Autor Thema: Natur oder Gnade?  (Gelesen 2970 mal)

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Natur oder Gnade?
« am: 26. Juni 2011, 13:14:44 »
Von den verschiedenen Regungen der Natur und der Gnade
aus: Die Nachfolge Christi


(Der Herr:) Mein Sohn, merke genau auf die Regungen der Natur und der Gnade. Sie sind sehr
gegensätzlich und so leise, daß sie nur von einem geistlichen und erleuchteten Manne auseinander
gehalten werden können.

Jeder sucht jeweils ein Gut. Was einer tut oder redet, er hat ein Gut im Auge, daher trügt der
Schein des Guten viele.

#Die Natur ist verschlagen, sie lockt viele, verführt und überlistet sie und hat allemal sich selbst
zum Zweck.
#Die Gnade lebt einfältig, sie meidet den Schein des Bösen und kennt keine Hinterlist. Sie handelt
rein um Gottes willen, ihr Ziel ruht in ihm.
#Die Natur will nur ungern sterben und Not und Niederlagen nicht erleiden. Sie will weder untertan
sein noch sich freiwillig beugen.
#Die Gnade übt sich in der Selbstabtötung, sie widersteht den Sinnen, sucht sich unterzuordnen und zu besiegen, sie will ihre Freiheit nicht ausnützen, sie lebt gern in der Zucht und will nicht
über andere herrschen. Sie lebt, steht und west in Gott, sie beugt sich um Gottes willen demütig
und bereitwillig jedem Menschenwesen.

#Die Natur arbeitet für ihren Vorteil, sie sucht aus dem anderen für sich Gewinn zu schlagen.#Die Gnade bedenkt nicht, was ihr nützlich und genehm ist, sondern was allen nützt.
#Die Natur nimmt gern Ehren und Auszeichnungen entgegen.#Die Gnade überträgt getreulich auf Gott alle Ehre und Verherrlichung.
#Die Natur fürchtet Schande und Hohn.#Die Gnade „freut sich der Schmach um Jesu willen“ (Apg 5, 41).
#Die Natur liebt Müßiggang und Ruhe des Leibes.#Die Gnade kann nicht tatenlos sein, sie packt die Arbeit wacker an.
#Die Natur wünscht sich rare und schöne Besitztümer, sie verwirft das Gewöhnliche und Billige.#Die Gnade freut sich an Einfachem und Geringem, sie lehnt das Harte nicht ab und schämt sich
nicht schäbiger Gewänder.
#Die Natur kümmert sich um das Zeitliche, frohlockt über irdische Gewinne, Schaden bedrückt sie,
ein leichtes Unrecht der Zunge trifft sie schwer.
#Die Gnade will das Ewige. Sie verliert sich nicht an das Zeitliche, sie lässt sich durch den Verlust der Dinge nicht stören, durch harte Worte nicht verbittern. Sie hat ihren Schatz und ihre Freude im Himmel begründet, wo ihr nichts verdirbt.
#Die Natur ist süchtig, sie nimmt lieber, statt zu geben. Sie liebt nur sich.#Die Gnade ist gütig und gemeinsinnig, sie meidet alles Besondere, begnügt sich mit Wenigem und „achtet Geben seliger denn Nehmen“ (Apg 20, 35).
#Die Natur neigt zu den Geschöpfen, zu Fleisch und Blut, zu Eitelkeit und Zerstreuung.#Die Gnade zielt auf Gott und die Tugend, sie verzichtet auf Geschöpfe, flieht die Welt, hasst das
Begehren des Blutes, entsagt dem Vergnügen und scheut das öffentliche Auftreten.
D#ie Natur liebt äußeren Trost, die Freuden der Sinne.#Die Gnade sucht allein in Gott ihren Trost, sie frohlockt im höchsten Gut über allem Irdischen.
#Die Natur tut alles für Gewinn und Vorteil, sie kann nichts umsonst tun, sie erhofft sich
Gleichwertiges oder Besseres, Lob oder Gunst für ihre Guttaten. Sie will ihre Taten und Geschenke wohl gewertet sehen.
#Die Gnade fordert nichts Zeitliches, sie sucht keinen Lohn denn Gott allein, sie wünscht nur so viel an zeitlicher Notdurft, als ihr zur Erlangung der ewigen Güter nottut.
#Die Natur freut sich der vielen Freunde und Verwandten, sie rühmt sich des hohen Standes und
der vornehmen Abkunft, sie lächelt mit den Mächtigen, schmeichelt den Reichen und lobt ihresgleichen.
#Die Gnade liebt auch die Feinde, sie brüstet sich nicht ob ihrer vielen Freunde, sie sieht nicht auf Rang und Ruhm der Geburt, es sei denn dort die höhere Tugend.
Sie hält es mehr mit dem Armen als mit dem Reichen, sie leidet lieber mit dem Unschuldigen als
mit dem Mächtigen, sie freut sich mit dem Wahrhaftigen und nicht mit dem Betrüger.
Sie ermuntert die Guten, „zu höheren Gaben zu gelangen“ (1 Kor 12,31) und dem Sohne Gottes
an Tugend ähnlich zu werden.
#Die Natur bezieht alles auf sich, sie kämpft und rechtet nur für sich selbst.#Die Gnade bezieht alles auf Gott, von dem jedes Ding ursprünglich kommt. Sie schreibt sich nichts Gutes zu und maßt sich nichts an, sie zankt nicht und überwertet ihr eigenes Urteil nicht vor dem der anderen, sie unterstellt sich vielmehr in allem Denken und Empfinden der ewigen Weisheit und dem göttlichen Urteil.
#Die Natur ist neugierig auf Geheimnisse und Neuigkeiten. Sie tritt gern öffentlich auf und hascht
nach sinnlichen Erlebnissen, sie will anerkannt sein und nur tun, was Lob und Bewunderung
einbringt.
#Die Gnade bekümmert sich nicht um Neues und Außerordentliches. Dieses rührt ja alles von der
alten Verderbnis her; denn auf Erden gibt es nichts Neues und nichts von Bestand.
#Die Gnade lehrt die Sinne bezähmen, das eitle Gefallen und Zurschaustellen vermeiden, das Lob-
und Verehrungswürdige demütig verheimlichen und in allen Dingen und Wissenschaften allein die
Frucht des Heiles und Gottes Lob und Ehre suchen. Sie will nicht sich und das Ihre gepriesen sehen, sondern Gottes Ehre in seinen Gaben. Denn er schenkt alles aus reiner Güte.
#Diese Gnade ist übernatürliches Licht und eine besondere Gabe Gottes, das eigentliche Zeichen seiner Auserwählten und Pfand des ewigen Lebens. Sie erhebt den Menschen von der Erde zur
Liebe des Himmlischen und schafft den Fleischesmenschen zum geistlichen um.
Je mehr die Natur beengt und überwunden wird, desto reicher strömt die Gnade. Täglich wird der
innere Mensch durch neue Heimsuchungen zu Gottes Ebenbild umgeformt.



Quelle: http://vigilare.wordpress.com/category/natur-oder-gnade/

 

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