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Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 1772560 mal)

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Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7175 am: 11. Februar 2019, 06:53:53 »
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Buch Genesis 1,1-19.

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;
die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis,
und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.
Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser.
Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es,
und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: zweiter Tag.
Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es.
Das Trockene nannte Gott Land, und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war.
Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es.
Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: dritter Tag.
Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen;
sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es.
Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.
Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten,
über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: vierter Tag.

Psalm 104(103),1-2a.5-6.10.12.24.35abc.

Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid.

Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet;
in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.
Einst hat die Urflut sie bedeckt wie ein Kleid,
die Wasser standen über den Bergen.

Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern,
sie eilen zwischen den Bergen dahin.
An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels,
aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.

Herr, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Doch die Sünder sollen von der Erde verschwinden,
und es sollen keine Frevler mehr dasein.
Lobe den Herrn, meine Seele!

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 6,53-56.

In jener Zeit fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach Genesaret und legten dort an.
Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort.
Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.
Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7176 am: 11. Februar 2019, 06:55:39 »
Lourdes: Da ist etwas, was man nicht erklären kann

In Lourdes, einem der meistbesuchten Wallfahrtsorte der Welt, gibt es jedes Jahr Tausende von „wunderbaren Heilungen“. Allerdings wird nur ein winziger Bruchteil dieser „Heilungen“ von der Kirche als wahrhaft „wunderbar“ angesehen. Tatsächlich sind die Kriterien für eine Heilung, die als solche zu bezeichnen ist, sehr streng.
Für viele Menschen ist das Konzept „Wunder“ jedoch nur eine Scharlatanerie ohne jede wissenschaftliche Grundlage. Diese Haltung, die auch einige „Intellektuelle“ einnehmen, steht im Gegensatz zur respektvollen Position einiger renommierter Wissenschaftler wie Dr. Luc Montagnier, Nobelpreisträger für Medizin 2008, der unter anderem HIV entdeckt hat.
Der prominente Wissenschaftler, ehemaliger Direktor des Pasteur-Instituts, äußerte sich 2009 zu den Wundern von Lourdes in einem Buch mit dem Titel Le Nobel et le Moine (Der Nobelpreisträger und der Mönch), in dem er mit dem Zisterziensermönch Michel Niassaut in einen Dialog trat. Wenn die Diskussion über die unerklärlichen Heilungen von Lourdes geht und Bruder Michel ihn fragt, was er als Ungläubiger denkt, antwortet Montagnier: Wenn ein Phänomen unerklärlich ist, und es wirklich existiert, dann ist es sinnlos, es zu leugnen.
Montagnier bekräftigt, dass es bei den Wundern von Lourdes etwas gibt, was nicht erklärt werden kann. Er weist die Position einiger Wissenschaftler zurück, die den Fehler machen, das abzulehnen, was sie nicht verstehen. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich zitiere oft den Astrophysiker Carl Sagan, der sagt: Das Fehlen von Beweisen ist kein Beweis für Abwesenheit.
Montagnier fährt fort: Was die Wunder von Lourdes betrifft, die ich studiert habe, so glaube ich wirklich, dass es da etwas gibt, was unerklärlich ist.
Aleteia
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7177 am: 12. Februar 2019, 07:03:10 »
„Was ich meiner Mutter antworte“

Maria Valtorta (1) berichtet von den Worten Jesu, als er im Tempel wiedergefunden wurde:
„Du siehst Marias Schmerz, als sie in dem Moment, da die Gruppen der Männer und der Frauen wieder zusammenkommen, erkennen muss, dass ich nicht bei Josef bin. Sie lässt sich nicht zu harten Anschuldigungen gegen ihren Mann hinreißen. Das hätten alle Frauen getan. (...) Aber ihr verhaltener Schmerz ist so offensichtlich, wenn man das Zittern sieht, das sie erfasst, die Blässe ihres Gesichts, ihre geweiteten Augen, dass er mehr bewegt, als wenn sie geweint oder geschrien hätte. Sie fühlt keine Müdigkeit und keinen Hunger mehr. Sie lässt alles zurück: den Liegeplatz, den man vorbereitet hatte, das Essen, das verteilt werden soll. Sie geht den Weg zurück, den sie gekommen ist. Es ist Abend und es wird dunkel. Das spielt keine Rolle. (…)
Dann, nach drei Tagen, Symbol für die drei Tage ihrer künftigen Qualen, betritt Maria am Ende ihrer Kraft den Tempel, überquert Höfe und Vestibüle. Hier hört Maria, jenseits der Mauer von Menschen, die liebe Stimme, die sagt: Diese Steine werden erbeben... Sie versucht, sich durch die Menge zu kämpfen und es gelingt ihr nach viel Mühe. Da ist er, ihr Sohn, die Arme geöffnet sitzt er mitten unter den Lehrern. Maria ist die kluge Jungfrau, aber dieses Mal lässt der Kummer sie alle Zurückhaltung vergessen. Es ist ein Hurrikan, der jedes Hindernis hinwegfegt. Sie rennt zu ihrem Sohn, küsst ihn, reißt ihn von seinem Sitzplatz hoch und lässt ihn wieder herunter, während sie ruft:
Oh! Warum hast du uns das angetan? Seit drei Tagen sind wir unterwegs und haben nach dir gesucht. Deine Mutter stirbt vor Kummer, mein Kind. Dein Vater kann sich vor Müdigkeit kaum auf den Beinen halten. Warum, Jesus?
Wer berufen ist, den fragt man nicht nach dem „warum“, der Berufene lässt alles hinter sich und folgt der Stimme Gottes. Ich war die Weisheit und ich wusste es. Ich wurde zu einer Sendung „berufen“ und ich habe sie erfüllt. Über dem irdischen Vater und der irdischen Mutter steht Gott, der göttliche Vater. Seine Interessen haben Vorrang vor den unseren, seine Zuneigung steht vor allen anderen. Das ist es, was ich meiner Mutter antworte.
Ich beende die Lehrstunde für die Gelehrten, indem ich Maria, die Königin der Gelehrten, lehre. Und sie hat es nie vergessen. Die Sonne ist in ihr Herz zurückgekehrt, während sie meine Hand hält, demütig und gehorsam, aber meine Worte bleiben tief in ihr Herzen eingeschrieben. Viele Freuden und viele Sorgen und Tränen werden sich in diesem Herz in den nächsten 21 Jahren abwechseln, aber sie wird nicht mehr fragen: Warum hast du uns das angetan, mein Sohn?“
 
(1)   Maria Valtorta ist eine katholische Mystikerin, sie gehört zum Dritten Orden der Serviten, geboren am 14. März 1897 in Caserta, Italien und gestorben am 12. Oktober 1961 in Viareggio, Toskana (Italien).
 
Maria Valtorta

Aus dem 1. Band von Der Gottmensch
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7178 am: 12. Februar 2019, 07:11:03 »
Hl. Pater Pio von Pietrelcina (1887-1968), Kapuziner

T, 74; CE, 39–40 (trad. © Evangelizo)

„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir“

Das Gebet ist ein Herz-zu-Herz mit Gott [...] Das gut verrichtete Gebet berührt das Herz Gottes und bewegt ihn, uns zu erhören. Wenn wir beten, soll sich unser ganzes Sein Gott zuwenden: unsere Gedanken, unser Herz. Der Herr lässt sich rühren und kommt uns zu Hilfe.

Bete und hoffe. Gerate nicht in Erregung; Aufgeregtheit dient zu nichts. Gott ist barmherzig und er hört dein Gebet. Das Gebet ist unsere stärkste Waffe: es ist der Schlüssel, der das Herz Gottes aufschließt. Du musst dich an Jesus wenden, weniger mit den Lippen als mit dem Herzen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7179 am: 13. Februar 2019, 06:53:31 »
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Buch Genesis 1,20-31.2,1-4a.

Und Gott sprach: Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen, und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen.
Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln. Gott sah, dass es gut war.
Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, und bevölkert das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren.
Es wurde Abend, und es wurde Morgen: fünfter Tag.
Dann sprach Gott: Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes. So geschah es.
Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, dass es gut war.
Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.
Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.
Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.
Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.
Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.
So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge.
Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte.
Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.
Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden.

Psalm 8,4-5.6-7.8-9.

Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt.

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 7,1-13.

In jener Zeit hielten sich die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus auf.
Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.
Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt.
Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?
Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.
Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung.
Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.
Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, dass einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist Korbán, das heißt: eine Opfergabe.
Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas für Vater oder Mutter zu tun.
So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7180 am: 13. Februar 2019, 06:54:39 »
Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

Predigten zum Hohenlied, Nr. 61,3 (trad. © Evangelizo)

„Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz“ (Ps 51(50),12)

Wo kann unsere gebrechliche Natur Ruhe und Sicherheit finden, wenn nicht in den Wunden des Erlösers? Dort berge ich mich mit umso mehr Zuversicht, als seine Macht, mich zu retten, noch größer ist. Die Welt gerät ins Wanken, der Leib lastet schwer auf mir, der Teufel knüpft seine Fallstricke: doch ich komme nicht zu Fall, weil ich auf einen festen Felsen gestellt bin […] Was mir durch eigenes Versagen mangelt, entnehme ich voll Vertrauen dem barmherzigen Innersten des Herrn, denn seinem Leib wurden genügend Wunden geschlagen, damit seine ganze Liebe sich verströmen kann […]

Sie haben seine Hände und Füße durchbohrt und mit einem Lanzenstoß seine Seite (vgl. Joh 19,34). Durch diese klaffenden Öffnungen kann ich mich sättigen mit dem Honig aus dem Felsen (Ps 81(80),17) und mit dem Öl, das aus dem harten Gestein fließt, also sehen und schmecken die Süßigkeit des Herrn (vgl. Ps 34(33),9). Er dachte Gedanken des Heils und ich wusste es nicht (vgl. Jer 29,11) […] Aber der Nagel, der ihn durchdringt, ist für mich zu einem Schlüssel geworden, der mir das Geheimnis seiner Pläne eröffnet. Wie könnte man durch diese Öffnungen nicht hindurchblicken? Die Nägel und die Wunden schreien es heraus, dass Gott in der Person Christi wirklich die Welt mit sich versöhnt (2 Kor 5,19). Das Eisen hat sein Wesen durchbohrt und sein Herz getroffen, damit er mit meiner verletzlichen Natur Mitleid empfinden kann. Das Geheimnis seines Herzens liegt entblößt da in den Wunden seines Leibes: das Mysterium der unendlichen Güte ist offen zu sehen, diese zärtliche „Liebe unseres Gottes, durch die uns das aufstrahlende Licht aus der Höhe besucht hat“ (vgl. Lk 1,78). Wie sollte dieses Herz sich durch solche Wunden nicht offenbaren? Wie kann man denn deutlicher als durch deine Wunden aufzeigen, dass du, Herr, sanft bist, voller Mitgefühl und von großer Barmherzigkeit? Denn es gibt kein größeres Mitgefühl, als wenn einer sein Leben hingibt für jene, die zum Tode verurteilt sind (vgl. Joh 15,13).
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7181 am: 13. Februar 2019, 07:05:50 »
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Buch Genesis 2,4b-9.15-17.

Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte,
gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen, und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte;
aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens.
Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.
Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.
Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.
Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,
doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

Psalm 104(103),1-2.27-28.29bc-30.

Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

Alle warten auf dich,
dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.
Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein;
öffnest du deine Hand, werden sie satt an Gutem.

Nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 7,14-23.

In jener Zeit rief Jesus die Leute zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage:
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Er verließ die Menge und ging in ein Haus.
Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses rätselhaften Wortes.
Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, dass das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann?
Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.
Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord,
Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.
All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

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