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  • Hl. Antonius Maria Claret, Bischof von Santiago in Kuba: 24. Oktober 2012

Autor Thema: Hl. Antonius Maria Claret, Bischof von Santiago in Kuba  (Gelesen 2343 mal)

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velvet

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Hl. Antonius Maria Claret, Bischof von Santiago in Kuba
« am: 22. Oktober 2012, 06:00:24 »
Hl. Antonius Maria Claret, Bischof von Santiago in Kuba


Antonio Maria Claret wurde im Jahre 1807 - das Jahr in dem Napoleon Spanien besetzte - in Sallent bei Barcelona als Sohn eines kleinen Wollfabrikanten geboren. Er wurde jung im väterlichen Betrieb eingesetzt und erwies sich als ausgesprochen geschickt, weshalb er eigentlich die Firma hätte übernehmen sollen. Der junge Antonio ließ sich auch zum Weber ausbilden, ging nach Barcelona um seine Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen und studierte in seiner freien Zeit Französisch, Latein und die Gravierkunst. Antonios Berufung führte ihn im Jahre 1829 in das Seminar der Bischofsstad Vic. Er wurde 1835 zum Priester geweiht und verfolgte vorerst weitere Studien. Da es in Spanien damals genügend Priestser gab und Antonio einen Drang zum Missionieren verspürte, ging er nach Rom, in der Hoffnung, dort eine interssante Aufgabe im Missionsbereich zugeteilt zu bekommen. Er begann ein Noviziat bei den Jesuiten, wurde dort aber nicht wirklich fündig und kehrte daher nach Spanien zurück, wo sein pastorales Wirken in Viladrau und Gerona besonders durch seine Fürsorge für die Armen und durch erfolgreiche Volksmissionen Aufmerksamkeit erzeugte. Auch bestach er durch seine Predigten, die einerseits von großer Gelehrtheit zeugten, andererseits aber schlicht genug waren, um vor allem das einfache Volk in ihren Bann zu schlagen und manchmal gar zu Tränen zu rühren. Claret leistete 1848 Missionsarbeit auf den Kanaren und gründete im folgenden Jahr in Vic den Missionsorden der Claretiner (Missionskongregation der Söhne des Unbefleckten Herzens Mariens). Er veröffentliche in diesen Jahren viele Bücher und Schriften, gründete einen katholischen Buchclub und wurde zu einem der meistgelesenen Autoren seiner Zeit. 1849 wurde er von Papst Pius IX zum Erzbischof von Santiago in Kuba (was damals zu Spanien gehörte) ernannt. Antonio Maria Claret wurde 1850 in Vic geweiht und trat dann die Reise nach Kuba an.

Aufgrund der in Spanien herrschenden antiklerikalen Strömungen war die kirchliche Situation auch in Kuba einigermaßen unerfreulich. Santiago war seit anderthalb Jahrzehnten ohne Bischof, das Seminar der Bischofsstadt war reichlich unorganisiert und die kirchliche Disziplin hing komplett durch. Erzbischof Claret spuckte in die Hände und machte sich ans Werk. Er reorganisierte das Seminar, brachte die Disziplin im Klerus auf Vordermann, schloß innerhalb der ersten zwei Jahre 9.000 kirchliche Heiraten, baute Krankenhäuser und Schulen, gründete Genossenschaften und Sparkassen, kämpfte gegen Sklaverei und Rassismus und visitierte im Laufe seiner Amtszeit die ganze Diözese dreimal. Da nach Meinung der antiklerikalen Kräfte die Kirche Kubas vor Clarets Amtsantritt praktisch im Trümmern lag und nun plötzlich zu neuer Blüte kam, gab es zwischen 1850 und 1857 insgesamt zwölf Attentate auf den Erzbischof. Er überlebte sie alle, zog sich aber bei einer Messerattacke einen Wangenschmiß vom Ohr bis zum Kinn zu. Diese Wunde verheilte narbenlos in Rekordzeit, was schon zu Lebzeiten zur Legendenbildung des Erzbischofs beitrug. Claret wurde 1857 nach Spanien zurückgerufen, wo Isabella II. ihn zu ihrem Beichtvater machte. Das Leben bei Hofe bekam ihm nur bedingt. Zwar konnte er seinen Missionsdrang in Madrid ein wenig ausleben, andererseits geriet er durch die Befugnis, Bischöfe zu ernennen in die Mühlen und brachte immer wieder Emporkömmlinge auf die Palme, denen er hin und wieder mal ein schlichtes "Nein!" entgegenschleudern mußte, wenn sie über ihn an die Königin heranwollten oder ihn in ihre Intrigen hineinzuziehen versuchten. Verleumderische Presse war dem Heiligen also bis zu seinem Tode schon mal sicher, zumal nicht nur in ihrem Stolz gekränkte Höflinge gegen ihn Stimmung machten, sondern auch die Kirchenfeinde, denen sein Wirken viel zu fruchtbar war. Die Revolution von 1868 vertrieb Königin und Bischof aus Spanien. Claret nahm am Ersten Vatikanischen Konzil teil und reiste dann nach Frankreich, wo schon ein Auslieferungsbefehl der spanischen Revolutionsregierung wartete. Claret machte sich auf die Flucht und starb am 24. Oktober 1870 bei den Zisterziensern in Fontfroide.

 

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