• Die gute Gattin und Mutter. Ein Katholisches Lehr- und Gebetsbuch. 5 1

Autor Thema: Die gute Gattin und Mutter. Ein Katholisches Lehr- und Gebetsbuch.  (Gelesen 26802 mal)

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Antw:Die gute Gattin und Mutter. Ein Katholisches Lehr- und Gebetsbuch.
« Antwort #30 am: 24. April 2013, 17:54:22 »
XXXIII.
Die christliche Witwe.

Allerdings ist herbe das Los, welches dich, christliche Witwe, getroffen hat. Wohl berechtigt ist deine Trauer um den teuren, lieben Gatten, der dir Schutz, Stütze, Ratgeber, Tröster und Helfer in jeder Not und in jedem Leiden war, mit dem du unermüdlich für die ganze Familie gearbeitet und die Kinder zum Guten angehalten hast, mit dem du Freud und Leid, Mühe und Sorgen liebevoll geteilt hast; gebrochen ist nun der Stab deines Lebens, ohne Rat und Stütze stehst du inmitten einer boshaften Welt, von vielen Seiten vielleicht noch bedrängt und beängstigt.
Doch, christliche Witwe, verliere den Mut nicht. Wenn du wahrhaft eine christliche Witwe bist, so darfst du dein Vertrauen auf GOTT, den Allmächtigen Vater der Witwen und Waisen, setzen. Er wird dir helfen, raten und dich unterstützen, Er wird dir sein, was dein Gatte dir gewesen und noch unvergleichlich mehr. „Fürchte dich nicht,“ ruft Er dir zu, „denn Ich bin bei dir; wanke nicht, denn Ich bin dein GOTT. Ich stärke dich und helfe dir.“ (Eccl. 41, 10.) Darum jammere nicht in Mutlosigkeit und beleidige den Allmächtigen Beschützer nicht mit Wehklagen und nutzloser Trauer, sondern sprich voll Ergebung: „Herr, Dein Wille geschehe, tut es auch noch so wehe.“ Mach dir so dein Kreuz verdienstlich, vertraue zuversichtlich auf die Göttliche Vorsehung, vergiss deinen verstorbenen Gatten im Gebete nicht, erfülle nur mutig deine Pflichten, und alles wird zu deinem Besten gereichen.
Die Welt hält zwar diejenigen, welche von der Göttlichen Vorsehung in den Witwenstand versetzt sind, für überaus unglücklich und oft für sehr töricht, wenn sie nicht eine neue Verbindung eingehen wollen. Wie ungerecht aber diese Ansicht ist, zeigt uns unsere Heilige Kirche.
Schon vom ersten Anfange des Christentums gab es zahlreiche Jungfrauen, welche durch eine feierliches Gelübde sich verpflichteten, ihre Jungfräulichkeit allezeit zu bewahren und ein vollkommeneres Leben als die gewöhnlichen Gläubigen zu führen. Die Bischöfe betrachteten sie als einen vorzüglichen, besonderer Sorgfalt würdigen Teil ihrer Herde, und die Witwen, welche nur einmal verheiratet gewesen waren, wurden zu demselben Gelübde und zu derselben Ehre zugelassen, wofern sie auf eine zweite Ehe verzichteten. Durch ihr Alter, ihre Erfahrung, durch den Ernst und die Würde ihres Betragens waren diese Frauen besonders geeignet, Personen ihres Geschlechts zu unterweisen, über Jungfrauen, über Arme und über verlassene Kinder zu wachen. Was Wunder, wenn die Witwen immer als einer der kostbarsten Edelsteine an der Krone der Kirche angesehen wurden.
Auch die Heilige Schrift gibt uns Aufschluss über den Witwenstand. Der Heilige Paulus schreibt an die Korinther: „Das Weib ist an das Gesetz gebunden, solange ihr Mann lebt: Entschläft aber ihr Mann, so ist sie frei, sie heirate, wenn sie will, doch (geschehe es) im Herrn. Seliger aber ist sie, wenn sie so (lebendig) bleibt nach meinem Rate.“ (1. Kor. 7, 39.) Nach diesen klaren Worten der Heiligen Schrift gehört der Witwenstand, wie die Jungfräulichkeit, obschon letztere höher steht, unter die evangelischen Räte. Aus diesem Grunde stellt sie auch der Völkerapostel öfters zusammen, zum Beispiel: „Ein unverheiratetes Weib und eine Jungfrau ist auf das bedacht, was des herrn ist, damit sie an Leib und Seele heilig sei.“ (1. Kor. 7, 34.)
Die Erhabenheit des Witwenstandes rühmt die Heilige Schrift an Judith mit folgenden Worten: „Obwohl Judith schön von Angesicht war und ihr Mann ihr große Reichtümer hinterlassen hatte, so sehen wir sie doch ein zurückgezogenes Leben führen und im Innern ihres Hauses verschlossen mit den Mägden, die ihr dienten. Von dem Tage an, wo sie ihren Man verloren, hatte sie ihre kostbaren Kleider abgelegt; sie verzichtete auf allen äußeren und weltlichen Schmuck, auf Gesellschaften, sie vermied, öffentlich zu erscheinen, und widmete sich einem bußfertigen Leben. Und sie hatte bei jedermann einen sehr guten Namen, und niemand war, der etwas Böses von ihr redete.“ (Jud. 8, 4.)
Wie schön spricht ferner die Heilige Schrift von der Witwe zu Sarepta (3. Kön. 17.), von der Witwe Anna im Tempel zu Jerusalem (Luk. 2.) und von der Witwe am Opferfasten, welche mehr gegeben hat als alle.“ (Mark. 12.)
„Ehre die Witwen,“ ermahnt der Heilige Paulus alle Christen in der Person des Timotheus, „die wahrhaft Witwen sind.“ Und gewiss, eine solche verdient geehrt zu werden; denn wie groß steht das schwache Weib da, welches dem in die Ewigkeit vorausgegangenen Manne ihr liebendes Herz bewahrt und dadurch ein ruhmvolles Zeugnis von der Reinheit, Innigkeit und Treue ihrer ersten Liebe öffentlich ablegt; während im umgekehrten Falle sie ihrer ehelichen Liebe selbst ein trauriges Zeugnis ausstellt, wenn sie nämlich vom Grabe des verstorbenen Gatten zurückkehrend sich herausputzt, um wieder einem anderen zu gefallen.
Welche Pflichten hat denn die christliche Witwe? Sehr schön setzt das der Heilige Franz von Sales in seiner Philothea auseinander, indem er schreibt:
„Eine Witwe, die Kinder hat, welche ihrer Erziehung und Leitung, namentlich in Rücksicht des Seelenheiles und des irdischen Fortkommens, bedürfen, kann und darf dieselben auf keine Weise vernachlässigen. Im Gegenteile, sie muss ihnen vergelten, was sie selbst von ihren Eltern empfangen hat. „Wer für die Seinigen,“ sagt der Heilige Paulus, „und besonders für seine Familie keine Sorge trägt, hat den Glauben verleugnet und ist ärger als ein Ungläubiger.“ (1. Tim. 5, 8.) Sind die Kinder aber bereits in der Lage, dass sie keiner Fürsorge mehr bedürfen, so soll die Witwe alle ihre Wünsche und Gedanken einzig und allein auf ihr Wachstum in der Liebe zu GOTT richten. Wird sie nicht dringend genötigt, sich in verwickelte und beunruhigende Geschäfte und Verhältnisse, wie zum Beispiel in Prozesse, einzulassen, so rate ich sehr, sich derselben gänzlich zu entschlagen und bei allen ihren Angelegenheiten stets den ruhigsten und friedlichsten Weg zu wählen, und sollte er auch nicht immer der nützlichste zu ein scheinen. Denn die Vorteile, welche aus solchen Händeln hervorgehen, müssen in der Tat schon sehr groß sein, um mit dem kostbaren Gute einer Heiligen Ruhe in Vergleich zu kommen.
Eine beständige Übung der Witwe sei das Gebet, denn da sie keine andere Liebe mehr hegen darf, als nur für GOTT, so soll sie auch fast keine anderen Worte mehr haben, als nur für Ihn. Das Gebet sei daher ihre liebste Beschäftigung.
Die Tugenden, welche eine fromme Witwe besonders zu üben hat, sind folgende: Sittsamkeit und Eingezogenheit, Verzichtleistung auf Gesellschaften, auf Ehren, Titel, Rang und alle derartige Eitelkeiten; Pflege der Armen und Kranken, Trost der Betrübten, Anleitung der Mädchen zur Gottseligkeit und das ernstliche Bestreben, den jungen Frauen in jeglicher Hinsicht ein vollkommenes Muster zu sein. Einfachheit und Reinlichkeit ist der Schmuck ihrer Kleider, Demut und Liebe die Zierde ihrer Handlungen. In ihrer Rede zeigt sich Anstand und Freundlichkeit, und Jesus Christus, der Gekreuzigte ist die Einzige Liebe und Freude ihres Herzens.
Kurz, die wahre Witwe ist im Garten der Kirche gleichsam ein Frühlingsveilchen, das durch den Wohlgeruch der Gottseligkeit einen unvergleichlich süßen Duft verbreitet und sich dabei verborgen hält. Seine unscheinbare Farbe deutet auf Abtötung; es blüht nur an kühlen und einsamen Orten, um nicht vom Umgange mit Weltmenschen zertreten zu werden und die Frische des Herzens gegen jegliche Hitze zu bewahren, welche das Verlangen nach Gütern, Ehren oder selbst nach weltlicher Liebe hervorrufen könnte. Glücklich die Witwe, die also behaart bis zum Ende ihrer Tage!“

Schlusswort.

Um nochmals kurz das Wichtigste aus den Belehrungen zusammenzufassen, rufe ich dir, gute Gattin und Mutter, zu Schlusse zu:
Willst du Glück und Segen im Ehestande haben, so musst du immer die Heiligkeit und Würde deines Standes wohl beherzigen und all deine Pflichten, die du als Gattin und als Mutter hast, immer treu zu erfüllen suchen.
Als Gattin musst du in Eintracht, Liebe, ehelicher Treue, Keuschheit und Gehorsam mit deinem Gatten leben, bis der Tod das Band der Ehe auflöst. Du sollst und musst dich fortwährend bestreben, mit deinem Gatten ein Herz und eine Seele zu sein, und so in Eintracht und Friede mit ihm leben. Du sollst und musst ihn lieben mit beständiger, geduldiger und tätiger Liebe, einer Liebe, die nicht bloß aus Antrieb der Natur, sondern aus Beweggründen des Glaubens entspringt, welche dich ebenfalls zur standesgemäßen Keuschheit und zu einem freudigen Gehorsam gegen das Haupt der Familie veranlassen werden. Du sollst und musst deinem Gatten die eheliche Treue bewahren, jede derselben zuwiderlaufende oder sie gefährdende Neigung und Begierde bekämpfen und unterdrücken, jede Eifersucht und Misshelligkeit im Keime ersticken oder, wenn sie in unbewachten Augenblicken Wurzel gefasst, wieder so bald als möglich beseitigen. Ihr sollt und müsst euch einander durch Gottseligen Wandel erbauen, euch gegenseitig im Streben nach einem wahrhaft christlichen Leben unterstützen, einander trösten, helfen, ermuntern und stärken in Kreuz und Leid. Nichts darf imstande sein, euch zu trennen, als der Tod, welcher christliche Eheleute hier auf Erden trennt, um sie jenseits ewig miteinander in der Himmlischen Glückseligkeit zu verbinden. O überaus glückliche Ehe, in welcher eine solche gute Gattin ist! „Wie die aufgehende Sonne an GOTTES hohem Himmel, so ist das Angesicht des guten Weibes zur Zierde ihres Hauses.“ Als Familienmutter sollst und musst du fleißig und sparsam sein. Du sollst und musst für die Zukunft deiner Kinder sorgen. Sage nicht, dass dieselben sich in den reiferen Jahren auf der Welt durcharbeiten könnten, wie du es etwa selbst getan hast. Denn das ist eine unverständige, gewissenlose und strafwürdige Ausrede. Wer Kinder hat, muss ihnen wo möglich ein Erbe hinterlassen. Wer es nicht tut, der handelt in dieser Beziehung nicht besser als der Rabe auf dem Baume, der Hund auf der Gasse und der Wolf im Walde. Fern sei von dir, gute Mutter, eine solche Denk- und Handlungsweise!
Als Mutter bist du streng verpflichtet, deine Kinder zu Gotteskindern und zu Erben des Himmels heranzubilden; du darfst sie nicht nach den Grundsätzen der Welt erziehen, sondern du musst sie nach den Vorschriften und Grundsätzen des christlichen Glaubens zu allem Guten anleiten und von allem Bösen abhalten. Und das muss schon von frühester Jugend an geschehen; denn wie man den Baum nur gerade ziehen kann, solange er noch jung und zart ist, so muss auch die Erziehung schon im zartesten alter beginnen. „Jung gewohnt – alt getan,“ das gilt sowohl vom Guten als vom Bösen. Wie bitter würdest du es zu bereuen haben, wenn du die Erziehung vernachlässigtest! Jammer und Schande würdest du an deinen missratenen Kindern erleben und vor Schmerz und Gram über ihre entehrende Lebensweise vor der Zeit ins Grab finden. Und was erst würdest du als pflichtvergessene Mutter in der Ewigkeit zu erwarten haben? Origenes sagt geradezu: „Alles, was die Kinder gefehlt, wird von den Eltern gefordert werden, welche dieselben nicht erzogen, nicht gezüchtigt haben.“ „Ein großer Teil der Eltern geht des Heiles verlustig gerade deshalb, weil durch ihre Schuld die Kinder verdorben sind und verloren gehen.“
O gute, christliche Mutter, sorge doch durch eine gewissenhafte christliche Kindererziehung vom zartesten Alter an, dass du nicht zu diesen unglücklichen Müttern gehörst! Glaube aber gar nicht, dass es genug sei, wenn durch deine und deines Gatten Bemühungen deine Kinder die ersten Jahre hindurch unschuldig bleiben, wenn sie brav sind bis zur ersten Heiligen Beichte und zur ersten Heiligen Kommunion oder noch ein paar Jahre länger. Nein, du musst auch alles aufbieten, was du kannst, damit sowohl deine heranwachsenden als auch deine erwachsenen Söhne und Töchter unschuldig und brav bleiben. Lies daher öfters die Belehrungen, Mahnungen und Warnungen, welche in diesem Buche enthalten sind; erwäge sie ernstlich und handle stets danach. Besorge auch deinem Gatten ein gutes Standesgebetbuch, damit er mit dir desto eher seine Heiligen Standespflichten getreu erfüllt.
Wohl dir, gute Gattin, wenn du dieses tust! Alsdann kannst du getrost dein Haupt zur Ruhe legen. Alsdann kannst du bei deinem Tode aufrichtig zum Göttlichen Richter sagen: „Herr, die Du mir anvertraut hast, habe ich treu bewahrt und gut behütet, keiner von ihnen ist (durch meine Schuld) verloren gegangen.“ (Joh. 17,12.) Alsdann wird eine überaus schöne, herrliche Himmelskrone dein Anteil in alle Ewigkeit sein. Amen.

Fortsetzung folgt!
Nie kann o Herr ich danken Dir genug!
Es soll Dir danken jeder Atemzug,
es soll Dir danken jeder Herzensschlag,
bis zu dem letzten Schlag am letzten Tag.
Es soll Dir danken jeglicher Gedanke,
nichts will ich denken als: Ich danke, danke!

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Antw:Die gute Gattin und Mutter. Ein Katholisches Lehr- und Gebetsbuch.
« Antwort #31 am: 27. April 2013, 14:05:25 »
Zweiter Teil.


Gebete und Andachtsübungen


für


D i e  g u t e  G a t t i n  u n d  M u t t e r.














I.Tägliche Andachten.

Morgengebet.

Wichtig ist der gute Anfang des Tages.
beim Erwachen richte darum sogleich deine Gedanken auf den lieben GOTT, und ist die Zeit zum Aufstehen da, so stehe ohne Zögern auf, kleide dich sittsam unter Gebet an! Vergiss niemals, durch eine gute Meinung all dein Tun und Lassen verdienstlich für den Himmel zu machen. Beginne jeden Tag so, als wäre er der letzte deines Lebens. Wenn du angekleidet bist, bete wo möglich knieend und zusammen (Als gemeinschaftliches Morgen- oder Abendgebet eignet sich sehr gut das Gebet der christlichen Familie.) mit deinem Gatten und deinen Angehörigen:

Anbetung und Danksagung.

Ich bete Dich an, ich Lobe und Verherrliche Dich, o Allerheiligste Dreifaltigkeit! Ich sage Dir Dank, dass Du mich in dieser Nacht so gnädig bewahrt und mir wieder einen neuen Tag geschenkt hast. Amen.

Die vorzüglichsten Tugendakte.

Herr GOTT, wegen der Wahrhaftigkeit Deiner Worte glaube ich an Dich, o mein GOTT!
Wegen der Treue Deiner Verheißungen hoffe ich auf Dich, o mein GOTT!
Wegen der Größe Deiner Güte liebe ich Dich, o mein GOTT!
Wegen meiner armseligen Sündhaftigkeit verabscheue ich mich, o mein GOTT!
Wegen Deiner brennenden Liebe im Heiligen Sakrament verlange ich nach Dir, o mein Liebster Jesus!
O, so gib denn Du mir die lebendigen Wasser Deiner Gnade!
Und sende mir vom Vater den Heiligen Geist!
Du aber, o Heiliger Geist, gib mir die Gnade, dass ich Deine Heiligen Führungen klar erkenne und denselben beharrlich folge. Amen.

Gute Meinung und Bitte.

Heiliger, Allmächtiger GOTT, ich opfere Dir alles, was ich heute tun oder leiden werde, zu Deiner Größeren Ehre auf. Ich vereinige es mit den Unendlichen Verdiensten Jesu, empfehle mich in alle Heiligen Messen, die heute gelesen werden, und mach die Meinung, heute alle Ablässe gewinnen zu wollen, deren ich teilhaft werden kann. Hilf mir, o Herr, dass ich mein Gewissen stets rein bewahre, Dein Heiligen Gebote beobachte und die Ewige Seligkeit erlange. Es segne, bewahre und beschütze mich, meine lieben Angehörigen und alle Menschen der Allmächtige und Barmherzige GOTT, der Vater, Sohn und Heilige Geist! Amen.

Anrufung der lieben Engel und Heiligen.

Seligste Jungfrau Maria, beschütze mich als Dein Eigentum und Besitztum!
Glorreicher Heiliger Joseph, o mein Heiliger Schutzengel, mein Heiliger Namenspatron und all Ihr lieben Engel und Heiligen, stehet mir bei, damit ich an diesem Tage vor jedem Übel der Seele und des Leibes bewahrt bleibe! Amen.
Der Engel des Herrn...

Muttersegen über die Kinder.

Ich befehle dich (euch) in den Schutz des Allmächtigen GOTTES, in die Obhut der Seligsten Jungfrau, in die Wache der Heiligen Schutzengel und in den Schirm aller lieben Engel und Heiligen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Hast du noch Zeit, so verrichte einige von den folgenden Gebeten, besonders das zur Heiligen Familie.

Gebete während des Tages.

Der Engel des Herrn.

V: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft.
A: Und sie empfing vom Heiligen Geiste.
Gegrüßet seist Du...
V: Sieh, ich bin eine Magd des Herrn.
A: Mir geschehe nach Deinem Worte.
Gegrüßet seist Du...
V: Und das Wort ist Fleisch geworden.
A: Und hat unter uns gewohnt.
Gegrüßet seist Du...
V: Bitte für uns, o Heilige Gottesgebärerin!
A: Auf das wir würdig werden der Verheißungen Christi!
G e b e t. Wir bitten Dich, o Herr, Du wollest Deine Gnade in unsere Herzen eingießen, damit wir, die wir durch die Botschaft des Engels die Menschwerdung Christi, Deines Sohnes, erkannt haben, durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung geführt werden. Durch denselben Christum, unsern Herrn. Amen.

In der österlichen Zeit wird statt des „Engel des Herrn“ folgendes stehend gebetet:

V: Freu Dich, Du Himmelskönigin! Alleluja!
A: Den Du verdient hast zu tragen! Alleluja!
V: Der ist wieder auferstanden, wie Du gesagt. Alleluja!
A: Bitt GOTT für uns, Maria! Alleluja!
V: Freu Dich und frohlocke, o Jungfrau Maria! Alleluja!
A: Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden! Alleluja!

L a s s e t  u n s  b e t e n. O GOTT, der Du durch die Auferstehung Deines Sohnes, unsers Herrn Jesus Christus, die Welt zu erfreuen Dich gewürdigt hast; wir bitten Dich, verleihe, dass wir durch Seine Mutter, die Jungfrau Maria, die Freude des Ewigen Lebens erlangen. Durch denselben Christum, unsern Herrn. Amen.
Der Engel des Herrn ist ein Gebet zur Erinnerung an die Gnadenvolle Menschwerdung Jesu Christi und zur Danksagung für diese überaus Große Wohltat. Es ist eine sehr schöne Gewohnheit, dieses Gebet besonders für jene Menschen zu beten, die in der größten Gefahr sind, dass sie ewig verloren gehen: Die Ungläubigen, die armen Heiden und Sünder.
Wer täglich morgens, mittags und abends beim Glockenzeichen knieend dieses Gebet verrichtet, gewinnt jedesmal 100 Tage Ablass – und einmal im Monate nach vorhergegangener Beichte und Kommunion einen vollkommenen Ablass. - Samstagabend und Sonntag wird es stehend gebetet. (Benedikt XIII. 14. September 1724.)

Fortsetzung folgt!
Nie kann o Herr ich danken Dir genug!
Es soll Dir danken jeder Atemzug,
es soll Dir danken jeder Herzensschlag,
bis zu dem letzten Schlag am letzten Tag.
Es soll Dir danken jeglicher Gedanke,
nichts will ich denken als: Ich danke, danke!

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Gebet vor dem Essen.


Aller Augen warten auf Dich, o Herr, und Du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit, Du öffnest Deine Milde Hand und erfüllest alles, was da lebt mit Segen.
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Vater unser...
G e b e t. O Herr, segne uns und diese Deine Gaben, die wir von Deiner Freigebigkeit empfangen werden, durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Gebet nach dem Essen.


Wir danken Dir, Allmächtiger, Gütiger GOTT, für alle Deine vielen Wohltaten, der Du lebst und regierst in alle Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Vater unser...
G e b e t. O Herr, Du wollest allen denen, die uns um Deines Namens willen Gutes tun, mit den Ewigen Gütern es vergelten! Amen.
Alle abgestorbenen Gläubigen Seelen mögen ruhen durch die Barmherzigkeit GOTTES in Frieden. Amen.
(„Der Engel des Herrn“, wenn du ihn nicht schon früher gebetet hast.)

Tägliches Gebet zur Heiligen Familie.


O Liebreichster Jesus, der Du mit Deinen Unaussprechlichen Tugenden und mit den Beispielen Deines verborgenen Lebens die von Dir hier auf Erden auserwählte Familie Geheiligt hast, blicke gütigst auf diese unsere Familie herab, welche vor Dir niedergeworfen, Dich um Deine Huld anfleht. Gedenke, dass sie Deine Familie ist, weil sie sich Dir besonders geweiht und aufgeopfert hat. Beschütze Du sie gnädig, befreie sie von Gefahren, eile ihr zu Hilfe in allen Nöten und gib ihr die Gnade, beharrlich zu bleiben in der Nachahmung Deiner Heiligen Familie, damit sie, Dir treu dienend und Dich liebend auf Erden, Dich dann Ewig im Himmel Lobpreisen könne.
O Maria, Mildeste Mutter, wir flehen Dich um Deinen Schutz an, fest überzeugt, dass Dein Göttlicher Sohn Deine Bitten erhören wird.
Und auch Du, Glorreicher Patriarch, Heiliger Joseph, komm uns durch Deine Mächtige Vermittlung zu Hilfe und bringe Jesu durch die Hände Mariä unsere Bitten vor. (Ablass von 300 Tagen jedesmal, zu gewinnen von den Mitgliedern des Vereins der Heiligen Familie, welche obiges Gebet vor einem Bilde der Heiligen Familie verrichten. Leo XIII. 20. Juni 1892)
Jesus, Maria, Joseph! Erleuchtet uns, helfet uns, rettet uns. Amen.
(Ablass von 200 Tagen, einmal täglich zu gewinnen von den Mitgliedern des Vereins der Heiligen Familie. Leo XIII. 20. November 1890)

Gebet der christlichen Familie,
welches als gemeinsames Morgen- oder Abendgebet dienen kann.

O GOTT der Güte und Barmherzigkeit, Deinem Allmächtigen Schutze empfehlen wir unser Haus, unsere Familie und alles, was wir besitzen. Segne uns alle, wie Du die Heilige Familie in Nazareth gesegnet hast.
Heiligster Erlöser Jesus Christus, durch die Liebe, mit der Du Mensch geworden, um uns zu erretten, durch die Barmherzigkeit, kraft welcher Du für uns am Kreuze gestorben bist, bitten wir Dich, segne unser Haus, unsere Familie und unsere Hausgenossen. Bewahre uns vor allem Übel und den Nachstellungen der Menschen, behüte uns vor Blitz, Hagel, Feuersgefahr, vor Überschwemmung und ungünstiger Witterung; bewahre uns vor Deinem Zorne, vor dem Hass und den bösen Absichten unserer Feinde, vor Pest, Hungersnot und Krieg. Lasse nicht zu, dass jemand von uns ohne die Heiligen Sakramente sterbe. Gib uns Deinen Segen, auf dass wir standhaft unseren Glauben bekennen, der uns zur Heiligung führt: Auf dass wir auch in Leiden und Trübsal unsere Hoffnung bewahren und in der Liebe zu Dir und zum Nächsten stets Fortschritte machen.
O Jesus, segne und beschütze uns!
O Maria, Mutter der Gnade und Barmherzigkeit, segne uns, beschütze uns gegen den bösen Geist, führe uns an Deiner Mütterlichen Hand durch dieses Jammertal; versöhne uns mit Deinem Sohne und empfiehl uns Ihm an, auf dass wir Seiner Verheißungen würdig werden.
Heiliger Joseph, Du Nährvater unseres Erlösers, Beschützer Seiner Heiligen Mutter und Haupt der Heiligen Familie, sei unser Fürsprecher, segne und beschütze jederzeit unsere Wohnstätte.
Heiliger Michael, verteidige uns gegen alle Bosheit der Hölle.
Heiliger Gabriel, lass und den Heiligen Willen GOTTES erkennen.
Heiliger Raphael, bewahre uns vor Krankheiten und Lebensgefahr.
Heilige Schutzengel, erhaltet uns Tag und Nacht auf dem Wege des Heiles.
Ihr Heiligen Patrone, bittet für uns am Throne GOTTES.
Ja segne dieses Haus, o GOTT Vater, der Du uns erschaffen, Du, GOTT Sohn, der Du für uns am Kreuze gelitten, und Du, GOTT Heiliger Geist, der Du uns in der Taufe geheiligt hast. Möge die Allerheiligste Dreifaltigkeit unsern Leib beschützen, unsere Seele reinigen, unser Herz lenken und uns zum Ewigen Leben führen.
Ehre sei dem Vater, Ehre dem Sohne, Ehre dem Heiligen Geiste. Amen.
(200 Tage Ablass einmal täglich. Leo XIII. 19. Januar 1889)
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Offline _Chris_

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Das ist wirklich sehr schön:) gibt es das auch für den guten Gatten und Vater :)?? Und wenn ja wo würde man es bekommen können?? Liebe Grüße

Offline ArmeSeele

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Bittgebet zum Gnadenspender.

O Heiliger Geist, Du König der Gerechtigkeit und Heiligkeit! Ergieße in mich und alle Menschen auf der ganzen Welt die Liebe zu jenen Tugenden, welche Du von uns forderst. Schenke uns deshalb erstens die Heilige Opferliebe zu Deiner sowie des Vaters und des Sohnes Ehre und für das Heil der Seelen; zweitens die keusche Liebe zur Erhaltung eines reinen Herzens und keuschen Wandels, und endlich die sakramentale Liebe zum rechten Gebrauch Deiner Heiligen Sakramente. Amen.

Aufopferungsgebet.

Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. Nimm mein Gedächtnis, meinen Verstand und alle meinen Willen. Was immer ich habe oder besitze, hast Du mir geschenkt; das alles stelle ich Dir zurück und überlasse es ganz der Leitung Deines Heiligen Willens. Nur Deine Liebe und Deine Gnade gib mir; dann bin ich reich genug und verlange weiter nichts mehr. Amen.
(300 Tage Ablass einmal täglich. Leo XIII. 26. Mai 1883)

Tägliche Empfehlung in alle Heiligen Messen.

O mein Jesus, ich schließe mich in alle Heilige Messopfer ein, welche Dir heute auf dem ganzen Katholischen Erdboden dargebracht werden, und opfere sie Dir auf in Vereinigung mit den Absichten Deines Heiligsten Herzens und flehe zu Dir, schenke mir und meinen Angehörigen aus jedem Heiligen Messopfer einen Tropfen Deines Kostbaren Blutes zur Genugtuung für unsere Sündenschuld. Auch flehe ich zu Dir um die Gnade, dass durch die Kraft eines jeden Heiligen Messopfers eine arme Seele aus dem Fegfeuer befreit werde, ein Sterbender Barmherzigkeit finde, ein Ungläubiger und ein Sünder sich zu Dir bekehre und eine schwere Sünde verhindert werde. Amen.

Gute Meinung.

Herr Jesus Christus, im Vereinigung mit jener Göttlicher Meinung,in welcher Du selbst durch Dein Heiliges Herz hier auf Erden GOTT dem Herrn Lobpreisung dargebracht hast und auch jetzt noch unablässig im Allerheiligsten Sakramente des Altars an allen Orten bis zum Ende der Zeiten darbringst, opfere ich Dir diesen ganzen Tag hindurch, auch nicht den kleinsten Teil desselben ausgenommen, in Nachahmung des Heiligsten Herzens der Seligsten, allzeit Makellosen Jungfrau Maria, von ganzer Seele auf alle meine Absichten und Gedanken, alle meine Anmutungen und Wünsche, alle meine Werke und Worte. (100 Tage Ablass einmal am Tage. Leo XIII. 19. Dezember 1885)

Gebete zur Allerseligsten Jungfrau.

Des Morgens. Gegrüßet seist Du, Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Süßigkeit und Hoffnung, sei gegrüßt. Zu Dir rufen wir verbannte Kinder Evas; zu Dir seufzen wir weinend und trauernd in diesem Tränentale. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende Deine Barmherzigen Augen zu uns, und nach dieser Verbannung zeige uns Jesum, die Gebenedeite Frucht Deines Leibes, o Gütige, o Milde, o Süße Jungfrau Maria!
V:Würdige mich, Dich zu Loben, Heilige Jungfrau!
A:Gib mir Kraft wider Deine Feinde.
V:Gebenedeit sei GOTT in Seinen Heiligen.
A: Amen.
Des Abends. Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o Heilige Gottesgebärerin, verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren. O Du Glorwürdige und Gebenedeite Jungfrau!
V:Würdige mich, Dich zu Loben, Heilige Jungfrau!
A:Gib mir Kraft wider Deine Feinde.
V:Gebenedeit sei GOTT in Seinen Heiligen.
A: Amen.
(100 Tage Ablass einmal im Tage. 7 Jahre Quadragenen an jedem Sonntage des Jahres. Pius VI. 5. April 1786)

Fortsetzung folgt!
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Antw:Die gute Gattin und Mutter. Ein Katholisches Lehr- und Gebetsbuch.
« Antwort #35 am: 03. Juni 2013, 17:56:31 »
Kurze Ablassgebete.
Mit unvollkommenem Ablass, so oft man sie betet.
Erweckung der drei Göttlichen Tugenden.

„Herr GOTT, wegen der Wahrhaftigkeit Deiner Worte glaube ich an Dich, o mein GOTT! - Wegen der Treue Deiner Verheißungen hoffen ich auf Dich, o mein GOTT! - Wegen der Größe Deiner Güte liebe ich Dich, o mein GOTT!
(7 Jahre und 7 Quadragenen. Benedikt XIV. 1756)
Die Formel für Glaube, Hoffnung und Liebe kann nach Belieben gewählt werden, wenn sie nur die besonderen Beweggründe für jede der drei Göttlichen Tugenden enthält.

Zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
(50 Tage Ablass, so oft man unter obiger Anrufung das Heilige Kreuzzeichen macht. Pius IX. 1863. - 100 Tage Ablass, so oft man sich dabei mit Weihwasser besprengt. Pius IX. 1866)

Mein GOTT und Alles!
(50 Tage. Leo XIII. 1888)
Zu Ehren Jesu, Mariä und Joseph.

Jesus, Maria, Joseph, Euch schenke ich mein Herz und meine Seele.
Jesus, Maria, Joseph, stehet mir bei im letzten Todeskampfe!
Jesus, Maria, Joseph, möge meine Seele mit Euch in Frieden scheiden!
(100 Tage für jedes einzelne; 300 Tage für alle drei zusammen. Pius VII. 1807)

* Süßes Herz meines Jesus, gib, dass ich immer mehr Dich lieb´!
(300 Tage. Pius IX. 1876)

* Süßes Herz Mariä, sei meine Rettung!
(300 Tage. Pius IX. 1852)

Gelobt sei Jesus Christus! Antwort: In Ewigkeit, oder: Amen.
(50 Tage für den einen und den andern beim gegenseitigen Grüßen. Riemens XIII. 1759)

Gelobt sei Jesus und Maria! Antwort: Heute und Allezeit!
(50 Tage für den einen und den andern. Pius IX. 1864)

Mein Jesus, Barmherzigkeit!
(100 Tage. Pius IX. 1846)

Jesus, mein GOTT, über alles liebe ich Dich.
(50 Tage. Pius IX. 1854)

Süßester Jesus, sei mir nicht Richter, sondern Seligmacher!
(50 Tage. Pius IX. 1851)

Für das Andächtige Anrufen (Aussprechen) des Heiligen Namens „Jesus“ und „Maria“ 25 Tage Ablass. (Riemens XIII. 1759)

Gepriesen sie die Heilige und Unbefleckte Empfängnis der Seligsten Jungfrau Maria, der Mutter GOTTES. (300 Tage. Leo XIII. 1878)

In Deiner Empfängnis, o Jungfrau Maria, bist Du Unbefleckt gewesen. Bitte für uns den Vater, dessen Sohn Jesum Du vom Heiligen Geiste empfangen und geboren hast. (100 Tage. Pius. VI. 1793)

Aufopferung des Kostbaren Blutes Jesu.

Ewiger Vater, ich opfere Dir auf das Kostbare Blut Jesu Christi zur Genugtuung für meine Sünden und für die Anliegen der Heiligen Kirche. (100 Tage. Pius VII. 1817)

Gebet zum Heiligen Schutzengel.

* Engel GOTTES, der Du mein Beschützer bist, erleuchte, bewahre, leite und regiere mich, der ich Dir von des Höchsten Vaterliebe anvertraut bin. Amen. (100 Tage. Pius VI. 1795)

Alle diese kurzen Ablassgebete sind den armen Seelen zuwendbar: Betest du reumütig und andächtig die mit einem * bezeichneten Gebete täglich während eines Monats (den du an jedem Tage desselben beginnen darfst), so kannst du an einem beliebigen Tage des Monats für jedes derselben außer den unvollkommenen Ablässen auch einen vollkommenen Ablass unter den gewöhnlichen Bedingungen gewinnen.

Ein berühmtes Gebet um Bewahrung
der Heiligen Herzensreinheit.

Gegrüßet seist Du...
O meine Gebieterin, o meine Mutter! Dir bringe ich mich ganz dar, und um Dir meine Hingabe zu beweisen, weihe ich Dir heute meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz, mich selber ganz und gar. Weil ich denn nun Dir gehöre, o gute Mutter, so bewahre mich, beschütze mich als Dein gut und Dein Eigentum!
(Wer dieses Gebet zweimal täglich betet, gewinnt 100 Tage Ablass, aber nur morgens und abends, und einmal im Monate einen vollkommenen Ablass unter den gewöhnlichen Bedingungen. Pius IX. 5. August 1851)

Anrufung bei Versuchungen.

O meine Herrin, o meine Mutter, gedenke, dass ich Dein bin! Rette mich, beschütze mich als Dein Eigentum und Besitztum!
(40 Tage Ablass jedesmal bei Versuchungen. Pius IX. 5. August 1851)

Geistliches Vergissmeinnicht.

Heiliger Dreieiniger GOTT,Vater,Sohn und Heiliger Geist, ich glaube an Dich, weil Du die Ewige Wahrheit bist; ich hoffe auf Dich, weil Du Allmächtig und Getreu bist, und ich liebe Dich über alles, weil Du aller Liebe Höchst Würdig bist. Es reuet mich unendlich, Dich jemals beleidigt zu haben, und ich nehme mir mit Deiner Gnade kräftig vor, viel lieber tausendmal zu sterben, als Dich, meinen lieben GOTT, von neuem zu beleidigen. O Unendlich Barmherziger GOTT, erbarme Dich meiner, verzeihe mir alle meine begangenen Missetaten und behüte mich vor allem Rückfall in die Sünde! Ich empfehle mich diesen Tag und allezeit in Deine Vaterliebe und in Deinen Heiligen, Göttlichen Willen. Ich schließe mich ein in alle Heiligen Messen, welche in der ganzen Welt heute und bis an das Ende der Zeit gelesen werden. Auch empfehle ich mich heute in alle Kommunionen und in alle Heiligen Ablässe.
O mein GOTT! Dir opfere ich auf für immer alles, was ich bin und habe; hilf mir, immer Deinen Heiligsten Willen zu erfüllen! Durch Deine Wunderbaren und Heiligen Geheimnisse bewahre und beschütze mich, GOTT + Vater, + Sohn und + Heiliger Geist! Amen.
Süßes Herz Jesu, sei meine Liebe.
(300 Tage Ablass einmal täglich. Leo XIII. 1892)
O christliche Seele, vergiss es nie: Du hast nur ein Leben; ist das unbenutzt vorüber, so ist es zu spät. - Du hast nur eine Seele; geht diese verloren, so ist alles verloren. - Du stirbst nur einmal (das Wann, Wie und Wo ist dir unbekannt); stirbst du im Stande der Todsünde, so verlierst du nicht nur die unaussprechlich große Glückseligkeit des Himmels, sondern es folgt auch eine Ewigkeit namenloser Pein für dich.
O christliche Seele, vergiss es nie: Je reiner dein Gewissen, je eifriger du deine Christen- und Standespflichten erfüllst, und je inbrünstiger du deine Handlungen alle Tage deines Lebens dem lieben GOTT aufopferst, desto größer wird einst dein Lohn im Jenseits und desto glänzender deine Krone im Himmel sein.
Bete darum sehr oft dieses Vergissmeinnicht, durch welches du das Geheimnis findest, deine kurzen Lebenstage auf die nutzbringendste Weise für die Ewigkeit auszunützen und dir und andern unzählige Gnaden von dem Herrn zu erstehen.

Abendgebet.

Jeder Tag soll mit GOTT  anfangen, aber auch mit GOTT geschlossen werden. Du musst dem lieben GOTT danken für alle an diesem Tage empfangenen Wohltaten, dein Gewissen erforschen, Reue über deine Fehler mit einem bestimmten Vorsatz für den folgenden Tag erwecken und demütig um Schutz für die bevorstehende Nacht bitten. Bedenke wohl, dass sehr viele in jeder Nacht sterben, und dass die Vernachlässigung des Abendgebetes GOTTES Strafe nach sich ziehen könnte. Wenn dir daher ein seliges Ende am Herzen liegt, so lass dich durch keine Schläfrigkeit und Müdigkeit vom Abendgebet abhalten! Verrichte es wo möglich knieend und zusammen mit deinen Angehörigen.


Danksagung und Bitte.

Allmächtiger GOTT, ich sage Dir Dank für alle Gnaden und Wohltaten, welche ich heute und alle Tage meines Lebens von Deiner Güte empfangen habe. Hilf mir, dass ich jetzt meine Sünden recht erkenne und bereue!
Nun erforsche dein Gewissen, erwecke Reue und Leid, fasse einen bestimmten Vorsatz für den folgenden Tag und bete danach:
O Allmächtiger GOTT, halte diese Nacht von mir und allen, die mir teuer sind, fern alle Nachstellungen des bösen Feindes. Segne und beschütze uns; erbarme Dich auch der armen Seelen im Fegfeuer und sei denen gnädig, die diese Nacht noch sterben werden! - O GOTT, an Dich glaube ich, auf Dich hoffe ich, Dich liebe ich, in Deine Hände, o mein Jesus, befehle ich meinen Geist; Dein will ich sein im Leben und im Tode. Amen.
O Allerseligste Jungfrau Maria, Heiliger Pflegevater Joseph, Heiliger Schutzengel und all Ihr lieben Engel und Heiligen, stehet mir in dieser Nacht, sowie in meinem ganzen Leben bei! Amen.
Der Segen des Allmächtigen + Vaters, des + Sohnes und des Heiligen + Geistes möge stets mit mir sein, mich vor allem Bösen bewahren und zum Ewigen Leben führen. Amen. Vater unser...

Muttersegen über die Kinder.

Ich befehle dich (euch) in den Schutz des Allmächtigen GOTTES, in die Obhut der Seligsten Jungfrau, in die Wache des Heiligen Schutzengels und in den Schirm aller lieben Engel und Heiligen. Im Namen des + Vaters und des + Sohnes und des Heiligen + Geistes. Amen.


Fortsetzung folgt!
Nie kann o Herr ich danken Dir genug!
Es soll Dir danken jeder Atemzug,
es soll Dir danken jeder Herzensschlag,
bis zu dem letzten Schlag am letzten Tag.
Es soll Dir danken jeglicher Gedanke,
nichts will ich denken als: Ich danke, danke!

Offline ArmeSeele

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Antw:Die gute Gattin und Mutter. Ein Katholisches Lehr- und Gebetsbuch.
« Antwort #36 am: 27. Juni 2013, 14:02:40 »
II.Messandachten.

Vorbereitung.
Das Hochheilige Messopfer ist die unblutige Erneuerung jenes Opfers, welches Jesus Christus einst für uns am Kreuze blutiger Weise Seinem Himmlischen Vater darbrachte. Es ist ein Opfer von Unendlichem Werte, es ist das Erhabenste Lob-, Dank-, Versöhnungs- und Bittopfer; es ist ein Opfer von Unendlicher Wirksamkeit. Denn in dem Heiligen Messopfer ist Jesus Christus nach der Konsekration ebenso gegenwärtig, wie einst am Kreuze, und Er bringt Sich Selbst für uns in jeder Heiligen Messe Seinem Himmlischen Vater als Opfer dar. Er ist Opferpriester und Opfer. Noch mehr! Er bringt Sich nicht bloß für uns dar, sondern Er gibt Sich uns gleichsam in die Hände: Auf unser Geheiß, nämlich auf die Worte des Priester, erscheint Er täglich auf unseren Altären, damit wir an Ihm ein Würdiges Opfer haben, durch welches allein wir GOTT die Gebührende Anbetung, den Schuldigen Dank, die Schuldige Sühnung und eine Wirksame Bitte darbringen können.
Das Heilige Messopfer soll nämlich vom Priester und von den dabei gegenwärtigen Gläubigen gemeinschaftlich GOTT dargebracht werden, Priester und Gläubige sollen, im Geiste vereinigt, das Heilige Opfer GOTT darbringen, um Ihn Anzubeten, Ihm zu Danken, Ihn um Verzeihung zu bitten und neue Gnaden zu erflehen. Wenn du also zur Heilige Messe gehst, so schlage alle weltlichen Gedanken aus dem Sinne und halte dir recht klar und lebendig den Zweck vor Augen, warum du zur Kirche gehst. Der Zweck ist, nicht bloß zu beten, an GOTT zu denken, zu betrachten, zu bitten, sondern GOTT ein Opfer darzubringen und zwar das Allerheiligste und Kostbarste Opfer, welches einst der Sohn GOTTES am Kreuze für uns dargebracht hat.
Das ist also der Zweck, den man bei der Heiligen Messe haben soll. Wer daran beim Heiligen Messopfer kaum oder gar nicht denkt, kann wohl sagen: „Ich habe während der Heiligen Messe in der Kirche gebetet,“ aber nicht: „Ich habe GOTT das Heiligste Opfer Seines Göttlichen Sohnes dargebracht.“ Ebenso ist, wenn Nachlässigkeit oder Gedanken an weltliche Dinge verhindern, dass man an die Darbringung des Heiligen Messopfers denkt, der Zweck, GOTT ein Opfer darzubringen, nicht erfüllt.
Ein GOTT wohlgefälligeres Opfer als dieses gibt es nicht, und durch nicht kannst du dir, deinem Gatten und all deinen lebenden wie verstorbenen Angehörigen größere Gnaden erstehen als durch das Heilige Messopfer. Das bedenke, gute Gattin und Mutter, und wohne jeden Tag, wenn du nur eben kannst, der Heiligen Messe bei. O, wenn man doch diese Gabe GOTTES recht verstände und den Reichtum, der im Heiligen Messopfer – besonders in dem täglichen Anhören der Heiligen Messe – verborgen liegt, sich zu Nutzen machte! Kannst du aber zur Heiligen Messe beim besten Willen nicht täglich gehen, so wohne im Geiste dem Heiligen Opfer bei und sorge dafür, dass einer deiner Angehörigen zur Kirche geht, welcher den Segen für die ganze Familie holt.

Erste Messandacht.
Zu Ehren der Heiligsten Dreifaltigkeit.
(Besonders beim Hochamte und an Sonntagen.)

Vorbereitungsgebet.

Allmächtiger, Barmherziger, Dreieiniger GOTT, Vater, Sohn und Heiliger Geist! Ich erscheine vor Deinem Altare, um dem Unendlich Wertvollen Opfer der Heiligen Messe beizuwohnen. Sende, o GOTT, Deinen Heiligen Geist und lehre mich beten. Hilf mir, dass ich alles andere vergesse und mit gebührender Andacht der Heiligen Messe beiwohne. Ich opfere Dir, o Heiliger, Dreieiniger GOTT, diese Heilige Messe auf, um Dir die schuldige Ehre zu erweisen und Dir zu danken für alle Wohltaten des Leibes und der Seele. Ich habe auch die Meinung, durch dieses Hochheilige Opfer Deinen Zorn zu besänftigen und die große Schuld anzuzahlen, welche wir durch unsere vielen Sünden vor Dir aufgehäuft haben. Erbarme Dich, o GOTT, um Jesu Deines Sohnes willen. Öffne Deine Gütige Hand und teile Deine Gaben aus an mich, meinen Gatten, meine Kinder und an alle, für welche ich zu beten schuldig bin. Ganz besonders aber opfere ich diese Heilige Messe auf …. (hier nennt man ein besonderes Anliegen). Lass mich von dem Unendlichen Werke und der großen Heiligkeit dieses Opfers ganz durchdrungen werden, und verleihe mir Deine Gnade, damit ich es in Vereinigung mit dem Priester ehrfurchtsvoll und andächtig Dir darbringe. Amen.

Vom Anfange bis zum Gloria.
(Hast du sonst keine hinreichende Zeit, um die Belehrungen für Gattin  und Mutter zu lesen, so kannst du, anstatt die angegebenen Gebete zu verrichten, bis zur Opferung dieses tun oder an den Sonn- und Festtagen während der Nachmittagsandacht.)

Heiliger, Gerechter GOTT! Ich bin nicht würdig, vor Deinem Angesichte zu erscheinen. Vor Dir, vor allen Engeln und Heiligen bekenne ich, dass ich ein sündiger Mensch bin und sehr gefehlt habe in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, meine Schuld, meine größte Schuld. Aber siehe, o Herr, ich bereue alle meine Sünden, weil ich Dich, das Höchste, Schönste und Liebenswürdigste Gut, beleidigt habe; ich will Dich niemals mehr beleidigen.
Gütiger und Allbarmherziger Vater, erbarme Dich meiner! Zur Nachlassung aller meiner Sünden und der Sünden der ganzen Welt opfere ich Dir auf das Leben, Leiden und den Tod Deines Eingebornen Sohnes.
Milder Jesus, mein Erlöser, erbarme Dich meiner! Ich bitte Dich, mache mich teilhaftig aller Deiner Verdienste, damit ich immer treuer meine Heiligen Standespflichten erfülle und immer mehr ein Gottwohlgefälliges Leben führe.
Heiliger Geist, Bester Tröster, erbarme Dich meiner! Erleuchte meinen Verstand, lenke meine Sinne, beherrsche meine Seele, stärke meinen Geist, damit ich immer und überall Deinen Heiligen Willen erfülle. Amen.

Zum Gloria.

Ehre sei GOTT in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind. Wir Loben Dich, wir Preisen Dich, wir Beten Dich an, wir Verherrlichen Dich; wir danken Dir wegen Deiner Großen Herrlichkeit: Herr GOTT, Himmlischer König, GOTT  Allmächtiger Vater! Herr, Eingeborener Sohn Jesu Christe! Herr GOTT, Lamm GOTTES, Sohn des Vaters! Der Du hinweg nimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser! Der Du hinweg nimmst die Sünden der Welt, nimm auf unser Flehen! Der Du sitzest zur Rechten des Vaters, erbarme Dich unser! Denn Du allein bist Heilig, Du allein der Herr, Du allein der Allerhöchste, Jesu Christe, mit dem Heiligen Geiste in der Herrlichkeit GOTTES des Vaters. Amen.

Zur Kollekte.

Mein Ewiger GOTT, hier liege ich vor Deiner Unendlichen Majestät auf den Knien, und opfere Dir, indem ich Dich demütig anbete, alle meine Gedanken, Worte und Werke des heutigen Tages auf, und mache die Meinung, alles aus Liebe zu Dir, zu Deiner Ehre zu tun, um Deinen Göttlichen Willen zu erfüllen, um Dir zu dienen, Dich zu Loben und zu Benedeien, um in den Geheimnissen unseres Heiligen Glaubens erleuchtet zu werden, um mein Seelenheil sicherzustellen und auf Deine Barmherzigkeit zu hoffen, um Deiner Göttlichen Gerechtigkeit Genugtuung zu leisten für meine so vielen und so schweren Sünden, um den armen Seelen im Fegfeuer Erleichterung zu verschaffen, und um allen Sündern die Gnade einer wahren Bekehrung zu erbitten. Mit einem Worte: Ich mache die Meinung, alles in Vereinigung mit jenen reinsten Absichten zu tun, welche während ihres Lebens Jesus und Maria und alle Heiligen des Himmels hatten, und die alle Gerechten auf Erden haben; und ich wollte, dass ich diese Meinung mit meinem eigenen Blute unterschreiben und so oft in jedem Augenblicke wiederholen könnte, als es Augenblicke in der ganzen Ewigkeit gibt!
Nimm, o mein lieber GOTT, diese meine gute Gesinnung gnädig auf, und gib mir Deinen Heiligen Segen mit der wirksamen Gnade, während der ganzen Zeit meines Lebens keine Todsünde mehr zu begehen, und ganz besonders nicht an diesem Tage, an welchem ich wünsche und die Meinung habe, alle Ablässe zu gewinnen, die ich nur immer gewinnen kann, und allen Heiligen Messopfern beizuwohnen, die heute auf der ganzen weiten Welt werden gefeiert werden: Ich opfere sie alle auf zum Trost der armen Seelen im Fegfeuer, damit sie von jenen Peinen befreit werden mögen. Amen. (100 Tage Ablass einmal täglich. Pius IX. 6. September 1867)

Zur Epistel.

O Heiliger, Dreieiniger GOTT, wir danken Dir von ganzem Herzen, dass Du niemals aufhörst, uns, Deine unwürdigen Diener, durch das Lehramt Deiner Kirche mit den Ermahnungen der Heiligen Apostel und Propheten zu unterweisen, zu Deiner Liebe anzuspornen und gegen die Nachstellungen der Welt, des Fleisches und des Teufels zu befestigen. Verleihe uns die Gnade, dass wir alle heilsamen Unterweisungen immer mit gutem Herzen annehmen und unser Leben nach denselben einzurichten suchen! Durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

Zum Evangelium.

Göttlicher Heiland, Du bist Selbst vom Himmel herab gekommen, um uns den Willen Deines Himmlischen Vaters zu verkünden und uns den Weg zu zeigen, der zum Ewigen Leben führt. Deine Worte sind Licht und Wahrheit, wer Deine Lehren gläubig annimmt und Deine Gebote treu befolgt, findet Trost und Kraft in den Mühsalen und Widerwärtigkeiten dieses Lebens und gelangt einst zur Ewigen Seligkeit. Verleihe mir, o Jesus, die Gnade, dass ich Dein Heiliges Evangelium mit dem Verstande verstehe, mit dem Willen umfasse, mit dem Gedächtnisse bewahre und im Werke so erfülle, dass ich einst die trostreichen Worte zu hören verdiene: Kommet her, ihr Gesegnete Meines Vater, und besitzet das Reich, das euch seit Anbeginn der Welt bereitet ist. Amen.

Zum Credo.

Ich glaube an GOTT...

Bei der Heiligen Opferung.

O Himmlischer Vater, Du unser GOTT, der Du das Himmlische Brot, unsern Herrn Jesum Christum, zur Speise des Lebens für die ganze Welt uns verliehen hast: Nimm an dieses Opfer und gedenke huldreichst derjenigen, welche Dir dasselbe in Demut darbringen, und aller derer, für welche es dargebracht wird. Unterstütze mich und alle hier Anwesenden, dass wir der Feier dieses Gebenedeiten und Hochheiligen Opfers mit inniger Andacht beiwohnen.
O Herr Jesus Christus, unser GOTT, der Du Dich Selbst als ein geduldiges Lamm für das Leben der Welt am Kreuze aufgeopfert hast, siehe gnädig auf uns herab, Heilige dieses Opfer und verwandle dieses Brot und diesen Wein in Dein Hochheiliges Fleisch und Blut, zum Preise Deines Namens und zu unserer Heiligung.
O Heiliger Geist, komm hernieder und Segne dieses Opfer, welches Deinem Heiligen Namen bereitet ist. Erfülle uns mit dem Reichtum Deiner Gnade, entflamme unser Herz mit Deiner Liebe und lass es vor dem Angesichte Deiner Göttlichen Majestät auch ein reines und heiliges Opfer werden. Amen.
O Allerheiligste Dreifaltigkeit, GOTT Vater, Sohn und Heiliger Geist, gewähre mir die Gnade, Dir drei besondere Opfergaben darzubringen, nämlich: Meine Seele, mein Herz und mein Leib. Die Seele will ich dem Vater weihen, mein Herz dem Sohne und den Leib dem Heiligen Geiste, der ihn erneuert aus dem Staube erwecken möge. O Vater, Heilige denn Dir meine Seele, o Sohn, Heilige Dir mein Herz, o Heiliger Geist, Heilige Dir meinen gebrechlichen Leib und reinige ihn von allen Makeln. Verleihe mir die Gnade, o Herr, mich stets in dir zu freuen, und Dir wohlgefällig zu sein. Mein ganzes Wesen, Geist, Leib und Seele, möge immerdar Dich Preisen und Deinen Erbarmungen Lobsingen. Amen.

Zur Präfation.

Zu Dir, o Herr, erheben wir unsere Herzen und sagen Dank Dir, unserm Herrn und GOTT. In Wahrheit, würdig und recht ist es, gebührend und heilsam, dass wir Dir allzeit und überall danksagen, Heiliger Herr, Allmächtiger Vater, Ewiger GOTT, durch Christum, unsern Herrn, durch welchen Deine Majestät Loben die Engel, Anbeten die Herrschaften, zittern die Mächte; die Himmel und die Kräfte der Himmel samt den Seligen Seraphim frohlocken einhellig in gemeinsamem Jubel. Mit Ihnen lass, wir bitten Dich, auch unsere Stimmen sich vereinigen, indem wir mit demütigem Bekenntnisse sprechen:
Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr GOTT Sabaoth! Himmel und Erde sind voll Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe! Gebenedeit sei, Der da kommt im Namen des. Hosanna in der Höhe!

Zum Kanon.

Durch dieses Hochheilige Opfer meines Erlösers, Deines Eingeborenen Sohnes, bitte ich Dich, o GOTT, dass Du alle Länder und Völker erleuchten wollest, damit sie Dich erkennen, Loben und Preisen als den Einzigen Wahren GOTT und Herrn. Ich bitte Dich, o GOTT, für die Oberhirten Deiner Heiligen Kirche: Für den Papst … , für unsern Bischof … und alle Diener der Kirche. Erleuchte und leite sie, dass sie alle Menschen zur wahren Erkenntnis und zum willigen Gehorsam gegen Dich zu führen vermögen. Ich bitte Dich, o GOTT, für die christlichen Fürsten und für alle weltliche Obrigkeit, damit die Untergebenen durch ihre Fürsorge und Sorgfalt ein ruhiges, ehrbares und heiliges Leben führen können. Ich bitte Dich, o GOTT, für alle Mitglieder Deiner Heiligen Kirche: Für die Gerechten, dass Du sie in der Gerechtigkeit und Heiligkeit erhaltest, für die Sünder, dass Du sie von dem Wege des Lasters zur Besserung ihres Lebens zurücklenkest. Ich bitte Dich, o GOTT, für die Armen, für die Kranken, für die Gefangenen und für alle, die in Not und Bedrängnis leben, dass Du ihnen um der Verdienste Deines Sohnes willen gnädig zu Hilfe kommest und sie von allem Übel befreiest.
O GOTT, nun sollen schweigen alle menschlichen Regungen in meinem sterblichen Fleische; alles Irdische entschwinde gänzlich meinen Gedanken, und mit Furcht und Zittern will ich in den Staub sinken. Du, o Jesus, König aller Könige, Beherrscher aller Herrscher, Du, unser GOTT, erscheinest ja auf dem Altare, um dich für uns, Deine Gläubigen, zu opfern und Dich den Deinigen zur Speise darzureichen.

Zur Heiligen Wandlung.
(Bei der Aufhebung der Heiligen Hostie suche immer dieselbe mit Andacht und Liebe anzuschauen; denn gerade zu diesem Zwecke wird sie vom Priester emporgehoben. Danach sprich)

Sei mir gegrüßt, o wahrer Leib Jesu Christi, der Du für mich am Kreuze gestorben bist; in tiefster Demut bete ich Dich an.
O Jesus, Dir leb´ ich!
O Jesus, Dir sterb´ ich!
O Jesus, Dein bin ich im Leben und im Tode!
(Nach Aufhebung des Kelches.)
Sei mir gegrüßt, o Kostbares Blut Jesu Christi, das Du für mich am Kreuze vergossen worden bist; in tiefster Demut bete ich Dich an.
O Jesus, sei mir Gnädig!
O Jesus, sei mir Barmherzig!
O Jesus, verzeihe mir alle meine Sünden! Amen.

Nach der Heiligen Wandlung.

O mein gekreuzigter Jesus, ich glaube zuversichtlich, dass Du wahrhaftig hier gegenwärtig bist und Dich Deinem Himmlischen Vater aufs neue darstellest. Darum falle ich demütig vor Dir nieder, und aus dem innersten Grund meines Herzens bete ich Dich an. O Jesus, Du bist nicht allein wahrhaft hier gegenwärtig, sondern erscheinst auch als unser Opferlamm, wie einstmals, da Du am Kreuze gehangen hast. Deshalb schlage ich reuevoll an meine Brust und bitte Dich demütig um Gnade und Barmherzigkeit.
Gütigster Jesus, Du Wahrer Priester nach der Ordnung Melchisedechs, ich bitte Dich, Du wollest meiner besonders gedenken und für mich ein besonderes Gebet einlegen. Opfere Deinem Himmlischen Vater Deinen verwundetest und zermarterten Leib und Dein Heiliges rosenfarbenes Blut, Deine schmerzlichen, Kostbaren Wunden. Opfere Ihm die Geißeln und Dornen, die Nägel und das Kreuz, die Streiche und Schläge, Dein Leiden und Deinen Tod, Deine Tugenden und Verdienste samt allem, was Du Ihm zuliebe auf Erden getan und gelitten hast. Dieses alles opfere Ihm zu Seiner Ehre und zu meinem Heil und bitte Ihn durch die Liebe, so Er zu mir trägt, dass Er mir Gnädig und Barmherzig sei. Stelle Dich zwischen Ihn und mich, und stelle Deine Verdienste zwischen Seine Gerechtigkeit und meine Armseligkeit. Zeige Ihm Deine Glorwürdigen Wunden, welche Du an Deinen Heiligen Händen und Füßen und in Deiner Heiligen Seite behalten hast, und weise hin auf Deinen verwundeten Leib und Dein Kostbares Blut, welches Du für uns so schmerzlich vergossen hast. Amen.

Zum Memento für die Verstorbenen.

O Allerheiligste Dreifaltigkeit,gib, dass alle,welche persönlich oder im Geiste an diesem Heiligen Opfer teilnehmen, mit Deinen Segnungen erfüllt werden; mache, o mein GOTT, dass auch die Seelen der Gläubigen, welche im Frieden der Kirche gestorben sind, dieses Segens teilhaftig werden, besonders … Gedenke meiner Verwandten, Wohltäter und Freunde und auch aller, für welche sonst niemand betet. Um dieses Opfers willen, o Herr, befreie sie gänzlich von ihrem Leiden. Erweise auch uns allen dereinst die Gnade, Dich im Himmel zu besitzen, Unendlich Gütiger GOTT, und lass uns vereinigt werden mit den Heiligen Aposteln, mit den Heiligen Märtyrern und mit allen Heiligen, damit wir mit Ihnen Dich die ganze Ewigkeit hindurch Lieben und Loben können. Amen.

Zum Paternoster.

Vater unser...
Erlöse uns, wir bitten Dich, o Herr, von allen vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Übeln und gib auf die Fürbitte der Seligen und Glorreichen, Allzeit Jungfräulichen Gottesgebärerin Maria, sowie Deiner Heiligen Apostel Petrus und Paulus und Andreas und aller Heiligen gnädig Frieden in unsern Tagen, damit wir, unterstützt durch die Hilfe Deiner Barmherzigkeit, von Sünden immer frei und vor jeder Drangsal gesichert sein mögen. Durch denselben Jesum Christum, Deinen Sohn, unsern Herrn, der mit Dir lebt und regiert in Einigkeit des Heiligen Geistes, GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Zum Agnus Dei

O Du Lamm GOTTES, erbarme Dich unser und opfere Dich Deinem Himmlischen Vater für uns auf mit all Deiner Demut und Geduld zur Genugtuung für unsere Sünden! - O Du Lamm GOTTES, erbarme Dich unser und opfere Dich Deinem Himmlischen Vater für uns auf mit all Deinem bittern Leiden zu unserer Heiligung! - O Du Lamm GOTTES, erbarme Dich unser und opfere Dich Deinem Himmlischen Vater für uns auf mit aller Liebe Deines Göttlichen Herzens zum Ersatze aller guten Werke, die uns mangeln! Amen.

Zur Heiligen Kommunion.

Nun, o Süßester Jesus, kommt der Glückselige Augenblick, in welchem Du Dein Allerheiligstes Fleisch und Blut allen, welche es zu empfangen begehren, Wahrhaftig mitteilst, und sie durch die Kraft dieser Göttlichen Speise mit Dir vereinigest. O wäre auch ich würdig, dieses Hochwürdige Sakrament zu empfangen und der großen Güter, so darin verborgen sind, teilhaftig zu werden. O dürfte auch ich meinen Allergütigsten GOTT und Herrn leiblicher Weise bei mir haben, und mit den Armen der Liebe an mein Herz drücken. Ich könnte ja kein größeres Glück auf Erden haben, könnte ja keine Größere Gnade von GOTT Selber wünschen, als dass GOTT und ich ein Herz wären und mit dem Band der Ewigen Liebe verknüpft würden. Darum verlangt mein Herz nach Dir,  o Du Göttliches Sakrament, und alle Begierden meiner Seele seufzen nach Dir. O Du Liebes, o Du Süßes, o Du Kräftiges Sakrament, lass mich Dich genießen und lass mich meinen Jesum in meinem Herzen empfangen. O Süßester Jesus, ich bin nicht würdig, Dich sakramentaler Weise zu empfangen; doch ich bitte Dich um Deiner Gütigkeit willen, mache mich würdig, Dich geistiger Weise zu empfangen. Ach, speise mich mit Deinem Heiligen Fleisch und tränke mich mit Deinem Heiligen Blut. Heile mich mit Deinen Heiligen Wunden und stärke mich mit Deinem bittern Leiden. O Göttliches Sakrament, o Himmlische Speise, o Wunderbare Arznei, ach, speise, stärke und heile meine schwache, hungrige und kranke Seele.
O Göttliches Blut, Göttlicher Trank, ich bete Dich an, ich grüße und ehre Dich, und erkenne Dich als das Wahre, Ehrwürdige Göttliche Blut meines Herrn Jesu Christi. Ich opfere Dich dem Himmlischen Vater auf zur Vergebung meiner Sünden und zur Bezahlung der wohlverdienten Strafen. Amen.
Dich liebt, o GOTT, mein ganzes Herz,
und dies ist mir der größte Schmerz,
dass ich erzürnt Dich, Höchstes Gut;
ach, wasche mich mit Deinem Blut!

Nach der Heiligen Kommunion.

Allmächtiger, Ewiger und Barmherziger GOTT, sende mir, ich bitte Dich, Deine Gnade zum Heile und zum Frieden meiner Seele. Es segne mich, meine lieben Angehörigen und alle Menschen GOTT Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.
O Heiliger, Dreieiniger GOTT, nimm gnädig an diesen Deiner Hoheit und Heiligkeit schuldigen Dienst, den ich Dir durch Beiwohnung dieses Heiligen Messopfers geleistet habe, und verzeihe mir alle Fehler, Unehrerbietigkeiten und Zerstreuungen, womit ich Dich bei dieser Heiligen Messe beleidigt habe. Dir befehle ich mich, meinen Gatten und meine Angehörigen, besonders …, jetzt und zu allen Zeiten. Lass Deinen Heiligen Willen allzeit an uns erfüllt werden und uns einst nach einem seligen Tode zu Deiner Herrlichkeit gelangen. Um dieses bitte ich Dich, o GOTT, durch die Verdienste Deines innigst geliebten Sohnes, Jesu Christi, und durch die Fürbitte Mariä, Seiner Jungfräulichen Mutter, sowie aller lieben Engel und Heiligen. Amen.

Zweite Messandacht.
Deutsche Singmesse.
Gute Meinung.

Allmächtiger GOTT, Himmlischer Vater! Hier in diesem Dir Geheiligten Tempel falle ich vor Deinem Angesichte nieder, und im Staube der Erde bete ich Deine Unendliche Majestät an. Hier auf dem Altare wird das unblutige Opfer Deines Sohnes zur Versöhnung Deiner Gerechtigkeit in der Heiligen Messe verrichtet. O Jesus, Du Sohn des Lebendigen GOTTES, opfere Dich für mich Deinem Himmlischen Vater, wie Du Dich Demselben am Kreuze aufgeopfert hast; denn wir haben an Dir einen Fürsprecher bei dem Vater. O Heiliger Geist, erwärme mein kaltes Herz mit der Flamme Deiner Heiligen Liebe, damit ich bei dieser Erneuerung des Gedächtnisses des Leidens und Todes Jesu, der uns bis an das Ende geliebt hat, an den Früchten Seiner Unermesslichen Verdienste teilnehmen möge zum Ewigen Leben.
Ich wohne einem Opfer vom Höchsten Werte, dem Heiligen Opfer, welches Deiner Majestät gebührt und Dir wohlgefällig ist bei. Ich wohne demselben bei zur Ersetzung der Unbilden, welche mein Heiland in Seinem Leiden und Sterben aus Liebe gegen mich erlitten hat; zur Vergeltung der großen Liebe, welche Ihn bewogen hat, Sein Heiligstes Fleisch und Blut den Menschen zur Speise zu geben; zur Ersetzung der Verunehrungen, welche dem unblutigen Opfer der Heiligen Messe und dem Allerheiligsten Altarsakramente jemals zugefügt worden. Ich wohne demselben bei für mich, zur Erlangung der Vergebung meiner Sünden, der Beharrlichkeit im Guten und der Gnade eines seligen Endes; für den Oberhirten der Kirche, dass er in seinem geistlichen Amte die ihm von GOTT anvertraute Herde glücklich weide; für die Wohlfahrt der Katholischen Kirche und unseres Vaterlandes; für meine Freunde und Feinde; für meine Anverwandten; für die Bürgerschaft und für den Ackersmann, dass GOTT ihre Gewerbe und Arbeiten segne; für alle Stände; für Gerechte und Sünder und für alle Seelen im Fegfeuer. - Barmherziger GOTT und Vater, lass Dir diese meine aufrichtige Meinung gefallen und erhöre das Gebet Deiner Kinder, durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste als gleicher GOTT lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Zum Eingang.
Hier liegt vor Deiner Majestät
im Staub die Christenschar.
Dass Herz zu Dir, o GOTT, erhöht.
Die Augen zum Altar.
Schenk uns, o Vater, Deine Huld,
vergib uns unsre Sündenschuld!
O GOTT, vor Deinem Angesicht
verstoß uns arme Sünder nicht!
Verstoß uns nicht!
Verstoß uns Sünder nicht!

Zum Gloria.
GOTT soll Gepriesen werden.
Sein Nam´ Gebenedeit
im Himmel und auf Erden,
jetzt und in Ewigkeit!
Lob, Ruhm und Dank und Ehre
sei der Dreieinigkeit!
Die ganze Welt vermehre,
GOTT, Deine Herrlichkeit!

Zu den Kollekten.

Gebet. Höre an, o Himmlischer Vater, das Gebet Deiner Heiligen Kirche, mit welchem sie Deine Göttliche Majestät im Namen unseres Herrn Jesu Christi demütigst anflehet und Deine Hilfe, Deinen Beistand in allen Nöten ihrer lieben Kinder begehrt. Wende Dein Väterliches Angesicht von uns nicht ab, sondern sieh uns mit Gnädigen Augen an, auf dass wir, von allem Übel befreit, Dir wohlgefällig leben, selig sterben und einst zu Deinem Reiche und Deiner Herrlichkeit gelangen mögen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

Zum Evangelium.
Wir sind im wahren Christentum.
O GOTT, wir danken Dir!
Dein Wort, Dein Evangelium,
an dieses glauben wir.
Die Kirche, deren Haupt Du bist,
lehrt Einig, Heilig, Wahr;
für diese Wahrheit gibt der Christenschar
sein Blut und Leben dar.

Gebet. O Allmächtiger GOTT, reinige unser Herz und unsere Lippen, gleichwie Du die des Propheten Isaias mit einer glühenden Kohle gereinigt hast, damit wir, durch das Wort GOTTES belehrt, Deinen Heiligen Namen öffentlich verkünden und zu Deiner Ehre, wie zu unserem Heile, im Wahren Katholischen Glauben bis ans Ende selig verharren, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

Zum Credo.
Allmächtiger, vor Dir im Staube
bekennt Dich Deine Kreatur!
O GOTT und Vater, ja, ich glaube
an Dich, Du Schöpfer der Natur;
und an den Sohn, der ausgegangen
von Dir, geboren Ewig war,
und den, vom Heil´gen Geist empfangen,
die Reinste Jungfrau uns gebar.

Zum Offertorium.
Nimm an, o Herr, die Gaben
aus Deines Priesters Hand!
Wir, die gesündigt haben,
weih´n Dir dies Liebespfand.
Für Sünder hier auf Erden,
in Ängsten, Kreuz und Not,
lass dies ein Opfer werden,
was noch ist Wein und Brot.
Nimm gnädig dies Geschenke,
Dreieinig großer GOTT!
Erbarm Dich unser, denke
an Christi Blut und Tod!
Sein Wohlgeruch erschwinge
sich hin zu Deinem Thron,
und dieses Opfer bringe
uns den verdienten Lohn!

Zur Präfation.

Zu Dir, o GOTT, erheben wir unsere Herzen und sagen Dank Deiner Göttlichen
Majestät. Denn Wahrhaft, Würdig und Recht, Gebührend und Heilsam ist es, dass wir jederzeit und an allen Orten Dir, O Heiligster Vater, Allmächtiger, Ewiger GOTT, Dank sagen durch Christum, unsern Herrn, durch den die Engel Deine Majestät Loben, die Nächte erzittern, die Himmel und alle Kräfte der Himmel samt den Seligen Seraphim dich mit vereinigtem Frohlocken Verherrlichen und Preisen. Wir bitten Dich, lass auch unsere Stimmen mit Ihnen zu Dir gelangen, die wir in tiefster Ehrfurcht bekennen und sprechen:
Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr GOTT Sabaoth! Himmel und Erde sind voll der Glorie und Herrlichkeit GOTTES! Hosanna in der Höhe!

Zum Sanktus.
Singt: Heilig, Heilig, Heilig
ist unser Herr und GOTT!
Singt mit den Engeln: Heilig
bist Du, GOTT Sabaoth!
Im Himmel und auf Erden
soll Deine Herrlichkeit
Gelobt, Gepriesen werden
Jetzt und in Ewigkeit.

Zur Wandlung.

(Bei Aufhebung der Heiligen Hostie.)
O Herr, Du bist Jesus Christus, der Sohn des Lebendigen GOTTES, Selbst gegenwärtig mit Fleisch und Blut. Ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht und Demut an. Du meine Zuflucht, meine Hoffnung, meine Liebe! Du bist mein GOTT und mein Alles! Dir schenke ich mein Herz. O lass Deine Liebe in mir wirken zu einem frommen und heiligen Leben! Amen.
(Bei Aufhebung des Kelches.)
O Du Wahres, Lebendiges Blut Jesu Christi, ich bete Dich an mit allen Engeln und Heiligen. Du bist für mein Heil und zur Versöhnung geflossen; wasche ab die Menge meiner Sünden, reinige und stärke meine Seele zum Ewigen Leben! Amen.

Nach der Wandlung.
Sieh, Vater, von dem Höchsten Throne,
sieh gnädig her auf den Altar!
Wir bringen Dir in Deinem Sohne
ein wohlgefällig Opfer dar.
Wir fleh´n durch Ihn, wir, Deine Kinder,
und stellen Dir Sein Leiden vor;
Er starb aus Liebe für uns Sünder,
noch hebt Er´s Kreuz für uns empor.

Zum Agnus Dei.
Betrachtet Ihn in Schmerzen.
Wie Er Sein Blut vergießt!
Seht, wie aus Jesu Herzen
der letzte Tropfen fließt!
Er nimmt hinweg die Sünden,
Er trägt all unsre Schuld;
bei GOTT lässt Er uns finden
den Frieden, Seine Huld.

Zur Kommunion.
O Herr, ich bin nicht würdig,
zu Deinem Tisch zu geh´n.
Du aber mach mich würdig,
erhör mein kindlich Fleh´n.
O stille mein Verlangen,
Du Seelenbräutigam,
Dich würdig zu empfangen,
Dich, Wahres Gotteslamm!

Nach der Kommunion.

O Gütigster, Liebreichster Jesus, erbarme Dich Deines Volkes und aller Stände der ganzen Christenheit! Sei unser Mittler bei dem Vater, so wie Du ein Wahres Versöhnungsopfer für unsere Sünden bist. Wende ab die verdienten Strafen, alles Unheil und alle Gefahren, die dem Vaterlande bevorstehen mögen. Segne den Rat der Fürsten, dass er der gemeinsamen Wohlfahrt allzeit förderlich sei. Verleihe uns Gnade, dass wir unserem Berufe, unsern Standespflichten jederzeit genugtun, andern mit der Tugend ein gutes Beispiel geben, unsern Nächsten Deinetwegen allezeit lieben und mit reinem Gewissen Dir bis an das Ende wohlgefällig dienen mögen. Um dieses bitten wir Dich durch Deine Heiligen Verdienste, durch Dein bitteres Leiden und Sterben und durch die Verdienste Mariä, der Mutter GOTTES, und aller Heiligen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste als gleicher GOTT lebst und regierst in alle Ewigkeit. Amen.
Der Herr lasse leuchten Sein Angesicht über uns; Er bewahre und beschütze uns vor allem Übel und erteile uns den Segen: GOTT der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Zum Beschluss.

Nun ist das Lamm geschlachtet.
Das Opfer ist vollbracht:
Wir haben jetzt betrachtet,
GOTT, Deine Lieb´ und Macht.
Du bist bei uns zugegen:
Aus Deinem Gnadenmeer
ströhm´ uns Dein Vatersegen
durch dieses Opfer her.

Gebet. O Himmlischer Vater, nimm diesen Deiner Hoheit und Heiligkeit schuldigen Dienst gnädig auf, den ich Dir in Beiwohnung dieses Heiligen Messopfers erzeigt habe. Ich vereinige mein Gebet mit den Verdiensten Jesu Christi, mit Seinem Gebete und den Heiligen Unterhandlungen, die Er für mein Heil mit Dir gepflogen hat; ich opfere sie Dir zu Deinem Höchsten Lobe und zu Deiner Ehre. Segne mich in meinen Geschäften! Alles soll zu Deiner Ehre und zu Deinem Lobe geschehen. Amen.

Dritte Messandacht.
Zur andächtigen Betrachtung des bittern
Leidens und Sterbens Christi.
(Das Heilige Messopfer ist dasselbe Opfer, wie das Opfer am Kreuze. Daher kannst du der Heiligen Messe nicht besser beiwohnen, als wenn du während derselben das Leiden Christi betrachtest.)

Vorbereitungsgebet.

Dreieiniger GOTT, Vater, Sohn und Heiliger Geist! Ich erscheine vor Deinem Heiligen Altare, um in tiefster Demut und mit möglichster Andacht dem Unendlich Wertvollen Opfer der Heiligen Messe beizuwohnen. Damit ich nun aus diesem Meere der Gnaden alle jene Vorteile ziehe, die Du in Deiner Unendlichen Liebe mir daraus zukommen lassen willst, vereinige ich mich mit jener Vollkommenen Meinung, mit der Sich unser Herr und Heiland Jesus Christus am Kreuze zu einem Opfer für uns dahingegeben hat.
Ich bringe Dir in derselben Meinung auch alle Heiligen Messopfer dar, die heute in der ganzen Welt gefeiert werden, und ich bitte Dich, Du wollest mir und allen hier Anwesenden die Gnade verleihen, dass wir dieser Hochheiligen Handlung mit Ehrfurcht und Andacht beiwohnen und die Wirkungen derselben an uns erfahren mögen. Durch Christum, unsern Herrn. Amen.
GOTT Heiliger Geist, Ewige Liebe des Vaters und des Sohnes, entzünde mein Herz mit dem Feuer Deiner Heiligen Liebe, damit ich diesem Hochheiligen Opfer andächtig und würdig beiwohne. Heiligstes Herz Jesu, erbarme Dich meiner! -
O Maria, Unbefleckte Braut des Heiligen Geistes und Mutter der Barmherzigkeit, zu Dir nehme ich armer Sünder meine Zuflucht! Wie Du unter dem Kreuze Deines Sohnes standest und Deine Gebete mit den Seinigen vereinigtest, so stehe auch mir in dieser Heiligen Stunde bei und unterstütze meine schwachen Gebete durch Deine so Mächtige Fürsprache!
Ich bitte auch den Glorreichen Heiligen Joseph, alle lieben Heiligen und Engel, besonders meinen Heiligen Schutzengel und Namenspatron, dass Sie durch Ihre Fürbitte und Verdienste mir beistehen wollen. Amen.

Vom Anfange der Heiligen Messe
bis zum Gloria.
(Betrachte des Erlösers Trauer, Gebet und Blutschweiß am Ölberge.)

O schmerzlich leidender Jesus, in welche Betrübnis haben Dich meine Sünden versenkt! Ach, um der Verdienste der Schmerzen willen, die Du in jenen leidensvollen Stunden am Ölberge ausgestanden hast, verleihe mir eine wahre Reue über meine Sünden, und einen Hass wider dieselben, dass ich nie mehr eine Sünde begehe.
O bis zur Erde gebeugter Jesu, meine Sünden haben Dich zu Boden geworfen;
ach, es reuet mich, dass ich Dich jemals beleidigt habe. Opfere Deinem Himmlischen Vater zur Sühnung meiner Sünden Dein Gebet und Deinen Blutschweiß auf; reinige meine Seele in Deinem Kostbaren Blute, damit ich vor Deinem Angesichte würdig erscheine, und gib mir Stärke, dass ich im Gebete nicht ermüde und dessen, was Du für mich gelitten, niemals vergesse.
O Göttlicher Erlöser, verleihe mir vollkommene Ergebung in Deinen Heiligsten Willen bei allen Leiden und Trübsalen, dass ich sie mit friedlichem Gemüte annehme und in Vereinigung mit Deinem Leiden starkmütig ertrage. Ich verlange nicht, dass Du mich vor Leiden bewahrest, denn ich weiß, was für Strafen ich meiner Sünden wegen verdiente, ja ich bitte Dich, o Herr, strafe mich hier, nur schone meiner in der Ewigkeit! Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe. Amen.

Vom Gloria bis zum Evangelium.
(Betrachte den Verrat und die Misshandlungen, die an unserem Erlöser bei der Gefangennehmung und bei Kaiphas verübt wurden.)

Ehre und Lob sei Dir, o Sanftmütigster Jesus! Du hast Dich der Göttlichen Gerechtigkeit als Sühnopfer für meine Sünden angeboten, darum hast Du auch keiner Schmach und Pein geachtet. Ich bete Dich an und Benedeie Dich, ich danke Dir für Dein Großes Leiden. O Du Lamm GOTTES, das Du hinweg nimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich meiner; nimm an mein Gebet und erlöse meine Seele von allen Banden böser Begierden, dass ich nicht neuerdings an Dir zum Verräter werde.
Gedenke, o Jesus, der Betrübnis und der Schmerzen, die Du ertragen, als Deine Feinde wie grimmige Löwen Dich umringten, mit Stricken banden und mit Faustschlägen verwundeten. - Durch diese Qualen und durch diese Lästerungen, womit Deine Feinde Dich bedrängten, erlöse mich, Herr Jesu, von allen meinen sichtbaren und unsichtbaren Feinden, und lasse mich unter Deinem Schutze zum Ewigen Heile gelangen! Sanftmütigster Jesus, erbarme Dich meiner und gib mir Kraft und Gnade, Unbild und Schmach für Dich geduldig zu ertragen.

Vom Evangelium bis zum Offertorium.
(Betrachte die Verachtung und die Unbilden, die dein Heiland vor den Richterstühlen des Pilatus und Herodes erlitt.)

O Jesus, Du Ewige Wahrheit, Du hast die Ehre Deines Himmlischen Vaters mit der Gefahr des Todes bekannt, gib auch mir Stärke, dass ich Deine und Deines Vaters Ehre in keiner Gelegenheit verletze, sondern dieselbe durch Wort und Werk zu befördern trachte.
Meine Seele, o Herr, verlangt, den Weg Deiner Gebote zu gehen, lenke meine Schritte nach Deinen Worten und lehre mich Deinen Willen vollziehen, der mir durch Dein Heiliges Evangelium kund wird, du bist in die Welt gekommen, der Wahrheit Zeugnis zu geben: Gib, dass ich diese Wahrheiten gläubig annehme und mich nicht schäme, sie vor der Welt zu bekennen.
Verzeih mir, dass ich mich von Deiner Weisheit abgewendet und zur Weisheit der Welt, die vor Dir Torheit ist, hingewendet habe. Strafe mich nicht dafür durch Entziehung Deiner Erleuchtungen! Höre nicht auf, zu meinem Herzen zu reden; ich bin bereit, für Dich alles zu tun, und verlange keine andere Weisheit, als Dich, meinen Erlöser, zu erkennen und zu lieben.

Vom Offertorium bis zum Sanktus.
(Geißelung, Dornenkrönung und Verurteilung Jesu Christi zum Tode.)

O Liebreichster Erlöser, gedenke der zahllosen Wunden, die Deinen Reinsten Leib bedeckten und Ihn mit Deinem Heiligsten Blute färbten, als Du vom Haupte bis zur Fußsohle grausam gegeißelt wurdest; um dieser Wunden willen rette mich aus allen Gefahren und Versuchungen zur Sünde, und lass nie zu, dass mein Herz jemals durch eine Unlauterkeit befleckt werde. Dir, o König der Glorie, gebührt auch die Krone der Glorie, und ach, wie furchtbar wurde Dein Haupt mit Dornen verwundet! Drücke alles, was Du für die Sünden meiner Weichlichkeit und Hoffart gelitten hast, tief meinem Gedächtnisse ein, damit ich in Liebe und Dankbarkeit gegen Dich bis zum Ende verharre.
O könnte ich Dir jetzt mit der Opfergabe, die der Priester segnet, auch ein reines und treues Herz zum Opfer bringen! Aber wie tief fühle ich mich beschämt, da ich mich unter einem mit Dornen gekrönten Haupte als ein so weichliches und hoffärtiges  Glied erkennen muss! Doch im Vertrauen auf Deine Barmherzigkeit opfere ich Dir mein reuiges und zerknirschtes Herz auf, mit dem festen Entschlusse, fortan nicht mehr zu sündigen, sondern nur noch Deinem Wohlgefallen zu wandeln. Lasse mich durch das Opfer, das Du am Altare Deinem Himmlischen Vater darbringst, Verzeihung meiner Sünden finden!
Ich bitte Dich, verwundeter Jesus, einst mein Richter, ich bitte Dich durch das Todesurteil, das von ungerechten Richtern über Dich ergangen ist, erbarme Dich meiner in meiner letzten Stunde, wenn mein Gemüt bedrängt und mein Geist daniedergebeugt sein wird. Stärke meine Seele in ihrem Todesstreite, und lasse sie, von allen Sünden rein, zur Glorie Deiner Anschauung gelangen!

Vom Sanktus bis zur Wandlung.
(Betrachte des Erlösers Kreuztragung und Kreuzigung.)

O gnadenreiches Kreuz, sei vielmals gegrüßt! Du hast deinen Wert und Glanz von dem Blute meines Erlösers empfangen; ich verehre dich und umfange dich. Durch Deine Gnade, o Jesus, hoffe ich jedes Kreuz, womit Deine Barmherzigkeit mich beschenkt, gern und willig zu tragen.
O gesegnetes Kreuz, an dir hat der Göttliche Erlöser die Gerechtigkeit GOTTES mit uns armen Sündern ausgesöhnt und uns den Zutritt zum Himmel eröffnet. Gleichwie du dem reuigen Schächer eine Leiter zum Himmel geworden, so lass auch mich deine blutigen Sprossen ergreifen, damit ich auf denselben zu den Freuden des Paradieses gelange.
Vater unser...; Gegrüßet...

Zur Wandlung.
(Der Erlöser am Kreuz erhöht.)

(Nach Erhebung der Heiligen Hostie.)
Ich Bete Dich an, mein Heiland und Erlöser, o Jesus, meine Hoffnung und Zuflucht! Der Du am Stamme des Heiligen Kreuzes Dich Deinem Himmlischen Vater aufgeopfert hast, mach mich teilhaftig Deines Leidens, Deines wahren Leibes und Blutes, jetzt und in der Stunde meines Todes! Amen.

(Nach Erhebung des Heiligen Kelches.)
Ich Bete Dich an, o Wahres und Lebendiges Blut, das aus den Wunden meines Erlösers geflossen, und bitte Dich, reinige mich von allen meinen Sünden, heilige und stärke meine Seele zum Ewigen Leben! Amen.

O Himmlischer Vater, ich opfere Dir auf, Deinen Geliebten Sohn für die Bekehrung eines Ungläubigen und eines Sünders und für die Befreiung einer armen Seelen. Amen.

Nach der Wandlung bis zum Paternoster.
(Des Erlösers Leiden während der drei Stunden am Kreuze.)

O mein Jesus, der Du für mich in Finsternis und Todesangst am Kreuze drei Stunden lang schwebtest, sieh auf mich mit jener Liebe herab, mit welcher Du in Deinen Todesschmerzen meiner gedachtest. Verzeihe mir meine Undankbarkeit, in der ich Deines bittern Leidens so selten eingedenk war. Ich danke Dir für Deine Große und Zarte Liebe, welche Deine Wunden und Dein Heiliges Blut mir verkünden.
Durch Deine Kreuzesqualen, welche du in der schauerlichen Finsternis ausgestanden, erlöse mich von den Qualen der ewigen Finsternisse! Erbarme Dich meiner und aller mit Sünde Beladenen, und verleihe allen gläubigen Seelen, den Lebendigen..., wie den Abgestorbenen..., Gnade, Verzeihung und das Ewige Leben!
Am Kreuze verlassener Jesus! Deine Leiden sind meine Zuflucht und Hoffnung; ich erschrecke nicht mehr wegen der Menge meiner Sünden, wenn ich an Deine Todesqual denke; denn du littest nur darum diese Peinen, um mich vom ewigen Tode zu retten. Deine Wunden und Dein Blut versichern mir, dass Du mir verzeihest, wenn ich Dich nur liebe. O Liebe meines Herzens, ich liebe Dich. Amen.


Vom Paternoster bis zur Kommunion.
(Des Erlösers sieben Worte am Kreuze.)

Göttlicher Erlöser, der Du am Kreuze gerufen: „Vater, verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun,“ verzeihe auch mir meine Sünden und gib mir ein versöhnliches Herz, dass ich um Deiner Liebe willen allen Beleidigungen verzeihe.
Göttlicher Erlöser, der Du am Kreuze zu dem büßenden Schächer gesprochen: „Heute wirst du bei Mir im Paradiese sein,“ lass auch mich diese trostvolle Stimme in der Stunde meines Todes vernehmen!
Göttlicher Erlöser, der Du am Kreuze zu Deiner Betrübtesten Mutter gesagt: „Weib, sieh, Dein Sohn“, und zu Johannes: „Sieh, deine Mutter,“ ich bitte Dich um kindliches Vertrauen und zarte Andacht zu Deiner Schmerzhaften Mutter, die Du auch mir zur Mutter gegeben hast.
Göttlicher Erlöser, der Du am Kreuze geklagt hast: „Mein GOTT, Mein GOTT, warum hast Du mich verlassen?“ stehe mir bei in allen Nöten und Gefahren der Seele, besonders, wenn mich alles verlässt – in der Stunde des Todes!
Göttlicher Erlöser, der Du am Kreuze gerufen: „Mich dürstet,“ entzünde in mir das Verlangen nach Dir, dem Lebendigen Quell aller Gnaden. Verleihe, dass meine letzte Labung Dein Fleisch und Blut im Heiligsten Sakramente sei.
Göttlicher Erlöser, der Du am Kreuze ausgerufen: „Es ist vollbracht,“ hilf mir alles nach Deinem Heiligsten Willen vollbringen, damit ich am Ende meiner irdischen Laufbahn getröstet aus diesem leben scheide.
Göttlicher Erlöser, der Du am Kreuze mit sterbenden Lippen gesprochen: „Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist,“ gib mir die Gnade, dass meine letzten Worte seien: Jesus, Maria und Joseph, meine letzten Seufzer: Jesus, Dir lebe ich, o Jesus, Dir sterbe ich, o Jesus, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist. Amen.

Zur Kommunion.
(Des Erlösers Begräbnis.)

Mache mein Herz, o Jesus, zu einem würdigen Grabe für Deinen Verherrlichten Leib, der hier auf dem Altare Wahrhaft und Lebendig zugegen ist. Befreie es von allen irdischen Neigungen, damit es rein sei gleich Deinem Grabe, darein noch niemand gelegt ward.
Du gehst zum Andenken Deines Begräbnisses in das Herz des Priesters ein; komm mit Deiner Gnade, o Geliebter Erlöser, auch in mein Herz, an dessen Türe Du so oft geklopft hast; ich will es Dir nicht länger verschließen. Lasse mein Herz Deine Ruhestätte sein, dass es, mit Dir vereint, nicht sich oder der Welt, sondern nur Dir lebe, der Du demselben Wahres Leben erworben hast.
Gestatte mir, mein Erlöser, zu jeder Zeit Zutritt zu Deinen Heiligen fünf Wunden, und in diesen Wunden bewahre mich, aus diesen Wunden nähre mich, durch diese Wunden heilige mich, aus diesen Wunden lasse mich nicht scheiden, bis ich in denselben meinen Geist in Deine Heiligsten Hände übergebe.
O Maria, Mutter meines Erlösers, gedenke der Schmerzen, die Du empfunden, als Dein Sohn vom Kreuze herab in Deinen Schoß gelegt wurde; durch diese Schmerzen flehe ich zu Dir, vereinige meine Gebete und Seufzer und bringe sie als ein angenehmes Opfer vor den Thron der Heiligsten Dreifaltigkeit! Amen.

Nach der Heiligen Kommunion.
(Jesu Auferstehung und Himmelfahrt.)

O Jesus, Du bist Glorreich von den Toten auferstanden und Deinen Jüngern erschienen. Du hast vierzig Tage lang unter Deinen Jüngern verweilt, um sie zu trösten und in allen Geheimnissen des Glaubens zu unterweisen. Alsdann bist Du Glorreich gegen Himmel gefahren, nachdem Du zuvor die wenigen, welche zugegen waren gesegnet hast.
Ich wünsche Dir Glück, mein Jesus, dass Du nach einem so bitteren Leiden nun Glorreich im Himmel zur Rechten des Vaters thronst. Zugleich bitte ich Dich, segne mich und all die Meinigen, und bleibe bei uns mit Deiner Gnade bis zum Ende unseres Lebens, damit wir einstens verklärt aus dem Grabe auferstehen und uns mit allen Heiligen Ewig bei Dir erfreuen mögen im Himmel. Amen.
Vater unser...


Fortsetzung folgt!!!
Nie kann o Herr ich danken Dir genug!
Es soll Dir danken jeder Atemzug,
es soll Dir danken jeder Herzensschlag,
bis zu dem letzten Schlag am letzten Tag.
Es soll Dir danken jeglicher Gedanke,
nichts will ich denken als: Ich danke, danke!

 

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