die von dem verstorbenen französischen Konzilsgegner Erzbischof Marcel Lefebvre gegründete Piusbruderschaft könnte damit voraussichtlich noch in der ersten Hälfte dieses Jahres in die volle Gemeinschaft mit Rom zurückkehren.

Exkommunikation von Bischöfen aufgehoben

Papst Benedikt XVI. hatte die von seinem Vorgänger Johannes Paul II. verfügte Exkommunikation der vier von Lefebvre unerlaubt geweihten Bischöfe aufgehoben. Einer von diesen, der Brite Richard Williamson, hatte durch seine Holocaust-Infragestellung einen internationalen Skandal provoziert. Im deutschen und im französischen Episkopat hat es starke Widerstände gegen die Aufnahme des Dialogs mit den Traditionalisten - von ihren Gegnern "Lefebvrianer" oder "Lefebvristen" genannt - gegeben. Von den Konzilsdokumenten lehnten die Piusbrüder insbesondere die Erklärungen über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen und über die Religionsfreiheit, sowie das Dekret über den Ökumenismus ab.

Laut Tornielli hat Bischof Fellay am Dienstag eine "lehrmäßige Präambel unterzeichnet zurückgeschickt", die ihm der Vatikan im September zur Zustimmung vorgelegt hatte. Am vergangenen Samstag habe Fellay in einer Mitteilung, die nur an seine Priester gerichtet gewesen sei, an die Prinzipien erinnert, die die Bruderschaft in ihren Beziehungen zu Rom leiteten. Entscheidend sei dabei, dass von der Piusbruderschaft keine Zusicherungen verlangt würden, die den Glauben berühren, und das, was sich davon ableitet, also Liturgie, Sakramente, Moral und Disziplin. Zudem müsse der Priesterbruderschaft "Freiheit und Aktionsautonomie" garantiert werden, die es ihr erlaube, zu wirken und sich zu entfalten.


Überwindung der Differenzen

Die bisher nicht veröffentlichte Präambel enthält Kriterien zur Interpretation der katholischen Lehre und Bedingungen für eine mögliche Überwindung der theologischen Differenzen zwischen dem Vatikan und den Traditionalisten, die seit 1988 von Rom getrennt sind. Der Text fordere, so Tornielli, eine "religiöse Unterwerfung des Willens und Intellekts" gegenüber den Lehren, die der Papst und das Bischofskollegium vorschlagen, "wenn sie ihr authentisches Lehramt ausüben", auch wenn die Lehren nicht als Dogma proklamiert werden. Eine Unterschrift bedeute aber kein Ende "der legitimen Diskussion, der Studien und der theologischen Erklärung von einzelnen Ausdrücken oder Formulierungen, die im Zweiten Vatikanischen Konzil enthalten sind".
Als mögliche Lösung, die zu einer Wiedereingliederung der Bruderschaft in die Kirche führen könnte, wird immer wieder der Status einer Personalprälatur ins Gespräch gebracht, die direkt dem Papst unterstellt ist. Diese Form einer juristischen Person wurde mit der Neufassung des Kirchenrechts (Codex Iuris Canonici) von 1983 eingeführt. Bisher kam sie nur beim Opus Dei zum Einsatz.
Wie Vatikan-Experte Tornielli schreibt, soll Fellays Antwort der in der nächsten sogenannten "Feria Quarta"-Tagung der Glaubenskongregation analysiert werden. Die Tagung der Kongregations-Kardinäle - darunter auch der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn - ist für die erste Maihälfte angesetzt. "Einige weitere Wochen werden notwendig sein, um eine entsprechende kanonische Struktur auszuarbeiten", heißt es. Tornielli und Guenois zufolge ist etwa ein Viertel der Bruderschaft gegen eine Einigung. Dazu gehörten auch die drei vom Gründer Marcel Lefebvre zusammen mit Fellay geweihten Bischöfe, Richard Williamson, Bernard Tissier de Mallerais und Alfonso de Galarreta.

Aus:
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2998413/vatikan-versoehnt-sich-pius-bruderschaft.story

Offline Laus Deo

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #15 am: 18. April 2012, 16:58:12 »
Schön das die Piusbrüder ZURÜCK zur Katholischen Kirche kommen. Sie mussten sich unterordnen was auch gut so ist.

Loben wir Gott für die Einheit. ;ghjghg
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
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Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
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Offline ChrS

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #16 am: 18. April 2012, 17:07:39 »
Nur eine Etappe, kein Abschluss!

Das Generalhaus der Priesterbruderschaft St. Pius X. veröffentlicht soeben folgende Stellungnahme:

Kommuniquée des Generalhauses der Priesterbruderschaft St. Pius X. (18. April 2012)

Die Presse verkündet, dass Bischof Bernard Fellay der Glaubenskongregation eine «positive Antwort» gegeben hat, und dass als Konsequenz daraus die doktrinelle Frage zwischen dem Heiligen Stuhl und der Priesterbruderschaft St. Pius X. gelöst sei.

Die Realität sieht anders aus.

In einem Schreiben vom 17. April 2012 hat der Generalobere der Bruderschaft auf den Wunsch der Klärung geantwortet, der ihm am 16. März von Kardinal William Levada unterbreitet wurde. Es handelte sich um die doktrinelle Präambel vom 14. September 2011.

Wie es die Presseerklärung der päpstlichen Komission "Ecclesia Dei" von heute angibt, wird der Text dieser Antwort « vom Dikasterium (die Glaubenskongregation) geprüft und anschließend dem Urteil des Heiligen Vaters unterbreitet »

Es handelt sich also um eine Etappe und nicht um einen Abschluss.

Menzingen, den 18. April 2012


Quelle: http://pius.info/generalhaus/stellungnahmen/6634-erklaerung-des-generalhauses
"Ich sehe nicht, inwiefern die lehrmäßige Festigkeit im Widerspruch stünde zur geschmeidigen, erfinderischen, ja sogar kühnen Liebe [...], wie die doktrinale Unbeugsamkeit im Gegensatz stehen sollte zu herzlichem Mitleid" (Bischof Alfonso de Galarreta FSSPX, Ecône, 29.6.2011).

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #17 am: 18. April 2012, 19:55:31 »
Wie gesagt IHR müsst die Forderungen erfüllen und nicht umgekehrt!
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Offline ChrS

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #18 am: 18. April 2012, 20:24:31 »

Falsches Verständnis von Gehorsam!

Im Symbolum Athanasianum bekennen wir: "Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten. Jeder, der diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel ewig verlorengehen. […] Jeder, der ihn nicht aufrichtig und fest glaubt, kann nicht selig werden."

Wer bestimmt, was katholisch ist? Der hl. Kirchenvater Vinzenz von Lérins († zwischen 434 und 450) erklärt, dass das, „was überall, was immer, was von allen geglaubt wurde [...] wirklich und wahrhaft katholisch“ ist und man somit „in keiner Weise von den Meinungen abweichen“ darf, „von denen feststeht, dass unsere heiligen Vorgänger und Väter sie vertreten haben“ (Commonitorium II, 5f). Papst Gregor  XVI. schreibt in seiner Enzyklika „Mirari vos“ vom 15.8.1832: „Erwägt in Eurem Sinn, dass durch jede Neuerung die gesamte Kirche getroffen wird. Nach den Worten des heiligen Papstes Agatho [† 681] darf von dem, was nach der Ordnung bestimmt wurde, nichts vermindert, geändert oder hinzugefügt werden, sondern es ist vielmehr darauf zu achten, dass alles nach Wort und Sinn unverletzt bewahrt wird.“ Dagegen wollen gewisse Neuerer „die Grundlagen zu neuen, rein menschlichen Einrichtungen“ legen „und versuchen zu erreichen, was Cyprian [† 258] immer verabscheut hat, und zwar die Kirche, die eine göttliche Angelegenheit ist, zu einer menschlichen Sache werden zu lassen.“ Darum hat Erzbischof Marcel Lefebvre Recht, wenn er in seinem Vortrag vom 27.11.1988 in Sierre sagt: „Es ist entscheidend mit unserem Herrn zu sein, auch wenn man alleine sein muss. Man fürchtet nichts, wenn man mit der gesamten Lehre der Kirche, die seit mehr als zwanzig Jahrhunderten gelehrt wird, vereint ist.“

Auch Papst Benedikt XVI. erklärte in einer Katechese bei einer seiner Generalaudienzen auf dem Petersplatz, dass die kirchliche Autorität „heiligen Ursprungs“ sei, von Christus komme, in Gehorsam zu ihm. Auch der Papst könne „nicht tun, was er will, sondern ist Hüter des Gehorsams gegenüber Christus und seinem Wort“. Der römische Papst hat als Nachfolger Petri von Christus die Gewaltenfülle zur Regierung der Kirche erhalten. Diese Gewalt ist aber keine Willkürgewalt, sondern eine Schutzgewalt. Als das I. Vatikanum (1870/71) den Jurisdiktionsprimat und die Unfehlbarkeit des Papstes als Dogma definierte, da waren es sowohl die antikatholischen Angriffe von außen als auch die innerkatholischen Papalisten, die diese Dogmen verzerrten und so darstellten, als würde der Papst einfachhin alles vermögen. Der Papst besitzt die Gewaltenfülle zum Schutze der Heiligen Überlieferung, denn so lehrt das I. Vatikanum: „Den Nachfolgern des Petrus wurde der Heilige Geist nämlich nicht verheißen, damit sie durch seine Offenbarung eine neue Lehre ans Licht brächten, sondern damit sie mit seinem Beistand die durch die Apostel überlieferte Offenbarung bzw. die Hinterlassenschaft des Glaubens heilig bewahrten und getreu auslegten“ (Konstitution „Pastor aeternus“ 17). Erzbischof Lefebvre predigte am 8.9.1975 in Mariazell: „Was die Kirche während zwanzig Jahrhunderten gewollt hat, kann der Papst nicht nicht wollen. Das ist unmöglich. Es ist also absolut falsch, zu behaupten, wir riskieren, eine Sekte zu werden, oder wir würden ein Schisma heraufbeschwören. Weit entfernt davon, wir sind diejenigen, die am innigsten mit dem Heiligen Vater, dem Papst, und mit der katholischen Kirche verbunden sind.“ Es gilt immer ganz selbstverständlich der Grundsatz: In allem den kirchlichen Autoritäten gehorchen, außer sie befehlen etwas Sündhaftes! Schließlich muss man „Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29).

Weil der Erzbischof als exkommuniziert erklärt wurde, da er in hohem Alter ohne die Erlaubnis Roms Bischöfe weihte, die das Werk der Tradition nach seinem Tod fortführen sollten, bezeichnen ihn viele als „Athanasius des 20. Jahrhunderts“. Im 4. Jahrhundert wurde der hl. Kirchenvater und Bischof Athanasius der Große († 373) von Papst Liberius exkommuniziert, weil er an dem festhielt, was die Kirche aller Zeiten glaubte. Der Heilige Vater begünstigte dagegen die in die Kirche eingedrungene arianische Häresie. Der hl. Kirchenvater Basilius der Große († 379) schreibt über die damalige Situation in der Kirche, die der heutigen ähnelt: „Ein einziges Vergehen gibt es, was jetzt heftig bestraft wird, die genaue Bewahrung der Traditionen unserer Väter“ (ep. 243,2). Bischof Bernard Fellay FSSPX sagte in seiner Predigt anlässlich der Priesterweihen in Zaitzkofen 2010: „Wir wollen unter keinen Umständen, wirklich in keinem Fall unser Handeln im Ungehorsam tun. Das gehört nicht zum Katholizismus. Wenn wir es tun, dann suchen wir bei jeder Tat den Blick auf den Willen Gottes: Was ist der Wille Gottes? Wo ist das Gesetz der Kirche? Wir wissen es. Gott sei Dank wissen wir es. Und die Kirche pflegt es auch zu sagen: ‚Prima lex‘, das erste Gesetz, das höchste Gesetz, ‚ist das Heil der Seelen‘. Die Ausübung des Gehorsams geschieht also immer im Hinblick darauf: Die Seelen retten! Wenn irgendwie wegen äußerer Umstände – Gott weiß warum – Gebote, Anordnungen in der Kirche gegeben werden, die dieses höchste Gesetz verletzen, dann dürfen wir sie nicht erfüllen! Wir dürfen den Glauben der Katholiken nicht verletzen!“ Bischof Alfonso de Galarreta FSSPX wies am 29.6.2011 in Ecône anlässlich der Priesterweihen darauf hin, dass es „ziemlich gewagt“ war, sich auf dem II. Vatikanum mit dem Liberalismus zu versöhnen, „angesichts eines beständigen Lehramtes der Päpste von zweieinhalb Jahrhunderten, welches“ das „ständig verurteilt hat“. „Sehr oft werden uns das Magisterium und die Autorität vor Augen gehalten. [...] Und dabei haben sie als Erste damit angefangen, sich eines zweieinhalb Jahrhunderte alten Lehramtes zu entledigen und genau das zu tun, was die Päpste schon im Voraus verurteilt hatten. Das ist mehr als gewagt.“

Erzbischof Lefebvre legt in der Grundsatzerklärung der von ihm gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. dar, warum jene Punkte des II. Vatikanums abgelehnt werden müssen, die der überlieferten Lehre widersprechen: „Keine Autorität, auch nicht die höchste Autorität in der Hierarchie, kann uns zwingen, unseren Glauben, der vom Lehramt der Kirche seit neunzehn Jahrhunderten eindeutig formuliert und verkündet wurde, aufzugeben oder zu schmälern.“ Den einzigen Gehorsam den die kirchlichen Autoritäten rechtmäßig einfordern, ist der Gehorsam gegenüber dem katholischen Glauben. Sie haben ihre Autorität von Christus nämlich ausschließlich dazu erhalten, um den Glauben zu bewahren und zu lehren. Wenn sie das nicht tun, dann missbrauchen sie ihre Autorität und wenn man diesen Missbrauch erkennt, so würde man sich mitschuldig machen, wenn man darüber schweigt. Der hl. Kardinal Cajetan († 1534) wies darauf hin, dass „die Person des Papstes sich weigern kann, sich der Pflicht des Papstes zu unterziehen“. Die Formel „Ubi Petrus, ibi Ecclesia“ – „Wo Petrus ist, dort ist die Kirche“ des hl. Kirchenvaters Ambrosius von Mailand († 397) gelte nur, insofern der Heilige Vater seine Pflicht erfüllt und das apostolische Glaubensgut schützt (Summenkommentar zu II-II q. 39 a.1 n.6). Der hl. Völkerapostel Paulus war dem ersten Papst, dem hl. Apostelfürsten Petrus, ungehorsam, als es um die Frage der Haltung zum mosaischen Gesetz ging. Paulus schreibt: „Ich habe ihm ins Angesicht widerstanden, da er zu verurteilen war“ (Gal 2,11). Tatsächlich hatte Paulus Recht. Papst Honorius wurde auf dem 6. Ökumenischen Konzil (680/81) in Konstantinopel verurteilt. Papst Leo II. erläuterte, dass Honorius sich der Nachlässigkeit bei der Unterdrückung der Irrlehre des Monotheletismus schuldig gemacht habe, wenn er auch selber kein Häretiker war. Der hl. Thomas von Aquin († 1274) sagt: „Man muss wissen, dass, wenn es eine Gefahr für den Glauben gäbe, die Untergebenen gehalten wären, ihre Prälaten zu rügen, sogar öffentlich“ (S.th. II-II q.33 a.4 ad 2). Wenn sie nicht umkehren, müsse man ihnen den Gehorsam verweigern. (S.th. I II q. 96 a. 4 resp.). Nach dem Kirchenrecht von 1983 haben Laien die Pflicht zur Kritik, wenn das Wohl der Kirche auf dem Spiel steht (Can. 212 §3 CIC/ 1983).
"Ich sehe nicht, inwiefern die lehrmäßige Festigkeit im Widerspruch stünde zur geschmeidigen, erfinderischen, ja sogar kühnen Liebe [...], wie die doktrinale Unbeugsamkeit im Gegensatz stehen sollte zu herzlichem Mitleid" (Bischof Alfonso de Galarreta FSSPX, Ecône, 29.6.2011).

Offline Mariae

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #19 am: 18. April 2012, 20:54:18 »
Auf die Piusbruderschaft wird wohl in den nächsten Tagen noch viel emotionales Leiden zu kommen .

"Um den Glauben und das Vertrauen der Gerechten zu prüfen, wird es
Momente geben, wo alles verlorenund gelähmt erscheint, aber
in diesem Augenblick setzt der glückliche Beginn der völligen Erneuerung ein."

Mutter Maria , in Quito  ()*kjht545
Statt das Evangelium in dem Geiste zu lesen, in dem es geschrieben wurde, beschränken sich die Jesusfans auf ihr selbst erfundenes Motto: „Jesus liebt dich“ und erklären sich die Welt so, als ob es keine Wiederkunft des Herrn gäbe, nach der die Spreu vom Weizen getrennt wird.

 

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