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velvet

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09.11.2012

Nach »Sandy«: Einwohner von New York und New Jersey bewaffnen sich mit allem, was sie finden können – Gewehre, Bogen, Baseball-Schläger, Macheten
J. D. Heyes

Nach den Zerstörungen durch den Wirbelsturm »Sandy« wird die Lage in New York und New Jersey zusehends schlimmer. Die zivilisierte Gesellschaft verfällt, und zwar dermaßen schnell, dass die Einwohner sich jetzt mit allem bewaffnen, was sie finden können, seien es Gewehre, Baseball-Schläger, Macheten und sogar Pfeil und Bogen.

Angesichts der um sich greifenden Plünderungen und der überforderten Behörden »sind hartgesottene New Yorker bereit, gegen Kriminelle vorzugehen, um ihre Wohnungen und Geschäfte in den vom Sturm verwüsteten Vierteln zu schützen«, in denen es zu besonders vielen Einbrüchen und Diebstählen kommt, schreibt die New York Post.

Einwohner von Staten Island, Coney Island und anderen Bezirken beklagen, Ersthelfer und städtische Behörden hätten sie vergessen, was sich an dem dramatischen Anstieg krimineller Delikte zeige. Deshalb sähen sich Einwohner der am schlimmsten betroffenen Stadtviertel gezwungen, als Demonstration ihrer Macht gegen Plünderer ihre Gewehre zu laden, Macheten zu schärfen und andere Waffen zu schwingen.

Der 42-jährige Jacinto Gonzales bewachte sein Stadthaus in der 27. Straße, nahe der Neptune Avenue, bewaffnet mit einem Baseball-Schläger. Seine Familie war in der Nähe.
Verzweifelte Einwohner nutzen alles, was sie finden können, als Waffe
Roberto Aviles, der ebenfalls in Coney Island wohnt, wurde beobachtet, als er eine einen Meter lange rostige Machete schwang und warnte, er habe auch ein Gewehr. Der Mann, der mit seiner Frau seit 1995 auf Coney Island lebt, erklärte, er sei bereit, es mit Kriminellen aufzunehmen, besonders mit Einbrechern, die sich als Angestellte des örtlichen Elektrizitätswerks Con Edison ausgäben.
»Hier drin bin ich vorbereitet«, sagte Aviles, 76, der Post und präsentierte stolz seine Machete.
Chris Lane, 50, ein Bewohner der Coney Island Houses, hat sich ein kleines Arsenal, unter anderem eine Pumpgun, zugelegt, um Plünderer und Kriminelle abzuwehren. Wie er der Zeitung berichtete, habe er bereits mehrere Schlägertypen vertrieben, die im Korridor seines Hauses herumgelungert hätten, als »Sandy« am Montagabend durch die Stadt fegte.
»Sie streiften in Gruppen herum, nicht nur ein oder zwei Mann. Ich hatte mehr als nur ein paar kleine Dinger«, sagt Lane über seine Waffen. »Ich habe deutlich zu verstehen gegeben, dass meine Etage tabu war.«
Ein Schild vor einem Wohnhaus in Long Beach auf Long Island macht deutlich, was erschöpfte New Yorker fühlten: »Plünderer werden vom örtlichen Tierarzt erschossen.«
Auf einem anderen Schild in einem anderen Viertel war zu lesen: »Dieser Häuserblock wird von Smith & Wesson geschützt« – ein Hinweis auf den Namen des Waffenherstellers.
»Da draußen herrscht Chaos, es ist die Hölle los«, sagte Chris Damon, ein Einwohner der Rockaways in Queens, wo es noch immer keinen Strom und keine Hilfe gibt, der britischen Zeitung Daily Telegraph.

»Niemand scheint zu wissen, was zu tun ist«, sagte er weiter. »Ich fühle mich wie ein Opfer von Hurrican ›Katrina‹. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas hier in New York passieren könnte, aber es ist passiert.«
Die Zeitung betont:

»Angesichts der geringen Polizeipräsenz in den vom Sturm verwüsteten Bezirken sind viele Bewohner der Halbinsel gezwungen, selbst Maßnahmen zu ihrem Schutz zu ergreifen und sich mit Gewehren, Baseball-Schlägern und sogar Pfeil und Bogen zu bewaffnen, um Gangster fernzuhalten, die versuchen, ihre Häuser und Wohnungen zu plündern.«
Soviel zum Thema Einschränkung des Waffenbesitzes …
Das zunehmende Chaos veranlasst viele New Yorker, ihr Verhalten auf eine Weise zu verändern, die sie selbst nie für möglich gehalten hätten.
»Wir haben unsere Tür mit einer Sprengfalle gesichert und ein Baseball-Schläger steht griffbereit neben unserem Bett«, erklärt Danielle Harris, 34, in der New York Daily News.
Keone Singlehurst, ein Local Surfer, sagt, er habe alles Mögliche gesammelt – Messer, eine Machete, Pfeil und Bogen.
»Ich würde mit dem Bogen gegen einen Plünderer vorgehen, wenn ich mich bedroht fühlte, ich würde ihn einsetzen«, sagt er. »Es ist wie im Wilden Westen, eine fast gesetzlose Lage.«
Messer, Macheten, Pfeil und Bogen. Sie fragen sich, wie viele Einwohner von New York und New Jersey, die früher Gesetze zur Einschränkung des Waffenbesitzes befürworteten und Schusswaffen für ihren persönlichen Schutz ablehnten, plötzlich anders denken?
James Sanders, Mitglied des Stadtrats, spürt den wachsenden Frust. Er weiß, dass das, was hier geschieht – mangelnde Unterstützung, Gesetzlosigkeit und zunehmende Anarchie –, schon bald hochkochen könnte.
Die Daily News zitiert ihn mit den Worten: »Wir haben hier ein explosives Gemisch. Die Leute werden die Dinge selbst in die Hand nehmen.«
Aber sein Ärger richtet sich gegen die Long Island Power Authority, das Elektrizitätswerk von Long Island. Der Stadtrat müsse untersuchen, warum das Unternehmen sich, wie er sagt, nunmehr seit fast einer Woche nicht um die Rockaways kümmere.
»Die LIPA hat die Menschen der Rockaways im Stich gelassen. Es ist eine Frage der Klasse … die reicheren Viertel von Long Island werden versorgt, die Rockaways werden vernachlässigt.«
Wirklich, Herr Sanders?
Eine Frage, die die Menschen in seinem Viertel ihm und seinen Stadtratskollegen stellen sollten, wäre: »Was habt ihr denn getan, um die Gemeinde auf den schlimmsten Sturm seit Generationen vorzubereiten?« Wie du mir, so ich dir, Herr Sanders.
Die beste Antwort war die erste – seien Sie vorbereitet
Ich werde ihn nicht damit durchkommen lassen, die Katastrophe zu politisieren und mit dem Finger auf andere zu zeigen. Aber ich werde ihm ein wenig Luft lassen, mit ein paar harten Fakten.
Tatsache ist: Weder Long Island noch ein anderes der am schwersten betroffenen Viertel hätte jemals auf einen solchen Sturm vorbereitet gewesen sein können.
Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, logistisch und wirtschaftlich.
Städte, Ortschaften und Bezirke sollten ihre Lehre aus diesem Sturm ziehen und für das nächste Mal so gut wie möglich Vorsorge treffen – vielleicht Lebensmittel, Wasser und Benzin in unterirdischen Speichern lagern, aber es wird nie genügend Ressourcen geben, um sich in vollem Umfang auf einen Sturm dieser Größenordnung vorzubereiten.
Die beste Lösung ist also die, zu der wir bei NaturalNews seit Jahren raten: persönliche Vorsorge. Und selbst dann brauchen die Menschen einen Plan B – was ist, wenn ich mein Haus und all die darin gelagerten Vorsorge-Güter verliere? Wo gehe ich dann hin? Was tue ich?
Nach »Sandy« zeigt sich, dass zu viele, die sich für vorbereitet hielten, nicht über einen Plan B verfügten. Jetzt müssen sie genauso leiden wie alle anderen auch.
Wir, die momentan im Warmen und Trockenen sitzen, müssen jetzt besonders auf die schlimmer werdende Situation in New York und New Jersey achten und daraus lernen – bevor es uns trifft und wir in eine ähnliche Lage geraten.
Das gilt ganz besonders für alle, die in einer Großstadt leben.

 

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