Autor Thema: Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen  (Gelesen 14115 mal)

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Offline hiti

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Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« am: 28. März 2011, 10:47:27 »
Liebe Leser/innen!

Ich hätte ein Frage:

Von traditioneller Seite wird Papst Johannes Paul II sehr hart angegriffen und verurteilt unter anderem auch wegen dem damaligen Assisi - Treffen.

Gibt es da irgendwo einen objektiven Bericht darüber?

Der Kuss des Koran wird ihm sehr übel genommen.
Aber ihn gleich als Verräter abstempeln finde ich schon ein starkes Stück und das von angeblichen Hütern des Glaubens.

Ich selbst halte Papst Johannes Paul II für eine großen Papst.

Hermann
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?

Offline hiti

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Re:Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #1 am: 28. März 2011, 22:04:24 »
Liebe Leser/innen, Botschafter, Wendelinus,

Ja mit den Tradis, wenn man sie so nennen darf, ist es schwierig zu kommunizieren.

Das mit Assisi denke ich wird so sein, wie du Botschafter es schreibst und ich es mir schon dachte, denn Johannes Paul II war ein sehr sattelfester und marianischer Papst.
Ihm ging es mehr darum um den Frieden zu beten mit den anderen Religionen zusammen. Das ist nie und nimmer ein Verrat!

Wie war das mit der faktischen Aufgabe des Absolutheitsanspruchs der katholischen Kirche gegenüber den anderen Religionen?
Der Papst verleugnete doch Jesus Christus nicht, denn die anderen Religion glauben an Gott, nicht aber an Jesus Christus.

Schade, dass hier derart lieblos miteinander umgegangen wird.
Genau den Christen sollte man daran erkennen, wie er mit anderen umgeht. Auch in der Auseinandersetzung sollte es nie zu Unterstellungen kommen und schon gar nicht zu Verleumdungen…

Viele Tradis haben das scheinbar sinkende Schiff der Kirche verlassen und sind in ein Rettungsboot geflohen, aber Christus und seine Kirche blieben im Schiff.
Die Hartnäckigkeit und die Verstocktheit, die ich bei ihnen feststellte, ist erschreckend: keine Einsicht und von ihrer Gerechtigkeit überzeugt. So gewinnt man nicht Seelen für das Reich Gottes. Mich stößt das mehr ab als andere, die wirklich aufrichtig sind, auch wenn sie weit von Gott entfernt sind.

Und einen Papst stellt man nicht als nicht katholisch oder als Verräter hin. In Offenbarungen in Bezug auf die Warnung wird Johannes Paul genannt:
„Du hast alle Engel und Heiligen — darunter St. Johannes Paul II., die Heilige Faustina und St. Joseph, die dich jeden Schritt auf dem Weg führen.“
Gemeint ist hier die Sehern, die diese Botschaft erhielt.

Hermann 
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Offline hiti

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Re:Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #2 am: 29. April 2011, 12:35:02 »
Lieber wendelinus, liebe Leser/innen!

Da bin ich deiner Meinung.
Es gibt aber Fotos vom Korankuss, echt oder nicht, das kann ich nicht sagen, aber es interessiert mich in dem Sinne auch nicht.

Johannes Paul II hat den Dialog großgeschrieben OHNE die Wahrheit preiszugeben.
Und auch die Barmherzigkeit, was ich derzeit ohnehin als das wichtigste sehe.

Dann die großen Vergebungsbitten, ganz im Sinne des Evangeliums und der Barmherzigkeit und Demut, den Kennzeichen des Christentums im Sinne Jesu.

Versuche das mit dem Koran aber mal den Traditionalisten zu erklären! (z.B. auf kreuz.net)

fg
Hiti
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?

Offline hiti

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Re:Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #3 am: 29. April 2011, 14:44:11 »
Lieber Botschafter, liebe Leser/innen!

Ja, so sehe ich es auch.

Ich sage dazu: Wenn es ein Fehler war, dann hat Gott ihm bestimmt verziehen! Er wird ja jetzt selig gesprochen.
Wir sollen nicht urteilen, denn wer ist schon ohne Sünde?
Einem Menschen einen Korankuss, der vor 22 Jahren war, vorhalten, heißt, ihm nicht zu verzeihen. Und das wiegt schwer vor den Augen Gottes da wir ALLE seiner Barmherzigkeit bedürfen.

Tradis sehen sich oft als Gesetzeshüter und stellen leider andere als Sünder hin, sie selber aber nicht.
Das ist grundsätzlich falsch, siehe Gleichnis Zöllner - Pharisäer im Tempel: Am gesetzestreuen Pharisäer hatte Gott trotzdem KEINEN Gefallen, am REUMÜTIGEN Sünder aber schon. Das ist der Unterschied:

Das HERZ muss bei Gott sein.

Und wie du sagst: An allem ist nicht der Papst persönlich schuld, was da unter anderem schieflief. Ihm die Schuld zuschieben, ist einfach, aber nicht richtig. Man bedenke, dass er von Freimaurern umgeben ist (laut Don Gobbi und anderen Aussagen).

Hermann
« Letzte Änderung: 29. April 2011, 15:26:33 von hiti »
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?

Offline kleineMaria

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Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #4 am: 01. Mai 2011, 00:37:42 »
Wunderbare Hom. von Papst Joh. PaulII. zu seinem heutigen Ehrentag, zu seiner Seligsprechung.


[url=http://www.giovannipaoloii.va/de/]http://www.giovannipaoloii.va/de/


http://www.vatican.va/latest/sub_index/latest_index_ge.htm

LG
Kleinemaria
« Letzte Änderung: 01. Mai 2011, 00:45:37 von kleineMaria »
Der Herr segne dich
und behüte dich.
der Herr lasse sein Angesicht
über dir leuchten
und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht
dir zu und schenke dir Heil.

4. Mose 6,24

Kristina

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Re:Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #5 am: 02. Mai 2011, 08:47:40 »
Ich finds einfach ätzend, wie hier über die Piusler und die Tradis geschrieben wird!
Klare Frage: Ihr denkt dabei auch an die Mitglieder des Tradiforums??

Hier nur ein kleiner Auszug, in anderen Threads sind z.B. von Botschafter noch mehr herablassende Zitate zu finden.

hiti:
"Tradis sehen sich oft als Gesetzeshüter und stellen leider andere als Sünder hin, sie selber aber nicht."
und gleich ein Urteil hinterher:
"Das ist grundsätzlich falsch, siehe Gleichnis Zöllner - Pharisäer im Tempel: Am gesetzestreuen Pharisäer hatte Gott trotzdem KEINEN Gefallen, am REUMÜTIGEN Sünder aber schon."
hiti:
"Ja mit den Tradis, wenn man sie so nennen darf, ist es schwierig zu kommunizieren."
Botschafter:
"Die hoffährtige, pharisäische Art in trad. Kreisen, STOLZ pur, stammt nicht vom Himmel, sondern ist die Ursünde Luzifers. Aber das sehen jene natürlich anders. Sollen sie reden bis mir die Ohren abfallen... Ich nehme eher Formfehler in Kauf, statt dass die ganze Intention falsch und verlogen ist. Ja hier den richtigen Weg zu finden, ist nicht einfach."


Zum Assisi-Treffen:
Wenn der Koran hier im Forum als Irrlehre und satanisch dargestellt wird - ist es dann auch zugleich Allah? Dann ist es  nicht unser liebender Gott, den sie anbeten - oder doch?
Es heißt doch unter 2Mo 20,3:  Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.

Wie kann es sein, wenn Moslems, die Buddhisten und andere Glaubensrichtungen, die hier als Irrlehren deklariert werden,
gut geheißen wird, zusammen zu Unserem Dreifaltigen Gott - zu Allah - zu Shiva - Buddha  usw. gebetet werden darf?

Werden damit nicht alle Religionen annähernd gleichgemacht, weil vielleicht  a l l e Glaubensrichtungen irgendetwas von Unserem Gott und somit auch von der einzigen Wahrheit besitzen und damit irgendwie doch richtig sind?

Dann gibt und sollte es keine (satanischen) Irrlehren mehr geben, sondern nur noch "andere" Glaubensrichtungen! Dann ist ein gemeinsames Gebet für andere Menschen nachzuvollziehen.

Die Frage: Beten die Menschen dann dort gemeinsam/zusammen zu Einem Gott (zu welchem?)
oder wird jede Glaubensrichtung separat für den Frieden beten.

Trotz allem kann ich mich nicht dafür erwärmen.
Wenn Unser Gott nicht Allah, Buddha oder Shiva ist, wen beten sie dann an? Dürfen wir mit Menschen beten, die neben uns andere Götter/Götzen anbeten? Ich persönlich habe dabei Schwierigkeiten.


Im Alten Testament steht:
2Mo 20,5 Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: ...

Kristina


http://www.cibedo.de/christlich_islamische_ehe_konzil.html

b. Die katholische Haltung gegenüber anderen Religionen

 Unter Aneignung von Sicht und Terminologie früher Kirchenväter lehrt das II. Vatikanische Konzil, dass die anderen Religionen „nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet“(14); es erkennt in ihnen „Saatkörner des Wortes“ an und verweist auf die „Reichtümer, die der freigebige Gott unter den Völkern verteilt hat“(15).

 
Das Konzil würdigt ganz offensichtlich positive Werte nicht nur im religiösen Leben einzelner Gläubiger dieser Religionen, sondern auch in den religiösen Traditionen selbst; es leitet diese Werte aus der tätigen Gegenwart Gottes ab und weist auf das universale – nicht allein auf die Kirche beschränkte – Handeln des Heiligen Geistes im Leben der Mitglieder anderer religiöser Traditionen hin(16).

Johannes Paul II. führte diese Gedanken fort und sprach in der Enzyklika Redemptor hominis vom „festen Glauben“ von Nichtchristen als einer „Wirkung des Geistes der Wahrheit, der über die sichtbaren Grenzen des mystischen Leibes [d.i. die Kirche] hinaus wirksam ist“(17).

In seiner Enzyklika Dominum et vivificantem unterstrich der Papst die Tatsache des universalen Handelns des Geistes in der Welt vor jedem christlichen Zeugnis und erinnerte an das Wirken dieses Geistes heute, selbst außerhalb des sichtbaren Leibes der Kirche(18).

c. Hinordnung der Religionen auf die Kirche

Die Anhänger anderer Religionen sind auf die Kirche als das „allumfassende Heilssakrament“(19), das „zum Heil notwendig“(20) ist, hingeordnet(21). Sie antworten immer dann positiv auf Gottes Einladung und empfangen sein Heil in Jesus Christus, wenn sie in ehrlicher Weise das in ihren religiösen Traditionen enthaltene Gute in die Tat umsetzen und dem Spruch ihres Gewissens folgen; das gilt also auch für den Fall, dass Jesus Christus nicht als Erlöser anerkannt wird(22).

Denn die gesamte Menschheit bildet aufgrund ihres gemeinsamen Ursprungs eine Familie(23) unter einem göttlichen Heilsplan, dessen Zentrum Jesus Christus ist, der sich in seiner „Menschwerdung gewissermaßen mit jedem Menschen vereinigt“(24) hat.

 „Gott schenkte und schenkt weiterhin in einem Jahrhunderte währenden Dialog der Menschheit sein Heil. Im gläubigen Vertrauen auf das göttliche Handeln muss auch die Kirche in den Heilsdialog mit allen Menschen eintreten“(25).

Somit ist die Grundlage des Beitrags der Kirche zum interreligiösen Dialog nicht allein und in erster Linie anthropologischer, sondern theologischer Art(26).

 

 

 













« Letzte Änderung: 02. Mai 2011, 11:36:40 von Kristina »

Offline hiti

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Re:Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #6 am: 02. Mai 2011, 10:03:39 »

hiti:
"Tradis sehen sich oft als Gesetzeshüter und stellen leider andere als Sünder hin, sie selber aber nicht."
und gleich ein Urteil hinterher:
"Das ist grundsätzlich falsch, siehe Gleichnis Zöllner - Pharisäer im Tempel: Am gesetzestreuen Pharisäer hatte Gott trotzdem KEINEN Gefallen, am REUMÜTIGEN Sünder aber schon."
hiti:
"Ja mit den Tradis, wenn man sie so nennen darf, ist es schwierig zu kommunizieren."


Liebe Kristina, liebe Leser/innen!

- Wenn ich geschrieben habe, dass Tradis andere oft als Sünder hinstellen, sich selber aber nicht, dann kommt das tatsächlich aus meiner Erfahrung. Lies nach in kreuz.net. Ich habe nicht geschrieben, dass alle so wären aber die TENDENZ ist leider so. Und das Gleichnis stammt von Jesus, wo er klar und deutlich das Wesen des Christentums erklärt: Wir müssen klein sein vor Gott, demütig, gehorsam, BARMHERZIG, uns nicht erheben, uns als Sünder bekennen. ALLE sind wir Sünder und genau das bemängle ich bei dieser Gruppe sehr: andere sind Sünder, doch wir sind ALLE Sünder und vor Gott schuldig, man darf nicht über andere urteilen und verurteilen. Das ist Selbsterhöhung und meine Worte sollten lediglich dazu dienen, dies aufzuzeigen damit jene, die ein offenes Herz haben, zur Einsicht kommen.

- Und dass es schwierig ist mit ihnen zu kommunizieren ist auch kein Urteil, sondern eine Feststellung aus meinen monatelangen Diskussionen mit ihnen. Du solltest mal genauer auf kreuz.net nachlesen, wer hier wen verurteilt.

Man darf sicher nicht alle in demselben Topf werfen, aber diese zum Teil so extreme und harte Richtung, voller Auflehnung gegen Papst und Kirche, gegen das Konzil und kürzlich sogar gegen die Heiligsprechung JPII, GEGEN DEN BARMHERZIGKEITSSONNTAG(!) sogar, das ist schon gewaltig!

Generell gilt: Wo Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung fehlen, kann da Gott wohnen? Die Antwort ist: NEIN. Da nützt auch das peinliche Einhalten jeden Buchstaben des Gesetzes nichts, denn da ist das HERZ NICHT bei GOTT. Nur ein demütiges und offenes Herz ist bereit für die Wahrheit und den Geist Gottes.

Das Paradebeispiel ist einfach der Pharisäer und der Zöllner im Tempel.
http://www.christliche-erziehung-und-schule.com/hiti/gleichnisse.htm#1


Hermann
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?

Kristina

  • Gast
Re:Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #7 am: 02. Mai 2011, 11:05:35 »
Lieber hiti,
ich bezog mich nicht auf kreuz.net, denn ich lese dort nichts,
sondern nur auf das Tradiforum.
Und ich glaube nicht, dass die Mitglieder dort keine Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung im Herzen haben. Auch ist dort keine Auflehnung gegen den Papst und Kirche, sondern Unterstützung für Papst und Kirche.
Aber ich wollte keine Diskussion,
sondern eine einfache Antwort, ob das Tradiforum gemeint ist.

Allgemein: Es wäre auch ganz interessant eine Antwort auf meine Gedanken zum Assisi Treffen zu lesen.
Kristina
« Letzte Änderung: 02. Mai 2011, 11:40:21 von Kristina »

KleineSeele

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Re:Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #8 am: 02. Mai 2011, 16:48:25 »
Es ist zwar in diesem Thread schon verlinkt worden, aber mir gefällt die Antwort vom Historiker Michael Hesemann so gut, dass ich sie zu meiner Antwort machen möchte:
Tkachova: Aber zwei Kritikpunkte werden immer wieder genannt. Einer davon ist sein sehr offener Umgang mit den Weltreligionen, nicht nur in Assisi. In Damaskus soll er sogar den Koran geküsst haben, eine Schrift, in der die Göttlichkeit Jesu geleugnet wird.

Also, ob er den Koran tatsächlich küsste, steht nicht einmal fest, denn es gibt davon weder Fotos noch Filmaufnahmen. Als er den Schrein mit Reliquien Johannes des Täufers in der ehemaligen Kathedrale von Damaskus, die heute eine Moschee ist, aufsuchte, überreichte ihm der Vorsteher dieser Moschee als Geschenk einen Prachteinband des Korans. Auf den vorhandenen Bildern sieht man dann, wie der Papst das Geschenk hoch hält und sich leicht vorbeugt. Doch was immer er damals getan hat, es war lediglich eine Geste des Friedens und des Respektes vor dem Glauben des Anderen. Hätte er das Geschenk zurückgewiesen, hätte er einen Eklat provoziert, rund 800 Millionen Moslems zu Feinden gehabt und die Lage der Christen in den muslimischen Ländern extrem verschlechtert. Also war er gut beraten, das Buch anzunehmen und – der Koran ist den Moslems bekanntlich heiliger als alles andere – es respektvoll zu behandeln.

Wenn er diesen Koran tatsächlich geküsst hat, dann war das kein Zeichen der Verehrung, sondern ein Friedenskuss! Und das entsprach dem Geist der Bergpredigt, dem Auftrag Jesu, nicht als Provokateure, sondern als Friedensstifter aufzutreten! Das gilt übrigens auch für die Gebetstreffen 1986 und 2002, wo es natürlich nicht um Synkretismus, sondern um Dialog, um Versöhnung und die Verurteilung von Gewalt ging. Wir Christen müssen doch Zeichen für das Gute setzen, ganz wie es schon die Apostel taten! Der hl. Paulus hat die Athener auch nicht dadurch brüskiert, dass er ihr Heidentum anprangerte, sondern nach einem noch so kleinen gemeinsamen Nenner gesucht, der zum Aufhänger für seine Areopag-Predigt wurde. Er fand ihn in einem heidnischen Altar, der dem „Unbekannten Gott“ geweiht war. In diesem Sinne ist jede Religion, so viele Irrtümer sie auch enthalten mag, zunächst einmal ein Ausdruck der Sehnsucht der Menschen und Völker nach dem wahren, ihnen noch unbekannten Gott. Es ist dann an uns, ihnen diesen Gott, der sich in Jesus von Nazareth offenbart hat, zu zeigen!

Kristina

  • Gast
Re:Papst Johannes Paul II und das Assisi Treffen
« Antwort #9 am: 02. Mai 2011, 17:43:58 »
Hallo KleineSeele,
dein Zitat:
"Und das entsprach dem Geist der Bergpredigt, dem Auftrag Jesu, nicht als Provokateure, sondern als Friedensstifter aufzutreten! Das gilt übrigens auch für die Gebetstreffen 1986 und 2002, wo es natürlich nicht um Synkretismus, sondern um Dialog, um Versöhnung und die Verurteilung von Gewalt ging. Wir Christen müssen doch Zeichen für das Gute setzen, ganz wie es schon die Apostel taten!"

Hier meine Antwort:
leider bist du nicht auf meinen Beitrag eingegangen.
Ob der Papst den Koran küsste oder nicht, habe ich nirgends erwähnt, weil ich darüber nicht diskutieren wollte.

Aber ich habe eine erste Antwort im Internet schon gefunden: Lt. Domradio.de beteten die Weltreligionen alle getrennt.

Obwohl Konferenzen, Versammlungen ect. zum Dialog stattfinden, klingt es bei den nicht sattelfesten Christen so, als ob alle Religionen gleich gut seien. Zudem wird Johannes 14,6 relativiert, schon deshalb weil die kath. Kirche für Religionsfreiheit ist.

Der beste Weg  Zeichen zu setzen, ist immer noch das Gebet und Opferung für die Bekehrung der Menschen und für den Weltfrieden.

Dann hier ein grauenvoller Auszug vom Gebetstreffen in Assisi. Ich weiß nicht ob diese Seite seriös ist. Aber ich habe schon mehrfach gelesen, dass auf dem Assisitreffen die Buddhisten auf den extra abgedeckten Tabernakel  eine Buddhastatue draufstellten und diesen anbeteten!!

Es kann keine Religionsfreiheit geben.

LG
Kristina

Von Moderation gelöscht.
Der Link und der darin enthaltene Bericht über die Buddha Statue auf dem Tabanakel ist ein Copyright von:   
© Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X. (Priesterbruderschaft St. Pius X.)

 Seit 25 Jahren kursiert dieses unsegliche Bildgerücht.

Gestern war die Seligsprechung des wunderbaren Papstes Johannes Paul II. Papst Benedikt XVI hat  ihn mit Herzensfreude selig gesprochen und Papst Benedikt hat damit Millionen Katholiken den Herzenswunsch erfüllt. Papst Benedikt weist uns die richtige Richtung. Das hat Gott vollbracht!

Ich werde nun diesen Thread schließen.

Gottes Segen,

Anemone




« Letzte Änderung: 02. Mai 2011, 22:25:34 von Anemone »

 

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