Autor Thema: Exorzismus in Bayern: Die verschwiegene Wahrheit  (Gelesen 20036 mal)

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Eglantine

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Antw: Exorzismus in Bayern: Die verschwiegene Wahrheit
« Antwort #16 am: 12. Mai 2012, 22:31:53 »
N Abend zusammen,

erst einmal an Winfried : Danke für die Bemerkung

Zitat
Heutzutage ist es modern, die BARMHERZIGKEIT Gottes grundsätzlich über seine GERECHTIGKEIT zu stellen. Dies ist aber nur insofern richtig, als ein Mensch (Todsünder) auch bereit ist, Gottes Barmherzigkeit anzunehmen.

Das hier, ist der Satz, den ich meisten verabscheue:
Zitat
Was Du aussäst musst Du ernten, oder so ähnlich kann es beschrieben werden

Wenn das wahr wäre, müsste gäbe es keinen einzigen Märtyrer. Denn was haben die gesät?

Ich finde auch, dass es arg schlimm ist, dass es so wenige Exorzisten gibt.
Oder, echte Exorzisten bräuchten wir vielleicht nicht mal, wenn wir nur mehr echte Christen hätten.
Ich war gerade surfen und stelle immer häufiger fest, dass sich die sogenannten "außersinnlichen Wahrnehmungen" immer mehr häufen.

Also, ich selber habe nur solche, wenn ich echt krank bin. Es gibt aber Leute, die stolz darauf sind, soetwas zu haben. Sie üben sie auch noch, trainieren die AKE`s  und  PSI `s, wie einen Muskel und scheinen es teilweise zu genießen.
Ich meine schon, dass man hier viel mehr tun sollte.
Die meisten dieser Wahrnehmungen kommen nicht von Gott und sind dringend behandlungsbedürftig.
Auch geistlich.  Ja geis - t - lich.

Ich hatte irgendwann mal eine Zeit, da war es mir im Schlaf, als könnte ich nicht mehr aufwachen.
Das hatte zwei Gründe:
1. ich hatte schwere Depressionen und
2. ich hatte einen harten, geitlichen Kampf auszustehen.

Ich bin dann zu einem Therapeuten gewechselt.
Leider kann man aber mit einem Arzt nicht über solche Dinge im Detail reden. Wenn ich dem alles erzählt hätte, was ich dort "erlebt" haben, wäre ich auch der Psychiatrie gelandet.

Hier herrscht ein enormes Defizit.
Wir bräuchter viel mehr Seelsorger, die sich diesen schweren Seelenbedrängnissen annehmen und auch damit umgehen können.
Dazu wären Mystiker nötig, die direkt mit Gott in Verbindung stehen.

Und noch etwas:
wenn man in einer echten Krise ist, hilft einem der Glaube allein nicht mehr weiter.
Selbst Jesus hat Blut geschwitzt und geweint und Todesängst ausgestanden.
"Nicht eine Stunde konnntet ihr mit mir wachen".
Dieser Satz ist mir in den letzten Monaten mehr als einmal ins Bewusstsein gekommen.
Nicht eine Stunde findet man jemanden, dem man sich durch und durch anvertrauen kann. Der einem zur Seite steht, wenn es ganz bitter wird.
Das ist gerade in arger Seelennot ganz schlimm.
Auf Gott vertrauen, wenn man nichts hat, das einem die Existenz Gottes beweist, ist eine echte Kunst.

Und leider ist das echte Leben nach wie vor nicht danach, dass einem der Glaube leicht gemacht wird.

Hier auch ein Video (bitte nur ansehen, wer gute Nerven hat)

US-Polizei tötet geisteskranken Wohnungslosen - Teil1 - 11.5.12


US-Polizei tötet geisteskranken Wohnungslosen - Teil2 - 11.5.12



Liebe Grüße

Eg.

Offline Winfried

  • ****
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Antw: Exorzismus in Bayern: Die verschwiegene Wahrheit
« Antwort #17 am: 13. Mai 2012, 11:09:30 »

„ Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen:
Weg von mir, ihr Verfluchten,
in das ewige Feuer,
das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“


Wörtlich genommen oder wörtlich gelesen ist "nur" der Teufel und seine Engel im ewigen Feuer.




Lieber videre,

mit den "Verfluchten" (Verdammten) sind schon die Menschen gemeint, welche das Heilsangebot Jesu bis zum Schluß ablehnen. Die Hölle, der Ort ewiger Verdammnis, war ursprünglich für die gefallenen Engel gedacht. Nachdem die Menschheit aber in (Tod-) Sünde gefallen war (Gen 3), gelangen auch die Seelen derer dorthin, die, wie gesagt, das Erbarmen und die liebevolle Zuwendung Gottes bis zum Schluss ablehnen.


Die Hölle ist sowohl ein Zustand, als auch ein Ort. Sie wird als Zustand der absoluten Gottesferne beschrieben (Zustand ewiger Qual und Pein), aber auch als Ort. Da es sich bei den gefallenen Engeln, aber auch bei den Menschen, die sich quasi selber verdammt haben, um geistige Wesen handelt (Seelen der Verdammten), ist es etwas schwierig, diese an einen bestimmten Ort festzumachen. Wie wir uns das vorstellen sollen, kann niemand mit Sicherheit behaupten. Jedenfalls geht, besonders heute, der Teufel "umher wie ein brüllender Löwe" (1 Petr. 5,13). Nach den Aussagen der Hl. Schrift wird er nach dem Erscheinen des Antichrist "für 1000 Jahre" gebunden werden, woraufhin er dann "für eine kurze Zeit" wieder freigelassen werden wird (Offb 20,7). Danach werden er und sein Anhang auf ewig "weggesperrt" (Offb 20,10).


Im heutigen modernen theologischen Denken wird oft behauptet: "Die Hölle ist leer". Wenn sie leer ist, dann aber nur, weil alle Dämonen auf der Erde sind (s.o.). Dass dies vielen Theologen Unbehagen bereitet, ist mir schon klar. Dies ändert aber nichts an der Tatsache.


Zum Thema "ewige Verdammnis" vgl. auch folgende Erfahrungsberichte:

http://kath-zdw.ch/maria/pforte.html.




 ;tffhfdsds
In hoc signo vinces.

Johannes, der Bär

  • Gast
Antw: Exorzismus in Bayern: Die verschwiegene Wahrheit
« Antwort #18 am: 13. Mai 2012, 13:08:21 »
Ich habe die drei Quellen, die Winfried nannte (Hölle, Existenz Hölle, Pforte des Himmels und der Hölle) gelesen.

Auch wenn ich nichts davon halte: "Die Hölle ist leer, alle Teufel sind hier!" (Original engl. "Hell is empty, devils are here!") ist ein Zitat von William Shakespeare aus "Der Sturm" (The Tempest).

Ich erzähle mal eine Geschichte:
Angenommen, jemand ist böse von Jugend auf. Strebsam in der Schule und im Studium. Trotzdem packt er's einfach nicht. Fliegt aus dem ersten Studium, fliegt aus dem zweiten, und versucht sich nach Psychiatrieaufenthalt und Reha in einer Ausbildung an einem Berufsförderungswerk.
Immer stärker überfallen ihn böse Gedanken. In seinem Ausbilder sieht er einen Teufel und schließlich beugt er sich dem Druck und lässt den Teufel in sich hinein. Er wird ein Seelenloser. Er merkt selbst die Seelenlosigkeit, spürt das Feuer der Hölle – in sich.
„Das Feuer der Hölle ist Leere, Gottesferne, Bosheit. Als ich den Teufel in mich ließ, stand ich vor dem Spiegel. Ich sah, wie sich meine Augen gelb färbten und mich böse ansahen. Das war die Zeit, in der meine Ausbildungszeit zu Ende ging. Am Tag darauf wurde ich in die Psychiatrie eingeliefert, wo ich 5 Monate blieb.
In dieser Zeit betete ich viel und innig und stellte eine grundlegende Veränderung fest: Ich wurde fester. So ging ich in ein Langzeitwohnheim für psychisch Kranke. Es war wie ein Auffanglager. Ich konnte mich voll entwickeln und wurde nicht rausgeschmissen. Aber die Bosheit war trotz intensiver Beschäftigung mir der Bibel immer noch da. So landete ich eines Tags doch wieder in der Psychiatrie.
Und in der Psychiatrie lernte ich Gott kennen und besiegte den Teufel in mir. Und Jesus half mir, indem er das alte Leben nahm und mir ein neues Leben gab. Die alte Seele war da schon längst tot, verkümmert, kaputt.
Niemand erhörte meine Bitte, mir meine Seele zurückzugeben. Jesus Christus schenkte mir eine neue. Die alte, die verlorene, schmort jetzt in der Hölle.
Und dann stand ich auf von den Toten. Meine Eltern heißen jetzt nicht mehr Jürgen und Christa, sondern Gott als Vater und die Gemeinschaft der Gläubigen als Mutter, Schwestern und Brüder.
Und hallo, da bin ich!

Und auf englische Hundemenschen ich höre auch nicht mehr.“

"Plötzlich sah ich, wie hier eine unzählige Menge Menschen war, Jugendliche, vor allem junge Menschen, alle in unsäglichen Schmerzen. Ich begriff, dass sie an diesem schrecklichen Ort, in diesem Sumpf und Morast voll Hass und Schmerz mit den Zähnen knirschten, und ein Heulen und Wehgeschrei aus ihnen hervorbrach, das mich erzittern ließ, das ich niemals vergessen werde. Begreifen Sie? Das ist Gottferne, das ist Sünde, das sind die Folgen der Sünden. Begreifen Sie, was Sünde ist?"
aus http://kath-zdw.ch/maria/pforte.html

„Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.“
Offenbarung 3,21

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten […].Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.“
1. Petrus 1,3-9 (mit Lücken)

„Ihr seid ja neu geboren worden. Und das verdankt ihr nicht euren Eltern, die euch das irdische Leben schenkten; nein, Gott selbst hat euch durch sein lebendiges und ewiges Wort neues, unvergängliches Leben geschenkt.“
1. Petrus 1,23

„Vergessen wir nicht: Auch wir wussten es früher nicht besser. Wir waren Gott ungehorsam, kannten den richtigen Weg nicht und wurden von allen möglichen Wünschen und Leidenschaften beherrscht. Bosheit und Neid bestimmten unser Leben. Wir hassten alle, und alle hassten uns. Aber dann wurde die Liebe und Güte Gottes, unseres Befreiers, sichtbar. Er rettete uns - nicht, weil wir etwas geleistet hätten, womit wir seine Liebe verdienten; nein, seine Barmherzigkeit hat uns durch eine neue Geburt und die Taufe zu neuen Menschen gemacht. Das wirkte der Heilige Geist, den Gott uns durch unseren Retter Jesus Christus in reichem Maße geschenkt hat. So sind wir allein durch seine unverdiente Güte von aller Schuld befreit und warten voller Hoffnung auf das ewige Leben, das wir als seine Kinder erben werden.“
Titus 3,3-7

Offline Marcel

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Antw: Exorzismus in Bayern: Die verschwiegene Wahrheit
« Antwort #19 am: 14. Mai 2012, 23:28:01 »
wie schon geschrieben:

Zum Propheten Jeremias sagte der Herr:
„Ich habe meinen Zorn mit einem Feuer entzündet, das ewig brennen wird.“

Ich vermute, es ist die Stelle Jer 17,4 gemeint: »Denn Feuer lodert auf in meinem Zorn,
für immer ist es entbrannt.« (Einheitsübersetzung)

Diesen Satz kann man – denke ich – auf die Hölle beziehen.

Zitat
Mit dem selben Wortlaut schreibt  Matthäus  in 25, 41:
„ Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen:
Weg von mir, ihr Verfluchten,
in das ewige Feuer,
das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“


Wörtlich genommen oder wörtlich gelesen ist "nur" der  Teufel und seine Engel im ewigen Feuer.

Ursprünglich ja. Später kamen auch die verdammten Menschen hinzu, wie es
bei Matthäus geschrieben steht.

Wie beten wir nach jedem Gesätz im Rosenkranz?

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der
Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzig-
keit am meisten bedürfen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Fatima-Gebet

Zitat
Wieso steht nirgends in die ewige Hölle, die Hölle ist kein Scheiterhaufen der brennt oder doch?

Doch, in der Hölle brennt ein Feuer. Das sahen auch die Kinder von Fatima. Aus
▶ »Die Botschaft von Fatima« von der Vatikan-Website:

… die Vision der Hölle.

Unsere Liebe Frau zeigte uns ein großes Feuermeer, das in der Tiefe der Erde zu
sein schien. Eingetaucht in dieses Feuer sahen wir die Teufel und die Seelen, als
seien es durchsichtige schwarze oder braune, glühende Kohlen in menschlicher
Gestalt. Sie trieben im Feuer dahin, emporgeworfen von den Flammen, die aus
ihnen selber zusammen mit Rauchwolken hervorbrachen. Sie fielen nach allen
Richtungen, wie Funken bei gewaltigen Bränden, ohne Schwere und Gleichgewicht,
unter Schmerzensgeheul und Verzweiflungsschreie, die einen vor Entsetzen erbeben
und erstarren ließen. Die Teufel waren gezeichnet durch eine schreckliche und
grauenvolle Gestalt von scheußlichen, unbekannten Tieren, aber auch sie waren
durchsichtig und schwarz.

Diese Vision dauerte nur einen Augenblick. Dank sei unserer himmlische Mutter,
die uns vorher versprochen hatte, uns in den Himmel zu führen (in der ersten Er-
scheinung). Wäre das nicht so gewesen, dann glaube ich, wären wir vor Schrek-
ken und Entsetzen gestorben.

Wir erhoben den Blick zu Unserer Lieben Frau, die voll Güte und Traurigkeit sprach:

Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen.


Marcel
In te, Domine, speravi:
non confundar in aeternum.

 

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