Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 454503 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #60 am: 03. August 2013, 10:39:41 »
Liebe Mitchristen,

Lasset uns heute für unsere Priester und Ordensleute Sühnen und Busse tun. Dadurch sollten sie wieder stark im Glauben und der Verkündung werden. Wenn unsere Priester uns nicht zur Sühne, Busse und Sündenbewusstsein aufrufen, dann weil bei ihnen selbst dieses Sündenbewusstsein sehr geschwächt ist , wenn nicht verschwunden! Dies ist eine List Satans!
Lasset uns also ab heute für sie beten, opfern, büssen, sühnen und unser Kreuz tragen damit sie die wahre Lehre wieder mit Kraft und Glauben verkünden mögen. Lasset uns auch für unseren Papst beten dass er nicht in die Falle des Populismus fällt wo alles gleich ist!

In caritas Dei

Dominique
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #61 am: 04. August 2013, 11:15:31 »
Evangelium nach Lukas 12,13-21.
In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iß und trink, und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Basilius (um 330 - 379), Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer
6. Homilie, Über den Reichtum
Andere Scheunen bauen

„Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?“ Das Verhalten des Reichen aus dem Evangelium ist dermaßen lächerlich, wie die ewige Verdammnis unerbittlich ist. Wahrhaftig, jener Mann, der von dieser Welt genommen wird in so kurzer Zeit, welche Vorhaben plant er doch in seinem Geist? „Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen.“ Ich würde gerne zu ihm sagen: Du tust gut daran, denn sie verdienen es nur allzu sehr, niedergerissen zu werden, die Scheunen der Ungerechtigkeit. Mit deinen eigenen Händen zerstöre gänzlich, was du unehrlich gebaut hast. Lasse deine Weizenvorräte vergehen, an denen sich niemand stärken konnte. Lasse verschwinden jedes Gebäude, in das sich dein Geiz fliehen konnte, reiße die Dächer weg, lege die Mauern nieder, setze den Weizen der Sonne aus, der verdirbt, hole die Reichtümer aus ihrem Gefängnis, die dort gefangen waren…„Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen.“ Wenn du auch sie gefüllt haben wirst, welcher Seite wirst du dich dann zuneigen? Wirst du sie wieder niederreißen, um andere aufzubauen? Gibt es eine größere Dummheit, als sich ohne Ende zu plagen, als verbissen zu bauen und verbissen zu zerstören? Du hast als Scheunen – wenn du es denn willst – die Wohnungen der Bedürftigen. Häufe dir Schätze im Himmel an. Was dort gelagert ist, das „nagen die Würmer nicht an, der Rost zerfrisst es nicht, die Diebe können es nicht stehlen.“ (vgl. Mt 6,20).
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #62 am: 05. August 2013, 10:15:24 »
Beichtandacht

Die guten Beichten tragen zum Fortschritt der Seele ausserordentlich viel bei. Trete zur Abrechnung mit Gott nie flüchtig hinzu, sondern mit Ernst, so dass du nachher auch den Gang in die Ewigkeit antreten dürftest. Darum rufe deinen Schutzengel an, den Zeugen deiner Taten. Und Maria, die Mutter der Gnade und Barmherzigkeit. Flehe mit dem Vertrauen des verlorenen Sohnes zum Vater der Erbarmungen, zum Herzen des Erlösers, und rufe den Heiligen Geist an.
Anrufung des Heiligen Geistes:
O mein Gott, der du jeden Menschen erleuchtest, der in diese Welt kommt, erleuchte auch mein Herz mit einem Strahl deiner göttlichen Gnade, damit ich meine Sünden und Nachlässigkeiten klar erkenne, aufrichtig bereue und beichte, für dieselben genugtun und mich bessern möge. Amen.

Alsdann erforsche das Gewissen nach den Geboten Gottes und der Kirche, nach den Hauptsünden und den besonderen Pflichten deines Standes. Überdenke auch die Nachlässigkeiten gegen die heilige Regel.
Die Gewissenserforschung soll nicht ängstlich, aber auch nicht oberflächlich sein. Das Reuegebet muss innerlich sein, von Herzen kommen.
Hoffnung auf Verzeihung
O Gott, sei mir armen Sünder gnädig! Du willst ja nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe. Wenn auch meine Sünden zahlreich waren wie der Sand am Meere, so willst du ihrer nacht mehr gedenken. Warum bist du traurig, meine Seele? Hoffe auf den Herrn, und ich werde ihm ein Loblied singen, meinem Gott und Erlöser. Wenn wir gesündigt haben, so haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesum Christum den Gerechten, und dieser ist die Verzeihung für unsere Sünden. Er ist nicht gekommen, die Gerechten zu berufen, sondern die Sünder.
Flehen um Verzeihung
Erbarme dich meiner, o Gott, nach deiner grossen Barmherzigkeit und nach der Menge deiner Erbarmungen tilge meine Missetat. Verstoss mich nicht von deinem Angesicht! Ein Opfer ist vor dir ein zerknirschter Geist. Ein reuiges und demütiges Herz wirst du, o Gott, nicht verachten. Sieh doch mein Elend, meine Pein. Ich bin so verlassen und elend. Der Sünden meiner Jugend und meines Unverstandes gedenke nicht in deiner Milde. Vater, ich habe gesündigt wider den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr wert dein Kind zu heissen; nimm mich nur an als einen deiner geringsten Diener.
Reue
Du hast mich als dein Kind aufgezogen, ich aber habe dich, o bester Vater, verachtet. Du hast mich gerufen, ich aber habe nicht auf dich gehört. Ich liebte die Finsternis mehr als das Licht und mehr als dich, mein Gott, die Welt mit ihrer Augenlust, Fleischeslust und Hoffart des Lebens. Unruhig ist mein Herz bis es ruhet in dir. Gib mir wieder die Freude deines Heiles und deinen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Ein reines Herz erschaffe in mir, o Gott, und den rechten Geist erneuere in meinem Innern!
Guter Vorsatz
Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater zurückkehren. Ich habe es gesagt, nun will ich anfangen. Habe Geduld mit mir; ich will meine Schuld wiedergutmachen. Ich will den alten Menschen samt seinen Werken ausziehen und den neuen anziehen, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Wachen und beten will ich, damit ich nicht in Versuchung falle. Mit Christus will ich auferstehen und suchen, was droben ist, nicht was auf Erden.
Form der Anklage
Ich armer, sündiger Mensch bekenne vor Gott dem Allmächtigen, Maria, der seligsten Jungfrau, dem heiligen Vater Franziskus und Ihnen, hochwürdiger Vater, meine Sünden, die ich seit meiner letzten Beicht... begangen habe.
Hier folgt das Bekenntnis der Sünden. Zum Schlusse sage:
Ich schliesse auch ein alle Sünden meines früheren Lebens, vorzüglich jene, die ich gegen das... Gebot begangen habe.
O Jesus sei mir gnädig und barmherzig! +


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« Antwort #63 am: 06. August 2013, 09:20:34 »
Evangelium nach Lukas 9,28-36.
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten.
Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß.
Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija;
sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte.
Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen.
Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, daß wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wußte aber nicht, was er sagte.
Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst.
Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.
Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Leo der Große (? - um 461), Papst und Kirchenlehrer
51. Predigt, 2-6
"Die Herrlichkeit, die in uns offenbar werden soll" (Röm 8,18)

Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit, führte sie auf einen hohen Berg und offenbarte ihnen den Glanz seiner Herrlichkeit. Denn selbst wenn sie die Majestät Gottes erkannt hätten, die in ihm wohnt, so hätten sie doch nicht gewußt, dass sein Körper, der seine Göttlichkeit verhüllen sollte, der Macht Gottes teilhaftig ist. Deshalb nämlich hatte der Herr wenige Tage zuvor ausdrücklich versprochen, dass einige seiner Jünger nicht sterben würden, ehe sie den Menschensohn in seinem Reich haben kommen sehen (vgl. Mt 16,28), also im Glanz seiner Herrlichkeit, die der von ihm angenommenen Natur in besonderer Weise zukommt...Diese Verklärung hatte zuerst das Ziel, aus den Herzen der Jünger den Skandal des Kreuzes wegzunehmen, damit die Demut der freiwillig erlittenen Passion nicht den Glauben derjenigen erschüttert, die die Größe der verborgenen Würde schauen durften. Doch mit ebensolcher Voraussicht richtete die Verklärung in der Kirche Jesu die Hoffnung auf, die ihr als Stütze dienen sollte: dass nämlich die Glieder des Leibes Christi verstehen können, auf welche Weise sie eines Tages verwandelt werden, sind sie doch dazu berufen, sich an der Herrlichkeit zu freuen, die sie in ihrem Haupt haben aufleuchten sehen.Hierzu hatte der Herr selber gesagt, als er von der erhabenen Größe seiner Wiederkunft sprach: „Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters“ (Mt 13,43). Und der Apostel Paulus bezeugt das gleiche, wenn er sagt: „Für mich sind die Leiden der gegenwärtigen Zeit nicht zu vergleichen mit der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“ (Röm 8,18). Und an anderer Stelle: „Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit“ (Kol 3,4).


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« Antwort #64 am: 07. August 2013, 08:21:16 »
Evangelium nach Matthäus 15,21-28.
In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.
Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her.
Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.
Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!
Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.
Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Predigt vom 07/04/2013, Inbesitznahme der Kathedra des Bischofs von Rom (© Liberia Editrice Vaticana)
„Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her“

Brüder und Schwestern, verlieren wir niemals das Vertrauen in die geduldige Barmherzigkeit Gottes! Denken wir an die beiden Emmausjünger: Mit traurigem Gesicht gehen sie so vor sich hin, ohne Hoffnung. Aber Jesus verlässt sie nicht: Er geht mit ihnen, und nicht nur das! Geduldig erklärt er ihnen, was in der Schrift über ihn geschrieben steht, und bleibt, um mit ihnen Mahl zu halten. Das ist der Stil Gottes: Er ist nicht ungeduldig wie wir, die wir oft alles und sofort wollen, auch von den Menschen. Gott hat Geduld mit uns, denn er liebt uns, und wer liebt, der versteht, hofft, schenkt Vertrauen, gibt nicht auf, bricht die Brücken nicht ab, weiß zu verzeihen. Erinnern wir uns daran in unserem Leben als Christen: Gott wartet immer auf uns, auch wenn wir uns entfernt haben! Er ist niemals fern, und wenn wir zu ihm zurückkehren, ist er bereit, uns in seine Arme zu schließen.Mir macht es immer einen tiefen Eindruck, wenn ich das Gleichnis vom barmherzigen Vater lese; es beeindruckt mich, weil es mir stets große Hoffnung schenkt. Denkt an jenen jüngeren Sohn, der im Haus des Vaters war, der geliebt wurde. Und doch... geht [er] weg... Und der Vater? Hatte er seinen Sohn vergessen? Nein, niemals. Er... erwartete ihn jeden Tag, jeden Moment: Immer hatte er ihn als Sohn in seinem Herzen, obwohl dieser ihn verlassen hatte... Sobald er ihn von ferne erspäht, läuft er ihm entgegen und umarmt ihn zärtlich – mit der Zärtlichkeit Gottes – ohne ein einziges Wort des Vorwurfs: Er ist zurückgekehrt! Und das ist die Freude des Vaters... Gott wartet immer auf uns, er wird nicht müde. Jesus führt uns diese barmherzige Geduld Gottes vor Augen, damit wir Vertrauen und Hoffnung zurückgewinnen, immer!



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« Antwort #65 am: 08. August 2013, 17:32:49 »
Liebe Mitchristen

Wieso hat die Welt sich so geändert? Wieso werden Kirchen geschlossen und verkauft bei uns? Haben die Menschen den Sinn für das religiöse Göttliche ganz verloren? Womit ersetzen sie das?
Kein Wunder dass sie damit den Sinn für Sünde, Schuld und Vergebung verloren haben! Ach wäre wieder alles wie vor 40 Jahren wo die Kirchen noch voll waren und gebeichtet wurde...
Lasset uns in der Zukunft alles Leid, Missgeschick, Ärger opfern zur Sühne und Busse für all die Menschen die den Sinn fürs Göttliche in Esoterik suchen oder in der Kaufsucht und dem Mammon! Lasset uns täglich intensiv opfern, fasten und viel beten dass neue Berufungen entstehen sowohl zum Priestertum wie fürs Ordensleben denn wo stehen wir sonst in 10 Jahren da wenn alle Priester und Ordensleute verschwunden sind. Herr erhöre uns...

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Dominique
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« Antwort #66 am: 09. August 2013, 08:23:49 »
Evangelium nach Matthäus 16,24-28.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.
Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.
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« Antwort #67 am: 10. August 2013, 10:34:39 »
Evangelium nach Johannes 12,24-26.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:  Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.
Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 302 zum Fest des hl. Laurentius
„Das Heil dessen, der reichlich den Armen gibt, hat Bestand für immer“ (Ps 112,9)

Der hl. Laurentius war Diakon in Rom. Die Verfolger der Kirche verlangten von ihm die Herausgabe der Kirchenschätze. Um einen echten Schatz im Himmel zu erlangen, ertrug er Qualen, von denen wir mit Schaudern vernehmen: Er wurde auf einen Rost über einem Feuer gelegt… Er siegte jedoch über alle körperlichen Qualen durch die unglaubliche Kraft, die er aus seiner Nächstenliebe und aus dem Beistand dessen schöpfte, der ihn unbeugsam machte: „Gottes Geschöpfe sind wir, in Jesus Christus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im Voraus bereitet hat“ (Eph 2,10). Das nun entfachte die Wut der Verfolger… Laurentius sagte: „Schickt mir Wagen, auf denen ich euch die Schätze der Kirche herbei bringen kann“. Man stellte ihm Wagen zur Verfügung; er belud sie mit Armen und brachte sie zurück mir den Worten: „Das hier sind die Schätze der Kirche“. Liebe Brüder, nichts ist wahrer als das. In der Not der Armen liegt der große Reichtum von uns Christen, sofern wir nur recht verstehen, unseren Besitz Frucht bringen zu lassen. Die Armen sind immer bei uns; wenn wir ihnen unsere Schätze anvertrauen, verlieren wir sie nicht.
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« Antwort #68 am: 11. August 2013, 09:42:58 »
Evangelium nach Lukas 12,32-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben.
Verkauft eure Habe, und gebt den Erlös den Armen! Macht euch Geldbeutel, die nicht zerreißen. Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, droben im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frißt.
Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
Legt euren Gürtel nicht ab, und laßt eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.
Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie.
Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüßte, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, daß man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen?
Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt?
Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.
Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er ißt und trinkt und sich berauscht,
dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.
Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.
Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Fulgentius von Ruspe (467 - 532), Bischof in Nordafrika
1. Homilie, über die Knechte des Herrn; CCL 91 A, 889
„Die Verwalter des Geheimnisses Gottes“

Um die besondere Pflicht der Knechte, die er an die Spitze seines Volkes gesetzt hat, herauszustellen, sagte der Herr: „Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!“ (Joh 13,13). Und was ist das Gesinde? Offenkundig alle, die der Herr selber erlöst hat… Dieses heilige Gesinde ist die katholische Kirche, die sich dank ihrer großen Fruchtbarkeit über die ganze Welt ausbreitet und die sich rühmt, freigekauft worden zu sein durch das Lösegeld des Blutes ihres Herrn. Er hat ja selber gesagt: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45). Auch ist er der gute Hirte, „der sein Leben hingibt für die Schafe“ (Joh 10,11)… Wer aber ist der besagte Verwalter, der treu und zugleich klug sein soll? Der Apostel Paulus verrät es uns, wenn er über sich selbst und seine Gefährten sagt: „Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen“ (1 Kor 4, 1-2). Aber keiner von uns soll glauben, die Apostel seien die einzigen, denen das Amt des Verwalters übertragen worden wäre…; auch die Bischöfe sind Verwalter, denen Paulus sagt: „Ein Bischof muss unbescholten sein, weil er das Haus Gottes verwaltet“ (Tit 1,7). Wir Bischöfe sind also die Knechte des Hausherrn, wir sind die Verwalter des Herrn, uns ist die Nahrung zugewiesen worden, die wir euch zuteilen müssen.

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« Antwort #69 am: 12. August 2013, 19:12:53 »
Glaube, Hoffnung, Liebe

O mein Gott und Herr! Ich glaube alles, was Du geoffenbart hast und durch Deine heilige Kirche uns zu glauben lehrst, weil Du der wahrhafte Gott bist. Vermehre, o Gott, meinen Glauben! O mein Gott und Herr! Ich hoffe von Dir die Verzeihung meiner Sünden, Deine Gnade und endlich die ewige Seligkeit, weil Du, o gütiger und getreuer Gott, dieses alles versprochen hast. Stärke, o Gott, meine Hoffnung! O mein Gott und Herr! Ich liebe Dich von ganzem Herzen über alles, weil Du der unendlich gute Gott bist. Aus Liebe zu Dir liebe ich auch meinen Nächsten wie mich selbst. Entzünde, o Gott, meine Liebe! +
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