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Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 1758419 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7084 am: 12. Januar 2019, 14:35:21 »
Römisches Messbuch

Präfation – Am Jahrestag der Kirchweihe B

Die Heiligkeit und Fruchtbarkeit der Kirche, der Braut Christi

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Vater im Himmel, zu danken und deine Größe zu rühmen.
In jedem Haus des Gebetes wohnst du als Spender der Gnade, als Geber alles Guten:
Denn du erbaust uns zum Tempel des Heiligen Geistes,
dessen Glanz im Leben der Gläubigen aufstrahlt.
Im sichtbaren Bau erkennen wir das Bild deiner Kirche,
die du zur Braut deines Sohnes erwählt hast.
Du heiligst sie Tag für Tag,
bis du sie, unsere Mutter, in die Herrlichkeit aufnimmst mit der unzählbaren Schar ihrer Kinder.
Darum preisen wir dich in deiner Kirche
und vereinen uns mit allen Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig …
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7085 am: 13. Januar 2019, 06:39:19 »
Hl. Hieronymus (347-420) Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer

Homilie zum Markusevangelium, 1. Kapitel, SC 494 (trad. © evangelizo, nach alter EÜ)

Die Taufe Jesu

„Und er ließ sich von Johannes im Jordan taufen“. Groß ist sein Erbarmen: der ohne Sünde war, wird wie ein Sünder der Taufe unterzogen. Mittels der Taufe des Herrn werden alle Sünden reingewaschen. Doch ist in dieser Taufe die wahre Taufe unseres Herrn nur vorgebildet, denn die wahre Vergebung der Sünden vollzieht sich im Blut Christi, im Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit.

„Als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete“. All das ist für uns niedergeschrieben. Also bevor wir die Taufe erhalten, haben wir verschlossene Augen, sehen wir nicht die himmlische Wirklichkeit.

„[...] und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“ Wir schauen auf das Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit: Jesus wird getauft, der Heilige Geist kommt herab in der Gestalt einer Taube, der Vater spricht aus dem Himmel.

„Er sah den Himmel offen“. Der Ausdruck „er sah“ zeigt, dass die anderen nichts sahen. Und man möge sich die Himmel nicht etwa konkret und körperlich offen vorstellen: wir selbst, die jetzt an diesem Ort versammelt sind, sehen ja je nach Maßgabe unserer Tugenden, den Himmel offen oder verschlossen. Ein vollkommener Glaube sieht den Himmel offen, doch einem zweifelnden Glauben bleibt er verschlossen.

„Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb“ (Joh 1,32). Seht, was die Schrift sagt: „blieb“, also nicht wieder wegging. Auf Christus ist der Heilige Geist herabgekommen und ist bei ihm geblieben, während er auf die Menschen herab kommt, aber nicht bei ihnen bleibt. Meinen wir allen Ernstes, der Heilige Geist würde bei uns bleiben, während wir den Bruder hassen oder schlechten Gedanken nachhängen? Wenn wir also guten Gedanken folgen, wissen wir, dass der Heilige Geist in uns wohnt, doch wenn uns schlechte Gedanken kommen, ist dies ein Zeichen, dass der Heilige Geist sich von uns zurückgezogen hat. Deshalb wird vom Retter ausgesagt: „Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es“ (Joh 1,33).
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7086 am: 13. Januar 2019, 06:41:17 »
 ;tffhfdsds

Erster Johannesbrief 5,14-21.

Wir haben ihm gegenüber die Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir etwas erbitten, das seinem Willen entspricht.
Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat.
Wer sieht, dass sein Bruder eine Sünde begeht, die nicht zum Tod führt, soll für ihn bitten; und Gott wird ihm Leben geben, allen, deren Sünde nicht zum Tod führt. Denn es gibt Sünde, die zum Tod führt. Von ihr spreche ich nicht, wenn ich sage, dass er bitten soll.
Jedes Unrecht ist Sünde; aber es gibt Sünde, die nicht zum Tod führt.
Wir wissen: Wer von Gott stammt, sündigt nicht, sondern der von Gott Gezeugte bewahrt ihn, und der Böse tastet ihn nicht an.
Wir wissen: Wir sind aus Gott, aber die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen.
Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen, und er hat uns Einsicht geschenkt, damit wir (Gott) den Wahren erkennen. Und wir sind in diesem Wahren, in seinem Sohn Jesus Christus. Er ist der wahre Gott und das ewige Leben.
Meine Kinder, hütet euch vor den Götzen!

Psalm 149(148),1-2.3-4.5-6a.9b.

Singt dem Herrn ein neues Lied!
Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.
Israel soll sich über seinen Schöpfer freuen,
die Kinder Zions über ihren König jauchzen.

Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz,
ihm spielen auf Pauken und Harfen.
Der Herr hat an seinem Volk Gefallen,
die Gebeugten krönt er mit Sieg.

In festlichem Glanz sollen die Frommen frohlocken,
auf ihren Lagern jauchzen:
Loblieder auf Gott in ihrem Mund,
herrlich ist das für all seine Frommen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 3,22-30.

Darauf ging Jesus mit seinen Jüngern nach Judäa. Dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte.
Aber auch Johannes taufte damals, und zwar in Änon bei Salim, weil dort viel Wasser war; und die Leute kamen und ließen sich taufen.
Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden.
Da kam es zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden zum Streit über die Frage der Reinigung.
Sie gingen zu Johannes und sagten zu ihm: Rabbi, der Mann, der auf der anderen Seite des Jordan bei dir war und für den du Zeugnis abgelegt hast, der tauft jetzt, und alle laufen zu ihm.
Johannes antwortete: Kein Mensch kann sich etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.
Ihr selbst könnt mir bezeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Messias, sondern nur ein Gesandter, der ihm vorausgeht.
Wer die Braut hat, ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, freut sich über die Stimme des Bräutigams. Diese Freude ist nun für mich Wirklichkeit geworden.
Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.
« Letzte Änderung: 13. Januar 2019, 06:51:24 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7087 am: 13. Januar 2019, 06:43:42 »
 ;tffhfdsds

Buch Jesaja 42,5a.1-4.6-7.

So spricht Gott, der Herr:
Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht.
Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen.
Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht.
Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln.
Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein:
blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.

Psalm 29(28),1-2.3a.3c.4.3b.9b.10.

Bringt dar dem Herrn, ihr Himmlischen,
bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!
Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens,
werft euch nieder vor dem Herrn in heiligem Schmuck!

Die Stimme des Herrn erschallt über den Wassern,
der Herr über gewaltigen Wassern.
Die Stimme des Herrn ertönt mit Macht,
die Stimme des Herrn voll Majestät.

Der Gott der Herrlichkeit donnert.
In seinem Palast rufen alle: O herrlicher Gott!
Der Herr thront über der Flut,
der Herr thront als König in Ewigkeit.

Apostelgeschichte 10,34-38.

In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht,
sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.
Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller.
Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat:
wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 3,15-16.21-22.

In jener Zeit war das Volk voll Erwartung, und alle überlegten im stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei.
Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel,
und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7088 am: 13. Januar 2019, 16:54:14 »
"Jene Priester, die sich weigern werden, die falsche Lehre anzunehmen, werden der Ketzerei bezichtigt werden, und viele werden öffentlich zurechtgewiesen werden, wegen fehlendem Gehorsam ihren Vorgesetzten gegenüber. Viele werden exkommuniziert werden. Andere werden ein Martyrium erleiden. Dann wird es diejenigen geben, die die Kirche — und zwar die Kirche, die der Welt von Meinem Sohn gegeben ist — im Geheimen führen werden.
Sie werden Zufluchtsorte finden müssen, damit sie tägliche Messen und die Heilige Eucharistie anbieten können. Sie werden durch den Heiligen Geist geführt werden, und die Restarmee Meines Sohnes, die Seinen Lehren und Sakramenten bis zum letzten Tag treu ergeben bleiben wird, wird ihnen folgen." ( Worte der der Gottesmutter, 883 Buch der Wahrheit )
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7089 am: 13. Januar 2019, 18:13:17 »
Jesus von Naza­reth - Predigt von Professor May

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Mensch­lich gese­hen waren es zeit­be­dingte poli­ti­sche Ver­hält­nisse, die Maria und Josef zwan­gen, aus Naza­reth nach Beth­le­hem auf­zu­bre­chen. Der gläu­bige Mensch aber sieht tie­fer. Hin­ter den äuße­ren Ereig­nis­sen im Leben Jesu ver­birgt sich das Geheim­nis der Füh­rung Got­tes. Beth­le­hem ist gewiss der Geburts­ort Jesu, aber Naza­reth ist sein Wohn­sitz. Hier hat Jesus die längste Zeit sei­nes Lebens ver­bracht. Aus den ers­ten Lebens­ta­gen Jesu über­lie­fert uns der Evan­ge­list Lukas zwei Ereig­nisse, die zei­gen, wie treu die Eltern das Gesetz Got­tes beob­ach­te­ten: die Beschnei­dung des Kin­des, die mit der Namen­ge­bung ver­bun­den war, und das Rei­ni­gungs­op­fer der Mut­ter mit der Dar­stel­lung des Erst­ge­bo­re­nen im Tem­pel. Den Israe­li­ten galt die Beschnei­dung als das äußere Zei­chen des Bun­des mit Gott. Beschnei­dung bedeu­tete die Auf­nahme in das aus­er­wählte Volk. Ein Nicht­jude, der sich beschnei­den ließ, trat durch die­sen Ritus in eine engere Gemein­schaft mit dem Volke Got­tes und durfte an der Pas­sah­feier teil­neh­men. Am Tage der Beschnei­dung erhielt das Kind einen Namen. Der gewählte Namen ent­spricht unse­rem Vor­na­men; einen Fami­li­en­na­men kannte man damals nicht. Jesus wurde der Name gege­ben, den der Engel genannt hatte, bevor er im Mut­ter­schoß emp­fan­gen war. Jesus ist die grie­chi­sche Form des hebräi­schen Jeschua, und Jeschua heißt: Jahwe ist Erlö­ser. Die zweite Geset­zes­vor­schrift bei der Geburt eines Kin­des bezog sich auf das Rei­ni­gungs­op­fer der Mut­ter, mit der Dar­stel­lung im Tem­pel ver­bun­den. Die hei­lige Fami­lie ist nach der Geburt Jesu noch in Beth­le­hem geblie­ben. Sie wollte zum Tem­pel in Jeru­sa­lem, das acht Kilo­me­ter von Beth­le­hem ent­fernt liegt.

Nach jüdi­schem Gesetz galt eine Mut­ter, die einen Kna­ben gebo­ren hatte, vier­zig Tage lang als kul­tisch unrein. Sie durfte den Tem­pel nicht betre­ten, sie durfte kein Opfer dar­brin­gen, sie durfte die Opfer­speise nicht anrüh­ren. Erst nach­dem sie zwei Tau­ben als Brand- und Süh­nop­fer dar­ge­bracht hatte, war sie kul­tisch rein. Die­sem Brauch, die­sem Gesetz haben sich Josef und Maria unter­zo­gen. Bei der Geburt des Erst­ge­bo­re­nen schrieb das Gesetz außer­dem noch vor, dass er Gott gehei­ligt sei. Die Erst­ge­bo­re­nen waren ursprüng­lich für den hei­li­gen Dienst, also für den Got­tes­dienst, bestimmt. Aber spä­ter tra­ten die Levi­ten an ihre Stelle, und so wur­den sie von die­ser Tätig­keit frei­ge­stellt, muss­ten sich aber frei­kau­fen. Und das geschah eben bei die­sem Gang zum Tem­pel. Die Eltern muss­ten fünf Sche­kel bezah­len, um den erst­ge­bo­re­nen Kna­ben vom Dienst am Hei­lig­tum frei­zu­kau­fen. Als Maria und Josef den Tem­pel betra­ten, zogen sie durch nichts die Bli­cke der Umste­hen­den auf sich. Jeden Tag kamen viele Müt­ter mit ihren Erst­ge­bo­re­nen und brach­ten das Rei­ni­gungs­op­fer dar. Aber an die­sem Tage weilte im Vor­hof des Tem­pels ein Mann, der tie­fer sah als alle ande­ren. Lukas nennt ihn mit sei­nem Namen: Simeon. Er war gerecht und fromm, schreibt er. Der Greis nahm das Kind in seine Arme und offen­barte das dem mensch­li­chen Augen ver­bor­gene Geheim­nis: „Meine Augen haben das Heil gese­hen, das du berei­tet hast vor dem Ange­sicht aller Völ­ker; ein Licht zur Erleuch­tung der Hei­den und ein Ruhm des Volkes Israel.“ Dann wandte sich Simeon an Maria, die Mut­ter, und seine Worte ent­hüll­ten das Schick­sal des Kin­des: „Siehe, die­ser ist bestimmt zum Falle und zur Auf­er­ste­hung vie­ler in Israel und zu einem Zei­chen, dem wider­spro­chen wird.“ Das Auf­tre­ten, Reden und Han­deln Jesu wird anders sein als die herr­schende Anschau­ung des Mes­sias erwar­tet. So wird schon zu Beginn sei­nes Lebens eine Tat­sa­che aus­ge­spro­chen, die durch das ganze Evan­ge­lium hin­durch­klingt, näm­lich: das Ärger­nis gehört wesent­lich zur Per­son Jesu und zu sei­ner Bot­schaft. Auch Maria, weil sie die Mut­ter des Mes­sias ist, wird vom Geschick ihres Soh­nes mit­be­trof­fen wer­den: „Deine eigene Seele wird das Schwert durch­drin­gen.“ Das Schwert ist das Zei­chen für den Schmerz, der Maria tref­fen sollte; und an dem hat sie ja nun wahr­lich genug getra­gen. Noch ehe die von Simeon mit den Eltern und ihrem Kinde gebil­dete Gruppe sich wie­der auf­löste, kam die Pro­phe­tin Anna oder Hanna hinzu und pries Gott und sprach von allen, die auf die Erlö­sung Israels war­te­ten. Der Evan­ge­list Lukas beweist wie­der ein­mal, wie genau er recher­chiert hat. Er sagt, sie hatte sie­ben Jahre mit ihrem Manne gelebt und danach war sie Witwe und jetzt war sie 84 Jahre alt. Er erzählt keine Mär­chen, er berich­tet Tat­sa­chen. Die hei­lige Fami­lie blieb auch nach dem Tem­pel­gang zunächst in Beth­le­hem. Hier erhielt sie ja den Besuch der Wei­sen aus dem Mor­gen­land. Doch dann bekam Josef die Wei­sung, vor dem Blut­be­fehl des Hero­des nach Ägyp­ten aus­zu­wei­chen. Augen­blick­lich, noch in der Nacht ist er die­ser Wei­sung gefolgt. Wir wis­sen nicht, wo in Ägyp­ten sich die hei­lige Fami­lie auf­ge­hal­ten hat. Es kann auch der Auf­ent­halt nicht lange gewe­sen sein, denn bald danach starb Hero­des der Große. Die hei­lige Fami­lie kehrte auf die Wei­sung des Engels nach Paläs­tina zurück und begab sich wie­der nach Gali­läa, nach Naza­reth. Hier wuchs Jesus auf, in dem klei­nen Geburts­ort im Süden von Gali­läa.

Die Zeit­ge­nos­sen wuss­ten um die Her­kunft Jesu. Dämo­nen und Engel nen­nen ihn Naza­re­ner. In Kapharnaum heilte Jesus einen Beses­se­nen, die­ser schrie: „Ha, was haben wir mit dir zu schaf­fen, Jesus von Naza­reth? Du bist gekom­men, uns zu ver­der­ben. Ich weiß, wer du bist: Du bist der Hei­lige Got­tes.“ So sprach der Beses­sene. Aber die Engel wuss­ten auch um seine Her­kunft. Die Frauen am Grabe Jesu tra­fen auf Engel, die frag­ten sie: „Wen sucht ihr, Jesus von Naza­reth? Er ist nicht hier.“ Noch auf der Kreu­zes­in­schrift, die Pila­tus anbrin­gen ließ, hieß es: „Jesus von Naza­reth, König der Juden.“ Drei­ßig Jahre lang lebte der Herr in Naza­reth still und unbe­kannt zwi­schen Ver­wand­ten und Bekann­ten, zwi­schen Hand­werks­ge­sel­len und Gesin­nungs­ge­nos­sen, und nie­mand ach­tete sei­ner son­der­lich. Was einst gesche­hen war um das Kind Jesu, das musste ver­bor­gen blei­ben. Warum? Um den Mann Jesus nicht in Ver­dacht zu brin­gen bei den Hero­dia­nern und den Denun­zi­an­ten der Römer. Auch Jesus schwieg dar­über, er konnte war­ten. In der Umge­bung von Naza­reth genoss der Ort keine beson­dere Wert­schät­zung. Natha­nael, der aus Kana stammte, sagte ver­ächt­lich: „Was kann aus Naza­reth schon Gutes kom­men!“ In der Tat: Nur dem Zim­mer­mann aus Naza­reth hat die­ser Ort es zu ver­dan­ken, dass sein Name welt­be­rühmt wurde. Naza­reth ist hei­lig, weil der Hei­lige dort gelebt hat.

Über die lan­gen Jahre, in denen Jesus in Naza­reth zum Manne her­an­wuchs, schwei­gen die Evan­ge­lis­ten. Zwei Bemer­kun­gen aber, die wir in ihren Berich­ten fin­den, las­sen den All­tag von Naza­reth leben­dig wer­den. Die Ein­hei­mi­schen nen­nen Jesus „den Zim­mer­mann“ – tek­ton ist das grie­chi­sche Wort. Lukas schreibt fer­ner, Jesus kam nach Naza­reth und ging am Sab­bat, nach sei­ner Gewohn­heit, in die Syn­agoge – nach sei­ner Gewohn­heit. Aha. Jesus stammte zwar aus ein­fa­chen Ver­hält­nisse, einer Hand­wer­ker­fa­mi­lie, aber in die­sem Hause war Fröm­mig­keit und Got­tes­furcht zu Hause. Nach der Sitte der Geset­zes­treuen brachte Josef über der Tür sei­nes Hau­ses eine Mesusa an. Eine Mesusa, was ist das? Ein Käst­chen, in dem eine Per­ga­ment­rolle ver­bor­gen war, und auf die­ser Per­ga­ment­rolle stand das Leib- und Stamm­ge­bet der Israe­li­ten: „Höre, Israel! Der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist ein Ein­zi­ger.“ So hatte Josef sein Haus dem ein­zi­gen Gott geweiht, wie es das Gesetz befahl. Jedes Mal, wenn der Jesus­knabe das Haus ver­ließ oder betrat, berührte er nach dem Bei­spiel der Eltern die Mesusa mit den Fin­ger­spit­zen und küsste sie dann. So war es üblich im alten Israel. Beim Mor­gen- und Abend­ge­bet trug er das Gebet „Höre, Israel!“ auf der Stirn und auf den Hän­den, wie Josef es ihn lehrte. Jesus erlebte in der Gebor­gen­heit des Eltern­hau­ses eine Welt, die ganz dem Gött­li­chen geweiht war. Das Hei­lige umgab ihn vom Mor­gen bis zum Abend. Bereits in jun­gen Jah­ren wird Jesus von Josef geführt, seine ers­ten Schritte zum Bet­haus des Ortes, zur Syn­agoge gemacht haben. Hier hörte der Knabe die Worte des Geset­zes und der Pro­phe­ten, hier lernte er Lesen und Schrei­ben und die hei­lige Spra­che sei­nes Volkes. Denn die Syn­agoge war auch Unter­richts­stätte, war Schul­haus. In der Zeit, in der Jesus in Naza­reth weilte, dürfte er sich die Spra­chen­kennt­nisse ange­eig­net haben, von denen wir wis­sen oder anneh­men dür­fen, dass er sie besaß. Seine All­tags­spra­che war Ara­mä­isch, nicht Hebrä­isch, Ara­mä­isch. Mit Pila­tus sprach er grie­chisch, denn Grie­chisch war die Umgangs­spra­che der Römer der dama­li­gen Zeit. Und mit den Legio­nä­ren in Sep­p­ho­ris sprach er wahr­schein­lich latei­nisch. In jedem Falle konnte er das Hebräi­sche lesen und ver­ste­hen; im Got­tes­dienst sprach er hebrä­isch. Die Syn­agoge ist eine eigen­tüm­li­che jüdi­sche Ein­rich­tung. Sie ist kein Hei­lig­tum wie der Tem­pel, son­dern ein Ver­samm­lungs­raum. Die Gläu­bi­gen ver­sam­meln sich dort zum Gebet und zum Ken­nen­ler­nen des Geset­zes. Der Syn­ago­gen­vor­ste­her war kein Pries­ter, son­dern ein Laie, der den Got­tes­dienst lei­tete. In ganz Paläs­tina gab es Syn­ago­gen; in Jeru­sa­lem bestan­den 400 Syn­ago­gen. Der Syn­ago­gen­got­tes­dienst setzte sich aus Schrift­le­sung, Aus­le­gung der Schrift und Gebet zusam­men. Die Lesung des Geset­zes und der Pro­phe­ten fand in der hebräi­schen Kult­spra­che statt. Sie wurde dann von einem Über­set­zer in die ara­mä­i­sche Umgangs­spra­che über­tra­gen. Es folgte die Aus­le­gung des Geset­zes Got­tes. Jeder Israe­lit, der das drei­ßigste Lebens­jahr voll­endet hatte, durfte diese Aus­le­gung über­neh­men, wenn er vom Syn­ago­gen­vor­ste­her dazu auf­ge­for­dert wurde.

Der zweite Hin­weis des Evan­ge­lis­ten über die stil­len Jahre Jesu betrifft sei­nen Beruf. Josef war Zim­mer­mann. Nach einer alten Über­lie­fe­rung lehrte er Jesus den glei­chen Beruf, das war üblich. Matt­häus nennt Jesus den „Sohn des Zim­mer­manns“. Und bei Mar­kus heißt Jesus sel­ber „der Zim­mer­mann“. Das ist die Über­set­zung des grie­chi­schen Wor­tes tek­ton. Das Wort tek­ton bedeu­tet einen Mann, der Holz, Steine oder Eisen bear­bei­tet. Es ist also eine ziem­lich weite Spanne der Berufe, die hier auf­ge­zählt wer­den. Nach Jus­tin, der ja aus Paläs­tina stammt, machte der tek­ton Pflüge und Joche; Pflüge zum Bear­bei­ten des Fel­des, Joche, die den Och­sen auf­ge­legt wur­den. Das passt ganz zu dem land­wirt­schaft­li­chen Milieu, das uns die Aus­gra­bun­gen über das alte Israel nahe­le­gen. Dazu kam sicher noch die Bewirt­schaf­tung eines Gar­tens und eines Fel­des. Neben dem Acker­bau wird der Anbau von Oli­ven, Reben und Fei­gen den Naza­re­nern die Haupt­nah­rung gewe­sen sein. Die Hand­ar­beit stand bei den Juden hoch im Kurs. Selbst der gelehrte Pau­lus hatte ein Hand­werk gelernt; Zelt­ma­cher war er.

Das Leben Jesu schien lange Zeit unbe­rührt von den poli­ti­schen Ver­hält­nis­sen. Aber es ist anzu­neh­men, dass Jesus diese Ver­hält­nisse wachen Sin­nes beob­ach­tet hat. Als er 12 Jahre alt war, mar­schierte zum ers­ten Mal die Kohorte des neuen römi­schen Pro­ku­ra­tors Copo­nius in Jeru­sa­lem auf. Im Tem­pel amtierte ein neuer Hoher­pries­ter namens Han­nas. Er war von dem römi­schen Lega­ten Qui­ri­nius ein­ge­setzt wor­den und sollte ein ent­schei­den­der Mann im Leben und Ster­ben Jesu wer­den. Als er etwa 16 Jahre alt war, wurde Quinc­tilius Varus, der ehe­ma­lige Statt­hal­ter in Syrien, im Teu­to­bur­ger Wald von den Ger­ma­nen ver­nich­tend geschla­gen. Die Kunde davon kam auch nach Naza­reth, denn Varus war den Bewoh­nern von Naza­reth kein Unbe­kann­ter. Nach dem Tode des Hero­des plün­der­ten seine Trup­pen die Resi­denz Sep­p­ho­ris. Als Jesus etwa 20 Jahre alt war, starb in Nola, in Ita­lien, der Kai­ser Augus­tus im 77. Lebens­jahr. An sei­nem letz­ten Lebens­tag fragte er seine Besu­cher, ob er die Komö­die sei­nes Lebens bis zum Ende gut gespielt habe. Ihm folgte der Kai­ser Tibe­rius. Er über­ließ die Regie­rung weit­ge­hend dem Gar­de­prä­fek­ten Sei­a­nus. Er ent­sandte nach Paläs­tina den Pro­ku­ra­tor Vale­rius Gra­tus. Die­ser setzte, als Jesus etwa 25 Jahre alt war, den alten Hohen­pries­ter Han­nas ab und einen neuen ein mit dem Namen Joseph Kai­phas. Er war der Hohe­pries­ter, der das Todes­ur­teil über Jesus im Hohen Rate her­bei­füh­ren sollte. Als Jesus etwa 32 Jahre alt war, kam wie­der ein neuer Pro­ku­ra­tor nach Judäa, dies­mal sogar – was unge­wöhn­lich war – mit sei­ner Frau; beide erwähnt das Evan­ge­lium. Der Name des neuen Pro­ku­ra­tors war Pon­tius Pila­tus.

Rund 30 Jahre hat Jesus in Naza­reth gelebt das gewöhn­li­che und all­täg­li­che Leben zwi­schen Ver­wand­ten und Hand­werks­ge­nos­sen. Was einst an die­sem Kind gesche­hen war, ist den Bewoh­nern von Naza­reth ver­bor­gen geblie­ben. Nur die Mut­ter wusste um das Geheim­nis sei­ner Her­kunft. Aber sie bewahrte diese Dinge in ihrem Her­zen. Jesus selbst schwieg. Er konnte war­ten, bis die Stunde sei­nes öffent­li­chen Auf­tre­tens schlug. Als Jesus seine öffent­li­che Tätig­keit auf­nahm, wirkte er in den Städ­ten und Dör­fern Gali­läas. Er scheint sich zunächst von Naza­reth fern­ge­hal­ten zu haben. Aber eines Tages ging er doch in seine Vater­stadt und lehrte in der hei­mat­li­chen Syn­agoge. Wir wür­den anneh­men, wir wür­den erwar­ten, dass die Ein­woh­ner von Naza­reth begeis­tert waren, dass jetzt der Mes­sias zu ihnen kam – aber weit gefehlt. Die Leute von Naza­reth sind skep­tisch. Sie haben von dem Urteil der Schrift­ge­lehr­ten-Gut­ach­ter­kom­mis­sion gehört, die Jesu Tätig­keit unter­sucht hat, und die zu dem Ergeb­nis kam: Er wirkt Wun­der, das ist unbe­streit­bar, aber er wirkt sie im Ver­ein mit teuf­li­schen Mäch­ten. Das hat­ten die Naza­re­ner gehört, und so sind sie miss­trau­isch: Woher hat der Mann das alles? Sie haben von sei­ner erstaun­li­chen Wun­der­tä­tig­keit gehört. Sie zucken die Ach­seln: Ist das nicht der Zim­mer­mann? Man spürt den inne­ren Wider­stand. Wie kann man zuge­ste­hen, dass einer, des­sen Her­kunft man kennt, der nebenan wohnt, der doch auch nur ist wie alle ande­ren, etwas Hei­li­ges sei? Die­ser da, von dem man weiß, wie die Dinge lie­gen, ein Aus­er­wähl­ter? Das Ärger­nis ist der große Geg­ner Jesu. Es macht, dass sie die Ohren für die frohe Bot­schaft nicht öff­nen, sich dem Rei­che Got­tes ver­schlie­ßen. Wenn Sie ein­mal in Ihrer Aus­gabe des Neuen Tes­ta­men­tes, die Sie zu Hause haben, nach­schauen, wel­che Reak­tion die Naza­re­tha­ner auf das Auf­tre­ten Jesu zeig­ten, dann fin­den Sie meis­tens die Worte: Sie staun­ten über ihn. Diese Über­set­zung ist nicht rich­tig. Sie wur­den irre an ihm, so muss man das ent­spre­chende grie­chi­sche Wort über­set­zen. Sie wur­den irre an ihm. Die Zuhö­rer nah­men Ärger­nis an ihm. Sie ver­sag­ten ihm den Glau­ben. So schreibt der Evan­ge­list Lukas: „Er konnte keine Wun­der wir­ken, weil sie nicht glaub­ten.“ Ja, noch mehr. Sie stie­ßen ihn aus dem Ort hin­aus und zerr­ten ihn an den Rand eines Abgrun­des, um ihn hin­ab­zu­stür­zen. Aber Jesus ging unbe­rührt von dan­nen. So erging es ihm in sei­ner Vater­stadt. Er kom­men­tierte die­ses Ver­hal­ten mit den bit­te­ren Wor­ten: „Nir­gends fin­det ein Pro­phet weni­ger Aner­ken­nung als in sei­ner Vater­stadt und in sei­nem Hause.“ Den Chris­ten, meine lie­ben Freunde, den Chris­ten ist Naza­reth als die Hei­mat Jesu, sei­ner Mut­ter Maria und sei­nes Pfle­ge­va­ters Josef hei­lig. Hier erging die Bot­schaft von der Men­schwer­dung Got­tes, die seit­dem drei Mal täg­lich das Herz jedes Gläu­bi­gen höher schla­gen lässt. Hier berei­tete der himm­li­sche Vater sei­nen Mes­sias für die Auf­gabe, die er ihm zuge­dacht hatte. Hier rüs­tete er ihn aus mit den Kennt­nis­sen, die ihm für deren Erfül­lung not­wen­dig waren, an ers­ter Stelle mit der Kennt­nis der Got­te­s­of­fen­ba­rung. Wir wol­len mit ihm nicht ver­fah­ren wie die Bewoh­ner von Naza­reth, wie seine Lands­leute. Wir wol­len ihm sagen: „Jesus, du Naza­re­ner, du Sohn Got­tes und Kind Mari­ens, wir glau­ben, dass du von Gott gesandt bist als Bote der Wahr­heit, als Brin­ger der Gnade, als Erlö­ser der Welt. Erbarme dich unser!“

Amen.       

Predigt von Professor May
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7090 am: 14. Januar 2019, 06:57:53 »
Hl. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe

Brief vom 25.3.1993 an ihre Kommunität, bekannt als „geistliches Testament“ (trad. © Evangelizo)

Hört, wie er euren eigenen Namen in den Mund nimmt: Das ist der Ruf Jesu

Unsere Liebe Frau war zusammen mit dem heiligen Johannes und – da bin ich mir sicher – mit Maria Magdalena die erste Person, die diesen Schrei Jesu hörte: „Mich dürstet“ (Joh 19,28). Sie kennt die tiefe Intensität dieser brennenden Sehnsucht nach euch und nach den Armen. Aber kennen auch wir sie? Spüren wir diese so wie sie? [...] Früher bat mich immer Unsere Liebe Frau darum, jetzt aber bin ich es, die euch in ihrem Namen darum bittet, die euch anfleht: „Hört auf dieses dürstende Verlangen Jesu“. Möge dies für jede und jeden ein Wort des Lebens sein. Wie könnt ihr euch dem Durst Jesu nähern? Ein einziges Geheimnis [gibt es da]: Je näher ihr Jesus kommt, desto besser lernt ihr seinen Durst kennen.

„Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ sagt uns Jesus (Mk 1,15). Doch worin sollen wir umkehren? Weg von unserer Gleichgültigkeit, von der Härte unseres Herzens. Und was sollen wir glauben? Dass es Jesus schon jetzt nach unserem Herzen und den Armen dürstet. Er, der eure Schwäche kennt, sehnt sich dennoch einzig und allein nach eurer Liebe. Er will einfach, dass ihr ihm eine Chance gebt, euch zu lieben. [...]

Hört auf ihn. Hört, wie er euren eigenen Namen in den Mund nimmt. Und bewirkt so, dass meine Freude und die eure vollkommen sind (1 Joh 1,4).
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

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