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  • Hl. Katharina von Alexandrien: 25. November 2012

Autor Thema: Hl. Katharina von Alexandrien  (Gelesen 5592 mal)

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velvet

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Hl. Katharina von Alexandrien
« am: 25. November 2012, 07:30:36 »
Katharina von Alexandrien


Caravaggio: Heilige Katharina von Alexandrien (1595–1596)

Katharina von Alexandrien oder Katharina von Alexandria ist eine der bekanntesten katholischen Heiligen. Sie zählt zu den heiligen 14 Nothelfern und gilt als Helferin bei Leiden der Zunge und Sprachschwierigkeiten. Katharina von Alexandria ist Schutzpatronin der Schulen, der philosophischen Fakultäten, der Näherinnen und Schneiderinnen. Erstmals wurde sie im 10. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Der Überlieferung nach lebte sie im 3. oder 4. Jahrhundert und erlitt unter dem römischen Kaiser Maximinus Daia (305–313) das Martyrium. Ihre Existenz ist historisch jedoch nicht belegt.


Christliche Überlieferung



Triptychon der mystischen Hochzeit der heiligen Katharina von Alexandrien. Hans Memling, 1479

Der christlichen Überlieferung zufolge war die heilige Katharina eine geweihte Jungfrau, die sich Christus versprochen hatte. Sie soll eine Königstochter aus Zypern gewesen sein, die um 300 n. Chr. im ägyptischen Alexandrien lebte und von einem Eremiten zum Glauben geführt wurde.

Als der Caesar Maximinus Christen zum Märtyrertod verurteilte, trat Katharina ihm entgegen und fragte ihn, weshalb nicht er zum Christentum übertrete, statt von den Christen Götzenopfer zu verlangen. In einer öffentlichen Diskussion, zu der der Kaiser seine besten 50 Philosophen und Gelehrten aufgeboten hatte, brachte Katharina so einleuchtende und gelehrte Argumente für das Christentum vor, dass sich alle fünfzig zum Christentum bekehrten. Weil sie nicht vermocht hatten, Katharina vom christlichen Glauben abzubringen, schickte der Kaiser sie alle auf den Scheiterhaufen.

Von ihrer Intelligenz und Schlagfertigkeit beeindruckt, bot der Kaiser Katharina mehrmals an, als „gewaltige und hochgezierte Königin“ an seiner Seite zu herrschen. Sie lehnte jedoch ab, wurde gegeißelt und ohne Nahrung zwölf Tage lang in einem finsteren Verlies eingekerkert. Jedoch erhielt sie göttlichen Beistand durch Engel, welche die Wunden salbten, und durch eine weiße Taube, die Nahrung brachte. Auch Christus selbst kam, um ihren Glauben zu stärken und sie auf das Martyrium vorzubereiten.

Folterwerkzeug ihres Martyriums sollte das Rad sein. Der Legenda aurea zufolge waren es vier „mit eisernen Sägen und spitzen Nägeln“ gesäumte Räder. Zwei davon sollten nach unten bewegt werden und die anderen entgegengesetzt nach oben und somit die Märtyrerin zerreißen. Auf Katharinas Gebet hin kam jedoch ein Engel und zerstörte das Folterinstrument mit solcher Wucht, dass zugleich 4000 Heiden getötet wurden. Letztendlich wurde Katharina enthauptet, und aus ihren Wunden floss Milch statt Blut. Engel brachten ihre sterblichen Überreste zum Berg Sinai. 500 Jahre später wurden ihre Gebeine dort gefunden, und der Heiligen zu Ehren wurde das Katharinenkloster an der Fundstelle gebaut. Aus ihren Gebeinen fließt unaufhörlich ein von den Pilgern für heilkräftig gehaltenes Öl.[1]

Verehrung

Die Reliquien der heiligen Katharina befinden sich in der der Verklärung des Herrn geweihten Basilika des Katharinenklosters auf dem Sinai am Fuße des Dschebel Musa, an der Stelle ihres angeblichen Fundes im 8. (oder 10.) Jahrhundert.

Die heilige Katharina ist die Schutzpatronin des Kantons Wallis und seiner Hauptstadt Sion sowie der Städte Steinau an der Straße, Freiburg (Schweiz), Freistadt (Österreich), Kuldīga (Lettland) und Działdowo (Polen). Ihr Bild befindet sich auch in den Stadtwappen. Im Volksglauben ist sie Beschützerin der Mädchen, Jungfrauen und Ehefrauen, der Philosophen, Theologen, Gelehrten, Lehrer, Studenten, Anwälte und Notare sowie der Handwerksberufe Wagner, Müller, Töpfer, Gerber, Spinner, Tuchhändler, Seiler, Schiffer, Buchdrucker, Schuhmacher, Frisöre und Näher. Weiterhin schützt sie die Kirchengebäude, Universitäten und Hochschulen, Bibliotheken und Krankenhäuser. Schließlich wird ihr Beistand auch zum Schutz der Feldfrüchte, bei Migräne, bei Krankheiten der Zunge und bei der Auffindung Ertrunkener angerufen. Ferner ist sie die Patronin der Katholischen Universität Eichstätt und der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Die heilige Katharina war über Jahrhunderte eine der beliebtesten Heiligen. Sie wurde seit der Zeit der Kreuzzüge verehrt.

Gedenktag

In der katholischen, evangelischen und anglikanischen Kirche ist der Gedenktag am 25. November, in Regensburg auch der 5. Juli als Tag der Übertragung der Gebeine.

Im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts wurden von kirchlichen Würdenträgern mehrmals Anstrengungen unternommen, Katharina von Alexandrien aus dem Heiligenkalender streichen zu lassen.[2] Aufgrund des möglicherweise legendären Charakters der Heiligen wurde sie 1969 aus dem Allgemeinen Römischen Kalender gestrichen, 2002 jedoch wieder eingefügt. Außerdem wird sie im Martyrologium Romanum von 2004 am 25. November an erster Stelle aufgeführt.

Im Volksmund ist der Merkspruch überliefert: „Kathrein stellt den Tanz ein“. Der Gedenktag der hl. Katharina ist eines der letzten Heiligenfeste vor dem Advent. Der Advent dient (analog zur Fastenzeit vor Ostern) als Bußzeit und sogenannte geschlossene Zeit zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. In diesen geschlossenen Zeiten waren früher öffentliche Tanzveranstaltungen verboten. [3] Deshalb feierte man gerne vor dem Beginn des Advents den Kathreintanz.

Die Symbolik
Stadtwappen von Altena mit der heiligen Katharina und ihren Attributen Schwert, Rad und Krone

Attribute der heiligen Katharina sind das Rad, das Buch, die Krone, der Palmzweig und das Schwert, wobei Palmzweig, Rad und Schwert Attribute des Martyriums, die Krone ein Attribut des Sieges über das Fleisch sowohl im Martyrium als auch in der gottgeweihten Jungfräulichkeit darstellen.

Für die Märtyrinnen und Nothelferinnen Margareta, Barbara und die heilige Katharina gibt es den folgenden Merkspruch:

Margareta mit dem Wurm,
Barbara mit dem Turm,
Katharina mit dem Radl,
das sind die drei heiligen Madl.

 

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Wenn das im TV gezeigt werden würde, bestünde ein Funken Hoffnung



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