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  • Fronleichnam Hochfest des Leibes und Blutes Christi 7. Juni: 07. Juni 2012

Autor Thema: Fronleichnam Hochfest des Leibes und Blutes Christi  (Gelesen 4005 mal)

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velvet

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Fronleichnam Hochfest des Leibes und Blutes Christi
« am: 03. Juni 2012, 01:13:30 »
Der Begriff Fronleichnam

Der deutsche Name des Festes "Fronleichnam" gibt die ursprüngliche lateinische Bezeichnung wieder: "Festum Ss. Corporis Christi" - Fest des Allerheiligsten Leibes Christi. Fron (oder vron) ist eine altdeutsche Bezeichnung für Herr und lichnam bedeutet lebendiger Leib, so dass das Fest Fronleichnam das Fest des Leibes des Herrn ist.
In der Neufassung des Messbuches nach dem 2. Vatikanum heißt es "Hochfest des Leibes und Blutes Christi". Damit soll deutlich werden, dass die Verehrung des Leibes Christi im Allerheiligsten Sakrament auch die Verehrung des Kostbaren Blutes Christi einschließt. Dieser Gedanke findet sich auch schon in den Texten zur Einführung des Festes, so dass diese Umbenennung durchaus dem ursprünglichen Sinn des Festes entspricht.
Die Fronleichnamsprozession

Wir finden bei den ersten Fronleichnamsfeiern 1446 und 1264 noch keinen Hinweis auf eine Prozession mit dem Allerheiligsten. In einem ersten Rundschreiben zu diesem Fest heißt es, die Gläubigen sollen sich "am Vortag durch Fasten, Gebet, Nachtwachen, Almosen und andere gute Werke vorbereiten, so dass sie am Fest selbst das süße Sakrament empfangen können, wenn sie bereit und bewährt sind und wenn Gott ihre Herzen berührt." Es wird also auf die Notwendigkeit eines würdigen Empfangs der Eucharistie hingewiesen.
Bereits in den Jahren 1274 und 1279 hören wir aber erstmals in Köln von einer Prozession am Fronleichnamstag. Im 14. Jahrhundert schließlich findet diese Form der Verehrung des Allerheiligsten eine begeisterte Aufnahme in den meisten Ländern. Dabei wurde die konsekrierte Hostie zunächst verhüllt, später dann sichtbar in der Monstranz mitgetragen, wie wir es bis heute kennen.
Traditionell kennt die Fronleichnamsprozession vier festlich geschmückte Altäre, an denen jeweils das Allerheiligste Sakrament während der Prozession besonders verehrt wird. Dabei wurden ursprünglich die vier Evangelienanfänge in die vier Himmelsrichtungen hinaus verkündet und Bittgebete gesprochen, gefolgt vom sakramentalen Segen.
Papst Johannes Paul II. schreibt in der Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia":
"An vielen Orten findet die Anbetung des heiligsten Sakramentes täglich einen weiten Raum und wird so zu einer unerschöpflichen Quelle der Heiligkeit. Die andächtige Teilnahme der Gläubigen an der eucharistischen Prozession am Hochfest des Leibes und Blutes Christi ist eine Gnade des Herrn, welche die teilnehmenden Gläubigen jedes Jahr mit Freude erfüllt. Man könnte noch andere positive Zeichen des Glaubens und der Liebe zur Eucharistie erwähnen."

Die Einführung des Fronleichnamsfestes durch Papst Urban IV.

Nach Julianas Tod setzte sich ihre Freundin und Verbündete Eva weiter mit aller Kraft für die Feier des Fronleichnamsfestes ein und gewann mit Jacques von Troyes, Archidiakon in Lüttich, einen eifrigen Unterstützer. Als dieser 1264 Papst wurde und den Namen Urban IV. annahm, setzte er das Fronleichnamsfest für die ganze Kirche als vorgeschriebenes Fest ein, das am Donnerstag der zweiten Woche nach Pfingsten (die Woche nach Pfingsten war durch die Pfingstoktav belegt) begangen werden sollte.
In der Einführungsbulle "Transiturus" spricht Papst Urban auch die mystischen Erfahrungen Julianas an und bestätigt damit deren Echtheit: "Auch wenn die Eucharistie täglich gefeiert wird, halten wir es für richtig, dass ihrer wenigstens einmal im Jahr feierlich und mit besonderer Verehrung gedacht wird. Die anderen Dinge, derer wir gedenken, erfassen wir mit dem Geist und mit dem Verstand, doch sie werden uns deswegen nicht real präsent. In diesem sakramentalen Andenken Christi jedoch ist Jesus Christus - wenn auch in anderer Form - in seiner Substanz gegenwärtig und mit uns. Denn während er zum Himmel auffuhr sagte er: "Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20)."
Juliana wurde erst 1869 offiziell heiliggesprochen, die Seligsprechung Evas erfolgte 1902. Letztlich sind beide ganz hinter ihrer Berufung zurückgetreten. Das Fronleichnams- fest jedoch trat seinen Siegeszug in der Kirche an.
Fronleichnam 1264 feierte der Papst selbst in Orvieto das Fronleichnamsfest. Auf seine damalige Anordnung hin wird dort bis heute im Dom der Stadt das berühmte Korporale mit den Spuren des eucharistischen Wunders aufbewahrt, das im Jahr zuvor, 1263, in Bolsena erfolgt war. Ein Priester war, während er Brot und Wein konsekrierte, von starken Zweifeln über die reale Präsenz des Leibes und des Blutes Christi im Sakrament der Eucharistie ergriffen worden. Auf wunderbare Weise begannen einige Blutstropfen aus der konsekrierten Hostie zu fließen und bestätigten auf diese Weise, was der Glaube bekennt.
Die liturgischen Texte zum Fronleichnamsfest hat einer der größten Theologen der Geschichte, der heilige Thomas von Aquin, verfasst. Er begleitete zu jener Zeit den Papst und war mit ihm zusammen in Orvieto. Diese Texte, die bis heute in der Kirche verwendet werden, sind Meisterwerke, in denen sich Theologie und Dichtung vereinen. Sie bringen "die Saiten des Herzens zum Schwingen, um dem Allerheiligsten Sakrament Lob und Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, während der Verstand, der voller Erstaunen in das Geheimnis eindringt, in der Eucharistie die lebendige und wahrhaftige Präsenz Jesu erkennt, seines Liebesopfers, das uns mit dem Vater versöhnt und uns das Heil schenkt." (Benedikt XVI.)
Nach dem Tod Urbans IV. ging die Verbreitung des Fronleichnamsfestes zunächst zurück und seine Feier blieb auf einige Gebiete Frankreichs, Deutschlands, Ungarns und Norditaliens beschränkt. Einige der folgenden Päpste kümmerten sich nicht weiter darum. Erst Papst Clemens V. und das Konzil von Vienne im Jahr 1311/12 und Papst Johannes XXII. im Jahr 1317 haben mit ihrem Einsatz die Feier des Fronleichnamsfestes schließlich in der Gesamtkirche fest verwurzelt. Von da an entwickelte sich das Fest auf wunderbare Weise und es erfreut sich bei den Christen immer noch großer Beliebtheit.

siehe auch unter Kirchenjahr http://kath-zdw.ch/forum/index.php/topic,1497.msg12143.html#msg12143
« Letzte Änderung: 03. Juni 2012, 01:30:09 von velvet »

Offline Marcel

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Antw:Fronleichnam Hochfest des Leibes und Blutes Christi
« Antwort #1 am: 03. Juni 2012, 02:01:59 »
Der deutsche Name des Festes "Fronleichnam" gibt die ursprüngliche lateinische Bezeichnung wieder: "Festum Ss. Corporis Christi" - Fest des Allerheiligsten Leibes Christi. Fron (oder vron) ist eine altdeutsche Bezeichnung für Herr und lichnam bedeutet lebendiger Leib, so dass das Fest Fronleichnam das Fest des Leibes des Herrn ist.
In der Neufassung des Messbuches nach dem 2. Vatikanum heißt es "Hochfest des Leibes und Blutes Christi". Damit soll deutlich werden, dass die Verehrung des Leibes Christi im Allerheiligsten Sakrament auch die Verehrung des Kostbaren Blutes Christi einschließt. Dieser Gedanke findet sich auch schon in den Texten zur Einführung des Festes, so dass diese Umbenennung durchaus dem ursprünglichen Sinn des Festes entspricht.

Im alten Kalender gibt es (eingesetzt von Papst Pius IX. 1849) noch das gesonderte
»Fest des Kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus« am 1.Juli.



(aus dem SCHOTT 1962, Nachdruck 2006)

Marcel
In te, Domine, speravi:
non confundar in aeternum.

 

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