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Autor Thema: Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen  (Gelesen 73004 mal)

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Antw:Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen
« Antwort #154 am: 11. Oktober 2015, 08:19:25 »
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Nachdenkliches zur kommenden Bischofssynode 2015
Was kommt am 4.-25. Oktober 2015 auf die Synodenteilnehmer und Papst Franziskus zu? Wie wird das alles nach außen kommuniziert und in alle Welt weitergegeben und aufgenommen? Gastbeitrag von Domherr Dr. Roland Graf
 
Vatikan (kath.net) Die Familiensynode 2014 hat nicht nur im Vorfeld mit der Umfrage des Vatikans zu hitzigen Diskussionen geführt, sondern ist selber kontrovers verlaufen. Dabei muss man zwischen der Diskussion im Plenum der Bischofssynode und der Diskussion in den Medien unterscheiden. Obwohl das Thema Familienpastoral unter vielen verschiedenen Aspekten betrachtet werden muss, drehte sich die Diskussion in der Öffentlichkeit hauptsächlich um zwei Themenbereiche: Geschiedene, die wiederverheiratet sind und gleichgeschlechtliche Beziehungen. Gerade bei letzterem Thema gerät man fast unweigerlich ins Kreuzfeuer der Kritik, wenn man nur schon auf die einschlägigen Stellen im Katechismus der Katholischen Kirche zur Homosexualität verweist (Nr. 2357-2359). Die Kommunikation und Diskussion zwischen den Pro- und Kontraparteien scheint derzeit auf einem Tiefpunkt angelangt zu sein: pro/kontra Anerkennung der Verbindung wiederverheirateter Geschiedener und deren Zulassung zur hl. Kommunion, pro/kontra Anerkennung und Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Kann das gut gehen? Was kommt am 4.-25. Oktober 2015 auf die Synodenteilnehmer und Papst Franziskus zu? Wie werden die Diskussion und die Kommunikation zwischen diesen Pro- und Kontrapolen in der Synodenaula verlaufen? Wie wird das alles nach außen kommuniziert und in alle Welt weitergegeben – und aufgenommen?
 
Die Heilige Schrift muss sorgfältig ausgelegt werden
 
Ich gehe davon aus, dass – pro und kontra hin oder her – wir alle nach wie vor eine gemeinsame Grundlage haben, an der wir uns orientieren. Über die Ehe gibt es nun einmal Worte des Herrn, die wir nicht links liegen lassen dürfen: „Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mk 10,6-9). Wie sind diese Worte auszulegen und wie bindend sind sie? Das ist die entscheidende Frage und diese gilt ebenso für eine Stelle im Römerbrief über die ausgelebte Homosexualität, nicht die Neigung dazu (Röm 1,24-27).1

Wie im Allgemeinen die Auslegung von Schriftstellen erfolgen soll, hat das II. Vatikanum im Dokument Dei Verbum erklärt: „Da die Heilige Schrift in dem Geist gelesen und ausgelegt werden muß, in dem sie geschrieben wurde, erfordert die rechte Ermittlung des Sinnes der heiligen Texte, daß man mit nicht geringerer Sorgfalt auf den Inhalt und die Einheit der ganzen Schrift achtet, unter Berücksichtigung der lebendigen Überlieferung der Gesamtkirche und der Analogie des Glaubens“ (DV Nr. 12). Damit stellen die Konzilsväter fest, dass die Heilige Schrift, d.h. dass die Bücher des Alten und des Neuen Testamentes unter dem Beistand des Heiligen Geistes verfasst wurden und auch mit seiner Hilfe gelesen und ausgelegt werden müssen. Das ist ein sehr hoher Anspruch. Mit der Forderung, auf den Inhalt und die Einheit der ganzen Schrift zu achten, ist gemeint, dass man gerade die alttestamentlichen Texte immer unter dem Blick des Neuen Testamentes lesen und auslegen muss. Damit bleibt man vor falschen Interpretationen bewahrt. Die Überlieferung der Gesamtkirche berücksichtigen, heißt, auch zu beachten, was die Kirchenväter in den ersten Jahrhunderten und die lehramtlichen Dokumente im Lauf der Kirchengeschichte über die auszulegenden Schriftstellen gelehrt haben. Ich hoffe, dass die Bischofssynode genau das leisten wird und zwar in beiden zur Diskussion stehenden Themenbereichen.

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Unauflöslichkeit der Ehe: Ist die Kirche an die Worte des Herrn gebunden?
 
Der Münchner Pastoraltheologe Andreas Wollbold hat in diesem Jahr ein äußerst lesenswertes Buch herausgegeben, das dieser Frage nachgeht.2 Es trägt den Titel: „Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen – gordischer Knoten oder ungeahnte Möglichkeiten.“ Mit größter Sorgfalt versucht er, dem Anspruch des II. Vatikanums gerecht zu werden. Unter Berücksichtigung der relevanten Schriftstellen kommt Andreas Wollbold zum Schluss, „dass Jesus eine im Streit der Rabbinerschulen ebenso wie im römischen Kontext einzigartige, selbst für seine Anhänger provokative und sich damit für seine Gegner als „Falle“ scheinbar gut eignende Lehre zu Scheidung und Wiederheirat vorgetragen hat. ... Die Evangelien und Paulus haben diese Lehre Jesu nicht verschwiegen, sondern ihr einen bedeutenden Platz eingeräumt. Sie wollten sie tradieren und nicht relativieren“ (S. 60). Die Aussagen der Kirchenväter analysiert er akribisch. Die damalige Umwelt pflegte aufgrund des familiären Gewohnheitsrechtes und der zivilen Gesetzgebung (römisches Scheidungsrecht) eine andere Praxis. Gemäß Wollbold ist die aktuelle Lage durchaus mit der damaligen vergleichbar. Trotzdem ist im Fall von Wiederheirat nach Scheidung sein Befund nach Konsultation der Kirchenväter eindeutig: Von Anfang an lehnte die Kirche die Wiederheirat nach Scheidung ab und trat für den Bestand der Ehe von Getauften ein. Wollbold fügt dem noch einen weiteren Befund hinzu: Die Synode von Illiberis (∼300-302) sowie die Konzilien von Arles (314) und Nizäa (325) lehnen trotz unterschiedlicher geografischer und kirchenpolitischer Lage die zweite Ehe nach Scheidung einhellig ab. Die sorgfältige Analyse der einschlägigen Kanones des Konzils von Trient (1545-1563) ergibt schließlich folgendes Ergebnis: „Die Ablehnung der Wiederheirat ist auch im Fall des Ehebruchs klar, ganz zu schweigen von anderen Fällen. Vor allem in der verbindlichen Bekräftigung der Lehre vom Eheband und ihren Konsequenzen stellt das Konzil eine Wasserscheide dar, hinter welche die katholische Kirche nicht mehr zurückgehen kann, etwa unter Berufung auf einzelne patristische Belege wie die des Basilius“ (S. 118). Wollbolds Untersuchungen können nicht einfach mit dem Hinweis aus der Debatte gefegt werden, das II. Vatikanum habe mit „Gaudium et spes“ die klassische Ehetheologie durch ihren personalistischen Ansatz überholt. Ihre Intention haben die Kirchenväter in „Gaudium et spes“ Nr. 47 formuliert, nämlich „die ursprüngliche Würde der Ehe und ihren hohen und heiligen Wert zu schützen und zu fördern“. Wollbold lokalisiert in den Konzilstexten zwar in Details gewisse Unschärfen. Doch darauf dürfen „niemals Unschärfen der Argumentation zu Ehescheidung und Wiederheirat aufgebaut werden, die schließlich in ausdrücklichem Widerspruch zur Lehre des Konzils stehen“ (S. 127).

Die Vorschläge für die Anpassung der Familienpastoral für die wiederverheirateten Geschiedenen müssen das berücksichtigen.
 
Könnte die Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennen und segnen?
 
Die Frage ist bewusst vorsichtig formuliert. In den Fragen des offiziellen Vorbereitungsdokumentes 3 tritt sie in dieser Form nicht auf:
 
Zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften
 a) Gibt es in Ihrem Land eine zivile Gesetzgebung, die Verbindungen von Personen desselben Geschlechts anerkennt und damit in etwa der Ehe gleichstellt?
b) Was ist die Haltung der Teilkirchen und Ortskirchen sowohl gegenüber dem Staat, der die zivilen Verbindungen zwischen Personen desselben Geschlechts fördert, als auch gegenüber den von dieser Art von Verbindungen betroffenen Personen?
c) Welche pastorale Aufmerksamkeit ist möglich gegenüber Menschen, die sich für derartige Lebensgemeinschaften entschieden haben?
d) Wie soll man sich auf pastoraler Ebene mit Blick auf die Glaubensweitergabe in jenen Fällen verhalten, in denen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptiert haben?

Hier geht es tatsächlich um die Pastoral und nicht etwa um eine Änderung der bisherigen Lehre der Kirche. In der Umfrage, welche das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) veröffentlichte und online stellte, tönt es kurz und knapp, aber völlig anders: „Wünschen Sie sich, dass die Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennt und segnet?“4 Diese komplett andere Fragestellung gegenüber dem offiziellen Vorbereitungsdokument, kann beim besten Willen nicht als Vereinfachung abgetan oder sogar als „gute Zuspitzung der Frageintention des römischen Fragebogens“ gelobt werden.5 Es ist unklar, wer für diese Verfälschung verantwortlich ist. In einer Stellungnahme der Schweizer Bischofskonferenz zu einem Weltwocheartikel heisst es, die Kommunikationsstelle der SBK habe den Synodefragebogen formuliert. Das SPI unter der Leitung von Dr. Arnd Bünker habe die Umfrage lediglich ausgeführt und deren Ergebnisse präsentiert. Anfangs Juni berichtete kath.ch, Arnd Bünker habe mit der Umfrage zu «Ehe, Familie und Partnerschaft» den von der katholischen Kirche in der Deutschschweiz gestifteten »Good-News-Preis» erhalten.6 Kath.ch informierte am 12. Juni 2015 über die Preisverleihung wie folgt: „Bünker lancierte 2013 eine in der Schweiz viel beachtete kirchliche Umfrage zu «Ehe, Familie und Partnerschaft» und sorgte dafür, dass die vom Vatikan theologisch anspruchsvoll ausformulierten Fragen in einer Alltagssprache an die breite Öffentlichkeit weiter getragen werden konnten, wie der Direktor des Medienzentrums, Charles Martig, bei der Preisverleihung in Zürich ausführte.“7 Darf man schüchtern die Frage stellen, ob nicht die Kommunikationsstelle der SBK den Preis hätte beanspruchen können? Die Schlüsselfrage ist allerdings viel wichtiger: Könnte die Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennen und segnen? Die unmissverständlichen Aussagen im Römerbrief lassen ein klares Nein von der Bischofssynode erwarten. Bischof Markus Büchel erklärte seinen Seelsorgern in einem Brief: „Unser heutiges Wissen um die Homosexualität als Anlage und nicht frei gewählte sexuelle Orientierung war zur Zeit der Bibel gar nicht bekannt.“8 Wieviel gesichertes Wissen gibt es denn über diese Anlage? Es gibt die Hypothese, wonach während der Entwicklung epigenetische Vorgänge für die sexuelle Orientierung eine gewisse Rolle spielen. Demnach würden während der Entwicklung in bestimmten Abschnitten der Erbsubstanz Gene fälschlicherweise oder zum falschen Zeitpunkt aktiviert oder deaktiviert.9 Es gibt auch immer wieder Studien, die sich der Frage widmen, ob es ein Gen oder eine Kombination von Genen gibt, die als Hauptfaktor für männliche Homosexualität verantwortlich gemacht werden könnten.10 Eine solche Publikation wurde auf der Webseite des Fachmagazins Science recht kritisch besprochen.11 Über die Ursache weiblicher Homosexualität gibt es noch weniger Anhaltspunkte über genetisch bedingte Faktoren in der Fachliteratur. Ich würde wirklich gern erfahren, ob es wissenschaftlich unabhängige Publikationen gibt, die zum Schluss kommen, dass ein bestimmtes Gen oder eine Kombination davon für die Anlage zur männlichen bzw. weiblichen Homosexualität hauptverantwortlich gemacht werden kann. Das ist keineswegs als Polemik zu verstehen, sondern wissenschaftliches Interesse. Es fällt auf, dass in der Dokumentation über die gemeinsame Tagung, welche auf Einladung der Präsidenten der Französischen, Deutschen und Schweizer Bischofskonferenz zu Fragen der Ehe- und Familienpastoral am 25. Mai 2015 an der Universität Gregoriana in Rom stattfand, kein Referent eine aussagekräftige wissenschaftliche Studie über die Anlage für die sexuelle Orientierung erwähnte oder in einer Fußnote darauf hinwies.12 Das wird einfach als gegeben dargestellt.13 Um über die Pastoral mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften vernünftig sprechen zu können, müssten die wissenschaftlich gesicherten Fakten über die Entstehung der Homosexualität berücksichtigt werden. Die Teilnehmer der Bischofssynode müssten die entscheidenden Faktoren kennen, bevor überhaupt die Synode beginnt.
 
Überzogene Forderungen könnten zu Kirchenaustritten führen
 
Manche Theologen verlangen von der nächsten Bischofssynode, dass die Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennen und segnen soll. Das ist unter der Berücksichtigung der vorhergehenden Überlegungen eine völlig überzogene Forderung, die im Anschluss zur Bischofssynode aufgrund der absehbaren Enttäuschung bei vielen Gläubigen zu zahlreichen Kirchenaustritten führen könnte. Auch eine Bischofssynode kann sich von der genannten Anforderung des II. Vatikanischen Konzils nicht entbinden. Sie kann sich nicht einfach der Macht des Faktischen beugen, sondern muss die Problematik wissenschaftlich sorgfältig reflektieren und darauf basierend ihre Ratschläge präsentieren. Dabei ist zu beachten, dass es in erster Linie bei dieser Familiensynode um die Pastoral geht, den Umgang der Hirten mit jenen, die eine entsprechende Neigung haben oder in einer Partnerschaft leben. Bei der Pastoral geht es immer darum, den Weg ins Himmelreich aufzuzeigen. Unter Umständen, das tut Jesus in den Evangelien oft, ist damit der Aufruf zur Umkehr verbunden. Ist es denkbar, dass die Kirche – egal um welches Thema es sich handelt – einen Weg gutheißt, der nach sorgfältiger Analyse der Heiligen Schrift mutmaßlich nicht zum Himmelreich führen könnte?
 
Wir sind in einer schwierigen Situation und die Bischöfe sind um ihre Aufgabe nicht zu beneiden. Daher wollen wir die Muttergottes, die unsere Fürsprecherin im Himmel ist, darum bitten, dass alle, die sich mit den Fragen betreffend der Familienpastoral beschäftigen, mit dem Heiligen Geist gestärkt werden. Bitten wir darum, dass die Bischofssynode zusammen mit Papst Franziskus in Treue zur Heiligen Schrift und mit Hilfe des Heiligen Geistes die pastoralen Wegweisungen für unsere Zeit diskutieren und festlegen, so dass möglichst viele Gläubige das Ziel der Gemeinschaft mit Gott erreichen.
 
Dieser Artikel erscheint Ende September im HLI-Report Nr. 91, dem Publikationsorgan von HLI-Schweiz (www.human-life.ch).
 
Der Verfasser Dr. Roland Graf ist Domherr im Bistum Chur und Präsident a.i. von HLI-Schweiz
 
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« Antwort #155 am: 12. Oktober 2015, 08:08:47 »
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Zähes Ringen um jede Zeile

Stand: 11.10.2015 05:04 Uhr
 
Die Familiensynode der katholischen Kirche geht in die Halbzeit. Schon jetzt lässt sich absehen, dass es zu Kontroversen zwischen Hardlinern und Reformern gehen wird - insbesondere beim Umgang mit Homosexuellen und Geschiedenen.
 
Von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Hörfunkstudio Rom
 
Aus dem Vatikan ist zu hören, die Beratungen sind harmonisch - aber für Synodenteilnehmer, wie den Berliner Erzbischof Heiner Koch, ist es erstaunlich zu erleben, was in Rom in diesen Tagen für große Unterschiede aufeinander treffen: "Für mich ist das die erste Synode, die ich mitmache. Ich bin voller Eindrücke am Ende der Woche. Von der Vielfalt der Bischöfe, der Beraterinnen, der Berater, der Fachleute aus der ganzen Welt. Ich habe natürlich auch gemerkt, dass es sehr unterschiedliche Wahrnehmungen der Welt der Gesellschaft gibt. Was ist die Welt von heute? Sie ist eben nicht eine einheitliche Welt, das ist sehr klar geworden."

 Die Teilnehmer der Bischofssynode erörtern grundsätzliche Fragen der katholischen Kirche.
 
Die Frage ist nur, was ist die Antwort der katholischen Kirche auf diese gar nicht einheitliche Welt? Kann es am Ende gelingen, Antworten auf höchst unterschiedliche Situationen geben? In manchen Ländern werden Ehen immer noch arrangiert, also oft nicht frei geschlossen, in Deutschland beispielsweise sind Patchwork-Familien an der Tagesordnung. Passt das alles in die katholische Kirche? Und welchen Platz haben zum Beispiel Menschen, deren Ehe gescheitert ist.
 
Streit über Umgang mit Wiederverheirateten
 
Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien und Moderator der deutschsprachigen Arbeitsgruppe auf der Synode ist gegen jede Art der Härte aus formalen Gründen: "Jesus hat auf das Herz geschaut, auf die konkrete Hilfe dem Nächsten gegenüber. Er hat sich mit dem Arzt verglichen und der Arzt fragt nicht zuerst: Ist bei Dir Deine Familiensituation in Ordnung?, sondern: Wo ist Deine Not, wo brauchst Du Hilfe?"

 Erzbischof Schönborn tritt für einen konservativen Kurs ein.
 
Gerade beim Thema der wiederverheirateten Geschiedenen prallen die Gegensätze aufeinander - es hat Beiträge von Bischöfen gegeben, die für mehr Flexibilität plädieren, andere wiederum sehen den Kern der katholischen Lehre in Gefahr und lehnen jede Art der Öffnung kategorisch ab, dazu Kardinal Schönborn gegenüber Radio Vatikan: "Es gibt immer Positionen, die die Situation überzeichnen. Der Rigorismus ist die alles oder nichts-Position und der Laxismus ist die Everything-Goes-Position, also alles ist beliebig. Beide Positionen gehen natürlich nicht."
 
Bekommen die Ortskirchen mehr Freiheit?
 
Am Ende, nach drei Wochen der Beratung, wird die Frage sein, ob es den Bischöfen gelingt, mit der großen Vielfalt umzugehen. Eine Antwort, die nicht wenigen sympathisch ist, wäre, den Ortskirchen gewisse Freiheiten zu geben. Nicht nur im Umgang mit Homosexuellen - auch das eines der umstrittenen Themen - sondern auch bei den wiederverheirateten Geschiedenen.

 


Erzbischof Koch kann sich ein Abendmahl für Geschiedene vorstellen.
 
Der Berliner Erzbischof Heiner Koch betont, dass die Einheit der Kirche nicht angetastet werden dürfe - dennoch kann er sich unterschiedliche Lösungen vor Ort durchaus vorstellen: "Wenn die Frage zum Beispiel ansteht: Gibt es eine Möglichkeit, dass jemand, dessen Ehe gebrochen ist, dass er trotz dieses Bruches irgendwann zur Eucharistie gehen kann, oder bleibt er ein Leben lang ausgeschlossen? Das ist eine Frage, die muss grundsätzlich geklärt werden."
 
Am Ende entscheidet der Papst
 
Am Ende ist eine Synode vor allem auch Arbeit am Text. 13 Arbeitsgruppen machen nach und nach ihre Änderungsvorschläge an der Vorlage - auch hier zeigt sich die Vielfalt der Kirche und wie man hört ist einiges zusammengekommen. Die zehn Synodenteilnehmer, die der Papst ausgewählt hat, um daraus am Ende ein Papier machen, den Vorschlag über den am Ende die Synode abstimmt, sie werden schon jetzt von vielen um dieses Amt nicht beneidet.
 
Aber was Papst Franziskus am Ende mit dem Dokument der Synode macht, steht noch mal auf einem ganz anderen Blatt.
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« Antwort #156 am: 13. Oktober 2015, 08:09:52 »
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Römische Bischofssynode Bitte alles Anstößige zur Ehe nur implizit ins Schlussdokument!

Die römische Bischofssynode sucht nach neuen Positionen zu Ehe und Familie. Der deutschsprachige Zirkel unterbreitet einen Vorschlag, der es allen recht machen will, aber dem eigenen Wort nicht traut.
12.10.2015, von Christian Geye

Ein allererster Papier-Segen von der Weltbischofssynode in Rom liegt vor (dort, in Rom, will sich das Spitzenpersonal der katholischen Kirche noch bis Ende Oktober fürs Themenfeld Ehe und Familie neu aufstellen, unter ausdrücklicher, aber doch nicht hauptsächlicher Einbeziehung der Lebenswirklichkeitsfelder Lebensabschnittsbeziehungen, Homoehe, wiederverheiratete Geschiedene etc.). In dem Synodenabschnittspapier der deutschsprachigen Bischöfe (mit den theologischen Polen des knärzigen Kardinal Kasper und des großschädeligen Kardinal Müller) heißt es, man sei guter Dinge. „In einer sehr offenen und guten Atmosphäre“ habe man „im deutschen Zirkel“ bisher gearbeitet; „die verschiedenen Sichtweisen“ seien „bereichernd“; es habe sich wieder einmal gezeigt: „Vielfalt macht reich“. Das ist nicht wenig, bedenkt man, dass der deutsche Zirkel in seiner Mehrheit als der weltkirchliche Revoluzzer-Zirkel gilt (naturgemäß mit Ausnahme Müllers, des Statthalters der Inquisitionsbehörde).

Autor: Christian Geyer-Hindemith, Redakteur im Feuilleton. Folgen:.

Also, Punkt 1: gute Stimmung im Zirkel. Punkt 2: Die gute Stimmung soll auch den Rest der Welt ergreifen. Fürs Abschlussdokument in zwei Wochen wünscht sich der deutsche Zirkel nämlich einen Text ohne „negativ abgrenzende und normativ verurteilende Sprache“. Wobei das schwierig werden dürfte für eine Institution, die sich auch als globale Moralagentur versteht. Der deutsche Zirkel hat aber offenbar eine Idee, wie die Quadratur des Kreises zu schaffen ist. Er will das negativ Abgrenzende der kirchlichen Ehe- und Familienidee im Schlussdokument nur „implizit“, nicht ausdrücklich zur Sprache gebracht wissen. Es geht ihm um „eine positive, die christliche Position entfaltende Sprache, die damit implizit (!) zur Sprache bringt, welche Positionen christlich inkompatibel sind“. So, denkt man im Zirkel, lässt sich ums Normative, Negative, Anstößige doch noch herumkommen.


Mein Gott, was würden Luther, was Pascal, was Kierkegaard, Theresia von Avila und all die anderen großen Gotteswütigen zu einer derart abgezirkelten Verwaltungsvorlage des guten Lebens sagen? Zu diesem volkspädagogisch ausgeleierten, aufs große Einverständnis aller zielenden Pastoraldeutsch? Was soll man von einer Position halten, welche am liebsten den Pluralismus der Gesellschaft in der eigenen Position abbilden würde, die aber, wenn wissenssoziologische Analysen nicht täuschen, doch nur als eigensinnige, eben nicht-plurale Stimme eine Chance hat, im Orchester der Stimmen gehört zu werden?

Bloß keinen Pessimismus!

Theologisch ist die Entdeckung der „Lebenswirklichkeit“ (Bischof Bode) nicht ohne Ironie. Weil sie einerseits auf das Lebensfremde im Auge des klerikalen Betrachters verweist (er scheint sich als Gegenüber jener Lebenswirklichkeit zu sehen, die ihn nun als Hyperrealität einholt). Und andererseits, weil sich ein Brückenschlag zum 19. Jahrhundert beobachten lässt, zu den Trieben der Lebensphilosophie Diltheys, Bergsons, Nietzsches, welche hier in klerikaler Überhöhung wiederkehren. Sind nicht alle Intuitionen, Instinkte und Willen von „Elementen des Guten“ durchsetzt, auf welche es zu schauen gilt? Ist, mit anderen Worten, nicht das, was ist, als solches schon eine Stimme Gottes, ein himmlisches Zeichen der Zeit? So fragen die Elemente-Theologen des 21. Jahrhunderts, den Lebensphilosophen des 19. Jahrhunderts ihren Gruß entbietend.
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« Antwort #157 am: 15. Oktober 2015, 08:13:43 »
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Bischofssynode berät über wiederverheiratete Geschiedene

Erste Sondierungsgespräche zum dem brisanten Thema.
 


Vatikanstadt (kath.net/ KNA)
Die Bischofssynode über die Familie hat erstmals den kontrovers debattierten kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen erörtert. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte am Samstag, es habe «kleine Anfänge einer Debatte mit den bekannten unterschiedlichen Positionen» gegeben. Ausdrücklich auf der Tagesordnung steht das Thema erst in der übernächsten Woche. Papst Franziskus betonte am Dienstag zu Beginn der Beratungen, dass die Synode nicht auf diese eine Frage reduziert werden dürfe.

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Im Arbeitspapier der Synode, dem inhaltlichen Leitfaden der Beratungen, wird die Frage offengehalten. Einerseits heißt es, die Möglichkeit nach einem Bußprozess wiederverheirateten Geschiedenen im Einzelfall zur Kommunion zuzulassen, solle weiter sondiert werden; andererseits wird darauf verwiesen, dass andere an der bisherigen offiziellen Praxis festhalten wollten. Bei der Bischofssynode über die Familie im vergangenen Herbst verfehlte der Abschnitt im Abschlussdokument, der eine solche Sondierung vorsah, die erforderliche Zweidrittelmehrheit.
 
Weitere Themen der Synode waren laut dem Vatikansprecher am Freitag und Samstag unter anderem die abnehmende Bereitschaft kirchlich zu heiraten, die Unauflöslichkeit der Ehe sowie Ehen zwischen Katholiken und Nichtchristen. Ein indisches Ehepaar, eine Katholikin und ein Hindu, schilderten der Bischofssynode die Schwierigkeiten einer gemischtreligiösen Ehe. Zudem wurde der Vorschlag geäußert, eine eigene Liturgie für Familien einzuführen.
 
(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.
 

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« Antwort #158 am: 16. Oktober 2015, 08:13:52 »
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Kommt es auf der Synode zum “Knall”?
Veröffentlicht: 15. Oktober 2015 | Autor: Felizitas Küble |
Mathias von Gersdorff

Die Bemühungen der Progressisten, ein Auseinanderplatzen der Gegensätze zu verhindern, haben nicht gefruchtet: In der zweiten Sitzungswoche der Familiensynode im Vatikan (5. – 25. Oktober) scheint der Riss durch die Synodenväter unüberwindlich zu sein.

Der liberale Flügel kann inzwischen nicht mehr glaubhaft machen, es ginge ihm nur um eine neue Pastoral für Probleme wie die von wiederverheirateten Geschiedenen oder von Personen mit homosexuellen Neigungen. Kaum jemand glaubt noch, sie wollten keine Änderungen in der Lehre der Kirche hinsichtlich Ehe und Sexualität.

Vor allem das Verfahren zum Redigieren und die Besetzung des Redaktionskomitees des Schlussberichtes schlug Alarm bei etlichen Kardinälen: Das Gremium ist mehrheitlich von Prälaten besetzt, die nicht nur als liberal gelten, sondern ihre Positionen hinsichtlich Homosexualität usw. unmissverständlich in der Öffentlichkeit geäußert haben.

Das ist besonders bei der laufenden Synode problematisch, denn es soll am Ende nur ein schriftliches Dokument vorliegen, der Schlussbericht eben. Dieser wird am 24. Oktober  –  ein Tag vor Abschluss  –  dem Plenum zur Abstimmung präsentiert werden. Das Redaktionskomitee ist völlig frei in seiner Arbeit, für große Änderungen gibt es gar keine Zeit mehr.  RadioVatikan

Der Brief etlicher Kardinäle unter Federführung von Kardinal George Pell an Papst Franziskus hat auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Die Veröffentlichung des eigentlich privaten Briefes (Kardinal Müller sprach von einem neuen Fall von “Vatileaks”) hat in den letzten Tagen zu einer wahren Flut von Anschuldigungen und Verdächtigungen geführt.

Die Tageszeitung „Avvenire“, die sich stets um einen moderaten Ton bemüht, schrieb am 13. Oktober: „Es wird von Tag zu Tag offensichtlicher, dass es zwei Tendenzen [in der Synodenaula] gibt.“

Linksgerichtete Zeitungen sind jedoch dazu übergegangen, die Konservativen anzugreifen und ihnen vorzuwerfen, sie führten ein Komplott gegen Papst Franziskus im Schilde. Der „Corriere dell Sera“ spricht sogar von einer „Traditionalistischen Internationale“ gegen Papst Franziskus, die ihn zu einem Rücktritt drängen will!

Das gegenwärtige Chaos geht auf einen eindeutigen Startpunkt zurück: Die Rede von Kardinal Kasper vor dem Konsistorium Anfang des Jahres 2014.

Mit seinem Vorschlag, wiederverheirateten Geschiedenen unter gewissen Voraussetzungen die hl. Kommunion zu spenden, hat er wahrlich eine Büchse der Pandora geöffnet. Seitdem drohen alle Maximen der sexuellen Revolution à la 1968 in die Kirche einzudringen. Prälaten aus dem liberalen Flügel fühlen sich frei, das auszusprechen, was ihnen in den Kopf kommt, egal wie stark sie damit der kirchlichen Lehre widersprechen.

Es ist kaum abzusehen, dass sich diese Büchse wieder schließt, ohne dass es zuvor einen Knall gibt.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion “Kinder in Gefahr” in Frankfurt; zudem veröffentlicht er aktuelle kirchenpolitische Kommentare auf seiner Webseite: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
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« Antwort #159 am: 17. Oktober 2015, 09:55:24 »
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Kardinal Marx veröffentlicht Statement zur Bischofssynode"Mehr Barmherzigkeit mit wiederverheirateten Geschiedenen"
 

Kardinal Reinhard Marx hat vor der Bischofssynode im Vatikan dafür plädiert, wiederverheiratete Geschiedene unter bestimmten Voraussetzungen in Einzelfällen wieder zur Kommunion zuzulassen.
 
"Es ist Aufgabe der Kirche, die Wunden, die das Zerbrechen einer Ehe und die Trennung der Partner geschlagen haben, zu heilen und ihnen zu zeigen, dass Gott sie auch in diesen schweren Tagen begleitet. Können wir wirklich heilen, ohne das Sakrament der Versöhnung zu ermöglichen?", heißt es in dem am Freitag von der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn veröffentlichten Beitrag des Münchner Erzbischofs.
 
Für viele Gläubige sei dies eine Frage der Glaubwürdigkeit der Kirche, so der Kardinal in seinem Mittwoch gehaltenen Statement. Sie könnten nicht verstehen, wie Menschen, die sich nach einer kirchlichen Hochzeit scheiden lassen und zivil ein zweites Mal heiraten, einerseits zur vollen Gemeinschaft der Kirche gehören sollen, wenn sie andererseits aus kirchlicher Sicht im Zustand der schweren Sünde leben. Die Eucharistie sei "nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen, zitierte Marx aus dem Apostolischen Schreiben "Evangelii gaudium" von Papst Franziskus.
 
Differenzierte Betrachtung der verschiedenen Lebenssituationen angemahnt
 
Marx mahnte eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen Lebenssituationen an und warnte die Kirche vor einem "moralischen Perfektionismus". "Es ist meist nicht der erhobene Zeigefinger, sondern die ausgestreckte Hand, die Menschen motiviert, auf dem Weg der Heiligung voranzuschreiten." Eine Pastoral des "alles oder nichts" dürfe es nicht geben. Vielmehr müsse jeder Fall einzeln beurteilt werden. Marx verwies etwa auf Menschen, aus deren Zweitehe Kinder hervorgegangen sind. Ihnen und ihrem Partner gegenüber seien die Betroffenen eine sittliche Verpflichtung eingegangen, deren Aufkündigung neue Schuld bedeuten würde.
 
Auf der theologischen Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) solle die Synode ernsthaft die Möglichkeit prüfen, wiederverheiratete Geschiedene wieder zu den Sakramenten zuzulassen.
 
Dies gelte für Fälle, "wenn das gemeinsame Leben in der kanonisch gültigen Ehe definitiv gescheitert ist und die Ehe nicht annulliert werden kann, die Verbindlichkeiten aus dieser Ehe geklärt sind, die Schuld am Zerbrechen der ehelichen Lebensgemeinschaft bereut wurde und der aufrechte Wille besteht, die zweite zivile Ehe aus dem Glauben zu leben und die Kinder im Glauben zu erziehen".
 




(KNA)
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« Antwort #160 am: 18. Oktober 2015, 12:03:52 »
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Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der BischofssynodePapst: Drittes Jahrtausend braucht synodale Kirche


Papst Franziskus hat bei einem Festakt seinen Willen nach einer stärkeren Einbindung der Bischöfe in die Entscheidungen für die Weltkirche betont. Bischöfe sollten sich am Alltag der Menschen orientieren.
 
Die Kirche des dritten Jahrtausends müsse eine synodale sein und geprägt vom gegenseitigen Zuhören, sagte er am Samstag bei einem Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Bischofssynode im Vatikan. Der Wunsch des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), die nationalen Bischofskonferenzen stärker an Entscheidungen zu beteiligen, sei jedoch noch nicht voll verwirklicht. Hier brauche es Verbesserungen, so der Papst.
 
"Der Papst steht nicht einsam über der Kirche, sondern in ihr, als Getaufter unter Getauften und im Episkopat als Bischof unter Bischöfen", sagte Franziskus. Das Petrusamt sei Ausdruck der gottgewollten Einheit der Gläubigen, bleibe jedoch ein dienendes Amt. Kein Getaufter dürfe sich über die anderen erheben, so Franziskus.
 
Orientierung am Alltag der Menschen
 
"Im Gegenteil, in der Kirche ist es notwendig, dass man sich 'erniedrigt', um den Brüdern auf dem Weg zu dienen." Der synodale Prozess gipfele zwar in der Entscheidungsgewalt des Papstes. Dieser handele aber nicht aus privater Meinung, sondern als oberster Glaubenszeuge für die ganze Kirche.
 
Die Bischöfe rief Franziskus auf, stets von den Verhältnissen an der Basis und den Alltagsproblemen der Menschen auszugehen. Sie müssten der Ausgangspunkt einer synodalen Kirche sein. Die Bischofssynode sei so der sichtbarste Ausdruck einer gesamtkirchlichen Dynamik. Der Festakt in der vatikanischen Audienzhalle fand am Ende der zweiten Beratungswoche der Bischofssynode über Ehe und Familie statt. Dazu tagen die rund 360 Teilnehmer noch eine Woche im Vatikan.
 
Wiener Kardinal fordert respektvolle Debatte
 
Die Festrede hielt auf Wunsch des Papstes der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Er rief die Bischofssynode über die Familie zu einer offenen, aber respektvollen Debatte auf. In den vergangenen Monaten sei die theologische Diskussion "auch mit einiger Verbissenheit, ja Verbitterung und nicht immer im Geist des Aufeinander-Hörens und des Sich-Bemühens" geführt worden, sagte Schönborn. Das weltweite Interesse an der laufenden Versammlung zeige jedoch, wie lebendig die Institution der Bischofssynode auch nach fünfzig Jahren ist". Sie bleibe der Ort, an dem die vom Konzil gewollten Reformen verwirklicht werden müssten.
 
Im Beisein von Papst Franziskus und den Synodenvätern beschrieb der Wiener Erzbischof die Bischofsynode als "privilegierten Ort der Interpretation und Umsetzung des Konzils". Dabei gelte es am Jerusalemer Apostelkonzil Maß zu nehmen: "Reden wir weniger abstrakt und distanziert", so der Wunsch des Kardinals an die Teilnehmer der seit zwei Wochen tagenden Familiensynode. Es gehe vielmehr darum, einander konkret ein Zeugnis vom Wirken Gottes zu geben, um schließlich gemeinsam ein Urteil über den Willen Gottes zu bilden.
 
Der Rede Kardinal Schönborns, der auf Wunsch von Papst Franziskus den Festvortrag hielt, folgten Ansprachen von Vertretern aller Kontinente. Für Europa ergriff der Erzbischof von Westminster, Kardinal Vincent Gerald Nichols, das Wort. Der Festakt ist ein Höhepunkt während der ordentlichen Versammlung der Bischofssynode über Ehe und Familie statt. Mit der Einrichtung der Bischofssynode hatte Papst Paul VI. (1963-78) eine Idee der Konzilsväter aufgegriffen und diese noch während des Zweiten Vatikanischen Konzils realisiert. Offiziell geschah dies am 15. September 1965, unmittelbar nach Eröffnung der vierten und letzten Sitzungsperiode des Konzils mit dem Motu Proprio "Apostolica sollicitudo".
 
 
 




(KNA, Kathpress)
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

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