Autor Thema: Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben  (Gelesen 11311 mal)

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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« am: 08. Dezember 2016, 22:17:43 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori

O Augenblick, von dem eine Ewigkeit abhängt!


Der unbefleckten und immerwährenden Jungfrau Maria:
Der Gnadenvollen, der gesegneten unter allen Kindern Adams:
Der Ehre des menschlichen Geschlechtes, der Wonne der heiligsten Dreieinigkeit:
Dem Hause der Liebe, dem Muster der Demut, dem Spiegel der Tugenden:
Der Mutter der schönen Liebe, der Mutter der heiligen Hoffnung, der Mutter der Barmherzigkeit:
Der Fürsprecherin der Armseligen, der Beschützerin der Schwachen, dem Lichte der Blinden, und der Helferin der Kranken:
Dem Anker des Vertrauens, der Zufluchtsstätte, der Himmelspforte:
Der Arche des Lebens, dem Regenbogen des Friedens, dem Hafen des Heils:
Dem Meeressterne, dem Meere der Süßigkeit:
Der Friedensstifterin mit Sündern, der Stärke der Sterbenden und der Freude der Welt:

widmet in Demut dieses Werk ein ihriger - obschon geringer und unwürdiger, dennoch mit Liebe ihr ergebener Diener.


Inhalt
http://www.mutterdererloesung.de/Heilige/Alphons%20Maria%20von%20Liguori/Vorbereitung%20zum%20Tode/Einfuehrung/Inhalt.htm


Vorrede
http://www.mutterdererloesung.de/Heilige/Alphons%20Maria%20von%20Liguori/Vorbereitung%20zum%20Tode/Einfuehrung/Vorrede.htm


Zweck dieses Werkes  (Notwendig zu lesen)
http://www.mutterdererloesung.de/Heilige/Alphons%20Maria%20von%20Liguori/Vorbereitung%20zum%20Tode/Einfuehrung/Zweck%20dieses%20Werkes.htm

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1. Betrachtung: Punkt 1
« Antwort #1 am: 09. Dezember 2016, 17:02:22 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


1. Betrachtung
Schilderung eines vor kurzem ins andere Leben übergegangenen Menschen.
„Du bist Staub und sollst zum Staube wiederkehren." (Gen 3,19)


1. Punkt
Gedenke, daß du Erde bist und zur Erde wiederkehren wirst. Es wird ein Tag kommen, an dem du sterben und in einer Grube dich befinden, wo du vermodern und mit Würmern bedeckt werden wirst. „Motten werden deine Decke sein." (Jes 14, 11) Alle wird ein und dasselbe Schicksal treffen; Vornehme und Gemeine, Fürsten und Untertanen. Sobald bei jener letzten Öffnung des Mundes die Seele vom Leibe geschieden sein wird, wird die Seele in ihre Ewigkeit, und der Leib in Staub übergehen. „Du wirst ihnen den Atem nehmen und sie werden vergehen und wieder in ihren Staub zurückkehren." (Ps 103, 30)

Stelle dir vor, du sehest eine Person, die vor einer kurzen Zeit den Geist aufgegeben hat. Betrachte an diesem Leichname, der sich noch im Bette befindet, das auf die Brust gesenkte Haupt, die Haare verwirrt und vom Todesschweiße noch triefend, die Augen eingefallen, die Wangen abgezehrt, das Gesicht aschfarbig, die Lippen und Zunge eisengrau, der Leib kalt und schwer. Wer ihn ansieht, erblaßt und zittert. Viele haben beim Anblick eines verstorbenen Verwandten oder Freundes ihr Leben geändert und die Welt verlassen.

Größeren Schauder noch erregt der Leichnam, wenn er zu verwesen beginnt. Es sind kaum vierundzwanzig Stunden vergangen, seitdem dieser Jüngling verschieden ist, so läßt sich schon der Gestank riechen. Man muß die Fenster öffnen und viel Rauchwerk verbrennen, man muß schnell in die Kirche schicken, um ihn unter die Erde zu bringen, damit nicht das ganze Haus erkranke. Und daß dies der Leib eines Vornehmen war, dient vielleicht zu nichts anderem, als dazu, daß er einen desto unerträglicheren Geruch von sich gibt. Ärger riechen die Leichname der Reichen, sagt irgend ein Schriftsteller.

Siehe, wo ist dieser Stolze, dieser Wüstling hingekommen! Früher in Gesellschaftszirkeln willkommen und erwünscht, ist er jetzt jedem, der ihn sieht, zum Schrecken und Abscheu geworden. Daher beeilen sich die Verwandten, ihn aus dem Hause zu schaffen, und bezahlen die Träger, damit sie ihn in einen Sarg verschlossen hinwegtragen und in eine Grube werfen. Früher rühmte man überall seinen Witz, seine Artigkeit, sein einnehmendes Wesen und seine guten Einfälle; über ein kurzes aber, nachdem er gestorben ist, verliert sich die Erinnerung an ihn. „Ihr Andenken ist mit einem Geräusche untergegangen." (Ps 9,7)

Bei der Nachricht von seinem Tode sagt der eine: Dieser hat sich Ehre gemacht; der andere: Er hinterließ sein Haus wohlbestellt; diese trauern darüber, weil ihnen der Verblichene irgend einen Vorteil gewährte, jene freuen sich, indem ihnen sein Tod Nutzen schafft. Übrigens wird bald niemand mehr von ihm reden. Und gleich anfangs wollen die nächsten Anverwandten nicht mehr von ihm sprechen hören, damit ihr Schmerz nicht erneuert werde. In den Beileidsbesuchen bespricht man sich über andere Sachen, und läßt jemand die Rede auf den Verstorbenen fallen, so sagt der Verwandte zu ihm, ich bitte um Himmels willen, nenne mir ihn nicht mehr! Bedenke, daß, so wie du beim Tode deiner Freunde und Verwandten dich benehmen wirst, auch andere gegen dich sich betragen werden. Es treten die Lebenden bei diesem Auftritte ein, nur um zu erscheinen und von den Gütern und der Wohnung des Verstorbenen Besitz zu nehmen, und auf den Toten achtet und lenkt man die Rede wenig oder gar nicht mehr. Anfangs werden die Verwandten einige Tage lang betrübt sein, bald aber werden sie sich mit den ihnen zugefallenen Sachen trösten, so daß sie sich in Kürze über den Tod eher erfreuen werden, und im nämlichen Zimmer, wo du wirst verschieden und von Jesu Christo gerichtet worden sein, wird man tanzen, essen, spielen und lachen wie zuvor. Und deine Seele - wo wird sie dann sein?
 
Anmutungen und Bitten
O Jesu, mein Erlöser! ich danke dir, daß du zur Zeit, als ich in deiner Ungnade lebte, mich nicht sterben ließest. Wie viele Jahre lang verdiente ich in der Hölle zu sein! Wäre ich an jenem Tage in jener Nacht gestorben, wie stände es um mich in alle Ewigkeit? Herr, ich danke dir dafür. Ich nehme meinen Tod an zur Genugtuung für alle meine Sünden, und nehme ihn an, so wie es dir gefallen wird, ihn über mich zu verhängen; da du aber bisher meiner harrtest, so warte noch ein wenig auf mich. Laß mich also meinen Schmerz nur ein wenig beweinen. Gib mir Zeit, über die Beleidigungen, die ich dir zufügte, zu weinen, ehe du mich richten wirst. Ich will deiner Stimme nicht mehr widerstehen. Wer weiß, ob diese Worte, die ich las, nicht der letzte Zuruf für mich seien! Ich bekenne, daß ich nicht Barmherzigkeit verdiene, du hast mir so oft verziehen, und ich Undankbarer beleidigte dich neuerdings. „Ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten. " (Ps 50) Da du, o Herr, ein Herz, das sich gedemütiget und voll der Reue ist, nicht verschmähen kannst, so schaue doch auf den Sünder, der reumütig sich zu dir wendet. „Verstoß mich nicht von deinem Angesichte " und treibe mich nicht hinweg. Du hast ja gesagt: „ Wer zu mir kommt, den werde ich nicht verstoßen. " (Joh 6,37) Es ist wahr, ich beschimpfte dich mehr, als andere, weil ich von dir mit mehr Licht und Gnaden beschenkt wurde, als andere; allein das Blut, welches du für mich vergossen hast, gibt mir Mut, und bietet mir Verzeihung an, wenn ich Reue habe. Ja, mein höchstes Gut, es reuet mich aus ganzer Seele, dich verachtet zu haben. Verzeihe mir und gib mir die Gnade, in Zukunft dich zu lieben. Ich habe dich oft genug beleidiget. Mein übriges Leben, mein Jesu! will ich nicht mehr zubringen, um dich zu beleidigen, sondern bloß um die dir zugefügten Beleidigungen zu beweinen, und dich unendlicher Liebe würdigen Gott aus ganzem Herzen zu lieben. - O Maria, meine Hoffnung, bitte Jesum für mich.
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Punkt 2
« Antwort #2 am: 10. Dezember 2016, 20:07:39 »
Vorbereitung zumTode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


1. Betrachtung
Schilderung eines vor kurzem ins andere Leben übergegangenen Menschen.
„Du bist Staub und sollst zum Staube wiederkehren." (Gen 3,19)
 
2. Punkt

Um aber besser zu sehen, was du seiest, mein Christ, so gehe, sagt der heilige J. Chrysostomus, zum Grabe hin, betrachte den Staub, die Asche, die Würmer und seufze. Sieh wie jener Leichnam zuerst gelb und dann schwarz wird. Sodann zeigt sich auf dem ganzen Leibe weißer und ekelhafter Schimmel, hierauf rinnt schleimiges und stinkendes Eiter hervor, das auf die Erde herabträufelt. Bei dieser Verwesung erzeugt sich dann eine Menge Würmer, die vom nämlichen Fleische sich nähren. Zu diesen gesellen sich Ratten, um an jenem Leichname sich zu weiden, indem die einen von außen umherlaufen, und die anderen in den Mund und in die Eingeweide hineinkriechen. Da zerfallen stückweise die Wangen, Lippen und Haare, zuerst entfleischen sich die Rippen, dann die Arme und Schenkel. Nachdem die Würmer alles Fleisch verzehrt haben, zehren sie endlich einander selbst auf, und zuletzt bleibt von jenem Körper nichts übrig, als ein stinkendes Gerippe, welches mit der Zeit sich auflöst, indem die Knochen sich trennen, und der Kopf vom Rumpfe fällt. „Sie wurden zermalmet und einem Staube auf der Tenne im Sommer gleich, den der Wind hinwegführt." (Dan 2,85) - Siehe da, was der Mensch ist! Eine Handvoll Staub ist er, den der Wind wie aus einer Tenne wegwehet.

Schauet jenen Adeligen an, welcher die Lust, die Seele der Gesellschaft genannt war; wo ist er? Gehet in sein Zimmer, er ist nicht mehr darin. Wenn ihr sein Bett suchet, ist es andern gegeben worden, seine Kleider und Waffen haben schon andere fortgenommen und verteilt. Wollt ihr ihn sehen, so gehet zu jener Grube hin, wo er in Unflat und entfleischtes Gebein verwandelt ist. O Gott! dieser mit so vielen Wollüsten genährte, mit so großer Pracht bekleidete, von so vielem Gesinde bediente Leib ist jetzt in solchem Zustande. Ihr, o Heilige, wäret wohl klug, da ihr aus Liebe zu jenem Gott, den ihr allein auf dieser Welt liebtet, eure Leiber abzutöten wußtet, und jetzt sind eure Gebeine als heilige Reliquien in Gold gefaßt und hochgeschätzt, und eure schönen Seelen genießen Gott, dem jüngsten Tage entgegenharrend, an dem auch eure Leiber hervorkommen werden, um Mitgenossen der Herrlichkeit zu werden, so wie sie in diesem Leben Mitgenossen des Kreuzes waren. Dies ist die echte Liebe zum Leibe, ihn hienieden mit Mißhandlungen zu beladen, damit er in der Ewigkeit glücklich werde, und ihm jene Vergnügungen zu versagen, die ihn ewig unglücklich machen würden.
 
Anmutung und Bitten
Dies ist's also, mein Gott, was aus meinem Leibe werden wird, durch den ich dich so oft beleidigt habe! Ach! Würmer und Fäulnis! Doch ich betrübe mich nicht, o Herr! es ist mir vielmehr lieb, daß dies mein Fleisch so verwesen und verzehrt werden wird, durch das ich dich, mein höchstes Gut, verloren habe. Was mich betrübt, ist, daß ich - anstatt mir diese elenden Vergnügen zu versagen, dir so viel Mißvergnügen verursachte. Aber ich will kein Mißtrauen auf deine Barmherzigkeit setzen. Du harrtest auf mich, um mir zu verzeihen! „ Es wartet der Herr, daß er sich euer erbarme" (Jes 30, 18), und du willst mir vergeben, wenn ich reumütig bin. Ja, aus ganzem Herzen bereue ich es, daß ich dich, o unendliche Güte! verachtet habe. Mit der heiligen Katharina von Genua will ich zu dir sagen: „Mein Jesu, keine Sünden mehr, keine Sünden mehr!" Nein, nimmermehr will ich deine Geduld mißbrauchen, und nicht so lange zögern, dich, meine gekreuzigte Liebe zu umarmen, bis du mir in meinem Tode vom Beichtvater wirst gegeben werden; von jetzt an umarme ich dich, von nun an empfehle ich dir meine Seele. „In deine Hände, o Herr! empfehle ich meinen Geist". Meine Seele war so viele Jahre auf der Welt, und liebte dich nicht; gib mir Licht und Stärke, auf daß ich in dem mir noch übrigen Leben dich liebe. Ich will es nicht auf die Todesstunde verschieben, dich zu lieben; von diesem Augenblicke an umarme und schließe ich mich an dich, und verspreche, dich nicht mehr zu verlassen. — O heiligste Jungfrau, verbinde mich mit Jesu Christo, und erlange mir, daß ich ihn nicht mehr verliere.
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Vorbereitung zumTode: Punkt 3
« Antwort #3 am: 13. Dezember 2016, 20:32:31 »
Vorbereitung zumTode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


1. Betrachtung
Schilderung eines vor kurzem ins andere Leben übergegangenen Menschen.
 
3. Punkt
Mein Bruder, in dieser Abbildung des Todes siehst du dich selbst, und das, was mit dir zu geschehen hat. „Gedenke, daß du Staub bist, und zum Staube wiederkehren sollst". Bedenke, in wenigen Jahren, und vielleicht in wenigen Monaten oder Tagen wirst du Fäulnis und Moder werden. Job wurde durch diesen Gedanken heilig: „Ich habe zur Verwesung gesagt: du bist mein Vater und zu den Würmern, ihr seid meine Mütter und Schwestern". (17, 14)

Alles muß enden; und geht im Tode deine Seele verloren, so wird für dich alles verloren sein. Stelle dir vor, sagt der heilige Laurentius Justinianus, als wärest du schon tot, da du weißt: du wirst sterben müssen. (De ligno vitae. C. 4) Wenn du schon gestorben wärest, was würdest du wünschen, nicht getan zu haben? Jetzt, da du am Leben bist, bedenke, daß du einst tot sein wirst. Der heilige Bonaventura sagt: „Um dem Schiffe die rechte Richtung zu geben, setzt sich der Steuermann an das Ende des Schiffes; ebenso soll der Mensch, um ein gutes Leben zu führen, sich immer vorstellen, als wäre er tot". Von da aus, sagt der heilige Bernardus, schaue zuerst und erröte; überschaue die Sünden der Jugend, und schäme dich darob.

Schaue die Sünden des mittleren Alters, und seufze darüber; schaue die Sünden des männlichen Alters, und weine. Schaue die des hohen Alters, und zittere; überschaue die gegenwärtigen letzten Verirrungen deines Lebens, zittere und eile um Hilfe dagegen.

Der heilige Camillus de Lellis sagte, wenn er in die Gräber der Verstorbenen hinabschaute, bei sich selbst: Wenn diese wieder aufleben würden, was täten sie wohl für das ewige Leben? Und ich, der ich noch Zeit habe, was tue ich für die Seele? Dies sagte der Heilige aus Demut. Du aber, mein Bruder, kannst vielleicht mit Recht zittern, jener unfruchtbare Feigenbaum zu sein, von dem der Herr sprach: „Siehe, es sind nun drei Jahre, daß ich komme, Früchte auf diesem Feigenbaume zu suchen, und keine finde". (Lk 13,7) Du bist länger als drei Jahre auf der Welt - welche Frucht hast du getragen? Siehe, sagt der heilige Bernardus, der Herr sucht nicht nur Blüten, auch Früchte will er, das heißt, nicht bloß gute Wünsche und Vorsätze, sondern auch heilige Werke verlangt er. Verstehe es also wohl, diese Zeit zu benützen, die Gott durch seine Barmherzigkeit dir schenken wird, warte nicht so lange, bis du die Zeit wünschen wirst, Gutes zu tun, wo nicht mehr Zeit sein, und man zu dir sagen wird: Es ist keine Zeit mehr, reise ab. Hurtig! nun ist es Zeit, von dieser Welt abzureisen; eile! was geschehen ist, ist geschehen.
 
Anmutungen und Bitten
Siehe, mein Gott, ich bin dieser Baum, der seit so vielen Jahren die Worte zu vernehmen verdiente: „Haue ihn ab, warum nimmt er wohl den Platz ein?" Jawohl, denn so lange ich auf der Welt bin, brachte ich dir keine andern Früchte, als Distel und Dornen - Sünden. Doch du, o Herr! willst nicht, daß ich verzweifle. Du sagtest, wer dich suchet, findet dich. „Suchet, und ihr werdet finden. " Ich suche dich, mein Gott, und verlange deine Gnade. Alle Beleidigungen, die ich dir zufügte, mißfallen mir von ganzem Herzen, und sterben möchte ich aus Schmerzen darüber. Vorher floh ich dich, jetzt aber achte ich deine Freundschaft höher, als den Besitz aller Königreiche der Welt. Deiner Stimme will ich nicht ferner widerstehen. Willst du mich ganz für dich ? Ich ergebe mich dir ganz und gar, ohne Vorbehalt. Du gabst dich mir am Kreuze ganz hin. Ich ergebe mich gänzlich.

Du hast ja gesagt: „ Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet, so werde ich es tun. " (Joh 14,14) Mein Jesu, im Vertrauen auf dieses große Versprechen bitte ich dich in deinem Namen und um deiner Verdienste willen um deine Gnade und deine Liebe. Gib Überfluß an Gnade und an deiner heiligen Liebe meiner Seele, wo die Sünde in Überfluß war. Ich danke dir, daß du mir den Verstand gabst, diese Bitte an dich zu stellen; daß du mir solche einflößest, ist ein Zeichen, du wollest mich erhören. Erhöre mich, mein Jesu! gib mir eine große Liebe zu dir, ein heftiges Verlangen, dir zu gefallen, und gib mir sonach die Kraft, es wirklich zu tun.

— O Maria, meine mächtige Fürsprecherin, erhöre auch du mich; bitte Jesum für mich!
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2. Betrachtung: Punkt 1
« Antwort #4 am: 14. Dezember 2016, 20:32:02 »
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2. Betrachtung
Mit dem Tode endet alles
„Das Ende kommt, es kommt das Ende." (Ez 7,6)
 
1. Punkt
Weltgesinnte schätzen nur jene glücklich, welche die Güter, Freuden und Reichtümer dieser Welt besitzen; allein der Tod macht allen diesen Glückseligkeiten der Welt ein Ende. „Was ist dann euer Leben? Ein Dunst ist es, der sich eine geringe Zeit sehen läßt." (Jak 4,15) Dünste, die von der Erde aufsteigen, manchmal in die Luft sich erheben, und vom Sonnenlichte bestrahlt, einen schönen Anblick gewähren; aber wie lange dauert dieser Anblick? Bei einem kleinen Winde verschwindet alles. Sieh diesen Großen an; heute macht man ihm den Hof, man fürchtet ihn und betet ihn fast an, morgen wird er tot sein, verachtet, verflucht und mit Füßen getreten. Mit dem Tode muß man alles verlassen. Der Bruder des großen Dieners Gottes Thomas von Kempis war stolz darauf, sich ein schönes Haus gebaut zu haben; ein Freund aber sagte ihm, es sei ein großer Fehler daran. „Was für einer?" fragte er. „Der Fehler", antwortete dieser, „besteht darin, daß du ein Tor darein gemacht hast." „Wie so", fragte er wieder, „ist das Tor ein Fehler?" „Jawohl", erwiderte der Freund, „denn eines Tages wirst du durch dieses Tor tot herausgetragen werden und das ganze Haus und alles verlassen müssen." Kurz, der Tod beraubt den Menschen aller Güter dieser Welt.

Welch ein Schauspiel ist es, wenn man diesen Fürsten aus seinem Palaste schleppen sieht, in den er nun nicht mehr hineinkommt, und wie andere von seinen Gerätschaften, Geldern und allen seinen übrigen Gütern Besitz nehmen. Die Diener lassen ihm bei dem Begräbnis kaum ein Kleid an, welches hinlänglich seinen Leib bedeckt, niemand mehr ist da, der ihn schätzte, ihm schmeichelte, und nimmer achtet man auf die Befehle, die er hinterlassen hat. Saladin, der in Asien viele Reiche eroberte, sagte bei seinem Tode, es sollte, wenn sein Leichnam zum Begräbnis getragen werde, einer mit seinem an einem Spieß gehängten Hemde vor ihm einhergehen und schreien: Dies ist alles, was Saladin zum Begräbnis mitnimmt.
- Nachdem nun der Leichnam jenes Fürsten in die Gruft gelegt ist, fällt das Fleisch ab, und siehe, sein Gerippe kann man nimmer von den anderen unterscheiden.

„Betrachte die Gräber", sagt Basilius, „schau, ob du unterscheiden könnest, wer Diener oder wer Herr gewesen sei." Diogenes stellte sich einst vor Alexander dem Großen, als suchte er etwas sehr sorgfältig unter den Totenköpfen. „Was suchest du?" fragte Alexander neugierig. „Den Kopf des Königs Philippus, deines Vaters, suche ich auf," antwortete er, „und kann ihn nicht unterscheiden. Wenn du ihn auffinden kannst, so laß mich ihn sehen. Wenn du kannst, zeige mir ihn." „Ungleich kommen die Menschen auf diese Welt, doch nach dem Tode sind sie alle gleich.

Einander ungleich werden wir geboren, einander gleich sterben wir!" sagte Seneca. Und Horatius spricht, der Tod hebe die Ungleichheit zwischen den Zeptern und Hacken auf: Er macht, daß Zepter und Hauen gleich werden. Kurz, wenn der Tod kommt, nahet das Ende heran, alles hört auf, alles verläßt man, und nichts von allen Sachen der Welt nimmt man mit ins Grab.
 
Anmutungen und Bitten
Mein Herr! weil du mir das Licht gibst zu erkennen, daß alles, was die Welt schätzt, alles Rauch und Torheit sei, so gib mir Kraft, mich dessen zu entschlagen, ehe mich der Tod davon trennt. Wie unglücklich war ich! Wie oft beleidigte und verlor ich dich, unendliches Gut, wegen der elenden Freuden und Güter dieser Welt! O mein Jesu, o himmlischer Arzt! wende deine Augen auf meine arme Seele, schau auf die vielen Wunden, welche ich durch meine Sünden mir selbst geschlagen habe, und habe Mitleid mit mir. „ Wenn du willst, kannst du mich rein machen. " Ich weiß, daß du mich heilen kannst und willst; damit ich aber genese, willst du, daß ich alle dir zugefügten Beleidigungen bereue. Mache mich also gesund, da du mir jetzt helfen kannst. „Heile meine Seele, weil ich wider dich gesündigt habe. " (Ps 40,5) Ich habe mich nicht mehr an dich erinnert, du aber hast mich nicht vergessen, und nun lasse mich hören, daß du auch der Beleidigungen, die ich dir antat, nicht mehr eingedenk sein wollest, da ich sie verfluche. „ Wenn aber der Gottlose Buße tut, so will ich seiner Missetaten nicht mehr gedenken. " (Ez 18,21) Siehe nun, ich verabscheue und hasse sie mehr, als jedes Übel, vergiß also darauf, mein Erlöser, wie oft ich dich beleidigte. Forthin will ich alles, selbst das Leben lieber verlieren, als deine Gnade. Und was nützen mir alle Güter der Welt ohne deine Gnade ?

Ach hilf mir, du weißt ja, wie schwach ich bin. Die Hölle wird nicht unterlassen, mich zu versuchen: schon sind mir tausend Anfälle bereitet, um mich aufs neue zu ihrem Sklaven zu machen. Nein, mein Jesu, verlasse mich nicht! Ich will von heute an ein Gefangener deiner Liebe sein. Du bist mein einziger Herr, du hast mich erschaffen, du hast mich erlöst, du bist es, der mich mehr als alle liebt, nur du verdienst geliebt zu werden, dich allein will ich lieben.
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2. Betrachtung: Punkt 2
« Antwort #5 am: 15. Dezember 2016, 17:10:26 »
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2. Betrachtung
Mit dem Tode endet alles
 
2. Punkt
Als Philippus, König von Spanien, dem Tode nahe war, rief er seinen Sohn zu sich, und indem er das königliche Kleid, womit er bedeckt war, von sich warf, zeigte er ihm die von Würmern zernagte Brust, und sprach zu ihm: „Mein Prinz, du siehst, wie man stirbt und wie alle Größe dieser Welt ihr Ende nimmt." Gar wohl sagte Theodoretus: „Nicht Reichtümer fürchtet der Tod, weder Trabanten, noch Purpur; nichts hindert, daß bei den Fürsten ebenso wie bei den Untertanen Fäulnis erfolge und Eiter abfließe, und niemand, wer immer stirbt, selbst kein Fürst, nimmt etwas mit sich ins Grab; alle Herrlichkeit bleibt im Bette, wo er stirbt, zurück. „Wann er sterben wird, wird er nichts mitnehmen, noch wird seine Herrlichkeit mit ihm hinabsteigen." (Ps 48,18) Der heilige Antonius erzählt, ein Philosoph habe, nachdem Alexander der Große verschieden war, also ausgerufen: „Sehet, jener, der gestern die Erde mit Füßen trat, wird jetzt von der Erde unterdrückt. Gestern genügte ihm der ganze Erdboden nicht, jetzt genügen ihm sieben Zoll. Gestern führte er auf der Erde ganze Heere an, und jetzt wird er von wenigen Trägern unter die Erde gebracht." Doch es ist besser, was Gott spricht: „Was erhebest du dich, Erde und Asche?" (Eccl 10,9) Mensch! siehst du nicht, daß du Staub und Asche bist; warum bist du hochmütig? Warum bringst du deine Jahre im Bestreben zu, dich auf dieser Welt groß zu machen? Es wird der Tod kommen, und aufhören werden dann alle deine Herrlichkeiten, alle deine Pläne. „An jenem Tage werden ihre Gedanken untergehen." (Ps 55,6)

O, um wie viel glückseliger war der Tod des heiligen Paulus des Einsiedlers, der sechzig Jahre in einer Höhle verborgen lebte, als der Tod des Nero, welcher als Kaiser zu Rom lebte! Um wie viel glücklicher war der Tod des heiligen Felix, eines Kapuziner-Laienbruders, als der Tod Heinrichs VIII., der in königlicher Herrlichkeit - aber in Feindschaft mit Gott lebte! Allein man muß bedenken, daß die Heiligen zur Erlangung eines solchen Todes alles, Vaterland, Vergnügen und Hoffnungen, welche die Welt ihnen anbot, verließen, ein armes und verachtetes Leben annahmen. Wie aber können Weltkinder, die in irdischen Ergötzungen und gefährlichen Gelegenheiten dahin leben, einen glücklichen Tod hoffen? Gott droht den Sündern, daß sie in ihrem Tode ihn suchen, aber nicht finden werden: „Ihr werdet mich suchen, aber nicht finden." (Joh 7,34) Er sagt, es werde dann nicht die Zeit der Barmherzigkeit, sondern der Rache sein: „Ich werde zu seiner Zeit vergelten." (Dtn 32,15) Die Vernunft überzeugt uns eben desselben; denn ein weltlich gesinnter Mensch wird im Tode schwach an Verstand, und seiner gehabten bösen Gewohnheiten wegen verfinsterten und verstockten Herzens sein.

Die Versuchungen werden ihn heftiger bestürmen; und wie wird jener, der im Leben nachzugeben und sich besiegen zu lassen gewohnt war, im Tode widerstehen? Es müßte ihm dann nur eine besonders mächtige göttliche Gnade sein Herz umwandeln. Allein, ist Gott etwa zur Verleihung dieser Gnade verpflichtet? Hat sich vielleicht jener mit seinem unordentlichen Leben, das er führte, selbe verdient? Und dennoch handelt es sich dann um sein ewiges Glück oder Unglück. Wie ist es möglich, daß, wenn man dies bedenkt, und an den Wahrheiten des Glaubens nicht zweifelt, wie ist es möglich, daß man nicht alles verläßt, um sich Gott zu widmen, der uns nach unseren Werken richten wird?
 
Anmutungen und Bitten
Ach Herr! und wie viele Nächte habe ich Elender in deiner Ungnade geschlafen! O Gott! und in welchem armseligen Zustande war damals meine Seele! Gehaßt war sie von dir, und sie wollte von dir gehaßt werden. Schon war ich zur Hölle verurteilt; nur die Vollziehung des Urteilspruches fehlte noch. Du aber, mein Gott, unterließest nicht, mir nachzugehen und mir Verzeihung anzubieten. Wer aber versichert mich, ob du mir auch verziehen habest? In dieser Furcht, mein Jesu! werde ich leben, bis du mich richtest. Doch der Schmerz, dich beleidigt zu haben, und mehr noch dein Leiden, mein geliebter Erlöser, lassen mich hoffen, in deiner Gnade zu sein. Es ist mir leid, dich, o höchstes Gut! beleidigt zu haben, und ich liebe dich über alles. Ich nehme mir vor, eher alles zu verlieren, als deine Gnade und Liebe. Du willst, daß frohen Mutes das Herz sei, welches dich sucht. „ Es erfreue sich das Herz derjenigen, die den Herrn suchen. " (1 Chr 16,10) Herr, ich verfluche alle Unbilden, welche ich dir angetan habe. Gib mir Mut und Zuversicht; wirf mir nicht mehr meine Undankbarkeit vor, indem ich selbst sie erkenne und verabscheue. Du sagtest ja, du wollest nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. „Ich will nicht den Tod des Gottlosen, sondern daß er sich bekehre und lebe. " (Ez 3,1) Ja, mein Gott! ich verlasse alles, und wende mich zu dir; dich suche, dich verlange und liebe ich über alles. Gib mir deine Liebe, und um nichts mehr bitte ich dich. - O Maria, Du bist meine Hoffnung, erhalte mir die heilige Beharrlichkeit!
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2. Betrachtung: Punkt 3
« Antwort #6 am: 16. Dezember 2016, 18:01:36 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


2. Betrachtung
Mit dem Tode endet alles
 
3. Punkt
David nannte die Glückseligkeit des gegenwärtigen Lebens einen Traum, aus dem man erwacht: „Wie ein Traum beim Aufwachen." (Ps 72,20) Ein Schriftsteller erklärte sie für einen Traum; denn bei eingeschläferten Sinnen kommen uns Dinge groß vor, die gar nichts sind, und alsogleich verschwinden. Die Güter dieser Welt erscheinen groß, allein sie sind nichts und von kurzer Dauer, gleich wie der Traum nur kurze Zeit währt, und alsdann wieder verschwindet. Dieser Gedanke, daß mit dem Tode alles ende, brachte den heiligen Franciscus Borgias zum Entschlusse, sich ganz Gott zu widmen. Es traf den Heiligen, den Leichnam der Kaiserin Isabella nach Granada zu begleiten. Als man nun den Sarg öffnete, flohen alle vor Schrecken und Gestank davon: allein der heilige Franciscus blieb vom göttlichen Lichte geleitet bei dem Leichname, betrachtete an ihm die Eitelkeit der Welt und sagte ihn anschauend: Du bist also meine Kaiserin? Bist du es, vor der so viele Große aus Ehrfurcht die Knie beugten? O, Frau Isabella, wo ist deine Majestät, deine Schönheit? So also - schloß er bei sich - enden die Herrlichkeiten und Kronen dieser Welt? Von heute an also will ich einem Herrn dienen, der nicht mehr sterben kann. Und so weihte er sich in der Folge ganz und gar der Liebe zum Gekreuzigten, legte sodann das Gelübde ab, in einen Orden zu treten, wenn seine Gemahlin sterben würde; was dann wirklich erfolgte, er trat in die Gesellschaft Jesu ein.

Ganz richtig schrieb also ein Mann, der eines Bessern belehrt worden war, auf einen Totenkopf diese Worte: „Dem Nachdenkenden wird alles feil." Und warum gibt es denn so viele unglückliche Liebhaber dieser Welt? Weil sie nicht an den Tod denken.

„Menschenkinder, wie lange werdet ihr eines schweren Herzens sein? Warum liebt ihr die Eitelkeit und strebet nach Lügen? (Ps 4,3) Ihr elende Kinder Adams, warnet uns der Heilige Geist, warum verjagt ihr nicht aus euren Herzen eure große Zuneigung zur Welt, wodurch die Eitelkeit und Lüge euch lieb wird? Was euren Vorfahren geschehen ist, wird euch ebenfalls geschehen. Auch sie wohnten in eurem Palaste, in eben diesem Bette schliefen sie, und jetzt sind sie nicht mehr da; das nämliche wird auch euch begegnen. Gib dich also, mein Bruder, Gott sogleich hin, ehe der Tod kommt. „Tue hurtig, was deine Hand zu tun vermag." (Eccl 9,10) Was du heute tun kannst, verschiebe nicht auf morgen; denn der heutige Tag vergeht, und kommt nicht wieder, und morgen kann der Tod zu dir kommen, welcher dich nichts mehr tun lassen wird. Reiß dich schnell von dem los, was dich von Gott fern hält und entfernen kann. Wir wollen daher in der Tat diese Güter der Welt verlassen, ehe der Tod uns mit Gewalt davon losreißt. „Selig sind die Toten, die im Herrn sterben." (Offb 14,13) Selig, die der Liebe zu dieser Welt bei ihrem Tode schon abgestorben sind!

Solche fürchten den Tod nicht, sondern wünschen und umarmen ihn fröhlichen Mutes, indem er sie hernach, anstatt von den Gütern, die sie lieben, zu trennen, mit dem höchsten Gute vereint, das allein von ihnen geliebt zu werden verdient und sie ewig beglücken wird.
 
Anmutungen und Bitten
Mein lieber Erlöser, ich danke dir, daß du meiner harrtest. Wie stünde es mit mir, wenn du mich hättest sterben lassen, als ich fern von dir war? Gepriesen werde immer deine Barmherzigkeit und Geduld, die du so viele Jahre mit mir hattest. Ich danke dir für das Licht und für die Gnade, womit du mir beistehest. Damals liebte ich dich nicht und bekümmerte mich wenig darum, von dir geliebt zu werden. Jetzt liebe ich dich aus ganzem Herzen, und habe kein größeres Leiden, als dies, daß ich einen so guten Gott so oft beleidigt habe. Dieser Schmerz peiniget mich; doch süß ist diese Pein, indem dieser Schmerz mir Vertrauen gibt, daß du mir schon verziehen habest. Mein süßer Heiland, ach, wäre ich eher tausendmal gestorben, hätte ich dich doch niemals beleidiget! Ich bebe vor Furcht, dich in Zukunft wieder zu beleidigen. Ach, laß mich lieber den schwersten Tod, den es gibt, sterben, als daß ich neuerdings deine Gnade verliere. Einst war ich ein Sklave der Hölle, nun aber bin ich dein Diener, o Gott meiner Seele! Du sagtest, du habest den lieb, der dich lieb hat: „Ich liebe, die mich lieben."

Ich liebe dich, also bin ich dein und du bist mein. Ich kann dich in der Folge verlieren; allein dies ist die Gnade, um die ich dich bitte: laß mich eher sterben, als daß ich dich wieder beleidige. Du hast mir so viele, von mir nicht verlangte Gnaden erwiesen, ich kann nicht befürchten, daß du mich wegen dieser Gnade nicht erhören wollest, um die ich dich jetzt bitte: Laß nicht mehr zu, daß ich dich verliere; gib mir deine Liebe, nichts wünsche ich mehr. - Maria, meine Hoffnung, bitte für mich.
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3. Betrachtung: Punkt 1
« Antwort #7 am: 17. Dezember 2016, 20:01:30 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


3. Betrachtung
Die Kürze des Lebens „Was ist euer Leben?
Ein Dunst ist es, der sich eine geringe Zeit sehen läßt."
(Jak 4,14)
 
1. Punkt
Was ist unser Leben? Einem Dunste ist es gleich, der bei einem Windchen verschwindet und nicht mehr ist. Alle wissen, daß sie sterben müssen, aber viele täuschen sich, indem sie wähnen, der Tod sei so fern, als hätte er nie zu kommen.

Doch nein! Job belehrt uns, das Leben des Menschen sei kurz: „Der Mensch keimt wie eine Blume auf, lebt eine kurze Zeit und wird zertreten." (Job 14) Eben dasselbe befahl der Herr dem Isaias zu predigen: „Alles Fleisch ist Heu. Fürwahr das Volk ist Heu; das Heu ist dürre geworden, und die Blume ist abgefallen." (Jes 40) Das menschliche Leben gleicht einer Grasblume; es kommt der Tod, man mähet das Heu ab, und es fällt die Blume jeder Größe und jedes irdischen Gutes, und siehe, das Leben endet.

„Meine Tage waren schneller als ein Läufer." (Job 9) Der Tod läuft uns schneller als ein Läufer entgegen, und wir laufen mit jedem Augenblicke dem Tode zu. Bei jedem Schritte, bei jedem Atemzuge nähern wir uns dem Tode. „Was ich schreibe", sagte der heilige Hieronymus, „wird aus meinem Leben genommen. Während der Zeit, da ich schreibe, komme ich dem Tode näher." „Wir alle sterben und werden auf die Erde ausgegossen, wie Wasser, das nicht wiederkommt." (2 Kön 14,14) Schaue zu, wie dieser Bach in das Meer sich ergießt. Und diese Gewässer, welche dahin fließen, kommen nicht wieder zurück. So, mein Bruder, vergehen deine Tage und du näherst dich dem Tode. Es vergehen die Freuden, es vergehen die Scherze, die Pracht, die Belobungen, das Freudengeschrei, und was bleibt übrig? „Und das Grab allein bleibt mir übrig." (Job 17,1) Wir werden in eine Grube geworfen werden und dort bleiben, um, von allem beraubt, zu verwesen. Bei unserem Tode wird uns die Erinnerung an alle im Leben genossenen Vergnügen, an alle erworbenen Ehren zu nichts dienen, als zur Vergrößerung der Leiden und des Mißtrauens, das ewige Leben zu erlangen.

Werden also - wird das elende Weltkind sagen - werden mein Haus, meine Gärten, diese so geschmackvollen Zimmergeräte, diese Gemälde, diese Kleider, in kurzem nicht mehr mir gehören? „Und das Grab allein bleibt mir übrig." Ach, dann schaut man mit Verdruß die Güter dieser Welt an, wenn man sie mit solcher Anhänglichkeit liebte. Und was wird dieser Verdruß nützen, als das Seelenheil noch größerer Gefahr auszusetzen, indem man aus Erfahrung sieht, daß Leute, die der Welt so anhängen, von nichts anderem hören wollen, als von ihrer Krankheit, von Ärzten, die man noch holen könnte und von Mitteln, die da helfen dürften: und sagt man ihnen etwas von der Seele, so werden sie gleich überdrüssig und sagen dir, du sollest ihnen Ruhe lassen, es tue ihnen der Kopf wehe, sie können nicht reden hören, und wenn sie hin und wieder Antwort geben, so sind sie verwirrt und wissen nicht, was sie sprechen.

Und oft erteilen ihnen die Priester, doch nicht deshalb, weil sie die Kranken für gehörig vorbereitet halten, sondern weil keine Zeit mehr ist, zuzuwarten, die Lossprechung. So sterben jene, die wenig an den Tod denken.
 
Anmutungen und Bitten
Ach, mein Gott und Herr! unendliche Majestät! ich schäme mich, vor dir zu erscheinen. Wie oft entehrte ich dich, indem ich deine Gnade einem schmutzigen Vergnügen, einer Befriedigung des Zorns, einer Handvoll Erde, einer Laune, einem Rauche hintansetzte! Ich bete an, und küsse, o mein Erlöser, deine heiligen Wunden, die ich dir zwar durch meine Sünden geschlagen habe; aber eben durch diese Wunden hoffe ich Verzeihung und das Heil. Gib mir, o mein Jesu! das große Unrecht zu erkennen, das ich dir tat, indem ich dich als die Quelle alles Guten verließ, um aus faulen und vergifteten Gewässern zu trinken. Was habe ich für so viele dir zugefügte Beleidigungen anderes, als Leiden, Gewissensbisse und Schuld für die Hölle ? „Vater, ich bin nicht würdig, dein Kind genannt zu werden." Mein Vater, verstoß mich nicht!

Ich verdiene zwar nicht mehr deine Gnade, die mich zu deinem Kinde macht, allein du bist ja gestorben, um mir zu verzeihen. Du sagtest: „Wendet euch zu mir, und ich werde mich zu euch wenden.  (Zach. 1,3) Ich verlasse alle meine Vergnügen, ich verzichte auf alle Freuden, welche die Welt mir machen kann, und wende mich zu dir.

Vergib mir doch um deines für mich vergossenen Blutes willen, indem ich alle dir zugefügten Beschimpfungen von ganzem Herzen bereue. Ich beweine sie, und liebe dich über alles. Ich bin nicht würdig, dich zu lieben, du aber bist wert, geliebt zu werden: genehmige es, daß ich dich liebe, verschmähe es nicht, daß dich dies Herz liebe, das zu einer Zeit dich verachtete. Du ließest mich absichtlich nicht sterben, als ich in der Sünde war, damit - ich dich lieben sollte; ja, ich will dich in meinem noch übrigen Leben lieben, und nichts lieben als dich. Hilf mir, gib mir die heilige Beharrlichkeit, und deine heilige Liebe. - Maria, meine Zuflucht, empfehle mich Jesu Christo!
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3. Betrachtung: Punkt 2
« Antwort #8 am: 18. Dezember 2016, 14:47:38 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


3. Betrachtung
Die Kürze des Lebens

2. Punkt
Der König Ezechias weinte und sprach: „Der Faden meines Lebens ist wie von einem Weber abgeschnitten worden: da ich eben webte, riß er mir ab." (Jes 38) O, zu wie vielen, welche mit Weben aufs Beste beschäftigt sind, das heißt, die ihre mit so vielen Maßregeln vorgenommenen weltlichen Pläne ordnen und ausführen, kommt der Tod und beendiget alles. Beim Lichte jener letzten Kerze vergehen alle Dinge dieser Welt, Beifall, Pracht und Herrlichkeit. O großes Geheimnis des Todes! du zeigest uns, was die Liebhaber der Welt nicht sehen. Die aufs höchste beneideten Glücksverhältnisse, die größten Ehrenstellen, die stolzesten Triumphzüge verlieren allen Glanz, wenn man im Tode davon hört. Die Begriffe, die wir uns von gewissen falschen Glückseligkeiten gemacht haben, verwandeln sich in Unwillen über unsere eigene Torheit. Der schwarze und traurige Todesschatten bedeckt und verfinstert alle, auch königlichen Würden. Jetzt lassen die Leidenschaften die Güter dieser Erde anders erscheinen, als sie sind. Der Tod entdeckt und läßt sehen, was sie wirklich sind: Rauch, Kot und Elend. O Gott, was nützen im Tode die Reichtümer, Leben, Königreiche, wenn uns nichts mehr zuteil wird, als ein hölzerner Sarg und ein einfaches Kleid, das hinreichend ist zur Bedeckung des Leibes? Wozu dienen die Ehren, wenn unser Anteil nichts anderes ist, als eine traurige Begleitung und ein prächtiges Begräbnis, die der Seele nichts helfen wird, wenn sie verloren ist? Wozu hilft die Schönheit des Körpers, wenn nichts übrig bleibt, als Würmer, Gestank und Schrecken vor dem Tode, und nach demselben - ein wenig übel riechender Staub? „Er hat mich zum Sprichworte unter dem Volke gemacht und ich bin ihnen ein Schauspiel geworden." (Job 17) Es stirbt dieser Reiche, dieser Minister, dieser Hauptmann, und dann wird man allenthalben darüber sprechen; wenn er aber schlecht gelebt hat, wird er zum Gespötte: „Zum Sprichworte des Volkes und zum Schauspiele", ein Muster der Eitelkeit der Welt, sowie ein Beispiel der göttlichen Gerechtigkeit zur Besserung der anderen. Beim Begräbnis wird er dann zu seiner Beschämung unter den anderen Leichnamen der Armen zu liegen kommen. „Dort ist der Kleine und Große beisammen." (Job 3) Was nützte ihm die Schönheit des Körpers, wenn er jetzt nichts als ein Haufen von Würmern ist? Was nützt ihm sein Ansehen, wenn nun sein Leib in eine Grube geworfen wird, um zu verfaulen, und die Seele in die Hölle gestürzt wird, zu brennen? O welches Elend, den andern zum Gegenstande dieser Betrachtungen dienen zu müssen und sie nicht zum eigenen Nutzen gemacht zu haben! Halten wir uns also überzeugt, daß, um dem schlechten Zustande des Gewissens abzuhelfen, die Sterbezeit nicht die geeignete Zeit ist, wohl aber jene des Lebens. Beeilen wir uns von der Stunde an, das zu tun, was wir nachher nicht werden tun können. Die Zeit ist kurz: Alles vergeht und endet schnell; deshalb wollen wir trachten, daß uns alles dazu diene, uns das ewige Leben zu erwerben.

Anmutungen und Bitten
O Gott meiner Seele, o unendliche Güte! habe Erbarmen mit mir, der ich dich so oft beleidigte. Ich wußte es schon, daß ich durch Sündigen deine Gnade verlöre, und wollte sie doch verlieren! Sage mir, was soll ich tun, um sie wieder zu erlangen ? Willst du, daß ich meine Sünden bereue ? Ja, sie reuen mich von ganzem Herzen. Willst du, daß ich von dir Verzeihung hoffe ? Ja, ich hoffe sie, wegen der Verdienste deines Blutes. Willst du, daß ich dich über alles liebe ? Nun so verlasse ich alles, leiste auf alle Freuden Verzicht, welche die Welt mir verschaffen kann! Über alle Güter liebe ich dich, o liebenswürdigster Heiland! Willst du, daß ich dich um Gnaden bitte, so ersuche ich dich um zwei: Laß nicht mehr zu, daß ich dich beleidige, und gib, daß ich dich liebe, und dann mache mit mir, wie du willst. - Maria, meine Hoffnung, erhalte mir diese zwei Gnaden; von dir hoffe ich sie!
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3. Betrachtung: Punkt 3
« Antwort #9 am: 19. Dezember 2016, 13:11:40 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


3. Betrachtung
Die Kürze des Lebens
 
3. Punkt
Welche Torheit ist es also, wegen elender und kurzer Freuden dieses so kurzen Lebens sich der Gefahr aussetzen, eines bösen Todes zu sterben und mit diesem eine unglückliche Ewigkeit zu beginnen? O wie wichtig ist jener letzte Augenblick, jene letzte Öffnung des Mundes, jener letzte Auftritt! Von Wichtigkeit ist eine Ewigkeit, entweder aller Freuden oder aller Peinen voll. Wichtig ist ein immer glückliches oder immer unglückliches Leben.

Bedenken wir, daß Jesus Christus eines so bitteren und schimpflichen Todes sterben wollte, um uns einen guten Tod zu erlangen. Deswegen ruft er uns so oft zu, deshalb gibt er uns so vielen Unterricht, darum warnt er uns mit so vielen Drohungen, damit wir sie annehmen und diesen letzten Augenblick in seiner Gnade beschließen. -Sogar Antisthenes, ein Heide, gab auf die Frage: Welches das beste Glück auf der Welt sei, zur Antwort: „Ein guter Tod."

Und was soll denn ein Christ sagen, der durch den Glauben weiß, daß von diesem Augenblicke an die Ewigkeit beginnt, so daß man in diesem Augenblicke eines der zwei Lose ergreift, welches entweder ewige Freude oder ewiges Leiden mit sich bringt? Wenn in einem Sacke zwei Zettelchen wären, auf deren einem die Hölle und auf deren anderem das Paradies aufgeschrieben wären, und wenn dann die Reihe an dich käme, welchen Fleiß würdest du dir wohl geben, um jenes zu erraten, wo es heißt: „das Paradies." O wie zittern jene Armseligen, welche verurteilt sind, um das Leben zu spielen.

O Gott! wie zittern sie, wenn sie die Hand ausstrecken, die Würfel zu werfen, von deren Los ihr Leben oder Tod abhängt! Welcher Schrecken wird es sein, wenn du dich diesem letzten Augenblicke nahe finden wirst, wann du sagen wirst: Von diesem Augenblicke, dem ich nahe bin, hängt mein ewiges Leben oder mein ewiger Tod ab!

Jetzt kommt es darauf an, ob ich für immer glücklich oder für immer in Verzweiflung sein werde! Der heilige Bernardinus von Siena erzählt von einem Fürsten, der, als er starb, erschrocken sagte: Sieh, ich habe so viele Länder und Paläste auf dieser Welt, allein wenn ich diese Nacht sterbe, weiß ich nicht, welche Stube mir zuteil werden wird.

Bruder, wenn du glaubst, daß man sterben muß, daß es eine Ewigkeit gibt und daß man nur ein einziges Mal sterben wird, so daß, wenn man sich einmal verfehlt, man sich sodann für immer ohne Hoffnung der Rettung verfehlt: wie solltest du dich nicht entschließen, von diesem Augenblicke, da du dies liesest, angefangen, so viel als du kannst, dich eines guten Todes zu versichern? Es zitterte der heilige Andreas Avellinus und sagte: Wer weiß, was für ein Schicksal ich in dem andern Leben haben werde? Wer weiß, ob ich werde selig oder verdammt werden? Auch ein heiliger Ludovicus Bertrand zitterte so, daß er des Nachts nicht einschlafen konnte, ob dem Gedanken, den er immer aussprach: Und wer weiß, ob du nicht verdammt werden wirst! - Und du, der du so viel sündigtest, bebest nicht? Hilf sogleich, bei Zeiten, dem Übel ab; mache den Vorsatz, dich Gott wirklich zu widmen, und beginne wenigstens von dieser Zeit an ein Leben, welches dich im Tode nicht betrübt, sondern tröstet. Ergib dich dem Gebete, gebrauche oft die Sakramente, verlaß die gefährlichen Gelegenheiten, und wenn nötig, auch die Welt. Versichere dein ewiges Heil und wisse, daß man zur Versicherung des ewigen Heils nicht genug sicher gehen kann.
 
Anmutungen und Bitten
O mein teurer Heiland! wie sehr bin ich dir verbunden! Und wie konntest du einem Undankbaren, einem Verräter, wie ich gegen dich war, so viele Gnaden erweisen? Du gabst mir das Leben, und schon da du mich erschufest, sahst du die Unbill, welche ich dir antun würde. Du erlöstest mich, indem du für mich starbst, und sahst schon damals die Undankbarkeit, womit ich mich gegen dich benehmen würde. Als ich kaum auf die Welt gekommen war, kehrte ich dir den Rücken, und dadurch war ich tot, war ein faulender Leichnam, du aber hast mir durch deine Gnade das Leben wieder gegeben. Ich war verblendet und du hast mich erleuchtet. Ich hatte dich verloren und du ließest dich von mir finden. Ich war dein Feind und du hast mich zu deinem Freunde gemacht. O Gott der Barmherzigkeit! laß mich die Pflichten erkennen, die ich gegen dich habe, und laß mich jene dir zugefügten Beleidigungen bereuen. Ach! räche dich an mir, indem du mir großen Schmerz über meine Sünden gibst; aber bestrafe mich nicht durch Entziehung deiner Gnade und Liebe. O ewiger Vater! ich erschrecke und habe mehr Abscheu vor den dir zugefügten Unbilden, als vor jedem Übel. Erbarme dich um der Liebe Jesu Christi willen. Schaue deinen am Kreuze gestorbenen Sohn an. Sein Blut komme über mich. Es fließe dies göttliche Blut, um meine Sünden zu waschen. O König meines Herzens! „Zukomme dein Reich." Ich bin entschlossen, jede Neigung, die nicht auf dich gerichtet ist, zu verwerfen. Über alles liebe ich dich. Komme und herrsche du allein in meiner Seele; mache, daß ich dich liebe, und daß ich nichts anderes liebe, als dich. Ich verlange, dir so viel als möglich zu gefallen, und dich in meinem übrigen Leben vollkommen zu befriedigen. Segne, o mein Vater, dies Verlangen und gib mir die Gnade, mich mit dir immer vereint zu erhalten. Alle meine Neigungen weihe ich dir; sie sollen von nun an - ich will es - niemandem andern zugehören, als dir, meinem Schatze, meiner Ruhe, meiner Hoffnung, meinem Alles; und ich hoffe, alles von dir zu erlangen durch die Verdienste deines Sohnes. - Maria, meine Königin und Mutter! komme mir mit deiner Fürbitte zu Hilfe. Mutter Gottes, bitte für mich.
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