Autor Thema: Pfingsten: „Sich auf das Ganze ausrichten und eins werden“  (Gelesen 2666 mal)

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velvet

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Zu Pfingsten kommen Einheit und Verstehen auf, wo zuvor Spaltung und Fremdheit war. Das hat Papst Benedikt XVI. beim Pfingstgottesdienst im Petersdom an diesem Sonntag hervorgehoben. In der vollbesetzten vatikanischen Basilika rief der Papst die Katholiken dazu auf, sich dem Einheit stiftenden Heiligen Geist zu öffnen und nicht länger „fasziniert der eigenen Wahrheit zu folgen“, sondern hinzuhören, zu teilen und in Demut die Wahrheit Christi aufzunehmen.

Die Ausgangslage für eine solche Haltung sei heute denkbar schlecht, so der Papst sinngemäß. Obwohl die Medien und die technischen Möglichkeiten die Distanzen verringerten, wachse scheinbar die Aggressivität und das Unverständnis zwischen den Menschen. In einer Passage, die sich geradezu als Kommentar auf die jüngsten Vorgänge im Vatikan mit der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente lesen lässt, sagte ein leicht ermüdet wirkender Papst:

„Es stimmt schon, wir haben die Möglichkeiten multipliziert, untereinander zu kommunizieren, an Informationen heranzukommen, Nachrichten zu übermitteln – aber können wir behaupten, dass auch unsere Fähigkeit gewachsen wäre, uns zu verstehen? Oder ist es, paradoxerweise, nicht eher so, dass wir uns immer weniger untereinander verstehen? Herrscht unter den Menschen nicht eher Misstrauen, Verdacht, Furcht vor dem anderen, so dass sie sich gegenseitig geradezu gefährlich werden?“

Die Pfingsterzählung vom Turmbau zu Babel enthalte da freilich eine „ewige Wahrheit“, mahnte der Papst, eine Wahrheit, die sich an allen Epochen der Geschichte und auch an unserer Gegenwart ablesen lässt: Wer versuche, Gott zu sein, „läuft Gefahr, in Wirklichkeit nicht einmal mehr Mensch zu sein“, weil plötzlich die dem Menschen wesentliche Fähigkeit fehle, sich untereinander abzusprechen, zu verstehen, zusammenzuarbeiten. Wie kann es denn dann, fragt der Papst, wirklich Einheit und Eintracht geben?

„Die Antwort auf diese Frage finden wir in der Heiligen Schrift: Einheit kann es nur geben durch das Geschenk des Geistes Gottes, der uns ein neues Herz geben wird und eine neue Zunge, eine neue Fähigkeit zu kommunizieren. Das ist es, was an Pfingsten geschehen ist.“

Das göttliche Feuer, das fünfzig Tage nach Ostern auf die um Maria versammelten Jünger herabkam, befähigte und befähigt bis heute die Christen zur Verwandlung, erklärte der Papst.

„Die Angst verschwand, das Herz fühlte eine neue Kraft, die Zungen lösten sich und begannen, offen zu reden, so dass alle die Verkündigung von Jesus Christus, dem Toten und wieder Auferstandenen, verstehen konnten. Wo zuvor Spaltung und Fremdeln war, da sind an Pfingsten Einheit und Verstehen aufgekommen.“

Wesentlich dabei sei das Aufsprengen der engen Grenzen des „Ich“, das an Pfingsten zum „Wir“ der Kirche werde.

„Jesus sagt uns: Als Christen handeln, heißt, nicht länger ins eigene Ich eingeschlossen zu sein, sondern sich auf das Ganze auszurichten. Es heißt, die ganze Kirche in sich selbst aufzunehmen, beziehungsweise, besser noch, es zuzulassen, dass sie uns in sich aufnimmt.“

Nur wenn der Christ sich in seinem Reden, Denken und Handeln nicht in sich selbst verschließt, dann kann der Heilige Geist, der Geist der Einheit und der Wahrheit, „weitertönen in den Herzen und Köpfen der Menschen und sie dazu bewegen, anderen zu begegnen“, so der Papst weiter.

„Wir nehmen nicht an Kenntnis zu, wenn wir uns in unser Ich einigeln, sondern nur, wenn wir fähig werden, zuzuhören und mit anderen zu teilen; nur im „Wir“ der Kirche und mit einer Haltung tiefer innerer Demut. Und so wird dann auch klarer, warum Babel Babel ist und Pfingsten Pfingsten ist. Wo die Menschen sich zu Göttern aufschwingen, da können sie sich nur einer gegen den anderen stellen. Wo sie sich hingegen in die Wahrheit des Herrn stellen, da öffnen sie sich für das Wirken seines Geistes, der sie unterstützt und zusammenführt.“

(rv 27.06.2012 gs)



 

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