Autor Thema: Der geistliche Kampf  (Gelesen 14701 mal)

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Antw:Der geistliche Kampf
« Antwort #30 am: 01. November 2014, 03:35:02 »
31. Kapitel: Von dem listigen Versuch des Teufels, uns vom Weg der Tugend abzubringen

Sieht der böse Geist uns auf dem geraden Wege zur Tugend, so fällt er uns, wie oben gesagt wurde, mit einer vierten List an, indem er in uns fromme Wünsche verschiedenster Art weckt, um uns von der Übung der Tugend ins Laster zu stürzen.

Eine kranke Person erduldet beispielsweise ihr Unwohlsein mit Geduld und Ergebung. Der heimtückische Widersacher weiß sehr wohl, daß sie sich dadurch die Fertigkeit in der Übung der Geduld aneignet. Er stellt ihr darum all die guten Werke vor, die sie in einer anderen Lage auszuführen imstande wäre, und versucht ihr einzureden, sie könnte gesund Gott viel besser dienen und sich wie auch dem Nächsten mehr nützen.

Hat er ihr einmal solche Wünsche angeregt, so fördert und steigert er dieselben immer mehr, bis schließlich die Person darüber unruhig wird, dieselben nicht zur Ausführung bringen zu können, wie sie es gerne möchte. Und je größer und stärker ihr Verlangen wird, umso mehr wächst auch ihre Unruhe.

Und weiter verleitet der böse Feind sie ganz unbemerkt zur Ungeduld über ihre Krankheit, zwar nicht über diese als solche, sondern als Hindernis zu jenen Werken, deren Ausführung sie um eines höheren Gutes willen so sehnsüchtig verlangt.

Hat er sie so weit, dann entzieht er mit derselben Schlauheit ihren Augen das Ziel, in allem Gott zu dienen und gute Werke zu tun, und läßt ihr nur das bloße Verlangen, von ihrer Krankheit befreit zu werden.

Findet ihr Wunsch dann keine Erfüllung, so wird sie derartig beunruhigt, daß sie vollständig die Geduld verliert. Und so fällt sie, ohne sich dessen zu versehen, von der Tugend, die sie bislang übte, in das entgegengesetzte Laster. Das Mittel, um sich vor einem derartigen Betrug zu schützen und ihm wirksam zu begegnen, besteht darin, daß du dich in jeder widrigen Lage, in der du dich befindest, wohl davor hütest, irgendwelche frommen Wünsche zu hegen, die du zur Zeit nicht verwirklichen kannst und die dich wahrscheinlich nur in Unruhe versetzen würden.

In aller Demut, Geduld und Ergebenheit sei überzeugt, daß deine verwirklichten Wünsche ohnehin nicht jene Wirkung haben, die du dir einbildest, da du viel unvermögender und unbeständiger bist, als du dich selbst einschätzt.

Bedenke auch ferner, daß Gott in seinem geheimen Ratschluß, vielleicht auch deiner Sünden wegen, jenes Gute nicht einmal von dir begehrt, sondern nur von dir verlangt, daß du dich in Ergebung unter die liebevolle und mächtige Hand seiner Vorsehung beugst und verdemütigst.

Bist du durch deinen Seelenführer oder infolge einer anderen Ursache verhindert, deine Andachtsübungen wunschgemäß zu verrichten und namentlich die heilige Kommunion zu empfangen, dann laß dich nicht durch unzeitige Wünsche verwirren und beunruhigen. Befreie dich von deinem Eigenwillen und bekleide dich mit Gottes heiligem Willen und sprich zu dir selbst:

„Erblickte das Auge der göttlichen Vorsehung in mir keinen Undank und keine Mängel, dann wäre ich jetzt der Gnade, das allerheiligste Altarsakrament zu empfangen, keineswegs beraubt. Hieraus erkenne ich, daß der Herr mir meine Unwürdigkeit kundtun will; darum sei er immerdar gelobt und gepriesen! Fest baue ich, o mein Gott, auf die Forderung deiner unendlichen Güte, daß ich mich dir in allem unterwerfe, dir gehorche und mein Herz bereitwillig und ganz deinem Willen erschließe, damit du geistigerweise bei mir einkehren, es trösten und wider die Feinde stärken kannst, die es dir entfremden wollen. Alles möge geschehen, was gut in deinen Augen ist! Dein Wille, mein Schöpfer und Erlöser, sei mir jetzt und allezeit Speise und Stütze! Nur um eine Gnade, o ewige Liebe, bitte ich, daß meine Seele, geläutert und befreit von allem, was dir mißfällt, mit dem Schmuck heiliger Tugenden geziert, stets auf dein Kommen und auf alles, was du über mich zu verhängen für gut findest, gerüstet sei."

Befolgst du diese Weisungen, dann darfst du versichert sein, daß du bei jedem frommen Wunsche, den du auch nicht verwirklichen kannst, immer Gelegenheit hast, deinen Herrn auf diese Weise zufriedenzustellen, wie es ihm am besten entspricht; mag nun dieser Wunsch von der Natur oder vom bösen Feind herkommen, welcher dich zu beunruhigen und vom Weg der Tugend abzubringen sucht, oder von Gott selbst stammen, der deine Ergebung in seinen heiligen Willen zu prüfen begehrt. Denn darin besteht die wahre Gottverbundenheit und der echte Gehorsam, den Gott von uns verlangt.

Insbesondere ermahne ich dich, bei Heimsuchungen, von welcher Seite sie auch kommen mögen, nie ungeduldig zu werden. Falls du die erlaubten Mittel, wie sie die Diener Gottes zu gebrauchen pflegen, dagegen anwendest, so tu dies nicht allein in der Absicht und in der Erwartung auf Befreiung, sondern deshalb, weil Gott es will, daß wir uns ihrer bedienen. Wir wissen ja auch nicht, ob es seiner göttlichen Majestät genehm ist, uns gerade durch diese Mittel zu befreien.

Handelst du anders, dann werden dir noch mehr Übel widerfahren; denn gelingt die Sache nicht nach Wunsch und Willen, so gerätst du sicher in Ungeduld oder deine Geduld wird fehlerhaft, Gott weniger genehm und dir nur geringes Verdienst eintragen.

Zum Schluß mache ich dich noch auf eine versteckte Täuschung aufmerksam, die von unserer Eigenliebe erzeugt wird, welche unsere Fehler bei gewissen Gelegenheiten zudeckt und in Schutz nimmt.

So verhüllt zum Beispiel ein Kranker, der über seine Krankheit recht verdrießlich ist, seine Ungeduld mit dem Vorhang des Eifers für etwas scheinbar Gutes. Sein Mißmut, sagt er, sei keine wirkliche Ungeduld über die Beschwerden, welche ihm das Unwohlsein verursachen, sondern ein berechtigter Kummer, daß er selbst dazu Anlaß gegeben habe, oder daß andere der Pflege oder anderer Ursachen wegen durch ihn Unannehmlichkeiten erlitten.

Ähnlich macht es auch ein Ehrgeiziger, der sich über eine nicht erhaltene Ehrenstelle ärgert. Er schreibt diesen Ärger durchaus nicht seinem Hochmut und seiner Einbildung, sondern anderen Gründen zu, die ihm aber bekanntlich bei anderen Gelegenheiten gar keinen Kummer bereiten, solange ihm dabei kein Nachteil erwächst. Geradesowenig hat der Kranke, den es angeblich so schmerzt, daß andere seinetwegen sich abmühen sollen, ein Gefühl, wenn dieselben bei anderen Kranken die gleichen Beschwerden auf sich nehmen müssen.

Das beweist deutlich, daß die Wurzel ihrer Klagen nicht in der Rücksicht auf andere zu suchen ist, sondern nur in ihrer Abneigung, die sie gegen alles hegen, was ihren Neigungen zuwider ist.

Damit du nicht in denselben oder einen ähnlichen Fehler fällst, trage in Geduld jede Mühsal und Pein, welche Ursache sie auch immer haben mögen.
...Kinder, Jesus hat mich als Regenbogen zwischen die Erde und den Himmel gestellt, und ich werde stets meinen Schutz über euch am Leben erhalten....
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Antw:Der geistliche Kampf
« Antwort #31 am: 01. November 2014, 03:48:30 »
32. Kapitel: Von den hinterlistigen Versuchen des Teufels, uns mittels bereits erworbener Tugenden zu Falle zu bringen

Die arglistige und böse Schlange findet selbst in unseren bereits erworbenen Tugenden ein gutes Mittel, um uns zu überlisten und durch sie zu Falle zu bringen, nämlich dadurch, daß wir ihretwegen an uns Gefallen finden und uns überheben und schließlich dem Laster des Hochmutes und der Ruhmsucht verfallen.

Als Schutz wider diese Gefahr führe deine Kämpfe stets auf dem ebenen und gesicherten Felde einer wahren und tiefen Selbsterkenntnis: Daß du nichts bist, nichts weißt, nichts vermagst, nichts hast als Armseligkeiten und Gebrechen und nichts verdienst als die ewige Verdammnis.

Hast du einmal innerhalb der Grenzen dieser Wahrheit eine feste und gesicherte Stellung bezogen, dann laß dich durch keinen Plan oder irgendeine Rücksicht auch nur einen Fußbreit hinauslocken. Sei überzeugt, es ist alles Mache deiner schlimmsten Feinde, die dich bestimmt verwunden oder sogar töten würden, wenn du in ihre Hände fallen würdest.

Um dich zu einem planmäßigen Vorgehen auf dem genannten Felde der Erkenntnis deiner Armseligkeit zu erziehen, bediene dich folgender Regel:

Sooft du einen prüfenden Blick auf dich und deine Werke richtest, fasse stets nur das ins Auge, was wirklich von dir ist und nicht von Gott und seiner Gnade stammt, und nach dem, was du als dein Ureigen entdeckst, beurteile dich selbst.

Gedenkst du der Zeit, bevor du warst, dann wirst du inne, daß du im tiefen Abgrund der Ewigkeit ein reines Nichts gewesen bist, und daß du nichts fertiggebracht hast, noch tun konntest, um das Dasein zu erhalten.

Läßt du in der Zeit, in der du einzig durch Gottes Güte das Dasein hast, das außer acht, was sein Eigen ist - wie er dich auch beständig durch seine Vorsehung erhält -, was ist denn dein Eigen, als gleichfalls ein Nichts? Zweifellos würdest du sofort in dein ursprüngliches Nichts, aus dem dich seine allmächtige Hand herausgezogen hat, zurückfallen, wenn er dich auch nur für einen Augenblick dir selber überließe.

Es ist demnach völlig einleuchtend, daß du hinsichtlich deines natürlichen Daseins durchaus keinen Grund hast, dich selbst hoch einzuschätzen und die Achtung der Leute zu verlangen, wenn du deine eigenen Verdienste nach objektiven Maßstäben mißt.

Was dann das übernatürliche Leben der Gnade und der guten Werke betrifft, wärst du wohl imstande, mit deinen natürlichen Anlagen und Kräften, frei von aller Hilfe Gottes, aus dir selbst auch nur das geringste Gute und Verdienstliche zu tun? - Ganz gewiß nicht! Anderseits, wenn du die vielen Fehltritte deines vergangenen Lebens und dabei noch das viele Böse in Erwägung ziehst, das du sicher begangen hättest, hätte Gottes mildreiche Hand dich nicht zurückgehalten, dann wirst du finden, daß deine Sünden durch die Menge nicht nur der Tage und Jahre, sondern auch der bösen Handlungen und üblen Gewohnheiten (denn ein Laster zieht das andere nach sich) zu einer fast endlosen Zahl angewachsen wären.

Willst du nicht zum Freibeuter an der Güte Gottes werden, sondern fest mit dem Herrn verbunden bleiben, dann mußt du dich von Tag zu Tag geringer einschätzen.

Sorge dafür, daß dein Urteil, das du über dich selbst fällst, stets der Gerechtigkeit entspricht, sonst könnte es dir sehr zum Schaden gereichen.

Angenommen, du übertriffst durch die Erkenntnis deiner Bosheit einen anderen, der sich in seiner Verblendung wer weiß was einbildet, so machst du dich schließlich schlechter als jener durch die Anstrengungen deines Willens, von den Leuten als das geachtet und behandelt zu werden, was du nach deiner eigenen Überzeugung nicht bist.

Willst du durch die Erkenntnis deiner Bosheit und Armseligkeit deine Feinde von dir fernhalten und dich Gott wohlgefällig machen, dann genügt es keineswegs, daß du dich selbst verachtest und dich alles Guten für unwert und jeden Übels für wert erachtest, sondern du mußt auch die Verachtung vonseiten anderer lieben, die Ehrungen verabscheuen, dich der Beleidigungen erfreuen und gelegentlich gerne Arbeiten verrichten, die andere mit Verachtung verschmähen.

Auf das abfällige Urteil der Leute darfst du durchaus keinen Wert legen, um solche heilsamen Arbeiten zu unterlassen, falls du sie nur in der Absicht, um dich zu verdemütigen und zu ertüchtigen, und nicht aus einem gewissen geistigen Dünkel und schlecht erkannten Hochmut verrichtest, wie man ja bisweilen unter allerlei recht bequemen Vorwänden sich um die Meinung anderer wenig oder gar nicht kümmert.

Wirst du einmal wegen einer guten Eigenschaft, die Gott dir verliehen hat, von den Leuten gern gesehen und gelobt, dann laß dich nicht gehen und weiche kein Tüpfelchen von der eben ausgesprochenen Wahrheit und Ehrlichkeit ab. Wende dich gleich zu Gott und beteuere ihm von Herzen: „Ferne sei es von mir, o Herr, daß ich ein Dieb an deiner Ehre und Gnade werde; dir sei Lob und Preis und Ehre, mir aber Schmach und Schande!" Und zu deinem Lobredner sprich im Herzen: „Wie kommt es, daß jener mich für gut hält, da doch nur Gott und seine Werke gut sind?" Handelst du auf diese Weise und gibst Gott so das Seine, dann hältst du deine Feinde von dir fern und bereitest dich zum Empfang größerer Gnaden und Hulderweise vonseiten Gottes vor.

Bringt dich die Erinnerung an gute Werke in die Gefahr der Selbstgefälligkeit, dann sieh jene geschwind nicht als deine, sondern als Gottes Werke an und, dich gleichsam an sie wendend, sprich in deinem Herzen: „Ich verstehe nicht, wie ihr vor mir erscheint und vor meinen Augen Gestalt angenommen habt, denn nicht ich bin euer Urheber, sondern der allgütige Gott hat euch in seiner Gnade geschaffen, genährt und erhalten. Ihn allein will ich deshalb als euren wahren und eigentlichen Vater anerkennen, ihm Dank sagen und alles Lob dafür spenden."

Ferner bedenke, daß alle deine Werke nicht allein der Erleuchtung und der Gnade, die dir zu ihrer Erkenntnis und Ausführung verliehen worden waren, wenig entsprachen, sondern dazu noch sehr unvollkommen und allzuweit von jener reinen Absicht, Sorgfalt und schuldigem Eifer entfernt waren, von welchen sie hätten begleitet und ausgeführt werden sollen.

Überlegst du das wohl, so hast du mehr Grund zur Scham als zu törichtem Spaß. Denn es ist leider allzu wahr, daß die Gnaden, die wir von Gott rein und vollkommen empfangen, durch unsere Unvollkommenheiten bei ihrem Gebrauch beschmutzt werden.

Weiter vergleiche deine Werke mit denen der Heiligen und anderer Diener Gottes, und bei diesem Vergleich wirst du mit aller Klarheit erkennen, daß deine besten und größten Werke an Gehalt und Wert sehr niedrig stehen.

Vergleichst du sie sodann mit den Werken, die Christus in den Geheimnissen seines Lebens und ständigen Leidens vollbrachte, und betrachtest du sie ohne Rücksicht auf seine göttliche Person ganz für sich allein und nach der Selbstlosigkeit und Lauterkeit seiner Liebe, mit welcher er sie ausführte, dann siehst du, daß alle deine Werke dagegen geradezu ein reines Nichts sind.

Richtest du endlich deine Gedanken auf das Wesen und die unendliche Majestät deines Gottes und auf die ihm gebührende Verehrung, dann merkst du deutlich, daß dir von allen deinen Werken statt Selbstgefälligkeit nichts anderes als Furcht und Schrecken übrigbleiben. Während deines ganzen Lebens und bei all deinem Tun kannst du nur aus ganzem Herzen zu deinem Herrn beten: „Herr, sei mir armen Sünder gnädig! "Auch warne ich dich, die Gnaden, die Gott dir verliehen hat, leichtsinnig zu offenbaren. Fast immer mißfällt dies deinem Herrn, wie er es deutlich in folgender Unterweisung zu erkennen gibt.

Einmal erschien er einer frommen Seele nur wie ein Geschöpf in der Gestalt eines kleinen Kindes. In aller Einfalt bat sie ihn, den Englischen Gruß zu beten, und sogleich begann er: „Gegrüßet seist du, Maria, du bist voll der Gnaden: Der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen" - dann hielt er inne, denn er wollte mit den folgenden Worten sein eigenes Lob nicht aussprechen. Als sie ihn bat fortzufahren, verschwand er und ließ seine Dienerin getröstet zurück, da er ihr durch sein Beispiel diese himmlische Lehre kundgetan hatte.

Lerne also auch du dich zu erniedrigen und mit all deinen Werken als das Nichts zu erkennen, das du in der Tat bist. Das ist das Fundament aller anderen Tugenden.

Gerade wie Gott uns, ehe wir waren, aus dem Nichts erschuf, so will er jetzt, da wir durch ihn sind, auf dieser unserer Erkenntnis von unserem Nichts das ganze Gebäude unseres geistlichen Lebens gründen. Und je tiefer wir dieses Fundament legen, umso höher wird der Bau wachsen. Denn in dem Maße, als wir das Erdgeröll unserer Armseligkeiten ausgraben, umso stärkere und festere Steine wird der göttliche Bauherr einfügen, um den Bau gewaltig aufsteigen zu lassen. Bilde dir nicht ein, du könntest in dieser Selbsterniedrigung jemals zu tief gehen; im Gegenteil: Sei überzeugt, deine Armseligkeit wäre abgrundlos, wenn es an einem Geschöpf etwas Unendliches geben könnte.

Haben wir uns eine solche Erkenntnis angeeignet und handeln wir danach, so besitzen wir alles Gute. Ohne dieselbe sind wir noch weniger als nichts, selbst wenn wir die Werke aller Heiligen zusammen verrichteten und ständig mit Gott beschäftigt wären.

O beseligende Erkenntnis, die uns auf Erden beglückt und im Himmel verherrlicht!

O Licht, das aus der Finsternis aufsteigt und der Seele Schönheit und Glanz verleiht!

O verborgenes Kleinod, das aus dem Unrat unserer Armseligkeiten aufleuchtet!

O erkanntes Nichts, das uns zu Herren der Welt macht!

Nie werde ich müde, von ihm zu dir zu sprechen: Willst du Gott loben, so beschuldige dich selbst und wünsche von anderen beschuldigt zu werden. Willst du Gott in dir und dich in ihm erhöhen, so verdemütige dich vor allen und unter alle. Wünschst du ihn zu finden, dann erhöhe dich nicht; denn sonst flieht er.

Erniedrige und verdemütige dich, soviel du es vermagst; dann wird er kommen, um dich heimzusuchen und zu umarmen.

Umso lieber wird er sich dir nahen und mit umso zärtlicherer Liebe dich umfangen, je geringer du dich in deinen eigenen Augen einschätzt und je mehr du von allen Menschen verachtet und wie das verabscheuungswürdigste Geschöpf verworfen zu werden verlangst.

Eines so großen Gnadengeschenkes, daß dein Gott, der deinetwegen mit Schmach überhäuft wurde, sich mit dir vereinen will, halte dich für unwürdig und vergiß nicht, ihm für diesen Hulderweis oftmals zu danken. Fühle dich auch dem gegenüber zu Dank verpflichtet, der dir Anlaß zur Verdemütigung gegeben, namentlich aber jenen gegenüber, die dich mit Füßen traten oder gar glauben, daß du es nur unwillig und ungern littest. Wäre letzteres der Fall, dann laß es dir äußerlich nicht anmerken. Sollten trotz dieser so wahren und wirksamen Erwägungen die Arglist des Teufels, wie auch unsere eigene Unklugheit und Begierlichkeit dennoch in uns übermächtig sein, daß die Gedanken der Selbstüberhebung nicht aufhören, uns zu beunruhigen und unser Herz zu bestürmen, dann ist es noch mehr an der Zeit, uns in unseren Augen umso tiefer zu verdemütigen, als wir aus der Erfahrung wissen, wie wenig wir auf dem Wege des geistlichen Lebens und in der Selbsterkenntnis vorangeschritten sind, da wir uns von derartigen Belästigungen, die ihre Wurzel in unserem törichten Hochmut haben, nicht frei zu machen imstande sind.

Auf diese Weise werden wir aus dem Gift Honig und aus den Wunden Gesundheit gewinnen.
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Antw:Der geistliche Kampf
« Antwort #32 am: 01. November 2014, 03:58:50 »
33. Kapitel: Weitere Ratschläge, um die bösen Leidenschaften zu bezwingen und in den Tugenden voranzuschreiten

Soviel ich dir bereits über die Art gesagt habe, wie du dich selbst überwinden und dich mit Tugenden schmücken sollst, so bleibt mir in dieser Beziehung doch noch manches übrig, auf das ich dich aufmerksam machen möchte.

Erstens: Willst du dir wirklich Tugenden aneignen, dann darfst du dich nicht dazu verleiten lassen, die geistlichen Übungen sozusagen nach einem starren Plan auf die einzelnen Tage der Woche zu verteilen, daß du den einen Tag für diese, den anderen für jene Tugend bestimmst.

Die Ordnung im Kampfe und in den Übungen ist vielmehr die, daß du wider jene Leidenschaften, die dir beständig Schaden zufügen und dich immer noch anfallen und schädigen, Krieg führst und dich mit den entgegengesetzten Tugenden in möglichst vollkommenem Grade schmückst.

Hast du dir einmal diese Tugenden erworben, dann wirst du dir auch die übrigen mit Leichtigkeit und ohne viele Übungen schnell aneignen, wenn du die sich darbietenden und nie mangelnden Gelegenheiten gut ausnützest. Die Tugenden sind ja so innig miteinander verkettet, daß, wer eine vollkommen besitzt, auch alle anderen an der Türe des Herzens zum Einzug bereit findet.

Zweitens: Bestimme dir niemals eine Zeit, weder Tage, noch Wochen, noch Jahre für den Erwerb der Tugenden; immer sollst du gleich einem Neugeborenen oder einem neugeworbenen Krieger kämpfen und zur Höhe der Vollkommenheit vorrücken.

Bleibe auch keinen Augenblick stehen, denn wer auf dem Wege der Tugend und der Vollkommenheit innehält, schöpft dadurch keinen neuen Atem und keine neue Kraft, sondern geht rückwärts und wird schwächer als zuvor.

Unter dem Stehenbleiben verstehe ich hier die vorgefaßte Meinung, als hätte man die Tugend bereits vollkommen erworben, infolgedessen man die Gelegenheiten zu neuen Tugendakten und die kleineren Fehler kaum beachtet.

Deshalb sei eifrig und klug darauf bedacht, auch nicht die unbedeutendste Gelegenheit zur Tugend ungenutzt vorübergehen zu lassen.

Ergreife darum gerne jede Gelegenheit zur Tugendübung, namentlich jene, die große Überwindung kostet. Denn jene Akte, die mit mehr Schwierigkeiten verbunden sind, gewähren eine schnellere und tiefer wurzelnde Fertigkeit in der Übung der Tugenden. Wer dir solche Gelegenheiten verschafft, soll dir besonders lieb sein.

Einzig die Gelegenheiten, die in dir Versuchungen zur Sinneslust wecken, sollst du entschieden meiden und möglichst rasch fliehen.

Drittens: Sei vorsichtig und zurückhaltend in bezug auf Tugendübungen, die dem Körper schädlich sein können, wie beispielsweise Kasteiungen durch Geißelungen, Bußgewänder, Fasten, Nachtwachen, überlange Betrachtungen und dergleichen mehr. Damit darf man, wie nachher gesagt wird, nur langsam und mit Maß zu Werke gehen.

Die anderen, durchaus innerlichen Tugenden aber, wie die Liebe zu Gott, Weltverachtung, Selbsterniedrigung, Haß wider die sündhaften Leidenschaften und wider die Sünde, Liebe zur Geduld und Sanftmut, Nächsten- und Feindesliebe soll man sich weder nach und nach aneignen, noch zu ihrer vollen Höhe stufenweise ansteigen, sondern man soll sich bemühen, einen jeden Akt dieser Tugenden sogleich möglichst vollkommen zu vollbringen.

Viertens: Dein ganzes Sinnen, Trachten und Lieben soll auf nichts anderes eingestellt sein als auf den Sieg über die bekämpften Leidenschaften und die Übung der entgegengesetzten Tugenden. Das sei deine einzige Welt: Dein Himmel und deine Erde; das sei dein einziger Schatz und dein Alles, um Gott zu gefallen.

Magst du essen oder fasten, dich abmühen oder ruhen, wachen oder schlafen; magst du zu Hause weilen oder auswärts; magst du der Betrachtung oder der Handarbeit obliegen: Alles sei darauf gerichtet, die bewußte Leidenschaft zu überwinden und zu besiegen und die ihr widerstreitende Tugend zu erlangen.

Fünftens: Sei überhaupt den irdischen Genüssen und Annehmlichkeiten abhold, dann können dich die Laster nur mit geringer Macht angreifen, weil sie alle insgesamt ihre Wurzel in der Sinnlichkeit haben. Ist diese durch unsere Abneigung wider uns selbst unterbunden, verlieren sie auch ihre Stoßkraft und ihren Einfluß.

Wolltest du auf der einen Seite gegen irgendein Laster und eine besondere Leidenschaft Krieg führen und auf der anderen Seite wieder nach den irdischen Genüssen haschen, obwohl sie nicht mit schwerer, aber doch mit leichter Schuld behaftet sind, so würde dein Kampf erbittert und blutig und ein Sieg nur ungewiß und selten sein.

Darum halte die erhabenen, göttlichen Aussprüche stets vor Augen:

„Wer sein Leben liebt, verliert es, und wer sein Leben in dieser Welt haßt, wird es zum ewigen Leben bewahren" (Joh 12,25).

Und: „Brüder, wir sind nicht dem Fleische verpflichtet, um nach dem Fleische zu leben. Denn wenn ihr nach dem Fleische lebt, werdet ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Werke des Fleisches abtötet, werdet ihr leben" (Rom 8,12-13).

Sechstens bemerke ich noch zum Schluß: Vielleicht wird es gut, ja notwendig sein, wenn du zunächst einmal eine gute Generalbeichte mit all ihren erforderlichen Bedingungen ablegst, um dich der Huld deines Herrn zu versichern, von dem man ja alle Gnaden und den Sieg erwarten muß.
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« Antwort #33 am: 01. November 2014, 21:37:50 »
34. Kapitel: Nach und nach sind die Tugenden zu erwerben

Obschon der wahre Streiter Christi den Gipfel der Vollkommenheit zu ersteigen trachtet und einem geistlichen Fortschritt keine Grenzen setzen darf, muß er dennoch mit kluger Besonnenheit den Feuereifer seines Geistes in Schranken halten, der zu Anfang gewöhnlich in heller Glut auflodert, dann aber abnimmt und mitten auf dem Wege erlischt.

Abgesehen von dem, was vorhin bereits über die Mäßigung bei den äußeren Tugendübungen gesagt wurde, mußt du dir merken, daß auch die inneren Tugenden nur nach und nach und stufenweise zu erwerben sind. Auf diese Weise wird dann auch das Kleine rasch groß und dauerhaft.

Für gewöhnlich soll man sich beispielsweise nicht gleich in Widerwärtigkeiten üben und erfreuen wollen, noch sie herbeiwünschen, bevor man nicht die niederen Grade der Tugend der Geduld durchlaufen hat.

Ebenso rate ich dir, nicht allen oder mehreren Tugenden auf einmal, sondern zunächst nur einer und darauf einer anderen deine Hauptaufmerksamkeit zu schenken. So wird der Seele die Fertigkeit darin viel leichter und tiefer eingepflanzt, da das Gedächtnis sich ihrer bei allen Gelegenheiten infolge der beständigen Übung in einer Tugend besser erinnert; der Verstand wird geschärft und findet dadurch immer neue Anlässe und Beweggründe zu ihrer Erwerbung und der Wille gibt sich ihr mit mehr Neigung und Wärme hin, als wenn man sich mehreren Tugenden zugleich widmen wollte.

Durch die Übereinstimmung, mit der die inneren Akte nur auf eine Tugend hinzielen, sind diese auch bei ihrer gleichförmigen Übung mit weniger Anstrengung verbunden, da der eine Tugendakt den anderen ihm ähnlichen anlockt und unterstützt. Auch machen sie durch ihr gemeinsames Vorgehen einen stärkeren Eindruck auf unser Herz, weil sie dessen Grund zur Aufnahme schon bereitet und zu neuen Übungen, die den früheren ähnlich sind, geneigt finden.

Diese Beweise werden durch die anerkannte Tatsache noch verstärkt, daß jeder, der sich in einer einzigen Tugend gründlich übt, hierdurch sich auch in einer anderen zu üben lernt. Auf diese Weise wachsen mit der einen Tugend zugleich alle anderen und zwar infolge ihrer engen Verwandtschaft als gemeinsame Strahlen aus einem und demselben göttlichen Lichte.

 
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« Antwort #34 am: 01. November 2014, 22:24:12 »
35. Kapitel: Von den Mitteln zur Erlangung der Tugend und ihrem zeitweisen Gebrauch zur Erwerbung einer einzigen Tugend

Zur Erwerbung der Tugenden bedarf es außerdem noch eines hochgesinnten und weiten Herzens und keines schwächlichen und feigen, sondern eines energischen und entschiedenen Willens, der von der festen Überzeugung getragen ist, durch viele Widerwärtigkeiten und Härten vorangehen zu müssen.

Weiter muß man eine ausgeprägte Neigung und Vorliebe für die Tugenden hegen, um sie erlangen zu können. Deshalb erwäge öfters, in welch hohem Maße sie Gott wohlgefällig und wie vortrefflich und ausgezeichnet und für uns so nützlich und notwendig sie sind, da alle Vollkommenheit in ihnen ihren Anfang und ihr Ende nimmt.

An jedem Morgen erwecke den festen Vorsatz, die Gelegenheiten, wie sie sich während des Tages jeweils bieten werden, zur Übung in den Tugenden zu benützen. Im Verlaufe des Tages sollen wir uns erforschen, ob wir den Vorsatz ausführten oder nicht, um ihn dann wieder nachdrücklicher zu erneuern. Dabei berücksichtige man aber vor allem jene Tugend, deren Übung man sich besonders vorgenommen hat.

Ebenso sollen wir die Beispiele der Heiligen, unsere Gebete und Betrachtungen über das Leben Jesu, die zum Fortschritt im geistlichen Leben so ungemein notwendig sind, mit jener Tugend in Beziehung bringen, in der wir uns gerade zu bewähren suchen. Überhaupt müssen wir dies bei allen Anlässen - wie wir es nachher im einzelnen zeigen werden - in die Tat umsetzen, so verschieden dieselben auch untereinander sein mögen.

Sorgen wir dafür, daß die inneren und äußeren Tugendakte uns zur Gewohnheit werden, damit wir sie mit der gleichen Schnelligkeit und Leichtigkeit zu setzen imstande sind, wie wir früher unseren natürlichen Neigungen entsprechend handelten. Und je mehr sie diesen widersprechen, umso schneller wird - wie wir an anderer Stelle (Kap. 33) gesagt haben - die gute Gewohnheit Eingang in unsere Seele finden.

Die erhabenen Worte der Heiligen Schrift haben - mag man sie mit dem Munde aussprechen oder nur in Gedanken wohl erwägen - eine wunderbare Kraft, uns bei der Tugendübung zu helfen. Darum sollen wir immer mit einer Anzahl solcher Stellen, die auf die Tugend, in der wir uns gerade üben, Bezug nehmen, gerüstet sein und sie während des Tages besonders beim Erwachen der widerstreitenden Leidenschaft öfters wiederholen. So können wir uns, wenn wir uns zum Beispiel um die Erlangung der Geduld bemühen, folgender oder ähnlicher Aussprüche bedienen:

„Kinder, ertraget geduldig den Zorn, welcher über euch gekommen ist" (Bar 4, 25).

„Die Geduld der Bedrängten wird nicht auf immer verloren sein" (Ps 9,19).

„Besser ist ein Langmütiger als ein Starker, und wer sein Herz beherrscht, besser als ein Städteeroberer" (Spr 16, 32).

„In eurer Geduld werdet ihr eure Seele besitzen" (Lk 21,19).

„Lasset uns mit geduldiger Ausdauer den uns obliegenden Wettkampf laufen" (Hebr 12,1).

Zum gleichen Zwecke können wir auch folgende oder ähnliche kurze Gebete aussprechen:

„Wann, o mein Gott, wird mein Herz mit dem Schild der Geduld gerüstet sein?"

„Wann werde ich, um meinen Herrn zufriedenzustellen, jede Trübsal mit ruhigem Gemüt erdulden?"

„O überaus glückliche Leiden, die mich meinem für mich leidenden Herrn Jesus ähnlich machen!"

„O einziges Leben meiner Seele, wann werde ich zu deiner Ehre unter tausend Kümmernissen zufrieden sein?"

„O ich Glückseliger, wenn ich inmitten der Trübsale vor Sehnsucht brennen würde, noch mehr zu dulden!"

Solche und ähnliche kurze Gebete, wie sie der Geist der Andacht uns eingibt, sollen wir unserem Fortschritt in der Tugend entsprechend gebrauchen.

Man nennt sie Stoß- oder Schußgebete, weil wir sie gleichsam wie Wurfgeschosse oder Pfeile gen Himmel schleudern. Sie besitzen eine gewaltige Kraft zum eifrigen Voranschreiten in der Tugend und dringen bis ins Herz Gottes, wenn sie von zwei Flügeln getragen sind.

Der eine ist die sichere Überzeugung, daß Gott mit unserer Übung in der Tugend zufrieden ist; und der andere ist das aufrichtige und heiße Verlangen nach der Tugend, einzig, um seiner göttlichen Majestät zu gefallen.
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« Antwort #35 am: 01. November 2014, 22:40:27 »
36. Kapitel: Von der Übung und dem steten Fortschritt in der Tugend

Eines der wichtigsten und notwendigsten Mittel zur Erlangung der Tugend ist neben den oben angegebenen auch das eine, daß wir, um unser vorgestecktes Ziel zu erreichen, ohne Unterlaß beständig voranschreiten müssen; denn andernfalls: Wer stehen bleibt, geht schon rückwärts.

Sobald wir einmal mit den Tugendakten aufhören, kommen in uns infolge des starken Triebes unserer sinnlichen Begehrlichkeit und anderer äußerer Einflüsse eine Menge ungeordneter Leidenschaften zum Vorschein, welche die Tugend vernichten oder wenigstens sehr vermindern. Überdies werden wir noch vieler Gnaden und Gaben beraubt, die wir bei weiterem Fortschreiten vom Herrn wohl hätten erlangen können.

Zwischen dem Weg zur Vollkommenheit und dem gewöhnlichen Weg eines Reisenden über Land besteht der Unterschied, daß man auf dem letzteren durch eine Rast nichts von der bereits zurückgelegten Strecke verliert, wohl aber auf dem ersten Weg. Außerdem nimmt beim irdischen Wanderer die Müdigkeit durch die Fortdauer der körperlichen Bewegung ständig zu, während man auf dem geistlichen Wege immer mehr Kraft und Frische gewinnt, je weiter man auf ihm voranschreitet.

Durch die Übung in der Tugend werden die sinnlichen Triebe, durch deren Widerstreit der Pfad so rauh und mühsam war, beständig schwächer; der Geist, in welchem die Tugend ihren Sitz hat, wird hingegen immer gefestigter und stärker.

Mit dem Fortschritt im Guten vermindert sich die zu Anfang empfundene Mühe, während ein gewisses stilles Glücksgefühl, das unter göttlichem Einfluß die Mühsal verwandelt, in demselben Maße wächst.

Und so schreitet man müheloser und freudiger immer weiter voran von Tugend zu Tugend und gelangt endlich auf dem Gipfel des Berges an, wo die vollendete Seele nicht mehr widerwillig, sondern mit Wonne und Jubel dient. Die ungeordneten Leidenschaften sind besiegt und gebändigt. Über alle Kreatur und sich selbst erhoben, weilt sie am Herzen des Allerhöchsten und genießt trotz aller Mühe eine sanfte Ruhe.
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Antw:Der geistliche Kampf
« Antwort #36 am: 01. November 2014, 22:45:34 »
37. Kapitel: Gelegenheiten zur Erlangung der Tugenden soll man nicht vorübergehen lassen

Wir haben nun zur Genüge gesehen, daß wir im Streben nach Vollkommenheit immer voranschreiten müssen und nicht mehr rasten dürfen.

Wachen wir daher sorgfältig darüber, daß uns auch zur Erlangung der Tugenden keine Gelegenheit, die sich uns bietet, entgeht.

Darum handeln jene nicht richtig, die sich den Widerwärtigkeiten, die zu diesem Zwecke dienen können, möglichst zu entziehen suchen. Wünschst du - um bei unserem Beispiel zu bleiben - die Tugend der Geduld zu erwerben, dann tust du nicht gut daran, wenn du dich von solchen Personen, Verrichtungen oder Plänen, die dich zur Ungeduld reizen, fernhältst.

Aus diesem Grunde darfst du keinen Verkehr meiden, weil er dir lästig ist. Vielmehr pflege den Umgang auch mit solchen, die dir Verdruß und Langeweile verursachen, und halte dich stets bereit, alles Ärgerliche und Unangenehme, das dir begegnen könnte, bereitwillig zu ertragen, sonst wirst du dich niemals an die Geduld gewöhnen.

Ist dir eine Arbeit ihrer selbst oder des Auftraggebers wegen unangenehm, oder weil sie dich von angenehmeren Beschäftigungen abhält, dann unterlasse sie trotzdem nicht! Fange sie nur an und setze sie fort, solltest du dich auch beunruhigt fühlen und durch ihre Unterlassung Ruhe finden können. Du würdest ja sonst niemals leiden lernen und deine Ruhe wäre doch keine echte, weil sie nicht aus einem von der Leidenschaft geläuterten und mit Tugenden geschmückten Herzen käme.

Dasselbe sage ich auch von lästigen Vorstellungen, die dein Gemüt bisweilen peinigen und verwirren. Du darfst sie nicht ganz von dir weisen, denn die Qual, die sie dir verursachen, dient dazu, dich zur Geduld in Widerwärtigkeiten zu erziehen.

Wer etwas anderes behauptet, der lehrt dich wohl mehr, der Mühsal aus dem Wege zu gehen, als die ersehnte Tugend zu gewinnen. Allerdings muß sich vor allem ein unerfahrener Kämpfer bei den erwähnten Gelegenheiten mit Vorsicht und Klugheit zurückhalten und schützen, indem er einmal beherzt vorgeht und dann wieder geschickt ausweicht, je nachdem er sich eine größere oder geringere Tugend und Geisteskraft erworben hat.

Niemals aber darf man ihnen ganz den Rücken kehren und sich derart vor ihnen zurückziehen, daß man jede unangenehme und widerwärtige Gelegenheit flieht. Wohl würden wir uns für den Augenblick vor der Gefahr eines Falles bewahren, doch später wären wir einer größeren Gefahr zur Sünde der Ungeduld ausgesetzt, weil wir uns nicht früher durch die Übung der entgegengesetzten Tugend gerüstet und gestärkt haben.
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Antw:Der geistliche Kampf
« Antwort #37 am: 01. November 2014, 23:06:08 »
38. Kapitel: Alle Gelegenheiten zum Kampf um die Tugenden soll man liebgewinnen

Ich bin noch nicht zufrieden, daß du zur Erwerbung der Tugenden die sich darbietenden Gelegenheiten nicht meidest; ich will vielmehr, daß du sie als überaus wichtige Ereignisse hochschätzt, gerne suchst und mit Freuden umfängst, sobald sie sich zeigen. Und gerade die sollen dir die kostbarsten und liebsten sein, die deinem Empfinden am meisten widerstreben.

Das wird dir mit Gottes Hilfe nicht schwerfallen, wenn du deinem Herzen folgende Erwägungen tief einprägst:

Erstens: Die Gelegenheiten sind angemessene, ja notwendige Mittel zur Erwerbung der Tugenden. Wenn du daher zum Herrn um diese betest, bittest du folgerichtig auch um jene, denn in der Regel schenkt er die Geduld nicht ohne Trübsal und die Demut nicht ohne Verachtung.

Dasselbe muß man von allen anderen Tugenden behaupten, die man zweifellos nur auf dem Wege der Widerwärtigkeiten erlangt, welche uns umso mehr zu diesem Zweck verhelfen und die uns umso lieber und willkommener sein sollen, je mühseliger sie für uns sind. Die Tugendakte sind in solchen Fällen viel hochherziger und stärker und bahnen uns viel schneller und leichter den Weg zur Tugend.

Dabei dürfen wir aber auch die unbedeutendsten Gelegenheiten, wie beispielsweise einen unfreundlichen Blick oder ein liebloses Wort, nicht gering einschätzen und unbenutzt vorübergehen lassen, denn dafür sind dann die Tugendakte viel häufiger, wenn sie auch nicht so kräftig ausfallen, als jene, die wir bei größeren Schwierigkeiten setzen.

Die zweite Erwägung, die ich bereits vorhin streifte, ist: Alles, was uns begegnet, kommt von Gott, und zwar zu unserem Besten und Nutzen, den wir daraus ziehen sollen. Freilich gibt es (wie gesagt) darunter manches, wie zum Beispiel unsere Fehler und die der anderen, von denen man nicht behaupten kann, daß sie von Gott, der die Sünde nicht will, herrühren. Dennoch sind sie im gewissen Sinne von Gott, insofern er sie zuläßt und nicht verhindert, obwohl er sie verhindern könnte.

Alle Mühsal und Pein, die uns entweder als Folge unserer Sünden oder durch die Bosheit der Menschen zustoßen, sind jedoch von Gott und aus Gott, insoweit er bei ihnen mitwirkt. Das in seinen allerreinsten Augen so Häßliche und Sündhafte, das damit verbunden ist und nach seinem Willen nicht eintreten sollte, will Gott nur, damit wir es auf uns nehmen und geduldig erleiden, einmal wegen des Nutzens, den wir aus der Tugendübung ziehen, und dann aus anderen gerechten, aber uns verborgenen Gründen.

Da wir nun den Willen Gottes genau kennen, daß wir jede Drangsal, die uns von Seiten der Menschen oder auch um unserer eigenen Sünden willen widerfährt, mit Ergebung dulden, so ist das Gerede, das viele zur Entschuldigung ihrer Ungeduld führen, nichts anderes als ein nichtiger Vorwand, um die eigene Schuld zu verdecken und das Kreuz, das wir nach dem Willen Gottes unleugbar tragen sollen, abzulehnen.

Aber noch mehr behaupte ich: Unter gleichen Umständen ist es dem Herrn viel lieber, wenn wir das Unrecht vonseiten der Menschen, namentlich von jenen, denen wir früher Dienste und Wohltaten erwiesen haben, ertragen, als die Unbilden, welche uns von anderen widrigen Zufällen widerfahren. Dadurch wird unser natürlicher Hochmut mehr als sonst im Keime erstickt und Gott durch unser freiwilliges Dulden in höchstem Maße erfreut und verherrlicht, weil wir hier bei einem Vorfall mitwirken, aus dem seine unaussprechliche Güte und Allmacht in hellstem Glänze hervorleuchtet, daß wir nämlich aus dem verderblichen Gift der Bosheit und der Sünde die köstliche und süße Frucht der Tugend und Vollkommenheit gewinnen.

Merke dir also, christliche Seele: Sobald der Herr das lebhafte Verlangen nach Fortschritt und das ernste und pflichtschuldige Streben nach dem Besitz eines so kostbaren Gutes in uns wahrnimmt, bereitet er den Kelch ungemein heftiger Anfechtungen und der schlimmsten Versuchungen, die es gibt, den wir dann gelegentlich trinken müssen. Und im Gedenken an seine Liebe und an unser eigenes Wohl sollen wir ihn mit geschlossenen Augen ergreifen und unbesorgt und bereitwillig bis zum letzten Tropfen leeren; denn die Arznei ist von einer Hand, die niemals einen Fehlgriff machen kann, mit Zutaten gemischt, die der Seele umso heilsamer sind, je bitterer sie schmecken.
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Antw:Der geistliche Kampf
« Antwort #38 am: 01. November 2014, 23:16:31 »
39. Kapitel: Wie wir uns bei verschiedenen Anlässen in derselben Tugend üben sollen

Vorhin haben wir gesehen, daß es nützlicher ist, sich eine Zeitlang nur in einer einzigen Tugend zu üben als in mehreren zugleich, und daß wir ferner alle sich bietenden Gelegenheiten nützen sollen, wenn sie auch untereinander sehr verschieden sind. Nun gib einmal acht, wie leicht du dies ausführen kannst.

Es kann sich an einem Tag, selbst in der nämlichen Stunde ereignen, daß wir wegen einer ganz einwandfreien Handlung zurechtgewiesen werden oder daß von anderen wider uns gemurrt wird; daß uns eine Gefälligkeit oder eine andere Kleinigkeit mit unhöflichen Worten abgeschlagen wird; daß ein häßlicher Verdacht ohne Grund wider uns aufkommt; daß uns irgendein körperlicher Schmerz befällt oder uns ein unangenehmer Auftrag gegeben wird; daß uns eine mangelhaft zubereitete Speise vorgesetzt wird oder uns schlimmere und schwerer zu ertragende Dinge begegnen, von welchen das armselige Menschenleben eben ausgefüllt ist.

Obschon man bei der Vielheit dieser oder ähnlicher Vorkommnisse verschiedene Tugendakte setzen kann, wollen wir uns nichtsdestoweniger an die angegebene Regel halten und nur durch solche Tugendakte fortschreiten, die der Tugend entsprechen, deren Übung wir uns zur Zeit vorgenommen haben.

Ertüchtigen wir uns zum Beispiel zur Zeit, in der sich die aufgezählten Ereignisse abspielen, in der Geduld, dann werden wir uns bemühen, alles mit willigem und heiterem Gemüt auf uns zu nehmen.

Ist es die Demut, so wollen wir bei all diesen Widerwärtigkeiten nicht vergessen, daß wir jedes Übel verdienen.

Ist es der Gehorsam, dann beugen wir uns bereitwillig der Hand des allmächtigen Gottes und um seines Wohlgefallens willen - weil er es verlangt - auch jeder vernünftigen, ja selbst der unbeseelten Kreatur, von deren Seite uns die Widerwärtigkeiten zustoßen.

Ist es die Armut, so geben wir uns zufrieden, allen irdischen Trostes, des großen wie kleinen, gänzlich entblößt und beraubt zu sein. Ist es die Liebe, dann erwecken wir Akte der Liebe gegen den Nächsten als Werkzeug des Nutzens, den wir erlangen können, und gegen Gott als den eigentlichen und liebreichen Urheber, von dem alles Unangenehme zu unserer Prüfung und zu unserem geistlichen Fortschritt ausgeht und zugelassen wird.

Aus all dem, was über die verschiedenen Vorfälle, die uns jeden Tag begegnen können, gesagt wurde, sieht man, wie wir schon bei einer einzigen Gelegenheit, zum Beispiel in einer längeren Krankheit oder einer anderen Not, beständig Akte jener Tugend erwecken können, in der wir gerade fortschreiten wollen.
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« Antwort #39 am: 01. November 2014, 23:24:52 »
40. Kapitel: Von der Zeit der Tugendübungen und den Anzeichen des Fortschrittes

Die Dauer der Zeit zu bestimmen, die wir zur Übung in den verschiedenen Tugenden verwenden sollen, kann nicht meine Sache sein, da eine solche Festlegung sich nach der Beschaffenheit und dem Bedürfnis des einzelnen, dem Fortschritt auf dem Wege des geistlichen Lebens und dem Urteil des Seelenführers zu richten hat.

Geht man, wie gesagt, dabei planmäßig und mit Eifer zu Werke, so unterliegt es keinem Zweifel, daß man schon in wenigen Wochen große Fortschritte machen wird.

Ein Zeichen für die Fortschritte, die man in der Tugend bereits gemacht hat, ist, daß man trotz geistiger Trockenheit, Dunkelheit, Seelennot und mangels allen Trostes unbeirrt und unablässig in den Tugendübungen fortfährt. Ebenso ist auch die Stärke (bzw. die Schwäche) des Widerstandes, den die Sinnlichkeit den Tugendakten entgegensetzt, ein klarer Beweis dafür. Denn in demselben Maße, als diese an Kraft verliert, dürfen wir annehmen, daß wir vorangeschritten sind. Empfindet man namentlich bei plötzlichen und unvorhergesehenen Anfechtungen in den sinnlichen und niederen Trieben keinen Widerstreit und Aufruhr, so zeigt dies deutlich, daß wir die Tugend erworben haben.

Je größer die Bereitwilligkeit und Geistesfreude sind, die unsere Tugendakte begleiten, umso mehr können wir der Überzeugung sein, daß wir in unserer Tugend wirkliche Fortschritte zu verzeichnen haben.

Merke dir aber noch das eine: Wir dürfen uns keineswegs der Meinung hingeben, wir seien tatsächlich im vollen Besitz einer Tugend oder wir seien Sieger über eine unserer Leidenschaften, wenn wir nach längerer Zeit und nach vielen Kämpfen keine Regung der Sinnlichkeit mehr verspüren. Dabei können die Arglist und der Einfluß des bösen Feindes und unser trügerisches Naturell die Hand im Spiele haben, so daß wir einen Fehler in unserem geheimen Hochmut noch für eine Tugend ansehen.

Trachten wir übrigens nach jener Vollkommenheit, zu welcher Gott der Herr uns beruft, dann werden wir uns nie einbilden, auch nur die ersten Grenzsteine auf dem Weg der Tugend überschritten zu haben, sollten wir auch schon lange auf ihm gewandert sein.

Ja, gleich einem neugeworbenen Krieger, der soeben seine Ausbildung zum Kampfe erhielt, fang immer wieder von neuem deine Übungen an, gerade als ob du dich bisher noch nicht ertüchtigt hättest.

Außerdem erinnere ich dich daran, daß du mehr auf dein Vorankommen in der Tugend bedacht bist, als daß du deinem schon erreichten Fortschritt nachforschst; denn Gott der Herr, der eigentliche und alleinige Erforscher unserer Herzen, gibt ihn den einen zu erkennen, den anderen wieder nicht, je nach der Wahrnehmung, ob diese Kenntnis zur Demut oder zum Hochmut führt, und als liebevoller Vater nimmt er den einen die Gefahr hinweg und bietet sie anderen als eine Gelegenheit zum Wachstum in der Tugend an.

Bemerkt die Seele auch gar keinen Fortschritt, so soll sie trotzdem in ihrer Tugendübung nicht nachlassen; sie wird ihn einmal wahrnehmen, wenn es der Herr für gut findet, ihn zu ihrer größeren Vervollkommnung erkennen zu lassen.
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