Autor Thema: Glaubenszeugen von Vietnam - die 117 heiligen Märtyrern von Vietnam  (Gelesen 19663 mal)

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Isidore Gagelin KÍNH
Priester MEP (10.05.1799 – 17.10.1833)

Der Hl. Kinh kam nach Việt Nam und empfing die Priesterweihe mit 22 Jahren. Zur jener Zeit war Kaiser Minh Mạng erst auf dem Thron gekommen und die von seinem Vater Kaiser Gia Long gewährte Religionsfreiheit hielt noch an.
Der Hl. Kinh übernahm so dann die Professur am Priesterseminar von An Ninh und kümmerte sich zudem um die Seelsorge in den anliegenden Orten.
Mit der Zeit nahm die Christenverfolgung unter Kaiser Minh Mạng langsam zu. Das Priesterseminar von An Ninh wurde zerstreut und der Hl. Kinh bekam den Befehl nach Sài Gòn zu gehen, denn es war ein Gebiet unter Lê Văn Duyệt und dort wurde die herrschende Politik gegen die Katholiken nicht angewendet.

Im Jahre 1827 wurden er und andere westliche Geistliche vom Kaiser zur Hauptstadt gebracht. Der Kaiser begründete dies damit, dass er Dolmetscher für Bücher und Gespräche für seine Regierung benötigte. Das war aber nur ein Vorwand, denn in Wirklichkeit wurden die Geistlichen quasi zu Inhaftierte und konnten nicht missionieren. Doch nach einiger Zeit wurden er und die anderen Missionare durch die Fürsprache von Lê Văn Duyệt freigelassen.

Der Hl. Kinh kehrte folglich nach Südenvietnas zurück, um dort für eine Zeit lang zu missionieren. Dort wiederum bekam er den Befehl nach Mittelvietnam zu reisen und dort zu missionieren.

Nach dem Religionsverboterlass vom 06.01.1833 durch Kaiser Minh Mạng musste der Hl. Kinh die Gefangennahme von vielen Christen und deren Misshandlungen und Ausfragung mitansehen und es tat ihm das Herz weh, so dass er seinen Bischof um die Erlaubnis bat, sich stellen zu dürfen mit der Hoffnung, dadurch könnte die Verfolgung und Misshandlung der Christen aufhalten.
Nachdem der Bischof sein Gesuch akzeptierte, stellte sich der Hl. Kinh beim Ortbürgermeister von der Gemeinde Bồng Sơn und wurde daraufhin festgenommen und zur Hauptstadt eskortiert.

In den ganzen 7 Wochen der Gefangenschaft wurde er nicht einmal vernommen, denn Kaiser Minh Mạng kannte die Ideale vom Hl. Kinh zu genau: „… wir haben unsere Familien, unsere Heimat und alle weltlichen Privilegien und Vorteile hinter uns gelassen nur um die Frohe Botschaft zu verkünden. Dann wird es uns nicht leicht fallen diese Mission aufgegeben…“

Nachdem er die Absicht vom Kaiser erfahren hatte, schrieb er folgendes an seine Kollegen: „ Ich verlasse diese Welt ohne etwas zu bedauern, denn nur der Anblick hinauf auf die Kreuzung von Jesus Christus lässt mich das Leiden und sogar den Tod hinwegtrösten. Alle meine Hoffnungen ruhen darauf, dass ich schleunigst diesen sündhaften Körper verlasse, damit ich mich mit meinem Herrn Jesus in im Himmel vereinen kann. Ich will zu Staub werden, um mich mit meinem Herrn Jesus vereinen.“

Am morgen der Todesvollstreckung fesselten ihn eine Trupp Soldaten mit einem Seil und brachten ihn zu Bãi Dâu. Unterwegs hielt ein Soldat den Todesbefehl, welches die Form eines hölzenen Stab war. Alle ungefähr 100 Schritte hielt der Soldat an, schlug auf den Gong und verlas es laut: „ Die Person Hoài Hóa hatte Schuld auf sich geladen, weil er in vielen Provinzen die christliche Religion verkündete. Er muss geköpft werden.“
(Hoài Hóa war der Umlaut den die Staatsbeamten für den Namen Gagelin als Übersetzung gebrauchten.)

Seine Leiche wurde nachdem sie bestattet wurde, nochmals ausgegraben und untersucht, denn der Kaiser befürchete der Hl. Kinh würde nach drei Tagen von den Toten auferstehen.

O Maria concepita senza peccato, prega per noi che a te ricorriamo, e per quanti a te non ricorrono, in particolare per i nemici della Santa Chiesa e per quelli che ti sono raccomandati.

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Phê-rô Nguyễn Văn TỰ
Dominikanerpriester (1796 – 05.09.1838)

Der Hl. Phero Tu stammte aus der Provinz Nam Dinh. In all den 12 Jahren als Seelsorger der Dominikaner verhielt er sich vorbildlich und engagiert in der Missionierung.
Gefangen wurde er bei der Seelsorge in der Region Kẻ Mốt, Bắc Ninh.

Während der Gefangenschaft in der Gemeinde, fiel ihm ein, dass in seinen konfiszierten Habseligkeiten ein Notizbuch mit allen Namen von Christen von Kẻ Mốt enthielt. Da die Wächtersoldaten in der Ausübung ihrer Pflichten sehr aufmerksam waren, musste er sich einen Trick einfallen lassen: Er bat die Soldaten um eine Liegematte mit der Begründung, das Wetter wäre so kalt. Nachdem er die Matte erhielt, rollte er sich in der Matte ein und so zerkaute er die Seiten jenes Buches und schluckte diese heimlich hinunter. Nachdem er gerade einmal 2/10 vom Buch „gegessen“ hatte, wurde ihm sein Hals zu trocken und er konnte keine weiteren Seiten herunterschlucken, deswegen zerkaute er den Rest und schmiss diese unter dem Brett für den Schlafplatz.

Was ihm am meisten schmerzte war der Umstand, dass soviele die zum selben Moment mit ihm verhaftet wurden, auf das Kreuz treteten, um freigelassen zu werden.
Im Gegensatz dazu bereitete die Treue von den Religionslehrern Mậu, Úy und den vier Gemeindemitglieder Đệ, Mới, Vinh und Vorstand Cảnh dem Hl. Tu eine große Freude.
Denn all diese 6 durften  später der seeligen Märtyrertod empfangen.

Vor Gericht vom Gouveneur Bắc Ninh gab man ihm die Gegelegenheit sich mit den Staatsbeamten über seine Religion auszutauschen. Der Richter wollte ihn wirklich Freiheit schenken und bat ihm an die kindlicher Pietät zu den Eltern und auch an die Loyalität zum Kaiser denken, damit er das Kreuz übertrat. Daraufhin entgegnete der Hl. Tu dem Richter wie er es mit Pietät und Loyalität hielt: „Ich ehre den HERRN zuerst, danach bin dem Kaier loyal schlußendlich folgt in der Hierarchie die Ehrehrbietung an meine Eltern. Ich kann nicht aus Gehorsam zu meinem leiblichen Vater den Kaiser Schaden zu zufügen. Ebenso kann ich nicht wegen dem Kaiser den HERRN verachten.“
“ Zusätzlich sagte der Hl. Tu: „Ein General der die Truppen in den Krieg führt, kann nicht vor dem Feind kapitulieren auch wenn seine Soldaten davongelaufen sind. Ich bin ein Hirte und als solcher muss ich weiterhin Treue zum HERRN beahren, auch wenn die einfachen Gläubigen zertreut wurden.“

Das Urteil vom Kaiser über ihm und Gemeindevorstand Cảnh: Tod durch Köpfen. Der Vollstreckungsort war ein kleiner Hügel außerhalb von der Festung Kinh Bắc. Dorthin angekommen, kniete er sich nieder auf den Matten, die die einfachen Gläubigen bereits auf den Boden gelegt hatten. Der Scharfrichter schlug mit dem Schwert zu und warf den Kopf hinauf, damit jedermann ihn sehen sehen konnte. Sofort daraufhin strömten viele Menschen, darunter auch welche, die nicht Christen waren zu ihm und tunkten Stoff in seinem Blut.

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Giu-se Trần Văn TUẤN
Bauer (1824 – 07.06.1862)

   
Nach anderhalb Jahr in elender Haft, kamen ihn die Staatsbediensteten  mit der einzigen Bitte: er soll über das Kreuz gehen, um wieder auf freien Fuß zu kommen.

Doch es reichte ihm nicht, dass er den Befehl der Minister verweigerte, sondern er kniete sich sogar ehrfurchtsvoll vor dem Sühnebild nieder, richtete seine Augen zum Himmel und betete laut :
"Oh Gott, ich danke dir von ganzem Herzen deine unendliche Liebe und große Barmherzigkeit. Du bist die Kraft, die mich aufrichtet."
Der Hl. Tuấn stammte von Phú Nhai, aus dem Provinz Nam Định.  Ein Sturm braute über sein Leben zusammen und mit ihm zusammen andere Gläubige unter ähnlichen Umständen, als der Kaiser ein Edikt zum Religionsverbot erließ. Der Verfolgungshöhpunkt in der späten 1850er Jahre betraf vor allem die einfachsten Bürger in der Kirche von Vietnam. Im Jahre 1860 wurde er im Alter von 36 Jahren verhaftet und zusammen mit einigen anderen Gläubigen zum Bezirk Xuân Trường gebracht. Anschließend wurde er wieder auf Anweisung ins Dorf An Bái zugewiesen, das zum Bezirk Thụy Anh gehörte.
Seitdem er ins Dorf An Bái kam, wurde er in dem engen Gefängnis inhaftiert, er trug einen Tragrahmen um den Hals, die Füße sind mit Ketten gefesselt. Doch der Kämpfer blieb im Glauben nach wie vor standhaft und ertrug alles mit Geduld und Freude. Die Durchführung erfolgte unter Anweisung im Monat August 1861. Die Soldaten gravierten mit glühender Eisenstange Brandwunden auf der einen Seite seiner Wange das Wort "Ketzerei", auf der anderen Seite den Geburtsort. Nach einiger Zeit in harter Gefangenschaft, verschlechterte sich seine Gesundheit so sehr, so daß die Minister dachten, er würde frustriert aufgeben. Deshalb holten sie ihn raus und baten ihn über das Kreuz zu gehen. Die Minister versprachen ihm sogar Geld zu schenken, nachdem sie ihm die Freiheit zurückgäben.
Doch die Minister scheiterten. Der einfache Bauer hatte seinen Willen nicht geändert. Im Gegenteil, er brachte deutlich die Treue seines Glaubens zum Ausdruck. Und wie erwartet zahlte für diesen Glauben den erwarteten Preis.
Auf dem Weg zur Enthauptungsstelle, ging er ruhig hinter den Soldaten, während er eifrig die Allerheiligen-Litanei betete. Angekommen, wurde er von den Henkern mit dem Schwert enthauptet, während er sich kniete und ständig den Namen Jesus rief. Zwei Jahre später wurde der Leichnam des Märtyrers umgebettet und in der Kirche seines Heimatortes in Nam Điền beerdigt.
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Phê-rô Vũ TRUẬT
Religionslehrer (1817 – 18.12.1838)


Der Hl. Vu Truat stammte aus der Provinz Son Tay. Seine Familie war sehr arm, sein Vater war früh verstorben und seine Familie besaß keine Güter und Ersparnisse.
Da seine Mutter den ganzen Tag sich abplackern musste um die 3 Halbwaisen zu ernähren, genoß der Hl. Truat keine Schulbildung, ebenso besaß er einen schwächlichen und kränlichen Körper.

Dafür war der Hl. Truat streng gläubisch und verweilte oft in der Kirche und besuchte die Messen. Das fiel dem Pfarrer Cornay Tân von der Gemeinde Bầu Nọ auf und dieser bot ihm die Möglichkeit einer Schuldbildung und einen Lebensunterhalt.
Aber der Hl. Truat war nicht so begabt wie die Durchschnittsmenschen. Er besaß keine schnelle Auffangsgabe, zudem war er oft krank, sodass er nur das Lesen beherrschte. Im Schreiben konnt er lediglich sich Grundkenntnis aneignen.
Als Ausgleich dazu besaß er ein außerordentlich gutes Gedächtnis für Gebete, deswegen übergab man ihm den Gebetsunterricht bei den Kindern und er betete ihnen die Gebete vor.
Erst nachdem er im Gefängsnis festgehalten wurde, bestätigte Bischof Havard Du ihn zum Religionslehrer.

Damals lebte im selben Dorf  lebte ein Anführer einer Räuberbande. Dieser war nicht katholisch und wurde einmal verhaftet. In der Hoffnung eine Strafmilderung zu erhalten, ersann er sich mit seiner Frau mit dem Namen Yến einen Plan dem Missionar des Ortes eine Straftat zuzuschieben, nämlich dass dieser die Gründung einer regierungsfeindlichen Organisation vorantrieben haben soll. Frau Yến gab vor Religionsunterricht nehmen um den Priester, der sich versteckt hält, auszuspionieren. Nachdem sie seinen Ort ausfindig gemacht hatte, versteckte sie Waffen im Garten des Gemeindehauses, und erstattete im Geheimen Anzeige bei den Staatsbeamten der Provinz Sơn Tây.
Daraufhin versuchten diese den Missionar zu verhaften. Der Hl. Truat und die Religionslehrer Mỹ und  Đường wie die anderen Dorfbewohner auch, saßen dann am Ahnenhaus des Dorfes weil die Soldaten sie dorthin versammelt hatten. Und obwohl die Soldaten von früh bis spät sich auf die Suche nach dem besagte Missionar. Aber dennoch konnten ihn nicht auffindig machen.
Deswegen schlug Frau Yến den Soldaten vor die zwei Religionslehrer und den Hl. Truat gefangen zu nehmen und zu verhören, denn diese waren schließlich Vertraute jenes Priesters.

Am Nachmittag des selben Tage, fanden die Soldaten dann heraus, dass der Missionar sich in den Büschen versteckt hielt.

Dennoch wurden diese 3 Helfer trotzdem ins Gefängnis in der Provinzhauptstadt gebracht, weil man Zeugen benötigte, um dem Missionar eine Straftat anzuhängen. Die darauffolgenden Verhöre wurden oft mit brutalem Folter begleitet. Einzig der Hl. Truat wurden leichtere Ketten angebracht und bekam von ihnen am wenigsten Schläge, weil er so kränklich und schwach war.
Aber jede Foltersitzung zehrte allen drei so sehr an ihren Kräften, dass sie zusammenbrachen  und jedes mal danach zurück in die Zelle getragen werden mussten. Nach einiger Zeit bekamen sie ihr Urtteil: „Giảo giam hậu“. Das bedeutete Todesurteil aber nicht mit sofortiger Vollstreckung, um auf eine neue Entscheidung zu warten. Der Grund für die Verlängerung der Haftzeit: man baute darauf, dass die Zeit den Willen ihnen brach. In Wirklichkeit hatten diese 3 Lehrer weitere 14 Monate warten müssen, insgesamt hatten sie  1,5 Jahre ihrer Zeit in Haft gefristet.

Schließlich beschloss die Regierung die Vollstreckung des Urteils. Alle diese 3 Lehrer wurden zur Vollstreckungsort Gò Vôi, Provinz Sơn Tây gebracht. Angekommen lagen sie dann auf den Matten und die Soldaten bildeten einen großen Kreis um ihnen, damit die Bevölkerung ihnen nicht zu nahe kam. Jeder von ihnen wurde an einem Pfahl, mit den Armen überkreuzt nach hinten gefesselt. Und die Stricke hingen bereits um ihre Hälse. Immitten der lauten Trommelschläge zogen die Scharfrichter auf Befehl des Richters an den Stricken, bis sie ihren letzten Atem aushauchten. Daraufhin nahmen die Soldaten Feuer und brannten die Fußunterflächen der Opfer, um zu testen, ob diese wirklich verstorben waren.

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Phê-rô Nguyễn Văn TỰ
Dominikanerpriester (1796 – 05.09.1838)

Der Hl. Phero Tu stammte aus der Provinz Nam Dinh. In all den 12 Jahren als Seelsorger der Dominikaner verhielt er sich vorbildlich und engagiert in der Missionierung.
Gefangen wurde er bei der Seelsorge in der Region Kẻ Mốt, Bắc Ninh.

Während der Gefangenschaft in der Gemeinde, fiel ihm ein, dass in seinen konfiszierten Habseligkeiten ein Notizbuch mit allen Namen von Christen von Kẻ Mốt enthielt. Da die Wächtersoldaten in der Ausübung ihrer Pflichten sehr aufmerksam waren, musste er sich einen Trick einfallen lassen: Er bat die Soldaten um eine Liegematte mit der Begründung, das Wetter wäre so kalt. Nachdem er die Matte erhielt, rollte er sich in der Matte ein und so zerkaute er die Seiten jenes Buches und schluckte diese heimlich hinunter. Nachdem er gerade einmal 2/10 vom Buch „gegessen“ hatte, wurde ihm sein Hals zu trocken und er konnte keine weiteren Seiten herunterschlucken, deswegen zerkaute er den Rest und schmiss diese unter dem Brett für den Schlafplatz.

Was ihm am meisten schmerzte war der Umstand, dass soviele die zum selben Moment mit ihm verhaftet wurden, auf das Kreuz treteten, um freigelassen zu werden.
Im Gegensatz dazu bereitete die Treue von den Religionslehrern Mậu, Úy und den vier Gemeindemitglieder Đệ, Mới, Vinh und Vorstand Cảnh dem Hl. Tu eine große Freude.
Denn all diese 6 durften  später der seeligen Märtyrertod empfangen.

Vor Gericht vom Gouveneur Bắc Ninh gab man ihm die Gegelegenheit sich mit den Staatsbeamten über seine Religion auszutauschen. Der Richter wollte ihn wirklich Freiheit schenken und bat ihm an die kindlicher Pietät zu den Eltern und auch an die Loyalität zum Kaiser denken, damit er das Kreuz übertrat. Daraufhin entgegnete der Hl. Tu dem Richter wie er es mit Pietät und Loyalität hielt: „Ich ehre den HERRN zuerst, danach bin dem Kaier loyal schlußendlich folgt in der Hierarchie die Ehrehrbietung an meine Eltern. Ich kann nicht aus Gehorsam zu meinem leiblichen Vater den Kaiser Schaden zu zufügen. Ebenso kann ich nicht wegen dem Kaiser den HERRN verachten.“
“ Zusätzlich sagte der Hl. Tu: „Ein General der die Truppen in den Krieg führt, kann nicht vor dem Feind kapitulieren auch wenn seine Soldaten davongelaufen sind. Ich bin ein Hirte und als solcher muss ich weiterhin Treue zum HERRN beahren, auch wenn die einfachen Gläubigen zertreut wurden.“

Das Urteil vom Kaiser über ihm und Gemeindevorstand Cảnh: Tod durch Köpfen. Der Vollstreckungsort war ein kleiner Hügel außerhalb von der Festung Kinh Bắc. Dorthin angekommen, kniete er sich nieder auf den Matten, die die einfachen Gläubigen bereits auf den Boden gelegt hatten. Der Scharfrichter schlug mit dem Schwert zu und warf den Kopf hinauf, damit jedermann ihn sehen sehen konnte. Sofort daraufhin strömten viele Menschen, darunter auch welche, die nicht Christen waren zu ihm und tunkten Stoff in seinem Blut.
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Giu-se Tuc

Giu-se Tuc aus Hoang Xa, Ortschaft Hung Yen. Er ist geboren in einer christlichen Bauersfamilie. Neben der schweren Ackerarbeit bekam er Anregungen von seinen Eltern sowie ihre finanzielle Unterstützung für ein Studium in der Landschaftskunde. Die Gefangennahme der Christen durch den König Tu Duc nahm immer mehr zu. Mit dem schriftlichen Aufruf vom 05.08.1861 konnte kaum eine christliche Familie noch in Frieden leben. Als Christ wurde Tuc im Jahre 1862, im Alter von 19 Jahren  gefangen genommen. 4 Monate lang wurde er im Gefängnis gehalten, am Tage musste er schwere Steine tragen, nachts wurden seine Füsse in Ketten gelegt. Trotzdem blieb er seinem Glauben treu. Seine Familie versuchte das Gefängnispersonal zu bestechen, damit er aus dem Gefängnis flüchten konnte, aber er beschloss nicht zu flüchten. Er befürchtete "anderen Menschen zur Last zu fallen. Es geschehe was Gottes Wille ist. Als ein Mitgefangener sich Sorgen machte, ob seine Familie nach seiner Hinrichtung benachrichtigt werden würde, damit diese seinen Körper bestatten könnten, äusserte sich Huu hierzu: "Ich fürchte mich nicht und bin sorglos, wenn es Gottes Wille ist, dass ich mein Blut vergiesse für den Glauben, so bin ich überzeugt das ich in den Himmel komme. Und was meinen Körper angeht, so kann dieser bestattet werden oder auch nicht." Nach mehrmaligen Folterungen, konnten sie ihm trotzdem nicht von seinem Glauben abbringen. Daher schlugen die Generale dem König vor, diesen hinzurichten. (Nach ASS, wurde er durch Pi-o XII im Alter von 19 Jahren heilig gesprochen. In den Unterlagen "Venticinque Martirinelle Missioni Domenicane del Tonchine", Roma 1950, tr. 153).
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E-ma-nu-en Le Van Phung

"Mein Kind, verzeihe Ihnen. Versuche nicht an denen Rache auszuüben, die mich angezeigt haben." Das waren die letzten Worte des heiligen Phung an seinen Sohn bevor er von 2 Leuten an einem Seil gezogen wurde. Emmanuel Phung wuchs in Dau Nuoc, Cu Lao Gieng. Vom Aussehen her ist Herr Phung weniger interessant, von seiner Statur her ist er eher ein schwieriger Mann, der häufig mit sehr lauter Stimme mit anderen Menschen sprach. Andererseits genoss er den Respekt der Menschen durch seinen unerschütterlichen Charakter sowie Entscheidungsfertigkeit, sowie sein Verständnis für die gemeinsame Arbeit und wurde als cau ho gewählt. Durch sein Talent konnte er ein Kloster, Häuser für Nonnen und Unterkünfte für Priester errichten. Der General huyen erhielt einerseits eine Geldsumme und andererseits sah er das Gemeinschaftsleben der Christen und empfand das keine Gefahr vorlag. Deshalb teilte er ihnen immer vorzeitig mit wenn wieder ein Durchsuchungsbefehl von oben vorlag. Doch an einer Sache dachte der Herr cau Phung nicht, das der vom König ausgeschriebene Geldbetrag einige der guten Dorfbewohner anlockte. Diese Dorfbewohner wechselten sich ab, um ihm Tag und Nacht zu verfolgen. Ende 1858 fanden sie heraus, dass ein ausländischer thua sai  bei ihm untergebracht war. Sie überbrachten die Nachricht dem General Chau Doc und baten diesen Soldaten auszuschicken und dem General huyen nicht zu benachrichtigen, da dieser gemeinsame Sache mit den Christen machte. Am Morgen des 07.01.1859 wusste der Herr cau auch noch nichts davon. Ausser thua sai  Pernot war auch der Priester Quy (das neue Oberhaupt der Gruppe Dau Nuoc) gegenwärtig. Plötzlich kam jemand ins Haus und rief aus das der General Chau Doc auf dem Weg zum Haus war. Er wollte sofort die beiden Priester in Sicherheit bringen, doch der Priester Quy wollte unbedingt da bleiben. Dieser dachte sich dabei, das er sich unter die Bürger mischen könnte und suchte nach einem guten Versteck im Haus. Doch als der General mit seinen Soldaten im Haus war und dem Hausherrn ausfragte und schlug, kam der Priester von sich aus aus dem Versteck. Darauffolgend nahmen die Soldaten den Herrn cau , den Priester Quy sowie 32 Christen fest und brachten diese zur Ortschaft Chau Doc. Nach 6 -monatiger nutzloser Gefangennahme schickte der General eine Nachricht in die Hauptstadt mit der Bitte der Hinrichtung. Am Tag der Hinrichtung sah der Herr Cau seine Kinder. Er legte seiner Tochter seine Kette mit dem Kreuz Jesu und sagte zu ihr: "Mein Kind, bewahre dieses Erinnerungsstück von mir. Es ist das Bildnis von Jesus Christus unser Herr. Dieses Bildnis ist wertvoller als alles Gold dieser Welt. Trage es immer um deinen Hals und bete innig Tag und Nacht." Danach bat er seinem Sohn keine Rache auszuüben und legte sich hin um hingerichtet zu werden.
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Phê-rô Nguyễn Khắc TỰ
Religionslehrer (1808 – 10.07.1840)


Das Leben des Märtyrers Phê-rô Tự war eine tiefgreifende und liebende Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, eine geistige Liebe des Vaters zum Kind in der Gemeinde.
Als die Soldaten den Missionar Monseigneur Borie Cao vom Orden MEP verhaften, fürchten sich die Gläubigen auch belangt zu werden, weshalb sie ihn ignorierten und sich versteckt hielten. Nur der Lehrer Tự folgte weinend den Soldaten nach. Als die Soldaten das sahen, geriet er unter Verdacht und wurde verhaftet. Man brachte ihn zu dem Missionar. Der Geistliche Cao wollte nicht, dass der Lehrer in diese Misslage gerate. Er tat so, als würde er diesen jungen Mann nicht kennen. Doch der Lehrer erwiderte ihm: "Bitte Vater, lass mich dich bis zum Ende folgen" und bekannte sich beim Hauptmann der Truppe, dass er ein Jünger dessen Gefangenen sei. Von dieser ernsthaften Haltung war der Pfarrer emotional gerührt, er entnahm sein Halstuch, zerrisste es entzweit und gab einen Teil seinem Schüler, der seit vielen Jahren tatkräftig mitarbeitete, und sprach: "Nimm es, Du wirst es als Beweis für die Worte behalten, die Du versprochen hast".
Der Lehrer Tự stammt von Ninh Bình, als Kind kam er ins Haus Gottes und wurde später Religionslehrer, um Priester zu begleiten und sie zu helfen. Vier Jahre lang begeisterte und engagierte er sich für Pfarrer Cao, so dass es zu einer besonders innigen Beziehung zwischen zwei Menschen entstand. Durch diese liebgewonnene Beziehung führte es ihn zu seinem Martyrium. Er wurde durch Bố Chính nach Đồng Hới gebracht, dort wurde er für vier Monate gefoltert und mehrmals geschlagen, doch sein Glaube blieb immer stark.
Am 24.11.1838 wurden Missionar Cao, mittlerweile bereits zum Bischof ernannt, mit zwei weiteren Priestern Điềm und Khoa zur Hinrichtung gebracht. Unter den Verurteilten befand sich auch der Lehrer und ein anderer Schuldige Năm Quỳnh. Kaiser Minh Mạng sprach zu ihnen wie folgt: "Obwohl ihr nicht  Anführer seid, so seid ihr beiden doch Blinde, die uns nicht minder widersetzen. Deshalb gehört ihr ebenfalls zu den Verachtungswürdigen. Aus diesem Grund    werden beide zum Tode verurteilt, aber noch nicht sofort."
Es verging fast zwei Jahre, doch der Lehrer und Herr Năm Quỳnh behielten ihr eisernes Herz. Schließlich gab der Kaiser den Befehl für die Exekution. An der Hinrichtungsstelle in Đồng Hới wurde der Wunsch des Lehrers genehmigt, am gleichen Tag wie sein Mentor (Borie Cao) sterben zu dürfen, der zuvor hier hingerichtet wurde. Er legte sich dort hin, damit die Soldaten ihm den Strick um den Hals legen zu können. Die beiden Kinder von Herrn Quỳnh kamen zum Lehrer, um sich von ihm zu verabschieden. Er versprach für sie zu beten und richtete Abschiedsgrüße an die Gläubigen.
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Da-minh NINH  Bauer (1841-02.06.1862)

Ninh war ein Bauer, geboren und aufgewachsen im Provinz Trung Linh, in einem Dorf namens Nam Dinh überwiegend mit Katholiken . Dieser Ort wurde eine zeitlang sogar zum Bischoffssitz ernannt. Im Jahre 1861 wurde Nam Dinh unter den Anweisungen des Kaisers Tu Duc tödlich angegriffen. Alle Anhänger des Christentums wurden regelrecht festgenommen. Gruppen wurden aufgelöst und getrennt eingesperrt.  Andererseits wurden die Anhänger verhaftet, arbeiteten in Familien und nahmen ihren ganzen Lohn ein.  In den anderen Dörfern bevor es zu militärischen Eingriffen kamen, konnten die christlichen Anhänger ihren Besitz verkaufen. In Nam Dinh dagegen wurde es verboten. Die Anhänger wurden verhaftet und in Gruppen gefesselt. Jeder Gefangene durfte eine Handvoll Reis mitnehmen, die gerade für zwei Tage reichten.  Im Jahre 1862 erlebte Ninh seinen 21. Geburtstag. Er und weitere christliche Anhänger wurden verhaftet und in unzähligen Gefängnissen festgehalten. Die Soldaten folterten, drohten und misshandelten die Gefangenen. Ihre Absicht war, dass die Christen ihren eigenen Glauben widersagen und Jesus damit verleugnen, indem sie daraufhin das Kreuz mit Füssen betreten.   Jedoch weigerte sich Ninh. Mit voller Stolz erwiderte er: " Als Kind sollte man seine Eltern nicht verspotten und verachten. Wie  kann dann ein Getaufter, ein Anhänger des Christentums, das Bildnis von denjenigen mit Füssen betreten, der die Welt erschaffen hat. Mache das was Du für richtig hältst, Herr Gouverneur. Meinerseits werde ich Jesus Kreuz niemals beschmutzen."  Die mutigen offenen Worte von Ninh führte dazu, dass der Gouverneur Nguyen Dinh Tan das Todesurteil fällte. Die Enthauptung fand in An Triem, eine Hinrichtungsstätte des Dorfes Nam Dinh, statt. 
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Francois Jaccard PHAN (Ninh)
Priester MEP (06.09.1799-21.09.1838)

Das Leben des Märtyrers Jaccard Phan durchlief 10 Jahre Gefangenschaft, 20 Monate Exil und dreimal die Todesstrafe. Unter diesem qualvollen Leben entpuppte sich daraus ein grosser Held.  Trotz Zeiten wie dem Hunger und dem Gelbfieber, war Phan ein treuer Diener Wort Gottes. Allen Menschen sogar die Feinde zeigte er Vergebung und bot seine Hilfe an. Bischof Cuenot The äusserte Phans Verhalten damit : " Der Mensch hatte nix zu verlieren. Sein Blick war stets nach vorne gerichtet und sein Ziel war die Menschen zu überzeugen."  Francois war der Sohn einer armen Bauernfamilie mit christlichen Wurzeln aus Südfrankreich. Er trat dem Orden Thua Sai Paris bei und wünschte sich in Vietnam zu missionieren. Nachdem er die Sprache gelernt hatte, gab er sich den vietnamesichen Namen Phan. Phan missionierte in Phu Cam und wurde dann zum Schuldirektor des Dorfes An Ninh (Quang Tri) ernannt.   In Juli 1828 bestellte der Kaiser Minh Mang ihn nach Hue. So musste Phan die Predigt einstellen und musste derweil Dokumente übersetzen. In dieser Zeit durfte er gelegentlich die Dorfbewohner Dung Son besuchen und ihnen helfen. Das Nachbardorf Co Lao beabsichtigte  Duong Son einzunehmen und beschuldigte die Dorfmenschen als Hexen-Anhänger zu sein. Daraufhin verurteilten die Minister Phan die Todesstrafe. Der Kaiser hatte jedoch Mitleid mit ihm und schloss ihn in seinen Palast ein.  Währenddessen gab es Unruhe im Süden des Landes unter der Führung von Le Van Khoi. Kaiser Minh Mang wurde zornig als er mitbekam, dass die Anhängerschaft sehr gross war. Er befahl Phan hinzurichten. Auf die Bitte der Mutter des Kaisers wurde Phan ins Exil Lao Bao verbannt. In dieser abgelegenen Wildnis quälte er sich täglich mit dem Hunger und dem Gelbfieber. Glücklicherweise entkam er demTod.  In September 1835 holte der Kaiser aufgrund von Lehrermangel Phan zurück.  Minh Mang hielt ihn in Quang Tri gefangen. Hier sollte er eine vom Kaiser ausgewählte Studentengruppe  Französisch, Geschichte und Europäisches Recht lehren. In diesen 3 Jahren bestand sein grösster Glück darin, dass er nachts heimlich Eucharistiefeier in der Gefängniszelle halten konnte.   Anfang 1838 veränderte ein grosses Ereignis sein Schicksal. In der Zeit wo der Rebell An Ninh ermordet wurde, entkam der Bischofsdirektor Khandalh Kim. Minh Mang beschuldigte Phan als Mittäter des Hochverrats und befahl seine Untertanen Phan zu verhören. Von 9 Uhr bis mittags wurde Phan gefoltert. Der Beschuldigte sollte nur seinen Glauben ablehnen, dann würden die Soldaten mit der Folterei aufhören. Ein anderes Mal setzten sie Phan eine Brandmarke auf seinen Oberbein. Das Fleisch an der Stelle verkohlte schmerzlich. Letztendlich wurde er vom Kaiser hingerichtet.  Phans Mutter, die in Frankreich lebte, bekam von der Hinrichtung mit und rief laut: " Was für eine gute Nachricht. In meiner Familie gibt es einen Märtyrer." Sie fügte hinzu: " Ehre bist du mein Gott. Ich hatte schon grosse Angst und wäre zutiefst traurig, wenn mein Sohn durch die Folter und Leiden den Tyrannen unterwarf. "   
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Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

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