Autor Thema: Ich bin freikirchlich  (Gelesen 56066 mal)

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Offline Winfried

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Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #18 am: 10. Februar 2011, 15:24:05 »
Lieber Enrico,

es mag ja sein, dass Du diese "Zweittaufe" als besonderes emotionales Ereignis, wie das bei vielen Freikirchen üblich ist, empfunden hast, aber, wie bereits erwähnt, gibt es bei uns Kartholiken ja auch die Möglichkeit, sein Taufversprechen zu erneuern, was sogar dringend empfohlen wird. Ob die "Geisttaufe" das Sakrament der Firmung, zumindest bei einem ehemaligen Katholiken, ersetzen kann, bezweifle ich. Dann haben wir ja noch, wie oben erwähnt, das Buß- und das Altarsakrament. Wie stehst Du dazu?


 ;mqghfgt
In hoc signo vinces.

Anemone

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Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #19 am: 10. Februar 2011, 21:59:27 »
Lieber Erich,

ich möchte Dir heute mit diesen Gedanken zum Evangelium und mit dem Hl. Evangelium antworten:

 Das Brot, das Jesus geben will, ist sein „Fleisch“: sein eigenes Leben, hingegeben für das Leben der Welt. Sein Fleisch essen und sein Blut trinken bedeutet mehr, als nur an Jesus zu glauben, es geht um ein wirkliches Essen; beim Letzten Abendmahl werden die Jünger es begreifen. Und nach dem Weggang Jesu werden sie zusammenkommen, um das heilige Mahl zu feiern, das Mysterium des Todes und der Auferstehung des Herrn, das Zeichen des ewigen Bundes und der bleibenden Gemeinschaft. Teilnahme an diesem Mahl bedeutet Teilhabe an der ewigen Gemeinschaft des Vaters und des Sohnes im Heiligen Geist.


Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

51Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

52Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?

53Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

54Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

55Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.

56Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.

57Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

58Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.


Gott segne Dich!

Anemone

Enrico

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Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #20 am: 11. Februar 2011, 00:05:11 »
Lieber Winfried,
Zitat
...es mag ja sein, dass Du diese "Zweittaufe" als besonderes emotionales Ereignis, wie das bei vielen Freikirchen üblich ist, empfunden hast,..
ich atme jetzt mal durch, schlafe drüber, und überlege ob ich dir noch irgendwas antworte.
Ich danke dir jedenfalls gnädigst, dass du dich erniedrigst mir Evangelikalen überhaupt kleine Aufmerksamkeit zu widmen, indem du wenigstens registrierst dass ich etwas geschrieben habe (zu lesen scheint dir scheinbar nicht notwendig zu sein).

Gute Nacht
« Letzte Änderung: 11. Februar 2011, 00:19:24 von Enrico »

Enrico

  • Gast
Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #21 am: 11. Februar 2011, 00:18:24 »
Liebe Anemone,
wenn du zitierst, wäre es wirklich freundlich von dir, anzugeben wen oder was du zitierst..
Zitat
Das Brot, das Jesus geben will, ist sein „Fleisch“: sein eigenes Leben, hingegeben für das Leben der Welt. Sein Fleisch essen und sein Blut trinken bedeutet mehr, als nur an Jesus zu glauben, es geht um ein wirkliches Essen; beim Letzten Abendmahl werden die Jünger es begreifen. Und nach dem Weggang Jesu werden sie zusammenkommen, um das heilige Mahl zu feiern, das Mysterium des Todes und der Auferstehung des Herrn, das Zeichen des ewigen Bundes und der bleibenden Gemeinschaft. Teilnahme an diesem Mahl bedeutet Teilhabe an der ewigen Gemeinschaft des Vaters und des Sohnes im Heiligen Geist.
Die Bibel ist das jedenfalls nicht ?!

Das Evangelium das du zitierst (danke für die Zitat Angabe) kenne ich, und ich verstehe das Gleichnis sehr gut.
Falls du meinst dass es kein Gleichnis ist, so würde ich empfehlen ab Joh 6,32 zu lesen zu beginnen.

Ebenfalls, eine schöne Gute Nacht wünsch ich Dir...
Erich


Offline wheel

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Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #22 am: 11. Februar 2011, 02:19:53 »
zu Antworten #1:

"...lehren z.B. die Pfingstler, dass die Taufe nicht notwendig sei. Eine sehr gefährliche Lehre, weil die Taufe Bestandsteil des christl. Glaubens ist. Ebenso gefährlich ist die Lehre, dass Kinder nicht getauft werden dürfen, obwohl doch auch hier die Bibel etwas anderes aussagt. Und Jesus sagt ja selbst, dass die Taufe heilsnotwendig ist." (Zitat)

In Apostelgeschichte 2,38 heißt es, Buße zu tun, sich taufen lassen im Namen Jesu Christi zu Vergebung der Sünden, damit man die Gabe des heiligen Geists empfängt. Es geht auch, lt. Apostelgeschichte, dass man den Geist vorher schon hat.

(in einem oder weiteren der Evangelien:) Den Kindern ist das Reich Gottes. Es ist nicht der Wille des himmlischen Vaters, dass auch nur eines von ihnen verloreneginge.

Ich finde, dass es keinen Sinn macht, Babys zu taufen. Welche Sünde sollen Babys begangen haben?

Ob die Pfingstler die Taufe ablehnen, weiß ich nicht. Bei einer Gemeide dieser soll ein Taufbecken stehen, wenn ich es richtig verstanden habe.

Grüße

Michael

Marias Kind

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Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #23 am: 11. Februar 2011, 08:45:32 »
Lieber Enrico,

Ich hab mir nun die Johannesstelle durchgelesen, doch da steht nichts von einem Gleichnis. Wenn Jesus in Gleichnissen redet, wird das in der Bibel auch erwähnt! In seinen Aussagen betont Jesus immer wieder und wieder, dass sein Fleisch eine Speise ist und sein Blut ein Trank ist. Und er bekräftigt das ständig. Er sagt nicht "mein Fleisch symbolisiert" oder "bedeutet eine Speise" usw., sondern es ist eine Speise. Deshalb sagt er auch beim letzten Abendmahl: "das ist mein Fleisch" und "das ist mein Blut", und nicht "das bedeutet mein Fleisch" und "das bedeutet mein Blut". Ich denke, wir sollten Jesus beim Wort nehmen, denn das Wort "ist", auch im neutestamentl. Altgriechisch besagt etwas jetzt real Vorhandes! Und daraus können wir dann außerbiblisch nicht etwas Symbolisches machen! Denn ist bleibt ist und nicht bedeutet!


Liebe Grüße und Gottes Segen,
Marias Kind

Marias Kind

  • Gast
Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #24 am: 11. Februar 2011, 08:57:26 »
Lieber wheel,

in Deinem Beitrag zitierst Du mich. Ich schreibe nicht, dass die Pfingstler die Taufe ablehnen. Ich bitte deshalb um ein genaues Lesen! Ich schreibe, dass sie eine Taufe nicht für notwendig halten.

Wie ich hier schon woanders schrieb, ist die christl. Taufe nicht mit der Bußtaufe des Johannes identisch! Die christl. Taufe ist keine Bußtaufe! Dass sich gemäß der Apg. die Heiden erst bekehren mussten, um getauft zu werden, ist klar! DEnn sie können ja nicht getauft werden und Heiden bleiben. Das hat aber nichts mit einer Bußtaufe zu tun!

Wenn wir die Apg. genau lesen, dann stellen wir fest, dass die judenchristlichen Gläubigen gegenüber den Heiden bedenken hatten. Dass Gott dann den Hl. Geist auf Heiden sandte noch bevor sie getauft wurden, damit setzte ER ein Signal: Auch sie sollen zur Gottesgemeinde gehören! Als die Apostel dieses Signal erkannt hatten, haben sie sie auch ohne Weiteres getauft! Dies blieb allerdings eine Ausnahme, eben weil es nur ein einmaliges Signal Gottes war, um die Vorurteile gegenüber den Heiden zu durchbrechen!


Liebe GRüße und Gottes SEgen,
Marias Kind
« Letzte Änderung: 11. Februar 2011, 09:17:50 von Marias Kind »

Enrico

  • Gast
Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #25 am: 11. Februar 2011, 09:08:37 »
Gelöscht, irrtümliches Posting, sorry
« Letzte Änderung: 11. Februar 2011, 09:10:50 von Enrico »

Offline Winfried

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Re:Ich bin freikirchlich
« Antwort #26 am: 11. Februar 2011, 18:25:50 »
Lieber Enrico,

ich glaube Dich schon richtig verstanden zu haben. Wir sind aber ein katholisches FORUM und vertreten demnach auch katholische Ansichten. Aus diesem Grund wüsste ich auch nicht, warum ich von meiner Position abrücken sollte. Du wurdest als Kleinkind (katholisch) getauft (Kleinkinder sind keineswegs ohne Sünde, sondern im Besitz der Erbsünde, solange sie noch nicht getauft sind). Also hast Du ein Sakrament empfangen, welches absolute Gültigkeit, auch bei den anderen Konfessionen, besitzt. Über die Bewusstmachung dieses Sakramentenempfangs habe ich mich bereits geäußert. Bei uns in der kath. Kirche gibt es die Möglichkeit der Erneuerung des Taufversprechens, welches die Paten seinerzeit für den Täufling abgegeben haben. Dies kann ich auch nur jedem empfehlen, der es ernst mit dem christlichen Glauben meint und dies noch einmal bewusst unter Zeugen vor Gott bekunden möchte. Eine zweite Taufe ist für mich absolut unnötig und hat als solche auch keine Gültigkeit, da sie ja bereits erfolgt ist, außer in begründeten Ausnahmefällen.

Dann schreibst Du, Du hättest das Sakrament der Firmung verweigert. Was sollen wir als kath. FORUM davon halten? Durch Deinen Übertritt zu einer Freikirche lehnst Du automatisch das Bußsakrament ab, ebenso das wichtigste und größte, nämlich das Heiligste Sakrament des Altares, d.h. den Empfang Jesu Christi selbst in Gestalt der heiligen Hostie. Da muss eine Kritik vonseiten der Moderation schon erlaubt sein.


Lieber Enrico,

mir geht es hierbei weniger um Deine Person, als um die o.g. Prinzipien, die wir hier vertreten. Anders ausgedrückt: Protestantische Freikirchen können niemals eucharistisch, marianisch und papsttreu sein. Nichts gegen eine Diskussion auch mit Vertretern anderer Glaubensrichtungen, aber im Sinne unserer kath. Ausrichtung, an der nicht nur einzelne beteiligt sind, sondern alle, die hier mitlesen und -schreiben, möchte ich Dich doch dringend bitten, Dein Verhältnis zu diesem FORUM zu klären bzw. zu überdenken.



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In hoc signo vinces.

 

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