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Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 1760587 mal)

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Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7371 am: 21. April 2019, 17:26:57 »
Welche Bedeutung haben die Marienerscheinungen?

In seinem Buch „Vervielfachung der Marienerscheinungen heute“ (Rialp, 1991), fragt sich Monsignore René Laurentin: „Maria hat unserer Welt gegenüber eine Sendung als Mutter. In letzter Zeit ist ihre mütterliche Sendung vor die Herausforderung gestellt, noch intensiver zu werden, sagte Grignion de Montfort. Ist die Vervielfältigung der Erscheinungen nicht Antwort auf eine drängende Notlage: stehen wir an der Schwelle zum dritten Jahrtausend nicht zumindest an einer einschneidenden Wende, auch wenn es nicht das Ende der Welt ist?“
Der Autor stellt fest, er habe persönlich mehrere Untersuchungen durchgeführt, um eine präzise Erklärung für den Zuwachs an Erscheinungen zu finden. „Einige Einladungen halfen, ich machte in mehreren Erscheinungsorten Umfragen, um diesen rasanten Anstieg aufzudecken, aber die Ergebnisse waren viel häufiger positiv als ich gedacht hätte!
Die Erscheinungen, die in Argentinien (San Nicolas), in Mexiko, Ruanda (Kibého), Syrien (Damaskus), Italien (Schio), Korea (Naju) etc., weitergehen, weisen keine pathologischen Merkmale auf. Sie bringen gute Früchte hervor. Wenn meine Untersuchung trügerische Erscheinungen oder Abweichungen zu Tage förderte, verdiente das meiste nicht einmal den Papierkorb, in den die Erscheinungen aufgrund geringer Mängel zu leichtfertig befördert worden waren.“

Aleteia
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7372 am: 21. April 2019, 17:49:18 »
TOTUS TUUS, MARIA !

STURM DES FEUERS

Betrachtung von der Herrin aller Seelen inspiriert

an Myriam van Nazareth
Um uns herum haben sich die Zeichen des werdenden Frühlings eindeutig kund getan, und entlang ihres Weges in den Sommer erweckt die Natur Tag für Tag die Zeugen für Gottes Gegenwart und Seine Werke zu neuem Leben. Am Himmel hat sich die Feuerkugel, den wir als 'Sonne' kennen, in ihr Kleid der Königin gehüllt, damit die Natur weiβ, wem sie das neue Leben verdankt. So hat Gott es gewollt: Die Menschenseele sollte in sich selbst und in der Schöpfung um sie herum ansatzweise vieles von der Natur ihres Schöpfers kennenlernen können, und zwar in dem Maβe desto mehr und desto tiefer, wie sie sich von sich selbst zu entleeren bereit ist und sich reinen Herzens völlig in ihren Schöpfer hinüberflieβen lässt.

Die Sonne, die Feuerkugel am Himmel, gilt für das menschliche Denken und Betrachten als die Quelle allen Lebens. Die wahre Quelle allerdings, ist Gott, aus dessen Herzen diese Feuerkugel hervorgekommen ist. Immerhin lehrt uns die Sonne etwas vom Wesen ihres Herstellers: Gott ist Wärme, Licht, und Beseelung. Er verkörpert somit die Wesenszüge des Feuers. Feuer vermittelt Wärme, Licht, und besitzt die Fähigkeit, Altes zu reinigen und gegebenenfalls zu verbrennen damit es durch Neues, Gereinigtes, Geläutertes ersetzt werden kann, wie in einer Wiedergeburt. Was heiβen denn diese Eigenschaften, wenn man sie in der Tiefe betrachtet?

Wärme steht symbolisch für die Liebe. Die Liebe ist die Göttliche Kraft und Eigenschaft schlechthin, durch welche Gott das eigene Herz restlos und bedingungslos in jedes Geschöpf ausgieβt in der alles beherrschenden Absicht, dass sich das Geschöpf in allen Umständen geborgen, beschützt, geschätzt und glücklich fühlen kann und sich erst in der Erkenntnis von Seiner Gegenwart bei und in ihm richtig voll und ganz entfalten kann. Aus diesem Grunde ist die wahre Liebe die Grundkraft, der Brennstoff, aller Werke Gottes und somit die Kraft, welche die ganze Schöpfung instand halten und deren Entwicklung erst ermöglichen soll. Von jeder Menschenseele erwartet Gott eine inständige Nachfolge Seiner eigenen Verfassung der Liebe allen ihren Mitgeschöpfen und Ihm gegenüber.

Im Gegensatz zur Liebe steht der Hass in allen seinen Erscheinungsformen, aber auch die Angst, die sich dadurch kennzeichnet, dass sie erst dort wächst und blüht, wo die Liebe nicht mehr ausreichend bzw. nicht mehr in ihrer wahren Reinheit empfunden wird. Angst ebenso wie jeder Mangel an Empfindung der Liebe im Herzen weisen darauf hin, dass in der Seele die Verbindung mit ihrem Schöpfer verunreinigt worden ist.
Licht steht symbolisch für die Wahrheit. Die Wahrheit ist die tiefe Wirklichkeit, der Kern von Gottes Handeln (Seinen Werken) und Seinen Absichten (Seinen Plänen). Da Gottes Werke und Pläne sich aus Liebe zusammensetzen, durch Liebe genährt und durch Liebe gelenkt werden, und die Liebe Gottes Gesetz ist, lässt sich sagen, dass die Wahrheit eigentlich die Kenntnis von Gottes Gesetz ist. Die Wahrheit bezieht sich auf das Ganze des Wissens und der Erkenntnisse, die erforderlich sind, damit die Seele in den Stand erhoben wird, der sie für die Rückkehr zu Gott, zur Heiligkeit, zum Ewigen Leben bereit macht.

Im Gegensatz zum Licht steht die Finsternis, welche die Seelen dadurch von Gottes Licht zu trennen versucht, dass sie diese in den unterschiedlichsten Weisen verblendet, täuscht, in die Irre führt und ihnen eine Scheinwahrheit vortäuscht, welche eine Wirklichkeit verkörpert, die Gottes Gegenwart, Seine Werke und Pläne leugnet bzw. deren Wirklichkeit aus den Herzen zu verbannen versucht.
Reinigung ist der Vorgang, durch welchen dasjenige, was dabei war, das wahre Leben zu verlieren, neu belebt, beseelt werden kann, und zu einer Wiedergeburt bzw. zu einer Neugestaltung kommen kann. Das Feuer aus Gottes Herzen ist die Kraft, durch welche Er das Erkrankte heilt, neu gestaltet und zu einer Wiedergeburt führt.
Trotz Seiner Allmacht hat die Wirkung von Gottes Feuer eine Beschränkung: Sie entfaltet sich nur in dem Maβe, wie das Geschöpf sie in sich zulässt. Die Menschenseele wäre mit Holz vergleichbar, das von Gottes Feuer nur angezündet werden kann wenn es dazu die richtige Beschaffenheit besitzt. Holz brennt nur wenn es trocken ist, im nassen Zustand lässt es sich nicht anzünden: Das Feuer ist bei nassem Holz unwirksam. Das Holz der Menschenseele wird dadurch feucht bzw. schimmlig, dass sich die Seele durch die Einflüsse der Welt verunreinigen lässt. In dem Maβe, wie die Seele das Denken, Fühlen, und die Bestrebungen der Welt in sich Wurzeln schlagen lässt, wird sie gleichsam schimmlig und feucht. Jede Berührung mit dem Feuer Gottes bleibt in ihr unwirksam. Entflammt sie sich trotzdem, so weist sie eine unreine Verbrennung auf, wobei sich Gestank und erstickende Rauchentwicklung ergeben: In der Seele wird das Wirken Gottes durch die Beimischungen der Welt verunreinigt, wodurch die Seele leicht in einen Stand vollkommener Verwirrung und inneren Kampfes hinübergleitet.

Kann denn das feuchte Holz der Seele überhaupt trocknen? Ja, das kann es, und zwar in dem Maβe desto leichter, wie die Seele ein inneres Feuer zu entwickeln vermag: Sie muss die Liebe neu entdecken, und zwar dadurch, dass sie sich allmählich wieder nach dem reinen Licht Gottes sehnt. Die Seele wird sich allerdings nur nach demjenigen sehnen, von dem sie den Wert für das eigene Leben erkennt. Dieser ganze Vorgang muss letzten Endes von Gottes Feuer gelenkt werden, das durch den Heiligen Geist verkörpert wird.

Die Finsternis hat in dieser Welt die Macht an sich gerissen. Sie regiert nunmehr unzählige Herzen und Geister. Trotzdem kann sie vollkommen von dem Licht der Ewigen Weisheit aus dem vor Liebe brennenden Herzen Gottes durchbrochen werden, wobei sich die Nebelschwaden der Verwirrung und des Chaos der Welt völlig auflösen würden. Eine Voraussetzung gäbe es jedoch: Die Seele muss das Licht der Wahrheit, das Feuer der Liebe, die neugestaltende Wirkung der neuen Beseelung zu einer Wiedergeburt annehmen und in sich hegen als dasjenige, was diese wirklich sind: die Komponenten der Ausgieβung aus dem Herzen eines Gottes, Der keine Ruhe findet solange Er nicht jede Seele in der Lage vorfindet, in welcher sie die Gegenwart, die Werke und die Absichten ihres Schöpfers erkannt hat und sich vor allen Dingen nach der Verschmelzung mit Seinem Herzen sehnt.

Das Pfingstfeuer lieβe sich als einen Sturm der Liebe betrachten, durch welchen Gott durch Seinen Geist eine Lichtexplosion in den Seelen hervorbringen möchte. Gottes Licht ergieβt sich in die Finsternis der Welt, die in den Herzen ihre konkrete Gestalt angenommen hat und sich in vielen Herzen zügellos auswirkt. Dieses Feuer will zu einem Flammenmeer anwachsen, das sämtliche Menschenseelen anzündet und durch die Seelen die ganze Schöpfung reinigt. Alle Geschöpfe sind ja untereinander verbunden in diesem allumfassenden Netz, durch welches Gottes Liebe in alle Richtungen zu strömen versucht und während dieses unaufhörlichen Strömens alles neu zu gestalten versucht.

Pfingsten heiβt Wiedergeburt, die Krönung der Auferstehung (Ostern) nach der Selbstaufopferung (Passion – den Prüfungen bzw. den Geiβelhieben und Kreuzen des Lebens). Gott nötigt Seine Geschenke jedoch nicht auf. Das Pfingstfeuer sucht Seelenholz, das sich freiwillig anzünden lässt und sich bewusst auf dieses Entflammen vorbereitet. Der Heilige Geist ist wie ein Schlüssel, der Schlösser sucht, Sobald der Schlüssel steckt, muss er umgedreht werden damit sich das Schloss tatsächlich aufschlieβt. Dieses Umdrehen erfolgt durch die Verschmelzung des menschlichen Willens mit dem Willen Gottes: Die Seele strebt genau dasjenige an, was Gott vollenden will. Die Hand, durch welche das Umdrehen des Schlüssel im Schloss am zweckmäβigsten gelenkt und zeitlich eingeplant werden kann, ist jene der Himmelskönigin, der Braut des Heiligen Geistes, der Königin des Pfingstfeuers, Die von Gott mit der Macht zur Führung der Neugestaltung ausgestattet worden ist und aus Der die Seele ins Licht neu geboren werden kann.

Die Herrin aller Seelen als Führerin auf der Reise ins Licht, d.h. in das Herz Gottes: Da lodert der Funke der Liebe einer jeden Seele guten Willens auf zu einer Flamme, die, in dem Maβe wie sie sich mit ähnlichen Flammen anderer Seelen in dem Feuermeer in Marias Herzen verschmilzt, zu einem Sturm des Feuers anwachsen kann. Jener Sturm des Feuers ist die Kraft, welche Gott Selbst seit der Erbsünde auf Erden zu entfachen versucht, in der Hoffnung, sie möge die Schöpfung läutern, denn gerade in jenem Sturm könnte Er Seinen Plan der Reinigung der Herzen von aller Finsternis, aller Kälte und aller Krankheit zur Vollendung führen. Durch diesen Sturm will die Quelle des Lebens den Tod aus dem Boden Seiner Schöpfung entwurzeln, die Finsternis auflösen in der Herrschaft des Lichtes, und jeden Mangel an Liebe als den wahren Feind der Ewigen Glückseligkeit und sogar des wahren Glücks auf Erden entlarven.

Gott kann es tatsächlich Feuer in die Herzen regnen lassen, durch die Wirkungen und Ausgieβungen Seines Geistes. Zu einem neugestaltenden Sturm des Feuers allerdings, kann dieses Feuer nur kraft der Unterschrift seitens der Menschenseele anwachsen. Damit dieser Vorgang zu einem endgültigen und niederschmetternden Sieg über alles Elend der Welt wird, hat Gott uns die Herrin aller Seelen gegeben, durch Die der Heilige Geist die Möglichkeit der Vermählung Gottes mit der Menschenseele nachgewiesen hat und der Sohn Gottes tatsächlich zu den Seelen gekommen ist. In dem Maβe, wie Sie von einer gröβeren Zahl von Seelen in die Lage versetzt wird, Ihre uneingeschränkte Macht tatsächlich auszuüben, wird Sie die Funken der Heiligung in den Seelen so mächtig auflodern lassen können, dass der von Gott herbeigesehnte Sturm des Feuers die Wiedergeburt der Menschheit aus der Braut des Heiligen Geistes wird herbeiführen können.

Der Geist Gottes will die Schöpfung in ihren ursprünglichen Stand der Heiligkeit zurückführen, und will dies durch Maria tun, Die als Königin und Herrin aller Seelen die Menschheit im Feuer der wahren Heiligkeit an Gott zurückgeben soll. Sie wird die Finsternis unter den Füβen zertreten, weil Ihre vollendete Heiligkeit die Verkörperung und Vorabbildung von Gottes Sturm des Feuers ist. In Ihrer Seele und in Ihrem Herzen ist der Funke der Heiligkeit in der vollkommenen Verschmelzung mit dem Willen Gottes zu einem unbegrenzten Meer auflodernder Flammen geworden. Pfingsten will genau das in jedem und jeder von uns wiederholen. Wir müssen uns nur selber danach sehnen. Schwer sollte dies nicht sein, wo wir als Kinder Gottes ja gerade für die Wiedergeburt im Feuer Gottes bestimmt sind, und diese Berufung sich tief in unsere Seele geprägt hat. Der Weg ist uns bekannt: Er läuft durch das Herz der Herrin aller Seelen.

Myriam, Osterzeit 2013

Auszug aus (Herrin der Seelen)

https://www.maria-domina-animarum.net/de/betrachtungen/sturm-des-feuers

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7373 am: 21. April 2019, 21:57:22 »
DIE AUFERSTEHUNG UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS

(Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XII von Maria Valtorta.)

Nun, es schien mir, vom Willen Gottes in den kühlen Garten geführt worden zu sein in dem das Grab sich befindet; sein schwerer Stein war ummauert und auf dem Kalk waren die Siegel angebracht, große in den Putz gedrückte Rosetten, die nicht entfernt werden konnten, ohne Spuren zu hinterlassen. Davor waren die schlaftrunkenen Tempelwachen, teils sitzend, teils stehend und an den Grabfelsen gelehnt.
Der Himmel begann sich gerade etwas aufzuhellen, so dass man in dem grünlichen unbestimmten Licht, das im frischen Morgenlüftchen zu erschauern scheint, schon etwas erkennen kann. Alles ist still. Die Vöglein sind noch nicht erwacht.
Vom Himmel, an dem noch vereinzelte Sternlein stehen und der blauer Seide gleicht, heller im Osten, dunkler im Westen, kommt etwas wie eine feurige Rakete oder ein Blitz, der in einer lichtsprühenden Kugel endet. Er saust mit außerordentlicher Geschwindigkeit herab, schiesst durch den stillen Raum und die Atmosphäre.
Der strahlende Meteor erzeugt bei seinem Fall das Dröhnen eines Erdbebens; aber es ist kein unharmonischer Klang und ähnlich dem, den die größten Pfeifen einer Riesenorgel unter dem Gewölbe einer Kathedrale bei einem festlichen Gloria hervorbringen. Er ist machtvoll, harmonisch und erfüllt die Morgenluft.
Die Wachen springen erschrocken auf und blicken um sich. Doch der leuchtende Blitz ist schon über ihnen und schlägt in den schweren Stein, dessen Verschluß man mit Strebepfeilern aus Kalk gesichert hat. Er gibt nach, als wäre er ein zerbrechlicher Schutz aus Seidenpapier und stürzt krachend und mit einer erbebenähnlichen Erschütterung um, die die Wachen vornüber oder rücklings zu Boden schleudert, wo sie wie ohnmächtig liegenbleiben. Betäubt. Sie kommen nicht wieder zu sich. Sie liegen da wie ein Haufen Marionetten, deren Schnüre man abgeschnitten hat. Sie sind lächerlich.
Der Feuerstrahl ist viel schneller herabgekommen, als ich es beschreiben kann, denn von seinem Erscheinen am Himmel bis zu seiner Ankunft am Grab sind nicht Minuten, sondern Bruchteile von Minuten vergangen, ein Augenblick. Er dringt in das Dunkel des Grabes und erhellt es mit einem zauberhaften Licht, das die Felswände, die Decke und den Boden mit allen erdenklichen Edelsteinen zu schmücken scheint. Und während der Schein, das Wesen dieses Lichtes, gleichsam in der Luft hängenbleibt, dringt das Licht selbst in den unter den Grabtüchern liegenden Leichnam ein.
Die reglose Form atmet tief ein. Ich sehe die Tücher über der Brust sich heben und wieder senken. Ein Augenblick Pause, dann erhebt sich Christus mit einer plötzlichen Bewegung. Er muss unter dem Linnen seine über dem Unterleib gekreuzten Hände voneinander lösen, die Arme ausbreiten, sich aufsetzen und dann auf die Füße stellen; denn das Schweißtuch, die sonstigen Tücher und das Leichentuch fallen ruckartig auseinander; erstere fallen zu Boden, das Grabtuch verschiebt sich auf dem Einbalsamierungsstein und hängt von dort zur Hälfte wie eine schlaffe, tote Schale herab.
Die Auferstehung Christi
Jesus ist schon mit seinem herrlichen weißen Gewand bekleidet, ohne Blut und Wunden, das göttliche Haupt strahlend und schön, ohne andere Zeichen seiner schrecklichen Passion als die Strahlen, die aus den Wunden kommen und wie fünf Feuer ihren Schein über die göttliche Person werfen und sie mit einem Kranz sich überkreuzender Strahlen umgeben. Sie dringen aus Händen und Füßen und kreisförmig aus der Mitte der Brust.
Die Seitenwunde sieht man nicht. Sie ist vom Gewand bedeckt. Aber ein Leuchten, das heller ist, als bei allen anderen Wunden, geht von der Brust aus und gleicht einer hinter Seide verborgenen Sonne…
Weniger strahlend, doch sehr schön, sind die beiden Engelwesen, die gewiss mit dem Licht in das Grab gelangt sind und die ich, da ganz in die Betrachtung Jesu versenkt, vorher nicht gesehen habe. Sie knien zu beiden Seiten der Öffnung und beten an. Es sind körperlose Wesen, von menschlichem Aussehen, aber ganz aus Licht; aus dem seligen “Licht”, das ich bei der Betrachtung des Paradieses als Eigenschaft seiner geistigen Bewohner gesehen habe.
Jesus verlässt das Grab nach der Anbetung durch die Engel, geht an den betäubten Wachen vorbei und in den Garten hinein. Bei seinem Erscheinen wird alles von seinem göttlichen Glanz erfüllt. Die taubdeckten Gräser erstrahlen unter einer Sonne, die schöner ist als die nun am Himmel erschienene Sonne, und verneigen sich sanft unter dem Kuss eines lauen, duftenden Lüftchens, wie um den Erlöser zu verehren, der lächelnd und segnend vorübergeht. Die Apfelbäume, die zuvor wenige weiße Blüten hatten, öffnen nun ihre Myriaden von Knospen, und über dem Haupt Jesu bildet sich ein zarter, duftender Wolkenschaum aus tausend und abertausend gerade aufgesprungenen weißen, rosa überhauchten Blüten, zu dem ein kleines Wölkchen am azurblauen Himmel, das einem rosa Schleier gleicht, das Gegenstück bildet. Die von soviel Licht aufgeweckten Vöglein singen ihre Triller in dem blühenen Garten.
Jesus bleibt, um mit mir zu sprechen, unter einem Apfelbaum stehen – ein ganzer Ball aus Blüten; und einige Blütenblätter, die verliebter als die anderen sind, fallen herab, um die Wangen ihres Herrn zu liebkosen und sich auf seinen Füßen niederzulassen, Blumen unter den Blumen auf dem Boden.
Ich sehe Maria Magdalena erst, als Jesus sie mir zeigt. Ich bin ganz in ihn versenkt und sehe nicht, was mit den Wachen geschieht, und werde auch nicht gewahr, wie sie sich davonschleichen. Nicht einmal die Engel sehe ich mehr, aber ich erkenne, dass sie im Grabgewölbe sind, da dessen Dunkel von ihrem Licht erhellt wird.
Magdalena weint untröstlich. Ich verstehe nicht, wie es möglich ist, dass sie Jesus nicht erkennt. Vielleicht verschleiert er ihren Blick, um sie als erste rufen zu können. Doch als er sie ruft, “sieht” sie ihn als den, der er ist: als Sieger, stößt ihren Schrei grenzenloser, anbetender Liebe aus, der den ganzen blühenden Garten erfüllt, und berührt mit der Stirn das taubedeckte Gras zu Füßen Jesu.
Die Vision endet hier.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7374 am: 22. April 2019, 14:45:22 »
„MARIA MUSS EVA AUSLÖSCHEN”

(Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XI von Maria Valtorta)
JESUS sagt: “(…) Maria muß Eva auslöschen. Maria sieht den zweiten Kain: Judas. Maria weiß, daß er der Kain ihres Jesus ist: des zweiten Abel. Sie weiß, daß das Blut des zweiten Abel von diesem Kain verkauft wurde und vergossen wird. Aber sie verflucht nicht. Sie liebt und verzeiht. Sie liebt und ruft zur Umkehr auf.
Oh, Mutterschaft der Märtyrerin Maria! Oh, Mutterschaft, so erhaben wie deine Jungfräulichkeit göttlich ist! Diese Jungfräulichkeit wurde dir von Gott geschenkt. Aber erstere hast du, heilige Mutter, Miterlöserin, dir selbst geschenkt; denn du allein konntest in jener Stunde solche Worte zu Judas sprechen, obwohl die Geißelhiebe, die mein Fleisch zerrissen, auch dein Herz verwundeten. Du, du allein konntest lieben und verzeihen, als du das Kreuz schon dein Herz zerreißen fühltest.
Maria: die neue Eva. Sie lehrt euch die neue Religion, die die Liebe dazu treibt, auch dem zu verzeihen, der einen Sohn tötet. Seid nicht wie Judas, der sein Herz dieser Meisterin der Gnade verschließt, verzweifelt und sagt: “Er kann mir nicht verzeihen”; der an den Worten der Mutter der Wahrheit zweifelt und damit an den Worten, die ich immer wiederholt habe: daß ich gekommen bin, um zu retten, und nicht um zu richten. Um allen zu verzeihen, die reuig zu mir kommen.
Auch Maria, die neue Eva, hat von Gott einen neuen Sohn erhalten “anstelle des Abel, der von Kain getötet worden war”. Aber sie hat ihn nicht in einer Stunde brutalen Genusses empfangen, der den Schmerz in den Nebeln der Sinnenlust und in der Müdigkeit der Befriedigung verbirgt. Sie empfing ihn in einer Stunde des absoluten Schmerzes, am Fuß des Kreuzes, unter dem Röcheln des Sterbenden, der ihr Sohn war, unter den Schmähungen des gottesmörderischen Volkes und einer unverdienten und vollkommenen Trostlosigkeit, da auch Gott ihr seinen Trost versagte.
Das neue Leben beginnt für die Menschheit und die einzelnen Menschen mit Maria. Ihre Tugenden und ihre Lebensweise sind eure Schule. Und in ihrem Schmerz, der alle Gesichter hatte, auch das der Vergebung für den Mörder ihres Sohnes, liegt euer Heil.”
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7375 am: 22. April 2019, 20:18:35 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005)
Papst
Apostolisches Schreiben „Mane nobiscum Domine“ zum Jahr der Eucharistie (7. Oktober 2004), 19–20 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Bleibe bei uns“

Auf die Bitte der Jünger von Emmaus, „bei“ ihnen zu bleiben, antwortet Jesus mit einem viel größeren Geschenk: Durch das Sakrament der Eucharistie fand er Gelegenheit, „in“ ihnen zu bleiben. Die Eucharistie empfangen bedeutet in tiefe Gemeinschaft mit Jesus eintreten. „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch“ (Joh 15,4). Diese Beziehung eines zuinnersten, wechselseitigen „Verbleibens“, erlaubt uns in gewisser Weise, den Himmel auf der Erde vorwegzunehmen. Ist dies nicht das größte Verlangen des Menschen? Ist es nicht das, was Gott sich vorgenommen hat in der Verwirklichung seines Heilsplans in der Geschichte? Er hat in das Herz des Menschen den „Hunger“ nach seinem Wort gelegt (vgl. Am 8,11), einen Hunger, der nur in der vollen Einheit mit ihm gestillt werden wird. Die eucharistische Gemeinschaft ist uns geschenkt, um uns auf dieser Erde an Gott zu „sättigen“ in Erwartung der vollen Befriedigung im Himmel.

Diese besondere Vertrautheit aber, die sich in der eucharistischen „Gemeinschaft“ mit dem Herrn vollzieht, kann außerhalb der kirchlichen Gemeinschaft weder richtig verstanden noch voll gelebt werden. […] Die Kirche ist der Leib Christi: Man ist in dem Maß „mit Christus“ auf dem Weg, in dem man in Beziehung „zu seinem Leib“ steht. Um diese Einheit zu bilden und zu fördern, trägt Christus mit der Ausgießung des Heiligen Geistes Sorge. Und er selbst hört nicht auf, diese Einheit durch seine eucharistische Gegenwart zu nähren. Es ist wirklich das eine eucharistische Brot, das uns zu dem einen Leib vereint. Dies bekräftigt schon der Apostel Paulus: „Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“ (1 Kor 10,17).
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7376 am: 23. April 2019, 20:06:49 »
Hl. Nerses Schnorhali (1102-1173)
armenischer Patriarch
Jesus, eingeborener Sohn des Vaters, §§ 765–770; SC 203 (trad. © Evangelizo)

„Und siehe, Jesus begegnete ihnen“ (Mt 28,9 Vulg.)

Du wurdest bei Tagesanbruch beweint
Von den Frauen, die duftende Salben brachten.
Lass auch mein Herz heiße Tränen vergießen
Ob deiner glühenden Liebe.

Und dank der frohen Botschaft des Engels,
Der von der Höhe des Felsens her rief (vgl. Mt 28,2),
Lass mich den Klang der letzten Trompete hören,
Die die Auferstehung kundtut.

Aus dem neuen, jungfräulichen Grab
Bist du erstanden mit deinem aus der Jungfrau geborenen Leib;
Bist für uns zur Erstlingsfrucht geworden
Und der Erstgeborene der Toten.

Und mich, den der Feind gebunden hat
Mit dem Übel der leiblichen Sünde,
Befreie mich doch gnädig aufs Neue,
Wie du es an den Seelen getan hast, die im Gefängnis waren (vgl. 1 Petr 3,19).

Du hast dich im Garten
Maria Magdalena gezeigt,
Aber du hast ihr, die noch von Evas Geschlecht war,
Nicht erlaubt, sich zu nähern.

Zeige dich auch mir am achten Tage,
Am Tag der großen und letzten Morgendämmerung;
Und dann erlaube meiner unwürdigen Seele,
Sich dir zu nähern.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7377 am: 24. April 2019, 06:48:28 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005)
Papst
Apostolisches Schreiben „Mane nobiscum Domine“ zum Jahr der Eucharistie (7. Oktober 2004), 19–20 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Bleibe bei uns“

Auf die Bitte der Jünger von Emmaus, „bei“ ihnen zu bleiben, antwortet Jesus mit einem viel größeren Geschenk: Durch das Sakrament der Eucharistie fand er Gelegenheit, „in“ ihnen zu bleiben. Die Eucharistie empfangen bedeutet in tiefe Gemeinschaft mit Jesus eintreten. „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch“ (Joh 15,4). Diese Beziehung eines zuinnersten, wechselseitigen „Verbleibens“, erlaubt uns in gewisser Weise, den Himmel auf der Erde vorwegzunehmen. Ist dies nicht das größte Verlangen des Menschen? Ist es nicht das, was Gott sich vorgenommen hat in der Verwirklichung seines Heilsplans in der Geschichte? Er hat in das Herz des Menschen den „Hunger“ nach seinem Wort gelegt (vgl. Am 8,11), einen Hunger, der nur in der vollen Einheit mit ihm gestillt werden wird. Die eucharistische Gemeinschaft ist uns geschenkt, um uns auf dieser Erde an Gott zu „sättigen“ in Erwartung der vollen Befriedigung im Himmel.

Diese besondere Vertrautheit aber, die sich in der eucharistischen „Gemeinschaft“ mit dem Herrn vollzieht, kann außerhalb der kirchlichen Gemeinschaft weder richtig verstanden noch voll gelebt werden. […] Die Kirche ist der Leib Christi: Man ist in dem Maß „mit Christus“ auf dem Weg, in dem man in Beziehung „zu seinem Leib“ steht. Um diese Einheit zu bilden und zu fördern, trägt Christus mit der Ausgießung des Heiligen Geistes Sorge. Und er selbst hört nicht auf, diese Einheit durch seine eucharistische Gegenwart zu nähren. Es ist wirklich das eine eucharistische Brot, das uns zu dem einen Leib vereint. Dies bekräftigt schon der Apostel Paulus: „Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“ (1 Kor 10,17).
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