Autor Thema: Plant Gott alles im voraus?  (Gelesen 9386 mal)

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Offline josy

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Antw:Plant Gott alles im voraus?
« Antwort #8 am: 08. Oktober 2014, 17:55:39 »
"Das natürliche Gesetz das Gott allen Menschen eingepflanzt hat mit ihrer Seele wird sie zu grösseren Taten der Nächstenliebe geführt haben den Armen, Nackten Hungrigen, Gefangenen ud Kranken gegenüber, obschon sie nicht offiziell bekehrt waren. Gott kommt es darauf an dass jeder Mensch seinen Willen tut damit sein Reich der Güte und Barmherzigkeit komme. Und da sind so manche Ungetauften weil unwissend Gott näher als der grösste Lippenbekenner der Nichts für das Reich Gottes tun wird. Kennst du die Parabel des Weinbergbesitzers der Arbeiter zur ersten , dritten , sechsten und elften stunde auf seinen Weinberg schickte: alle bekamen den selben Lohn!!!"

"Retten tun wir uns wenn wir die Nachfolge Christi einschlagen und wie der Samariter Taten der Barmherzigkeit tun aus Güte und Reinheit des Herzens und mit Demut, die wir durch die Sakramente erhalten können."
Was du hier beschreibst ist die Werksgerechtigkeit, denn nur aus den Taten der Nächstenliebe wird man nicht gerettet, sondern Jesus sagt von sich ja, dass er der einzige Weg sei. Wer nicht an Jesus glaubt, kann noch so viele gute Taten tun, aber gerettet wird er dadurch nicht.
Und die Parabel des Weinberges hat nichts mit den Werken zu tun, sondern besagt, dass wenn jemand schon immer geglaubt hat den gleichen Lohn bekommt, wie der, der sich erst kurz vor seinem Tod bekehrt.
In den anderen Punkten gebe ich dir Recht, wenn man weiss, wer Gott ist und was er für uns getan hat, haben wir Verantwortung und sollen dafür sorgen, dass noch viele Menschen diese Botschaft hören (und es sollte auf jedem Fall in unserem Interesse liegen, sonst müssen wir uns echt Gedanken machen, ob unser Glaube echt ist)

Und dass man sich nicht vor Gott fürchten soll, sehe ich anders! Man soll zwar keine Angst haben, aber Furcht schon, im Sinne von Ehrfurcht. Denn was ist der kleine Mensch gegen den grossen und allmächtigen Gott? In der Bibel steht sehr oft, dass man ihn fürchten soll! Das fehlt leider in der Gesellschaft oft und genau aus diesem Grund gibt es doch weniger treue Nachfolger Jesu, weil sie ihn nicht mehr so ernst nehmen, wie sie sollten.
Man beleidigt damit keines Falls seine Barmherzigkeit, sondern achtet seine Gerechtigkeit und Souveränität und die Gesamtheit seiner göttlichen Natur.


Aber noch etwas anderes: Wozu dienen die Sakramente? Gerade die Beichte kann ich gar nicht nachvollziehen... Ich habe gelesen, dass der Priester dem Beichtenden dann eine "Genugtuung" oder so was auferlegt, was für mich auch sehr stark nach Werksgerechtigkeit klingt... Verstehe ich irgendwie nicht. Wie können die Sünden vergeben werden, nur wenn ich irgendetwas tue? Darum geht es ja bei Jesu Tod am Kreuz, dass er für ALLE unsere Sünden bezahlt hat, darum müssen wir nur IHM unsere Sünden bekennen und IHN um Vergebung bitten. Was sind schon die Priester, dass sie uns vergeben könnten? (Sind ja auch nur Menschen und Sünder, genau wie wir...)
Aber vielleicht verstehe ich das ganze auch einfach falsch... Habs nur mal so gelesen..

Offline vianney

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Antw:Plant Gott alles im voraus?
« Antwort #9 am: 08. Oktober 2014, 21:34:10 »
Hallo

Bist du ein Protestant oder ein Querulant,  Dir fehlen ja die grundsätzlichsten Kenntnisse über vieles! Am besten würdest du den katholischen Kateschismus lesen und lernen um dann auf der Höhe zu sein! Ich kann dir leider nicht weiter helfen denn deine Sicht der Dinge, wie Werksgerechtigkeit oder so, sind mir total fremd. Meinst du denn du würdest faul im Bett liegend und sündigend von Gott gerettet nur weil du den Namen Jesus aussprichst und für dein Heil sorgt er schon?
Warum ruft Maria denn in all ihren Erscheinungen zur UMKEHR UND BUSSE UND GEBET dringend auf, ist sie auch eine Anhängerin der Werksgerechtigkeit? Für mich kommst du aus der protestantischen Ecke denn das was du heute nicht wusstest weiss ein Katholik von Jugend an.

In caritas dei

Dominique
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Offline josy

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Antw:Plant Gott alles im voraus?
« Antwort #10 am: 09. Oktober 2014, 11:14:51 »
Ich hab doch nie gesagt, dass man nur rumliegen und sündigen kann! Klar haben wir den Auftrag, das Evangelium zu verkündigen. Und es reicht auch nicht, nur den Namen Jesu auszusprechen, sondern muss seine Sünden bekennen und sich davon ganz abwenden.

Ich versuche eigentlich nur, gewisse Dinge zu verstehen, so dass sie auch mit den Aussagen der Bibel übereinstimmen. Manches verstehe ich einfach nicht und wenn man dann mal fragt, wird man scheinbar gerade als "Querulant" bezeichnet... Schade.. Ich hoffte, hier einige Antworten zu finden, aber stosse eher auf Ablehnung, nur weil ich kein Katholik bin und den Katechismus nicht von Jugend auf gelernt habe...
Die Hinterfragung deiner Aussagen meine ich nicht als Angriff, sondern versuche es von der Bibel her zu verstehen.

Offline vianney

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Antw:Plant Gott alles im voraus?
« Antwort #11 am: 09. Oktober 2014, 14:46:06 »
Hallo Josy

Ich entschuldige mich für meine abrupte Antwort , hatte deinen Text aber als Provokation empfunden :D
Was micht störte in deiner Antwort war das Wort Werksgerechtigkeit: dies hört sich so protestantisch an!Ich bleibe überzeugt dass Jesus nicht nur will dass wir ihm folgen, sondern auch so leben wie er: barmherzig, sanftmütig, freigiebig, liebend, versönend, helfend und das mündet in das was du Werksgerechtigkeit nennst. Wenn dir das Wort gefällt, so soll es sein, ich bleibe von meinen Erklärungen überzeugt: Gott wird unsere Talente nachzählen wenn er zurückkommen wird, und der jenige der das eine Talent begraben hat was Gott ihm gab,  statt es zu vermehren, wird verdammt. So steht es im Evangelium!

 Ich glaube dass wir durch das Sakrament der Taufe von der Erbsünde gereinigt werden, aber wir bleiben sündenfähig; Gott gibt uns zwar durch das Sakrament der Beichte und der Busse sowie der Firmung alle Gnaden die unsere Seele benötigt um heilig zu werden, dennoch werden wir immer wieder rückfâllig und sündigen.Um die Vergebung dieser Sünde zu erlangen, mûssen wir beichten BEI EINEM PRIESTER. Nur wenn du die genügende Reue  aus Liebe und nicht Furcht vor Gottund den echten Vorsatz zur Besserung zeigen wirst,  kann der Priester, der ganz im Auftrag Jesu handelt, uns die Sünden vergeben! Er kann sie uns auch nicht vergeben wenn wir nur aus Furcht vor Gott beichten oder aus Tradition. Dies hat Jesus den Aposteln aufgetragen als er sagte" Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem nicht, dem sind sie nicht vergeben" Jesus sagte nicht dass wir uns mit ihm unmittelbar versöhnen können ohne Vermittlung eines Priesters der in diesem Moment für Jesus steht. Wenn du also einem Priester beichtest, hast du JESUS vor dir. Was die Genugtuung angeht nach der Beichte, so dient sie zur Widergutmachung der Beleidigung Gottes und zur Reinigung deiner Seele; es ist eine Dankestat Gott gegenüber dass er dir die Sünden vergeben hat.
Die Priester sind zwar Menschen wie wir, haben aber durch ihre Weihe eine besondere Gnade durch den Heiligen Geist empfangen der sie als Stellverteter Christi handeln lässt bei den 7 Sakramenten: er ist der " Minister" gottes, also ein zwischenhandelnder zwischen Gottes Gabe und unserem Empfang dergleichen. Er ist auch der Hirte der ihm anvertrauten Herde und sollte durch sein Beispiel die Menschen zu Gott führen.
Was du als Werksgerechtigkeit betittelst, nehme ich aus der Aufforderung Jesu, um sein Jünger zu sein " Ihm nachzufolgen, UNSER KREUZ AUF UNS ZU NEHMEN, bis in den Tod." Wir sind aufgefordert durch unsere Barmherzigen Taten das am Sterben Christi noch beizutragen, das noch fehlte um die Welt zu retten. Jesus lädt uns ein Mit-erlöser zu werden durch unsere Opfer, Busse und Sühne. Dazu sollen wir Taten der Barmherzigkeit vollbringen, denn nur so kommen wir ins Himmelreich. Lies dazu in Matthäus 25,31: "Wonach der Weltrichter urteilt". Auch das Leben der Heiligen schwester Kowalska kann dir dabei helfen dies zu begreifen!
Es wird also zu einem Urteil kommen und ich bleibe bei meiner Aussage dass dann auch gerettet werden können Menschen die nie die Chance hatten, von Jesus zu hören. Ich bin mir sicher dass in der Stunde ihres Todes ER sich ihnen zu erkennen geben wird und sie Zeit haben werden zur Reue und Bekehrung.
Zuletzt wollt ich dich nochmals bitten mir nicht mehr böse zu sein durch meinen letzten Beitrag: ich war gereizt! Dazu neige ich und es ist ein Fehler den ich bereue. Ich wäre froh du würdest mir eine private mail senden wo du mir mehr Auskûnfte gibst über dich, dein Leben und deinen Glauben und deine Suche. So werde ich dir nichtmehr ungerechtes antun und dich besser verstehn!

In caritas Dei

Dominique
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