Autor Thema: Die brutale Seite der ev. Kirche  (Gelesen 42778 mal)

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Offline Andreas777

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Antw:Die brutale Seite der ev. Kirche
« Antwort #10 am: 09. Dezember 2012, 21:01:02 »
1.Kreuzüge: Ich weiß das der 1.Kreuzzug von Papst Urban II iniziert wurde und kenne auch seine Rede denn schließlich ist das ja auch mein Lieblingspapst.  Du hast aber völlig außer Acht gelassen warum er dazu aufrief.
Hier einpaar kleine Auszüge von Michal Hesemann: S.110
Doch was waren die Kreuzzüge? Ein Angriffskrieg,ein Akt der religiösen Intoleranz? Oder ging es tatsächlich um bewaffneten Beistand für die christliche Minderheit im Heiligen Land und die Sicherheit der vielen Jerusalem-Pilger.die durch die politischen Verhältnisse dieser Zeit nicht mehr gegeben war ?
Um das herauszufinden müssen wir die historischen Quellen studieren, die Berichte von beiden Seiten der Front,die uns erhalten sind,und analysieren, wie es zu dieser Urkatastrophe des Konfliktes zwischen Orient und Okzident überhaupt kommen konnte. Nachdem der Befehl......

S.118. Die Ausgangssituation des ersten Kreuzuges war also ganz klar:
1.Die Muslime sind wortbrüchig geworden, es war zur massenhaften Verwüstungen von Kirchen und insbesondere der Grabeskirche gekommen,die Christen wurden drangsaliert. Die Zukunft der christlichen Präsenz an den heiligen Stätten war massiv bedroht.
2. Ein Christliches Bruderland, der Rest von Neu-Rom, hatte in einer äußerst prekären Situation um Hilfe gebeten. Da die seldschukische Bedrohung real war, wäre jede verweigerung einer unterlassenen Hilfeleistung gleichgekommen.
3. Es ging nie um „Imperialismuß“,“Kolonialismus“ oder Zwangsbekehrung der Muslime, sondern einzig und alleine um das Überleben der Christen im Osten und die Sicherheit der Jerusalem Pilger aus dem Westen.

Aus diesem Grund muß jeder objektive Historiker den Aufruf UrbansII als legitim, den Kreuzzug zunächst mal als gerechfertigte Maßnahme beurteilen.


2.Judenverfolgung. Pius der XII hat viele Juden im 2 WK gerettet. Schon vergessen ?

3.Inquisition: Der im Staat bestimmt hatte war der Kaiser oder König. Der Hexenwahn drang durch den Inquisitor Heinrich Kramer in die Kirche ein. Der Inquisitor brauchte die Erlaubnis auch Jagd auf Hexen machen zu dürfen. Das lag nämlich nicht im Tätigkeitsbereich der Inquisition. Die Inquisition verfolgte die Häretiker. Sie bekämpfte die Häresie, nicht aber den Aberglauben, die Magie, den Okkultismus. Papst Innozenz VIII. ließ sich von Kramer von der Notwendigkeit überzeugen, dass er Jagd auf Hexen macht und er erteilte ihm die Erlaubnis. Auch Papst Alexander VI. unterstützte Kramer. Die Ortsbischöfe widersetzten sich Kramer allerdings oft. Kramer wurde, wenn er irgendwo hinkam, um nach Hexen zu fahnden, meistens bald wieder verjagt. Da er unter diesen Umständen nicht arbeiten konnte, zog er sich erstmal zurück und schrieb sein großes Werk. Dieses Werk sollte unsägliches Leid bringen. Man geht heute davon aus, dass Kramer eine psychische Störung hatte. Dieses Werk veröffentlichte Kramer selbst (nicht wie viele glauben, die Inquisition hätte es veröffentlicht). Der Historiker und Fachjournalist für kirchengeschichtliche Themen Michael Hesemann schreibt in "Die Dunkelmänner" Augsburg 2007, S. 178: "Um dem Werk Geltung zu verschaffen, stellte Kramer ihm die 'Hexenbulle' des Papstes [Innozenz VIII.] von 1484 voran. Das mochte den Eindruck erwecken, der Papst habe das Werk abgesegnet, was auf keine Weise der Fall war."

4.Mißbrauch: Das sind natürlich Hochrechnungen von Kirchengegenern..ist ja logisch das bei den solche Zahlen herauskommen. Da habe ich schon völlig andere gelesen.

5. Es gab und wird auch immer welche geben die bestimmte Situationen ausnutzen aber das ist noch lange kein Grund ein Pauschalurteil abzugeben.
Perdiger 1
9, Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Offline Andreas777

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Antw:Die brutale Seite der ev. Kirche
« Antwort #11 am: 09. Dezember 2012, 23:19:09 »
Noch ein wichtiger Nachtrag zu den Hexenverbrennungen:

Die Dokumentation "Scheiterhaufen - Die große europäische Hexenjagd", die auf mal auf Arte gelaufen ist, ist zu empfehlen. In sechs Teilen zu je 10 Minuten kann man sie über das Internet anschauen:














In Teil5/6 ab ca. min.9,30 kann man hören das die heilige Inquistion gegen die Hexenverbrennungen war. Gerade ein Inquisitor Namens Francesco Albici war Gegner der Hexenverbrennungen. Die weltlichen Gerichte waren es die die Hexenverbrennungen machten.

In Tei 6/6 hört man das der Jesuit Friedrich Spee das Buch Cautio Criminalis geschrieben hat und das ganze Konstrukt der hexenprozesse als absurdum aufgezeigt hat. Aber seht selbst.

Hier mal wieder ein Beweis wie die Leute durch Kirchengegner und Medien verdummt werden indem das Volk oft der Meinung ist das mal wieder die kat.Kirche Schuld wäre. Durch Dokumente, Urkunden, Chronisten usw.. wird das aber alle wiederlegt. Aber sowas wird nicht groß publik gemacht. Nur wenn die kath.Kirche angeblich was verbrochen hat dann stürzen sich diese Geier darauf und wenn es sich als falsch herausstellt wirds nicht erwähnt. Der Teufel soll sie holen.

Perdiger 1
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Offline Pius

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Antw:Die brutale Seite der ev. Kirche
« Antwort #12 am: 22. März 2013, 01:26:13 »
Es ist in diesem Thema erwähnt worden, dass Luther eines anderen Todes gestorben sei. Ich führe auch die diesbezügliche Aussage an, damit man wisse woran ich aufspiele.
Luther selbst hat am Ende seines Lebens Gott um Verzeihung gebeten und zugegeben, dass er eine Spaltung nicht gewollt hat. Nach seiner Heirat ist ihm die Bewegung aus den Händen geglitten und andere bestimmten die Richtung, es wurde ein Machtspiel, was nur zugern von mehreren Herrschern  unterstützt wurde. Es gibt ein Buch, das aufgrund einer Aussage von einem seiner Diener über seine letzten Tage und seinen Tod aufgezeichnet wurde. Über seine Ängst und Zweifel und seinen merkwürdigen Tod. Offiziell wurde diese Zeit dann ganz anders dargestellt um nicht zu sagen glorifiziert. so Velvet.
Mich würde interesien, wie es wirklich mit dem Luthers Tode bewandt war. bzw. auch wie lautet der Name des Buches, das Benutzer velvet erwähnt hat. oder ob es einen Text im Internet gibt, der Lurhers Tod behandelt.

Offline Joel

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Antw:Die brutale Seite der ev. Kirche
« Antwort #13 am: 22. März 2013, 10:21:26 »
Hallo Pius,

hier ist die pdf Datei aus Google:

http://kath-zdw.ch/maria/Download/paul.majunke.3buecher.pdf

auf der Webseite unter Predigten Vorträge und Schriften!

Joel

Offline Pius

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Antw:Die brutale Seite der ev. Kirche
« Antwort #14 am: 23. März 2013, 12:09:12 »
Danke Joel !!!

Offline Pius

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Antw:Die brutale Seite der ev. Kirche
« Antwort #15 am: 24. März 2013, 14:50:37 »
Schade, dass das Wesentliche auf Latein geschrieben ist. Ich beherschee das Lateinische nicht so gut, als dass ich das gut verstehn könnte. Könnten Sie mir etwas empfehlen, was in der englishen oder deutscher Sprache verfasst ist ?

Offline Joel

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Antw:Die brutale Seite der ev. Kirche
« Antwort #16 am: 24. März 2013, 16:00:11 »
Auszüge aus dem Buch:
Ludwig Pastor - Janssens Geschichte des deutschen Volkes / Luthers Lebensende

Ursprung des Buches: Johannes Janssen - Die Geschichte des deutschen Volkes seit dem Ausgang des Mittelalters (8 Bde., Freiburg, 1878-1894), die zahlreiche Ausgaben erlebt hat, ist durch Ludwig Pastor ergänzt und verbessert worden. Der größere Teil von ihm wurde auch übersetzt ins Englische von M. A. Mitchell und von A. M fortgesetzt. Christie London, 1896 ff.  ist bei diversen Seiten (amazon etc.) erhältlich! Eine übersetzte Form der lat. Tezte ist auf der Webseite leider nicht vorhanden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Janssen

Joel

 

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