Autor Thema: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom  (Gelesen 20033 mal)

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Offline Laus Deo

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Antw: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom
« Antwort #8 am: 16. Mai 2012, 13:15:40 »
@ Christian 28
Und hier siehst du schön, was ich meine.
Sie lehnen die neue Messe ab. Also wenn der Papst eine Messe feiert, welche er im neuen Ritus tut, soll diese abgelehnt werden, dass ist die Ausage der Piussen. Also wo sind wir hier den?

Zu diesem Thema schreibe ich jetzt nichts mehr.
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Johannes 14,6

Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Matthäus 16,8

Offline videre

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Antw: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom
« Antwort #9 am: 16. Mai 2012, 13:48:31 »



Liebe Leserinnen und Leser,

nur zur Information:
 
Mittwoch, 16. Mai 2012, 13:42 Uhr

Rom und die Piusbruderschaft vor einer Einigung?

Die vatikanische Gerüchteküche rund um die „Annäherungsversuche“ des Papstes an die Piusbruderschaft brodelt wieder. Angeblich soll es bis Ende des Monats eine endgültige Entscheidung darüber geben, ob der Dialogprozess des Vatikans mit der extrem konservativen, mitunter als fundamentalistisch bezeichneten Gruppe zu einer Einigung führt oder nicht.
Konservative Kreise streuen das Gerücht, die Einigung stehe kurz bevor. Noch vor wenigen Wochen waren manche Vatikanbeobachter von einem Scheitern der Verhandlungen ausgegangen.

Die Geheimgespräche zwischen Rom und der Gruppe, die auch in Österreich tätig ist, werden deshalb so aufmerksam (und misstrauisch) verfolgt, weil sie gesamtkirchliche Auswirkung haben können. Die Piusbruderschaft ist aus der Ablehnung wichtiger Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils heraus entstanden: Vor allem geht es um die Religionsfreiheit und die ökumenischen Beziehungen zu anderen christlichen Kirchen (und zum Beispiel zu den Juden), die das Zweite Vatikanum besonders betont hat. Andere Stolpersteine hat Benedikt XVI. den Piusbrüdern bereits aus dem Weg geräumt: Er hat die Feier der sogenannten „alten“ Messe, also des tridentinischen Ritus (unter anderem auf Latein, der Priester wendet dem Volk den Rücken zu), wieder in der gesamten römisch-katholischen Kirche erlaubt.

Schon diese Entscheidung des Papstes wurde von fortschrittlichen Theologen kritisiert: Die Unterschiede zwischen dem neuen und dem tridentinischen Messritus zeigten, so das Argument, auch unterschiedliche Kirchenbilder. Vor allem werde im neuen Ritus das Volk, also die Laien, deutlicher eingebunden. Progressive Kräfte befürchten nun, dass der Papst in den Gesprächen mit der Bruderschaft die Verbindlichkeit des Zweiten Vatikanums aufgeweicht habe – zumal er sich schon länger gegen eine zu progressive Auslegung der Konzilstexte wendet. In Vatikankreisen heißt es aber, Benedikt XVI. werde nicht hinter das Konzil zurückfallen.
Vor allem stellt sich die Frage, was in der „lehrmäßigen Präambel“ steht, die der Papst den Piusbrüdern vorgelegt hat. Theologen kritisieren, dass die Gespräche geheim geführt werden, während Positionen besprochen und interpretiert werden, welche die gesamte Kirche betreffen.

Konflikte gibt es aber auch in der Piusbruderschaft selbst, wie deren Generaloberer, Bischof Bernard Fellay, jüngst einräumte: Er könne ein Auseinanderbrechen der Gruppe an der Frage, ob man sich mit Rom versöhnen soll, nicht ausschließen. Vorangegangen waren Meldungen, wonach sich die drei anderen Bischöfe der Bruderschaft gegen Roms Versöhnungsangebot ausgesprochen hätten.
Der Vatikan gibt sich offiziell weiter sehr verschwiegen. Kurienbischof Kurt Koch hatte jüngst erklärt, dass es nicht ausreiche, wenn die Piusbrüder „65 Prozent des Konzils ablehnen“. Heute tagt die vatikanische Glaubenskongregation über die Causa Piusbrüder. Das letzte Wort hat der Papst.


Aus:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/art17,886994

Offline videre

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Antw: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom
« Antwort #10 am: 16. Mai 2012, 17:31:52 »
Liebe Leserinnen und Leser,

Nur zur Information:

Beratungen über die Piusbruderschaft

Entscheidung über mögliche Wiedereingliederung rückt näher.

Erstellt von Radio Vatikan am 16. Mai 2012 um 16:04 Uhr
 


Vatikan (kathnews/RV). Die Glaubenskongregation hat an diesem Mittwoch über die Piusbruderschaft beraten.

 Bei der ordentlichen Sitzung des Gremiums sei es auch um die traditionalistische Bruderschaft, insbesondere das Antwortschreiben deren Oberen, Bernard Fellay, vom 17. April 2012 gegangen. Das teilte das Presseamt des Heiligen Stuhles im Anschluss an die Sitzung mit. Dazu habe die Glaubenskongregation einige Beobachtungen formuliert, die in die weiteren Gespräche mit der Bruderschaft mit einfließen würden, heißt es in der Vatikanmitteilung weiter. Der Fall der drei Mitbischöfe Fellays werde im Folgenden „separat und im Einzelnen“ behandelt werden, so die Mitteilung weiter.
Die drei Bischöfe sollen versucht haben, ihren Oberen von einer Einigung mit dem Vatikan abzuhalten. Das geht aus einem in diesen Tagen per Indiskretion veröffentlichten Briefwechsel hervor, der durch die Medien ging. Das Ergebnis der Beratungen werden am Freitag über den Präfekten der Kongregation, Kardinal William Levada, an den Papst überbracht, berichtete die Katholische Nachrichtenagentur KNA an diesem Mittwoch. Benedikt XVI. muss dann über eine mögliche Wiedereingliederung der Priesterbruderschaft St. Pius X. in die katholische Kirche entscheiden. Wann und wie der Papst dazu entscheiden wird, ist offen. An den Beratungen der Glaubenskongregation nahm an diesem Mittwoch laut KNA auch der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller teil.

Foto: Hl. Messe bei der Piusbruderschaft – Bildquelle: fsspx.info

http://www.kathnews.de/beratungen-ueber-die-piusbruderschaft

Offline Christian28

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Antw: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom
« Antwort #11 am: 16. Mai 2012, 18:22:27 »
@ChrS

Du solltest dabei aber auch erwähnen das die Vorgänge , welche in der neuen Messe stattfinden nicht dem Wunsch des heiligen Vaters entsprechen , sondern das wir hier einer Deutungshoheit von Modernisten unterliegen und dem Ungehorsam der einzelnen Teilbereiche der Kirche.
Das VII  wird doch gerade deswegen falsch ausgelegt, weil wir diese Deutungshohheit gegen den Willen des heiligen Vaters durchgesetzt wird.

Die neue Messe so wie sie ursprünglich geplant wurde , unterscheidet sich enorm von der heute praktizierten Version. Auch die ganzen anderen Änderungen die eingeführt wurden sind nicht durch das VII belegt worden.
Wenn wir zB. den Tabernakel als Beispiel nehmen.  Er ist der zentrale Punkt der Kirche und der Blick der Gläubigen sollte auf Ihn ausgerichtet sein.
Die neue Messe würde dies vollkommen verwirklichen , der Umstand die Mahltische einzurichten oder die Zuwendung des Priesters zum Volk ist nicht Bestandteil des neuen Messritus sondern auf die eigenwilligkeit der ausführenden Organe zurückzuführen.

Bestes Gegenbeispiel sind hier Priester welche die neue Messe auch mit andacht feiern.

Ich konnte mich in die Liturgie nur kurz einlesen über Kathpedia , jedoch ist mir dabei aufgefallen , das sie Liturgie nachdem VII  ohnehin nicht eingehalten wird in meiner Gegend. Viele Teile vermisse ich in den Messen , welche bei uns gehalten werden.

Hätte hier jemand die Güte mir die Texte des zweiten Vaticanums zu schicken bzw. mir einen Link zu geben mit den Erlässen , dann könnte ich dies auch mal näher nachprüfen bzw. mich einlesen.


Offline Marcel

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Antw: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom
« Antwort #12 am: 17. Mai 2012, 00:22:14 »
Hätte hier jemand die Güte mir die Texte des zweiten Vaticanums zu schicken bzw. mir einen Link zu geben mit den Erlässen , dann könnte ich dies auch mal näher nachprüfen bzw. mich einlesen.

Die Grundlage ist die Konstitution über die heilige Liturgie ▶ »Sacrosanctum Concilium«
von 1963.

Weitere Informationen zur Liturgiereform:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liturgiereform
http://de.wikipedia.org/wiki/Consilium_zur_Durchf%C3%BChrung_der_Liturgiekonstitution

Marcel
In te, Domine, speravi:
non confundar in aeternum.

Offline ChrS

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Antw: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom
« Antwort #13 am: 17. Mai 2012, 10:57:26 »
@ Christian28

Teilweise stimmt es schon, was Du schreibst. Der Heilige Vater befürwortet aber – nach eigener Aussage (z.B. im Interview-Buch „Licht der Welt“ mit Peter Seewald) – die neue Messe und feiert sie ja bekanntlich auch. Freilich lehnt er die groben Liturgiemissbräuche (z.B. Faschingsmessen, Badeämter, Fußballgottesdienste) ab. Die FSSPX sagt aber: Auch wenn die neue Messe gemäß den Vorschriften Roms gefeiert wird, ist sie nicht katholisch. Der neue Messritus – so die FSSPX – ist eine Mischung aus richtigen katholischen und irrigen protestantischen Elementen und darum abzulehnen. Wenn Du schreibst: „Die neue Messe so wie sie ursprünglich geplant wurde, unterscheidet sich enorm von der heute praktizierten Version.“ so spielst Du damit u.U. auf die Liturgiereform von 1965 an. P. Gaudron FSSPX hat z.B. einmal betont, dass man diese hätte annehmen  müssen, da sie nicht dem katholischen Glauben widerspricht (im Gegensatz zu der von 1969). In der Tat hat das II. Vatikanum nicht direkt den neuen Messritus geschaffen, wohl aber – so die FSSPX – indirekt, durch seine neuen Lehren, die zu einer neuen Liturgie führen mussten. Schließlich gilt: „Lex orandi, lex credendi.“ – „Das Gesetz des Betens entspricht dem Gesetz des Glaubens.“

Die FSSPX betont, dass das Konzil folgendermaßen lehrt:

(1.) z.T. eindeutig katholisch,

(2.) z.T. mehrdeutig (katholische Auslegung möglich),

(3.) z.T. eindeutig nicht-katholisch (katholische Auslegung nicht möglich).

Als eindeutig nicht-katholisch betrachtet die FSSPX z.B. die Erklärung „Dignitatis humanae“, die die öffentliche unterschiedslose Religionsfreiheit als Ideal und Menschenrecht lehrt, die noch Pius XII. ausdrücklich verurteilte. Als eindeutig nicht-katholisch auch die Aussage in „Lumen gentium“, wonach die Muslime „mit uns den einen Gott anbeten“ (Nr. 16) oder eine ähnliche Aussage in „Nostra aetate“, wonach die Muslime „den alleinigen Gott anbeten“ (Nr. 3).

Dies nur als kurze Information. Da es mir nicht gestattet ist, hier den Standpunkt der FSSPX zu verteidigen, werde ich das nicht tun, um nicht gesperrt zu werden und mich so auch weiterhin in anderen Themenbereichen immer wieder mal zu Wort melden zu können. Wenn Ihr Fragen bzgl. der Begründung des FSSPX-Standpunktes habt, könnt Ihr euch an mich persönlich wenden oder öffentlich im Forum der Katholischen Tradition.

Ergänzung
Die Dokumente des II. Vatikanums können hier nachgelesen werden: http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm
« Letzte Änderung: 17. Mai 2012, 11:04:15 von ChrS »
"Ich sehe nicht, inwiefern die lehrmäßige Festigkeit im Widerspruch stünde zur geschmeidigen, erfinderischen, ja sogar kühnen Liebe [...], wie die doktrinale Unbeugsamkeit im Gegensatz stehen sollte zu herzlichem Mitleid" (Bischof Alfonso de Galarreta FSSPX, Ecône, 29.6.2011).

Botschafter

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Antw: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom
« Antwort #14 am: 17. Mai 2012, 12:44:19 »
Gibt es nicht ein Gebot DU SOLLST NICHT LÜGEN??

Aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel, speziell bei den Piussen...

ChrS:
Zitat
Dies nur als kurze Information. Da es mir nicht gestattet ist, hier den Standpunkt der FSSPX zu verteidigen, werde ich das nicht tun, um nicht gesperrt zu werden und mich so auch weiterhin in anderen Themenbereichen immer wieder mal zu Wort melden zu können. Wenn Ihr Fragen bzgl. der Begründung des FSSPX-Standpunktes habt, könnt Ihr euch an mich persönlich wenden oder öffentlich im Forum der Katholischen Tradition.

Anmerkung: Die Lehrmeinung der Piussen ist für einen papsttreuen Katholiken nicht relevant.

Empfehlung: Wer die trad. Hl.Messe besuchen will, soll dies bei den papsttreuen Petrusbrüdern FSSP tun, denn sie verrichten ihre Seelsorge ohne Rechtfertigungslärm einer kath. Nebenposition.

Offline Mariae

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Antw: Piusbruderschaft zum Gespräch in Rom
« Antwort #15 am: 17. Mai 2012, 19:56:42 »
Wird die Piusbruderschaft anerkannt, so werden auch ihre Feinde das eigene Fähnchen in den neuen Wind stellen. Sie dann herzlicht begrüßen .  fckjc ;hqdffrthjbh ;hqdffrthjbh
Statt das Evangelium in dem Geiste zu lesen, in dem es geschrieben wurde, beschränken sich die Jesusfans auf ihr selbst erfundenes Motto: „Jesus liebt dich“ und erklären sich die Welt so, als ob es keine Wiederkunft des Herrn gäbe, nach der die Spreu vom Weizen getrennt wird.

 

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