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Treu zum Katholischen Glauben
« am: 10. Juni 2012, 08:05:06 »

Treu zum Katholischen Glauben

Die von Christus gesetzte Ordnung des Heiles erfordert es, dass man dem Leibe und der Seele nach der Kirche angehöre; mit anderen Worten: dass man auch im äußersten Verband der katholischen Kirche lebe und sich im Stande der heiligmachenden Gnade befinde.
 
1. Wer immer die heilige Taufe gültig empfängt, wird dadurch ein Glied am Leib und Seele der Kirche, also auch die getauften Kinder jener Eltern, welche in der Kirchenspaltung, im Irrglauben oder im Unglauben leben.
 
2. Man hört auf, ein Glied am Leib der Kirche zu sein, wenn man aus der katholischen Kirche austritt, d.h. wenn man wissentlich das Band des Glaubens abreisst durch Unglauben oder Irrglauben, oder wenn man exkommuniziert wird.
 
3. Man hört auf, der Seele nach ein Glied der Kirche zu sein, wenn man irgend eine Todsünde begeht, auf solange, als man im Stande der Todsünde bleibt.
 
4. Die Mitgliedschaft an der Seele der Kirche ist zur Seligkeit unerläßlich und absolut notwendig, so dass niemals eine Seele in den Himmel eingegangen ist oder eingehen kann, die nicht im Stande der heiligmachenden Gnade aus diesem Leben geschieden wäre.
 
5. Die Mitgliedschaft am Leib der Kirche ist nach Christus Einrichtung und Befehl eine so schwere Pflicht, dass kein Mensch die ewige Seligkeit erreichen kann, der diese Pflicht aus eigener Schuld nicht erfüllt, obgleich ihm die Erfüllung möglich gewesen wäre. Hingegen aber, wer sich ohne seine Schuld in einer solchen Lage befindet, dass es ihm bei seinem besten Willen nicht möglich wäre, jene Pflicht zu erfüllen. Diesem rechnet es der Herr nicht zur Sünde und zieht ihn dafür auch nicht zur Strafe.
 
6. Im Gegenteil gibt der Herr einem solchen soviel Gnade, dass er durch diese, wenn er aufrichtig will, zum Gnadenstande gelangen und die ewige Seligkeit erlangen kann, obgleich es ihm nicht möglich wird, auch am Leib der Kirche äußerlich ein Mitglied zu werden. Freilich wird ein solcher nur viel schwerer selig, weil er gar mancher Gnadenmittel entbehrt, wie z.B. der Buße, des Altarssakramentes.
 
7. Wer immer aber zur ewigen Seligkeit gelangt, erlangt sie nicht außer, sondern in und durch die katholische Kirche, d.h. dadurch, dass er entweder zum Leib und Seele der Kirche gehört, oder zur Seele allein, wenn ihm der Eintritt in den äußeren Verband der Kirche unmöglich ist.
 
8. Außer der Kirche gibt es kein Heil, erleidet also in gar keinem Falle eine Ausnahme, d.h. es kann keine Seele in den Himmel eingehen, welche nicht mindestens zur Seele der Kirche gehörte, als sie aus dem Leben schied. Nur die Art und Weise der Zugehörigkeit zur Kirche ist eine verschiedene, je nachdem man entweder bloß durch Eintritt in den äußeren Verband der katholischen Kirche auch ihrer äußeren Seite einverleibt wird. Jedoch kann und darf man zwischen der einen oder anderen Art von Zugehörigkeit zur Kirche keineswegs frei wählen, sondern der Beitritt auch zur äußeren Seite der Kirche ist für alle, denen es nur möglich ist, so unerläßlich notwendig, dass sie sonst auch die Zugehörigkeit zur inneren Seite verlieren, also vollständig außer der Kirche und daher verloren sind; denn außer der Kirche gibt es kein Heil.
"Prüfet euch selbst, ob ihr im (rechten) Glauben seid, untersuchet euch selbst", schreibt der heilige Apostel Paulus an die Korinther (II. Kor. 13,5). Jeder Mensch hat die Verpflichtung, danach zu trachten soviel in seinen Kräften steht, den von Christus gestifteten Glauben kennen zu lernen und anzunehmen. Für alle diejenigen, welche das große Glück nicht haben, von Kindheit an in der von dem Sohne Gottes gestifteten heiligen Kirche erzogen und unterwiesen zu werden, sind vorstehende Abhandlungen sehr beherzigenswert und reich an Belehrungen. Wer frei von allem Vorurteil und ohne von den eigenen Leidenschaften geblendet zu sein, im Vertrauen auf Gottes Gnade und Beistand das in vorliegendem Buche Enthaltene ernstlich überdenkt, wird gewiss zur vollen Überzeugung kommen, dass nur die katholische Kirche Gottes Werk ist und keine andere Sekte außer ihr, dass Christus, der Sohn Gottes, in ihr allein die geoffenbarten Heilswahrheiten niedergelegt hat. Zu dieser Erkenntnis kam schon Markgraf Jakob III. von Baden zurzeit der Reformation. Derselbe war im Jahre 1562 zu Pforzheim geboren und im lutherischen Glaubensbekenntnisse erzogen. In den Besitz des ihm zugefallenen Baden-Durchlachischen Landesteiles gekommen, ehelichte er 1584 die protestantische Gräfin Culenburg-Manderscheid, entfaltete bei verschiedenen Gelegenheiten militärische Tätigkeit, kümmerte sich aber gleichzeitig noch viel mehr um Glaubensfragen in Rücksicht auf das Heil seiner Seele. Im Jahre 1590 trat er im Kloster Thennenbach öffentlich zur katholischen Kirche über. Denselben Schritt tat auch seine Gemahlin. Markgraf Jakob erkrankte bald darauf - man sagte: infolge einer Vergiftung, was aber nicht bewiesen ist - und starb eines sehr schönen und erbaulichen Todes.
Zwei Tage vor seinem Hinscheiden versammelte er alle Hausgenossen um sich und legte ein herrliches Zeugnis ab für seinen katholischen Glauben.
"Ich bezeuge, dass ich allein aus Trieb meines Gewissens und fleißiger Nachforschung diese (die katholische ) Religion recht und die andere (die lutherische) neu und falsch gefunden. Und wollte Gott, dass ich nicht so lang damit zurückgehalten und mich schon früher zum katholischen Glauben bekannt hätte! Denn ich hab wohl schon ein Jahr von viel Punkten gewusst, dass die lutherische Lehre unecht und der katholische Glaube recht wäre, und doch, damit ich nicht für leichtfertig gehalten würde, und um so vielmehr mein Gewissen zu stärken und ruhig zu machen, habe ich mein Bekenntnis aufgeschoben...
"Nun bitt ich wohl zu bedenken, und wenn ich sterb, mir öffentlich bei jedermann, wo es vonnöten ist, Zeugnis zu geben, dass ich gut katholisch, römisch und dabei mit aufrechtem, fröhlichem und durchaus unangefochtenem Gewissen gestorben und diesen (katholischen) Glauben bis in den letzten Atem behalten und vor den Gerichtsstuhl meines Herrn Jesu Christi bringen, auch nicht zweifeln will, dass er mir durch sein Leiden und Sterben aus Gnad und Barmherzigkeit vermittels dieses Glaubens die ewige Seligkeit geben wird.  Amen.
"Das ist mein Bekenntnis, darauf sterb ich mit ganz fröhlichem Gewissen und bezeug abermal mit Gott, dass mein Gewissen nie ruhiger gewesen, als sobald ich mich zu Thennenbach zu dem katholischen Glauben bekannt habe, und von jener Stunde bis auf diesen Augenblick.  Und sonderlich jetzt befinde ich mich auf das empfangene hochwürdige Sakrament gar leicht und fröhlich um mein Herz. Gott sei Lob! Bin auch zufrieden, wann es Gott haben will, jetzt abzuscheiden. Katholisch bin ich, katholisch bleib ich, katholisch will ich sterben. Da helfe mir Gott zu!
"Wenn jemand nach meinem Tode anders von mir redet, oder meine christliche Bekehrung anders, denn aus einziger Begier der ewigen Seligkeit geschehen, verdeuten und in mein Gewissen greifen sollte, den will ich hiermit der Unwahrheit öffentlich gestraft und vor Gottes Angesicht mir Antwort zu geben verklagt haben."
Dr. Pistorius hat die Ansprache des sterbenden Markgrafen kurz nach dessen Tode veröffentlicht und beruft sich für die Wahrheit und Echtheit derselben auf all die vielen Zeugen, die anwesend waren, als sie gehalten wurde.
Außerdem haben wir eine vom Markgrafen Jakob selber geschriebene "Summarische Erzählung", warum es zu "dem katholischen, immerwährenden und alleinseligmachenden Glauben sich begeben", worin er die fünf Hauptbeweggründe zusammenfasst, die ihn zu diesen Schritt bewogen haben:
 
Erster Beweggrund: die Unwahrheiten, welche die Irrlehrer der katholischen Kirche andichten, z.B. die Unwahrheit, als hielten die Katholiken die Heilige Schrift nicht für wahr und gültig, wo doch diese die ganze Schrift ohne Verleugnung des geringsten Textes oder Buchstabens als Gotteswort annehmen, glauben und verehren, während im Gegenteil gerade die Gegner der Katholiken vom Wort Gottes behalten, was ihnen gefällt, und verwerfen, was ihnen nicht gefällt.
 
Zweiter Beweggrund: die lutherische Religion teilt sich von Tag zu Tag in neue Sekten und ist bereits (also schon im Jahre 1590!) so versplittert, dass man nicht mehr weiß, wer eigentlich lutherisch oder nicht lutherisch ist; und es lässt sich leicht voraussehen, dass diese neue Lehre, weil auf Sand und Menschenwahn gebaut, noch viele andere Sekten ins Leben führen werde. Weil wir also bei den Lutherischen nur Streitigkeiten, Unbestand, Trennungen und Spaltungen bis ins Unendliche fanden, mussten wir uns umtun um die alte apostolische, allzeit sichtbare und einige Kirche.
 
Dritter Beweggrund: Wir haben gefunden, dass Luther - über alle Maßen unrein, lästerlich, frevelhaft, aufgeblasen, zweifelhaft und unstätig - nicht das Mittel gewesen sein kann, dessen sich der Allmächtige zur Vollbringung eines so großen Wunderwerkes (der Verbesserung seiner Kirche) bedient hätte.
 
Vierter Beweggrund: Das Augsburgische Bekenntnis hat durch seine unsägliche Wankelmütigkeit, mehrmals vorgenommen, unverantwortlichen Veränderungen gezeigt, dass es kein sicheres Fundament der Religion zu sein imstande ist.
 
Fünfter Beweggrund: Von allen Sekten, die oft wie Pilze aus dem Boden wachsen, hat in den ersten 1500 Jahren kein Mensch etwas gewusst, und die Kirche Christi hat ihren Anfang genommen nicht zu Wittenberg, nicht zu Zürich, nicht zu Genf, nicht in England, nicht in Petersburg, sondern in Jerusalem. Daher: stehet fest im Glauben und harret aus in der Liebe und Anhänglichkeit zur heiligen katholischen Kirche, der unfehlbaren Lehrerin der göttlichen Heilswahrheiten und zuverlässigen Führerin zum ewigen Leben.
 
Zur immerwährenden Beherzigung mag noch hier angeführt werden, was Erzbischof Dr. Franz von Bettinger von München-Freising in einem Hirtenschreiben an seine Diözesanen vom 28. Oktober 1909 ganz trefflich sagt:
Öfters hat unser Herr und Heiland Jesus Christus seinen Aposteln und seiner Kirche vorausgesagt, dass sie um seines Namens willen werden gehasst und verfolgt werden. Noch in der Abschiedsstunde sprach er zu seinen Aposteln: "Wenn euch die Welt hasst, so wisset, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wäret ihr von der Welt gewesen, so würde die Welt das Ihrige lieben; weil ihr aber nicht von dieser Welt seid, darum hasst euch die Welt. Gedenket meiner Worte, die ich zu euch gesagt habe: der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen" (Joh. 15,18-20).
Schon bald nach dem Tode des Herrn haben sich diese seine Worte an den Aposteln erfüllt. Sie wurden angefeindet und angeschuldigt. vor Gericht geschleppt und ins Gefängnis geworfen, misshandelt und unter unsäglichen Leiden zu Tode gemartert. Daher konnte der heilige Apostel Paulus an die Korinther schreiben: "Wir sind ein Schauspiel geworden der Welt, den Engeln und den Menschen. Wir sind Toren um Christi willen, wir sind missachtet; bis zur Stunde hungern und dürsten wir, sind entblößt, werden mit Fäusten geschlagen und haben keine bleibende Stätte. Man verflucht uns und wir segnen; man verfolgt uns und wir dulden; man lästert uns und wir beten; wie ein Auswurf dieser Welt sind wir geworden" (1. Kor. 4,9-13). Und was war denn der Grund dieses Hasses und dieser Verfolgungen? Verderbliche Lehren oder böses Tun? O nein! Ihr Wandel war makellos und heilig, ihre Lehre rein und erhaben. Um des Namens Jesu willen mussten sie leiden und den Martertod sterben; auch an ihnen erfüllte sich, was der Heiland von sich gesagt hat: "Ohne Grund haben sie mich gehasst" (Joh. 15,25).
Wie den Aposteln, so ist es den Christen dreihundert Jahre hindurch gegangen: in vielen und großen Leiden und Qualen haben sie Festigkeit und Treue ihres christlichen Glaubens bewähren und nur allzuoft mit dem Martertod besiegeln müssen. Um des Namens Jesu willen sind sie, wie ein heidnischer Schriftsteller sich ausdrückt, "zum Hasse des Menschengeschlechtes" geworden.
Dieser Hass gegen Christus und seine Kirche ist nie erloschen und von Zeit zu Zeit immer von neuem mächtig emporgelodert. Auch in der französischen Revolution hat er schreckliche Opfer gefordert.
Auch in unseren Tagen wird die Flamme des Hasses gegen Christus und seine Kirche offen und insgeheim von den Feinden des christlichen Glaubens, der christlichen Sitte und Ordnung eifrig geschürt. Es entsteht ein förmlicher Weltbund aller jener, die unter verschiedenen Namen am Abfall von Christus, am Verderben der Kirche, an der Bekämpfung der christlichen Zucht und Sitte, am Sturz der bestehenden Ordnung arbeiten. Mit gehässigen Schlagwörtern, mit gesuchten und erfundenen Anklagen, mit ungerechten Vorwürfen werden zielbewusst die Leidenschaften aufgestachelt, Hass und Erbitterung verbreitet, Ruhe und Frieden gestört, Aufruhr und Kampf heraufbeschworen. Rücksichtslos und schamlos wird Christus beschimpft inmitten eines christlichen Volkes, das ihn in gläubiger Demut und liebender Dankbarkeit als seinen Gott und Erlöser anbetet. Die Gebote Gottes, die christliche Tugend und Sitte werden offen verachtet und verletzt. Und wie man Gott die schuldige Ehre verweigert und den Gehorsam versagt, so auch seinen Stellvertretern auf Erden, der geistlichen und weltlichen Obrigkeit. Welche Beschimpfungen und Drohungen werden auf das Oberhaupt der Kirche, unsern Heiligen Vater, Tag für Tag geschleudert! Wie wird der Priester und Ordensstand verunglimpft! Noch immer hatten wir den Trost, dass wenigstens unser Land und Volk von solchem Tun und Treiben weniger heimgesucht wurde. Nunmehr aber greift die Bewegung auch zu uns herüber und halten die Feinde Christi auch bei uns Zurückhaltung und Rücksicht nicht mehr für notwendig. Man fordert offen auf zum Abfall von Christus, zum Austritt aus der Kirche, zum Eintritt in christus- und kirchenfeindliche Vereine, zur Verdrängung des christlichen Unterrichts aus der Schule. Bisher konnte mancher sich täuschen lassen über die wahren Ziele verschiedener Bestrebungen und Vereinigungen, jetzt aber sind die Herzen und Absichten vieler offenbar geworden und keiner mehr kann sich die große Gefahr verhehlen, die uns bedroht.
Bei solcher Lage gilt es für alle ohne Ausnahme, den christlichen Glauben offen zu bekennen. Da tritt das Wort des Herrn in Kraft: "Niemand kann zwei Herren dienen; wer nicht für mich ist, der ist gegen mich," und wiederum: "Wer mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der im Himmel ist; wer mich aber vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der im Himmel ist." Ihr alle, die ihr noch an Jesus Christus glaubt, stehet treu und fest zusammen! Hütet, schützet und verteidigt euer kostbarstes Gut! Steht fest in der Liebe und Treue gegen euere heilige Kirche und ihr erhabenes Oberhaupt! Ehret eure Priester und Seelsorger, denn sie sind "Christi Stellvertreter"; wer sie verachtet, der verachtet Christum selber.
Bekennt euren Glauben durch gewissenhafte und eifrige Erfüllung eurer Christenpflichten, durch die Pflege des täglichen Gebetes, durch Besuch des sonn- und festtäglichen Gottesdienstes, durch fleißigen und würdigen Empfang der heiligen Sakramente! So möge an uns der Wusch des Heiligen Vaters sich erfüllen, dass alle sich erneuern in Christo. Die Gefahr und Not der Zeit soll alle aufrütteln und alle einigen zum guten Kampf, den wir gegen den Feind in uns und außer uns zu führen haben. So erkaltet und abgestorben im Glauben darf keiner sein, dass er dem gehässigen Treiben gegen Christus und seine Kirche gefühllos und tatlos zusehen möchte. Unsere heiligen Pflichten gegen Christus und seine Kirche wollen wir nie vergessen und alle Versuche zur Untreue mit Abscheu von uns weisen. Der Heiland hat uns gemahnt: "Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." (Matth. 7,15-16). Die giftigen unheilvollen Früchte sehen wir alle Tage überall. Es hat uns daher die Sorge für das gefährdete Heil der uns anvertrauten Seelen und das Bewusstsein unserer schweren Verantwortung gedrängt, diese mahnenden und warnenden Worte an euch zu richten.
Eine besondere Lehre aber müsst ihr aus den Kämpfen dieser Tage ziehen. Wir fragen uns: Wie ist es möglich, dass bei irgend einem Anlass breite Massen so rasch und so leidenschaftlich gegen die Kirche und ihre allehrwürdigen Institutionen aufgeregt werden können? Ja, das ist die Macht der Presse und die Macht der mancherlei Organisationen, die in vereinter zielbewusster und energischer Arbeit unter Benützung jedes geeignet erscheinenden Anlasses immer weitere Kreise für ihre kirchenfeindlichen Ideen zu gewinnen suchen und die überall da mehr und mehr Erfolge erzielen, wo es an den gleichen Mitteln zu einer raschen und wirksamen Abwehr fehlt. Sollten wir nicht vom Feinde lernen, wie hoch die Bedeutung der Presse und des Zusammenschlusses zu schätzen sei? Haltet Zeitungen, Zeitschriften und Bücher von euerem Hause fern, die für euer katholisches Glaubensempfinden weder ein verständnisvolles Interesse noch eine schonende Rücksichtnahme bekunden, vielmehr euer katholisches Gefühl in der mannigfaltigen Weise verletzen! Lasset euch in der Geltendmachung euerer katholischen Grundsätze im öffentlichen Leben nicht von den Gegnern an Interesse, Energie und Opferwilligkeit übertreffen! Und wenn ihr an der katholischerseits betätigten Abwehr feindlicher Angriffe oder an irgendwelchen katholischen Organisationen Ausstellungen zu machen habt, so vergesst nicht, dass diese vielleicht hie und da gerechtfertigte Kritik allein keine Hilfe bringt; helfet vielmehr durch eueren freundlichen Rat und durch euere opferwillige Tat mit, solche Abwehr und solche Veranstaltungen mehr und mehr in Übereinstimmung mit euerer besseren Einsicht zu bringen! Nachsichtsvolle und werktätige Mithilfe hat einen weit höheren Wert als herber Tadel.
Wenn wir, die wir einstmals im heiligen Sakramente der Firmung zu Streitern Christi geweiht wurden, selbst an dem "Kampfe gegen die Feinde unseres Heiles" nach dem Maße der von Gott uns verliehenen Kräfte uns beteiligen, dann dürfen wir getrost auch auf die Hilfe von oben bauen und vertrauen und kann dieses unser Vertrauen auf Christus den Herrn durch keinerlei Bedrängnisse und Leiden erschüttert werden. Wir gedenken seines Wortes: "In der Welt werdet ihr Bedrängnis haben, doch seid getrost: Ich habe die Welt überwunden" (Joh 16,33). "Selig seid ihr, wenn euch die Menschen schmähen und verfolgen und alles Böse mit Unwahrheit gegen euch reden um meinetwillen. Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß im Himmel" (Matth 5,11). Im Schifflein Petri ist unser Platz, und wenn Sturm und Wogen übermächtig werden, so schauen wir vertrauensvoll auf Ihn, der einst mit einem Worte dem Winde und den Wellen geboten hat, Jesus Christus, unsern Herrn und Gott, außer dem es kein Heil, keine Wahrheit und keinen Frieden gibt. Ihm sei, "Lob und Ehre, und Preis und Dank und Macht und Herrlichkeit in alle Ewigkeit Amen." (Jud. 25)
(entnommen aus: Das dreifache Reich Gottes, von Pfarrer Joseph Reiter, 1911)

 

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