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Autor Thema: Diskussionsrunde Anne Will: Hat die Kirche noch Antworten  (Gelesen 25023 mal)

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Eglantine

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Antw:Diskussionsrunde Anne Will: Hat die Kirche noch Antworten
« Antwort #14 am: 06. Juni 2012, 15:06:15 »
Danke Remo, ich sehe das genauso.

Ich möchte noch mal zurückkommen auf die Frage der Homosexualität und deren Anerkennung durch die Kirche.

Es geht nicht darum, anerkannt zu werden und dann in Gemeinde und welt eine große Rolle zu spielen.
Der Kirche geht es vor allem darum, ob es eine natürliche (normale) sprich Gott gewollte Lebensweise ist.
Und das ist Homosexualität eindeutig nicht!!
Sie ist und bleibt eine von der Norm abweichende, also anormale Sexualrichtung.
Jeder der Homosexuell lebt oder sich betätigt, der muss sich bewusst sein, dass er annormale Verhaltensweisen zeigt.
Immerhin gäbe es gar keine Menschen, wenn alles homo wäre, denn Nachwuchs gibt es in der Natur nur wenn sich zwei verschiedengeschlechtliche paaren.

Die Kirche sagt: "Er schuf sie als Mann und Frau" und sie tut deshalb nichts als gut daran, wenn sie abnormes Verhalten nicht gleichstellt mit einer Ehe und erst recht mit einer Familie.

Frau Will kann also nicht mokieren, dass die Kirche ihre Lebensform nicht anerkennt und sie deshalb nicht zur Kommunion gehen darf.
Sie muss sich bewusst machen, dass sie annormales Sexualverhalten verfolgt und dazu stehen.
Dann wird der Weg frei für eine Umkehr.

Das gleiche gilt für jeden Homosexuellen.
Ich weiß nicht mehr genau den Wortlaut, aber im neuen Katechismus heißt es, dass ein homosexueller Mensch diese Eigenheit dazu benutzen sollte, aus seinem Leben etwas Besonderes zu machen und nicht dazu, um es zu unorthodoxen Sexualpraktiken auszuschlachten.
In dieser Beziehung gilt also das gleiche wie überall:
Der Mensch hat sich nach Gott und seinen Geboten zu richten und nicht umgekehrt.

Nachtrag:

es haben sich schon wieder 3 leute bei mir gemeldet, die behaupten mit diesem beitrag hätte ich versucht ein bestimmtes Mitglied zu verletzen.
Nichts liegt mir ferner !!!
Von mir aus kan jeder leben, wie er will.

Es ist allein meine persönliche Meinung zum Thema Homo.
Diese Meinung ist auch nicht neu, die hatte ich schon mit 13.
Ich bin überdies der Ansicht, dass die Privorität, welche heute diesem Thema gewidmet wird, allein schon abartig ist.

Angeblich sind ja Homosexuelle von Geburt an so.
Tatsache ist, dass es bis ins 19. Jahrhundert nicht einmal einen Namen für derartiges Treiben gab.
Im 20. Jahrhundert ergaben Umfragen dass ungefähr 0,6 bis 3 % der gesamten Weltbevölkerung als homosexuell eingestuft werden kann.
Verfolgt man heute Diskussionen vor allem um so fundamentale Themen der Gesellschaft oder auch der Kirche, hat man das unbestimmte Gefühl, dass es mehr Homs als Heteros gibt.
Ich kennen selber mehr als einen fall, welche zwischen beiden hin und her pendeln, wie es ihnen grade passt.
Auch in der Prominenz gibt es genug Beispiele. Ich sage nur Ralf Morgenstern, Ramona Leiß oder Joop.
Man kommt sich ab und an richtig diskrimminiert vor, wenn man sich als normal outet.

Ich finde das nicht nur höchst bedenklich, sondern halte das alles für eine äußerst diabolöse Entwicklung.
« Letzte Änderung: 06. Juni 2012, 16:16:31 von Eglantine »

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Antw:Diskussionsrunde Anne Will: Hat die Kirche noch Antworten
« Antwort #15 am: 06. Juni 2012, 18:34:27 »
Danke Remo, ich sehe das genauso.

Ich möchte noch mal zurückkommen auf die Frage der Homosexualität und deren Anerkennung durch die Kirche.

Es geht nicht darum, anerkannt zu werden und dann in Gemeinde und welt eine große Rolle zu spielen.
Der Kirche geht es vor allem darum, ob es eine natürliche (normale) sprich Gott gewollte Lebensweise ist.
Und das ist Homosexualität eindeutig nicht!!
Sie ist und bleibt eine von der Norm abweichende, also anormale Sexualrichtung.

Zur gleichgeschlechtlichen Liebe:

Bibel:
 
Levitikus 18, 22
Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel.
 
Levitikus 20, 13
Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.
 
Deuteronomium 22, 5
Eine Frau soll nicht die Ausrüstung eines Mannes tragen und ein Mann soll kein Frauenkleid anziehen; denn jeder, der das tut, ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel.

Römer 1, 26-27
Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.
 
1. Korinther 6, 9-10
Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.




Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche
Keuschheit und Homosexualität
2357 Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre physische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt. Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet 1, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, "daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind" (CDF, Erkl. "Persona humana" 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.

2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzopfer des Herrn zu vereinen.

2359 Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.

1Vgl. Gen 19, 1-29; Röm 1, 24-27; 1 Kor 6, 10; 1 Tim 1, 10.



Dazu Prof. Dr. Georg May in einer seiner Predigten.
In den letzten Jahren ist viel die Rede von der gleichgeschlechtlichen Betätigung. Früher nannte man das Sodomie nach dem, was in der Stadt Sodoma sich zugetragen hatte. Sodomie ist widernatürlich, weil sie dem Hauptzweck des Geschlechtsverkehrs, der Erhaltung der Art, zuwider ist. Sie ist ein schweres sittliches Vergehen; sie ist eine himmelschreiende Sünde. Sie ist ein Greuel vor Gott, todeswürdig und widernatürlich, der gesunden Lehre widerstreitend. Wegen dieser Sünde wurden Sodoma und Gomorrha mit Feuer und Schwefel ausgetilgt. Die Homosexualität wird häufig durch Verführung weitergetragen. Sie ist auch oft die Folge äußerer Umstände, etwa wenn viele Jungen in einem Internat zusammen sind oder viele Männer in der Kaserne, auf einem Schiff, im Gefängnis. Auch der noch nicht deutlich entwickelte Geschlechtstrieb junger Menschen kann vorübergehend zu Homosexualität führen. Besonders verwerflich ist die gleichgeschlechtliche Unzucht, wenn sie auftritt in der Knabenliebe. Immer wieder lesen wir und hören wir davon, dass Päderastie, das ist der Fachausdruck dafür, betrieben wird, also Unzucht mit Kindern, etwas vom Schrecklichsten, was sich auf diesem Gebiete zutragen kann.

Nun, meine lieben Freunde, ist man heute sehr nachsichtig gegenüber der Unzucht geworden. Wir wissen, dass Unzucht bis in die höchsten Kreise hinein üblich geworden ist. Wir wissen, dass gleichgeschlechtliche Unzucht nicht abhält, höchste Regierungsämter zu übernehmen. Es war nicht immer so. Also die geschlechtliche Unordnung ist weit verbreitet. Und es ist auch wahr: Für die meisten Menschen gibt es zeitweise ein geschlechtliches, ein sexuelles Problem in ihrem Leben, sei es als Heranwachsende, sei es als Kinder oder in der Jugendzeit, sei es in der Ehe. Die Versuchung macht sich gebieterisch geltend, und die Anfälligkeit gegen die sexuelle Verführung ist bei den meisten Menschen vorhanden. Sie fehlt bei wenigen ganz; bei den meisten wird sie schmerzlich fühlbar.

Aber auch wenn es so ist, wenn die geschlechtliche Unordnung weit verbreitet ist, ist daraus nichts zu entnehmen gegen ihre Sündhaftigkeit. Auch andere Verhaltensweisen sind weit verbreitet, wie zum Beispiel der Mangel an Liebe, und niemand wird daran denken, das Liebesgebot aufzuheben. So ist auch, wie stark der Geschlechtstrieb sein mag, die Verantwortlichkeit und die Freiheit des Menschen nicht aufgehoben. Es gibt keinen Zwang zur geschlechtlichen Betätigung. Das ist die Irrlehre von Luther gewesen, und die wollen wir uns nicht aufreden lassen. Es ist völlig fehl am Platze, die geschlechtliche Verfehlung als normal, den Trieb als unwiderstehlich zu bezeichnen. Und es ist auch Unsinn, zu behaupten, die geschlechtliche Betätigung sei für die Gesundheit notwendig. Es ist etwas ganz anderes mit dem Nahrungstrieb und mit dem Geschlechtstrieb. Der Nahrungstrieb ist tatsächlich für einen jeden zu befriedigen, aber der Geschlechtstrieb braucht nicht befriedigt zu werden, weil daran niemand zugrunde geht.


Offline Admin

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Antw:Diskussionsrunde Anne Will: Hat die Kirche noch Antworten
« Antwort #16 am: 06. Juni 2012, 18:58:08 »
 
Nein, lieber christian, es istkein Stolz - es ist die pure Wut wenn ich sehe was aus derLehre Christi gemacht wurde.
Jesus war ein  Liebe predigender Mensch, er hat den Sündern verziehen und nicht nach Regeln oder Dogmen geschielt, die von den "Hohepriestern" erlassen wurden.
Ich persönlich vermute, er hätte bei vielen heute keine Chance angenommen zu werden.
Ich wünsche mir, dass der Hochmut der Kirche aufhört und man auf den Kern der Dinge urückkommt, auf die Liebe, die Gott am ende immer ist -ohne das ganze Brimborium das Menschen daraus gemacht haben.

Jesod

Lieber Jesod,
das kann ich so nicht stehen lassen.

Was ist ein Dogma?
Unter einem Dogma versteht man eine fest stehende Definition oder eine grundlegende Lehrmeinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich gilt. Christlicher Glaube gründet auf der Offenbarung Gottes. Darum gibt es unverrückbare Wahrheiten, die aus dieser Offenbarung abgeleitet sind. Solche Glaubenssätze nennt man Dogmen. Für Katholiken sind diese – genauso wie die Gebote – keine Bevormundungen oder Einschränkungen, sondern Haltepunkte ihres Glaubens. Wenn Gott sich offenbart, will er klare Orientierung geben, Licht in die Grundfragen des Lebens bringen.
Die Dogmen sind für katholische Christen verpflichtender Glaubens- und Lehrsatz, von der Gesamtkirche oder vom Papst „ex cathedra“ formuliert. Zuspitzung erfuhr die Frage durch das Erste Vatikanische Konzil, einberufen von Papst Pius IX.  für Dezember 1869. Wichtigster Punkt: Unfehlbarkeit des Papstes. (Lehrinfallibilität), d.h. eine von ihm förmlich (ex cathedra) verkündete Entscheidung über Angelegenheiten des Glaubens oder der Moral soll auch ohne Zustimmung der Kirche, d.h. der Bischöfe gültig sein. Vorgeschichte: 1854 hatte Pius IX hatte die Lehre von der „unbefleckten Empfängnis Marias“  (heute: frei von der Erbsünde)

Z.B. Die Dogmen der kath. Kirche über die Gottesmutter Maria
MARIA IST IMMERWÄHRENDE JUNGFRAU
MARIA WURDE OHNE MAKEL DER ERBSÜNDE EMPFANGEN
MARIA WURDE MIT LEIB UND SEELE IN DEN HIMMEL AUFGENOMMEN

Oder Die 245 Dogmen mit Status "de fide" (höchste Glaubensgewissheit der katholischen Kirche):
http://kath-zdw.ch/maria/245.dogmen.html

Offline Jesod

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Antw:Diskussionsrunde Anne Will: Hat die Kirche noch Antworten
« Antwort #17 am: 06. Juni 2012, 21:11:01 »
Dann will ich mal auf deine Theorien „Christian28“ und Vermutungen antworten.
 
Das ich Forenmitglieder in „wissenschaftliche Diskussionen“verwickeln will stimmt nicht und warauch nie mein Vorhaben.
Ich habe lediglich auf Aussagen die ich für falsch halte geantwortet und Gegenthesen aufgestellt. Woran mag es wohl gelegen  haben, dass keine weiteren Gegenargumente kamen?
 
Vermute nicht, dass ich jemand von seinem Glauben abbringen möchte.                                                                                            Ich mute niemand etwas zu, dem ich selbst nicht ausgesetzt sein möchte!

Du hast aber nicht verstanden, dass ich wirklich nach ANTWORTEN suche, nicht nach Wiederholungen von den immer gleichen Aussagen, die sich, wie der Zustand der Kirche bestätigt, als unzureichend erwiesen haben.

Wissenschaftliche Aussagen sind, was die Naturkunde betrifft, tatsächlich kompetenter als Kirchenlehren.
Jede menschliche Methode ist fehlerbehaftet und die Wissenschaft hat an keiner Stelle endgültigen und absoluten Wahrheitsrang für sich in Anspruch genommen – das passiert nur bei Glaubensfragen, weil Glauben ABSOLUT ist.

Es kann nur verwundern, wenn du, wie du sagst, aus der Wissenschaft kommst, Glaubenslehren in direktem Vergleich zu Wissenschaftstheorien stellst, weil das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Siehe oben.

Vielleicht reden wir von verschiedenen Dingen.
Yoga ist für religiöse Hindus i.d.T. ein Instrument zur Hinwendung zum Nirwana.
In Europa ist es als religiöses Element nachrangig, eigentlich bedeutungslos.
Eben  habe ich noch gelesen, dass Yoga und  Autogenes Training schädlich sein  sollen.
Ich mache seit mehr als 20 Jahren  AT und erhöhe damit meine Konzentration, kann Körperfunktionen besser steuern (kalte Füsse) oder wenn ich einen Stresstag hatte,abends besser einschlafen.
Was daran schädlich sein soll, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen und "teuflische Einflüsse" habe ich in all den Jahren nicht erlebt und fühlte mich auch nie in einer solchen Gefahr.

Das die“Verweltlichung“ größeren Ausmaßes als in früheren Zeit ist, ergibt sich schon aus der Tatsache,dass den Menschen viele als „Mysterium“ geltende Lebenserscheinungen, sie heute rational zu erklären versuchen.
Der Tod wird z. B.aus dem täglichen Leben verbannt, obwohl er doch zum Leben gehört.
Krankheit ist eine „Fehlfunktion“ des Körpers mit nachvollziehbaren Ursachen und wird nicht als „Strafe  Gottes“angesehen.

Schuld?

Für persönliche Vergehen, JA, obwohl, da gebe ich dir recht, sich viele herausreden wollen –aber das ist nichts neues,solche Menschen gab es schon immer.

„Erbschuld“??? Sühne  für etwas, dass  in grauer Vorzeit jemand verursacht haben soll?

Dass kannst du heute keinem Menschen mehr vermitteln – ich persönlich  glaube auch nicht an die „Erbschuld“ – das zu erläutern, wäre ein neuer Thread. 

Natürlich versucht die Kirche Antworten  zu geben.
Es sind die gleichen Antworten, die man schon vor 200 oder 1000 Jahren gegeben hat – die wirken heute nicht mehr! 

Frage einmal Menschen, was sie sich unter „Himmel“ vorstellen. Da kommt vieles, aber wenig, was mit der Lehre der Kirche deckungsgleich oder-ähnlich ist. 

Persönliche Himmelsvorstellungen gibt es zuhauf –und genau die werden vom Esoterikmarkt hervorragend abgedeckt.
Garantien können die nicht geben –die Kirche auch nicht – aber sie werden von den Menschen eher akzeptiert, weil die Esoterik-Fuzzies nicht mit „ewigen Höllenqualen“ drohen.                                       

Das hat im Mittelalter funktioniert,heute  stören sich kaum noch Menschen an solchen Drohungen.
Schlage doch einmal ein Gesangbuch einer x-beliebigen Diözese auf.
Achte einmal was unter den Kirchenliedern (meistens) steht: T( ext) 14....  W(erk) 17.... . oder so ähnlich.
Die Lieder stammen oft aus Zeiten in denen z.B. die Pest wütete.
Eine Strafe Gottes dachten die damals, obwohl es die Ratten waren, die die Pest übertrugen.
Trotz vieler gutgemeinter Gebete konnte die Pest nicht besiegt werden, auch wenn das eine oder andere Pestkreutz das suggeriert, in Wirklichkeit aber bessere Hygienezustände das Ende dieser Seuche bedeutete.

Du sagst die Beichte, bereite den Menschen  auf das Jenseits adäquat vor?
Ich widerspreche, denn Jesus sprach davon, dass „die Sünden vergeben werden“,die Beichte ist eine Erfindung der Menschen, genau seit dem 4. Laterankonzil von 1215.

Sünden haben durchaus eine Bedeutung,nämlich dass man dadurch gegen die Ordnung verstösst, die jederMensch in den  zehn Geboten erkennen kann.

Sicher wird derjenige der Lebenslang sündigt bestraft, aber,nach meiner Meinung, ist Gott nicht so gnadenlos, wie er häufig von der Kirche dargestellt wird, dass er ein armes Menschlein, das vielleicht 90 Jahre leben kann, für alle Ewigkeit verdammt. 

Das ist für mich Gottesunwürdig! Gott ist nämlich wirklich unendlich liebevoll -das glaube ICH!
 
Vielleicht half das früher um die nötige Angst vor demHöllenfeuer zu schüren, heute kann ein denkender Mensch, der Gott als liebend empfindet darüber nur den  Kopf schütteln.

Was spricht eigentlich dagegen dass sich Menschen in ihrer Kirche wohl fühlen?

Erkennst du nicht den Widerspruch einerseits von unendlicher Liebe Gottes zu sprechen und gleichzeitig mit ewiger Verdammung zu drohen? Dieses „Zuckerbrot und Peitsche-Prinzip“ ist überholt!

Mache dir keine Gedanken darüber was ich an Werken derNächstenliebe tätige.
Das macht man - und gut ist.
Aber Rosenkränze und Sühnegebete sprechen helfen den Menschen nur in deinen Vorstellungen.
                                                                                                                           
Praktisch sind da ganz andere Dinge gefragt, wie Zuhören, Probleme erkennen, z.B. bei der Jobsuche helfen, der ledigen Mutter die Kinderversorgung organisieren, alten Menschen Zeit schenken,sich um sie kümmern usw. usw. .

Und was den Papst betrifft, habe ich an anderer Stelle meine Meinung sehr deutlich artikuliert.

Zusätzlich wünsche ich mir, dass der Papst den Weg der in V II eingeschlagen wurde überdenkt.

Wege zu den Menschen sucht und sich nicht in eine traditionelle Haltung zurückzieht, die viele heute nicht mehr verstehen.

Die Kirche ist für die Menschen da und nicht umgekehrt!

Dass er Geschiedene in der Kirche uneingeschränkt aufnimmt, dass er andere Glaubensmeinungen akzeptiert, dass er endlich aktiv etwas gegen die Missbräuche unternimmt und nicht ellenlang durch die Bischofskonferenzen diskutieren lässt und mehr über die Opfer als über die Täter gesprochen wird.

JA, die Kirche muss sich an die Zeit anpassen –so wie sie es fast 2000 Jahre gemacht hat.

Wenn du dich mit Kirchengeschichte beschäftigst, wirst du sehen, dass die Kirche nie etwas anderes gemacht hat. Sie hat sogar ihre Lehre demjeweiligen “Zeitgeist“ und Machtverhältnissen angepasst.Der einzige Unterschied zu heute ist, dass sich die Rahmenbedingungen in  einer anderen Richtung verändert haben, nämlich das Befehl und Gehorsam so nicht mehr funktionieren.   

“Ansehen und die Ehre“ von Kirchenführern sind unwichtig, es geht um die Menschen, die sich in und mit der Kirche versammeln und über den Sinn ihres Daseins nachdenken und danach handeln sollen.
Dann können sie vermutlich leichter dazu kommen  sich auf die Kraft,GOTT, die hinter allem steckt zu besinnen und dankbar für ihr Leben zu sein.

Wenn es dem Papst und seiner „Mannschaft“ gelingt diese Aufgabe zu erkennen und umzusetzen, werden, nach meiner Auffassung, die Menschen wieder neues Interesse an der Kirche bekommen, weil sie wieder verständlich wird.

Ich weiß, dass ich,nach der gängigen Kirchenlehre, damit außerhalb der „offiziellen Kirche“ stehe, aber das nehme ich in Kauf.                                                                                                         

Durch meine Taufe bin ich katholischer Christ geworden, durch mein Leben versuche ich diesem Anspruch gerecht zu werden.

Daran lasse ich auch von Traditionalisten nicht rütteln!

Jesod   

Offline Christian28

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Antw:Diskussionsrunde Anne Will: Hat die Kirche noch Antworten
« Antwort #18 am: 06. Juni 2012, 22:32:18 »
@Jesod

ich möchte mich auch ein stück für meine harten Worte dir gegenüber im anderen Beitrag entschuldigen, du hast ja selbst gesagt dies ist im eifer des Gefechts nicht leicht zu verhindern.

Allerdings möchte ich mich keinesfalls für die anderen Sachen entschuldigen in der ich der Meinung bin du schadest dem Glauben bzw. kritisierst die Glaubenslehre vollkommen ungerechtfertigt.

Ich komme zwar aus der Wissenschaft aber stelle die Glaubenslehre und den Willen Gottes über die Wissenschaft, denn mMn. ist Gott perfekt und die Wissenschaft kann nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eine Einschätzung abgeben. Außerdem finde ich die Wissenschaft hat sich sehr zum negativen entwickelt und ist viel zu sehr mit der Wirtschaft verwoben weshalb es mir schwer Fällt einen Großteil sog. "Wissenschaftler" objektiv ernstzunehmen.
Kernaussage:  Gott und sein Wille sind heilig und perfekt , die Wissenschaft ist nur der
                    Versuch etwas perfektes zu erkennen bzw. zu kopieren und deshalb
                    im Gegensatz zu Gott nicht unfehlbar.

Du wirfst in deinen Beitrag eine Reihe von Fragen bzw. stellst eine Menge von Thesen auf
die mir zwar einerseits nicht gefallen auf die ich aber andererseits auch Antworten habe
die zumindest aus meiner Sicht wissenschaftlich sind und Gott mit beinhalten und nicht
ausschließen.
z.B
- Krankenheiten als Strafe und der frühere Glaube daran , heute nicht mehr aktuell ?
- z.B Yoga  Teufelswerk oder nur harmloses Training ?

Ich könnte deine Fragen , welche du bereits mit deiner Antwort versehen hast noch weiter aufzählen , jedoch musst du immer eins bedenken. Wir sind hier in einem Forum das
marianisch , papst & Lehramtstreu ist und dies ist quasi die hier geltende Regel , daher kannst du nicht erwarten , wenn du gegen diese Ansichten angehst das dir erstmal viel wohlwollen entgegenspringt.
Denn deine Antwortsuche ist einfach auch oft nicht wirklich erkennbar , ich hab dir z.B noch gar keine Antwort gegeben , du hast hier zuerst Antworten auf Fragen gegeben die ich eben anders beurteile. Wenn du also auch an einer tieferen Begründung meiner Haltung interessiert bist und wieso ich die Einschätzung der Kirche auch aus meiner Sicht teile können wir uns gern jeden einzelnen Punkt ( am besten in einem anderen neuen Thread vornehmen ) und diesen ausdiskutieren. Denn mir fehlt es nicht an Argumenten und ich entziehe mich auch keiner Diskussion. Nur sollte diese Diskussion aber auch so stattfinden das du meine Beiträge nicht komplett ignorierst und meine Argumente auch aufgreifst bzw. widerlegst. Sonst werden wir nie zu einem Konsens kommen ;)

Die Haltung sich nicht mit den Argumenten der anderen auseinanderzusetzen ist hier im Forum stark verbreitet , so das sehr wenig fruchtbare Diskussionen entstehen können. Diese Haltung hab ich aber auch an dir teilweise beobachtet und dies hat mir eben nicht gefallen. Ich versuchte zwar auf deine Argumente einzugehen ( siehe langer Beitrag ) aber wenn ich das bis ins kleinste Detail machen soll würde das zumindest in dem Thread den Rahmen sprengen.

Also wie gesagt wenn du wirklich diskutieren willst , sollten wir tiefere Diskussionen woanders führen , denn du musst zugeben deine Meinung weicht von der Meinung eines Lehramtstreuen Forum schon oftmals weit ab und das führt unweigerlich auch zur Irritation anderer Mitglieder.

Christa

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Antw:Diskussionsrunde Anne Will: Hat die Kirche noch Antworten
« Antwort #19 am: 06. Juni 2012, 23:28:12 »
liebe Eglantine,

Danke für diesen Beitrag !

damit sprichst du mir  voll aus dem Herzen.   ;mloda

Eglantine

  • Gast
Antw:Diskussionsrunde Anne Will: Hat die Kirche noch Antworten
« Antwort #20 am: 06. Juni 2012, 23:39:31 »
Ich danke euch !!

Vor allem Remo. Er hat die Fakten angefügtm, die ich gerade nicht gefunden habe.

Gottes Segen dafür.

Lass dich ja nicht beirren in deinem festen Glauben und seiner Verteidigung.
Dieses Forum ist eine der letzten Bastionen dafür.

Wir dürfen es vom Bösen nicht zerstören lassen !

Giute Nacht an alle.

 

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