• "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos." 4 11

Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 1609325 mal)

0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6980 am: 03. Juli 2018, 05:30:53 »
Gebo­ren aus Maria – der Jung­frau

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Im Jahre 735 v. Chr. ver­ban­den sich der König Pha­kee vom Nord­reich, Israel, und der König von Damas­kus, Rasin, also der Syrer­kö­nig, um gegen den Assy­rer­kö­nig Tiglat­pi­le­ser zu Felde zu zie­hen. Sie bestürm­ten auch den König des Süd­rei­ches von Juda, dass er sich ihnen anschließe. Aber der König Achaz lehnte ab. Er hatte andere Pläne. Da über­zo­gen sie das Süd­reich mit Krieg und woll­ten den König Achaz abset­zen und einen ande­ren, näm­lich den Sohn des Tabul, an sei­ner Stelle ein­set­zen. Die Kunde von den her­an­rü­cken­den Hee­ren ent­setzte Jeru­sa­lem. „Da bebte das Herz des Königs und sei­nes Volkes, gleich wie die Bäume des Wal­des vor dem Winde beben.“ In die­ser Angst und Not ergeht das Wort des Herrn an den Pro­phe­ten Isaias, er soll zum Könige sagen: „Sieh dich vor und halte dich ruhig! Hab keine Furcht. Dein Herz soll nicht zagen vor die­sen zwei rau­chen­den Brand­scheidt­stum­meln.“ Das König soll also ruhig abwar­ten, der Angriff der bei­den Ver­bün­de­ten ist nicht zu fürch­ten, ihre Pläne wer­den nicht gelin­gen, das Nord­reich wird sich nicht erwei­tern kön­nen, und der König von Damas­kus wird ebenso sein Reich nicht ver­grö­ßern kön­nen. Aber das Süd­reich muss Ver­trauen fas­sen. Es muss Glau­ben haben an Gott. Im man­geln­den Ver­trauen liegt seine große Gefahr. „Wenn ihr nicht glaubt, habt ihr kei­nen Bestand mehr“, sagt der Pro­phet zum König.

Und Gott ging noch wei­ter. Er gewährte Achaz ein Zei­chen. Der König kann sich ein außer­or­dent­li­ches Ereig­nis wäh­len, gleich wel­cher Art, Gott wird es in Erfül­lung gehen las­sen. Und daran soll er erken­nen, dass die Pläne der bei­den Ver­bün­de­ten schei­tern wer­den. Und siehe da, der König lehnt es ab, ein Zei­chen zu for­dern. Er begrün­det das mit sei­ner Fröm­mig­keit. Er will Gott nicht ver­su­chen, sagt er. Aber das war nicht der wahre Grund. Der rich­tige Grund war: Was Gott von ihm erwar­tete, war ihm läs­tig. Der Vor­schlag des Pro­phe­ten, Ruhe zu hal­ten und auf Gott zu ver­trauen, lief sei­nen poli­ti­schen Plä­nen zuwi­der. Er hatte näm­lich vor, den Assy­rer­kö­nig Tiglat­pi­le­ser zu Hilfe zu rufen. Und er führte die­sen Plan auch aus. Mit die­ser Ableh­nung hat der König Gott belei­digt, und so kün­digt ihm der Pro­phet Unglück an. Assy­rer und Ägyp­ter wer­den das Süd­reich, Juda, beherr­schen. Aber Gott geht von sei­nem Plane nicht ab. Er bleibt dabei, ein Wun­der­zei­chen zu geben. Was ist das für ein Zei­chen? Eine Jung­frau wird als Jung­frau einen Sohn gebä­ren, der heißt Emma­nuel, das bedeu­tet: Gott mit uns. Die­ser Knabe ist das leben­dige Zei­chen, dass Gott das Süd­reich, Juda, in höchs­ter Gefahr nicht ver­lässt. So sicher wie das Emma­nu­els­zei­chen ein­tre­ten wird, so sicher wird das Land von sei­nen jet­zi­gen Fein­den befreit wer­den. Der Knabe wird ein armes Leben füh­ren, Dick­milch und Honig wird er essen, also die Speise der Armen, und das wird so lange gehen, bis er zum Ver­nunft­ge­brauch gelangt ist. Dann wird die Gefahr vor­über sein, dann ist die natio­nale Not vor­bei und Juda ist geret­tet.

Wie Gott gespro­chen hatte, so trat es ein. In den Jah­ren 734 bis 732 v. Chr. kam der Assys­rer­kö­nig Tiglat­pi­le­ser nach Damas­kus und nach Israel. Er ver­wüs­tete die Län­der und führte viele Men­schen in die Gefan­gen­schaft. Aber das Reich Juda war geret­tet. Wir kön­nen anneh­men, dass das von Gott ange­kün­digte Zei­chen damals ein­ge­tre­ten ist. Es hat eine Jung­frau einen Kna­ben gebo­ren, und es wurde ihm der Name Emma­nuel gege­ben, und für die Dauer sei­ner Unmün­dig­keit, sei­nes man­geln­den Ver­nunft­ge­brau­ches hat Juda unter der Bedrü­ckung gelit­ten, aber dann war die natio­nale Not vor­bei.

Und doch: Die­ses Zei­chen 700 Jahre v. Chr. war nur ein Schat­ten­riß für ein ande­res Zei­chen. Diese jung­fräu­li­che Mut­ter von damals war nur ein Vor­ent­wurf einer ande­ren jung­fräu­li­chen Mut­ter, und die­ser gott­ge­seg­nete Knabe war nur der Schat­ten­riß eines ande­ren Kna­ben. Diese Stelle Is 7,14 ist mes­sia­nisch zu ver­ste­hen. So hat das Chris­ten­tum von Anfang an diese pro­phe­ti­sche Stelle bei Isaias begrif­fen. Es hat sie von Anfang an auf den Mes­sias gedeu­tet. Im Matt­häu­sevan­ge­lium lesen wir anschlie­ßend an die Bot­schaft des Engels, die an Josef erging, wo er über das Geheim­nis Mari­ens auf­ge­klärt wurde: „Dies alles ist gesche­hen, damit die Schrift erfüllt werde, was vom Herrn durch den Pro­phe­ten gesagt wurde: „Siehe, die Jung­frau wird emp­fan­gen und einen Sohn gebä­ren, und sei­nen Namen wird man nen­nen Emma­nuel, das heißt: Gott ist mit uns.“

Die Pro­phe­zei­hun­gen des Isaias sind in hebräi­scher Spra­che geschrie­ben, und das ent­schei­dende Wort, auf das es hier ankommt, ist das Wort „alma“. Die­ses hebräi­sche Wort bedeu­tet Jung­frau. Damit ist nicht gemeint die Frau des Königs Achaz oder die Frau des Pro­phe­ten Isaias. Nein, es han­delt sich um eine Jung­frau, nicht um eine ver­hei­ra­tete, in Geschlechts­ge­mein­schaft mit ihrem Manne ste­hende Frau. Die Juden haben von Anfang an diese Deu­tung der Isaias-Stelle bekämpft, mit allen Mit­teln. Sie haben an ers­ter Stelle behaup­tet, die grie­chi­sche Über­set­zung des hebräi­schen Tex­tes habe das Wort „alma“ falsch wie­der­ge­ge­ben. Alma sei unrich­tig über­setzt mit „die Jung­frau“, es müsse viel­mehr hei­ßen : „die junge Frau“. Die­ser Ein­wand, meine lie­ben Freunde, ist nicht berech­tigt. Denn wir kön­nen Stel­len im Alten Tes­ta­ment nach­wei­sen, in denen „alma“ die unbe­rührte, junge, hei­rats­fä­hige Frau bezeich­net, das unbe­rührte, hei­rats­fä­hige Mäd­chen. Ein Bei­spiel: Rebecca. Von ihr wird gesagt: Das Mäd­chen war sehr schön, und sie war klug, und sie war ledig, aber sie hatte noch kei­nen Mann erkannt. Und dann heißt es: „alma“. Rebecca war eine alma, eine Jung­frau. An zwei­ter Stelle kön­nen wir dar­auf hin­wei­sen, dass der Zusam­men­hang, in dem die Stelle Is 7,14 steht, die Bedeu­tung Jung­frau ver­langt. Denn ein außer­or­dent­li­cher Vor­gang, ein uner­hör­ter Vor­gang, eben ein Zei­chen, liegt nur dann vor, wenn eine Jung­frau als Jung­frau emp­fängt und gebiert. Das ist ein ein­ma­li­ger, wun­der­ba­rer Vor­gang. Es wäre nichts Gro­ßes, nichts Kenn­zeich­nen­des, es wäre kein Zei­chen, wenn eine junge Frau nach der Emp­fäng­nis durch ihren Mann gebo­ren hätte. Das ist ja der gewöhn­li­che Lauf der Dinge. Etwas All­täg­li­ches kann kein Zei­chen sein. Die Kir­chen­vä­ter, von Jus­tin dem Mar­ty­rer ange­fan­gen, haben die Stelle Is 7,14 mes­sia­nisch aus­ge­legt. Sie beto­nen, dass die Worte so zu ver­ste­hen sind, dass die Mut­ter des Emma­nuel als Jung­frau – als Jung­frau! – emp­fan­gen und gebä­ren werde. Die Pro­phe­zei­ung des Isaias ist in Maria erfüllt wor­den. Wir beten im Glau­bens­be­kennt­nis: „Gebo­ren aus Maria, der Jung­frau.“ Wir beken­nen die immer­wäh­rende Jung­fräu­lich­keit Mari­ens. Das bedeu­tet: Maria war Jung­frau vor der Geburt Jesu, sie war Jung­frau wäh­rend der Geburt Jesu, und sie war Jung­frau nach der Geburt Jesu. Das ist ein gro­ßes Geheim­nis; das ist schwer zu erklä­ren; das berei­tet dem Ver­stand Schwie­rig­kei­ten. Ohne wei­te­res, gern zuge­ge­ben. Aber eines dür­fen wir nie­mals tun, wie es die Frau Ranke-Hei­ne­mann in Essen getan hat, näm­lich diese Stelle umdeu­ten. Es han­delt sich hier um einen bio­lo­gi­schen Sach­ver­halt, nicht bloß um einen geis­tig zu ver­ste­hen­den Sach­ver­halt. Uner­bitt­lich gegen alle Abschwä­chun­gen und Ver­dre­hun­gen hält die Kir­che daran fest: Maria ist Jung­frau auch im bio­lo­gi­schen Sinne.

Die bei­den Texte, die davon spre­chen, geben in scheuer Zurück­hal­tung ledig­lich die nüch­terne Tat­sa­che an, keine Spe­ku­la­tion, keine roman­ti­sche Legende. Der Vor­gang der Emp­fäng­nis wird über­haupt nicht beschrie­ben. Für die­sen Glau­ben und für diese Tat­sa­che haben wir die unwi­der­leg­li­chen Zeug­nisse des Matt­häus und des Lukas. Ihre Berichte sind von­ein­an­der unab­hän­gig, aber sie bezeu­gen beide das­selbe: Maria ist die jung­fräu­li­che Mut­ter Jesu. Der Evan­ge­list Lukas, der allen  des Lebens Jesu Ereig­nis­sen von Anfang an nach­ge­gan­gen ist, berich­tet, dass der Engel Got­tes zu einer Jung­frau gesandt wurde, um ihr die Emp­fäng­nis und die Geburt eines Soh­nes zu ver­kün­di­gen. Es ist anzu­neh­men, dass Lukas mit Maria selbst gespro­chen hat, dass er sie befragt hat und dass sie ihm die Umstände die­ser Emp­fäng­nis erzählt hat. Und wenn er nicht sel­ber mit ihr gespro­chen hätte, haben andere mit ihr gespro­chen. Sie haben es von Maria erfah­ren; Maria hat ihnen ihr Erleb­nis berich­tet. Der Besuch des Engels bei Maria – und nicht bei Josef – also umge­kehrt, als es bei Zacha­rias und Eli­sa­beth war, und die Umstände der Emp­fäng­nis bezeu­gen, dass Josef nicht der leib­li­che Vater Jesu ist. Wenn die Mit­welt ihn dafür hält, dann erklärt sich das aus ihrer Unkennt­nis. Die Men­schen wis­sen nicht um das Geheim­nis. Außer­dem ist Josef in jedem Falle der gesetz­li­che Vater Jesu, weil er ja Maria gehei­ra­tet hatte. Maria war ver­lobt, das heißt nach dem dama­li­gen Sprach­ge­brauch ver­hei­ra­tet, aber noch nicht heim­ge­führt, noch nicht mit Josef zusam­men­ge­kom­men. Die stren­gen alt­jü­di­schen Auf­fas­sun­gen erklä­ren dann auch das Ver­hal­ten des Josef. Er stellte vor dem Zusam­men­kom­men fest, dass sie emp­fan­gen hatte. Das machte ihn unru­hig, ja bedenk­lich. Er dachte daran, die Ehe nicht auf­zu­neh­men. Erst ein Engel musste ihn über den Ursprung des Kin­des, das Maria emp­fan­gen hatte, auf­klä­ren; dann war er beru­higt, dann fand er sein Gleich­ge­wicht wie­der.

Gegen die Jung­fräu­lich­keit Mari­ens im katho­li­schen, im bib­li­schen Ver­ständ­nis wen­den sich der Unglaube und der Irr­glaube, lei­der auch der über­wie­gende Teil des Pro­tes­tan­tis­mus. Auch in die­sem Punkte sind wir mit den getrenn­ten Brü­dern nicht einig. Die Ein­wände, die gegen die jung­fräu­li­che Emp­fäng­nis Mari­ens erho­ben wer­den, stam­men nicht aus wis­sen­schaft­li­chen Argu­men­ten, son­dern sie grün­den auf der grund­sätz­li­chen Ableh­nung des Wun­ders. Sie sind also welt­an­schau­li­cher Art. Sie schei­tern an der ratio­na­len Deu­tung der Texte. Was sagen die ungläu­bi­gen Theo­lo­gen? Sie sagen, der Glaube an die jung­fräu­li­che Emp­fäng­nis Mari­ens sei aus der Stelle Is 7,14 ent­wi­ckelt, abge­lei­tet, aus­ge­spon­nen wor­den. Sie sei also gar nicht pas­siert, son­dern sei eine Erfin­dung, eine Erfin­dung derer, die die Stelle Is 7,14 gele­sen und falsch aus­ge­legt haben. Meine Freunde, hier wird die Wirk­lich­keit auf den Kopf gestellt. In Wahr­heit ist der Sach­ver­halt genau umge­kehrt. Weil die jung­fräu­li­che Emp­fäng­nis Mari­ens eine Tat­sa­che war, begriff man beim Lesen des Alten Tes­ta­men­tes, dass sie dort, näm­lich in Is 7,14, ange­deu­tet, ja vor­her­ver­kün­det war. Das Leben Jesu und sei­ner Mut­ter lag wie ein offe­nes Buch vor den Jün­gern und den Apos­teln. Die Chris­ten lasen auf­grund die­ser Tat­sa­chen das Alte Tes­ta­ment. Da gin­gen ihnen die Augen auf, denn sie erkann­ten, dass das, was an Jesus und Maria gesche­hen war, im Alten Bunde vor­her­ver­kün­det, vor­be­rei­tet wor­den war. Dabei stie­ßen sie auch auf den Text Is 7,14. Was dort ver­hei­ßen war, das sahen sie, das war in Jesus und Maria erfüllt. Matt­häus ent­hüllt also den Juden den rich­ti­gen Sinn von Is 7,14. Dies geschieht als Schrift­be­weis für eine fest­ste­hende Tat­sa­che. Ein Zeug­nis, also etwas, was man selbst erlebt und erkannt hat, wird hier gelie­fert. Ein Zeug­nis aber kann keine Quelle für ein Zitat sein.

Die jüdi­sche Pole­mik sah in der Jung­frau­en­geburt die Folge eines ehe­bre­che­ri­schen Ver­hält­nis­ses Marias mit einem römi­schen Legio­när Pan­thera. So steht es bis heute in den jüdi­schen Büchern: Jesus das Erzeug­nis eines ehe­bre­che­ri­schen Ver­hält­nis­ses Mari­ens mit dem römi­schen Legio­när Pan­thera. Diese Feind­se­lig­keit hat die ganze mit­tel­al­ter­li­che Geschichte bestimmt, und wir dür­fen uns über die Zurück­hal­tung der Chris­ten gegen­über den Juden nicht wun­dern, denn sie lasen in den jüdi­schen Büchern Schmä­hun­gen über unse­ren Hei­land Jesus Chris­tus, vor allem in dem Buch Tole­dot Jeschu, in dem mit­tel­al­ter­li­chen Volks­bu­che Tole­dot Jeschu. Da wird Jesus als Betrü­ger und als Ver­bre­cher hin­ge­stellt.

Andere, die das Wun­der nicht zuge­ben wol­len, ver­wei­sen auf die Tat­sa­che, dass in den Evan­ge­lien von Brü­dern und Schwes­tern Jesu die Rede ist. Nach deren Mei­nung hätte Maria vor der Geburt Jesu und nach der Geburt Jesu andere Kin­der gehabt. Es wäre also alles ganz natür­lich zuge­gan­gen, und eines die­ser Kin­der sei eben Jesus gewe­sen. Was ist dazu zu sagen? In der Hei­li­gen Schrift ist wohl von Brü­dern und Schwes­tern Jesu die Rede. Aber das sagen die­sel­ben Evan­ge­lis­ten, die von der jung­fräu­li­chen Emp­fäng­nis Jesu berich­ten. Sie wür­den sich ja selbst wider­spre­chen, wenn sie die Brü­der und Schwes­tern Jesu so ver­ste­hen wür­den wie die Feinde des Glau­bens. Unter den ori­en­ta­li­schen Völ­kern war es üblich und ist es üblich, unter Brü­dern und Schwes­tern die gesamte nähere Sippe zu ver­ste­hen. Die gesam­ten nähe­ren Ver­wand­ten wer­den als Brü­der und Schwes­tern bezeich­net. Ein Bei­spiel: Abra­ham war der Onkel des Lot. Die Hir­ten des Abra­ham gerie­ten mit den Hir­ten des Lot in Streit um die Wei­de­gründe, wo sie die Tiere hin­füh­ren. Da machte Abra­ham den Vor­schlag: „Wir tren­nen uns. Du gehst zur Rech­ten und ich zur Lin­ken, denn wir sind ja Brü­der.“ Sie waren aber gar nicht Brü­der, denn Abra­ham war der Onkel des Lot und Lot war der Neffe des Abra­ham. Aber trotz­dem sagt Abra­ham: „Wir sind ja Brü­der.“ Da sehen Sie, dass der Sprach­ge­brauch von Schwes­tern und Brü­dern nicht bedeu­tet, dass es sich um Bluts­ver­wandte im ers­ten Grad der Sei­ten­li­nie han­delt, son­dern um Sip­pen­an­ge­hö­rige, Cous­ins, Cou­si­nen. An kei­ner Stelle der Hei­li­gen Schrift wer­den die soge­nann­ten „Brü­der“ oder „Schwes­tern“ Jesu als Kin­der Mari­ens, der Mut­ter Jesu, bezeich­net. Warum nicht? Weil sie eben eine andere Mut­ter hat­ten. Nach der Him­mel­fahrt Jesu waren im Abend­mahls­saal die Apos­tel ver­sam­melt mit den Frauen, auch mit Maria, der Mut­ter Jesu, und sei­nen Brü­dern. Warum sagt denn der Ver­fas­ser der Apos­tel­ge­schichte nicht: Mit Maria, der Mut­ter Jesu und sei­ner Brü­der? Nein, so sagt er nicht: Mit Maria, der Mut­ter Jesu, und sei­nen Brü­dern. Ja, weil eben diese Brü­der eine andere Mut­ter haben. Die angeb­li­chen Brü­der Jesu erschei­nen, wenn sie nament­lich auf­ge­führt wer­den, immer in der­sel­ben Rei­hen­folge: Jako­bus, Joseph, Simon, Judas. Wir wis­sen aber aus ande­ren Stel­len, dass Jako­bus und Joseph eine andere Mut­ter hat­ten, die auch Maria hieß, die aber ein­deu­tig von der Mut­ter Jesu ver­schie­den ist. Der Name Maria war damals sehr häu­fig. Des­w­gen stan­den unter dem Kreuze meh­rere Marien. Auch die Frau von Magdala hieß ja Maria, Maria Magda­lena.

Noch ein letz­tes Argu­ment gegen die Behaup­tung, Maria habe meh­re­ren Kin­dern das Leben geschenkt: Der ster­bende Hei­land ver­traut seine Mut­ter dem Johan­nes an. Das kann doch wohl nur so erklärt wer­den, dass Maria jetzt allein stand. Das heißt, Josef war gestor­ben, und Kin­der waren nicht vor­han­den. Denn wenn Maria andere Kin­der gehabt hätte, wäre es deren Pflicht gewe­sen, sich ihrer Mut­ter anzu­neh­men. Dann hätte nicht ein Frem­der diese Sorge über­neh­men müs­sen.

Nein, meine lie­ben Freunde, Maria war und bleibt die jung­fräu­li­che Mut­ter. Über die geschicht­li­che Tat­sa­che hin­aus hat die jung­fräu­li­che Emp­fäng­nis Jesu eine große Bedeu­tung. Sie hat Hin­wei­s­cha­rak­ter. Weil mit Got­tes Hilfe ein ganz unge­wöhn­li­ches Heil den Men­schen wer­den sollte, darum geschah die unge­wöhn­li­che Geburt aus der Jung­frau. Indem Gott die­ses Zei­chen gab und kein Mensch die Emp­fäng­nis Jesu bewirkte, deu­tete er die ein­zig­ar­tige Wesens­art des Kin­des an. Der Jung­frau­en­sohn war der Mes­sias, aber nicht ein Mes­sias aus irdi­schem Geblüte, son­dern ein Mes­sias gött­li­cher Art. Also: Nicht die Got­tes­sohn­schaft Jesu ist von der Jung­frau­en­geburt abhän­gig, son­dern umge­kehrt: Die Jung­frau­en­geburt ist eine Folge der Got­tes­sohn­schaft Jesu. Sie hat Hin­wei­s­cha­rak­ter. Maria war über­rascht, war rat­los über die Ankün­di­gung, die der Engel ihr machte. Des­we­gen fragte sie: „Wie soll das gesche­hen, da ich kei­nen Mann erkenne?“ Der Engel ver­wies sie auf Got­tes All­macht.

Meine lie­ben Freunde, wir haben auch heute auf diese Frage keine andere Ant­wort als die eine: „Bei Gott ist kein Ding unmög­lich.“

Amen.

Professor May
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6981 am: 03. Juli 2018, 05:53:24 »
Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer der Oratorianergemeinschaft in England

PPS, Bd. 2, Nr. 2, „Faith without Sight“

Der schwache Glaube des Thomas ist eine Gnadenquelle für die Kirche

Wir dürfen nicht glauben, dass der hl. Thomas sich sehr von den anderen Aposteln unterschied. Alle haben sie mehr oder weniger das Vertrauen in die Verheißungen Christi verloren, als sie sahen, wie er zur Kreuzigung geführt wurde. Als er ins Grab gelegt wurde, da war ihre Hoffnung zusammen mit ihm begraben worden, und als ihnen die Kunde gebracht worden war, dass er auferstanden sei, da hat niemand sie geglaubt. Als Er ihnen erschienen ist, „tadelte er ihren Unglauben und ihre Verhärtung“ (vgl. Mk 16,14) […] Thomas wurde als letzter überzeugt, weil er Christus als letzter sah. Andererseits ist es sicher, dass er, obwohl er die gute Nachricht von der Auferstehung Christi zunächst nicht geglaubt hat, kein kaltherziger Anhänger seines Herrn war, wie es aus seinem Verhalten bei einer früheren Gelegenheit hervorgeht, als er den Wunsch ausdrückte, die Gefahr seines Meisters mit auszuhalten und mit ihm zu leiden […]: „Gehen wir mit ihm, um mit ihm zu leiden“ (vgl. Joh 11,16). Es ist Thomas zu verdanken, dass die Apostel ihr Leben für ihren Herrn eingesetzt haben.

Der heilige Thomas liebte seinen Meister zu der Zeit, als er Apostel wurde und war seinem Dienst ergeben; als er ihn jedoch am Kreuz sah, versagte sein Glaube für eine Weile mit dem der anderen [...] und mehr noch als bei den anderen. Sein Allein-Stehen, nicht nur gegen einen Zeugen, sondern gegen seine zehn Mitjünger, neben Maria Magdalena und den anderen Frauen, ist ein Beweis dafür [...] Er scheint zu der Zeit, [...] eine vernünftige Einsicht in den unsichtbaren Zustand benötigt zu haben, irgendein untrügliches Zeichen vom Himmel, eine Engelsleiter, wie die des Jakob (Gen 28,12), die – ihm das Ende der Reise zeigend – die Angst von ihm nehmen würde. Irgendein solches heimliches Verlangen nach Gewissheit bedrängte ihn. Und eine ähnliche Sehnsucht erwachte in ihm bei der Botschaft von der Auferstehung Christi.

Während unser Heiland Thomas seinen Wunsch erfüllte und seine Sinne beruhigte, dass er wirklich am Leben war, begleitete er die Erlaubnis mit einem Tadel: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ So dienen Ihm alle Jünger sogar in ihren Schwächen, damit Er sie umwandelt in Belehrung und Trost für seine Kirche.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6982 am: 03. Juli 2018, 06:51:33 »
Brief des Apostels Paulus an die Epheser 2,19-22.

Brüder! Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst.
Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn.
Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.

Psalm 117(116),1.2.

Lobet den Herrn, alle Völker,
preist ihn, alle Nationen!

Denn mächtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 20,24-29.

Thomas, genannt Didymus - Zwilling-, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6983 am: 04. Juli 2018, 06:34:21 »
Bitte um die Taufe, und ich werde kommen und dich abholen

Die Oblaten Mariens kamen 1862 nach Lesotho. Im folgenden Jahr reitet einer von ihnen, Pater Joseph, mit dem Rosenkranz in der Hand durch die Berglandschaft von Lesotho. Er besucht die in den Dörfern verstreuten Christen. Nach einem längeren Ritt hören sie laute Schreie aus einem fernen Dorf. Der Pater hält an: „Sie rufen uns“, sagt er, „gehen wir!“ „Nein!“ antwortet der Katechet, „es ist ein Dorf von Zauberern, sie haben uns eine Falle gestellt.“ „Vielleicht gibt es eine Seele zu retten, ich gehe.“ Und der Priester begibt sich ins Dorf, gefolgt von seinem Helfer, der mehr tot als lebendig ist.
Sobald sie ankommen, umgeben die Frauen den Priester und führen ihn zur Hütte, wo ein junges Mädchen im Alter von 16 bis 18 Jahren im Sterben liegt. „Sie verlangt nach dir“, sagen die Frauen, „sie will die Taufe der Katholiken empfangen, um zu einer schönen Dame zu gehen!“ Der Priester kniet sich neben die sterbende Frau: „Taufe mich schnell, schnell, beeil dich“, haucht sie. Während der Katechet das Notwendige für die Taufe vorbereitet, stellt der Priester der Kranken einige Fragen über den Glauben, die sie ohne zu zögern beantwortet.
Der überraschte Missionar erfährt, dass sie von Kindern aus einem christlichen Dorf unterrichtet wurde. Ohne weiteren Aufschub spendet er ihr das Sakrament. Bei den Worten: „Maria, ich taufe dich...“, erhellt eine strahlende Freude das Gesicht des jungen Mädchens. Der Priester fragt, woher ihr Wunsch nach der Taufe kommt. Sie sagt: „Ich hatte einen Traum, und ich sah eine schöne weiße Frau, die die Arne nach mir ausstreckte und sagte: „Bitte um die Taufe der Katholiken, und ich werde kommen und dich abholen.“
Sehr bewegt überreicht ihr der Priester eine Wunderbare Medaille: „Sie ist es! Sie habe ich gesehen!“ sagt die sterbende Frau. Sie küsst sie liebevoll und stirbt.
Zeugnis eines Missionars aus Lesotho

Bericht in der Zeitschrift ‘Notre Dame des temps Nouveaux’, Nr. 6-1982

sowie im ‘Recueil marial – Marianischer Sammelband’ 1986 von Maristenbruder Albert Pfleger.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6984 am: 04. Juli 2018, 06:50:59 »
Hl. Elisabeth von Portugal, Königin von Portugal, Terziarin

* um 1271 in Spanien
† 4. Juli 1336 in Estremoz in Portugal

Elisabeth wurde 1271 als Tochter des Königs Peter III. von Aragon geboren. Sie war eine Großnichte der hl. Elisabeth von Thüringen und erhielt bei der Taufe deren Namen. Schon sehr früh wurde sie mit dem König Dionysius von Portugal verheiratet und hatte mit ihm zwei Kinder. Die Ehe war sehr schwierig. Elisabeth bemühte sich, ihren Kindern eine liebevolle Mutter und dem Land eine gute Königin zu sein. Vor allem betätigte sie sich als Friedensstifterin zwischen verfeindeten Familienangehörigen und konnte so Kriege verhindern. Nach dem Tod ihres Gatten schloss sie sich als Terziarin den Klarissen von Coimbra an, bemühte sich aber auch weiterhin um den Frieden in ihrer Familie. Sie starb 1336 in der Nähe von Lissabon.

Die Armen

„Lieber will ich selbst vor Hunger sterben, als den Armen, die sonst verzweifeln müssten, meine Hilfe zu versagen. Gott wird mir in Zukunft schon helfen; jetzt aber will ich die noch vorhandenen Lebensmittel unter die hungrigen Armen austeilen.“ (Elisabeth von Portugal)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6985 am: 04. Juli 2018, 06:55:50 »

Buch Amos 5,14-15.21-24.

Sucht das Gute, nicht das Böse; dann werdet ihr leben und dann wird, wie ihr sagt, der Herr, der Gott der Heere, bei euch sein.
Hasst das Böse, liebt das Gute und bringt bei Gericht das Recht zur Geltung! Vielleicht ist der Herr, der Gott der Heere, dem Rest Josefs dann gnädig.
Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen.
Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe kein Gefallen an euren Gaben und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen.
Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören,
sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 8,28-34.

Als Jesus an das andere Ufer kam, in das Gebiet von Gadara, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand den Weg benutzen konnte, der dort vorbeiführte.
Sofort begannen sie zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen?
In einiger Entfernung weidete gerade eine große Schweineherde.
Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde!
Er sagte zu ihnen: Geht! Da verließen sie die beiden und fuhren in die Schweine. Und die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und kam in den Fluten um.
Die Hirten flohen, liefen in die Stadt und erzählten dort alles, auch das, was mit den Besessenen geschehen war.
Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.


Psalm 50(49),7bc.8-9.10-11.12-13.16bc-17.

«Höre, mein Volk, ich rede.
Israel, ich klage dich an,
ich, der ich dein Gott bin.
Nicht wegen deiner Opfer rüg' ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an

noch Böcke aus deinen Hürden.
Denn mir gehört alles Getier des Waldes, das Wild auf den Bergen zu Tausenden.
Ich kenne alle Vögel des Himmels, was sich regt auf dem Feld, ist mein eigen.
Hätte ich Hunger, ich brauchte es dir nicht zu sagen, denn mein ist die Welt und was sie erfüllt.

Soll ich denn das Fleisch von Stieren essen und das Blut von Böcken trinken?
„Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,

meine Worte wirfst du hinter dich.

« Letzte Änderung: 04. Juli 2018, 07:02:25 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6986 am: 04. Juli 2018, 19:38:50 »
 ;medj

Privatbotschaft an Mirjana am 2. Juli 2018
"Liebe Kinder! Ich bin Mutter für euch alle und deshalb fürchtet euch nicht, denn ich höre eure Gebete; ich weiß, dass ihr mich sucht und deshalb bitte ich meinen Sohn für euch - meinen Sohn, der mit dem himmlischen Vater und dem Geist des Trostes vereint ist, meinen Sohn, der die Seelen in das Reich führt, aus dem Er kam, das Königreich des Friedens und des Lichts. Meine Kinder, euch ist die Freiheit gegeben zu wählen, aber ich bitte euch als Mutter, die Freiheit für das Gute zu wählen. Ihr, mit reinen und einfachen Seelen, begreift und spürt in euch, was die Wahrheit ist – selbst wenn ihr manchmal die Worte nicht versteht. Meine Kinder, verliert nicht die Wahrheit und das wahre Leben, um dem Falschen zu folgen. Mit dem wahrhaftigen Leben tritt das himmlische Königreich in eure Herzen ein, und dies ist das Königreich des Friedens, der Liebe und des Einklangs. Dann, meine Kinder, wird es keine Selbstsucht geben, die euch von meinem Sohn entfernt. Es wird Liebe und Verständnis für eure Nächsten geben. Denn merkt euch, von neuem wiederhole ich euch, zu beten bedeutet auch, die anderen, die Nächsten, zu lieben und sich ihnen hinzugeben. Liebt und gebt in meinem Sohn, dann wird Er in euch, für euch, wirken. Meine Kinder, denkt unaufhörlich an meinen Sohn und liebt Ihn unermesslich, dann werdet ihr das wahrhaftige Leben haben, und das wird für die Ewigkeit sein. Ich danke euch, Apostel meiner Liebe."

Aus dem Kroatischen ins Deutsche übersetzt von Vikica Dodig, Marija Vasilj und Schwanhild Heintschel-Heinegg.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6987 am: 04. Juli 2018, 19:50:34 »
Die kirch­li­che Ver­eh­rung Mari­ens

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Die Mut­ter­got­tes­würde, die Maria eigen ist, bie­tet die Grund­lage dafür, daß sie von den Christ­gläu­bi­gen ver­ehrt wird. Nie­mand, der Chris­tus, ihren Sohn, als den gott­ge­sand­ten Erlö­ser bekennt, kann an sei­ner Mut­ter vor­über­ge­hen. In der katho­li­schen Kir­che besteht nun eine genaue, sach­ge­rechte Ein­tei­lung der Arten der Ver­eh­rung. Wir unter­schei­den die Ver­eh­rung der Anbe­tung und die Ver­eh­rung der Hoch­schät­zung. Die Ver­eh­rung der Anbe­tung wird nur Gott geschul­det; denn Gott ist der ein­zig Hei­lige, der Schöp­fer und Erlö­ser und Hei­li­ger. Er wird um sei­ner selbst wil­len ver­ehrt. Ihm wird ein abso­lu­ter Kult geschul­det, d.h. ein Kult, der nicht wie­derum von einem ande­ren abhän­gig ist. Und des­we­gen ist der Anbe­tungs­kult Gott vor­be­hal­ten. Die Spra­che hat dafür das Wort des cul­tus latriae aus­ge­bil­det. Der cul­tus latriae, also der Anbe­tungs­kult, wird Gott allein um sei­ner selbst wil­len geschul­det; es gibt nichts außer­halb von Gott, was Ver­an­las­sung dafür wäre, daß er ange­be­tet wird. Dar­aus ergibt sich aber, daß jeder andere Kult, jede andere Ver­eh­rung abge­lei­tet ist. Jede andere Ver­eh­rung ist rela­ti­ver Kult, das heißt rück­be­züg­li­cher Kult. Die Ver­eh­rung der Hoch­schät­zung geht, über den Ver­ehr­ten hin­aus, letzt­lich auf Gott. Der Grund dafür ist in zwei Wirk­lich­kei­ten gele­gen; ein­mal, weil alle Geschöpfe auf den Schöp­fer zurück­wei­sen. Wer die Geschöpfe preist, der preist unwei­ger­lich den Schöp­fer. Denn was sie an Gutem haben, das haben sie von ihrem Schöp­fer emp­fan­gen. Ebenso ist die Hei­lig­keit, die den Geschöp­fen eigen ist, ihnen von Gott gna­den­haft geschenkt. Wer die Geschöpfe ob ihrer Hei­lig­keit lobt und preist, der zielt letzt­lich auf den Urhe­ber ihrer Hei­lig­keit, und das ist Gott. Es gibt also außer Gott nur einen rück­be­züg­li­chen, einen rela­ti­ven Kult, und den nen­nen wir den cul­tus duliae, den Kult der Hoch­schät­zung. Aber unter denen, die mit die­sem Kult der Hoch­schät­zung ver­ehrt wer­den, gibt es wie­derum eine Auf­gip­fe­lung, und sie ist einer ein­zi­gen vor­be­hal­ten, näm­lich der Jung­frau Maria. Ihr gebührt der cul­tus hyper­du­liae, also die Ver­eh­rung einer beson­de­ren Hoch­schät­zung; denn kei­nes unter den Geschöp­fen ist so hoch erho­ben wor­den, kei­nes unter den Geschöp­fen hat eine sol­che Stel­lung in der Heils­ge­schichte wie Maria. Des­we­gen gebührt ihr ein aus­ge­zeich­ne­ter Kult der Hoch­schät­zung, der den aller ande­ren Geschöpfe über­ragt. Aber – das sei deut­lich gesagt – auch der cul­tus hyper­du­liae, den wir Maria erwei­sen, ist keine Anbe­tung. Maria ist ein Geschöpf und bleibt ein Geschöpf; sie ist nicht an die Seite Got­tes zu rücken, son­dern ist deut­lich abzu­set­zen von der Anbe­tung. Es gehört zu den schlimms­ten Miß­ver­ständ­nis­sen, die der katho­li­schen Mari­en­ver­eh­rung vor­ge­wor­fen wer­den, wenn man sagt, die Katho­li­ken wür­den Maria anbe­ten. Nein, das tun sich nicht! Sie ver­eh­ren Maria, sie ver­eh­ren Maria mit dem Kult der Hoch­schät­zung, aber die Anbe­tung behal­ten sie allein dem drei­ei­ni­gen Gott vor.

Es sei zuge­ge­ben und ein­ge­räumt, daß es manch­mal For­mu­lie­run­gen gibt, die den Ver­dacht der Nicht­ka­tho­li­ken schein­bar begüns­ti­gen. Den­ken Sie etwa an ein Gebet wie jenes, wo wir Maria als „unser Leben“ und „unsere Hoff­nung“ bezeich­nen. Jeder Christ­gläu­bige wird sich fra­gen: Ja, ist denn nicht Chris­tus unser Leben und unsere Hoff­nung? Geht nicht die Sehn­sucht nach Leben und die Hoff­nung auf Heil zu Chris­tus? Selbst­ver­ständ­lich. Chris­tus ist unser Leben und unsere Hoff­nung in einer ursprüng­li­chen Weise. Maria kann unser Leben und unsere Hoff­nung nur in einer abge­lei­te­ten Weise sein, nur in einer sekun­dä­ren Weise. Denn alles, was sie ist und was sie kann, ver­dankt sie Chris­tus. Wenn wir uns an sie wen­den als an unser Leben und unsere Hoff­nung, dann mei­nen wir damit, daß sie, weil sie Chris­tus gebo­ren hat und die Gna­den ver­mit­telt, die er ver­dient hat, an dem Leben und an der Hoff­nung, die Chris­tus ist, in einer aus­ge­zeich­ne­ten Weise Anteil gewinnt.

Die Mari­en­ver­eh­rung setzt nach unse­rer Kennt­nis im 4. Jahr­hun­dert ein. Da wer­den die ers­ten Mari­en­kir­chen errich­tet, in Ephe­sus zum Bei­spiel, in Rom (Maria Anti­qua, Maria im Vier­tel Tras­te­vere, Santa Maria Mag­giore). Im 4. Jahr­hun­dert kom­men uns auch die ers­ten Lob­prei­sun­gen auf Maria zur Kennt­nis. Ephreim der Syrer, ein Theo­loge des 4. Jahr­hun­derts, hat die ers­ten Mari­en­hym­nen geschaf­fen. Und im 4. Jahr­hun­dert haben wir auch zum ers­ten­mal Zeug­nisse dafür, daß Maria ange­ru­fen wird, näm­lich in Pre­dig­ten, die die hei­li­gen Gre­gor von Nyssa und Gre­gor von Nazi­anz gehal­ten haben. Da macht die Reli­gi­ons­ge­schichte einen Ein­wand. Sie sagt näm­lich: Ja, im 4. Jahr­hun­dert, da herrschte der Aria­nis­mus, er leug­nete die Gott­heit Jesu, und im Gegen­schlag gegen diese Leug­nung haben die Katho­li­ken die Gott­heit Christi so über­be­tont, daß seine Mensch­heit und der Heils­wert und die Heils­be­deu­tung sei­ner Mensch­heit zurück­tra­ten. Da ist ein Leer­raum ent­stan­den, und in den sind Maria und die Hei­li­gen ein­ge­drun­gen. So ver­sucht die Reli­gi­ons­ge­schichte – die ungläu­bige Reli­gi­ons­ge­schichte – die Ent­ste­hung der Mari­en­ver­eh­rung zu erklä­ren. Meine lie­ben Freunde, diese ver­suchte Erklä­rung schei­tert daran, daß die Mari­en­ver­eh­rung ihre Wur­zel in der heils­ge­schicht­li­chen Stel­lung Marias hat. Diese heils­ge­schicht­li­che Stel­lung ist völ­lig unab­hän­gig von geschicht­li­chen Vor­gän­gen. Es mag sein, daß der Rück­schlag gegen den Aria­nis­mus die Mari­en­ver­eh­rung beson­ders geför­dert und begüns­tigt hat, ohne wei­te­res. Aber ihre Wur­zel und ihre theo­lo­gi­sche Grund­lage ist die heils­ge­schicht­li­che Ver­bun­den­heit Mari­ens und der übri­gen Hei­li­gen mit Chris­tus.

In den fol­gen­den Jahr­hun­der­ten ist die Mari­en­ver­eh­rung auf­ge­blüht. Das Kon­zil von Tri­ent hat gegen die Glau­bens­neue­rer erklärt, daß es nütz­lich und heil­sam sei, die Hei­li­gen zu ver­eh­ren, natür­lich an ers­ter Stelle die Köni­gin der Hei­li­gen. In der neue­ren Zeit hat die Mari­en­ver­eh­rung einen gro­ßen Auf­schwung genom­men; es wur­den viele neue Mari­en­feste ein­ge­führt. Der Sams­tag wurde Maria geweiht, die Päpste haben maria­ni­sche Jahre aus­ge­ru­fen, die Monate Mai und Okto­ber sind in beson­de­rer Weise der Mari­en­ver­eh­rung gewid­met. Viele Päpste haben Enzy­kli­ken über den Wert und den Nut­zen des Rosen­kranz­ge­be­tes erlas­sen. Viele Mari­en­kir­chen sind ent­stan­den. In der jüngs­ten Zeit sind immer mehr Marie­n­er­schei­nun­gen zu beob­ach­ten gewe­sen – wir wer­den gleich dar­über zu spre­chen haben. Die Mari­en­ver­eh­rung hat also einen gewal­ti­gen Auf­schwung genom­men. Die Kir­che hat diese Ver­eh­rung ermu­tigt, wo immer sie sich in den Bah­nen, die von der Heils­be­deu­tung Mari­ens vor­ge­zeich­net sind, bewegt. Es kann gar nicht anders sein, als daß die Mari­en­ver­eh­rung eine Hülle ist, wel­che die Chris­tus­an­be­tung umgibt.

Ich habe mich einst gefragt: Warum haben denn z.B. die Zis­ter­zi­en­ser alle ihre Kir­chen Maria geweiht? Die Ant­wort ist sehr ein­fach: weil Maria ihren Sohn in ihrem Schoße getra­gen hat, des­we­gen sol­len die Got­tes­häu­ser, die stei­ner­nen Tem­pel, die den eucha­ris­ti­schen Herrn in sich ber­gen, eben­falls Maria geweiht sein. Das ist keine Ver­ir­rung, das ist ledig­lich ein Aus­zie­hen der Linie, die begon­nen hat, als Maria sprach: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe nach dei­nem Worte!“

Nun soll noch etwas gesagt wer­den zu den Marie­n­er­schei­nun­gen. Wir haben die gro­ßen, von der Kir­che aner­kann­ten Marie­n­er­schei­nun­gen in La Salette, in Lour­des, in Fatima. Die ent­schei­dende Frage bei allen Marie­n­er­schei­nun­gen ist die: Sind sie echt, oder sind sie nicht echt? Diese Ent­schei­dung ist der Kir­che vor­be­hal­ten, der kirch­li­chen Auto­ri­tät über­tra­gen. Denn die Kir­che ist die Hüte­rin der Offen­ba­rung, und in diese Hut der Offen­ba­rung muß auch alles ein­be­zo­gen wer­den, was zu der Offen­ba­rung in irgend­eine Bezie­hung tritt, und das tun die Marie­n­er­schei­nun­gen. Des­we­gen muß die kirch­li­che Auto­ri­tät die Macht haben, über Echt­heit und Unecht­heit zu ent­schei­den. Selbst­ver­ständ­lich ist nicht jedes Urteil über die Echt­heit oder Unecht­heit von Marie­n­er­schei­nun­gen unfehl­bar. Wenn ein Bischof eine Erschei­nung aner­kennt, dann kann er sich irren; und wenn ein Bischof eine Erschei­nung ver­wirft, kann er sich ebenso irren. Es ist also hier keine abso­lute Garan­tie vor­han­den, daß diese Marie­n­er­schei­nun­gen echt bzw. unecht sind. Wenn frei­lich die Kir­che über lange Zeit, und zwar das höchste kirch­li­che Lehr­amt, also das Papst­tum, eine Marie­n­er­schei­nung als echt aner­kennt, dann würde es ein Man­gel an Glau­bens­sinn sein, wenn man die Echt­heit nicht anneh­men würde. Gewiß, die Ent­schei­dung des Lehr­am­tes legt keine Glau­bens­ver­pflich­tung auf; wir sind nicht im Glau­ben ver­pflich­tet, Marie­n­er­schei­nun­gen anzu­neh­men. Aber es wäre ein schwe­rer Man­gel an kirch­li­chem Sinn, einer sol­chen Ent­schei­dung aus­zu­wei­chen oder sie gar zu ver­wer­fen.

Wenn wir uns die Struk­tur der Marie­n­er­schei­nun­gen anse­hen, dann müs­sen wir zunächst ein­mal sagen: Maria erscheint nicht in ihrer ver­klär­ten Gestalt. Sie kann gar nicht in ihrer ver­klär­ten Gestalt erschei­nen. Warum nicht? Weil uns dafür das Wahr­neh­mungs­or­gan fehlt. Im Pil­ger­stande sind wir nicht in der Lage, Wesen, die im ver­klär­ten Zustande leben, zu erken­nen. Sie muß also eine andere Gestalt anneh­men. Und dabei ist zu beach­ten, daß der Emp­fän­ger der Erschei­nung in das Erschei­nungs­ge­sche­hen ein­be­zo­gen wird. Das heißt: Die Erschei­nung hat ein objek­ti­ves und ein sub­jek­ti­ves Moment. Das objek­tive Moment ist die Macht Got­tes, kraft derer Maria erschei­nen darf. Denn jede Marie­n­er­schei­nung, die echt ist, geht letzt­lich auf Gott zurück. Aber die Erschei­nung, die Gott wirkt, muß vom Men­schen erfah­ren und auf­ge­nom­men wer­den; und bei die­ser Erfah­rung und Auf­nahme muß der Mensch zu ver­ste­hen suchen und die Erschei­nung zu inter­pre­tie­ren unter­neh­men. Dabei geht aber ein sub­jek­ti­ves Moment, eben die Ver­an­la­gung des­sen, der die Erschei­nung emp­fängt, in die Erschei­nung ein. Er setzt das, was ihm da wider­fah­ren soll, in plas­ti­sche Bil­der um. Für diese Auf­gabe sind beson­ders geeig­net Kin­der. Sie den­ken nicht begriff­lich-abs­trakt, son­dern in anschau­li­chen Bil­dern. Des­we­gen brau­chen wir uns über­haupt nicht zu wun­dern, wenn so viele Marie­n­er­schei­nun­gen an Kin­der ergan­gen sind. Sie sind für diese Auf­gabe in beson­de­rer Weise geeig­net.

Was den Inhalt der Marie­n­er­schei­nun­gen angeht, so ist zunächst dar­auf hin­zu­wei­sen, daß die amt­li­che, öffent­li­che Offen­ba­rung durch Chris­tus mit dem Tode des letz­ten Apos­tels abge­schlos­sen ist. Es gibt keine neue Offen­ba­rung, die uns Wahr­hei­ten, die bis­her ver­bor­gen waren, ent­hül­len würde. Die Erschei­nun­gen knüp­fen an das an, was von Chris­tus gelehrt wor­den ist und was der Geist im Laufe der Jahr­hun­derte der Kir­che aus der Chris­tusof­fen­ba­rung ent­hüllt hat. Aber sie brin­gen keine neuen Offen­ba­rungs­ele­mente. Der mate­riale Gehalt aller Marie­n­er­schei­nun­gen geht dahin, die Mensch­heit zu Chris­tus zu füh­ren. Es ist gera­dezu eine Probe auf die Echt­heit einer Marie­n­er­schei­nung, ob sie die Men­schen auf­for­dert, sich zu Chris­tus zu wen­den oder nicht. Marie­n­er­schei­nun­gen befrie­di­gen keine Neu­gierde, auch keine edle und fromme Neu­gierde, son­dern Marie­n­er­schei­nun­gen wol­len das Erbe Christi hüten, bewah­ren und leben­dig machen.

Weil nun Maria in der Heils­ge­schichte eine über­ra­gende Bedeu­tung besitzt, weil sie die Nächste am Throne Got­tes ist, des­we­gen wen­det sich das Ver­trauen der Gläu­bi­gen ihr in beson­de­rem Maße zu. Es gibt viele ergrei­fende und schöne Mari­en­ge­bete, und wir sol­len sie gern und freu­dig, wir sol­len sie täg­lich spre­chen, um der Hilfe Mari­ens teil­haf­tig zu wer­den. Auch hier muß man sich vor Über­trei­bun­gen hüten. Es ist nicht so, als ob wir durch unser Gebet zu Maria Gott gleich­sam umstim­men könn­ten, als ob er zunächst etwas ande­res beschlos­sen hätte, was aber dann auf­grund unse­res Gebe­tes zu Maria abge­än­dert wird. Nein. Wenn wir Maria um ihre Für­bitte anfle­hen, dann hat das fol­gen­den Sinn. Maria soll uns mit ihrer Liebe umfan­gen, sie soll uns ihrem Sohne vor­stel­len, sie soll uns geeig­net machen, das zu emp­fan­gen, was Gott von Ewig­keit her uns zu geben beschlos­sen hat. Die Men­schen wol­len durch ihre Gebete zu erlan­gen ver­die­nen, was Gott von Ewig­keit ihnen zu geben vor­ge­se­hen hat. Die Gebete wol­len also nicht Gott umstim­men, son­dern wol­len unser Herz bereit machen, das zu emp­fan­gen, was Gott von Ewig­keit uns zuge­dacht hat. In dem Rah­men die­ses Ver­ständ­nis­ses hat das Bitt­ge­bet seine große, seine uner­setz­li­che Auf­gabe. Denn Gott hat eben beschlos­sen, uns bestimmte Dinge nur auf unser Gebet hin zu geben. Seit Ewig­keit her ist es sein Plan, die­ses und jenes uns nur dann zu gewäh­ren, wenn wir beten, wenn wir glü­hend, wenn wir anhal­tend, wenn wir ver­trau­ens­voll beten. Also das Gebet wird nicht über­flüs­sig, weil Gott schon von Anfang an beschlos­sen hat, etwas zu geben, son­dern es ist die Bedin­gung dafür, daß uns Gott das geben kann, was er von Ewig­keit her geben wollte.

So wol­len wir also am Schluß unse­rer Pre­digtreihe über Maria unser gläu­bi­ges Ver­trauen zur Köni­gin des Him­mels erhe­ben. Wir wol­len uns erin­nern an die vie­len ergrei­fen­den Wall­fahrts­orte, die wir schon besucht haben. Wir wol­len unsere Liebe und unsere Hin­gabe zur Mut­ter des Hei­lan­des erneu­ern. Täg­lich soll von unse­ren Lip­pen und in unse­rem Her­zen der Ruf zu Maria erschal­len, jener ergrei­fende Ruf, der immer wie­der in Alt­öt­ting gebe­tet wird:

O Maria, hilf, o Maria, hilf doch mir!
Ein armer Sün­der kommt zu dir.
Im Leben und im Ster­ben
laß uns nicht ver­der­ben!
Laß uns in kei­ner Tod­sünd' ster­ben.
Steh uns bei im letz­ten Streit,
o Mut­ter der Barm­her­zig­keit.
Amen.

Professor May
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6988 am: 18. Dezember 2018, 15:33:59 »
Tut mir sehr leid, dass es Probleme mit der Seite gab.

Die Verfolgung ist gerade arg schlimm, es kommt zuweilen knüppeldick, deshalb tapfer bleiben!

Ganz, Ganz tapfer. Denn wir müssen da durch.

 ;ghjghg

Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

  • '
  • *****
  • Beiträge: 8364
  • Country: de
  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6989 am: 18. Dezember 2018, 20:02:27 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) Papst

Apostolisches Schreiben „Redemptoris Custos“ über Gestalt und Sendung des heiligen Josef im Leben Christi und der Kirche, §§ 25-27 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte“

Auch über die Arbeit des Zimmermanns im Haus von Nazaret breitet sich dieselbe Atmosphäre des Schweigens aus, die alles, was sich auf die Gestalt des Josef bezieht, begleitet. Es ist jedoch ein Schweigen, das auf besondere Weise das innere Profil dieser Gestalt freilegt. Die Evangelien sprechen ausschließlich von dem, was Josef „tat“; übereinstimmend decken sie jedoch in seinen bisweilen von Schweigen umhüllten „Handlungen“ eine Atmosphäre tiefer Beschaulichkeit auf. Josef stand in täglichem Kontakt mit dem „von Ewigkeit her verborgenen“ Geheimnis, das unter dem Dach seines Hauses „Wohnung genommen hat“. [...]

Wie soll man, da die „väterliche“ Liebe Josefs nicht ohne Einfluß auf die „kindliche“ Liebe Jesu und umgekehrt die „kindliche“ Liebe Jesu nicht ohne Einfluß auf die „väterliche“ Liebe Josefs bleiben konnte, in die Tiefgründigkeit dieser einzigartigen Beziehung vordringen? Die für die Anregungen der göttlichen Liebe empfänglichsten Seelen sehen mit Recht in Josef ein leuchtendes Beispiel inneren Lebens. Außerdem wird die scheinbare Spannung zwischen dem tätigen und dem beschaulichen Leben in ihm in idealer Weise überwunden, was nur dem möglich ist, der die Vollkommenheit der Liebe besitzt. Der bekannten Unterscheidung zwischen der Liebe zur Wahrheit (caritas veritatis) und der Notwendigkeit der Liebe (necessitas caritatis) folgend, können wir sagen, daß Josef sowohl die Liebe zur Wahrheit, das heißt die reine betrachtende Liebe zur göttlichen Wahrheit, die vom Menschsein Christi ausstrahlte, gelebt hat als auch die Notwendigkeit der Liebe, das heißt die ebenso reine Liebe des Dienstes, den die Obhut und Entfaltung eben dieses Menschseins von ihm verlangte.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

Ähnliche Themen

  Betreff / Begonnen von Antworten Letzter Beitrag
0 Antworten
4040 Aufrufe
Letzter Beitrag 29. Mai 2011, 13:13:03
von LoveAndPray85
5 Antworten
10587 Aufrufe
Letzter Beitrag 25. Mai 2012, 16:43:05
von Marcel
0 Antworten
5679 Aufrufe
Letzter Beitrag 09. Juli 2012, 21:39:56
von velvet
3 Antworten
5896 Aufrufe
Letzter Beitrag 06. September 2012, 00:57:41
von Logos
0 Antworten
3926 Aufrufe
Letzter Beitrag 15. September 2013, 11:28:35
von Hildegard51

www.infrarot-heizungen.info

Gerhard Wisnewski spricht Klartext

Wenn das im TV gezeigt werden würde, bestünde ein Funken Hoffnung



Suche in den Seiten Zeugen der Wahrheit

Wenn Sie nur ein Wort suchen, sollte es nicht links in der Menüauswahl stehen, weil es Ihnen die ganze Palette anzeigt.
Die Menüs sind auf jeder Seite vorhanden..

top

Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

Suche in den kath. Webseiten von:
Zeugen der Wahrheit
www.Jungfrau-der-Eucharistie.de
www.maria-die-makellose.de
www.barbara-weigand.de
www.adoremus.de www.pater-pio.de
www.gebete.ch
www.gottliebtuns.com www.assisi.ch
www.adorare.ch www.das-haus-lazarus.ch www.wallfahrten.ch

"Die Zeit verrinnt, oh Mensch sei weise. Du tust NUR einmal diese Reise."
Eure Tage und Stunden auf dieser Erde sind gemessen an der Ewigkeit ein Wimpernschlag.

Dieses Forum ist mit folgenden Webseiten verlinkt
Zeugen der Wahrheit - www.assisi.ch - www.adorare.ch - Jungfrau.d.Eucharistie
www.wallfahrten.ch - www.gebete.ch - www.segenskreis.at - barbara-weigand.de
www.gottliebtuns.com- www.das-haus-lazarus.ch - www.pater-pio.de

www3.k-tv.org
www.k-tv.org
www.k-tv.at

K-TV der katholische Fernsehsender

Wahrheit bedeutet Kampf -
Irrtum ist kostenlos
.
Fürchtet nicht den Pfad der Wahrheit,
fürchtet den Mangel an Menschen die diesen gehn!


Nur registrierte Benutzer können Themen und Beiträge im Forum schreiben.

Wenn Sie sich anmelden
Neuanmeldungen müssen erst vom Admin bestätigt werden
Nach dem Anmelden wird Ihnen das Passwort per Email gesendet.
Dann können sie sich unter Member Login oben einloggen.
Nach dem Einloggen können Sie Ihre persönlichen Angaben unter Profil ändern oder weitere hinzufügen.
Ebenso können Sie unter Profil Ihre Signatur eingeben (dann erscheint unter jedem Ihrer Beiträge z.B. ein Spruch)
Unter Profil/Profil können Sie ein Bild hochladen, das dann links im Beitrag unter Ihrem Nicknamen erscheint.


Vorteile beim anmelden
Sie können Ihren Beitrag nachträglich verändern oder löschen.
Sie haben die Möglichkeit unter einer Rubrik ein neues Thema zu verfassen.
Zu diesem Beitrag (Neues Thema) besitzen Sie die Rechte, Ihren Beitrag zu ändern oder das Thema zu löschen.
Löschen Ihrer Themen können nur Mitglieder.
Die Registrierung ist kostenlos
Ungelesene Beiträge seit Ihrem letzten Besuch.
Ungelesene Antworten zu Ihren Beiträgen.
Sie können das Design verändern. (Versch. Vorlagen)
Wir geben Ihre E-Mail-Adresse nicht weiter
Wir verschicken keinen Spam
Ihre E-Mail-Adresse wird je nach Einstellung im Profil anderen Mitgliedern nicht angezeigt.
Wir sammeln keine persönlichen Daten wie Anschrift oder Telefonnummer

Sinn und Zweck dieses Forums
Dieses Forum dazu gedacht, Fragen und Antworten über die katholische Kirche jedem zugänglich zu machen. Jeder der Fragen hat, kann diese in diesem Forum eintragen. Besonders Priester sind in diesem Forum dazu eingeladen, auf verschiedene Fragen über den Glauben sich an den Beiträgen zu beteiligen. "Hier haben die Besucher dieser Seite die Möglichkeit mit anderen Besuchern über den Glauben zu diskutieren." Der Betreiber übernimmt jedoch in diesem Forum keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen.

Unseriöse Themen und Beiträge werden gelöscht. Wenn Sie solche finden, melden Sie dies bitte dem Administrator per Mitteilung oder schreiben Sie unter:
Mail
info@kath-zdw.ch

Machen Sie das Forum Zeugen der Wahrheit unter Ihren Freunden bekannt: kath-zdw.ch/forum oder forum.kath-zdw.ch

Auf die Veröffentlichung und den Wahrheitsgehalt der Forumsbeiträge habe ich als Admin keinerlei Einfluss. Da ich nebst Forum/Webseite/E-Mail noch der Erwerbstätigkeit nachgehen muss, ist es mir nicht möglich alle Inhalte zu prüfen. Ein jeder Leser sollte wissen, dass jeder Beitrag, die Meinung des Eintragenden widerspiegelt. Im Forum sind die einzelnen Beiträge dementsprechend zu bewerten.
Distanzierungsklausel: Der Webmaster dieses Forums erklärt ausdrücklich, dass er keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der Seiten hat, die über die Links des Forums zu erreichen sind. Deshalb distanziert er sich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten und macht sich diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Forumspräsenz angezeigten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen. Feb. 2006

Linkempfehlung - Webseiten für Kinder: www.freunde-von-net.net www.life-teen.de

top

Seiten-Aufrufe in ZDW