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Autor Thema: Piusbruderschaft einigt sich mit Rom  (Gelesen 6506 mal)

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #60 am: 19. April 2012, 20:24:51 »
Zitat
ChrS
Die Erklärung "Dignitatis humanae" über die Religionsfreiheit lehrt z.B. genau das, was schon die Kirchenväter selbstverständlich abgelehnt haben. "Dignitatis humanae" lehrt das, was die Aufklärung lehrt und diese Lehre wurde noch einmal eindeutig von allen Päpsten von Pius VI. (+ 1799) bis Pius XII. (+ 1958) verurteilt. Ich habe es hier zusammengefasst: http://gloria.tv/?media=266727

Lieber ChrS.

Beim  Zitieren der  Kirchenväter begeben  wir uns in eine Zeit mit vielen Wiedersprüchen
und Ansichten zu der Lehre der Kirche.

 Welchen  Kirchenlehrer / Vater meinst Du in Bezug
auf die Religionsfreiheit?

Welche Religionen kannten  Kirchenväter?

Die Dignitatis humanae lehrt nichts neues, was da von:
http://www.civitas-institut.de/ UND  von Dir – http://gloria.tv/?user=46612

geschrieben steht, ist sehr aufwendig und  ausführlich,   es sagt jedoch
leider nichts relevantes aus.
Verbindlich ist immer der Vatikan zum Beispiel:

http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html

PASTORALE KONSTITUTION
GAUDIUM ET SPES
ÜBER DIE KIRCHE IN DER WELT VON HEUTE

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #61 am: 19. April 2012, 21:05:41 »
18.04.2012
 
Katholische Hardliner

Bruderkuss von Papst und Piusbrüdern

Aus Rom berichtet Peter Wensierski 





AFP
Papst Benedikt XVI.: Bedingungen zur Wiedervereinigung mit der Bruderschaft erfüllt
Die katholische Kirche steht unmittelbar vor einem brisanten Schritt: Die Wiedervereinigung mit den seit 1988 abtrünnigen Piusbrüdern. Der Vatikan und die traditionalistische Bruderschaft haben sich auf Modalitäten einer Aufhebung der Spaltung geeinigt.
 
Offiziell hat sich Vatikan-Sprecher Federico Lombardi noch nicht zu einer möglichen Wiedervereinigung mit den umstrittenen Piusbrüdern geäußert. Man sichte die vorliegenden Dokumente, hieß es am Mittwoch. Doch aus der Schweizer Zentrale der Bruderschaft in Menzingen bei Zürich hat der Generalobere Bernard Fellay bereits die lehrmäßige Präambel zurückgeschickt, die ihm der Vatikan im vergangenem September zur Zustimmung vorgelegt hatte. Mit einigen kleinen Änderungen.
Einmal ging das Schreiben im direkten Umfeld des Papstes ein, ein zweites Mal auf dem Dienstweg an die zuständige Glaubenskongregation. Nun ist der Vatikan am Zug. Mit einer öffentlichen Erklärung wird in Kürze gerechnet. Die Bruderschaft hat die Bedingungen zur Wiedervereinigung damit aber erfüllt.

Fellay selbst betonte in einem Schreiben an seine Priester, dass man bei der Aussöhnung mit dem Papst zu "keinerlei Abstrichen in Fragen des Glaubens", der Liturgie, der Sakramente und der Moral bereit sei. Seiner Bruderschaft müsste "Freiheit und Aktionsautonomie" eingeräumt werden.

Umgekehrt fordern die Piusbrüder von der Kirche nun nicht mehr die Abwendung vom Zweiten Vatikanischen Konzil, dessen Reformgeist sie die Schuld am Niedergang der katholischen Kirche geben. Die Unterschrift bedeute gleichwohl kein Ende "der legitimen Diskussion, der Studien und der theologischen Erklärung von einzelnen Ausdrücken oder Formulierungen, die im Zweiten Vatikanischen Konzil enthalten sind", so die Einschränkung.
Sonderstatus für die Piusbrüder?

Im Vatikan muss nun an den Details und einem Zeitplan zur Eingliederung der Bruderschaft gearbeitet werden. Kirchenrechtlich kann die Piusbruderschaft nicht als Personalprälatur eingestuft werden, als ein direkt dem Papst unterstellter Priesterverband. Dies wurde bisher nur dem Opus Dei gewährt. Wahrscheinlicher ist, dass ein Sonderstatus neu geschaffen wird.
Möglicherweise muss zu diesem Zweck sogar das Kirchenrecht von 1917 zur Regelung der inneren Belange zur Anwendung kommen. Damit würde die Bruderschaft den jetzt gültigen Codex von 1983 umgehen, der das Zweite Vatikanische Konzil quasi juristisch verbindlich macht.

Bei liberalen Katholiken wird die Wiedervereinigung Unruhe und Sorge verursachen. Erste Unmutsäußerungen wurden in Blogs und Foren bereits laut. Der Pontifex habe wohlwollende kritische Geister in der Kirche kaltgestellt oder herausgeworfen wie den Theologen Hans Küng, so der Vorwurf. So verweigere der Papst trotz des immensen Problemdrucks etwa der österreichischen Pfarrerinitiative den Dialog. Die hatte in einem von Hunderten Geistlichen unterzeichneten Schreiben zum Ungehorsam aufgefordert. Stattdessen suche Papst Benedikt XVI. die Einheit mit den Traditionalisten.
 

Sogar ein alter Kollege aus Tübingen schrieb jetzt aus den USA einen offenen Brief an "Dear Joe", also an Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI. Der Theologieprofessor Len Swidler, der einst mit Ratzinger in Tübingen lehrte, verbindet mit dem Konzil noch immer den dringend notwendigen Reformgeist in der Kirche und mahnt seinen Ex-Kollegen: "Joe, ich bitte Dich dringend zu deinen reformorientierten Ursprüngen zurückzukehren."

Aber auch Pius-Chef Fellay muss mit Kritik und Widerstand aus den eigenen Reihen rechnen. Sogar unter den vom Gründer Marcel Lefebvre zusammen mit Fellay geweihten Bischöfen, dem Holocaustleugner Richard Williamson, dem Franzosen Bernard Tissier de Mallerais und dem Spanier Alfonso de Galarreta. Insbesondere de Mallerais ist ein Hardliner und Gegner eines Zusammengehens mit dem Papst. Er hat in der Vergangenheit sogar schon damit gedroht, im Falle einer Aussöhnung mit Rom, auf eigene Faust neue Bischöfe zu weihen, um eine von Rom getrennte noch fundamentalistischere Piusbruderschaft weiterzuführen.

Ein Vertreter der Bruderschaft in Rom sagte SPIEGEL ONLINE, Spekulationen darüber, dass ein Viertel der Bruderschaft eine Wiedervereinigung nicht mitmache, seien falsch: "Ich erwarte keine Spaltung der Bruderschaft. Wenn ein Bischof wie Richard Williamson und 20 Getreue gingen, wären das ein Prozent von uns, das tut nicht weh, das können wir verkraften.

Aus:
http://www.spiegel.de/panorama/bild-828279-340936.html


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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #62 am: 19. April 2012, 21:52:51 »


Die Priesterbruderschaft

Und das Gleichnis:

Lukas 15,1-6

1 Alle Zöllner und Sünder kamen zu ihm, um ihn zu hören.
2 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen.
3 Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:
4 Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern,
6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war.


Die Lösung

Jesaja 53,6
6 Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud auf ihn die Schuld von uns allen.



Johannes 10,27.28

27 Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir.
28 Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen.

Sind parallelen zu erkennen?         ;gdaaaw

LG
viedere

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #63 am: 19. April 2012, 22:02:29 »

Die Dignitatis humanae lehrt nichts neues, was da von:
http://www.civitas-institut.de/ UND  von Dir – http://gloria.tv/?user=46612

geschrieben steht, ist sehr aufwendig und  ausführlich,   es sagt jedoch
leider nichts relevantes aus.
Verbindlich ist immer der Vatikan zum Beispiel:


@videre

Also wenn ich den Text von "Civitas Institut" lese, dann ist eines aus dem Artikel klar ersichtlich, dass sogar der "Opus Dei" Priester Rhonheimer einen offensichtlichen Bruch zwischen dem Lehramt der letzten 200 Jahre und dem Dokument "Dignitatis humanae" sieht.

Sein Versuch, das Dokument mit seiner philosophischen Sichtweise zu erklären und den Papst Benedikt XVI. dafür instrumentalisiert, ist schon grenzwärtig. Aber eben, dass II Vatikanische Konzil bleibt vermutlich solange ein Streitthema bis sich der Gesamtepiskopat und die Päpste in Zukunft zu einem Konzil durchringen oder es werden lehramtliche Aussagen zum II Vatikanum formuliert.

@All

Sollte die Piusbruderschaft sich mit Rom einigen, dann heissen wir Sie herzlich "Willkommen", obwohl sie ja nie getrennt waren. In Diskussionen ist Ihnen mit Sanftmut, Langmut und Demut zu begegnen. Zorn, Unmut, Wut und Hassgefühle kommen vom Widersacher und wir Katholiken sollten uns in den Tugenden üben.

Euch allen Gottes Segen

Salvatore
« Letzte Änderung: 19. April 2012, 22:04:17 von Salvatore »
Deus in auditorium meum inténde, Domine, ad adiuvàndum me festìna.

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #64 am: 19. April 2012, 22:40:56 »
Zitat
Salvatore

Also wenn ich den Text von "Civitas Institut" lese, dann ist eines aus dem Artikel klar ersichtlich, dass sogar der "Opus Dei" Priester Rhonheimer einen offensichtlichen Bruch zwischen dem Lehramt der letzten 200 Jahre und dem Dokument "Dignitatis humanae" sieht.


Wenn Opus-Dei-Priester Martin Rhonheimer  im Dokument "Dignitatis humanae"  ich bezeichne es  eine Differenz  zum Lehramt der letzten 200Jahre erkennt, ist das nichts verbindliches.

Verbindlich ist nach wie vor das II Vatikanische Konzil, das ist nun mal so.

Denken wir daran:

«Die göttlichen Tugenden sind Grundlage, Seele und Kennzeichen des sittlichen Handelns des Christen (…) Es gibt drei göttliche Tugenden: den Glauben, die Hoffnung und die Liebe» (KKK 1813). «Am größten unter ihnen ist die Liebe» (1 Kor 13,13).

Friedliche, Liebe Grüße

videre

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #65 am: 20. April 2012, 07:10:16 »
Zitat:Aber auch Pius-Chef Fellay muss mit Kritik und Widerstand aus den eigenen Reihen rechnen. Sogar unter den vom Gründer Marcel Lefebvre zusammen mit Fellay geweihten Bischöfen, dem Holocaustleugner Richard Williamson, dem Franzosen Bernard Tissier de Mallerais und dem Spanier Alfonso de Galarreta. Insbesondere de Mallerais ist ein Hardliner und Gegner eines Zusammengehens mit dem Papst. Er hat in der Vergangenheit sogar schon damit gedroht, im Falle einer Aussöhnung mit Rom, auf eigene Faust neue Bischöfe zu weihen, um eine von Rom getrennte noch fundamentalistischere Piusbruderschaft weiterzuführen.


Nun wie kann es sein das eine Bruderschaft welche sich Katholisch nennt, kein Zusammengehen mit dem Papst wünscht?  Sogar Bischöfe drohen bei einer Versöhnung mit Rom auf eigene Faust Bischöfe zu weihen und eine getrennte Piusbruderschaft zu führen? IHR NENNT EUCH KATHOLIKEN? Jesus hat den Papst eingesetzt ihr aber akzeptiert ihn nicht und wollt ihm noch vorschreiben was er zu tun hat! Ihr haltet an der Tradition mehr fest als an der Liebe. Jesus wollte eine Einheit, Brüder die für einander da sind. Nächstensliebe. Ihr aber wollt lieber Riten und Formen. Ihr beruft euch auf Kirchenväter welche in einer ganz andern Zeit gelebt haben.

Wie ihr sagt irren 95% der Katholiken? Was ist mit den Jesusiten, welche die besten Theologen haben, mit den Benediktinnern, Franziskaner ect welche alle die Messe im neuen Ritus feiern, aber ihr Leben ganz Gott gewitmet haben? Wollt ihr sie etwa als irrende bezeichnen? Ist der Heilige Geist so schwach, dass er Mönche verlassen hat, oder Heilige wie ein Padre Pio, welche das 2. Vatikanische Konzil akzeptiert hat.

LIEBE PIUSBRÜDER, WO IST EURE DEMUT? WO EURE GUTEN TATEN UND WERKEN, JESUS IST LIEBE HABT IHR DAS VERGESSEN??????????????????
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Johannes 14,6

Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #67 am: 20. April 2012, 08:42:21 »
Herzlichen Dank Admin dass du ein Zeichen gesetzt hast. Sollen sie doch ihre Einseitigen Ansichten in einem Piussen Forum teilen.
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #68 am: 20. April 2012, 09:02:49 »

Versöhnung zwischen Piusbruderschaft und Rom – Eine Chronologie der Ereignisse




(Vatikan) Die Entscheidung ist gefallen. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wird von der Kirche kanonisch anerkannt. Msgr. Bernard Fellay hat eine modifizierte „Doktrinelle Präambel“ unterzeichnet.

Bei der Frage nach dem genauen Zeitplan der kanonischen Eingliederung und dem künftigen Rechtsstatus, zum Beispiel ob die Form von Personalordinariaten oder einer Personalprälatur gewählt wird, gibt es zwar noch hinhaltenden Widerstand von Teilen der römischen Kurie. Die Grundfrage wird davon jedoch nicht mehr beeinträchtigt.

Zeitplan von „einigen Wochen“

Die Glaubenskongregation wird in den nächsten Wochen, voraussichtlich am 11. Mai die „Präambel“ mit ihren Ergänzungen und leichten Umformulierungen behandeln. Anschließend wird sie dem Papst vorgelegt werden. Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi rechnet mit einem Zeitraum von „einigen Wochen“.

In den vergangenen Wochen fand auf offiziöser Ebene zwischen beiden Seiten bereits eine intensive Abklärung statt, weshalb keine monatelange Prüfung der Antwort mehr notwendig ist. Diese Vorarbeit unter Einhaltung strikter Diskretion macht eine rasche Umsetzung der kanonische Eingliederung der Bruderschaft möglich. Laut angepeiltem Zeitplan des Heiligen Stuhls scheint die kirchenrechtliche Anerkennung noch vor der Sommerpause möglich. Der genaue Ablauf werde sich an den besonderen Notwendigkeiten ausrichten und an der kirchlichen Praxis.

Eine Chronologie der Ereignisse:

August 2005: Papst Benedikt XVI. empfängt wenige Monate nach seiner Wahl den Generaloberen der Piusbruderschaft in Audienz. Der Papst äußert dabei den Wunsch, daß die Piusbruderschaft zur vollkommenen Gemeinschaft mit der Kirche gelangt.

7. Juli 2007: Papst Benedikt XVI. erläßt das Motu Proprio Summorum Pontificum und erlaubt als „außerordentliche Form des römischen Ritus“ allgemein die Feier der Heiligen Messe im Alten Ritus nach dem Missale von 1962.

15. Dezember 2008: Msgr. Fellay bittet in einem Schreiben an die für die Gemeinschaften der Tradition zuständige Päpstliche Kommission Ecclesia Dei in seinem und im Namen der drei anderen Bischöfe der Bruderschaft um die Aufhebung des Exkommunikationsdekret. Er sichert die Anerkennung des päpstlichen Primats und die Annahme der Lehren des Papstes zu.

21. Januar 2009: Die Bischofskongregation hebt mit Dekret die „Exkommunikation“ der vier Bischöfe Bernard Fellay, Alfonso de Gallareta, Bernard Tissier de Mallerais und Richard Williamson auf.

8. Juli 2009: Papst Benedikt XVI. lädt die Piusbruderschaft zu Gesprächen über Lehrfragen nach Rom ein, um die Möglichkeit einer Versöhnung auszuloten.

26. Oktober 2009: Am Sitz der Glaubenskongregation in Rom beginnen die theologischen Gespräche in einer „herzlichen, respektvollen und konstruktiven Atmosphäre“. In den kommenden anderthalb Jahren finden rund zehn solcher Gespräche statt.

14. September 2011: Kardinal Levada, der Präfekt der Glaubenskongregation, übergibt dem Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Rom eine „Doktrinelle Präambel“. Ihre Anerkennung und Unterzeichnung wird vom Heiligen Stuhl zur Bedingung für die Versöhnung und kanonischen Errichtung der Piusbruderschaft gemacht. Änderungen an der Formulierung sind möglich.

7. Oktober 2011: Am italienischen Distriktsitz in Albano Laziale bei Rom tagen die Oberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. und beraten über die Antwort auf die „Doktrinelle Präambel“. Trotz Meinungsverschiedenheiten wird die Position des Generaloberen Fellay gestärkt.

21. Dezember 2011: Die Piusbruderschaft übermittelt Rom eine erste Antwort, die von Rom jedoch nicht als solche betrachtet wird.
14. Januar 2012: Msgr. Fellay übermittelt Rom eine zweite Antwort der Bruderschaft, die vom Heiligen Stuhl einer eingehenden Prüfung unterzogen wird.

16. März 2012: Kardinal Levada erklärt Msgr. Fellay bei einem Treffen in Rom, daß die bisherige Antwort der Piusbruderschaft „ungenügend“ ist und der Heilige Stuhl sich innerhalb eines Monats eine endgültige Antwort erwartet, ohne diese Aufforderung an ein Ultimatum zu koppeln.

17. April 2012: Bischof Fellay übergibt dem Heiligen Stuhl die von ihm im Namen der Bruderschaft anerkannte und unterzeichnete modifizierte „Doktrinelle Präambel“. Mit der Zustimmung des Papstes wird der Weg für die kanonische Errichtung der Piusbruderschaft in der katholischen Kirche offenstehen.
18. April 2012: Der Heilige Stuhl bestätigt den Eingang der Antwort, die Papst Benedikt XVI. vorgelegt wird.



Das schwierige Verhältnis in den vergangenen Jahrzehnten
1970 war die Bruderschaft von Erzbischof Marcel Lefebvre, einem Franzosen, als Vereinigung diözesanen Rechts in der Schweizer Diözese Freiburg, Genf und Lausanne kanonisch errichtet worden. Der Status wurde ihr jedoch 1975 durch den Bischof von Sitten aberkannt. Auf „Druck der französischen Bischöfe“ hin, sei der damalige Kardinalstaatssekretär Jean-Marie Villot, ebenfalls Franzose, gegen die Bruderschaft vorgegangen. Ihr Widerstand gegen die Neuerungen nach dem Konzil sollte gebrochen werden. So jedenfalls die Darstellung der Bruderschaft.

Die Piusbruderschaft vertrat nach ihrer kanonischen Aufhebung den Standpunkt, daß laut Kirchenrecht nur der Papst eine solche verfügen hätte können, nicht aber ein Diözesanbischof. Eine päpstliche Aufhebung fand aber nie statt. Da sich die Bruderschaft daher nicht an die Aufhebung hielt, suspendierte Papst Paul VI. Erzbischof Lefebvre wegen unerlaubter Priesterweihen. Damit durfte er seine Weiheämter als Bischof und Priester nicht mehr ausüben. Zum Vergleich: Dieselbe Suspension wurde von der Kirche später im deutschen Sprachraum, wenn auch aus ganz anderen Gründen gegen die „Linksabweicher“ Eugen Drewermann, Gottlob Hasenhüttl und Franz Sabo verhängt, die ihr Priestertum nicht mehr ausüben dürfen.

1975 begann Kettenreaktion kirchenrechtlicher Sanktionen

Auch an diese Suspendierung fühlte sich Msgr. Lefebvre und die Piusbruderschaft nicht gebunden, da sie direkte Folge einer nicht rechtmäßigen Aufhebung der Bruderschaft durch den Bischof von Sitten gewesen sei. Da es sich um einseitige von Rom nicht geteilte Erklärungen handelte, geriet die Bruderschaft so weit an den Rand der Kirche, daß sie für den Rest der Kirche bereits als außerhalb der Kirche stehend wahrgenommen wurde.

Innerkirchlich wurde die Bruderschaft entsprechend geschnitten, ausgegrenzt und in den 70er und 80er Jahren teilweise sogar als „Sekte“ verunglimpft.

1988 weihte Bischof Lefebvre gegen den Willen von Papst Johannes Paul II. vier Bischöfe. Er begründete die Entscheidung mit einer Notsituation. Durch sein fortgeschrittenes Alter sei andernfalls der Fortbestand der Bruderschaft nicht gesichert. Für Rom reihte sich ein weiterer Ungehorsam in eine lange Kette ein. Ein suspendierter Bischof weihte unrechtmäßig Bischöfe für eine nicht anerkannte Gemeinschaft.


Die römische Bischofskongregation erklärte, daß sich die weihenden und die geweihten Bischöfe durch ihre unrechtmäßige Handlung automatisch die Exkommunikation zugezogen hatten. Die Weihen selbst waren jedoch gültig.

Das „Schisma“, das keines war

Im innerkirchlichen Konflikt wurde daraufhin vielfach von einem Schisma gesprochen. An der Frage des Gehorsams zerbrach die Einheit der traditionsverbundenen Gruppen. Durch Abspaltungen von der Piusbruderschaft entstanden traditionsverbundene Neugründungen, die einen kanonisch anerkannten Status in der Kirche erhielten. Für sie errichtete Papst Johannes Paul II. die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei. Auch dies ein Novum und eine Stärkung der „Tradition“ in der Kirche. Es darf angenommen werden, daß bei den Verhandlungen zwischen der Piusbruderschaft und Rom im Vorfeld der unrechtmäßigen Bischofsweihen, von Joseph Kardinal Ratzinger der Bruderschaft jener kirchenrechtliche Status angeboten wurde, den dann die Petrusbruderschaft oder das Institut Christus König und Hoherpriester, um nur zwei Beispiele zu nennen, erhalten haben. Der Heilige Stuhl selbst vermied es, von einem Schisma zu sprechen und die Piusbruderschaft beharrte auf ihrem Treuebekenntnis zu Kirche und Papst.

Offizielle Kontakte zwischen Bruderschaft und Diözesen gab es faktisch nicht, jedenfalls nicht öffentlich bekannte. Die meisten Diözesen ignorierten die „Traditionalisten“. Die Kontakte und Beziehungen zu einigen römischen Stellen waren in der Regel besser. Hatte der damalige Kardinal Joseph Kardinal Ratzinger 1988 auf die Errichtung der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei gedrängt und damit der „Tradition“ in der Kirche erstmals als solcher Heimatrecht verschafft, so war es derselbe, der als Papst Benedikt XVI. gegen starke innerkirchliche Widerstände mit viel Geduld mit allen Seiten auf die Versöhnung mit der Piusbruderschaft hinarbeitete.
Mit der Wahl Benedikts XVI. begann „freundliches Gesprächsklima“

Im Generaloberen der Bruderschaft, Msgr. Bernard Fellay fand Benedikt XVI. das geeignete Gegenüber, wie bereits das „freundliche Gesprächsklima“ im August 2005 auf Castel Gandolfo bei Rom zeigte. Msgr. Fellay gelang es, im Laufe der Jahre gegen nicht unerhebliche interne Widerstände, die Bruderschaft von der Richtigkeit einer Einigung mit Rom zu überzeugen und gleichzeitig die Einheit derselben weitgehend zu bewahren.
Bis zuletzt gab es Störmanöver auf beiden Seiten, um die angestrebte Einigung zu Fall zu bringen.

Text: Giuseppe Nardi
Bilder: Wikimedia/Dieter Volkerts

Aus:

http://www.katholisches.info/2012/04/18/versohnung-zwischen-piusbruderschaft-und-rom-eine-chronologie-der-ereignisse/

Offline amos

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #69 am: 20. April 2012, 09:46:20 »
Liebe Freunde im Glauben, ich danke Euch allen für Eure sehr informativen Beiträge!

So wollen wir für ein gutes Gelingen beten -

Es grüßt Euch alle und wünscht Euch Gottes Segen, Amos
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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Christa

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #70 am: 20. April 2012, 12:50:47 »
Danke Lieber Admin  ;fckj , das war aber auch Zeit , für uns "normale einfache kleine " Katholiken ,

 ist leider ist schon sooooooviel Porzellan zerschlagen worden ,

schön das du  jetzt mal durchgreifst,  mach bitte weiterso ! :)

Offline videre

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #71 am: 20. April 2012, 17:56:02 »
20. April 2012, 17:00 Erzbischof Schick begrüßt Einigungsbemühungen mit Piusbrüdern



So müsse etwa über die Liturgie diskutiert werden, in der Euphorie des Konzils habe es auch «Abwege» gegeben.
 
Bamberg (kath.net/KNA) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Einigungsbemühungen des Vatikan mit den Piusbrüdern begrüßt. «Es kann keinem Christen egal sein, dass es Spaltung gibt», sagte Schick am Freitag in Bamberg. Deshalb sei es sein «größter Wunsch», dass die Priesterbruderschaft zurückkehre und sich mit der Kirche versöhne, so der Erzbischof. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965).

Schick erklärte weiter, dass es eindeutige Festlegungen dieser Kirchenversammlung gebe. Darüber gebe es nichts zu diskutieren. Als Beispiele nannte er Grundaussagen über die Kirche und die Offenbarung. Bei anderen Punkten könnten die Piusbrüder dagegen ihre Meinungen einbringen. So müsse etwa über die Liturgie diskutiert werden, in der Euphorie des Konzils habe es auch «Abwege» gegeben. «Wir müssen auch reden, wie die Einzigartigkeit der Botschaft Jesu Christi mit anderen Religionen in Verbindung gebracht werden kann.»

In den vergangenen Tagen hatten Medien über eine kurz bevorstehende Einigung des Vatikan mit den schismatischen Piusbrüdern spekuliert. Nach übereinstimmenden Aussagen beider Seiten ist der Prozess aber noch nicht abgeschlossen.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #72 am: 20. April 2012, 18:54:57 »
Liebe Leser/Innen und lieber Admin

Freilich steht es dem Admin der Seite zu User zu bannen und sogar zu löschen. Doch gerne möchte ich in aller Demut folgendes zu bedenken geben.

1. Haben ChrS und Mariae ein Dogma geleugnet?
2. Haben ChrS und Mariae unsachlich Ihre Argumente vorgetragen?
3. War ihre Intention und Absicht bewusst eine Spaltung zu provozieren?

Objektiv gesehen, haben Sie nur das Wiedergegeben, was die Kirche 2000 Jahre schon lehrte. Ich bin heute auch der Meinung, dass das zweite Vatikanische Konzil in gewissen Punkten eine neue Lehre (Religionsfreiheit und Ökumenismus) vertritt. Selbst Papst Benedikt XVI. stellte einen Bruch fest.

In welcher Zeit leben wir? Der "Relativismus" und "Indifferentismus" ist ins Knochenmark der europäischen Gesellschaft eingedrungen und hat Besitz ergriffen. Auch das hat der Papst schon öfters kritisiert.

@LausDeo

Wieso die Tradition einen solchen Stellenwert in der Kirche hat, dazu möchte ich gerne folgende Webseite zitieren:

Tradition und Heilige Schrift sind in der kath. Kirche für das Glaubensgut gleichwertig [...]

(Q: http://kath-zdw.ch/maria/bibel.html )

Es steht "gleichwertig", d.h. unweigerlich, die Tradition hat ihre Daseins Berechtigung.

@All und Admin

Ich kann und will dem Admin nichts vorschreiben, nur ich möchte meine Stimme dazu nutzen und mein Bedauern ausdrücken, dass er diesen Schritt gewählt hat und die beiden verbannt hat. Damit verbleiben nur wenige, die der Tradition eine Stimme geben wollen.


Euch allen Gottes Segen

Salvatore

PS: ich hatte heute Gelegenheit mit einem verbannten User zu reden. Es fiel kein Wort des Unmutes und der Kritik über die Massnahme von Admin. Es wird einfach geduldig ertragen!
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Botschafter

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #73 am: 21. April 2012, 00:31:06 »
Liebe Freunde

Es wird hier der Anschein erweckt, dass es die Tradition nur bei den Piussen gibt. Dem ist überhaupt nicht so. Das Erbe Lefèvres spaltete sich bereits 1988 in einen papsttreuen Teil, die Petrusbrüder und den teilsedisvakantistischen Teil, die PiusX-Priesterbruderschaft. Die Petrusbrüder arbeiten geräuschlos. Lärm produzieren nur die widerspenstigen Piussen.

Und: Es gibt Priester die ausserhalb von FSSPX und FSSP seit je die alte Messe mit Bewilligung ihres Bischofs zelebrieren, wie Domherr Bürgi in Oberarth.

Sogar im Bistum St.Gallen werden mit Bewilligung des doch sehr modernistischen Bischofs Markus Büchel alte Messen von der Petrusbruderschaft gelesen, wie im Kloster Wonnenstein in Teufen und in der Seelenkapelle in Rorschach beispielsweise.

Entscheidend ist nicht nur die Form, sondern vorallem die Intention, in der zelebriert wird.

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #74 am: 21. April 2012, 06:15:22 »
Danke Lieber Botschafter.
Denn ich möchte nicht das wir hier falsch verstanden werden. Die Alte Messe ist nicht etwas zum verdammen, wenn der Bischof die Erlaubnis gibt dann finde ich es schön, dass die Leute welche diese Messe eher zusagt sie so feiern. Was die Piussen machen, ist die neue Messe verfluchen das 2. Vatikanische Konzil nicht akzeptieren ect. Gegen die Tradition und die Konservative Einstellung habe ich gar nichts, aber man soll tollerant mit den andern sein. Ob alte oder neue Messe, hauptsach man feiert sie ehrfürchtig und kommt an Christi Tisch!
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Johannes 14,6

Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Matthäus 16,8

 

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Letzter Beitrag 16. Juli 2012, 06:24:16
von amos
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Letzter Beitrag 03. April 2013, 11:53:05
von Hildegard51

Suche in den Webseiten von Zeugen der Wahrheit www.kath-zdw.ch
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topDu hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

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"Die Zeit verrinnt, oh Mensch sei weise. Du tust NUR einmal diese Reise."
Eure Tage und Stunden auf dieser Erde sind gemessen an der Ewigkeit ein Wimpernschlag.

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Wahrheit bedeutet Kampf -
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Fürchtet nicht den Pfad der Wahrheit,
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