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  • Hl. Josef Freinademetz aus Südtirol: 29. Januar 2013

Autor Thema: Hl. Josef Freinademetz aus Südtirol  (Gelesen 2949 mal)

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velvet

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Hl. Josef Freinademetz aus Südtirol
« am: 27. Januar 2013, 03:19:49 »
Hl. Josef Freinademetz aus Südtirol


Josef Freinademetz wurde in Oies, einem kleinen Weiler mit fünf Häusern in den Südtiroler Dolomiten - damals zu Österreich gehörend, heute italienisch - geboren und am selben Tag getauft.

Bereits während seiner Studienzeit im Priesterseminar der Diözese Brixen überlegte er sich, Missionar zu werden. Nach seiner Priesterweihe am 25. Juli 1875 erhielt er die Arbeitsbestimmung für St. Martin in Thurn, nicht weit von seinem Geburtsort entfernt. Zwei Jahre nach seiner Weihe setzte er sich mit Arnold Janssen in Steyl (Niederlande) in Verbindung, dem Gründer des ersten deutschen Missionshauses, aus dem später die „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ (Steyler Missionare, SVD) hervorging.

Mit der Erlaubnis seines Bischofs fuhr Josef Freinademetz im August 1878 nach Steyl ins Missionshaus. Am 2. März 1879 erhielt er das Missionskreuz und machte sich mit einem weiteren Missionar, Johann Baptist von Anzer, auf den Seeweg nach China. Fünf Wochen später verließen die beiden in Hongkong das Schiff und bereiteten sich zwei Jahre lang in der Hafenstadt auf den nächsten Schritt vor. Sie wurden für Süd-Shantung bestimmt, 1881 reisten sie in diese chinesische Provinz, die genau 158 Getaufte unter 12 Millionen Einwohnern zählte.

Die folgenden Jahre waren äußerst schwer, geprägt von langen und mühsamen Reisen, Überfällen von Räuberbanden und von zermürbender Arbeit beim Aufbau der ersten christlichen Gemeinden. Doch sobald eine Gemeinde sich einigermaßen entwickelt hatte, hieß der zuständige Bischof die Missionare, dort alles zu verlassen, um an einem anderen Ort wieder neu zu beginnen.

Josef Freinademetz begriff schnell, wie wertvoll die Mitarbeit engagierter Laien für die Erstverkündigung war, vor allem in der Katechese. Deshalb legte er großen Wert auf deren Fortbildung und erstellte ein katechetisches Handbuch in chinesischer Sprache. Daneben widmete er sich, gemeinsam mit Anzer, der inzwischen Bischof geworden war, der Vorbereitung, spirituellen Begleitung und Weiterbildung der chinesischen Priester sowie der anderen Missionare.

Außerdem übernahm er abwechselnd verschiedene wichtige und verantwortungsvolle Ämter: Er war Verwalter der Missionsgebiete, Rektor des Seminars, Spiritual bzw. geistlicher Leiter der ersten chinesischen Priester und schließlich Provinzoberer.

Chinese unter Chinesen

Sein ganzes Leben war geprägt von dem Bemühen, ein Chinese unter Chinesen zu werden. So schrieb er an seine Verwandten: „Ich liebe China und die Chinesen; hier möchte ich sterben und bei ihnen begraben werden.“

Eine Kehlkopferkrankung und der Beginn der Tuberkulose zwangen Joseph Freinademetz 1898, eine Ruhepause einzulegen. Um sich zu erholen fuhr er nach Japan.

1900, nach 20 Jahren mühseliger Arbeit in China, lud Pater Arnold Janssen seinen ersten Missionar nach Steyl zum Silbernen Jubiläum der Gesellschaft des Göttlichen Wortes ein. Freinademetz lehnte ab. Es war die Zeit des Boxeraufstands. Die in China tätigen deutschen Behörden forderten alle Missionare auf, sich unverzüglich zum Hafen von Tsingtau zu begeben, wo man sie besser beschützen konnte. Joseph Freinademetz entschied sich, auf der Missionsstation in Puoli (heute im Kreis Yanggu der bezirksfreien Stadt Liaocheng) zu bleiben, obwohl er sich der bestehenden Gefahr bewusst war.

Einmal schickte er eine Gruppe Waisenkinder aus dem Landesinnern an die Küste von Tsingtau, wo sie relativ sicher waren. Mit den Waisen schickte er einen Brief an die Mitbrüder in Tsingtao, in dem er schrieb: „Sie (d.h. die Waisen) sind auf die Hilfe anderer angewiesen. Haben Sie doch die Freundlichkeit, ihnen weiter zu helfen. In der Situation, in der sie sich befinden, dürfen wir keine Zweifel haben, einige Extraausgaben zu machen, um zu retten, was zu retten ist…“ Und er fügte hinzu: „Ich glaube es wäre besser, die Pferde zu verkaufen.“

Als der Bischof von Yanzhou, Augustin Henninghaus, wieder einmal nach Europa reisen musste, wurde Josef Freinademetz die Administration der Diözese übertragen. Während dieser Zeit kam es zu einer Typhusepidemie. Freinadametz wurde selbst davon angesteckt.

Er kehrte nach Taikia (heute Daizhuang im Stadtbezirk Rencheng der bezirksfreien Stadt Jining), dem Bischofssitz, zurück und verstarb dort am 28. Januar 1908. Man beerdigte ihn unter der 12. Station des Kreuzweges. Sein Grab wurde schnell zu einem Ort der Verehrung und der Wallfahrt für die Christen.

Heiligsprechung von Josef Freinademetz

Sein Wahlspruch war: „Die einzige Sprache, die jeder versteht, ist die Liebe.“

P. Freinademetz wurde am 19. Oktober 1975 selig, und am 5. Oktober 2003 zusammen mit dem Steyler Ordensgründer Arnold Janssen durch Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

Werke

    J. Freinademetz, Sanctissimum Novae Legis Sacrificium, 1.ed., Verl. der kath. Mission, Yenchowfu (China) 1915, VII + 161 pp. 2.ed. Steyl 1948, VIII + 141 pp.
    Josef Freinademetz SVD, Berichte aus der China-Mission, (ordensintern als Analecta SVD 27, 1973) Apud Collegium Verbi Divini, Romae 1974, 171 pp.
    José Freinademetz, Relatos de la mision en China, Editorial Verbo Divino, Estella (Navarra) 1976, 219 pp., ISBN 84-7151-199-1.
    J. Freinademetz, Über den Geist der Societas Verbi Divini, (Analecta SVD 40), Collegium Verbi Divini: Romae 1977, 91 pp.
    Joseph Freinademetz, The Most Holy Sacrifice of the New Covenant, translated by Stan Plutz SVD, Tagaytay/Philippines 1980, 2. ed. 1986, 146 pp.
    Josef Freinademetz, Briefe an die Heimat, hrsg. von P. Lothar Janek SVD, Sekretariat Josef Freinademetz: Abtei (BZ) 2009, 199 pp.

 

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