Autor Thema: Sinn der Fastenzeit  (Gelesen 6885 mal)

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KleinesLicht

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Sinn der Fastenzeit
« am: 10. März 2011, 02:06:48 »
"Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, während der sich Katholiken auf das Fest der Auferstehung Jesu vorbereiten. In der Fastenzeit lädt die Kirche alle Gläubigen ein, sich durch Buße und Umkehr auf die Feier des Todes und der Auferstehung Christi vorzubereiten." (kath.net)

Ich war schon erstaunt zu hören, wie viele Menschen an Aschermittwoch mit dem Fasten beginnen. Der eine verzichtet aufs Rauchen oder auf den Genuss von Fleisch; ein anderer will keine Süßigkeiten essen bzw. auf Alkohol verzichten. Doch leider hatte ich bei so manchem Fastenwilligen den Eindruck, dass es eher um die Gesundheit geht als um einen religiösen Hintergrund. Die Fastenzeit scheint bei vielen nur eine willkommene Gelegenheit zu sein, dem angesetzten Winterspeck den Kampf anzusagen.

Aufgefallen ist mir, kaum jemand von ihnen trug ein Aschenkreuz auf der Stirn. Manch einer scheint die Fastenzeit mit einer Heilfastenzeit zu verwechseln.

Gottes Segen
KleinesLicht

Anna-Maria

  • Gast
Re:Sinn der Fastenzeit
« Antwort #1 am: 10. März 2011, 15:50:44 »
Liebes KleinesLicht,

danke für diesen Beitrag :-)  

Das Aschekreuz: Ja, gestern hatte ich die Möglichkeit zur Heiligen Messe zu gehen und empfing natürlich auch das Aschekreuz.

Ich muss gestehen, dass ich mir auch die Frage stellte: Soll ich nun "so" mit der U-Bahn nach Hause fahren?   Ja, klar doch! - ohne zu wissen wie es aussah. Es ist unsere katholischer Kirche, die gestern Aschermittwoch beging MIT Aschekreuz: "Bedenke, dass zu zum Staube zurückkehrst."

Klar in der säkularisierten Gesellschaft, wo die Leute an Halloween gewiss viel auffälliger sich gebären, weiß keiner warum ich wohl so in der u-Bahn saß. Aber egal.

Wieviele "Kopftücher" rennen in einer Großstadt rum,  wie viele bekennen ihren Glauben dadurch, dass sie nicht so gekleidet sind wie "Westler", wenn man mal so sagen darf?  

Da werde ich doch wohl ohne Probleme das Aschekreuz lassen können, wenn ich die Kirche verlasse.

Herzliche Grüße und uns allen viel Bekenner- und Bekennerinnenmut wünschend,
Anna-Maria
P.S. mit Bekenntnis meine ich natürlich nicht, die Leute volllabern, sondern einfach den Glauben leben und sich nicht verstecken. Die Zeit der Verfolgung wird leider wohl auch in Deutschland noch früh genug beginnen.
« Letzte Änderung: 11. März 2011, 13:02:30 von Anna-Maria »

Offline amos

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Re:Sinn der Fastenzeit
« Antwort #2 am: 22. Februar 2012, 11:12:54 »
 kz12)

ASCHERMITTWOCH

Mit dem Aschermittwoch beginnen die vierzig Tage der Vorbereitung auf die Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Diese österliche Bußzeit will die Christen dazu anleiten, das eigene Leben zu überdenken und -wo nötig - die Weichen neu zu stellen.

Wir kennen im deutschen Sprachraum die Bezeichnung FASTENZEIT und beziehen uns damit auf die früher übliche Form des leiblichen Fastens während dieser vierzig Tage als Erinnerung an das vierzigtägige Fasten Jesu in der Wüste und als persönliche Vorbereitung auf das Fest unserer Erlösung an Ostern. Ihren tiefsten Sinn erhält die Fastenzeit von Ostern her. Von den strengen Fasttagen sind heute nur noch der Aschermittwoch und Karfreitag als Fast- und Abstinenztag geblieben.

Die Fastenzeit konfrontiert uns mit unseren Schwächen, mit Versagen und Schuld, ;jfzf damit wir erkennen, wo wir einen neuen Anfang setzen sollen. Gleichzeitig richtet sie unseren Blick auf die Passion Jesu, der uns durch sein Leiden und Sterben befreit hat zu einem neuen Leben.

Schon der Prophet Jesaja (58,1-12) legt den eigentlichen Sinn des Fastens dar, wenn er betont, daß es nicht um öffentlich demonstrierte Verzichtleistungen geht, sondern um die innere Erneuerung der Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen, was eine persönliche Umkehr einschließt. Richtig verstanden, meint Fasten ein "Beten mit Leib und Seele" (Anselm Grün). Das zeigt sich auch in anderen Religionen. Mahatma Ghandi z.B. hat aus religiöser Überzeugung zur Klärung gesellschaftlicher Probleme gefastet. Fasten ist niemals gegen etwas oder jemanden gerichtet (wie Hungerstreik), sondern immer FÜR - sei es z.B zur inneren Läuterung oder zur Klärung von Beziehungen. So gehören zur christlichen Praxis in der Fastenzeit das Beten, das Fasten und das Almosengeben.

Die österliche Bußzeit beginnt mit dem Auflegen des Aschenkreuzes. Dabei spricht der Priester: "Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!" (Mk 1,15) oder: "Bedenke, Mensch, daß du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst." (Gen 3,19) Die Bezeichnung mit dem Aschenkreuz erinnert an die Erschaffung des Adam (= Erdling) aus dem Erdboden (Gen 2,7), wohin
der Mensch einmal zurückkehren wird. Das Zeichen der Asche mahnt uns an die notwendige Läuterung und an die Vergänglichkeit des Lebens. Der Aschermittwoch stellt uns auf einen Weg nach Ostern, der uns bewußtmacht, wie hoch der "Preis" unserer Erlösung war: "Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab" (Joh 3,16).

Quelle: MAGNIFICAT, Verlag Butzon & Bercker
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
1. Joh. 4.16

 

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