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  • Hl. Willigis, Erzbischof von Mainz: 23. Februar 2013

Autor Thema: Hl. Willigis, Erzbischof von Mainz  (Gelesen 3841 mal)

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velvet

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Hl. Willigis, Erzbischof von Mainz
« am: 21. Februar 2013, 12:35:08 »
Hl. Willigis, Erzbischof von Mainz



 Von Haus aus Sachse, adelig zwar, jedoch – der Überlieferung nach - arm um 940 geboren, nahm er nach guter Ausbildung durch den kaiserlichen Kanzler Volcold seit 969 einen raschen Aufstieg in der Kanzlei Ottos I. und wurde 975 von dem jungen Otto II. auf den Heiligen Stuhl von Mainz und damit als Erzkaplan auch an die Spitze der Reichskanzlei gesetzt, also in Ämter, die gewöhnlich nur Männern aus den höchsten Familien offenstanden. In den folgenden Jahren verwirklichte Willigis eine erste kirchliche Struktur für Böhmen und Mähren. 983 und 1002 sicherte er die Königskandidaturen Ottos III. und Heinrichs II..

So gelang es ihm, das Reich vor blutigen Kämpfen um die Nachfolge zu bewahren. Fortwährend konnte er seinen mäßigenden Einfluß in der Reichspolitik geltend machen.

Willigis war aber vor allem Bischof des an Fläche zweitgrößten, aber wohl volkreichsten Bistums im Reich, und dies mit dem zeitlich längsten Pontifikat aller Mainzer Erzbischöfe. Er gehörte noch einer Epoche an, in welcher die pastorale Fürsorge, Pflichterfüllung und die persönliche Frömmigkeit als Hauptinhalte des Bischofsamtes galten, nicht so sehr die damit auch verbundene kirchliche und politische Macht. Später wurden die Bischöfe mit Mitra, Stab und Evangelienbuch auf einem thronähnlichen Bischofsstuhl sitzend dargestellt, um ihre herrschaftlichen Ansprüche zum Ausdruck zu bringen.. Willigis aber tritt uns in seinem Siegel noch im bescheidenen Brustbild entgegen, den schmächtigen Kopf schmückt nur die Tonsur, einziges Würdezeichen ist der Hirtenstab.

An seinem Lebenswerk – dem Neubau des Mainzer Doms nach dem Vorbild der alten Peterskirche in Rom -  konnte er sich nicht mehr erfreuen: Die Kirche brannte in der Nacht vor ihrer Weihe am 30.August 1009 aus. Noch in der gleichen Nacht soll Willigis ihren Wiederaufbau angeordnet haben.

Willigis starb am 23.2.1011.

Pastoral und Caritas

Ein großes Anliegen des Willigis war die Sicherung der Seelsorge in seinem Bistum. Durch ein dichtes Netz von Stifts- und Pfarrkirchen trug er hierfür Sorge.

Gerühmt wird seine Nähe zu den unteren Schichten. Er habe es strikt vermieden, seine „unfreien Knechte“ (das konnten Bauern, Tagelöhner, Handwerker oder Diener sein), auf die Freie und Adelige gerne herabsahen, auch nur als Knechte anzureden. Vielmehr habe er sie stets in Ehren gehalten.

Die mit Willigis zu tun hatten, konnten sich auf seine Beständigkeit, Aufrichtigkeit, die Einhaltung gegebener Versprechen, die Belohnung erwiesener Dienste absolut verlassen. Um Besserung bei Fehlverhalten zu erreichen, habe er nicht mit Strafe drohen müssen, sondern dies sei ihm schon durch sein gutes Vorbild gelungen, da er mehr durch sein Handeln als durch Worte belehrte.

Große Mühe verwendete Willigis auf die Armenpflege. Noch bevor er selbst zu Tisch ging, ließ er dreißig Arme vom Kustos seiner Kapelle versorgen; diese dreißig wurden anscheinend dauernd von ihm unterstützt. Er selbst servierte dreizehn Armen Speise und Trank und reichte ihnen ein Geldgeschenk. Erst dann ging auch er zu Tisch und versorgte dort noch die ankommenden Fremden, darunter auch Arme.

Der Lehrer


Selbst von einem Kanzleibeamten erzogen, in der komplizierten Praxis der Reichskanzlei mehrere Jahre, vor allem in Italien tätig, besaß Willigis hervorragende Kenntnisse des anspruchsvollen lateinischen Schriftwesens der Reichsverwaltung, die er an seine Schüler weitergeben konnte. Die Quellen berichten, Willigis habe vor allem und am liebsten die Hl. Schrift studiert, aber seinen Schülern auch die "freien Künste" vermittelte, also den traditionellen Fächerkanon von Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Wie man aus dem Lebensgang des Willigis selbst und anderer Zeitgenossen ablesen kann, war diese Ausbildung sehr gründlich und dauerte durchaus ihre Zeit, häufig bis etwa zum dreißigsten Lebensjahr, bis eine selbständige Amtsfunktion übernommen werden konnte. Die guten Absolventen durften hoffen, mit der Leitung eines Bistums, Klosters oder Stifts betraut zu werden.

 

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