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Autor Thema: Piusbruderschaft einigt sich mit Rom  (Gelesen 73886 mal)

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #84 am: 22. April 2012, 11:14:25 »


Interview über den künftigen Rechtsstatus der FSSPX


Benjamin Greschner im Interview mit Gero P. Weishaupt.

Erstellt von Benjamin Greschner am 20. April 2012 um 16:58 Uhr





Vor einigen Tagen hat Bischof Fellay laut Medienberichten eine positive Antwort auf die Präambel dem Vatikan zukommen lassen.

 Das wurde später von Pater Federico Lombardi, dem Pressesprecher des Vatikans, und der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei bestätigt. 

Damit ist eine weitere, entscheidende Phase in den Einigungsbemühungen des Papstes eingeläutet. Chefredakteur Benjamin Greschner von kathnews sprach hierüber mit dem Kirchenrechtler und Mitarbeiter von kathnews,  Dr. Gero P. Weishaupt

Hochwürden, was wird nun -  nach dem  Eintreffen der Antwort von Bischof Msgr. Fellay auf die vom Vatikan vorgelegte Präambel zu Beginn dieser Woche – geschehen?

Der Dialogprozess ist mit der Antwort von Msgr. Fellay in das Endstadium getreten. Die Antwort wird nun von der Glaubenskongregation überprüft. Danach wird die Kongregation dem  Heiligen Vater ihr Votum, ihre Empfehlung mitteilen. Dann liegt die Entscheidung beim Papst, ob die Piusbruderschaft vollständig in die Katholische Kirche integriert wird.

Was heisst “vollständig”? Die Piusbruderschaft ist doch noch gar nicht integriert.

Man darf nicht vergessen, dass der Papst im Januar 2009 die Exkommunikation der vier von Erzbischof Marcel Lefebvre im Juni 1988 unerlaubt geweihten Bischöfe aufgehoben hat. Damit waren die mit einer Exkommunikation verbundenen Rechtsverluste ebenfalls aufgehoben worden. Das konnte der Papst tun, weil die durch die Exkommunikation Betroffenen vorher  ihre Loyalität gegenüber dem Papst bekundet und damit einen Sinneswandel zu erkennen gegeben hatten. Die Exkommunikation ist eine Beuge- bzw. Medizinalstrafe. Sie zielt auf die Besserung des Täters. Daraus folgt: Sobald der Exkommunizierte  glaubwürdig Besserung  und Sinneswandel signalisiert, hat er einen Rechtsanspruch auf Straferlass. Der Papst hat dem folgerichtig  mit der Aufhebung der Exkommunikation entsprochen.
Die Aufhebung der Exkommunikation war also kein Gnadenakt, wie in den Medien immer wieder behauptet wurde. Die Bischöfe hatten auf den Erlass der Exkommunikation nach ihrem Sinneswandel einen Anspruch. Zugleich machte die Aufhebung der Exkommunikation den Weg frei für den doktrinellen Dialog mit der Piusbruderschaft. Ziel des Dialoges war von Anfang an die volle Integration der Piusbruderschaft in die Katholische Kirche. Damit meine ich die Verleihung eines kirchenrechtlichen Status für die Piusbruderschaft innerhalb der Katholischen Kirche.

Allenthalben wird in letzter Zeit in diesem Zusammenhang davon gesprochen, dass die Piusbruderschaft eine Personalprälatur werden soll.  Können Sie  dazu was sagen?


Wenn der Papst positiv auf das Antwortschreiben von Msgr. Fellay reagiert, dann geht es darum, die für die Piusbruderschaft adäquate kanonische Struktur zu finden. Man darf wohl davon ausgehen, dass diese kanonische Struktur im Vorfeld der anstehenden Entscheidung des Papstes bereits gefunden worden ist. Ob es sich dabei um eine Personalprälatur handelt, darüber wird neuerdings spekuliert. In der Vergangenheit hieβ es auch, dass die Piusbruderschaft ein Personalordinariat werden würde, so wie das bei den in die Katholische Kirche zurückgekehrten Anglikanern der Fall ist.

Welche kirchenrechtliche Struktur eine Gemeinschaft bekommt, das hängt von Ihrer Natur,  ihrer Sendung in der Kirche  und die damit verbundene  Zielsetzung ab.  Personalprälaturen bestehen vornehmlich aus Priestern und Diakonen des Weltklerus. Es sind also keine Ordensgemeinschaften  oder  Gesellschaften des Apostolischen Lebens. Der ureigene Auftrag einer Personalprälatur  ist die Verteilung von Priestern und die Verwirklichung besonderer seelsorglicher und missionarischer Werke in verschiedenen Regionen oder unterschiedlicher sozialer Verbände, sagt das Kirchenrecht (can. 294).  Das Zweite Vatikanische Konzil hat in seinem Priesterdekret Presbyterorum Ordinis u.a. die Priesterverteilung und den Priesternachwuch thematisiert (PO, Nr. 10). Es geht dabei um die Sendung von Priestern in priesterarme Regionen. Damit sind vor allem, aber nicht nur, Missionsgebiete gemeint. Wenn man bedenkt, dass auch die Länder der westlichen Welt durch die Glaubens- und Kirchenkrise unserer Tage Missionsländer geworden sind, dann ist klar, dass eine Personalprälatur auch und gerade  in unseren Ländern ein enormes missionarisches und apostolisches Arbeitsfeld vorfindet. Im Rahmen der Neuevangelisierung  spielt die Tradition eine wesentliche Rolle. Darüber ist sich der Papst im Klaren. Die Tradition ist das Ferment im Prozess der Neueevangelisierung, möchte ich behaupten. Die Piusbruderschaft kann in diesem Sinne wichtige Seelsorgsaufgaben übernehmen, indem sie in Bildungseinrichtungen und Besinnungszentren tätig wird. Die Priester der Piusbruderschaft könnten in Pfarreien eingesetzt werden und in der kategorialen Seelsorge segensreich wirken.

Aber ist die Piusbruderschaft dann nicht auch sterker eingebunden in eine Diözese? Wie soll sie wirken können, wenn ein Bischof sie  in  seine Diözese nicht aufnehmen möchte? In einer Mitteilung , die nur an die Priester der FSSPX gerichet war, hat Msgr. Fellay  an die Prinzipien erinnert, die die Bruderschaft in ihren Beziehungen zu Rom leiteten. Entscheidend sei dabei, dass von der Bruderschaft keine Zusicherungen verlangt würden, die den Glauben berühren und das, was sich davon ableitet, also Liturgie, Sakramente, Moral und Disziplin. Zudem müsse der Priesterbruderschaft “Freiheit und Aktionsautonomie” garantiert werden, die es ihr erlaube, zu wirken und sich zu entfalten.

Hier sehe ich tatsächlich ein Konfliktpotenzial, wenn die Piusbruderschaft den kanonischen Status einer Personalprälatur erhält, zumindest wenn man von den Vorgaben des Kirchlichen Gesetzbuches (CIC/1983) bezüglich einer Personalprälatur ausgeht. Wenn die Piusbruderschaft bei ihrem künftigen Wirken “Freiheit und  Aktionsautonomie” beansprucht, die es ihr erlaubt, “zu wirken und sich zu entfalten”, dann frage ich mich, ob der Status einer Personalprälatur für die Piusbruderschaft wohl der geeignete sein wird. Denn man muss wohl damit rechnen,  dass nicht jeder Bischof die Piusbruderschaft in seiner Diözese wirken lassen will. Andererseits  bin ich überzeugt, dass dieser Umstand  auch in den Vorbereitungen auf die vollständige Integration der Piusbruderschaft in Gesprächen und Verhandlungen in Rom  mitbedacht worden ist.

Zwar ist es so, dass eine Personalprälatur vom Apostolischen Stuhl und nicht von einer Bischofskonferenz oder einem Diözesanbischof errichtet wird (can. 294) und der Prälat, der auch immer, auch wenn er nicht Bischof ist, eigener Ordinarius (ordinarius proprius) ist, also kein Stellvertreter bzw. Vikar ist (can. 295 § 1), doch bei der Errichtung einer Personalprälatur, dessen Statuten vom Apostolischen Stuhl erlassen werden, muss der Apostolische Stuhl die jeweilige Bischofskonferenz, in deren Territorium die Personalprälatur tätig sein soll, vorab hören (can. 294). Eine Zustimmung der Bischofskonferenz ist zwar nicht gefordert, aber der Heilige Stuhl wird die Bedenken einer Bischofskonferenz ernst nehmen. Dennoch hat der Apostolische Stuhl die Freiheit, auch gegen die Bedenken einer Bischofskonferenz eine Personalprälatur einzurichten. Damit ist aber noch nicht die “Freiheit und Aktionsautonomie” der Bruderschaft gesichert. Denn can. 297 bestimmt: “Die Statuten haben ebenso das Verhältnis der Personalprälatur zu den Ortsordinarien zu bestimmen, in deren Teilkirchen die Prälatur ihre seelsorglichen und missionarischen Werke nach vorausgehender Zustimmung des Diözesanbischofs ausübt oder auszuüben beabsichtigt.” Die Bischöfe haben die volle Hirtensorge in ihrer Diözese. Darum ist es ihr Recht zu bestimmen, wer in ihrer Teilkirche Seelsorge ausübt, über die sie als Oberhirten wachen müssen. Darum räumt der Gesetzgeber den Diözesanbischöfen ein Zustimmungsrecht ein, wenn es darum geht, eine Personalprälatur in ihrem Territorium einzurichten. Die Piusbruderschaft wäre also in ihrem Apostolat in der Diözese vom Wohlwollen des jeweiligen Bischofs abhängig. Die von Msgr. Fellay geforderte “Freiheit und Aktionsautonomie” sowie die Möglichkeit “zu wirken und sich zu entfalten”, sehe ich nicht garantiert, wenn ein Bischof sich gegen das Wirken der Piusbruderschaft als Personalprälatur in seiner Teilkirche entscheiden kann.

Aus diesem Grund halte ich  – von der Perspektive der Piusbruderschaft aus betrachtet – den kanonischen Status einer Personaprälatur für nicht geeignet. Zumindest wenn man von den Vorgaben des Kirchlichen Gesetzbuches in Sachen Personalprälatur ausgeht. Denkbar wäre nämlich auch, dass der Papst als der höchste Gesetzgeber der Piusbruderschaft als Personalprälatur einen Sonderstatus auf der Grundlage eines Sonderrechtes zubilligt, das der Piusbruderschaft als Personalprälatur mehr Freiheit und Unabhängigkeit gegenüber den Diözesanbischöfen bieten würde als das allgemeine Kirchenrecht in seinen Canones über die Personalprälatur (cann. 294 bis 297) vorsieht. Das liefe auf eine Gesetzesänderung hinaus, die aber dann nur für die Piusbruderschaft gelte. Denn eine Statutenänderung darf nicht über das Rahmengesetz, hier den CIC/1983 hinausgehen. Also muss es zu einer Gesetzesänderung kommen, die nur für die Piusbruderschaft gilt.  Man spricht hier kirchenrechtlich von einem Privileg, einem vom allgemeinen Recht abweichenden Sonderrecht für eine bestimmte physische oder juristische Person. Wenn auf diese Weise freieres, unabhänigeres, vornehmlich dem Papst als dem Obersten Hirten der Weltkirche, dem höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt zukommt (can. 331) und der damit auch direkt, wenn erforderlich, in die Geschicke einer Diözese hinein wirken kann, untergeordnetes Wirken möglich ist, könnte ich mir das künftige freie und autonome Wirken der Piusbruderschaft als Personalprälatur vorstellen.
Und wie sähe das für die andere Variante aus, das Personalordinariat?

Hier gäbe es tatsächlich mehr rechtliche Möglichkeiten für eine  “Freiheit und Autoritätsautonomie”, ohne Sonderrechte/Privilegien schaffen zu müssen, die es der Piusbruderschaft erlauben würde, “zu wirken und sich zu entfalten”, wie es Bischof Fellay forderte.
Ein Personalordinariat ist einer Diözese, also einer territorialen Teilkirche, verfassunsgrechtlich gleichgestellt. Das ist bei der Personalprälatur nicht der Fall, die auch keine verfassungsrechtliche, sondern eher eine verbandsrechtliche Gröβe ist. Aber hier gehen die Meinungen der Kirchenrechtler auseinander. Darauf möchte  hier nicht weiter eingehen. Das Ordinariat heiβt “personal”, weil es nicht territorial umschrieben und begrenzt ist, wie ein Bistum (Diözese), sondern personal, d.h. durch die ihr angehörigen Personen. Im Falle  der Piusbruderschaft sind das ihre Mitglieder, also die Kleriker, Ordensleute und die anderen Gläubigen. Der Personalordinarius übt sein Amt im Namen des Papstes aus, ist also kein eigener Ordinarius (ordinarius proprius), sondern er hat eine Stellvertretungsfunktion. Die Bindung an den Papst ist damit stärker als die des Ordinarius einer Personalprälatur. Errichtet wird eine Personalordinariat durch den Apostolischen Stuhl, der allerdings wie  bei der Personalprälatur vor der Errichtung die  jeweilige Bischofskonferenz gehört haben muss, in deren Territorium das Personalordinariat  wirken soll. Aber auch hier ist, wie bei der Errichtung einer Personalprälatur,  eine Zustimmung der Bischofskonferenz nicht gefordert. Der Apostolische Stuhl ist also auch hier im Grunde frei, wird aber etwaige Einwände der Bischofskonferenz bei der Entscheidung der Errichtung eines Personalordinaritates berücksichtigen müssen.

Geht man von den rechtlichen Bestimmungen für die Personalordinariate der katholisch gewordenen Anglikaner aus, die auch – zumindst analog – auf ein mögliches Personalordinariat der Piusbruderschaft anzuwenden sind, dann sind die Personalordinarien auch Vollmitglieder der jeweiligen Bischofskonferenzen mit Stimmrecht. Inwieweit eine Mitgliedschaft von Personalordinarien der Piusbruderschaft von den Bischofskonferenzen gewünscht wird , wage ich nicht zu sagen. Konflikte sind nicht auszuschliessen.

Aber entscheidender im Hinblick auf die Freiheit und die “Aktionsautonomie” der Piusbruderschaft als Personalordinariat ist die Errichtung von Personalpfarreien durch den Personalordinarius. Die Errichtung von Personalpfarreien ist nämlich nicht an die Zustimmung des Diözesanbischofs gebunden.  Gefordert wird lediglich, dass der Personalordinarius  den Bischof über den Plan der Errichtung einer Personalpfarrei in der Territorialdiözese informieren und hören soll. Von der Zustimmung des Bischofs ist er nicht abhängig. Die Zustimmung muss vorab beim Apostolischen Stuhl eingeholt werden.  Hier ist also eine grössere Unabhängigkeit gegenüber den Diözesanbischöfen erkennbar.

Es liegt zudem in der Freiheit der Gläubigen, die Seelsorge der Personalpfarreien in Anspruch zu nehmen.  Vereinbarugen zwischen dem Diözesanbischof und dem Personalordinarius sind immer dann erforderlich, sooft der Klerus in der Diözese Seelsorge ausüben soll. Aber das gilt ebenso für Kleriker von Personalprälaturen, Ordensgemeinschaften und Gesellschaften des Apostolischen Lebens.  Grundsätzlich gilt immer: Wenn der Klerus in der Diözese wirken soll, bedarf es der Einwilligung des Ortsordinarius, der als eigener Hirte seiner Diözese  selbstvertändlich  für die Seelsorge in seiner Teilkirche verantwortlich ist und diese kontrollieren muss. Der Bischof hat als Hirte über seine Teilkirche eine Aufsichtspflicht.

Es wird sich zeigen, welche kirchenrechtliche Struktur die Piusbruderschaft nach erfolgreichem Abschluss der Gespräche mit dem Apostolischen Stuhl erhalten wird. Ich bin überzeugt, dass der Papst klug und weise handeln wird. Er wird der Piusbruderschaft den Status verleihen, der ihrem Auftrag in der Kirche gerecht wird und ihre “Freiheit und Aktionsautonoie” garantiert, aber  zugleich wird er die Stellung der Diözesanbischöfe, die ihnen vom Recht zugewiesen werden,  nicht beschränken.

Vielen Dank, Hochwürden, für dieses instruktive Interview.

Foto: Gero Weishaupt – Bildquelle: Privat

Aus:
http://www.kathnews.de/interview-ueber-den-kuenftigen-rechtsstatus-der-piusbruderschaft

velvet

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #85 am: 22. April 2012, 11:53:13 »
19. April 2012, 15:28
Tu es Petrus! Sieben Jahre Benedikt XVI.
   Benedikt XVI.: Der Papst darf nicht seine eigenen Ideen verkünden, sondern muss sich und die Kirche immer zum Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes verpflichten. Die Kirche – das Netz der eucharistischen Liebesgemeinschaft. Von Armin Schwibach

Rom (kathnet/as) „’Erwachsen’ ist nicht ein Glaube, der den Wellen der Mode und der letzten Neuheit folgt. Erwachsen und reif ist ein Glaube, der tief in der Freundschaft mit Christus verwurzelt ist. Es ist diese Freundschaft, die uns für all das eröffnet, was gut ist, und die uns das Kriterium gewährt, zwischen Wahrem und Falschen, zwischen Betrug und Wahrheit zu unterscheiden“: mit diesen Worten wandte sich Joseph Kardinal Ratzinger am 18. April 2005 während der heiligen Messe „pro eligendo Pontifice“ zu Beginn des Konklaves, aus dem er als der 264. Nachfolger des Petrus hervorgehen sollte, in seiner mittlerweile historischen Predigt an das Kardinalskollegium in der Petersbasilika.

Der reife Glaube entspringt der Gleichgestaltung mit Christus, der die menschlichen Traditionen korrigiert, „die das Wort und den Willen Gottes zu überwuchern drohten“, so Benedikt XVI. in seiner Predigt zur Chrisam-Messe in der Karwoche 2012. Er tat dies, „um den Gehorsam zum wirklichen Willen Gottes, zu seinem immer gültigen Wort neu zu wecken. Es ging ihm gerade um den wahren Gehorsam, gegen die Eigenwilligkeit des Menschen“.

Dem Nachfolger des Petrus obliegt eine besondere Aufgabe bei der Wahrung, Stärkung und Weitergabe des Zeugnisses für Christus und sein Botschaft, war es doch Petrus, der als erster im Namen der Apostel das Glaubensbekenntnis ausgesprochen hat: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt 16,16). „Das ist die Aufgabe aller Nachfolger des Petrus“, so Benedikt XVI. bei der feierlichen Inbesitznahme der Kathedra des Bischofs von Rom am 7. Mai 2005 in der Lateranbasilika: „Führer zu sein im Bekenntnis des Glaubens an Christus, den Sohn des lebendigen Gottes“.

Besonders der Bischof von Rom sei dazu verpflichtet, von seiner Kathedra herab ständig zu wiederholen: „Dominus Iesus“ – Jesus ist der Herr, so der damals noch „neue Papst“: „ Wer die Kathedra Petri in Besitz genommen hat, muß sich der Worte erinnern, die der Herr beim Letzten Abendmahl zu Petrus gesagt hat: ‚…und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder’ (Lk 22,32)“.

Der Träger des Petrusamtes „muss sich bewusst sein, dass er ein zerbrechlicher und schwacher Mensch ist – wie seine eigenen Kräfte zerbrechlich und schwach sind –, der ständiger Läuterung und Umkehr bedarf. Aber er darf sich auch dessen bewusst sein, dass er vom Herrn die Kraft erhält, seine Brüder im Glauben zu stärken und sie vereint zu halten im Bekenntnis zum gekreuzigten und auferstandenen Herrn“.

Die Kathedra des römischen Pontifex „ist das Symbol der ‚potestas docendi’, jener Lehrvollmacht, die wesentlich zur Aufgabe des Bindens und Lösens gehört, die vom Herrn dem Petrus und nach ihm den Zwölf aufgetragen worden ist. In der Kirche gehören die Heilige Schrift, deren Verständnis unter der Eingebung des Heiligen Geistes wächst, und der den Aposteln aufgetragene Dienst der authentischen Auslegung unlösbar zusammen“. Benedikt XVI. betonte: Wo die Heilige Schrift von der lebendigen Stimme der Kirche losgelöst sei, werde sie zum Diskussionsthema der Experten. Gewiss sei die Arbeit der Gelehrten eine beachtliche Hilfe, um jenen lebendigen Wachstumsprozess der Schrift erfassen und somit ihren historischen Reichtum verstehen zu können. Die Wissenschaft allein jedoch könne keine endgültige und verbindliche Interpretation liefern. Dazu „braucht es der Stimme der lebendigen Kirche, jener Kirche, die bis ans Ende der Zeiten dem Petrus und dem Apostelkollegium anvertraut wurde“.

Der Papst gab zu, dass diese Lehrvollmacht viele Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche abschrecke und die Frage aufkomme, ob dadurch nicht die Gewissensfreiheit bedroht werde und sie nicht eine Anmaßung gegen die Meinungsfreiheit darstelle. „Dem ist nicht so!“, so die Antwort Benedikts XVI.:

„Die von Christus dem Petrus und seinen Nachfolgern übertragene Macht ist, absolut verstanden, ein Auftrag zum Dienen. Die Lehrvollmacht in der Kirche schließt eine Verpflichtung zum Dienst am Glaubensgehorsam ein. Der Papst ist kein absoluter Herrscher, dessen Denken und Willen Gesetz sind. Im Gegenteil: Sein Dienst garantiert Gehorsam gegenüber Christus und seinem Wort. Er darf nicht seine eigenen Ideen verkünden, sondern muss – entgegen allen Versuchen von Anpassung und Verwässerung sowie jeder Form von Opportunismus – sich und die Kirche immer zum Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes verpflichten“.

Benedikt XVI. erinnerte zu jenem Anlass an das Wirken seines Vorgängers Johannes Paul II. Dieser habe den falschen Interpretationen der Freiheit gegenüber unmissverständlich die Unverletzlichkeit des menschlichen Wesens, die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod betont: „Die Freiheit zu töten, ist keine wahre Freiheit, sondern eine Tyrannei, die den Menschen zur Sklaverei erniedrigt“, so der Papst.

„Der Papst ist sich bewusst, dass er in seinen wichtigen Entscheidungen an die große Gemeinschaft des Glaubens aller Zeiten, an die verpflichtenden, auf dem Pilgerweg der Kirche entstandenen Interpretationen gebunden ist. So steht seine Macht nicht über dem Wort Gottes, sondern in dessen Dienst; und ihm obliegt die Verantwortung dafür, dass dieses Wort in seiner Größe erhalten bleibt und in seiner Reinheit erklingt, auf dass es nicht von den ständig wechselnden Moden zerrissen werde.“

Der Dienst des Papstes besteht darin, wie Benedikt XVI. mit einem Wort des heiligen Ignatius von Antiochien in Erinnerung rief, den Vorsitz in der Liebe zu führen. Dieses Wort der Liebe verweise auf die Eucharistie: „In diesem Mysterium wird die Liebe Christi immer mitten unter uns greifbar. Hier gibt er sich immer wieder hin. Hier läßt er sein Herz immer wieder durchbohren; hier hält er seine Verheißung aufrecht, die Verheißung, daß er vom Kreuz her alles an sich ziehen wird. In der Eucharistie erlernen wir selber die Liebe Christi. Dank dieser Herzensmitte, dank der Eucharistie haben die Heiligen gelebt, als sie die Liebe Gottes in immer neuen Formen in die Welt trugen. Dank der Eucharistie wird die Kirche immer wieder neu geboren!“

Die Kirche sei nichts anderes als das Netz der eucharistischen Gemeinschaft, so der Papst abschließend, „in dem wir alle, wenn wir denselben Herrn empfangen, zu einem einzigen Leib werden und die ganze Welt umfangen. Der Vorsitz in der Lehre und der Vorsitz in der Liebe müssen letzten Endes ein und dasselbe sein: Die ganze Lehre der Kirche führt schließlich zur Liebe. Und die Eucharistie als gegenwärtige Liebe Jesu Christi ist das Kriterium, an dem jede Lehre gemessen wird“.

kathTube: Das Papstvideo für den heutigen Tag

http://www.kathtube.com/player.php?id=15160
« Letzte Änderung: 22. April 2012, 11:59:54 von velvet »

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #86 am: 22. April 2012, 21:58:17 »
 
P. Lombardi: Die 10 Prioritäten des Papstes

 
 
  Er ist der Leiter des vatikanischen Pressesaals und damit eine Art „Sprachrohr“ für den Papst: P. Federico Lombardi SJ. In seiner wöchentlichen Kolumne für die TV-Sendung „Octava Dies“ formuliert der Jesuit seine Glückwünsche für das kommende achte Jahr des Pontifikats. Einige erkennen darin eine Art „10 Prioritäten-Liste“, vom Dialog mit den Piusbrüdern bis zur Neuevangelisierung. Hier eine Zusammenfassung:





1. Der Dialog mit der Priesterbruderschaft Pius X. solle erfolgreich abgeschlossen werden und so ein schmerzender Bruch überwunden
werden, ohne dass neue Brüche entstehen.

2. Der Papst möge den Familien eine Botschaft der Liebe und der Hoffnung übermitteln bei seinem geplanten Besuch beim Weltfamilientreffen in Mailand.

3. Die Mahnungen des Papstes an Gruppen in der Kirche im Dissens sollten mit Respekt und Aufmerksamkeit gehört und in ihrer Bedeutung verstanden werden.

4. Die Kirche in Irland solle – auch durch den Eucharistischen Kongress – in ihrem Weg der Erneuerung gestärkt werden.
 
5. Die Aufarbeitung der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche solle überall auf Welt konsolidiert werden, damit die Kirche ihrerseits ihren Beitrag zum Schutz der Kinder in den Gesellschaften leisten kann.

6. Der 50. Jahrestag des II. Vatikanischen Konzils solle ein Anlass sein, seine „epochale Botschaft“ angemessen und sachlich zu verstehen.

7. Die Bischofssynode zur Neuevangelisierung solle der Kirche neue Kreativität und Missionseifer schenken.

8. Das von Benedikt XVI. ausgerufene „Jahr des Glaubens“ solle nicht nur aus einer Folge schöner Veranstaltungen bestehen, sondern tatsächlich dazu beitragen, die Beziehung der Glaubenden zu Gott und zu Jesus Christus zu vertiefen in einem Kontext, der immer mehr von Gottvergessenheit geprägt sei.

9. P. Lombardi hofft, dass der Papst den letzten Teil seines Jesusbuchs veröffentlich kann.

10. Die Vorbereitungen auf den Weltjugendtag in Rio de Janeiro laufen schon auf Hochtouren. Aber das betreffe ja, so Lombardi, bereits das neunte Pontifikatsjahr…

(rv 22.04.2012 mc)

Aus:
http://www.vaticanradio.org/ted/Articolo.asp?c=581968

velvet

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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #87 am: 23. April 2012, 00:05:37 »
Wollen wir hoffen, wie in diesem video, dass alle in einer Kirche unter dem Papst vereint werden!  Amen


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Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #88 am: 23. April 2012, 08:31:30 »
19.4.2012

Vier Fragen an Pater Bernd Hagenkord

Comeback der Pius




Bernd Hagenkord: Leiter der deutschsprachigen Sektion von Radio Vatikan (© ddp)

domradio.de:

Warum haben sich denn die Gerüchte um die Piusbrüder so sehr entwickelt und so sehr überschlagen?
Pater Hagenkord: Es ist ja so, dass seit Tagen Meldungen durchs Internet und auch durch Zeitungen gehen, da sei was in Gange. Es ist wohl auch so das, so weit ich das einschätzen kann, Mitglieder der Piusbrüderschaft selber ein Interesse daran hatten, dass Meldungen an die Öffentlichkeit kamen. Natürlich aus ihrer Perspektive, deswegen war das alles sehr Richtung Einigung gestrickt. Als das dann gestern kam, die Meldung, und es wirklich nur hieß die haben geantwortet und selbstverständlich wird weiterhin das Verfahren eingeleitet, war erst mal die Verwirrung groß, aber als sich dann eben wieder Staub gesetzt hatte war eben klar, das war der nächste Schritt, das war genau das was Rom wollte. Vor einigen Wochen ist eine Frist gesetzt worden, bis zum 15. April. Die ist jetzt ein paar Tage überschritten worden, aber das spielt keine Rolle. Die Antwort ist eingegangen und wird jetzt geprüft werden. Das hat ein bisschen zu tun mit der Aufregung um die Piusbrüder, die es ja immer schon gab, aber ich glaube das Verfahren soll dazu beitragen, dass das Ganze etwas ruhig angegangen wird.


domradio.de:

 Um jetzt nochmal die Hintergründe zu erklären - welche Texte der Piusbrüder sind den bisher abgelehnt worden?
Pater Hagenkord: Der Vatikan hat im September letzten Jahres eine sogenannte lehrmäßige Präambel, das ist so ein zweiseitiger Text mit zentralen Glaubensaussagen und wie die denn zu verstehen seien z. B. zu den strittigen Punkten Ökumene, Religionsfreiheit etc., vorgelegt und verlangt, dass die Piusbrüderschaft das unterschreiben muss. Wie also jeder Katholik glaubt, dass das ein Konzil ist, sollten auch die Piusbrüder klar und deutlich sagen: Ja, auch wir stehen zu einem Konzil. Dazu hat es eine Antwort gegeben und die erste war nicht zufriedenstellend. Daraufhin hat es dann eine Antwort des Vatikans gegebe: "Nein, wir haben den Text bekommen aber so wie er  bis jetzt unterschrieben ist können wir den nicht akzeptieren". Jetzt gibt es also die nächste Version und dazu hat der Papstsprecher gestern gesagt: Es handelt sich hierbei um einen deutlichen Vortschritt, aber es müsste noch genau studiert werden. Dazu muss man sagen, dass dieser Text nicht öffentlich ist und der Vatikan hat gestern angedeutet das er in der nächsten Zeit auch veröffentlicht werden wird, so dass auch dieses "Geheimnis" gelüftet werden wird.

domradio.de:

Jetzt hat die Redaktion von Radio Vatikan ja Einblike auch durchaus in Hintergründe. Hat denn der Past schon irgend etwas unterschrieben oder irgend etwas entschieden?
Pater Hagenkord: Soweit wir wissen, nein. Soweit wir wissen werden noch erstmal jetzt die zuständigen Stellen, sprich die Komission in der Glaubenskongregation, die sich damit beschäftigt, einige andere Stellen und Fachleute damit beschäftigt werden und ein Vorschlag machen, das Ding studieren, das Ding genau anschauen, bevor der Heilige Vater das vorgelegt bekommt. Ich glaube nicht, dass sofort eine Unterschrift kommt. Ich rechne eher so mit Mai, das der Vatikan sich dazu formell äußern wird.

domradio.de:

 Nun hat ein Hardliner der Bruderschaft, um auch mal auf diese Seite zu schauen, schon angedeutet, sollte es da eine Einigung geben, sollten die Piusbrüder da "einknicken", vielleicht aus ihrer Sicht, dann würden sie diesen Schritt nicht mitvollziehen. Würde das bedeuten, dass die Bewegung in sich noch mal gespalten wird?

Pater Hagenkord:
Ich glaube, das zeichnet sich seit Monaten ab, dass auch der Druck innerhalb der Piusbruderschaft sehr groß ist. Dass einige natürlich das Alleinstellungsmerkmal des einzigen Protestierers für die Wahrheit gegen Rom dann verloren sähen, würde man sich einigen. Andere sehen, wie der Papst, den Wert der Einheit innerhalb der Kirche als Größe an. Ich glaub das ist ja auch eher so eine lose Veranstaltung, die Piusbruderschaft, wo sich unter dem Dach dieses Namens sehr viel versammelt und da wird sich jetzt eben zeigen müssen, wer es ernst meint und wer wirklich nur auf diesen Protest, im Sinne von "ich bin der einzige der Recht hat", beharren will. Es gibt Fachleute, die sagen, es bricht in zwei Teile. Ich würde eher vermuten, das bricht in drei Teile, das werden wir aber sehen, also einmal diejenigen die mit Bischhof Fellay, also dem Leiter der Piusbrüdeschaft zurück zu Rom wollen, dann diejenigen die das nicht wollen und dann die noch mal um Bischhof Williamson, also den Holocaustleugner. Die sind ja ganz weit draußen und auch innerhalb der Piusbruderschaft nicht mehr wirklich ernst genommen. Also das bricht sicherlich in einige Teile.

Das Interview führte Stephanie Gebert.

Hintergrund

Der Vatikan hat eine Antwort des Generaloberen der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X., Bernard Fellay, erhalten. Der Text werde jetzt von den zuständigen Stellen geprüft und dann dem Papst zur Entscheidung vorgelegt, heißt es in einem Kommunique der zuständigen Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei vom Mittwoch.

Im Gegensatz zu den früheren unbefriedigenden Antworten handele es sich diesmal um einen "Schritt vorwärts und einen ermutigenden Vorgang", sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Es handele sich jedoch noch nicht um ein definitives Ergebnis; der Dialog mit der Piusbruderschaft sei noch nicht abgeschlossen. Fellays Antwort werde jetzt "binnen kurzer Zeit" von der Glaubenskongregation untersucht, so Lombardi.

Auch die Piusbruderschaft selbst bezeichnete Meldungen über eine Einigung als verfrüht. Der Sprecher der Piusbrüder, Alain Lorans, sagte am Mittwoch in Paris der Nachrichtenagentur APIC, man sei "noch in der Phase des Studierens". Es sei aber "nicht bereits alles abgemacht". Aus dem Mutterhaus der Bruderschaft im schweizerischen Menzingen hieß es am Nachmittag, die Antwort an den Vatikan sei eine "Etappe" und nicht der "Abschluss". Mit Blick auf Pressespekulationen über eine Einigung heißt es auf der Internetseite der Piusbrüder: "Die Realität ist eine andere."

Der italienische Vatikanexperte Andrea Tornielli hatte in der in Bonn erscheinenden "Zeit"-Beilage "Christ und Welt" (Onlineausgabe
Mittwoch) berichtet, Fellay habe die Lehrmäßige Präambel unterzeichnet zurückgeschickt, die ihm der Vatikan im September zur Zustimmung vorgelegt hatte. Demnach hätten sich beide Seiten auf eine Wiedereingliederung in die katholische Kirche geeinigt. Der Text, den Fellay jetzt nach Rom zurückgeschickt habe, enthält nach Torniellis Angaben "einige wenige Änderungen".

In einem weiteren Bericht Torniellis im Magazin "Vatican Insider" hieß es, es sei durchaus möglich, dass sich Anfang Mai die Mitglieder der Glaubenskongregation mit der Antwort der Piusbrüder befassten. Dann werde es noch einige Wochen brauchen, bis eine Personalprälatur für die rückkehrwilligen Traditionalisten eingerichtet sein könnte.

Die bislang nicht veröffentlichte Vatikan-Präambel enthält Kriterien zur Interpretation der katholischen Lehre sowie Bedingungen für eine mögliche Überwindung der theologischen Differenzen zwischen dem Vatikan und den Traditionalisten. Diese sind seit einer unerlaubten Bischofsweihe 1988 von Rom getrennt.

Tornielli schreibt, etwa ein Viertel der Bruderschaft sei gegen eine Einigung. Dazu gehörten auch die drei vom Gründer Marcel Lefebvre zusammen mit Fellay geweihten Bischöfe, also Bernard Tissier de Mallerais, der Spanier Alfonso de Galarreta sowie der Holocaustleugner Richard Williamson.

Der Vatikan hatte Fellay aufgefordert, eine "Lehrmäßige Präambel" zu unterzeichnen und darin das kirchliche Lehramt anzuerkennen. Die Antwort der Piusbrüder zu Jahresbeginn hatte noch deutlich ablehnend geklungen. Bei einer Begegnung im Vatikan am 16. März wurde Fellay aufgefordert, binnen eines Monats zu antworten; danach hatte es versöhnlichere Äußerungen der Bruderschaft gegeben.

Papst Benedikt XVI. hatte im Januar 2009 als Entgegenkommen die Exkommunikation der vier von Lefebvre geweihten Bischöfe zurückgenommen. Im Anschluss loteten Vatikan-Experten von Ecclesia Dei sowie der Piusbrüder in einer eineinhalbjährigen Dialogrunde bestehende theologische Differenzen aus. Streitpunkte sind Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) zur Ökumene, zur Religionsfreiheit und zum interreligiösen Dialog, die bislang von den Piusbrüdern abgelehnt werden. Der Vatikan macht eine Annahme dieser Konzilsaussagen zur Bedingung für eine Wiedereingliederung der Piusbrüder in die katholische Kirche.

Als mögliche Lösung, die zu einer Wiedereingliederung der Bruderschaft in die Kirche führen könnte, wird immer wieder der Status einer Personalprälatur ins Gespräch gebracht, die direkt dem Papst unterstellt wäre. Diese Form einer juristischen Person wurde mit dem neuen Kirchenrecht 1983 eingeführt. Bislang kam sie nur beim Opus Dei zum Einsatz.

Der menschenrechtspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, kritisierte die mögliche Annäherung. Die Piusbruderschaft, so Beck, stehe "für Demokratiefeindlichkeit, Antisemitismus und Homosexuellenhass".


Aus:
http://www.domradio.de/aktuell/81320/comeback-der-piusbrueder.html

Botschafter

  • Gast
Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #89 am: 23. April 2012, 08:48:45 »
Die "Gospa" in einem Piussen-Propagandafilm?? 

Die Piussen, die kein gutes Haar an Medjugorje lassen? Die Piussen, die Medj. mit 1000 Worten verdammen, nur weil sie nicht steuern, führen, belehren, und regieren "dürfen"?

Lefèvre als Papstersatz relativiert das Bild dann sofort...

Die Arroganz der Piussen stinkt zum Himmel: Sie lassen die gesetzte Frist von Hl.Vater für die Unterzeichnung der dokt. Präambel verstreichen und Fellay sendet ihm einige Tage später einen geänderten Text zu. Nach dem Motto: WIR sagen WANN und WIR sagen WAS, nicht der Hl.Vater... Noch Fragen zum Gehorsam??

Ich bitte darum, in diesem Forum für die papsttreue Petrusbruderschaft http://www.fssp.ch/index_de.html zu votieren und nicht Piussenpropaganda hier reinzuschleichen. Die Piussen-Strategie ist bekanntlich stets im Gespräch zu bleiben. Und wie gesagt, die Petrusbruderschaft betreibt ihre Seelsorge geräuschlos und hat keinen Rechtfertigungsdruck für Separationsgründe.

In diesem Sinne schliesse ich mich Pfr. Buschor an.

Die alte Messe gibt's in der Ostschweiz auch hier:

http://kolumban.ch/seelenkapelle.html So um 10:00 Uhr
http://www.fssp.ch/st_pelagiberg.html http://www.stpelagiberg.ch/Gottesdienstordnung.htm
http://www.schlatt-haslen.ch/index.php?kloster-wonnenstein jeden 2.Sonntag um 18:00 Uhr
« Letzte Änderung: 23. April 2012, 09:55:16 von Botschafter »

Offline Laus Deo

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  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Antw:Piusbruderschaft einigt sich mit Rom
« Antwort #90 am: 23. April 2012, 10:01:20 »
Und wiedereinmal hat der Botschafter den Nagel auf den Kopf getroffen.

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Johannes 14,6

Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Matthäus 16,8

 

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