• "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos." 4 11

Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 1777946 mal)

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Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7259 am: 10. März 2019, 17:31:41 »
Dem hl. Hippolyt von Rom (?-235)
Priester und Märtyrer, zugeschriebene Predigt
Traktat über das Ende der Welt, 41–43; GCS I, 2, 305–307 (trad. © Evangelizo)

„Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid“

„Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Kommt, die ihr die Armen und Fremden geliebt habt. Kommt, die ihr meiner Liebe treu geblieben seid, denn ich bin die Liebe [...] Seht, mein Reich ist bereitet und mein Himmel steht offen. Seht, meine Unsterblichkeit erscheint in all ihrer Schönheit. Kommt alle, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“

Da erfasst Staunen die Gerechten darüber, dass sie wie Freunde – o Wunder – eingeladen sind, sich dem zu nähern, den die Engelchöre nur undeutlich schauen. Mit lauter Stimme werden sie ihm antworten: „Herr, wann haben wir dich gesehen? Du warst also hungrig, und wir haben dir zu essen gegeben? Meister, du warst durstig, und wir haben dir zu trinken gegeben? Du warst nackt, und wir haben dich, den wir verehren, bekleidet? Du Unsterblicher, wann haben wir dich als Fremden gesehen und dich aufgenommen? Wann haben wir dich, der die Menschen liebt, als Kranken oder als Gefangenen gesehen und sind zu dir gekommen? Du bist der Ewige. Mit dem Vater bist du ohne Anfang und bist ewig mit dem Heiligen Geist. Du bist es, der aus dem Nichts alles erschaffen hat, du, der König der Engel, du, den die Unterwelt fürchtet. Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid (Ps 104(103),2). Aus Erde vom Ackerboden hast du uns gebildet und geformt (vgl. Gen 2,7), du, der du die unsichtbaren Wesen erschaffen hast. Vor deinem Anblick floh die ganze Erde (Offb 20,11). Wie haben wir dein Königtum und deine Herrschaft angenommen?“

Darauf wird der König der Könige ihnen antworten: „Jedes Mal, wenn ihr es für einen dieser Geringsten, die meine Brüder sind, getan habt, habt ihr es mir getan. Jedes Mal, wenn ihr die Armen, von denen ich gesprochen habe, aufgenommen und bekleidet habt, und ihnen, die meine Glieder sind (1 Kor 12,12), zu essen und trinken gegeben habt, habt ihr das mir getan. Aber kommt in das Reich, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Ihr werdet euch in Ewigkeit der Güter meines Vaters, der im Himmel ist, und des Heiligen Geistes, der das Leben gibt, erfreuen. Welche Sprache könnte solche Wohltaten in Worte fassen? ‚Kein Auge hat es gesehen und kein Ohr gehört, keinem Menschen ist es in den Sinn gekommen: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben‘ (vgl. 1 Kor 2,9).“
« Letzte Änderung: 11. März 2019, 07:02:39 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7260 am: 12. März 2019, 06:55:20 »
Hl. Leo der Große (?-um 461)
Papst und Kirchenlehrer
Sämtliche Sermonen 48,4 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1927)

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Sollen doch die, welche das Osterfest des Herrn mit geheiligtem Geist und geheiligtem Leib begehen wollen, am meisten nach diesem Gnadengeschenk trachten, das sämtliche Tugenden in sich schließt und die Menge der Sünden deckt (1 Petr 4,8; vgl. Spr 10,12). Da wir also im Begriff sind, jenes alles überragende Geheimnis zu feiern, durch welches Jesus Christus mit seinem Blut unsere Ungerechtigkeiten sühnte, so müssen wir uns in erster Linie durch Opfer der Barmherzigkeit darauf vorbereiten, indem wir das, was Gottes Güte uns erwiesen hat, auch denen gewähren, die gegen uns gefehlt haben. Jede Kränkung möge also vergessen werden und jede Schuld nunmehr straflos bleiben! [...] Niemand werde in den Strafgefängnissen zurückgehalten! [...] Und wenn jemand solche Leute [...] nicht freilässt, so möge er wissen, dass er selbst ein Sünder ist! Freuen soll er sich, jemand gefunden zu haben, gegen den er Schonung üben kann, damit auch ihm Verzeihung zuteilwird! Wenn wir nämlich gemäß göttlicher Unterweisung beten: „Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ (vgl. Mt 6,12), so können wir wohl nicht zweifeln, dass wir durch die Art unserer Bitte Gottes Nachsicht erwerben.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7261 am: 12. März 2019, 15:39:58 »
Sie rief mit aller Kraft Maria um Hilfe an

Litauen (Nordwesteuropa) wurde im August 1940 gewaltsam mit der UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken) vereint und erhielt am 6. September 1991 seine Freiheit zurück.
Frau R., die in den 1970er Jahren, noch unter sowjetischer Herrschaft, geweihte Hostien nach Litauen schmuggelte, wurde gründlich und getrennt von den anderen durchsucht. Man hatte bemerkt, dass sie einen überproportional langen Rosenkranz trug.
Erschrocken rief sie mit aller Kraft Maria um Hilfe an. Natürlich sah die Frau, die sie durchsuchte, den kleinen Beutel, den sie auf ihrer Haut trug. Sie öffnete ihn und fragte überrascht: Tchto eto? („Was ist das?“) - Eto Chrystos („Das ist Christus“), antwortete Frau R.
Dann passierte etwas völlig Unerwartetes. Die Frau, die sie durchsuchte, senkte ihren Kopf, öffnete ihre Hände in einer betenden Geste und machte sich dann, ohne ein Wort zu sagen, auf den Weg.
Den überproportional langen Rosenkranz untersuchten drei Offiziere des KGB (sowjetische politische Polizei) gründlich und gaben ihn schließlich als wertloses Objekt zurück.
 
André Martin, Schriftsteller

Sein Zeugnis stammt aus dem Buch Litauen, Land des Glaubens, Land des Kreuzes, das er 1976 veröffentlichte.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7262 am: 13. März 2019, 06:46:07 »
Die Jungfrau Maria bewunderte nur eines in sich selbst...

In Wahrheit hat der Erlöser der Welt Sanftmut und Demut zur Grundlage der Tugenden gemacht. Abstinenz, Fasten, Strenge, innere oder äußere Armut, gute Werke, Wunder, alles ist nichts ohne die Demut des Herzens. Aber all diese Dinge werden lebendig und gesegnet, wenn die Demut sie unterstützt.
Die Demut des Herzens ist die Kraft, die alle Tugenden erzeugt; Stamm und Zweige erwachsen nur aus der Wurzel. Weil sie unendlich kostbar ist, weil sie die Grundlage ist, auf der alle geistliche Vollkommenheit aufbaut, wollte der Herr sich nur selbst mit der Aufgabe betrauen, uns zu sagen: „Seid demütig.“
Und weil die Demut die universelle Hüterin ist, bewunderte die Jungfrau Maria, als hätte sie alle anderen Tugenden ihrer Seele und ihres Leibes vergessen, nur eines in sich selbst und nannte nur einen Grund für die Menschwerdung des Sohnes Gottes aus ihr: „Denn er hat auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut“.

Hl. Angela von Foligno, italienische Mystikerin, die viele Visionen hatte
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7263 am: 13. März 2019, 06:48:51 »
Hl. Bernhard (1091-1153)
Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
2. Homilie zum 1. Tag der Fastenzeit, 2–3 (trad. © evangelizo)

„Kehrt um zu mir von ganzem Herzen“ (Joel 2,12)

„Bekehrt euch“, sagt der Herr, „von ganzem Herzen“. Brüder, wenn er gesagt hätte „Bekehrt euch“, ohne etwas hinzuzufügen, dann hätten wir vielleicht antworten können: „Schon geschehen – du kannst uns eine neue Weisung geben.“ Aber, wenn ich es recht verstehe, so spricht Christus hier von einer geistlichen Bekehrung, die sich nicht an einem Tag vollzieht. Könnte sie doch nur innerhalb eines Menschenlebens durchführbar sein! Richte deine Aufmerksamkeit also auf das, was du liebst, auf das, was du fürchtest, auf das, worauf du dich freust, oder das, was dich mit Traurigkeit erfüllt. Und so wirst du manchmal sehen, dass du unter der Ordenstracht ein Mensch dieser Welt bist. Das Herz nämlich bewegt sich ganz und gar in diesen vier Gefühlen und von ihnen her, so meine ich, sind folgende Worte zu verstehen: „Bekehrt euch von ganzem Herzen zum Herrn.“

Deine Liebe möge sich wandeln, sodass du nichts außer dem Herrn liebst oder du nichts liebst außer um Gottes willen. Auch deine Furcht wandle sich auf ihn hin, denn jegliche Furcht, die uns in Angst versetzt vor etwas, was außerhalb von ihm liegt und nicht in ihm ihren Ursprung hat, ist schlecht. Möge deine Freude und Traurigkeit sich auf ihn hin wandeln. So wird es sein, wenn du Leid und Freude ausschließlich in ihm empfindest. Wenn du also niedergeschlagen bist wegen deiner eigenen Sünden oder wegen derjenigen deines Nächsten, so tust du gut daran und deine Trauer ist heilsam. Wenn du dich an den Gaben der Gnade erfreust, so ist diese Freude heilig und du kannst sie in Frieden auskosten im Heiligen Geist. Es ist an dir, dich in Christi Liebe am Wohlergehen deiner Brüder zu freuen und an ihrem Unglück voll Mitgefühl Anteil zu nehmen, gemäß dem Wort: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!“ (Röm 12,15).
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7264 am: 13. März 2019, 21:37:28 »
 ;tffhfdsds

Buch Jona 3,1-10.

Das Wort des Herrn erging an Jona:
Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde.
Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.
Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!
Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, groß und klein, zogen Bußgewänder an.
Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.
Er ließ in Ninive ausrufen: Befehl des Königs und seiner Großen: Alle Menschen und Tiere, Rinder, Schafe und Ziegen, sollen nichts essen, nicht weiden und kein Wasser trinken.
Sie sollen sich in Bußgewänder hüllen, Menschen und Tiere. Sie sollen laut zu Gott rufen, und jeder soll umkehren und sich von seinen bösen Taten abwenden und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt.
Wer weiß, vielleicht reut es Gott wieder, und er lässt ab von seinem glühenden Zorn, so dass wir nicht zugrunde gehen.
Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus.

Psalm 51(50),3-4.12-13.18-19.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,29-32.

In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.
Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.
Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.
Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7265 am: 14. März 2019, 06:59:31 »
Hl. Elisabeth von der Dreifaltigkeit (1880-1906)
Karmelitin
224. Brief an Madame Angles (in: Gesammelte Werke, 2. Band, Wien 2000, S. 218)

Der Fürst des Friedens

Werfen Sie Ihre Seele in die Fluten des Vertrauens und der Hingabe und denken Sie daran, dass alles, was Sie beunruhigt und in Angst versetzt, nicht vom lieben Gott kommt, denn Er ist der Fürst des Friedens und Er hat ihn „den Menschen guten Willens“ (vgl. Lk 2,14 – nach der Vulgata) verheißen. Wenn Sie – wie Sie mir sagen – fürchten, Seine Gnade missbraucht zu haben, dann ist dies der Moment, das Vertrauen zu verdoppeln, denn – so sagt der Apostel auch – „wo die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden“ (Röm 5,20) und weiter: „Ich rühme mich meiner Schwachheit, denn dann wohnt die Kraft Jesu Christi in mir“ (vgl. 2 Kor 12,9). „Er ist reich an Erbarmen, unser Gott, in Seiner großen Liebe“ (vgl. Eph 2,4).
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