Autor Thema: Das Beste aus der Bibel  (Gelesen 56455 mal)

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velvet

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Antw:Das Beste aus der Bibel
« Antwort #16 am: 07. Mai 2012, 16:37:19 »
Die tiefgründigsten Träume

»Träume sind Schäume«? Nicht in der Bibel. In vielen Geschichten offenbart sich Gott den Menschen durch Träume. Der Schlaf scheint besonders offen für Gottes Wort zu machen.
Abimelechs Traum - 1. Mose 20

Eine ausführliche Diskussion führt Gott mit Abimelech im Schlaf. Erst droht Gott dem König von Gerar mit dem Tod, schließlich hat er doch ein Nachsehen. Denn Abimelech hat tatsächlich nichts Schlimmes begangen. Zwar hat er mit Sara, der Frau Abrahams, geschlafen - doch konnte er wirklich nicht wissen, dass sie verheiratet ist: Abraham hatte sie nicht als seine Gattin, sondern als seine Schwester ausgegeben. »Ich weiß, dass du das mit einfältigem Herzen getan hast«, sagt Gott ihm im Traum und lässt ihn leben. ( 1. Mose 20)

 Zitat: »Und Gott sprach zu ihm im Traum.«

 
Der Traum Josefs, Perikopenbuch Heinrichs II., 1014, Bamberg, Staatliche Bibliothek.
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  Der Traum Josefs, Perikopenbuch Heinrichs II., 1014, Bamberg, Staatliche Bibliothek.
Josefs Engels-Traum - Matthäus 1, 20

Das soll einer verstehen: Da wird die eigene Verlobte schwanger und behauptet, mit keinem Mann beisammen gewesen zu sein. Starker Tobak für Josef, den Zimmermann aus Nazareth; insgeheim überlegt er, Maria zu verlassen. Ein Engel überzeugt ihn, dies nicht zu tun, indem er das Unglaubliche erklärt: Maria sei vom Heiligen Geist geschwängert; das Kind, Jesus, werde das Volk retten. Gott sei Dank glaubte Josef dem Engel und nahm seine Frau zu sich. ( Matthäus 1, 20)

 Zitat: »Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte.«

 
Pharaos fette Kühe - 1. Mose 41, 1-36

Aus dem Nil steigen erst sieben fette, dann sieben magere Kühe; dann wachsen sieben Ähren auf einem Halm und daneben stehen sieben versengte Ähren: Mit diesen Träumen kann der Pharao nichts anfangen. Auch seine Wahrsager können ihm die Träume nicht deuten. Erst der inhaftierte Hebräer Josef kann helfen, und seine Deutung klingt ziemlich naheliegend: Erst wird Ägypten sieben gute Jahre erleben, dann sieben Jahre des Hungers. Der Pharao ist begeistert von Josefs Traumdeutungskünsten und bestellt ihn zum königlichen Landwirtschaftsminister. ( 1. Mose 41, 1-36)

 Zitat: »Und er deutete uns seine Träume.«

 
Salomos Bitte um Weisheit - 1. Könige 3

»Bitte, was ich dir geben soll«: Das klingt wie ein Märchen von einer Fee, die einen Wunsch erfüllt. Ähnlich mag der junge König Salomo sich gefühlt haben, als Gott ihm im Traum diese Frage stellte. Und weil er sich keinen schnöden Mammon, sondern ein »gehorsames Herz« wünschte, schenkte Gott ihm obendrein Weisheit, ein »langes Leben«, »Reichtum und Ehre«. Kein Wunder also, dass Salomo als der weiseste und reichste König Israels gilt. ( 1. Könige 3)

 Zitat: »Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum!«

 
Gastmahl des Belsazar, Rembrandt, 1635, London.
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  Gastmahl des Belsazar, Rembrandt, 1635, London.
Nebukadnezars Traumbild - Daniel 2

Ein babylonisches Willkür-Quiz veranstaltete Nebukadnezar: Seine Wahrsager sollten ihm sagen, was er geträumt - und was das zu bedeuten habe. Sie scheitern verständlicherweise, aber der israelitische Prophet Daniel kann (mit Gottes Hilfe) dem Pharao antworten und helfen. Sein Traum von einem riesigen, schrecklichen Bild, auf dem eine metallene Figur von Steinen zerstört wird, kann nur bedeuten: Nach den irdischen Reichen wird Gott ein ewiges himmlisches Reich errichten. Daraufhin erkennt Nebukadnezar Gott an und erhebt Daniel zum Fürsten über Babel. ( Daniel 2)

 Zitat: »Ich hab einen Traum gehabt, der hat mich erschreckt.«

 
Jakobs Traum, José de Ribera, 1639, Madrid, Prado.
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  Jakobs Traum, José de Ribera, 1639, Madrid, Prado.
Jakobs Himmelsleiter - 1. Mose 28, 10-22

Nach dieser Nacht wird sich Jakob verwundert die Augen gerieben haben. Was er gesehen hatte? Eine Leiter ragt von der Erde in den Himmel, Engel klettern rauf und runter, und ganz oben steht Gott und verheißt nicht nur unzählige Nachkommen, sondern auch absolute Treue: »Ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.« Der Traum trügte nicht: Jakob wurde zu einem der biblischen Stammväter. ( 1. Mose 28, 10-22)

 Zitat: »Und ihm träumte, eine Leiter stand auf Erden.«

 
Der rettende Engel - Matthäus 2, 13-15.
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Der rettende Engel - Matthäus 2, 13-15

Hätte Josef dieses Mal seinem Traum nicht geglaubt, wäre Jesus womöglich schon als Säugling ermordet worden. Ein Engel hatte Josef im Schlaf vor den Häschern Herodes gewarnt, die Jesus töten wollen. Josef nimmt Maria und das Kind und flieht nach Ägypten. In Bethlehem fallen unzählige unschuldige Kinder dem Wahn des Herodes zum Opfer. ( Matthäus 2, 13-15)

 Zitat: »Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten.«

velvet

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Antw:Das Beste aus der Bibel
« Antwort #17 am: 07. Mai 2012, 16:42:22 »
Die bekanntesten Brüder


Kain erschlägt Abel (Venedig, Galleria dell'Accademia).

Brüder: Eine lebenslange Geschichte von Liebe und Hass, von Nähe und Konkurrenz. Die Lebensschicksale biblischer Brüderpaare zeigen beeindruckend aktuelle Geschwister-Konflikte - nicht immer mit Happy-End.
Tintoretto (Jacopo Robusti, 1518-1594): Kain erschlägt Abel (Venedig, Galleria dell'Accademia).
Foto: AKG
  Tintoretto (Jacopo Robusti, 1518-1594): Kain erschlägt Abel (Venedig, Galleria dell'Accademia).
Kain und Abel - 1. Mose 4,3-13

Am Anfang war das Wort, und bald auch der erste Mord. »Tatmotiv: Eifersucht« könnte ein Roman über das tragische Schicksal des ersten Brüderpaares der Bibel heißen. Denn Kain bildete sich ein, Gott möge Abel lieber als ihn. Er sah keinen anderen Ausweg, als Abel hinterlistig zu erschlagen. ( 1. Mose 4,3-13)

 Zitat: »Soll ich meines Bruders Hüter sein?«

 
Ismael und Isaak - 1. Mose 16; 21,1-21; 25,1-18

Die Patchworkfamilien-geschädigten Halbbrüder waren lange getrennt und trafen sich schließlich am Grab ihres Vaters Abraham wieder. Der hatte auf Geheiß seiner Ehefrau Sarah ein Kind mit der Magd Hagar gezeugt und nannte den Sohn Ismael. Unerwarteterweise bekam Sarah in hohem Alter dann doch noch ein Kind: Isaak. Offensichtlich konnte Sarah sich mit der schwierigen Familiensituation nicht arrangieren; sie bat Abraham, Hagar und Ismael in die Wüste zu treiben. ( 1. Mose 16; 1. Mose 21,1-21; 1. Mose 25,1-18)

 Zitat: »Und es begruben ihn seine Söhne Isaak und Ismael in der Höhle Machpela.«

 
Jakob und Esau - 1. Mose 25-28; 32; 33; 36

Eine wunderschöne Versöhnungsgeschichte. Der Streit zwischen den beiden Zwillingen beginnt schon im Mutterleib: Jakob hält Esau an der Ferse, so als wolle er verhindern, dass Esau zuerst das Licht der Welt erblickt. Den Erstgeburtssegen luchst er ihm später wieder ab - Grund genug für einen standesgemäßen Brüderzwist. Doch statt zum Showdown kommt es nach Jahren zur tränenreichen Aussöhnung. ( 1. Mose 25-28; 1. Mose 32-33; 1. Mose 36)

 Zitat: »Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn und sie weinten.«

 
François Baron Gerard (1770-1837): Josef wird von seinen Brüdern erkannt.
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  François Baron Gerard (1770-1837): Josef wird von seinen Brüdern erkannt.
Josef und Benjamin - 1. Mose 35; 42; 46; 49

Ein Vater, vier Frauen, zwölf Söhne: Die Familie des Erzvaters Jakobs war groß. Als die Brüder Josef aus Niedertracht als Sklaven nach Ägypten verkauften, wird Nesthäkchen Benjamin besonders gelitten haben, denn die beiden hatten dieselbe Mutter (Rahel). Jahre später gibt es ein Wiedersehen in Ägypten, wo Josef Karriere an Pharaos Hof gemacht hat. Zunächst prüft Josef inkognito, ob seine Halbbrüder nett zu Benjamin sind, dann erst gibt er sich allen zu erkennen. ( 1. Mose 35; 1. Mose 42; 1. Mose 46; 1. Mose 49)

 Zitat: »Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte.«

 
Mose und Aaron - 2. Mose 4; 5; 7; 28,10-22; 32; 3. Mose 8

Mose der Macher, Aaron der Redner: Mit dieser brüderlichen Ergänzung führt das Brüderpaar das Volk Israel aus Ägypten ins Gelobte Land. Unterwegs erweist sich Aaron jedoch als wenig standfester Popularist: Er gibt dem Wunsch des murrenden Volkes nach und gießt einen Götzen, das »Goldene Kalb«. Mose ist außer sich über diese Sünde, weiht seinen Bruder aber trotzdem zum Priester. ( 2. Mose 4; 2. Mose 28,10-22; 3. Mose 8)

 Zitat: »Du sollst Aaron, deinem Bruder, heilige Kleider machen, dass er mein Priester sei.«

 
Petrus und Andreas als Symbol für West- und Ostkirche, zeitgenössische Ikone.
Foto: sob
  Petrus und Andreas als Symbol für West- und Ostkirche, zeitgenössische Ikone.
Petrus und Andreas - Markus 1,16f.; Markus 13

Die beiden lebten als Fischer in Kapernaum am See Genezareth, in jener Zeit, in der der Wanderprediger Jesus noch alleine die Botschaft vom herbeigekommenen Reich Gottes verkündete. Als Jesus die beiden beim Fischen sieht, ruft er ihnen zu: »Folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen!« Sie gehen sofort mit. Wie Andreas mit der Prominenz seines später auf den Namen »Petrus« umbenannten Bruders umging, ist nicht überliefert. ( Mk 1,16-17; Mk 13)

 Zitat: »Als er aber am Galiläischen Meer entlang ging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen.«

 
Jakobus und Johannes - Markus 1,19; 3,17; 10,35-45; Galater 3,9

Auch diese beiden folgen Jesus stante pede und lassen ihren verdutzten Vater Zebedäus im Fischerboot zurück. Vielleicht nannte Jesus die beiden wegen ihres Temperaments »Donnersöhne«? Mit dem Begehren, am Jüngsten Tag zur Rechten und zur Linken Jesu zu sitzen, provozieren sie eine Zurechtweisung Jesu. Die beiden bleiben brüderlich Seit' an Seit' und werden in der Jerusalemer Urgemeinde zu wichtigen »Säulen«. ( Mk 1,19; Mk 3,17; Mk 10,35-45; Galater 2,9)

 Zitat: Jesus »gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne.«

velvet

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Antw:Das Beste aus der Bibel
« Antwort #18 am: 07. Mai 2012, 16:46:22 »
Die eindrücklichsten Gebete
Nicht plappern solle man beim Gebet, mahnt Jesus, sondern aufrichtig sein. Wem keine eigenen einfallen, sollte auf die Gebete der Bibel zurückgreifen.

Fürbitte für Sodom - 1. Mose 18, 16-33

Stammvater Abraham will Gott von dessen Zerstörungsvorhaben abhalten. In einem Gebets-Dialog ringt er Gott die Zusage ab: Wenn nur zehn Gerechte in der sündigen Stadt Sodom leben, wird er sie nicht vernichten. Abraham war leider zu optimistisch, zehn fanden sich nicht. Also regnete es Schwefel und Feuer vom Himmel. ( 1. Mose 18, 16-33)

 Zitat: »Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen?«

 
Erforsche mich... - Psalm 139

Ein Beter gesteht sich ein, dass ihn weder der dunkelste Winkel seiner Seele noch der verborgenste Platz der Erde von Gottes Gegenwart trennt. Inständig bittet er Gott, seinen Willen zu prüfen. ( Psalm 139)

 Zitat: »Erforsche mich, Gott, und erkenne meine Herz.«

 
Hiob von seiner Frau verhöhnt, Albrecht Dürer, 1503, Frankfurt, Städelsches Kunstinstitut.
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  Hiob von seiner Frau verhöhnt, Albrecht Dürer, 1503, Frankfurt, Städelsches Kunstinstitut.
Hiob klagt Gott an - Hiob 10, 1-7

Der rechtschaffene, fromme Mann Hiob wird zum Spielball zwischen Gott und Teufel. Hiobs Kinder und Viehherden sterben; er selbst wird mit Geschwüren und Schmerzen geschlagen. Kein Wunder, dass er Gott anklagt. ( Hiob 10, 1-7)

 Zitat: »Lass mich wissen, warum Du mich vor Gericht ziehst!«

 
Das Vaterunser - Matthäus 6, 9-13

Damit die Gläubigen nicht »plappern wie die Heiden«, empfiehlt Jesus seinen Jüngern ein besonderes Gebet. In seiner Schlichtheit und Vertrautheit wird es zum bekanntesten Gebet der Christenheit bis heute. ( Matthäus 6, 9-13)

 Zitat: »Unser tägliches Brot gib uns heute.«

 
Das Gebet des Zöllners - Lukas 18,13

Zwei Männer beten im Tempel. Einer ist Pharisäer und erzählt Gott von seinem vermeintlich perfekten Leben. Der andere ist Zöllner und braucht nur fünf Worte, um Gott in angemessener Weise gegenüber zu treten. ( Lukas 18,13)

 Zitat: »Gott, sei mir Sünder gnädig!«

 
Maria, Fabriano da Gentile, 1423, Florenz, Uffizien.
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  Maria, Fabriano da Gentile, 1423, Florenz, Uffizien.
Der Lobgesang Marias - Lukas 1, 46-55

Nach einem Besuch bei ihrer Verwandten Elisabeth ahnt die schwangere Maria, dass sie tatsächlich den Sohn Gottes im Leibe trägt. Voller Freude lobt sie daraufhin Gott - nicht nur dafür, dass er sie auserkoren hat, sondern dass er sich den Niedrigen und Hungrigen der Welt widmet. ( Lukas 1, 46-55)

 Zitat: »Er stößt die Gewalttätigen vom Thron.«

 
Christus am Ölberg im Garten Gethsemane, Andrea Mantegna, 1455, London, National Gallery.
Foto: sob             
  Christus am Ölberg im Garten Gethsemane, Andrea Mantegna, 1455, London, National Gallery.
Jesus in Gethsemane - Lukas 22, 39-46

Als Jesus sein Leiden am Kreuz deutlich vor Augen steht, zieht er sich mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane am Fuße des Ölbergs zurück. Dort ringt er mit dem Tode und haderte mit Gott. Er betete »Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir.« Daraufhin erschien ein Engel und stärkte ihn. Das war nötig, denn die Jünger waren eingeschlafen. Jesus mahnte sie »Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet«. Am Ende fügte sich Jesus in sein Schicksal. ( Lukas 22, 39-46)

 Zitat: »Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!«

velvet

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Antw:Das Beste aus der Bibel
« Antwort #19 am: 07. Mai 2012, 16:50:13 »
Die bösesten Wesen
Auch das Böse ist der Bibel nicht fremd. Doch der Teufel und seine Helfershelfer werden am Ende gebannt: Das Gute siegt.

Satan - Hiob 1f.; Matthäus 4,1-11

Ursprünglich ein gefallener Engel, der als eine Art Chefankläger im himmlischen Gerichtshof dient (zum Beispiel im Buch Hiob). Im Neuen Testament wird er zum personifizierten Bösen. Als oberster Dämon versucht er, die Menschen zu verführen. Bei Jesus biss er sich förmlich die Zähne daran aus und musste sich geschlagen geben. ( Hiob 1, Matthäus 4,1-11)

 Zitat: »Weg mit dir, Satan!«

 
»Die Vernichtung des Leviathan«, Gustave Doré, 1865.
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  »Die Vernichtung des Leviathan«, Gustave Doré, 1865.
Leviatan - Hiob 40,25-41,26; Psalm 74,14

Riesiges, im Wasser lebendes Wesen mit den Zügen eines Krokodils und Drachens. Sein Körper ist geschützt von dicken Panzern, aus seinem Rachen schießen Flammen. Die Hoffnung: Gott wird ihn am Ende aller Zeiten vernichten und den Tieren zum Fraß vorsetzen. ( Hiob 40,25-41, Psalm 74,14)

 Zitat: »Wenn er sich erhebt, so entsetzen sich die Starken, und vor Schrecken wissen sie nicht aus noch ein.«

 
Asasel - 3. Mose 16,8-21

Wüstendämon; nach jüdischer Überlieferung ein ehemaliger Engel, der wegen Geheimnisverrats vom Engel Raphael in die Finsternis geworfen wurde. Am jüdischen Sühnefest (»Jom Kippur«) legte ein Priester die Sünden des Volkes auf einen Ziegenbock und schickte ihn in die Wüste zu Asasel (»Sündenbock«). ( 3. Mose 16,8-21)

 Zitat: »Den Bock soll er lebendig vor den Herrn stellen, dass er ihn zu Asasel in die Wüste schicke.«

 
Lilith - Jesaja 34,14

»Kobold« oder »Nachtgespenst« nennt Luther den weiblichen Nachtdämon Lilith etwas despektierlich. Einer jüdischen Tradition gemäß war Lilith die erste Frau Adams. Nach einem heftigen Streit sei sie durch die Luft entflohen. In Gestalt der Schlange habe Lilith später Eva zum Essen der verbotenen Frucht verführt. ( Jesaja 34,14)

 Zitat: »Das Nachtgespenst wird auch dort herbergen und seine Ruhestatt finden.«

 
»Jesus heilt den Besessenen von Gerasa«, Mittelalterliche Buchillustration.
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  »Jesus heilt den Besessenen von Gerasa«, Mittelalterliche Buchillustration.
Unreine Geister - Markus 5

Jesus, der Dämonenaustreiber: Als er einen besessenen Mann trifft, kommt es zu einem denkwürdigen Showdown. Die unreinen Geister (die sich »Legion« nennen, »denn wir sind viele«) bitten Jesus, vom Menschen in eine Herde Schweine zu fahren. Jesus erlaubt es ihnen, die etwa 2000 Schweine stürzen sich einen Abhang hinunter und »ersoffen im See«. ( Markus 5)

 Zitat: »Und er trieb viele böse Geister aus.«

 
Gog - Hesekiel 38f.; Offenbarung 20,7-10

Mythischer Plünder-Fürst aus dem Lande Magog, vor dessen unglaublicher Kampfesstärke das Volk Israel erzittert. Die Offenbarung des Johannes kündigt an, dass der Satan die beiden Völker Gog und Magog zum Endkampf gegen Jerusalem hetzt; sie verlieren und werden gequält bis in alle Ewigkeit. ( Hesekiel 38, Offenbarung 20,7-10)

 Zitat: »Du Menschenkind, richte dein Angesicht auf Gog!«

 
»Versuchung Christi auf dem Berg«, Duccio di Buoninsegna, 1308, Dom von Siena.
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  »Versuchung Christi auf dem Berg«, Duccio di Buoninsegna, 1308, Dom von Siena.
Beelzebul - 2. Könige 1,2; Matthäus 12,24-29

Zu Zeiten des Alten Testaments war Beelzebul (»Herr der Fliegen«) machtvoller Götze und Anführer der widergöttlichen Mächte. Im Neuen Testament gilt er als Oberster der Dämonen. Seine Prominenz verlieh ihm eine Erwähnung der Evangelisten Matthäus und Lukas, die später sprichwörtlich wurde: »Den Teufel mit dem Beelzebul austreiben.« ( 2. Könige 1,2, Matthäus 12,24-29)

 Zitat: »Er treibt die bösen Geister nicht anders aus als durch Beelzebul, ihren Obersten.«

velvet

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Antw:Das Beste aus der Bibel
« Antwort #20 am: 07. Mai 2012, 16:53:41 »
Die aktivsten Alten

Der steinalte Methusalem - 1. Mose 5, 21-27

Horror für die Pflegekassen, trotzdem möchte heute noch mancher »alt wie Methusalem« werden. Wie er wohl ausgesehen haben mag am Ende? Fest steht: Nach ihm kam die Sintflut, und nie wieder wurde ein Mensch so alt wie er. Und diesen Rang wird ihm trotz aller medizinischer Fortschritte niemand ablaufen. ( 1. Mose 5,21-27)

 Zitat: »Sein ganzes Alter ward 969 Jahre.«

 
Der salbende Samuel - 1. Samuel 8ff.

Auch im Alter schenkt Gott dem Propheten Samuel keine Ruhe. Das Volk begehrt einen König, und Samuel soll dessen Wahl begleiten. Er fügt sich, salbt Saul und später David zum König. ( 1. Samuel 8)

 Zitat: »Als aber Samuel alt geworden war, setzte er seine Söhne als Richter über Israel ein.«

 
Die Erscheinung des Engels vor Sarah, Tiepolo, Bischofspalast von Udine, 1728.
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  Die Erscheinung des Engels vor Sarah, Tiepolo, Bischofspalast von Udine, 1728.
Die spätgebärende Sarah - 1. Mose 18, 1-15; 21, 1-7

Sag niemals nie - auch wenn alle Biologie und alle Erfahrung dagegen sprechen! 90 Jahre alt war Abrahams Frau Sara, als sie ihren Sohn Isaak gebar. Bei Gott ist nichts unmöglich. ( 1. Mose 18,1-15, 1. Mose 21,1-7)

 Zitat: »Nun ich alt bin, soll ich noch der Liebe pflegen?«

 
Der störrische Barsillai - 2. Samuel 19, 32-41

Einen Luxus-Pflegeplatz am Jerusalemer Königshof ablehnen - dazu gehört Mut. Der 80-jährige Barsillai bringt ihn auf und lehnt das verlockende Angebot Davids ab. Statt in Saus und Braus alt zu werden, möchte er lieber in seine Heimatstadt zurückkehren. ( 2. Samuel 19,32-41)

 Zitat: »Lass deinen Knecht umkehren, dass ich sterbe in meiner Stadt bei meines Vaters und meiner Mutter Grab.«

 
Hannah und Simeon im Tempel, Rembrandt, 1628, Hamburg, Kunsthalle.
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  Hannah und Simeon im Tempel, Rembrandt, 1628, Hamburg, Kunsthalle.
Die erkennende Hanna - Lukas 2, 36-39

Dem Evangelisten Lukas zufolge gehörte die 84-jährige Prophetin zu den ersten Menschen, die Jesus als den Erlöser der Welt erkannten. Nach dem frühen Tod ihres Mannes hatte sich die Witwe entschlossen, am Jerusalemer Tempel zu dienen. Als Maria und Josef ihr Kind in den Tempel bringen, erklärte sie allen Anwesenden, wen sie da eigentlich vor Augen haben. ( Lukas 2,36-39)

 Zitat: »Und es war eine Prophetin, Hanna, die war hochbetagt.«

 
Susanna und die beiden Alten, Guercino, 1. Hälfte 17. Jh., Madrid, Prado.
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  Susanna und die beiden Alten, Guercino, 1. Hälfte 17. Jh., Madrid, Prado.
Die geifernden Voyeure - Stücke zu Daniel 1 (Apokryphen)

Je oller, je doller: Da verstecken sich doch glatt zwei namentlich nicht genannte ältere Männer im Gebüsch und beobachten die hübsche Susanna im Bade. Als diese sie entdeckt, schämen sie sich und verleumden die fromme Frau: Sie habe ein Techtelmechtel mit einem jungen Mann gehabt. ( Stücke zu Daniel 1)

 Zitat: »Und als die beiden Ältesten sie täglich umhergehen sahen, entbrannten sie in Begierde nach ihr.«

 
Hiob, Léon Bonnat (1833-1922), Louvre.
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  Hiob, Léon Bonnat (1833-1922), Louvre.
Der lebenssatte Hiob - Hiob 42, 10-17

Unvorstellbares Leid hatte der gottesfürchtige Hiob durchleben müssen. Doch nachdem er diese Prüfungen überstanden hatte, gab ihm Gott doppelt so viel von dem, was er je besessen hatte. Er durfte sich sogar noch an seinen Ur-Ur-Ur-Enkeln erfreuen. ( Hiob 42,10-17)

 Zitat: »Und Hiob starb alt und lebenssatt.«

velvet

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Antw:Das Beste aus der Bibel
« Antwort #21 am: 07. Mai 2012, 16:57:52 »
Die himmlischsten Verse

Der Himmel - unendliche Weiten. Seit Urzeiten beflügelt er die Menschen aller Kulturen zu spirituellen Fantasiereisen. Auch die Menschen der Bibel können sich der reichen Symbolik des Himmels nicht entziehen.

Am Anfang: Der Himmel - 1. Mose 1, 1

Eine gleichzeitig banale wie bemerkenswerte Feststellung: Der Himmel ist das erste, was Gott schuf. Die Verfasser der Schöpfungsgeschichte wollten damit klarmachen: Der Himmel als Sitz fremder »Götter« geht aufs Konto des einen biblischen Gottes. ( 1. Mose 1,1)

 Zitat: »Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.«

 
Das Himmelsbrot - 2. Mose 16; Johannes 6,31ff

Das Volk Israel murrte sich durch die Wüste - obwohl Mose es gerade eben aus ägyptischer Sklaverei befreit hatte. Um die Hebräer bei Laune zu halten, ließ Gott Manna regnen, es schmeckte »wie Semmel mit Honig«. Auch Jesus kannte die Geschichte und predigte darüber: »Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt.« ( 2. Mose 16, Joh 6,31)

 Zitat:Zitat: »Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.«

 
Christi Himmelfahrt, Andrea Mantegna, Altarretabel der Palastkapelle des Herzogs von Mantua, 1461, Florenz, Uffizien.
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  Christi Himmelfahrt, Andrea Mantegna, Altarretabel der Palastkapelle des Herzogs von Mantua, 1461, Florenz, Uffizien.
Die Himmelfahrt Jesu - Apostelgeschichte 1,6-11

Auf dem Ölberg in Jerusalem bestaunen Pilger und Touristen noch heute einen Stein mit einer Delle: Auf ihm soll Jesus in den Himmel »aufgehoben« worden sein. Was unglaublich klingt, hat große theologische Bedeutung: Von diesem Zeitpunkt an ist Jesu irdische Mission beendet und er sitzt neben Gott. ( Apg 1,6-11)

 Zitat: »Was steht ihr da und seht zum Himmel?«

 
Der feurige Himmelswagen - 2. Könige 2, 1-14

Die Himmelfahrt Jesu ist nicht einmalig. Tausend Jahre zuvor holte Gott bereits den Propheten Elia zu sich in den Himmel. Die Geschichte liest sich wie feinste Fantasy-Action: Elia schlägt mit seinem Mantel ins Wasser und geht mit seinem Schüler Elia trockenen Fußes durch den Jordan. Auf einem »feurigen Wagen mit feurigen Rossen« entschwindet Elia in den Himmel. ( 2. Kön 2,1-14)

 Zitat: »Und Elia fuhr im Wetter gen Himmel.«

 
Vision vom Himmlischen Jerusalem, Francisco de Zurbarán, 1629, Madrid, Prado.
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  Vision vom Himmlischen Jerusalem, Francisco de Zurbarán, 1629, Madrid, Prado.
Am Ende: ein neuer Himmel - Offenbarung 21, 1-7

Eine wahrhaft himmlische Zukunft verheißt der »Seher« Johannes in seiner Offenbarung: Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden erschaffen, sie werden quasi miteinander verschmelzen, denn Gott wird bei den Menschen wohnen und er wird abwischen alle Tränen. ( Offb 21,1-7)

 Zitat: »Und ich sah einen neuen Himmel und eine neuere Erde.«

 
Das Himmelszeichen Regenbogen.
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  Das Himmelszeichen Regenbogen.
Das Himmelszeichen - 1. Mose 9, 12-17

Medizin für überängstliche Klimakatastrophen- Propheten: So lange es Regenbogen gibt, wird keine neue Sintflut die Erde bedecken - auf ewig. Gott selbst suchte sich dieses wunderschöne beruhigende Wetterzeichen aus. ( 1. Mose 9,12-17)

 Zitat: »Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.«

 
Gott im Himmel - Matthäus 6,9f.

Gott: ein alter Mann mit weißem Bart, im Himmel sitzend? Dafür ist auch die allzu wörtliche Auslegung des Anfangssatzes des bekanntesten Gebetes der Christenheit verantwortlich. Es beinhaltet auch die Bitte, dass Gottes Wille »im Himmel so auf Erden« geschehe. ( Mt 6,9f.)

 Zitat: »Unser Vater im Himmel.«

velvet

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Antw:Das Beste aus der Bibel
« Antwort #22 am: 07. Mai 2012, 18:55:01 »
Die abschreckendsten Alkoholgeschichten
Alkohol ist kein Helfer in der Not: Quasi als Beweis für diese Erkenntnis erzählt die Bibel, wohin die Folgen des Alkoholmissbrauchs führen können. Auch der Tod kann winken - und nicht nur in Form einer Leberzirrhose.

 Der betrunkene Noah im Zelt.

Enterbt - 1. Mose 9, 20ff.

Die Sintflut ist überstanden - Grund genug für Noah, sich einen Vollrausch zu gönnen. Betrunken legt er sich nackt in sein Zelt. Sein Sohn Ham entdeckt den Vater und holt seine Brüder. Als Noah aus dem Rausch erwacht verflucht er seinen Sohn Ham dafür, dass dieser ihn nackt gesehen hat. ( 1. Mose 9, 20ff)

 Zitat: »Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag im Zelt aufgedeckt.«

 
Loth und seine Töchter: Francesco Furini, 1640, Madrid.
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  Loth und seine Töchter: Francesco Furini, 1640, Madrid.
Geschwängert - 1. Mose 19, 30-38

Zwei Schwestern mit Kinderwunsch, und außer dem alten Vater kein Mann in Sicht. Was tun? Die Töchter Lots (eines Neffen Abrahams) machen ihren Vater betrunken und lassen sich von ihm schwängern. Die beiden Söhne Moab und Ben-Ammi werden die Stammväter der Moabiter und Ammoniter. So ist diese krude Inzest-Geschichte wohl auch zu verstehen: Die Bibel-Verfasser möchten die beiden feindlichen Völker schlecht machen... ( 1. Mose 19, 30-38)

 Zitat: »Da gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken.«

 
Jesaja: Duccio, Sieneser Dom.
Foto: sob                                 
  Jesaja: Duccio, Sieneser Dom.
Bestraft - Jesaja 5,11ff

Durch sein Sprachrohr, den Propheten Jesaja, verflucht Gott die Trinker. Offensichtlich hatte er Grund dazu, viele Israeliten verbrachten tatsächlich den Tag vom Aufstehen bis in die Nacht mit Trinken. Die Trinker sind ein Grund dafür, dass Gott sein Volk in die babylonische Gefangenschaft schickt. ( Jesaja 5,11ff)

 Zitat: »Weh denen, die des Morgens früh auf sind, dem Saufen nachzugehen....«

 
Missverstanden - 1. Samuel 1,12ff

Wegen ihrer Kinderlosigkeit musste sich Hanna Spott und Schmach gefallen lassen. Todtraurig geht sie in den Tempel und betet. Da sie nur die Lippen bewegt, ohne einen Ton herauszubringen, vermutet der Priester Eli, Hanna sei betrunken. Er forderte die fromme Frau auf, den Alkohol zu erbrechen. Nachdem Hanna sich erklärt hat, verheißt Eli ihr ein Kind. ( 1. Samuel 1,12ff)

 Zitat: »Wie lange willst du betrunken sein?«

 
Verdreht - Sprüche 31,4-7

Wer darf Wein trinken? Jedenfalls nicht die Könige und die Fürsten. Denn die vergessen im Rausch das Recht und verdrehen es. Den »betrübten Seelen« hingegen gönnt eine besorgte Verfasserin des Buches der »Sprüche« ein »starkes Getränk, ... damit sie ihres Unglücks vergessen«. ( Sprüche 31,4-7)

 Zitat: »Nicht den Königen ziemt es, Wein zu trinken.«

 
Verspottet - Apostelgeschichte 2, 1-13

Ein Massen-Besäufnis mitten in Jerusalem! So dachten jedenfalls einige Bewohner, als sie unzählige Menschen verschiedener Nationen durcheinanderreden hörten. Das Besondere: Egal ob Ägypter oder Asiaten, ob Römer oder Araber, alle konnten sich verstehen! Erst der Apostel Petrus klärt auf: Nicht Alkoholmissbrauch, sondern der Heilige Geist ist Grund für die trunkene Stimmung. ( Apostelgeschichte 2, 1-13)

 Zitat: »Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.«

 
Judith mit dem Haupt des Holofernes, Cristofano Allori, 1580, Florenz.
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  Judith mit dem Haupt des Holofernes, Cristofano Allori, 1580, Florenz.
Ermordet - Buch Judit 9-13

Alkohol kann tödlich sein: Diese Erfahrung musste der assyrische General Holofernes machen. Nach allen Regeln der Kunst verdrehte die fromme jüdische Witwe Judit dem feindlichen Militärführer den Kopf, machte ihn betrunken - und schnitt ihm dann denselben ab. Für diesen Mord wurde sie von ihrem Volk Israel gefeiert, denn sie hatte einen mächtigen Gegner ausgeschaltet. ( Buch Judit 9-13)

 Zitat: »Und Holofernes war fröhlich mit ihr und trank so viel, wie er in seinem Leben noch nie getrunken hat.«

velvet

  • Gast
Antw:Das Beste aus der Bibel
« Antwort #23 am: 07. Mai 2012, 19:01:29 »
Die rührendsten Liebesgeschichten
Die Liebe ist das höchste der Gefühle zwischen zwei Menschen. Dass sie oft auch ein sehr seltsames Spiel ist, manchmal auch ohne Happy End - davon berichtet die Bibel.
Abraham und Sara - 1. Mose 12-23

Das Stammelternpaar der Bibel geht gemeinsam durch dick und dünn. In Ägypten gibt sich Sara als Abrahams Schwester aus und macht dem Pharao schöne Augen und rettet damit ihrem Mann das Leben. Die Liebe der beiden ist stärker als die belastende Kinderlosigkeit. Im hohen Alter werden sie unvermutet Eltern von Isaak. So erfüllt sich Gottes Zusage, dass Abraham so viele Nachkommen wie Sterne am Himmel bekommen werde. ( 1. Mose 12-23)

 Zitat: »Siehe, ich weiß, dass du ein schönes Weib bist.«


  Anthonis van Dyck, Simson und Dalila, 1. Drittel 17. Jh., Wien
Simson und Delila - Richter 16

Liebe machte Simson, den mächtigen Richter Israels, im wahrsten Sinne des Wortes blind. Er hatte sich in die schöne Delila verliebt. Sie nutzte sein Gefühl aus und entlockte ihm im Auftrag der feindlichen Philister das Geheimnis seiner Stärke. Die Folge: Sie nehmen ihn fest und stechen ihm die Augen aus. ( Richter 16)

 Zitat: »Und sie ließ ihn einschlafen in ihrem Schoß.«

 David und Batseba,
David und Batseba - 2. Sam 11f.

Kann denn Liebe Sünde sein? Auf jeden Fall kann sie mit einer Sünde beginnen. David und Batseba verbringen eine Nacht im Palast miteinander. Schön und gut - doch Batseba ist mit dem Soldaten Uria verheiratet. Damit er Batseba alleine für sich hat, schickt David Uria ins Schlachtgetümmel, wo dieser getötet wird. Das ist einigermaßen schäbig, findet auch Gott. Zur Strafe für den Ehebruch mit Todesfolge muss das in der Liebesnacht geborene Kind sterben. Dafür wird der zweite Sohn, Salomo, der neue Herrscher Israels. ( 2. Sam 11f.)

 Zitat: »Da sah er vom Dach aus eine Frau sich waschen; und die Frau war von sehr schöner Gestalt.«

 
Konrad Witz, König Salomo und die Königin von Saba, um 1435, Berlin.
Foto: sob                 
  Konrad Witz, König Salomo und die Königin von Saba, um 1435, Berlin.
Salomo und die Königin von Saba - 1. Könige 10, 1-13

Hätte es damals schon die Boulevardpresse gegeben, wäre die kurze, aber heftige Liaison zwischen den beiden Monarchen auf den Titelseiten gelandet. Denn es hat heftig gefunkt zwischen der sagenumwobenen Königin aus dem heutigen Äthiopien und dem weisen und wohlhabenden Salomo; dieser »gab der Königin von Saba alles, was ihr gefiel und was sie erbat«. Der Legende nach ist auch ein Sohn aus dieser Liebe entstanden. ( 1. Könige 10, 1-13)

 Zitat: »Als aber die Königin von Saba alle Weisheit Salomos sah, und das Haus, das er gebaut hatte, geriet sie vor Staunen außer sich.«

 
Sulamith und Salomo - Hoheslied

Erotik pur, mitten in der Bibel, und das Wort »Gott« kommt gar nicht vor: Unverblümt besingt das »Hohelied« die körperlichen und seelischen Genüsse eines jungen Liebespaares. Da geht es um Lust und Leidenschaft, um runde Hüften und wohlgeformte Brüste, um nackte Körper und triefende Lippen. Und um die Einsicht: »Liebe ist stark wie der Tod.« ( Hoheslied)

 Zitat: »Dein Schoß ist wie ein runder Becher, dem nimmer Getränk mangelt.

 
Christgeburt: Lorenzo Lotto, 1523, National Gallery of Art, Washington.
Foto: sob           
  Christgeburt: Lorenzo Lotto, 1523, National Gallery of Art, Washington.
Josef und Maria - Matthäus 1, 18-25

Übergroße Liebe braucht Josef, um das zu ertragen: Maria, seine Verlobte, war schwanger - von einem unbekannten Vater! Und dann soll er auch noch einem Engel glauben, der ihm die wenig plausible Erklärung präsentiert, kein fremder Mann, sondern der Heilige Geist habe Maria geschwängert. Josef ist fromm und weise genug, bei Maria zu bleiben und Jesus wie seinen eigenen Sohn zu behandeln. ( Matthäus 1, 18-25)

 Zitat: »Josef aber gedachte, sie heimlich zu verlassen.«

 
Maria und Maria Magdalena beweinen den toten Jesus, Angelo Bronzino, Florenz, um 1530.
Foto: sob   
  Maria und Maria Magdalena beweinen den toten Jesus, Angelo Bronzino, Florenz, um 1530.
Jesus und Maria von Magdala - Lukas 8. Johannes 19f., 20

Liebe war's - doch was für eine? So viel steht fest: Jesus hatte Maria, eine Frau aus dem Ort Magdala, von sieben bösen Geistern befreit. Fortan gehörte sie zu seinem Jüngerkreis. Sie stand unter dem Kreuz, entdeckte als Erste das leere Grab, und der auferstandene Jesus zeigte sich ihr zuerst. Spätere Überlieferungen identifizieren sie mit der »Sünderin«, die Jesus die Füße salbte (Lukas 7, 36ff.). ( Lukas 8, Johannes 19)

 Zitat: »Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte.«

 

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