Autor Thema: Osterthema: Das Neue Buch des Papstes  (Gelesen 3758 mal)

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Eglantine

  • Gast
Osterthema: Das Neue Buch des Papstes
« am: 20. März 2011, 09:41:29 »
Hallo ihr Lieben,

ich möchte an dieser Stelle auch das neue Papstbuch ansprechen.

Hier ein Link zu einem Bericht dazu.
http://www.phoenix.de/content//363559

Hat es schon einer von euch gelesen und ist es gut?
Ich muss immer noch recht sparen und möchte vor Kauf wissen, wie es ist.

Gruß E.

Eisregen

  • Gast
Re:Osterthema: Das Neue Buch des Papstes
« Antwort #1 am: 20. März 2011, 16:14:41 »
Liebe Eglantine,

gerade habe ich den Link gelesen und möchte einen Teil davon hier direkt aufnehmen damit darüber diskutiert werden kann.


Zitat:
"Die Juden sind nicht Gottesmörder
Theologisch seit Jahrzehnten längst geklärt, aber kirchenpolitisch immer noch wichtig zu sagen: Das Volk der Juden sei in seiner Gesamtheit keineswegs verantwortlich für Jesu Tod, betont Benedikt. Die entsprechenden Bibelstellen meinten die damals anwesende jüdische Tempelaristokratie. Die für viele unverständliche Bibelstelle bei Matthäus (27,25) - "Sein Blut komme über uns und unsere Kinder" - erklärt Benedikt nicht als Rachegelüste, im Gegenteil. Jesu Blut "ruft nicht nach Rache und nach Strafe, sondern nach Versöhnung. Es wird nicht gegen jemand vergossen, sondern es ist Blut, vergossen für viele, für alle."

Starb Jesus "für viele" oder "für alle"?
Für Katholiken am brisantesten dürfte Benedikts Reflexion darüber sein, ob Jesus beim letzten Abendmahl laut Bibel gesagt hat, dass sein Blut "für alle", also die ganze Menschheit, oder lediglich "für viele", das Volk Israels (aus heutiger Sicht allein die Gläubigen) vergossen hat. Die Deutsche Bischofskonferenz hat klargemacht, dass sie an der bisherigen Sprachregelung ("für alle") festhalten will - trotz eines seit 2006 vorliegenden Änderungsauftrags für die Messworte aus dem Vatikan, der damit eine möglichst genaue Übersetzung der Bibel anstrebt. In seinem Buch betont der Papst, dass Jesus für die ganze Menschheit gestorben ist. Allerdings zeigt Benedikt zugleich Verständnis für die philologisch korrekte Übersetzung "für viele", weil der Kreis derer, die zur Eucharistie gehen, kleiner sei als der universale Sühneauftrag Jesu.

Widerspruch vorgezeichnet
Das Buch wird Widerspruch auslösen. Wie ein roter Faden schimmert durch den gesamten Text das Bemühen, den christlichen Glauben wieder auf Gott direkt zurückzuführen und Jesus vor theologischen oder politischen Relativierungen zu bewahren. In der Tradition der Kirchenväter versteht sich der inzwischen 83 Jahre alte Papst spürbar als Katechet: Als Unterweiser im rechten Glauben, der in heutiger Zeit immer mehr verloren zu gehen droht. Dabei orientiert sich Benedikt vor allem an der Bibel. Manche Theologien werden eher als verwässernd oder irreführend abgelehnt. Zum Dialog mit Atheisten oder Gläubigen anderer Religionen trägt das Werk wenig bei. Es kann vor allem als Wegweiser und Ermutigung für Christen dienen, die um ihren Glauben ringen."


Ich meine, dass dieses Mattäuswort schon eine recht ernstzunehmende Aussage war, gesetzt dem Fall es ist wirklich so richtig übersetzt worden.
Die Juden -denjalls die jenigen, welche bei Jesu Verurteilung dabei waren- haben allerdings damit ihr Bereitschaft ausgedrückt, sein Leid mitzutragen. Aber auch die Möglichkeit akzeptiert, dass sie allerdings Folgen aus ihrer Haltung zu tragen haben.
Das jüdische Volk ist sicher nicht "kollektiv" schuld an seiner Verurteilung, ebensowenig, wie die junge Generation schuld an den Taten der Nazis sein kann.
Aber in meinen Augen ist es schon eine gewisse Schuld, die bis heute andauert, dass die Juden immernoch die Tora als Gesetz verwenden, also das Alte Testament, den Alten Bund.
Sie erkennen weder den Neuen Bund an, noch, dass der Messias überhaupt schon da war.
Sie warten immernoch auf sein erstes Kommen.

Punkt 2 bin ich der Anschauung, dass Jesus nur für "viele" und nicht für alle gestroben ist.
Es wäre natürlich gut zu erfahren, wie hier die korrekte Übersetzung ist.
Nach Anpassung der Formentscheidung scheint diese Übersetzung richtiger zu sein.
Grundsätzlich ist Gott natürlich Vater aller Menschen.
Trotzdem bin ich nicht der Ansicht, dass jeder der getauft ist, auch das Himmelreich erreichen wird.
Das haben auch viele Mystiker mit Bedauern feststellen müssen.

Punkt 3 wird man als Papst wohl nicht damit rechnen dürfen, dass man es allen Recht machen kann.
Ich finde es aber gut, dass die Kirche sich wieder auf die Bibel als Leitfaden besinnt.
Nur so ist eine echte und weltweite Ökomene auch möglich.
Immerhin ist die Bibel das meist gelesene Buch der Welt.





 

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