Autor Thema: Eucharistische Frömmigkeit  (Gelesen 5959 mal)

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CSc

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Eucharistische Frömmigkeit
« am: 20. März 2011, 19:47:05 »
Eucharistischen Frömmigkeit


In diesem Thread sollen Texte zur Förderung der Eucharistischen Frömmigkeitveröffentlicht werden.


Der heilige Paschal Baylon
das Hirtenbüblein des allerheiligsten Altarsakramentes
Spanien 16. Jahrhundert


Das Hirtenbüblein Paschalis Baylon kam am 17. Mai 1540 im spanischen Dorf Torre Hermosa (Schöner Turm) zur Welt. Seine braven Eltern waren so arm, dass sie den kaum Siebenjährigen bei einem fremden Bauern verdingten.
In aller Morgenfrühe musste er die Schafe zu Berge treiben. Da er dennoch gerne lesen und schreiben gelernt hätte, nahm er Schiefertafel und Griffel mit auf die Weide. Wenn zuweilen ein Wanderer vorbeikam, bat ihn das wissbegierige Büblein, ihm einen Buchstaben oder eine Zahl vorzuschreiben. Manchmal kam aber tagelang niemand des Weges. Dies betrübte den lernbegierigen Schüler.
Dem lieben Gott, der alles sieht und alles weiß, gefiel dieser Fleiß so sehr, dass er sogar einen Engel zu Paschalis sandte, um ihn lesen und schreiben zu lehren. Wie gerne ging der brave Bub bei einem solch himmlischen Lehrer zur Schule! Da Paschalis Gott liebte, hütete er sich vor jeder Sünde. Wenn seine Kameraden fluchten oder gar mit unanständigen Spielen sich die Langeweile vertreiben wollten, verwies er es ihnen und zog mit seinen Schafen abseits. Lieber wollte er verlacht, verspottet und mit Steinen beworfen werden, als Gott beleidigen. Häufig ließ er seine Herde im Schatten einer Muttergotteskapelle grasen, wo er Blumen suchen und damit das Gnadenbild schmücken konnte.
Am meisten freute sich der junge Hirte auf den Kirchgang am Sonntag. Andächtig kniete er vor dem Altare. Bei der hl. Wandlung schaute er unverwandt auf die hl. Hostie und den Kelch und betete den hochheiligen Leib und das hochheilige Blut Jesu Christi an. Allzu gerne wäre er auch werktags zur hl. Messe gegangen, doch seine Pflicht ließ ihm keine Zeit hiezu. Daher empfahl er sich geistig in alle heiligen Messen auf der ganzen Welt und wünschte, Jesus allüberall anbeten zu können. Diese heilige Sehnsucht belohnte Gott durch ein Wunder.
Als Paschalis eines Tages die Wandlungsglocke einer Kirche läuten hörte, kniete er auf dem Felde betend nieder. Da öffnete sich der Himmel und in unbeschreiblichem Glanze erschien in den Lüften eine heilige Hostie in kostbarer, von zwei Engeln getragener Monstranz.
In seliger Freude betete der Hirtenjunge das allerheiligste Sakrament an, bis die Erscheinung verschwand. Noch öfters durfte er dieses Wunder erleben.
Mit 20 Jahren trat Paschalis als Laienbruder ins Franziskanerkloster von Valencia (Spanien) ein. Hier arbeitete er unermüdlich in Küche, Feld und Garten. Bald bewunderten die Mitbrüder nicht nur seinen Fleiß und seine Demut, sondern auch sein außerordentliches Wissen über die Glaubensgeheimnisse und ganz besonders über die hl. Eucharistie.
Oft musste Paschalis die Patres auf ihren Missionswanderungen durch Städte und Dörfer begleiten. Wenn sich auf Straßen und Plätzen Leute ansammelten, um das Wort Gottes zu vernehmen, forderten die Missionare manchmal auch Paschalis auf, etwas Erbauendes zu sagen. Dann begann der ehemalige, schlichte Hirtenjunge mit solcher Beredsamkeit und Liebe vom allerheiligsten Altarssakrament zu sprechen, dass viele sich bekehrten.
Bruder Paschalis ermahnte alle, oft zu beichten und zu kommunizieren, denn Jesus sei ja unseretwegen im Tabernakel, um uns zu helfen, uns zu trösten und uns durch das hl. Messopfer und durch die hl. Kommunion vom ewigen Tode zu erretten.
Oft verbrachte der Heilige ganze Nächte, das Leiden Christi betrachtend, vor dem Tabernakel. Er wusste seine Todesstunde voraus. Paschalis Baylon starb am Pfingstfeste, am 17. Mai 1592. Als seine Leiche während des Requiems in der Klosterkirche aufgebahrt war, bemerkten die Umstehenden, wie der Tote bei der hl. Wandlung sich zu beleben schien und mit einem letzten, freudestrahlenden Blick die hl. Hostie grüßte. Der hl. Paschalis ist Patron aller eucharistischen Vereine und Kongresse.

Aus: „Eucharistische Wunder aus aller Welt“ von Dr. phil. Maria Haesele


« Letzte Änderung: 21. März 2011, 13:25:38 von CSc »

CSc

  • Gast
Re:Eucharistische Frömmigkeit
« Antwort #1 am: 21. März 2011, 13:43:19 »
Die Seherkinder von Fatima
und ihre Liebe zum eucharistischen Heiland
Portugal, 20. Jahrhundert


Im portugiesischen Ort Fatima erschien im Jahre 1917 sechsmal die allerseligste Jungfrau Maria drei kleinen Kindern: Lucia, Francisco und Jacinta. Diese drei Kinder hatten auch eine innige Liebe zum eucharistischen Heiland. Vielleicht können sie dabei helfen, dass wir in der Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus im Allerheiligsten Altarsakrament wachsen. Lucia, die später Ordensschwester wurde, schrieb ihre Erinnerungen an die Marienerscheinungen und ihre Kindheit nieder.


Fronleichnamsfest in Fatima

Zu den Aufgaben einer der großen Schwestern von Lucia gehörte es, alljährlich beim Fronleichnamsfest die kleinen Kinder anzukleiden, die bei der feierlichen Prozession durch die Straßen auf der Seite des Baldachins gehen und Blumen streuen. Lucia war immer eines der blumenstreuenden Kinder und einmal erzählte sie Jacinta von dem Fest, an dem sie Jesus Blumen streuen würde. Als Jacinta das hörte, war sie ganz aus dem Häuschen und wollte ebenfalls dem Herrn Jesus Blumen streuen. Gemeinsam baten sie die große Schwester von Lucia, die sie für das große Fest einkleiden würde, dass auch Jacinta mitgehen und Blumen streuen dürfe. Tatsächlich erlaubte sie es und als Jacinta voll Freude fragte, ob sie Jesus sehen würde, antwortete Lucias Schwester, dass der Herr Pfarrer Ihn tragen wird. Als sie das hörte, konnte sie es kaum erwarten, bis der Festtag kommen würde. Als es endlich so weit war, war Jacinta außer sich vor Glück. Während der Prozession streuten Lucia und die anderen kleinen Engel die Blumen. Nur Jacinta streute keine einzige, trotz der vielen Zeichen, die ihr Lucia gab. Die ganze Zeit schaute die kleine Jacinta zum Pfarrer, der in der Hand die große goldene Monstranz trug, in der sich die hl. Hostie befand. Als die Zeremonie vorüber war, fragte die Schwester von Lucia: "Jacinta, warum hast du Jesus keine Blumen gestreut?" Und sie antwortete darauf, sie hätte Ihn nicht gesehen und fragte sogleich Lucia: "Hast du denn das Jesuskind gesehen?" Lucia antwortete: "Nein. Aber weißt du denn nicht, dass man das Jesuskind in der Hostie nicht sieht, dass Es verborgen ist? Jesus ist es, Den wir in der Kommunion empfangen."

Vergleiche: "Schwester Lucia spricht über Fatima - Erinnerungen der Schwester Lucia"


Lucias Erstkommunion, 1913

Als Lucia sechs Jahre alt war und die Vorbereitungszeit für die Erstkommunionkinder wieder begann, schickte ihre Mutter sie zum Katechismusunterricht, den der Pfarrer den diesjährigen Kommunionanwärtern gab. Lucia kam dem Wunsch ihrer Mutter mit Freuden nach und bereitete sich darauf vor den lieben Gott in der hl. Kommunion zum ersten Mal zu empfangen. Tatsächlich wusste Lucia, aufgrund der religiösen Unterweisung durch die Mutter in ihren jungen Jahren schon viel mehr über die Glaubenslehre, als andere Kinder in fortgeschrittenerem Alter. Trotz allem wollte der Pfarrer, dass Lucia mit dem Kommunizieren warte, bis sie sieben Jahre alt sei. Das machte Lucia sehr traurig und sie begann zu weinen. In diesem Moment betrat ein Priester die Kirche, den der Herr Pfarrer kommen ließ, damit er ihm beim Beichtehören hilft. Dieser Priester – es war der heiligmäßige Volksmissionar Pater Cruz – erkundigte sich danach, warum Lucia weinte. Und als er den Grund für Lucias Traurigkeit erfuhr, nahm er sie mit sich in die Sakristei, fragte sie den Katechismus ab und prüfte ihr Wissen um das Geheimnis der hl. Eucharistie.
Als er das getan hatte, führte er Lucia zum Pfarrer und riet ihm, sie kommunizieren zu lassen, da sie wohl besser wüsste, was sie täte, als viele von den anderen. Pater Cruz verwies auch auf das Kinderkommuniondekret von Papst Pius X. Der Pfarrer ließ sich schließlich vom auswärtigen Priester überzeugen und willigte ein. Lucia wurde zur Kommunion zugelassen. Als Lucia die erfreuliche Nachricht ihrer Mutter überbrachte, begann diese, sie sogleich auf die Beichte am Nachmittag vorzubereiten.
Lucia beichtete und als der Priester sie angehört hatte sprach er zu ihr: „Meine Tochter, deine Seele ist der Tempel des Heiligen Geistes. Halte sie immer rein, damit Er Sein göttliches Wirken fortsetzen kann…“. Lucia kann sich erinnern: „Bei diesen Worten fühlte ich mich von Achtung vor meinem Inneren durchdrungen und fragte den guten Beichtvater, wie ich das machen solle.“ Dieser gab ihr zur Antwort: „Knie dort nieder zu Füßen Unserer Lieben Frau und bitte sie vertrauensvoll, sie möge dein Herz in ihre Hut nehmen und es vorbereiten, morgen würdig ihren geliebten Sohn zu empfangen; und sie möge es für Ihn allein bewahren.“
Als sie den Beichtstuhl verließ, merkte sie, dass alle Leute lachten und ihre Mutter rief sie und sagte: „Meine Tochter, weißt du nicht, dass man bei der Beichte leise spricht, dass sie ein Geheimnis ist? Alle haben dich gehört.“
Lucia folgte dem Rat des Priesters und bat die hl. Maria, vor einer Statue Unserer Lieben Frau, sie möge ihr Herz für Gott allein bewahren. Als sie diese Bitte mehrere Male wiederholte und die Statue dabei ansah, schien es ihr, als würde sie ihr zulächeln. Daraufhin wurde sie von einer zuvor nichtgekannten innerlichen Freude durchflutet.
Während des ganzen Abends arbeiteten ihre Schwestern an dem weißen Kommunionkleid und dem Blumenkranz für Lucia. Sie selbst konnte unterdessen vor lauter Vorfreude kein Auge zu tun und stand deshalb ständig aus ihrem Bett auf, fragte, ob es denn noch immer nicht so weit sei oder ob sie das Kleid oder den Kranz anprobieren könne. Schließlich ging nach einer langen Nacht doch endlich die Sonne auf, aber es dauerte noch einmal eine ganze Weile bis die Erstkommunionfeier begann. Ihre Mutter gab ihr die letzten Anweisungen, die unter anderem darin bestanden, dass sie den Heiland, wenn sie Ihn nach der hl. Kommunion im Herzen tragen würde, bitte, Er möge sie zu einer Heiligen machen.
Sie machten sich auf den Weg zur Kirche und sobald sie dort angekommen waren, lief Lucia zum Altar Unserer Lieben Frau und erneuerte die vom Priester bei der Beichte empfohlene Bitte. Wieder lächelte die Statue der allerseligsten Jungfrau ihr gütig zu. Dann wurde sie von ihren Schwestern zum für sie vorgesehenen Platz gebracht.
Nun wollen wir Lucia wieder selbst erzählen lassen: „Das Hochamt begann, und als der Augenblick sich näherte, schlug mein Herz schneller in Erwartung des guten Gottes, Der vom Himmel herabkommen würde, um Sich mit meiner armen Seele zu vereinigen. Der Herr Pfarrer kam herunter, um in den Reihen das Brot der Engel zu spenden. Ich hatte das Glück, die erste zu sein. Als der Priester die Altarstufen herabstieg, war mir, als zerspringe mein Herz. Aber sobald er mir die göttliche Hostie auf die Lippen legte, verspürte ich eine Gelassenheit und einen unerschütterlichen Frieden. Ich fühlte mich durchdrungen von einer so übernatürlichen Atmosphäre, dass die Gegenwart unseres guten Gottes mir so spürbar wurde, als würde ich Ihn mit den leiblichen Sinnen sehen und hören.“ Lucia bat den Herrn: „Herr, mache aus mir eine Heilige, bewahre mein Herz immer rein für Dich allein!“
Nach diesem Erlebnis begann Lucia ein wenig den Geschmack und die Freude an den irdischen Dingen zu verlieren. Oft ging sie zu einem einsamen Ort und erinnerte sich zurück an die Freuden ihrer ersten hl. Kommunion.

Vergleiche: "Schwester Lucia spricht über Fatima - Erinnerungen der Schwester Lucia"


Kommunion durch Engelshand, 1916

Im Frühjahr 1916 erlangten Jacinta und Francisco die Erlaubnis ihrer Eltern, gemeinsam mit Lucia die Schäfchen auf die Weide treiben zu dürfen. In diesem Jahr – ein Jahr vor Beginn der Marienerscheinungen – erschien den drei kleinen Hirten dreimal ein Engel. In den ersten beiden Erscheinungen wurden die Kinder – Jacinta und Francisco hatten noch nicht die Erstkommunion empfangen – auf die hl. Kommunion vorbereitet, die der Engel ihnen beim dritten Mal spenden sollte. In der ersten Erscheinung hielt sie der Engel vor allem zum Beten an. Beim zweiten Mal unterwies sie der Engel über die Notwendigkeit und den Wert des Leidens und der Buße und ermahnte sie, dem Herrn alles zum Opfer zu bringen. Als der Engel zum dritten Mal erschien, trug er einen Kelch und darüber eine hl. Hostie, aus welcher einige Blutstropfen in den Kelch hinabträufelten. Dann ließ er Kelch und Hostie frei in der Luft schweben. Der Engel kniete sich zu den Kindern und ließ sie dreimal wiederholen: „Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich opfere Euch auf den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Welt, zur Sühne für die Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch welche Er Selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines heiligsten Herzens und durch die des Unbefleckten Herzen Mariens, erflehe ich von Euch die Bekehrung der armen Sünder.“
Dann erhob er sich und ergriff wieder Kelch und Hostie. Die Hostie reichte er Lucia, den Inhalt des Kelches gab er Jacinta und Francisco zu trinken mit den Worten: „Empfangt den Leib und trinkt das Blut Jesu Christi, Der durch die undankbaren Menschen so furchtbar beleidigt wird. Sühnt ihre Sünden, tröstet euren Gott.“ Dann kniete er sich erneut auf den Boden und sprach mit den Kindern dreimal das Gebet, dass er ihnen soeben gelehrt hatte: „Heiligste Dreifaltigkeit ...“ Danach verschwand er. Lucia weiß sich zu erinnern: „Wir verharrten in der gleichen Haltung und wiederholten immer die gleichen Worte. Als wir uns erhoben, sahen wir, dass es Abend und daher Zeit war, nachhause zu gehen.“ Francisco fragte nun: „O Lucia, der Engel hat dir die heilige Hostie gegeben, aber was war das, was er mir und Jacinta gab?“ Da rief die sechsjährige Jacinta außer sich vor Seligkeit: „Es war das gleiche, nämlich die heilige Kommunion! Hast du denn nicht gesehen, dass es Blut war, das aus der hl. Hostie floss?“ Francisco meinte daraufhin: „Ich fühlte, dass Gott in mir war, aber ich wusste nicht wie!“ Jacinta und Francisco haben so auf wunderbarerweise ihre erste hl. Kommunion empfangen.

Vergleiche: „Eucharistische Wunder aus aller Welt“ und „Schwester Lucia spricht über Fatima - Erinnerungen der Schwester Lucia“


Sehnsucht nach dem eucharistischen Herrn

Der erstmalige, wunderbare Genuss der Himmelsspeise weckte in den Seelen der Hirtenkinder die Sehnsucht nach der öfteren Kommunion. Lucia durfte bereits ihren eucharistischen Hunger an der Kommunionbank stillen. Die beiden Kleinen hingegen mussten noch lange warten, bis der Ortspfarrer auch ihnen den Tabernakel öffnete.
Im Jahre 1917 hofften Francisco und Jacinta, mit den andern Kindern zur hl. Kommunion zugelassen zu werden. Der Vater brachte sie zur Kirche. Der Herr Pfarrer hörte sie beichten und hielt mit ihnen ein kleines Kommunionexamen, worauf er aber leider entschied, es sei besser, man warte noch ein weiteres Jahr mit der Erstkommunion. Von nun an gingen die Geschwister regelmäßig zur heiligen Beichte, aber trotz ihrer Sehnsucht durften sie die hl. Kommunion noch nicht empfangen. Die beiden gottliebenden Kleinen litten sehr unter diesem Verbote und der unnötig langen Wartezeit.
Als die Marienerscheinungen 1917 bereits begonnen hatten, rief Jacinta eines Tages wehmütig auf der Weide aus: „Arme Muttergottes! Sie tut mir so leid. Sie bat um Sühnekommunion wegen der Sünden, die gegen ihr Unbeflecktes Herz begangen werden, aber wie soll ich dies tun, da ich noch nicht kommunizieren darf? … Ach, wie weh tut es mir, dass ich nicht kommunizieren kann!“
„Und mir erst!“ fügte Francisco traurig hinzu. „Der Herr Pfarrer will leider den Kindern den lieben Gott nicht geben!“
Im folgenden Mai 1918 besuchten die Kleinen voller Hoffnung neuerdings den Kommunionunterricht. Beim Examen war auch ihr Vater zugegen. Ihm verdanken wir folgende Angaben: „Jacinta wusste ziemlich gut zu antworten, aber Francisco stockte ein wenig beim Aufsagen des Glaubensbekenntnisses. Ich weiß nicht mehr genau, bei welcher Stelle. Jacinta wurde nun zur hl. Erstkommunion zugelassen, aber Francisco nicht! Der Bub kehrte weinend nach Hause zurück. Die Prüfung war vorbei; es gab keinen Ausweg mehr!“
Im Dezember 1918 erkrankte der fromme Hirtenbub. Am 2. April 1919 fühlte er sich durch das ständige Fieber so geschwächt, dass er daheim innig bat: „Ach, Vater, ich möchte so gerne das Brot des Himmels empfangen bevor ich sterbe!“
„Ich werde dafür sorgen!“ tröstete ihn der Vater.
„Sein Vaterherz war tiefbetrübt“, schreibt Pater Marchi, „einerseits, weil er erkannte, dass er bald seinen jüngsten Buben verlieren werde und andererseits aus Furcht, der Herr Pfarrer könnte demselben wiederum die heilige Kommunion verweigern. Niedergeschlagen machte [er] sich […] auf den Weg.“
Ganz unerwartet traf er jedoch im Pfarrhause nicht den Herrn Pfarrer, sondern einen Stellvertreter an, der sich sogleich bereit erklärte, Francisco die Sterbesakramente zu spenden. Der Knabe beichtete und wurde dann über seine eucharistischen Kenntnisse geprüft.
Sein lieber Vater erzählt: „Ich stand wiederum große Angst aus, dass der geistliche Herr ihm die hl. Kommunion verweigern werde, da ich fürchtete, Francisco könnte wegen seiner Fieberschwäche bei den Antworten versagen. Doch er strengte sich an. Der geistliche Herr war sehr zufrieden und versprach, ihm am nächsten Morgen die hl. Wegzehrung zu bringen.“
So durfte endlich das arme Hirtenbüblein von Fatima, als es bereits elf Jahre alt war, auf dem Sterbebette zum ersten Mal aus Priesterhand die hl. Kommunion empfangen. Der Engel Gottes hingegen hatte ihn bereits drei Jahre früher der hl. Kommunion würdig befunden und wunderbar gespeist.

Vergleiche: „Eucharistische Wunder aus aller Welt“



 

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