Autor Thema: Ignatius von Loyola - 31. Juli  (Gelesen 3705 mal)

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Offline hiti

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Ignatius von Loyola - 31. Juli
« am: 31. Juli 2012, 13:06:08 »
Liebe Freunde!

Zum heutigen Gedenktag des Ignatius von Loyola ein Auszug aus dem Werk: Exerzitien

REGELN, UM SICH KÜNFTIG IM ESSEN ZU ORDNEN

DIE ERSTE REGEL ist, daß man sich vom Brot weniger zu enthalten braucht, weil es keine Speise ist, nach der die Eßlust so ungeordnet zu begehren pflegt oder zu der die Versuchung so anreizt wie zu den andern Speisen.

DIE ZWEITE: In Bezug auf das Trinken scheint die Enthaltsamkeit angemessener zu sein als beim Essen des Brotes. Darum gilt es, genau zuzusehen, was von Nutzen ist, daß es zugelassen, und was schädlich ist, daß es abgetan werde.

DIE DRITTE: Bei den Gerichten muß eine größere und vollständigere Enthaltsamkeit beobachtet werden, denn hier ist sowohl die Eßlust bereiter zur Unordnung wie die Versuchung mehr auf dem Sprung, [etwas Besonderes] auszusuchen. Und so kann die Enthaltsamkeit bei den Gerichten, um Unordnung zu vermeiden, aus zweierlei Art geschehen: einmal so, daß man sich gewöhnt, gröbere Speisen zu essen, dann so, daß man ausgesuchtere in geringerer Menge genießt.

DIE VIERTE: Vorausgesetzt, daß der Mensch sich davor in acht nimmt, in Krankheit zu fallen, gilt, daß je mehr er sich vom Zukömmlichen entzieht, er desto rascher zu der Mitte gelangt, die er in Speise und Trank einhalten soll; und dies aus zwei Gründen: erstlich, weil er, sich so fördernd und bereitend (disponendose), nicht selten die innern Fühlungen, Tröstungen und göttlichen Eingebungen erspüren wird, durch die ihm die Mitte gewiesen wird, die ihm zukommt; zweitens, weil der Mensch, der bei solcher Enthaltsamkeit nicht mehr die genügende Körperkraft und Disposition für die geistlichen Übungen in sich vorfindet, leicht dazu gelangen wird, zu entscheiden, was seinem leiblichen Unterhalt angemessener ist.

DIE FÜNFTE: Während man ißt, stelle man sich vor, man schaue Christus Unserem Herrn zu, wie Er mit Seinen Aposteln zusammen ißt, wie Er trinkt, wie Er blickt, wie Er redet, und trachte, Ihn nachzuahmen, dergestalt, daß der Verstand vornehmlich mit der Erwägung Unseres Herrn und nur nebenbei mit dem Unterhalt des Körpers beschäftigt sei, weil man so in sein Verhalten und seine Beherrschung jeweils mehr Gleichmaß und Ordnung bringt.

DIE SECHSTE: Zuweilen kann man während des Essens auch eine andere Erwägung nehmen, etwa das Leben der Heiligen oder eine andere fromme Betrachtung oder irgendeine geistliche Beschäftigung, die man auszuführen hat; denn richtet man darauf sein Augenmerk, so wird man weniger Ergötzung und Genuß aus der leiblichen Speise ziehen.

DIE SIEBTE: Vor allem hüte man sich davor, daß der ganze Sinn auf das gerichtet sei, was man ißt, und daß man aus lauter Eßlust zu hastig sei; man sei Herr seiner selbst sowohl in der Weise,
wie man ißt, wie bezüglich der Menge, die man nimmt.

DIE ACHTE: Um alle Unordnung abzulegen, nützt es viel, nach dem Mittag- oder Abendessen oder zu einer andern Stunde, da man keine Begierde nach Essen verspürt, bei sich selbst für die nächste Mittag- oder Abendmahlzeit, und so fort jeden Tag, die Menge festzulegen, die zu nehmen tunlich sei, und über die man nachher um keiner Eßlust noch Versuchung willen hinausgehen soll; im Gegenteil: um jede ungeordnete Begierde oder Versuchung des Feindes, die zum Mehressen anreizt, jeweils besser zu besiegen, esse man weniger.

Hermann
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?

velvet

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Antw:Ignatius von Loyola - 31. Juli
« Antwort #1 am: 31. Juli 2012, 21:09:55 »
Lieber Hiti,
 sieh mal unter dem Thema Orden nach, da steht noch mehr über Ignatius von Loyola, aber was anderes!

Liebe Grüsse

velvet


Offline hiti

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Antw:Ignatius von Loyola - 31. Juli
« Antwort #2 am: 31. Juli 2012, 21:30:18 »
Liebe velvet,

es ist im Grunde schon dasselbe.

Deine Auszüge sind aus einer Schrift von 1922,
ich habe es aus der 12. Auflage von 1999
©Johannes Verlag Einsiedeln, Freiburg

Hermann
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?

 

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