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Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 1759216 mal)

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Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8085 am: 31. Dezember 2019, 05:10:14 »
Predigt von Professor May

25. Dezember 1994

Zu Beth­le­hem gebo­ren

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte, in hei­li­ger Weih­nachts­freude Ver­sam­melte!

„Zu Beth­le­hem gebo­ren ist uns ein Kin­de­l­ein. Das hab' ich aus­er­ko­ren; sein eigen will ich sein!“ So singt die Chris­ten­heit am Fest der Geburt unse­res Herrn und Hei­lan­des Jesus Chris­tus. „Zu Beth­le­hem gebo­ren ist uns ein Kin­de­l­ein. Das hab' ich aus­er­ko­ren; sein eigen will ich sein!“ Daß der Mes­sias in Beth­le­hem gebo­ren wurde, war nach Got­tes Wil­len geplant und vom Pro­phe­ten Mich­äas vor­her­ver­kün­digt. „Und du, Beth­le­hem, die kleinste unter den Gauen Judas, du bist der Ort, aus dem mir der her­vor­ge­hen wird, der Israel regie­ren soll.“ Das ist die Weis­sa­gung des Pro­phe­ten Mich­äas über den Geburts­ort Jesu. Diese Weis­sa­gung hat sich erfüllt. Wie uns die Evan­ge­lis­ten Matt­häus und Lukas über­ein­stim­mend, aber auf ver­schie­dene Tra­di­tio­nen zurück­ge­hend, berich­ten, wurde Jesus in Beth­le­hem gebo­ren. Der Evan­ge­list Lukas erklärt, wie es kam, daß Jesus nicht in Naza­reth, wo ja seine Fami­lie lebte, son­dern in Beth­le­hem gebo­ren wurde. „Der Kai­ser Augus­tus ließ den gan­zen Erd­kreis auf­schrei­ben. Diese Auf­schrei­bung war die erste, die zu der Zeit statt­fand, als Qui­ri­nius Statt­hal­ter von Syrien war. Alle gin­gen hin, sich auf­schrei­ben zu las­sen, ein jeder in seine Stadt. Auch Josef reiste von Gali­läa aus der Stadt Naza­reth hin­auf nach Judäa in die Stadt Davids, die Beth­le­hem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, um sich mit Maria, der ihm ver­lob­ten Frau, die guter Hoff­nung war, auf­schrei­ben zu las­sen. Es geschah aber, wäh­rend sie dort waren, kam für sie die Zeit ihrer Nie­der­kunft, und sie gebar ihren erst­ge­bo­re­nen Sohn.“ So berich­tet der Evan­ge­list.

Aber anders spre­chen heute soge­nannte katho­li­sche Theo­lo­gen. Sie sagen: Beth­le­hem ist nur der theo­lo­gi­sche Geburts­ort, doch der his­to­ri­sche Geburts­ort ist Naza­reth. Anders und deut­li­cher aus­ge­drückt: Die Evan­ge­lis­ten haben die Geschichte ver­fälscht. Sie haben die Geburt Jesu von Naza­reth, wo sie wirk­lich pas­siert ist, nach Beth­le­hem ver­legt, um auf diese Weise die Erfül­lung der Weis­sa­gung des Mich­äas über die Geburt des Mes­sias zu doku­men­tie­ren. Sie haben zwei­tau­send Jahre lang die ganze Chris­ten­heit in die Irre geführt, die näm­lich singt: „Zu Beth­le­hem gebo­ren ist uns ein Kin­de­l­ein. Das hab' ich aus­er­ko­ren; sein eigen will ich sein!“ Wie stüt­zen diese soge­nann­ten katho­li­schen Theo­lo­gen ihre Behaup­tung? Sie brin­gen vier Argu­mente:

1. Eine all­ge­meine Auf­schrei­bung des Rei­ches unter Augus­tus hat nie­mals statt­ge­fun­den.
2. Eine römi­sche Volks­zäh­lung im Gebiet des Hero­des ist aus­ge­schlos­sen.
3. Qui­ri­nius (das ist der latei­ni­sche Name, Cyri­nus der grie­chi­sche) war nie­mals Statt­hal­ter von Syrien.
4. Es wider­spricht der römi­schen Zähl­weise, daß man sich am Abstam­mungs­ort und nicht am Wohn­ort zäh­len ließ.
Mit die­sen vier Behaup­tun­gen suchen die Fal­sch­leh­rer die Anga­ben der Evan­ge­lis­ten aus den Angeln zu heben: „Zu Beth­le­hem gebo­ren ist uns ein Kin­de­l­ein. Das hab' ich aus­er­ko­ren; sein eigen will ich sein!“ Was ist zu die­sen vier Behaup­tun­gen zu bemer­ken?

Die erste lau­tet: Eine allgmeine Reichs­zäh­lung unter Augus­tus hat es nie gege­ben. Meine lie­ben Chris­ten, das ist schlicht falsch. Augus­tus hat in sei­ner Regie­rungs­zeit drei­mal die römi­schen Voll­bür­ger zäh­len las­sen, näm­lich 28 v.​Chr., 8 v.​Chr. und 14 n.​Chr. Die Zäh­lung, die für uns in Frage kommt, liegt natür­lich im Jahre 8 v.​Chr. Ja, wieso 8 v.​Chr.? Weil sich der Mönch Dio­ny­sius, der unsere Zeit­rech­nung gemacht hat, um meh­rere Jahre ver­zählt hatte. Jesus ist nicht im Jahre 1 gebo­ren, son­dern er ist im Jahre 7 v.​Chr. gebo­ren. Dio­ny­sius hat sich bei der Auf­stel­lung sei­ner Zeit­rech­nung (ab urbe con­dita – von der Grün­dung der Stadt Rom) um meh­rere Jahre ver­rech­net. Wenn wir also den genauen his­to­ri­schen Zeit­punkt der Geburt Jesu ange­ben wol­len, dann müs­sen wir sagen: Chris­tus ist 7 v.​Chr. gebo­ren. Das ändert natür­lich nichts an der Geschicht­lich­keit sei­ner Geburt, aber es bestä­tigt uns den Zusam­men­hang sei­ner Geburt mit der Auf­schrei­bung des Rei­ches durch den Kai­ser Augus­tus, denn diese Auf­schrei­bung im Jahre 8 ist die­je­nige, die hier von Lukas gemeint ist.

Wir dür­fen uns die Auf­schrei­bung der dama­li­gen Zeit nicht wie eine heu­tige Volks­zäh­lung vor­stel­len, die an einem bestimm­ten Stich­tag beginnt, gleich­mä­ßig durch­ge­führt wird und an einem ande­ren Stich­tag endet. Nein, so ist Augus­tus nicht ver­fah­ren, son­dern die Auf­schrei­bung fand für Voll­bür­ger und für Unter­ta­nen getrennt statt. Die römi­schen Voll­bür­ger, die allein das Bür­ger­recht besa­ßen, waren gewis­ser­ma­ßen die Her­ren des Rei­ches; die Unter­ta­nen waren nur Men­schen zwei­ter Klasse. Die Voll­bür­ger wur­den gezählt, und die Unter­ta­nen wur­den gezählt, aber das zog sich über Jahre hin. Denn wenn das gleich­zei­tig in allen Reichs­tei­len gesche­hen wäre, dann hätte es zu Auf­stän­den geführt. Warum zu Auf­stän­den? Weil man wußte, wozu die Auf­schrei­bung diente. Sie diente dazu, für die Aus­he­bung zum Mili­tär Daten zu lie­fern; sie diente dazu, die Besteue­rung zu regeln; sie diente dazu, die Fron­dienste, die man für Kai­ser und Reich zu leis­ten hatte, zu notie­ren. Das waren natür­lich höchst unan­ge­nehme Dinge, und es ist mehr als ein­mal vor­ge­kom­men, daß sich infolge von Volks­zäh­lun­gen Auf­stände ereig­net haben. Augus­tus war schlau; er hat des­we­gen die Auf­schrei­bung auf die ver­schie­de­nen Teile sei­nes Rei­ches ver­teilt und nicht alles gleich­zei­tig gemacht. Wir wis­sen sogar, wie das Ergeb­nis die­ser Volks­zäh­lung ist. Es ergab näm­lich 4.​233.​000 Voll­bür­ger. Nicht mehr. 4.​233.​000 Voll­bür­ger. Und neben den Voll­bür­gern wur­den die Unter­ta­nen gezählt. Das waren die Men­schen, die in den vie­len Pro­vin­zen des Rei­ches wohn­ten und leb­ten. Man rech­net mit etwa 25 bis 30 Mil­lio­nen Unter­ta­nen. Die Skla­ven zählte man nicht. Sie waren natür­lich noch viel zahl­rei­cher. Aber die Skla­ven gal­ten als Sache, und des­we­gen wur­den sie offi­zi­ell nicht gezählt. Der erste Ein­wand ist also unzu­tref­fend, daß es eine Reichs­zäh­lung nie­mals gege­ben hat. Es hat drei sol­cher Reichs­zäh­lun­gen gege­ben, und eine davon, näm­lich die vom Jahre 8, ist genau die, wel­che Lukas mit sei­nen Bemer­kun­gen anzielt.

Der zweite Ein­wand lau­tet: Im Herr­schafts­ge­biet des Hero­des konnte eine römi­sche Zäh­lung nicht statt­fin­den. Rich­tig. Hero­des war zu die­ser Zeit noch ein eige­ner Herr­scher. Erst 6 n.​Chr. wurde das Gebiet, das er ver­wal­tet hatte, unter sei­nem Nach­fol­ger Archel­aos dem römi­schen Reich zuge­schla­gen. Er war also ein eige­ner Herr­scher, ein Selbst­herr­scher. Aber auch Hero­des hat Auf­schrei­bun­gen ver­an­stal­tet, denn er war ein gro­ßer Bau­herr. Er hat unge­heure Bau­ten errich­tet, Was­ser­lei­tun­gen, Bur­gen, Kanäle. Vor allem hat er den Tem­pel bauen las­sen. Zehn­tau­send Mann hat er auf­ge­bo­ten, um den Tem­pel bauen zu las­sen. Für diese Bau­ten brauchte er Geld, und woher sollte er es neh­men? Von sei­nen Unter­ta­nen. Man rech­net mit etwa 1,5 bis 2 Mil­lio­nen Unter­ta­nen. Aus ihnen hat er her­aus­ge­preßt, was er für seine rie­si­gen Unter­neh­mun­gen brauchte. Er konnte es natür­lich nur her­aus­ho­len, wenn er wußte, was sie besa­ßen. Er konnte nur wis­sen, was sie besit­zen, indem er eine Auf­zeich­nung vor­neh­men ließ. Und so hat also auch Hero­des, und zwar immer in einem Abstand von 6 Jah­ren, Auf­schrei­bun­gen sei­nes Herr­schafts­ge­bie­tes vor­neh­men las­sen. Das waren Per­so­nen­stands­auf­nah­men, das waren Schat­zun­gen des Ver­mö­gens, und im Jahre 7 v.​Chr., das für uns die bri­sante Zeit ist, hat er auf Geheiß des Kai­sers Augus­tus die Auf­schrei­bung mit einem Treu­schwur gegen den Kai­ser ver­bun­den. Offen­bar war sich der Kai­ser die­ser stör­ri­schen Juden nicht sicher, und so ver­langte er, daß Hero­des von ihnen einen Treu­schwur auf ihn, und natür­lich auch auf den König Hero­des, able­gen ließ. In dem Jahre 7 fal­len also in Paläs­tina zwei Dinge zusam­men, die von Hero­des ange­ord­nete Auf­schrei­bung (Schat­zung, Per­so­nen­stands­auf­nah­men) und der von Augus­tus befoh­lene Treu­schwur, um diese rebel­li­sche Gegend sicher im römi­schen Rei­che zu hal­ten. Für diese Auf­gabe, den Treu­schwur zu über­wa­chen, bestellte Augus­tus einen Mann namens Qui­ri­nius.

Das ist näm­lich jetzt die dritte Behaup­tung: Qui­ri­nius war nie­mals Statt­hal­ter von Syrien. Was ist zu die­ser Behaup­tung zu sagen? Der Statt­hal­ter, der zur Zeit Jesu Syrien regierte, hieß tat­säch­lich Saturn­i­nus. Wir ken­nen sei­nen Namen; er war von 9 bis 6 v.​Chr. Statt­hal­ter von Syrien. Ihm folgte Varus, den wir ja ken­nen aus der Schlacht im Teu­to­bur­ger Wald. Jeden­falls zu der Zeit, die für uns in Frage kommt, war Saturn­i­nus Statt­hal­ter von Syrien. Aber das schließt nicht aus, daß es neben ihm einen zwei­ten Beam­ten, einen Son­der­be­auf­trag­ten von Rom gab, und das war eben Qui­ri­nius. Syrien war die wich­tigste Außen­po­si­tion des römi­schen Rei­ches. Es war die Vor­macht im gan­zen Osten. Alles, was im Osten des Rei­ches lag, wurde von Syrien aus bestimmt. Immer wie­der gab es dort Auf­ruhr. Zur Abwehr die­ser Rebel­lio­nen hatte Augus­tus einen her­vor­ra­gen­den Mann, näm­lich Qui­ri­nius, ins Land gesandt. Der hatte sich schon in Nord­afrika bewährt, als er dort auf­rüh­re­ri­sche Stämme nie­der­ge­wor­fen hatte, und so sandte er ihn jetzt auch nach dem Osten, damit er neben dem Statt­hal­ter von Syrien als Feld­herr und Son­der­be­auf­trag­ter des Kai­sers Ruhe schaffe. Qui­ri­nius konnte gar nicht anders als mit den vier Legio­nen, die in Syrien stan­den, die Homo­na­den­ser im dama­li­gen Klein­asien (in der heu­ti­gen Tür­kei) nie­der­zu­wer­fen. Er mußte die Trup­pen haben, die in Syrien stan­den, denn das war die gewal­tigste Trup­pen­macht, die es im gan­zen Osten gab, vier Legio­nen. Infol­ge­des­sen ist es durch­aus berech­tigt, von Qui­ri­nius in einer volks­tüm­li­chen Rede­weise als dem Statt­hal­ter von Syrien zu spre­chen. Er war eben Mit-Statt­hal­ter. Er stand nicht über dem Saturn­i­nus, er stand auch nicht unter ihm, er stand neben ihm. Und als sol­cher hat er eine ähn­li­che Befehls­ge­walt aus­ge­übt wie Saturn­i­nus. Spä­ter wurde er dann auch noch, als Paläs­tina römi­sche Pro­vinz gewor­den war, Statt­hal­ter in Paläs­tina. Des­we­gen sagt der Evan­ge­list Lukas: Das war das erste Auf­schrei­ben. Als Statt­hal­ter von Paläs­tina hat er näm­lich eine zweite vor­ge­nom­men, wie­derum im 6-Jah­res-Rhyth­mus, der nun ein­ge­führt war. Die Behaup­tung, Lukas berichte falsch, wenn er Qui­ri­nius als Statt­hal­ter von Syrien bezeich­net, ist nicht auf­recht­zu­er­hal­ten. Man muß Syrien im vol­len Begriffe neh­men, das bedeu­tet eben als Vor­macht im gan­zen römi­schen Osten.

Die vierte Behaup­tung lau­tet: Die römi­sche Zähl­weise war anders als die von Lukas berich­tete, näm­lich man ließ sich zäh­len am Wohn­ort und nicht am Abstam­mungs­ort. Rich­tig. Durch­aus rich­tig. Aber in Paläs­tina war eben zu der Zeit, als Jesus gebo­ren wurde, nicht die römi­sche Zähl­weise ein­ge­führt, son­dern die paläs­ti­nen­si­sche, die hero­dia­ni­sche, und diese sah vor, daß sich zumin­dest bestimmte Fami­lien an ihrem Abstam­mungs­ort ein­zu­fin­den hat­ten. Warum? Weil Hero­des ein außer­or­dent­lich miß­traui­scher Herr­scher war. Er war ja ein Empor­kömm­ling. Er war gar kein Jude. Er regierte als Nicht­jude das Juden­land und hatte des­we­gen mit der Feind­schaft sei­ner Unter­ta­nen zu rech­nen; er war ein Idu­mäer. Und des­we­gen seine fort­wäh­rende Sorge, es könne ein ech­ter Jude, gar einer aus dem Stamme Davids, ihm den Thron strei­tig machen. Wir erin­nern uns, wie es beim Besuch der Magier heißt: Hero­des erschrak, als er von dem neu­ge­bo­re­nen König hörte, und die ganze Stadt Jeru­sa­lem mit ihm. Natür­lich erschrak er, weil er Angst hatte, vom Throne gestürzt zu wer­den durch einen ech­ten Davi­di­den, durch einen Mes­sias, der aus dem Geschlechte Davids kam. Und so muß­ten sich alle 6 Jahre die Abkömm­linge aus dem Geschlechte Davids in Beth­le­hem, in ihrem Stam­mort, ein­fin­den. Und das hat nun eben auch Josef getan. Er ist von dem Wohn­ort in Naza­reth nach Beth­le­hem gezo­gen; dort war der Stam­mort der Davi­di­den, dort hat­ten sie Grund­be­sitz. Sie muß­ten ja die Brenn­stoff­lie­fe­rung an den Tem­pel bestrei­ten für das dort immer flam­mende Feuer. Sie hat­ten die Auf­gabe der Brenn­stoff­lie­fe­rung, und dazu braucht man natür­lich Besitz, und die­ser Besitz lag eben in der Nähe. So wurde also im 6-jäh­ri­gen Rhyth­mus eine Auf­schrei­bung der Per­so­nen und eine Schat­zung des Ver­mö­gens vor­ge­nom­men, die den groß­ar­ti­gen Plä­nen und Unter­neh­mun­gen des Hero­des als Unter­lage diente.

Wir haben kei­nen Anlaß, meine lie­ben Freunde, das Lied abzu­schaf­fen „Zu Beth­le­hem gebo­ren ist uns ein Kin­de­l­ein. Das hab' ich aus­er­ko­ren; sein eigen will ich sein!“ Jesus ist wahr­haf­tig in Beth­le­hem gebo­ren. Das läßt sich mit ratio­na­len Grün­den glaub­haft machen. Nur wer von vorn­her­ein der Über­zeu­gung ist, daß Weis­sa­gun­gen sich nicht erfül­len kön­nen, der muß die Behaup­tung auf­stel­len: Die Evan­ge­lis­ten Matt­häus und Lukas haben aus der Ankün­di­gung des Pro­phe­ten Mich­äas die Geburt Jesu her­aus­ge­spon­nen. Sie haben sie erfun­den. Sie haben diese Weis­sa­gung zum Anlaß genom­men, einen fik­ti­ven Geburts­ort Jesu zu schaf­fen anstelle des wirk­li­chen Geburts­or­tes. Nur wer von vorn­her­ein über­zeugt ist, daß, was Gott ange­kün­digt hat, nicht in Erfül­lung gehen kann, der muß zu sol­chen gewag­ten Kon­struk­tio­nen grei­fen.

Nein, wir wol­len uns nicht irre­ma­chen las­sen. Wir wol­len wei­ter im Rosen­kranz beten: „Den du, o Jung­frau, zu Beth­le­hem gebo­ren hast“, wir wol­len wei­ter im Kir­chen­lied sin­gen: „Zu Beth­le­hem gebo­ren ist uns ein Kin­de­l­ein. Das hab' ich aus­er­ko­ren; sein eigen will ich sein!“

Amen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8086 am: 31. Dezember 2019, 05:25:23 »
Predigt von Professor May

26. Dezember 2000

Die Bot­schaft der Hei­li­gen Nacht

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Der geniale Natur­for­scher Isaac New­ton hat ein­mal das schöne Wort gespro­chen: „Ich habe in mei­nem Leben zwei Dinge gelernt, ers­tens, daß ich ein gro­ßer Sün­der bin, und zwei­tens, daß Jesus ein noch grö­ße­rer Hei­land ist.“ Ähn­lich hatte schon viele Jahr­hun­derte vor ihm Augus­ti­nus gesagt, daß wir eigent­lich Jesus mehr Dank schul­den als dem Vater im Him­mel. Denn was hätte es uns genützt, geschaf­fen zu wer­den, wenn wir nicht erlöst wor­den wären? Man hat Jesus viele Namen gege­ben, aber ein Name ist der schönste von allen, näm­lich Jesus, Hei­land der Welt. Die­ser Name gibt uns Anlaß drei Dinge zu beden­ken, näm­lich ers­tens das Elend ohne Ende, zwei­tens die Liebe ohne Ende und drit­tens das Erbar­men ohne Ende.

Am leich­tes­ten fällt es uns, das Elend ohne Ende zu begrei­fen, denn wir sind vom Elend umge­ben. Jede Sen­dung des Rund­funks oder des Fern­se­hens bringt uns Mel­dung von immer neuen Erschüt­te­run­gen in der Welt. Die Natur ist feind­se­lig gegen den Men­schen, denn sie teilt das Schick­sal des Men­schen. Und da der Mensch in die Sünde gefal­len ist und in Unord­nung gera­ten ist, so ist auch die Natur nicht mehr in Ord­nung. Der Regen fällt zu spät oder im Über­maß, die Sonne ver­birgt sich hin­ter den Wol­ken oder brennt erbar­mungs­los nie­der, die Erde öff­net sich, und furcht­bare Erd­be­ben stür­zen aus den Feu­er­schlün­den, Vul­kane öff­nen sich – die Erde ist durch die Sünde des Men­schen in Unord­nung gera­ten. Und erst recht sind es die Men­schen. Trä­nen über Trä­nen wer­den ver­gos­sen, die erste Träne, wenn ein Mensch­lein gebo­ren wird, und die letzte Träne, wenn der Mensch auf dem Ster­be­bett liegt. Wenn man die Trä­nen sam­meln könnte, die von den Men­schen ver­gos­sen wer­den, es würde ein wah­rer rie­si­ger Trä­nen­see wer­den. Kein schmerz­volle Situa­tion, die die Sonne nicht beschie­nen hätte, keine schmerz­volle Lage, wel­che die Nacht nicht zuge­deckt hätte! Schmer­zen, Ver­fol­gun­gen, Zwie­tracht, Unei­nig­keit, die furcht­bare Gewalt der Triebe, die Macht der Lei­den­schaf­ten, Lüge, Ver­leum­dung, Unge­rech­tig­keit, das sind die apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter, die das mensch­li­che Leben durch­ra­sen. Elend ohne Ende. Das fällt uns nicht schwer zu begrei­fen.

Das schlimmste Elend aber ist die Sünde selbst, denn sie ist die Wur­zel von all die­sem Elend. Jeder­mann spürt: So kann die Erde nicht aus der Hand des Schöp­fers her­vor­ge­gan­gen sein, wie sie jetzt ist. Es muß etwas Schreck­li­ches gesche­hen sein, daß die Erde so ver­än­dert wor­den ist, und das nen­nen wir die Sünde, die Schuld. Die Sünde hat die Erde zum Schlech­te­ren gewan­delt. Es gibt Men­schen, die von die­sem Thema nicht gern reden hören, die das Schuld­be­wußt­sein ver­drän­gen wol­len, die sich ein gutes Gewis­sen machen, auch wenn sie Böses tun, nicht zuletzt auch durch Mit­ver­ant­wor­tung der Kir­che, die die Sün­den nicht mehr beim Namen zu nen­nen wagt und die in „Buß­and­ach­ten“ den Men­schen eine fal­sche Befrei­ung von der Sünde vor­gau­kelt. Nein, es ist ein Elend ohne Ende, und die­ses Elend hat seine tiefste Wur­zel im Riß mit Gott. Weil der Mensch von Gott geflo­hen ist, weil er sich gegen Gott erho­ben hat, weil er sich empört hat gegen sei­nen Schöp­fer, des­we­gen ist ein Elend ohne Ende über diese Welt gekom­men.

Wenn die­ses Elend beho­ben wer­den soll, dann muß seine tiefste und schreck­lichste Ursa­che besei­tigt wer­den, näm­lich der Unfriede mit Gott. Aber das kann der Mensch nicht aus eige­ner Kraft, son­dern nur wenn der Belei­digte sel­ber kommt und sagt, es soll wie­der gut sein, dann wird die­ser Riß geheilt. Das aber eben ist die Bot­schaft der Weih­nacht, daß Gott gekom­men ist, um das Elend von den Men­schen zu neh­men, daß eine Liebe ohne Ende auf Erden erschie­nen ist, um die Men­schen zu befreien. Im Ephe­ser­brief hat Pau­lus den Grund­ak­kord die­ser Liebe ohne Ende ange­stimmt: „Gott aber, reich an Erbar­men, hat in sei­ner über­gro­ßen Liebe, mit der er uns geliebt und uns, da wir in den Sün­den tot waren, leben­dig gemacht mit Chris­tus. Aus Gnade also seid ihr geret­tet; es ist Got­tes Gabe.“ Wahr­haf­tig, das ist die Liebe ohne Ende. Jesus hat die Sünde gehaßt, er war ein Feind der Sünde. Er hat schon das auf­kei­mende Böse, näm­lich die böse Gesin­nung, ver­ur­teilt. Nicht nur, wer Ehe­bruch treibt in offen­ba­rer Tat, ist der Sünde schul­dig, son­dern wer die Frau des ande­ren begehr­lich ansieht, ist schon der Sünde schul­dig. Er hat vor der Gele­gen­heit zur Sünde gewarnt: Wenn dein Auge dich ärgert, dann reiß es aus, und wenn deine Hand dich ärgert, dann hau sie ab. Es ist dir bes­ser, ein­äu­gig oder mit einer Hand ins Leben ein­zu­ge­hen, als mit bei­den Augen und mit bei­den Hän­den ins Feuer gewor­fen zu wer­den. Er hat gewarnt vor dem Ver­füh­rer, vor dem, der unschul­di­ges Leben in die Sünde bringt. Es wäre ihm bes­ser, er wäre nie gebo­ren, oder es würde ihm ein Mühl­stein an den Hals gehängt und er würde in die Tiefe des Mee­res ver­senkt. Er war der Feind der Sünde. „Er ist gekom­men, die Boll­werke des Teu­fels zu zer­stö­ren.“

Aber er war der Freund der Sün­der. Mit einer Zärt­lich­keit, wie sie nur von einer idea­len Mut­ter bewährt wer­den kann, hat er die Sün­der geliebt. Er ist gekom­men, zu suchen und selig zu machen, was ver­lo­ren war. Und wir haben ja so herr­li­che Bei­spiele sei­ner Sün­der­liebe. Er kehrt bei dem Zöll­ner ein, der ein gro­ßer Sün­der war; er läßt Magda­lena seine Füße sal­ben; er schützt die Ehe­bre­che­rin vor dem Stein­wurf, und er ver­spricht dem reui­gen Schä­cher das Para­dies. Er hat die Sün­der geliebt, frei­lich, meine Chris­ten, die reui­gen Sün­der, die Sün­der, die sich bekeh­ren, die Sün­der, die wil­lens sind, sich zu Gott zu wen­den, die hat er geliebt. Das ist Liebe ohne Ende. Aus Liebe zu den Sün­dern ist er her­ab­ge­stie­gen vom Him­mel und hat Fleisch ange­nom­men und ist ein Mensch gewor­den. Aus Liebe ohne Ende hat er ein har­tes Leben geführt, und aus Liebe ohne Ende ist er den grau­sa­men Kreu­zes­tod gestor­ben. Eine Mys­ti­ke­rin, die hei­lige Rosa von Viterbo, hat ein­mal den Herrn gefragt: „Wer hat dich denn so grau­sam gemar­tert?“ Da hat ihr der Gekreu­zigte geant­wor­tet: „Das haben die Sün­den getan.“ Sie haben das Kreuz berei­tet, sie haben die Nägel geschmie­det, sie haben Galle und Essig gemischt, sie haben die Hände und die Füße durch­bohrt, sie haben den Lan­zen­stich des Sol­da­ten geführt. „Wir sta­chen dich mit Spott und Wut, du tauf­test uns mit dei­nem Blut, nun müs­sen wir dich lie­ben.“ Liebe ohne Ende hat er uns bewie­sen.

Aber nicht nur das, auch Erbar­men ohne Ende. Er wollte, daß die Liebe, die in sei­nem Leben und Ster­ben auf­ge­strahlt ist, nicht auf­hört, ihre Strah­len aus­zu­sen­den bis zur Abend­däm­me­rung der Welt, bis zum letz­ten Tage. Zu die­sem Zweck hat er seine Kir­che gestif­tet. Ach, diese geschmähte, diese geschän­dete, diese ver­un­glimpfte, diese beschimpfte Kir­che – sie hat er gestif­tet, um sein Erbar­men ohne Ende wei­ter­zu­tra­gen. Sie ist es, meine lie­ben Freunde, die uns die Wahr­heit und die Gnade ver­mit­telt. Es gibt eine sol­che Ver­mitt­lung. Die katho­li­sche Kir­che ist die von Gott gestif­tete Gna­den­an­stalt. Die katho­li­sche Kir­che ist das von Chris­tus gestif­tete Zelt der Wahr­heit. Vor allem jugend­li­che Men­schen mei­nen, die Kir­che wolle ihnen die Freude ver­der­ben, indem sie ihnen die Gebote vor­hält. O nein, meine lie­ben Freunde, das ist ein völ­li­ges Miß­ver­ständ­nis. Die Gebote sind die Weg­wei­ser, die Gebote sind die Schil­der, die uns den stei­len und schwe­ren Weg zum Heil wei­sen, aber es ist eben der Weg zum Heil, der durch sie gewie­sen wird. Die Gebote sind keine Last, sie sind die Weg­wei­ser zum Him­mel. In den sie­ben Sakra­men­ten hat er uns die Gna­den­ströme eröff­net, vor allem in einem Sakra­ment, näm­lich im Sakra­ment der Buße. Das Sakra­ment der Buße ist der innigste Aus­druck eines Erbar­mens ohne Ende. Es muß so sein, wie es uns die Kir­che lehrt, daß der Mensch seine Sün­den bereut, aber auch bekennt, daß er sie bekennt vor einem Men­schen, der der Stell­ver­tre­ter Got­tes ist, der im Namen Got­tes mit unfehl­ba­rer Sicher­heit spricht: Deine Sün­den sind dir ver­ge­ben. Und wie rela­tiv leicht ist es uns doch gemacht, meine lie­ben Freunde, an die­sen Gna­den­strom her­an­zu­kom­men! Wie leicht ist es uns gemacht! Die Zahl unse­rer Beich­ten ist unbe­grenzt. Noch nie­mals ist fest­ge­setzt wor­den, daß man eine bestimmte Beichte nicht able­gen dürfte, wenn immer man dazu berei­tet ist. Und wie schnell, in wie kur­zer Spanne der Zeit geschieht doch diese Ver­ge­bung! Und wie kommt man aus dem Beicht­stuhl, voll Freude, daß einem die Last abge­nom­men ist, voll Glück, daß man wie­der frei aus­schrei­ten kann, nicht mehr bela­den mit der Last der Schuld, daß man wie­der neu anfan­gen kann, daß man auf Gott zuge­hen kann! Wel­ches Glück ist es, beich­ten zu dür­fen! Goe­the hat ein­mal das schöne Wort gesagt: „Die Ohren­beichte hätte den Men­schen nie genom­men wer­den dür­fen.“ Luther hat sie ihnen genom­men. Die Ohren­beichte hätte den Men­schen nie genom­men wer­den dür­fen. Denn hier ist der Ort des Erbar­mens, hier wird das Erbar­men ohne Ende am Men­schen wirk­sam. Und so ist auch die Weih­nachts­zeit eine Gele­gen­heit, für die­ses Geschenk des Erbar­mens ohne Ende zu dan­ken, gleich­zei­tig zu dan­ken, daß uns Gott das Pries­ter­tum gege­ben hat, denn ohne Pries­ter­tum gibt es keine hei­lige Beichte. Das Pries­tersa­kra­ment und das Bußsa­kra­ment sind innig und untrenn­bar mit­ein­an­der ver­knüpft.

So wol­len wir heute unse­rem Herrn und Hei­land dan­ken, daß er in sei­nem Erbar­men ohne Ende uns das Sakra­ment der Ver­söh­nung geschenkt hat, daß er uns das Pries­ter­tum geschenkt hat. Vor allem aber wol­len wir ihm dan­ken, daß er ist und bleibt, was er immer war: Jesus, der Hei­land der Welt.

Amen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8087 am: 31. Dezember 2019, 05:35:26 »
Hl. Amadeus von Lausanne (1108-1159)
Zisterziensermönch, Bischof
Marienhomilie III, SC 72 (trad. © Evangelizo)

Er ist unser Retter geworden

Herr, wir haben von deinen Taten gehört und sind erschrocken; wir haben deine Wunder bedacht und sind überwältigt.

Da nun dein Wort herabgestiegen ist, ist unser Herz zerschmolzen, und unser ganzes Inneres übergab sich ihm zitternd. Wahrhaftig: Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht in ihrem Lauf bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom königlichen Thron herab (vgl. Weish 18,14–15). Du hast nämlich, Vater, das Innerste deiner Liebe über uns ausgegossen und konntest die Fülle deiner Erbarmungen nicht länger zurückhalten. Du hast das Licht in die Finsternis gesandt, den Tau auf dürres Land, und in der schneidenden Kälte hast du das machtvollste Feuer entzündet. Deshalb ist das Erscheinen deines Sohnes für uns wie ein Überfluss an Nahrung angesichts einer drohenden Hungersnot größten Ausmaßes und wie ein Quell lebendigen Wassers für die leidende Seele, die in der sengenden Hitze vergeht. Oder auch so, wie es gewöhnlich Belagerten geht, die im Begriff sind, sich in den Kampf zu stürzen, den Tod vor Augen angesichts der drohenden Schwerter des Feindes, wenn auf einmal ein mächtiger Helfer und Befreier eintrifft: So erschien er uns und wurde unser Retter.

Es ist sehr gut für uns und sehr heilsam, uns auf die Ursprünge unseres Heilands zurückzubesinnen, und wiederum von seiner Menschwerdung zu sprechen, uns zu erinnern, woher er gekommen ist und auf welche Weise er herabstieg, wo und wie er empfangen wurde.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8088 am: 31. Dezember 2019, 06:06:39 »
 ;tffhfdsds

Erster Johannesbrief 2,18-21.

Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichriste gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.
Sie sind aus unserer Mitte gekommen, aber sie gehörten nicht zu uns; denn wenn sie zu uns gehört hätten, wären sie bei uns geblieben. Es sollte aber offenbar werden, dass sie alle nicht zu uns gehörten.
Ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und ihr alle wisst es.
Ich schreibe euch nicht, dass ihr die Wahrheit nicht wisst, sondern ich schreibe euch, dass ihr sie wisst und dass keine Lüge von der Wahrheit stammt.

Psalm 96(95),1-2.11-12.13.

Singet dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke,
es brause das Meer und alles, was es erfüllt.
Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst.
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes.

Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt,
wenn er kommt, um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht.
und die Nationen nach seiner Treue.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 1,1-18.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8089 am: 01. Januar 2020, 06:25:13 »
Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301)
Benediktinerin
Geistliche Übungen I, EOS-Verlag St. Ottilien 2008, S. 21–22 (Übersetzung leicht angepasst)

Nimm mich in deine mütterliche Obhut auf

Bitte die jungfräuliche Mutter, dass sie selbst eine vollkommene Erneuerung deines Lebens für dich erlange. Und sie, die verehrungswürdige Rose, werde so durch diese Gnade deine Mutter und Patin, damit du in deinem Lebenswandel für sie eine wahre Tochter wirst. Sie aber, die wahre Perle der Keuschheit, bewahre deine Seele, eingehüllt in den Schutzmantel ihrer Reinheit, in ihrem lieblichsten Schutz ohne jeden Makel für ihren Sohn, den König, den Herrn. Sie sorge dafür, dass dein Name in Israel gezählt werde zu denen, die die zuhöchst Auserwählten sind, damit du Anteil hast an denen, die in der Unschuld ihres Herzens wandeln, die immer und auf allen ihren Wegen auf den Herrn schauen.

Sei gegrüßt Maria, Königin der Milde, Ölbaum der Barmherzigkeit, durch die das Heilmittel des Lebens zu uns kam, Königin der Milde, Jungfrau und Mutter des göttlichen Sprosses. Durch dich kam der Sohn des höchsten Lichtes zu uns, ein Spross im Wohlgeruch Israels (2 Kor 2,14–16). Ja, so wie du durch deinen Sohn zur wahren Mutter von uns allen wurdest, deren Bruder zu werden dein einziger Sohn nicht für unter seiner Würde hielt: so nimm um seiner Liebe willen mich, die Unwürdige, in deine mütterliche Obhut auf. Hilf du meinem Glauben, bewahre und unterweise ihn, werde du jetzt Patin meiner Erneuerung und meines Glaubens, damit du in alle Ewigkeit meine einzige und herzliebste Mutter seiest. Sorge voll Güte während meines ganzen Lebens für mich und nimm mich in der Stunde meines Todes auf in deine allumfassende Mütterlichkeit. Amen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8090 am: 01. Januar 2020, 06:28:58 »
 ;tffhfdsds

Buch Numeri 6,22-27.

Der Herr sprach zu Mose:
Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.

Psalm 67(66),2-3.5.6.8.

Gott sei uns gnädig und segne uns.
Er lasse über uns sein Angesicht leuchten,
damit auf Erden sein Weg erkannt wird
und unter allen Völkern sein Heil.

Die Nationen sollen sich freuen und jubeln.
Denn du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker nach Recht
und regierst die Nationen auf Erden.

Die Völker sollen dir danken, o Gott,
danken sollen dir die Völker alle.
Es segne uns Gott!
Alle Welt fürchte und ehre ihn.

Brief des Paulus an die Galater 4,4-7.

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt,
damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.
Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater.
Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 2,16-21.

In jener Zeit eilten die Hirten nach Bethlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8091 am: 02. Januar 2020, 06:05:38 »
Er nahm einen Duft wahr und stellte fest, dass er von der Ikone ausging

Nach der Tradition wurde im 11. und 12. Jahrhundert eine Ikone von den Wellen sanft an das Ufer des Berges Athos (Griechenland) beim Kloster Iviron angespült.

Es war eine Ikone von Typ „Hodegetria“, die die Muttergottes darstellt, wie sie auf einem Arm das majestätisch thronende Kind trägt und mit dem anderen auf ihn als „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ zeigt. 

Die Mönche brachten die Ikone in die Kirche, die sich in der Mitte der Klostergebäude befindet. Aber am nächsten Morgen war die Ikone verschwunden. Man fand sie an der Türschwelle der großen Pforte wieder. Da sich das Ganze wiederholte, baute man ihr dort an der Pforte ein kleines Heiligtum. Und man nannte sie „Portaitissa“: „diejenige, die die Schwelle bewacht“.

Um 1980 wird in einer Ermitage – der Ermitage von der Geburt Christi – eine Ikonenwerkstatt eröffnet. Zur gleichen Zeit begibt sich José Muñoz, ein chilenischer Professor für Kunstgeschichte aus Montreal, der zum orthodoxen Glauben übergetreten ist, zum Berg Athos und entdeckt die Ermitage von der Geburt Christi. Überwältigt steht er vor dem Bild der „Portaitissa“.

José Muñoz kehrt nach Montreal zurück mit einer Kopie der „Portaitissa“
Ende November 1982 nimmt er nachts einen Duft war und stellt fest, dass dieser von der Ikone ausgeht. Es ist eine Art Öl, ein feines Netz von Myrrhe (heiliger Chrisam), das aus den Händen des Kindes, der Muttergottes und dem Stern auf ihrer Schulter fließt.

Die Orthodoxen Christen haben angemerkt, dass die Myrrhe genau ein Jahr, nachdem die Neuen Märtyrer (die russischen Märtyrer) verherrlicht wurden, zu fließen begann. Man könnte es so deuten, dass, wie damals die Frauen den Leichnam Christi vor seiner Auferstehung salbten, die Mutter Gottes heute das russische Volk salbt vor der geistlichen Auferstehung Russlands.

Marie de Nazareth Team
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