Autor Thema: Der heilige Rosenkranz  (Gelesen 8307 mal)

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Siebzehnte Rose: Wunderbare Früchte des Ave Maria
« Antwort #20 am: 13. November 2016, 19:13:36 »
Zweiter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in den Gebeten, aus denen er besteht

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort


SIEBZEHNTE ROSE

Wunderbare Früchte des Ave Maria

Unter den wunderbaren Dingen, die Maria dem seligen Alanus offenbarte, (und wir wissen, daß dieser große Marienverehrer seine Offenbarungen durch einen Eid bekräftigt hat) sind drei besonders beachtenswert.

Erstens: Es ist ein wahrscheinliches und nächstes Zeichen der ewigen Verwerfungen, wenn man Nachlässigkeit, Überdruß, Scheu und Abneigung gegen den Englischen Gruß, der die ganze Welt wiederhergestellt hat, empfindet.

Zweitens: Diejenigen, die gegen diesen göttlichen Gruß Verehrung tragen, besitzen ein großes Zeichen der Auserwählung.

Drittens: Jene, die vom Himmel die Gnade erhalten haben, die Allerseligste Jungfrau zu lieben und ihr mit Hingebung zu dienen, müssen äußerst sorgfältig fortfahren, sie zu lieben und ihr zu dienen, bis diese gute Mutter sie durch ihren Sohn in den Himmel, in jenen Grad der Glorie aufnimmt, der ihren Verdiensten entspricht.

Alle Irrlehrer, die alle Kinder des Teufels sind und die augenscheinliche Kennzeichen der Verwerfung an sich tragen, haben Abscheu vor dem Ave Maria; sie lernen noch das Vaterunser, nicht aber das Ave Maria; ja sie würden lieber eine Schlange bei sich tragen, als einen Rosenkranz.

Jene Katholiken, welche das Zeichen der Verdammung an sich tragen, kümmern sich wenig um den Rosenkranz; sie unterlassen es, ihn zu beten oder beten ihn nur lau und flüchtig. Selbst wenn ich den Offenbarungen des seligen Alanus nicht frommen Glauben schenken würde, so genügte meine Erfahrung, um von dieser schrecklichen und doch so tröstlichen Wahrheit überzeugt zu sein. Ich weiß nicht und verstehe auch nicht mit voller Klarheit, wie eine dem Anscheine nach so kleine Andacht das unfehlbare Zeichen der Verwerfung sein kann. Und doch ist nichts gewisser: wir sehen ja, wie die neuen Irrlehrer unserer Tage, die von der Kirche verurteilt worden sind, trotz all ihrer scheinbaren Frömmigkeit die Andacht des heiligen Rosenkranzes sehr vernachlässigen und sie oft jenen aus dem Sinn und Herzen rauben, mit denen sie verkehren, und zwar unter den schönsten Vorwänden. Sie hüten sich wohl, den Rosenkranz und das Skapulier offen zu verurteilen, wie die Protestanten, aber die Art ihres Vorgehens ist umso verderblicher, je feiner sie ist. Wir werden in der Folge davon sprechen.

Mein Ave Maria, der Psalter oder Rosenkranz ist mein Gebet und mein sicherster Prüfstein, um jene, die vom Geiste Gottes geführt werden, zu unterscheiden von denen, die sich in der Täuschung des bösen Geistes befinden. Ich habe Seelen gekannt, die scheinbar wie Adler durch ihre erhabene Beschauung sich bis zu den Wolken erhoben, und die indessen unglücklicherweise durch den Teufel betrogen waren, und ich habe ihre Täuschung nicht anders aufdecken können als durch das Ave Maria und den Rosenkranz, den sie zurückwiesen, als ob sie darüber erhaben wären.

Das Ave Maria ist ein himmlischer und göttlicher Tau, welcher der Seele des Auserwählten, wenn er auf sie niederfällt, eine wunderbare Fruchtbarkeit verleiht, um alle Arten von Tugenden hervorzubringen, und je mehr die Seele von diesem Gebete begossen wird, desto erleuchteter wird sie im Geiste, desto glühender im Herzen und desto stärker gegen alle ihre Feinde.

Das Ave Maria ist ein scharfer und feuriger Pfeil, der, in Verbindung mit dem Worte Gottes, dem Prediger die Kraft verleiht, die härtesten Herzen zu durchdringen, zu rühren und zu bekehren, wenn auch ein Priester wenig natürliches Talent zum Predigen besäße.

Das war der geheimnisvolle Schachzug, den die Himmelskönigin, wie ich schon gesagt habe, den heiligen Dominikus und den seligen Alanus gelehrt, um die Irrlehrer und Sünder zu bekehren.

Daher kommt auch der Gebrauch der Prediger, bei Beginn der Predigt ein Ave Maria zu beten, wie der heilige Antonin versichert.
« Letzte Änderung: 13. November 2016, 19:15:01 von geringstes Rädchen »
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Achtzehnte Rose: Die Segnungen des Ave Maria
« Antwort #21 am: 14. November 2016, 17:09:56 »
Zweiter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in den Gebeten, aus denen er besteht

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort


ACHTZEHNTE ROSE

Die Segnungen des Ave Maria

Dieser göttliche Gruß zieht auf uns den überreichlichen Segen Jesu und Mariä herab, denn es ist ein unfehlbarer Grundsatz, daß Jesus und Maria diejenigen herrlich belohnen, die sie verherrlichen. Sie vergelten hundertfach die Lobpreisungen, die man ihnen spendet.

Ego diligentes me diligo ... ut ditem diligentes me et thesauros eorum repleam. Laut rufen es Jesus und Maria uns zu: "Wir lieben jene, die uns lieben, wir bereichern sie und füllen ihre Vorratskammern!" (Sprw. 8,17/ 21) Qui seminat in benedictionibus, de benedictionibus et metet: "Wer in Segensfülle sät, wird auch in Segensfülle ernten" (2 Kor 9,6). Heißt das aber nicht Jesus und Maria lieben, lobpreisen und verherrlichen, wenn man den Engelsgruß andächtig betet?

Mit jedem Ave Maria bringt man Jesus und Maria zwei Segenswünsche dar. "Du bist gebenedeit unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus."
Mit jedem Ave Maria erweisest du Maria dieselbe Ehre, die Gott ihr durch den Gruß des Erzengels Gabriel erwies. Wer möchte glauben, daß Jesus und Maria, die oftmals denen Gutes tun, die ihnen fluchen, mit Fluch jene beladen könnten, die sie durch das Ave Maria benedeien und ehren?

Die Himmelskönigin, sagt der heilige Bernhard mit dem heiligen Bonaventura, ist nicht weniger dankbar und edel als die wohlgebildeten vornehmen Personen dieser Welt; sie übertrifft sie sogar in dieser Tugend wie in allen anderen Vollkommenheiten; sie wird also niemals zugeben, daß wir sie mit Hochachtung ehren, ohne es uns hundertfach zu vergelten.

Maria, sagt der heilige Bonaventura, grüßt uns mit der Gnade, wenn wir sie mit dem Ave Maria grüßen: Ipsa salutabit nos cum gratia, si salutaverimus eam cum Ave Maria. Wer könnte die Gnaden und Segnungen begreifen, die der Gruß und der huldvolle Blick dieser süßen Mutter in uns bewirken?

In dem Augenblicke, da die heilige Elisabeth den Gruß der Gottesmutter hörte, wurde sie vom Heiligen Geiste erfüllt, und das Kind, das sie in ihrem Schoße trug, hüpfte auf vor Freude (Lk 1,41). Wenn wir uns des Gegengrußes der Allerseligsten Jungfrau würdig machen, werden wir ohne Zweifel mit Gnade erfüllt und ein Strom von geistlichen Tröstungen wird in unsere Seelen fließen.
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Neunzehnte Rose: Glücklicher Tausch!
« Antwort #22 am: 15. November 2016, 13:56:36 »
Zweiter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in den Gebeten, aus denen er besteht

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort


NEUNZEHNTE ROSE

Glücklicher Tausch!

Es steht geschrieben: "Gebet, so wird euch gegeben werden" (Lk 6,38). Nehmen wir den Vergleich des seligen Alanus: Wenn ich dir täglich hundertfünfzig Diamanten schenkte, würdest du mir nicht verzeihen, selbst wenn du mein Feind wärest? Würdest du mir nicht wie einem Freunde alles Gute erweisen, das in deiner Macht stünde?

Willst du dich mit Gütern der Gnade und Glorie bereichern, dann grüße die Allerseligste Jungfrau, ehre deine gute Mutter. Sicut qui thesaurizat, ita et qui honorificat matrem suam. Gleich einem, der Schätze sammelt, so ist der Mensch, der seine Mutter, die allerseligste Jungfrau Maria, ehrt (vgl. Ekkli 3,5).

Bringe ihr wenigstens täglich fünfzig Ave Maria dar, wovon jedes fünfzehn Edelsteine enthält, die ihr angenehmer sind als alle Reichtümer der Welt. Was kannst du von ihrer Freigebigkeit nicht alles erwarten? Sie ist ja unsere Mutter. Sie ist die Kaiserin des Weltalls, die uns mehr liebt, als alle Mütter und Königinnen zusammen je einen sterblichen Menschen geliebt haben, denn, sagt der heilige Augustin, die Liebe der Jungfrau Maria übersteigt jede natürliche Liebe aller Menschen und Engel.

Eines Tages erschien der göttliche Heiland der heiligen Gertrud, indem er Goldstücke zählte. Sie hatte die Kühnheit, zu fragen, was er zähle. "Ich zähle", sagte Jesus Christus, "deine Ave Maria: das ist die Münze, mit der man mein Paradies kauft."
Der fromme und gelehrte Suarez aus der Gesellschaft Jesu schätzte das Verdienst des Englischen Grußes so hoch, daß er sagte, er hätte gern seine ganze Wissenschaft um den Preis eines gut gebeteten Ave Maria hingegeben.

"O, daß doch jeder, der dich liebt, o göttliche Mutter", sagt der selige Alanus zu ihr, "höre und verkoste:

Es freut sich der Himmel, es staunet die Erde,
Wenn ich bete Ave Maria.

Es flüchtet sich Satan, erbebet die Hölle
Wenn ich bete Ave Maria.

Fern blüht von der Welt Lust Gotteslieb' in der Brust, Wenn ich bete Ave Maria.
Meine Ängsten vergehen, Leidenschaften verwehen,
Wenn ich bete Ave Maria.

Meine Trauer zerstreut sich, und die Freude erneut sich,
Wenn ich bete Ave Maria.

Es wächst meine Sammlung, ich finde Zerknirschung, Wenn ich bete Ave Maria.
Meine Hoffnung belebt sich, die Tröstung erhebt mich,
Wenn ich bete Ave Maria.

Die Seele erholt sich, in Tugend erstarkt das Kummerherz fühlt sich,
Wenn ich bete Ave Maria."

Denn die Süßigkeit dieses gesegneten Grußes ist so groß, daß man keinen Ausdruck dafür findet, um ihn würdig zu erklären; und nachdem man Wunderbares von ihm gesagt hat, bleibt er so verborgen und so tief, daß kein Geschöpf ihn ergründen kann. Dieses heilbringende Gebet ist klein an Worten, aber groß an Geheimnissen, (kurz in der Rede, aber von hoher Kraft); dieser Gruß ist süßer als Honig und kostbarer als Gold. Man muß ihn immer im Herzen haben, um ihn zu betrachten, und häufig im Munde, um ihn zu beten und andächtig zu wiederholen."

In lateinischer Sprache heißt das:
"Auscultet nunc sancti nominis tui amator, o Maria: Coelum gaudet, omnis terra stupet, cum dico Ave Maria.
Satan fugit, infernus contremiscit,
Mundus vilescit, cor in amore liquescit, cum dico Ave Maria.
Terror evanescit, caro marcescit, cum dico Ave Maria.
Abscedit tristitia, venit nova laetitia, cum dico Ave Maria.
Crescit devotio, oritur compunctio, cum dico Ave Maria.
Spes proficit, augetur consolatio, cum dico Ave Maria.
Recreatur animus et in bono confortatur aeger affectus,
cum dico Ave Maria.

Siquidem tanta est suavitas huius benedictae Salutationis, ut humanis non possit explicari verbis, sed semper altior manet et profundior quam omnis creatura indagare sufficiat. Haec oratio salutatoria parva est verbis, magna mysteriis, brevis sermone alta virtute, super mel dulcis, super aurum pretiosa; ore cordis est iugiter ruminanda labiisque puris frequentissime legenda ae devote repetenda."

Derselbe Alanus erzählt, eine dem Rosenkranz sehr ergebene Klosterfrau sei nach dem Tode einer ihrer Mitschwestern erschienen und habe gesagt: "Wenn ich in meinen Leib zurückkehren dürfte, um nur ein einziges Ave Maria, selbst ohne besonderen Eifer, zu beten und das Verdienst dieses Gebetes zu erhalten, würde ich gerne alle Qualen von neuem ertragen, die ich vor meinem Tode gelitten." Es ist zu beachten, daß sie einige Jahre lang in ihrem Bette furchtbare Schmerzen gelitten hatte.

Michael von Lille, Erzbischof von Salubre, Jünger und Mitarbeiter des seligen Alanus in der Erneuerung des heiligen Rosenkranzes, sagt, der Engelsgruß sei das Heilmittel gegen alle Übel, die uns bedrängen, wenn wir ihn zu Ehren der Allerseligsten Jungfrau andächtig beten.
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Zwanzigste Rose: Kurze Erklärung des Ave Maria
« Antwort #23 am: 16. November 2016, 20:42:22 »
Zweiter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in den Gebeten, aus denen er besteht

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort


ZWANZIGSTE ROSE

Kurze Erklärung des Ave Maria

Leidest du unter dem Elend der Sünde, so rufe die göttliche Mutter an und sage ihr: "Ave", d.h. "Gegrüßet seist du in tiefster Ehrfurcht, o Maria, die du ganz selig bist." Sie wird dich aus dem Übel deiner Sünden befreien.

Bist du in der Finsternis der Unwissenheit oder des Irrtums befangen, so gehe zu Maria und sage ihr: "Ave Maria, ganz durchleuchtet von den Strahlen der Sonne der Gerechtigkeit", und sie wird dir von ihrem Lichte mitteilen.

Bist du vom Weg des Himmels abgewichen, rufe Maria an, den Stern des Meeres, den Polarstern, der unsere Schiffahrt durch diese Welt leitet, sie wird dich in den Hafen des ewigen Heiles führen.

Bist du in der Trübsal, nimm deine Zuflucht zu Maria, dem bitteren Meere, das in dieser Welt von Bitterkeit erfüllt war, jetzt aber in ein Meer reinster Süßigkeit im Himmel verwandelt ist, sie wird deine Traurigkeit in Freude und deine Betrübnis in Trost verwandeln.

Hast du die Gnade verloren, so ehre das Übermaß der Gnaden, womit Gott die Allerseligste Jungfrau erfüllt hat und sage ihr: "Du voll der Gnade und aller Gaben des Heiligen Geistes", und sie wird dich an ihren Gnadenschätzen Anteil nehmen lassen.

Bist du allein, des Schutzes Gottes beraubt, dann gehe zu Maria und sage: "Der Herr ist mit dir viel erhabener und inniger, als in den Gerechten und Heiligen, denn du bist eins mit ihm. Da er dein Sohn ist, so ist sein Fleisch dein Fleisch, du bist mit dem Herrn durch vollkommenste Ähnlichkeit und durch gegenseitige Liebe; du bist ja seine Mutter." Sage ihr endlich: "Die ganze heiligste Dreifaltigkeit ist mit dir, deren kostbarer Tempel du bist", und sie wird dich hinwieder unter den Schutz und Schirm Gottes stellen.

Bist du Gegenstand des göttlichen Fluches geworden, so sprich: "Du bist gebenedeit unter den Weibern und unter allen Geschlechtern wegen deiner Reinheit und Fruchtbarkeit; du hast den Fluch Gottes in Segen verwandelt", und sie wird dich segnen.

Hast du Hunger nach dem Brot der Gnade und des Lebens, dann gehe zu ihr, die das lebendige Brot getragen, das vom Himmel herabgekommen ist, und sage ihr: "Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, die du ohne irgendwelchen Verlust der Jungfräulichkeit empfangen, ohne Mühe getragen und ohne Schmerzen geboren hast. Gebenedeit sei Jesus, der die gefesselte Menschheit erlöst, die kranke Welt geheilt, den toten Menschen zum Leben erweckt, den verbannten Menschen zurückgeführt, den schuldigen Menschen gerechtfertigt, den verdammten Menschen gerettet hat." Ohne Zweifel wird deine Seele mit dem Brot der Gnade in diesem Leben und mit der ewigen Glorie im anderen Leben gesättigt werden. Amen.

Beschließe dein Gebet mit der Kirche und sprich: "Heilige Maria, heilig an Leib und Seele, heilig durch eine einzigartige und ewige Hingabe an den Dienst Gottes, heilig als Mutter des Gottes, der dich mit der höchsten, dieser Würde entsprechenden Heiligkeit ausgestattet hat.

Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter, unsere Fürsprecherin und Mittlerin bist, die Schatzmeisterin und Ausspenderin der Gnaden Gottes, erlange uns bald die Verzeihung unserer Sünden und unsere Versöhnung mit der göttlichen Majestät.

Bitte für uns Sünder, die du so viel Mitleid mit den Elenden hast, die du die Sünder weder verachtest noch abweisest, ohne welche du gar nicht Mutter des Erlösers geworden wärest.

Bitte für uns jetzt, in der Zeit dieses vergänglichen und elenden Lebens; jetzt, denn wir besitzen mit Sicherheit nur diesen gegenwärtigen Augenblick; jetzt, da wir Tag und Nacht von mächtigen und grausamen Feinden angegriffen und umgeben sind.

Und in der Stunde unseres Todes, in dieser so schrecklichen und gefährlichen Stunde, wo unsere Kräfte erschöpft, Geist und Körper durch Angst und Schmerz niedergedrückt sein werden; in der Todesstunde, wo Satan seine Kräfte verdoppelt, um uns für ewig zu verderben; in jener Stunde, welche entscheidend sein wird für unser glückliches oder unglückliches Los in alle Ewigkeit. Komme deinen armen Kindern zu Hilfe. O barmherzige Mutter, o Fürsprecherin und Zuflucht der Sünder, vertreibt von uns in der Todesstunde die Teufel, unsere Ankläger und Feinde, deren entsetzlicher Anblick uns in Schrecken versetzt. Komm und erleuchte uns in den Finsternissen des Todes.

Führe uns, begleite uns zum Richterstuhl unseres Richters, deines Sohnes; lege Fürsprache für uns ein, daß er uns verzeihe und unter die Zahl deiner Auserwählten, in den Wohnsitz der ewigen Glorie aufnehme. Amen. So sei es."

Wer bewundert nicht die Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes, der aus diesen beiden ganz göttlichen Gebeten besteht: dem Gebet des Herrn und dem Gruße des Engels? Gibt es Gebete, die Gott und der Allerseligsten Jungfrau wohlgefälliger, für die Menschen aber leichter, lieblicher und heilsamer wären? Sie seien darum immer in unserem Herzen und in unserem Munde, um die allerheiligste Dreifaltigkeit, unseren Erlöser Jesus Christus und seine allerheiligste Mutter zu ehren!

Ferner ist es gut, am Schlusse jedes Zehners beizufügen: Die Ehre sei dem Vater, dem Sohne und dem Heiligen Geiste, wie es war im Anfang, so jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


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21. Rose: Die fünfzehn Geheimnisse des Rosenkranzes
« Antwort #24 am: 17. November 2016, 19:38:39 »
Dritter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in der Betrachtung des Lebens und Leidens
unseres Herrn Jesus Christus.

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EINUNDZWANZIGSTE ROSE

Die fünfzehn Geheimnisse des Rosenkranzes

Ein Geheimnis ist eine heilige und schwer verständliche Sache. Die Werke Jesu Christi sind alle heilig und göttlich, weil er Gott und Mensch zugleich ist. Jene der Allerseligsten Jungfrau sind sehr heilig, denn sie ist das vollkommenste aller bloßen Geschöpfe. Mit Recht nennt man die Werke Jesu und Mariä Geheimnisse, denn sie sind voll von Wundern, Vollkommenheiten und hohen und erhabenen Lehren, die der Heilige Geist den demütigen und einfachen Seelen, welche sie verehren, offenbart. Man kann die Werke Jesu und Mariä auch wunderbare Blumen nennen, deren Duft und Schönheit nur jenen bekannt sind, die sich ihnen nähern, ihren Duft einatmen und ihre Blüten durch aufmerksame und ernste Betrachtung erschließen.

Der heilige Dominikus hat das Leben Jesu und Mariä in fünfzehn Geheimnisse eingeteilt, die uns ihre Tugenden und ihre hauptsächlichsten Taten wie in fünfzehn Bildern darstellen, deren einzelne Züge uns für unsere Lebensführung Richtschnur und Beispiel sein sollen. Es sind fünfzehn hellstrahlende Leuchten, die unsere Schritte in dieser Welt lenken sollen; fünfzehn Brennspiegel, um Jesus und Maria und uns selbst kennenzulernen und das Feuer ihrer Liebe in unseren Herzen zu entzünden; fünfzehn Glutöfen, um uns in ihren himmlischen Flammen gänzlich zu verzehren.

Die Allerseligste Jungfrau hat den heiligen Dominikus diese vortreffliche Gebetsweise gelehrt und ihm befohlen, sie zu predigen, um die Frömmigkeit der Christen zu wecken und die Liebe Jesu Christi in ihren Herzen wieder zu beleben. Sie lehrte dieselbe auch dem seligen Alanus de Rupe.

"Es ist ein sehr nützliches Gebet, sagte sie zu ihm, ein Dienst, der mir sehr angenehm ist, hundertfünfzigmal den Engelsgruß zu beten. Er ist es mir noch mehr, und man tut noch viel besser daran, wenn man ihn unter Betrachtung des Lebens, Leidens und der Glorie Jesu Christi betet, denn die Betrachtung ist die Seele dieser Gebete."

In der Tat wäre der Rosenkranz ohne die Betrachtung der heiligen Geheimnisse unseres Heiles fast wie ein Körper ohne Seele, eine vortreffliche Materie ohne ihre Form, durch die sie von den übrigen Andachtsübungen sich unterscheidet.

Der erste Teil des Rosenkranzes enthält fünf Geheimnisse:
1. Die Verkündigung durch den Erzengel Gabriel;
2. Die Heimsuchung Mariä bei Elisabeth;
3. Die Geburt Jesu Christi;
4. Die Darstellung Jesu im Tempel und die Reinigung Mariä;
5. Die Auffindung Jesu im Tempel unter den Gelehrten.

Man nennt diese Geheimnisse die freudenreichen wegen der Freude, die sie der ganzen Welt bereitet haben.
Die Allerseligste Jungfrau und die Engel wurden in dem Augenblick von Freude erfüllt, da der Sohn Gottes Fleisch annahm.
Die heilige Elisabeth und der heilige Johannes der Täufer waren voll Freude über den Besuch Jesu und Mariä.
Himmel und Erde freuten sich bei der Geburt des Erlösers.
Simeon wurde getröstet und mit Trost erfüllt, als er Jesus in seine Arme empfing.

Die Gelehrten waren von Bewunderung entzückt, als sie die Antworten Jesu vernahmen; und wer will die Freude beschreiben, die Maria und Josef empfanden, als sie Jesus nach dreitägigem Verluste wiederfanden?

Der zweite Teil des Rosenkranzes besteht auch aus fünf Geheimnissen, die man die schmerzensreichen nennt, weil sie uns Jesus Christus von Traurigkeit niedergedrückt, mit Wunden bedeckt, mit Schmach beladen, voll Schmerzen und Qual vor Augen stellen.

1. Jesu Gebet und Todesangst im Ölgarten.
2. Die Geißelung Jesu.
3. Die Dornenkrönung Jesu.
4. Die Kreuztragung Jesu.
5. Die Kreuzigung Jesu und sein Tod auf Kalvaria.

Der dritte Teil des Rosenkranzes enthält fünf andere Geheimnisse, die man die glorreichen nennt, weil wir darin Jesus und Maria im Triumph und in der Glorie betrachten.

1. Die Auferstehung Jesu Christi.
2. Die Himmelfahrt Jesu.
3. Die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel.
5. Die Krönung Mariä im Himmel.

Das sind also die fünfzehn duftenden Blüten des mystischen Rosenstrauches, auf die sich die frommen Seelen gleich klugen Bienlein niederlassen, um daraus den wunderbaren Saft zu saugen und den Honig echter Andacht zu bereiten.
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22. Rose: Die Betrachtung der heiligen Geheimnisse
« Antwort #25 am: 18. November 2016, 18:17:39 »
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Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in der Betrachtung des Lebens und Leidens
unseres Herrn Jesus Christus.

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ZWEIUNDZWANZIGSTE ROSE

Die Betrachtung der heiligen Geheimnisse
macht uns Jesu gleichförmig

Die Hauptsorge der christlichen Seele ist, nach der Vollkommenheit zu streben. Seid getreue Nachahmer Gottes, als seine vielgeliebten Kinder (Eph 5,1), sagt der große Apostel. Diese Verpflichtung ist im ewigen Ratschluß unserer Vorherbestimmung enthalten als das einzige Mittel, um zur ewigen Seligkeit zu gelangen.

Der heilige Gregor v. Nyssa sagt so zart, wir seien wie Maler. Unsere Seele ist die leere Leinwand, auf welcher wir den Pinsel führen müssen; die Tugenden sind die Farben, die ihren Glanz erhöhen sollen, und das Original, das wir kopieren müssen, ist Jesus Christus, das lebendige und vollkommene Abbild des Ewigen Vaters. Wie also ein Maler, um ein natürliches Gemälde zu erhalten, sein Modell vor sich hat und bei jedem Pinselstrich beobachtet, so muß auch der Christ das Leben und die Tugenden Jesu Christi vor Augen haben, um ja nichts zu sagen, zu denken oder zu tun, was ihm nicht gleichförmig wäre.

Um uns bei dem wichtigen Werk der Auserwählung zu helfen, hat die Allerseligste Jungfrau dem heiligen Dominikus befohlen, den Gläubigen, die den Rosenkranz beten, die heiligen Geheimnisse des Lebens Jesu Christi vor Augen zu stellen, nicht nur, damit sie ihn anbeten und verherrlichen, sondern hauptsächlich, damit sie ihr Leben und ihre Handlungen nach seinen Tugenden einrichten.

Wie aber die Kinder ihre Eltern nachahmen, indem sie dieselben sehen und mit ihnen verkehren; wie sie deren Sprache lernen, indem sie dieselben reden hören; wie ein Lehrling seine Kunst erlernt, indem er den Meister arbeiten sieht: so werden die treuen Mitglieder der Rosenkranzbruderschaft mit Hilfe der göttlichen Gnade und durch die Fürbitte Mariä dem göttlichen Lehrmeister ähnlich, indem sie die Tugenden Jesu Christi in den fünfzehn Geheimnissen seines Lebens aufmerksam und fromm betrachten.

Wenn Moses im Namen Gottes selber dem hebräischen Volke befahl, die göttlichen Wohltaten, womit es überhäuft worden war, nie zu vergessen, so kann mit viel größerem Recht der Sohn Gottes uns befehlen, die Geheimnisse seines Lebens, seines Leidens und seiner Herrlichkeit in unser Herz einzuprägen und sie unaufhörlich vor Augen zu haben, weil dies ebensoviele Wohltaten sind, mit denen er uns begünstigt und durch die er uns das Übermaß seiner Liebe für unser Seelenheil gezeigt hat. "O ihr alle, die ihr des Weges vorüberziehet", sagt er, "schauet und sehet, ob ein Schmerz gleich sei meinem Schmerze (Klagel. 1,12), den ich aus Liebe zu euch erdulde. Erinnert euch meiner Armut und meiner Erniedrigungen, denkt an den Essig und an die Galle, die ich in meinem Leiden für euch verkostet."

Diese und ähnliche Worte, die man anführen könnte, überzeugen uns zur Genüge von der Pflicht, uns nicht damit zufriedenzugeben, den Rosenkranz zu Ehren Jesu Christi und seiner heiligsten Mutter nur mündlich zu beten, sondern unter Betrachtung der heiligen Geheimnisse.
GOTTES HANDELN IST IMMER LIEBE,
AUCH WENN WIR IHN NICHT VERSTEHN.

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23. Rose: Gedächtnis des Lebens und Sterbens Jesu Christi
« Antwort #26 am: 19. November 2016, 19:58:12 »
Dritter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in der Betrachtung des Lebens und Leidens
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DREIUNDZWANZIGSTE ROSE

Der Rosenkranz als Gedächtnis
des Lebens und Sterbens Jesu Christi

Jesus Christus, der göttliche Bräutigam unserer Seele, unser süßester Freund Jesus wünscht, daß wir uns seiner Wohltaten erinnern und sie über alles schätzen; er empfindet eine außerwesentliche (akzidentelle) Freude, gleichwie auch Maria und alle Heiligen des Himmels, wenn wir andächtig und mit Liebe über die heiligen Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten, welche die ausgeprägtesten Wirkungen seiner Liebe zu uns sind und die reichsten Geschenke, die er uns machen kann, weil durch solche Geschenke die Himmelskönigin selbst und alle Heiligen sich der Glorie erfreuen.

Die selige Angela von Foligno bat einmal den göttlichen Heiland, sie zu lehren, durch welche Übung sie ihn am meisten ehre. Er erschien ihr ans Kreuz geheftet und sagte: "Meine Tochter, betrachte meine Wunden!" Sie vernahm von ihrem liebenswürdigsten Erlöser, daß ihm nichts angenehmer sei, als die Betrachtung seiner Leiden. Darauf enthüllte er ihr die Wunden seines Hauptes und mehrere Umstände seiner Martern und sprach zu ihr: "Alles das habe ich für dein Heil gelitten, was könntest du tun, das meiner Liebe zu dir gleich käme?"

Das heilige Meßopfer ehrt unendlich die allerheiligste Dreifaltigkeit, weil es das Leiden Jesu Christi darstellt und wir darin die Verdienste seines Gehorsams, seiner Leiden und seines Blutes aufopfern. Auch der ganze himmlische Hof erhält einen Zuwachs an außerwesentlicher Glorie und zwar aus demselben Grunde, sagen uns mehrere Gelehrte mit dem hl. Thomas, wie er sich über die Kommunion der Gläubigen freut, nämlich weil das heiligste Sakrament das Gedächtnis des Leidens und Sterbens Jesu Christi ist und weil die Menschen durch dieses Gnadenmittel an den Früchten des Kreuzesopfers teilnehmen und in ihrem Heilswerke voranschreiten.

Nun aber ist der Rosenkranz, wenn er unter Betrachtung der heiligen Geheimnisse gebetet wird, ein Gott dargebrachtes Lobopfer für die Wohltat unserer Erlösung und ein frommes Andenken an die Leiden, den Tod und die Glorie Jesu Christi. Es ist also wahr, daß der Rosenkranz ein Zuwachs von außerwesentlicher Glorie und Freude ist für Jesus Christus, für Maria und für alle Heiligen, denn sie wünschen nichts sehnlicher zu unserem ewigen Glück, als uns mit einer Übung beschäftigt zu sehen, die für unseren Erlöser so glorreich und für uns so heilsam ist.

Das Evangelium versichert uns, daß ein Sünder, der sich bekehrt und Buße tut, allen Engeln Freude bereitet (vgl. Lk 15,7). Wenn es eine Freude für die Engel ist, daß ein Sünder seine Sünden verlasse und Buße tue, welche Freude, welcher Jubel wird es für den ganzen himmlischen Hof sein, welche Ehre für Jesus Christus selbst, zu sehen, wie wir auf Erden andächtig und mit Liebe seine Erniedrigungen, seine Qualen, seinen grausamen und schmählichen Tod betrachten? Gibt es etwas Wirksameres, uns zu rühren und zu aufrichtiger Buße zu führen?

Der Christ, der die Geheimnisse des Rosenkranzes nicht betrachtet, zeigt eine große Undankbarkeit gegen Jesus Christus und Geringschätzung gegen alles, was der göttliche Erlöser für das Heil der Welt gelitten hat. Sein Betragen scheint zu sagen, daß ihm das Leben Jesu Christi fremd ist, daß er sich wenig darum bemühe, kennenzulernen, was er getan und gelitten hat, um uns zu erlösen. Da ein solcher Christ Jesus Christus nicht gekannt oder vergessen hat, muß er sehr befürchten, daß ihn der göttliche Heiland am Tage des Gerichtes mit dem Vorwurfe von sich stoße: "Wahrlich, wahrlich sage ich dir, ich kenne dich nicht" (Mt 25,12).

Betrachten wir also im heiligen Rosenkranz das Leben und die Leiden des Erlösers, lernen wir ihn gut kennen und seine Wohltaten anerkennen, damit er uns am Tage des Gerichtes als seine Kinder und Freunde anerkenne.
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24. Rose: Die Betrachtung der Geheimnisse des Rosenkranzes
« Antwort #27 am: 20. November 2016, 14:05:21 »
Dritter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in der Betrachtung des Lebens und Leidens
unseres Herrn Jesus Christus.

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort


VIERUNDZWANZIGSTE ROSE

Die Betrachtung der Geheimnisse
des Rosenkranzes ist ein großes Mittel,
zur Vollkommenheit zu gelangen

Die Heiligen nahmen das Leben Jesu Christi zum hauptsächlichsten Gegenstand ihres Studiums. Sie betrachteten seine Tugenden und Leiden und gelangten dadurch zur christlichen Vollkommenheit.

Der heilige Bernhard hat mit dieser Übung begonnen und sie immer fortgesetzt. "Vom Beginne meiner Bekehrung an, sagte er, wand ich mir ein Myrrhensträußchen aus den Schmerzen meines Erlösers. Ich legte dieses Sträußchen auf mein Herz, indem ich an die Geißeln, an die Dornen und an die Nägel seines Leidens dachte. Ich richtete die ganze Aufmerksamkeit meines Geistes darauf, täglich über diese Geheimnisse zu betrachten."

Das war die Übung der heiligen Märtyrer. Wir staunen, wie sie über die grausamsten Qualen triumphiert haben. Woher konnte diese wunderbare Standhaftigkeit der Märtyrer kommen, fragt der heilige Bernhard, wenn nicht von den Wunden Jesu Christi, über welche sie ihre häufigste Betrachtung anstellten? Wo war die Seele jener heldenmütigen Streiter, während ihr Blut floß und ihr Körper von den Schmerzen zermalmt war? Ihre Seele verweilte in den Wunden Jesu Christi, und diese Wunden machten sie unüberwindlich.

Die heiligste Mutter des Erlösers hat sich in ihrem ganzen Leben mit nichts anderem beschäftigt, als mit der Betrachtung der Tugenden und Leiden ihres Sohnes. Als sie bei seiner Geburt die Engel ihren Jubelgesang singen hörte, als sie die Hirten ihn in der Krippe anbeten sah, wurde ihr Geist von Bewunderung erfüllt, und sie betrachtete all diese wunderbaren Begebenheiten. Sie verglich die Herrlichkeiten des menschgewordenen Wortes mit seiner tiefen Erniedrigung; das Stroh und die Krippe mit dem Thron und dem Schoße seines Vaters; die Macht eines Gottes mit der Schwachheit eines Kindes; seine Weisheit mit seiner Einfalt.

Die Allerseligste Jungfrau sagte eines Tages zur heiligen Brigitta: "Wenn ich die Schönheit, Bescheidenheit und Weisheit meines Sohnes betrachtete, war meine Seele wonnetrunken, und wenn ich seine Hände und Füße anschaute, die einst von Nägeln durchbohrt werden sollten, vergoß ich einen Strom von Tränen, mein Herz brach vor Traurigkeit und Schmerz."

Nach der Himmelfahrt Jesu brachte Maria, die Gottesmutter, den Rest ihres Lebens damit zu, die Orte zu besuchen, welche der göttliche Erlöser durch seine Gegenwart und durch seine Leiden geheiligt hatte. Dort betrachtete sie das Übermaß seiner Liebe und die Größe seines Leidens.

Das war auch die fortwährende Übung der heiligen Maria Magdalena während der dreißig Jahre, die sie in der heiligen Grotte von Sainte Baume bei Marseille lebte.

Endlich sagt der heilige Hieronymus, das sei die Andacht der ersten Gläubigen gewesen. Von allen Ländern der Erde zogen sie in das Heilige Land, um durch den Anblick der Orte und Gegenstände, die der göttliche Heiland durch seine Geburt, seine Arbeiten, seine Leiden und seinen Tod geheiligt hatte, die Liebe und das Andenken an den Erlöser der Menschen tiefer in ihre Herzen einzuprägen.

Alle Christen haben nur einen Glauben, beten nur einen Gott an, erhoffen alle dieselbe Seligkeit im Himmel; sie kennen nur einen Mittler, nämlich Jesus Christus; alle müssen dieses göttliche Vorbild nachahmen und zu diesem Zwecke die Geheimnisse seines Lebens, seiner Tugenden und seiner Herrlichkeit betrachten.

Es ist ein Irrtum, sich einzubilden, die Betrachtung der Glaubenswahrheiten und der Geheimnisse des Lebens Jesu Christi sei nur Sache der Priester, der Ordensleute und jener, die sich vom Getriebe der Welt zurückgezogen haben. Wenn die Ordensleute und Geistlichen verpflichtet sind, die großen Geheimnisse unserer hl. Religion zu betrachten, um ihrem Berufe würdig zu entsprechen, sind die Weltleute mindestens ebensosehr dazu verpflichtet wegen der Gefahren, in denen sie sich täglich befinden, verlorenzugehen. Sie müssen sich also mit der häufigen Erinnerung an das Leben, die Tugenden und Leiden des Erlösers wappnen, die uns in den 15 Geheimnissen des Rosenkranzes vor Augen treten.
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25. Rose: Reichtümer der Heiligung
« Antwort #28 am: 21. November 2016, 19:19:48 »
Dritter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in der Betrachtung des Lebens und Leidens
unseres Herrn Jesus Christus.

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort


FÜNFUNDZWANZIGSTE ROSE

Reichtümer der Heiligung,
die im Gebete und in der Betrachtung
des Rosenkranzes eingeschlossen sind

Niemals wird jemand die wunderbaren Reichtümer der Heiligung begreifen, die in den Gebeten und Geheimnissen des heiligen Rosenkranzes enthalten sind. Diese Betrachtung der Geheimnisse des Lebens und des Todes unseres Herrn Jesu Christi ist für alle, die sich dieselben zunutze machen, die Quelle der wunderbarsten Wirkungen.

Heute will man Dinge, die auffallen, die Gemüter bewegen, die in der Seele tiefe Eindrücke hervorrufen. Was gibt es auf Erden Rührenderes als die wunderbare Geschichte unseres Erlösers, die sich in fünfzehn Bildern vor unseren Augen entrollt und uns die großartigen Szenen des Lebens, des Todes und der Glorie des Welterlösers vorführt?

Welche Gebete sind vorzüglicher und erhabener als das Gebet des Herrn und der Gruß des Engels? Darin sind alle unsere Wünsche, unsere Bedürfnisse eingeschlossen.
Die Betrachtung der Geheimnisse und der Gebete des Rosenkranzes ist die leichteste von allen, weil die Mannigfaltigkeit der Tugenden und Zustände Jesu Christi, die man betrachtet, den Geist wunderbar erfrischt und stärkt und die Zerstreuungen verhindert.

Die Gelehrten finden in diesen Formeln die tiefgründigste Lehre und die Kleinen die einfachsten Unterweisungen. Man muß durch diese leichte Betrachtungsweise hindurchgehen, bevor man sich bis zum höchsten Grad der Beschauung erhebt. Das ist der Gedanke des heiligen Thomas von Aquin und der Rat, den er uns gibt, wenn er sagt, wir müssen zuerst wie auf einem Kampffeld uns durch die Erwerbung aller Tugenden üben, deren vollkommenes Vorbild wir in den Geheimnissen des Rosenkranzes besitzen; denn dort, sagt der gelehrte Cajetan, erwerben wir uns die innige Vereinigung mit Gott, ohne welche die Beschauung nur eine Täuschung ist, durch welche die Seelen leicht irregeführt werden.

Wenn die falschen Mystiker unserer Tage oder Quietisten diesen Rat befolgt hätten, so wären sie nicht so schrecklich tief gefallen, noch hätten sie solches Ärgernis in der Frömmigkeit verursacht. Es ist eine besondere Täuschung des Teufels, zu glauben, man könne erhabenere Gebete verrichten als das Vaterunser und Ave Maria.

Widmet man sich diesen göttlichen Gebeten, so ist es, ich gestehe es, nicht immer notwendig, sie mündlich zu verrichten, das innerliche Gebet ist in gewissem Sinne vollkommener denn das mündliche, aber ich behaupte auch, daß es sehr gefährlich ist, um nicht zu sagen verderblich, auf eigenen Antrieb das mündliche Gebet des Rosenkranzes unter dem Vorwand vollkommener Vereinigung mit Gott zu unterlassen.

Die von feinem Stolze und vom Teufel getäuschte Seele, die innerlich alles tut, was sie kann, um sich zu dem erhabenen Grad der Beschauung der Heiligen zu erheben, verachtet und verläßt dafür ihre alten Gebetsweisen, die nur für gewöhnliche Seelen gut seien. Sie verschließt ihr Ohr eigenmächtig den Gebeten und dem Gruße eines Engels, ja selbst dem Gebete, das ein Gott verfaßt, geübt und empfohlen hat: Sic ergo vos orabitis: Pater noster... so sollt ihr beten: Vater unser... (Mt 6,9) und dadurch fällt sie von einer Täuschung in die andere und von Abgrund zu Abgrund.

Glaube mir, mein lieber Mitbruder, wenn du zu einer hohen Stufe des betrachtenden Gebetes gelangen willst, ohne dich selbst zu täuschen oder in die Täuschungen des Teufels zu fallen, die für die mystischen Seelen so häufig sind, so bete jeden Tag, wenn du kannst, den ganzen Psalter, oder wenigstens den Rosenkranz. Wer immer, ob Gerechter oder Sünder, mit frommer Ehrfurcht zu Maria seine Zuflucht nimmt, wird vom höllischen Feind weder betrogen noch verschlungen werden (spätere Beifügung des hl. Grignion)

Der hl. Katharina von Siena wurde folgendes geoffenbart: "Quicumque justus vel peccator recurrit ad eam cum devota reverentia, nullo modo decipitur vel devorabitur ab infemali daemone. "Wer immer, ob Gerechter oder Sünder, mit frommer Ehrfurcht zu ihr seine Zuflucht nimmt, wird vom höllischen Feinde weder betrogen noch verschlungen werden." (Katharina von Siena, Offenbarungen).

Bist du aber bereits durch die Gnade Gottes dahin gelangt, so bleibe der Übung des heiligen Rosenkranzes treu, wenn du dich auf dieser Stufe erhalten und durch die Demut darin höher steigen willst; denn niemals wird eine Seele, die ihren Rosenkranz täglich betet, in eine formelle Irrlehre fallen, noch vom Teufel getäuscht werden; das ist eine Behauptung, die ich mit meinem Blute unterschreiben würde.

Wenn aber Gott in seiner großen Barmherzigkeit mitten im Rosenkranz dich ebenso mächtig an sich zieht wie viele Heilige, so lasse dich von ihm ziehen, lasse Gott in dir wirken und beten und auf seine Weise den Rosenkranz verrichten und lasse es für diesen Tag bei diesem Rosenkranz bewenden.

Wenn du aber nur in der tätigen Beschauung oder im gewöhnlichen Gebete der Ruhe, der Gegenwart Gottes und der Liebe bist, so hast du noch weniger Grund, den Rosenkranz aufzugeben, und weit entfernt, durch dieses Gebet in der Betrachtung und in der Tugend zurückzuschreiten, wird es dir im Gegenteil eine wunderbare Hilfe und die wahre Jakobsleiter mit fünfzehn Sprossen sein, auf denen du von Tugend zu Tugend, von Licht zu Licht emporsteigen und ohne Täuschung leicht zum Vollalter Jesu Christi gelangen wirst.
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26. Rose: Der Rosenkranz, ein erhabenes Gebet
« Antwort #29 am: 22. November 2016, 14:44:55 »
Dritter Zehner

Vortrefflichkeit des heiligen Rosenkranzes
in der Betrachtung des Lebens und Leidens
unseres Herrn Jesus Christus.

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort


SECHSUNDZWANZIGSTE ROSE

Der Rosenkranz, ein erhabenes Gebet

Hüte dich wohl, den Eigensinn jener frommen Seele von Rom nachzuahmen, deren Geschichte so oft erzählt wird. Es war eine so fromme und eifrige Person, daß sie durch ihr heiliges Leben die strengsten Ordensleute der Kirche Gottes beschämte. Als sie den heiligen Dominikus um Rat fragen wollte und bei ihm gebeichtet hatte, legte er ihr als Buße einen einzigen Psalter auf und gab ihr den Rat, ihn täglich zu beten.

Sie entschuldigte sich und sagte, sie habe ihre wohlgeordneten Übungen, gewinne täglich die Stationsablässe von Rom, trage das härene Bußkleid, das Cilizium, geißle sich mehrmals in der Woche, faste soviel und verrichte noch andere Bußwerke. Der heilige Dominikus drängte und drängte sie, seinen Rat zu befolgen, sie aber wollte nichts davon wissen. So verließ sie den Beichtstuhl und nahm beinahe Ärgernis am Vorgehen des neuen Seelenführers, der ihr eine Andacht beibringen wollte, an der sie keinen Geschmack finden konnte. Plötzlich ward sie im Gebete entrückt und sah ihre Seele vor dem höchsten Richter erscheinen.

Der heilige Erzengel Michael legte in die eine Waagschale alle ihre Bußwerke und anderen Gebete und in die andere Schale alle ihre Sünden und Unvollkommenheiten. Er hob die Schale in die Höhe: die Waagschale mit den guten Werken schnellte empor und konnte die Schale mit den Sünden und Unvollkommenheiten nicht aufwiegen.

Ganz erschreckt rief sie um Erbarmen und wandte sich an die Himmelskönigin, ihre Fürsprecherin, welche in die Schale mit den guten Werken den einzigen Psalter fallen ließ, den sie als Buße gebetet hatte, und dieser war so schwer, daß er sowohl all ihren Sünden, wie auch allen ihren guten Werken das Gleichgewicht hielt. Gleichzeitig wurde sie von Maria getadelt, daß sie sich geweigert habe, dem Rate ihres Dieners Dominikus zu folgen und den Psalter täglich zu beten. Wieder zu sich gekommen, ging sie und warf sich dem Heiligen zu Füßen, erzählte ihm, was ihr begegnet, bat ihn um Verzeihung wegen ihrer Ungläubigkeit, versprach, den Psalter jeden Tag zu beten und gelangte dadurch zur christlichen Vollkommenheit und zur ewigen Glorie.

Lernet daraus, mystische Seelen, die Kraft, den Preis und die Wichtigkeit dieser Andacht des Rosenkranzes mit Betrachtung der heiligen Geheimnisse erkennen.

Wer ist im Gebete höher emporgestiegen als die heilige Maria Magdalena, welche siebenmal des Tages von den Engeln in den Himmel entrückt wurde und die in der Schule Jesu Christi und seiner heiligsten Mutter selbst gewesen war? Und doch, als sie eines Tages Gott um ein besonderes Mittel bat, um in seiner Liebe zu wachsen und zur höchsten Vollkommenheit zu gelangen, kam der hl. Erzengel Michael von Gott gesandt zu ihr, um ihr zu sagen, er wisse kein anderes Mittel, als vor einem Kreuze, das er ihr vor die Höhle pflanzte, die schmerzhaften Geheimnisse zu betrachten, deren Verwirklichung sie einst mit eigenen Augen geschaut hatte.

Möge dich das Beispiel des heiligen Franz von Sales, dieses großen Seelenführers seines Jahrhunderts, der bei all seiner großen Heiligkeit sich durch ein Gelübde verpflichtete, den Rosenkranz alle Tage seines Lebens zu beten, zum Beitritt in die Rosenkranzbruderschaft bewegen!

Der heilige Karl Borromäus betete ihn auch täglich und empfahl seinen Priestern und Klerikern in den Seminarien, sowie dem ganzen Volke die Andacht sehr.
Der heilige Pius V., einer der größten Päpste, die die Kirche regiert haben, betete den Rosenkranz jeden Tag.

Der heilige Thomas von Villanova, Erzbischof von Valencia, der heilige Ignatius von Loyola, der heilige Franz Xaver, der heilige Franz Borgias, die heilige Theresia, der heilige Philipp Neri und mehrere andere große Männer, die ich übergehe, haben sich durch diese Andacht ausgezeichnet. Folget ihrem Beispiel, eure Seelenführer werden sich darüber freuen, und wenn sie sehen, welche Früchte ihr daraus ziehet, so werden sie die ersten sein, die euch dazu ermuntern.
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Gerhard Wisnewski spricht Klartext

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