Autor Thema: Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben  (Gelesen 11724 mal)

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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #70 am: 21. April 2017, 20:10:50 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


24. Betrachtung
Von dem besonderen Gerichte „Wir müssen alle vor dem Richterstuhle Christi offenbar werden." (Kor 5,10)
 
1. Punkt
Betrachten wir das Erscheinen vor dem Richter, die Anklage, die Untersuchung und das Urteil. Was fürs Erste das Erscheinen der Seele vor dem Richter betrifft, so ist es eine allgemeine Meinung der Gottesgelehrten, daß das besondere Gericht im nämlichen Augenblicke, da der Mensch den Geist aufgibt, stattfinde, und daß die Seele gerade dort, wo sie sich vom Leibe trennt, von Jesu Christo gerichtet werde, welcher zur Schlichtung ihrer Sache keinen andern schicken, sondern persönlich kommen werde. Des Menschen Sohn wird zu einer Stunde kommen, da ihr es nicht vermeinet. (Lk 12,40) „Liebreich wird er den Guten, furchtbar den Bösen erscheinen", sagt der heilige Augustinus. Welcher Schrecken wird den überfallen, der den Erlöser das erste Mal sehen und ihn erzürnt sehen wird! Wer wird vor seinem Zorne bestehen? (Nah 1,6)

Bei dieser Betrachtung zitterte P. Ludovicus da Ponte so sehr, daß auch die Zelle, die er bewohnte, davon erbebte. Da der ehrwürdige P. Juvenalis Ancina den Hymnus: „Tag des Zorns" singen hörte und an den Schrecken dachte, den die Seele haben wird, wenn sie vor dem Gericht erscheinen muß, entschloß er sich, die Welt zu verlassen: und tat es auch wirklich. Die zürnende Miene des Richters wird ein Vorspiel deiner Verdammung sein. Des Königs Zorn ist des Todes Vorbote. (Spr 16,14) Der heilige Bernardus sagt, die Seele werde, wenn sie damals Jesum erzürnt sieht, mehr leiden, als wenn sie in der Hölle selbst wäre. „Lieber noch möchte sie in der Hölle sein."

Man sah manchmal Verbrecher kalten Schweiß vergießen, wenn sie vor dem weltlichen Richter standen. Als Piso mit dem Kleide eines Missetäters angetan vor dem Rate erschien, fühlte er sich so beschämt, daß er sich selbst tötete. Erwäge, wie peinlich es für ein Kind sei oder für einen Untertan, seinen Vater oder Fürsten heftig erzürnt zu sehen! O welch eine bei weitem noch größere Qual wird beim Anblicke Jesu Christi jene Seele haben, die ihn in ihrem Leben verachtete! Sie werden mich, den sie durchstochen haben, sehen. (Zach 12,10) Die Seele wird jenes Lamm Gottes, welches so viel Geduld mit ihr im Leben hatte, damals ganz entrüstet sehen, ohne Hoffnung, es besänftigen zu können; sie wird Berge und Felsen beschwören, sie sollten über sie zusammenstürzen, um sie vor der Wut des erzürnten Lammes zu verbergen: Sie rufen zu den Bergen und Felsen: Fallet über uns und verberget uns vor des Lammes Zorn. (Offb 6,16) Der heilige Lukas sagt, da er von dem Gerichte redet: Dann werden sie des Menschen Sohn sehen. (Lk 21,27) O wie peinlich wird der Anblick des Richters in Menschengestalt für den Sünder sein; Denn bei dem Anblicke dieses Menschensohnes, der für sein Heil gestorben ist, wird er die Vorwürfe über seine Undankbarkeit noch tiefer empfinden. Nachdem der Heiland in den Himmel gefahren war, redeten die Engel die Jünger also an: Dieser Jesus, der vor euch in den Himmel ist aufgenommen worden, wird, so wie ihr ihn in den Himmel fahren gesehen, wiederkommen. (Apg 1,11) Der Richter wird also mit den nämlichen Wundmalen kommen zum Gerichte, mit welchen er von der Welt geschieden ist: „Eine große Freude für die, welche ihn anschauen, ein großer Schrecken für jene, die ihn erwarten werden", bemerkt Rupertus. Diese Wunden werden den Gerechten erfreulich, furchtbar aber den Sündern. Als Joseph zu seinen Brüdern sprach: „Ich bin Joseph, den ihr verkauft habt", verstummten diese, sagt die Schrift, und es versagte ihnen die Stimme: Seine Brüder konnten nicht antworten, denn sie waren vom Schrecken ganz getroffen. (Gen 45,3) Und, was wird wohl der Sünder dann Jesu Christo erwidern können? Wird er etwa Mut haben, um Erbarmung zu bitten, da er gerade ganz vorzüglich darüber wird Rechenschaft ablegen müssen, daß er die ihm dargebotene Barmherzigkeit im Leben verachtete und zurückstieß. „Wie wirst du dich erkühnen, fragt Eusebius von Emessa, um Barmherzigkeit zu bitten, da du vorzüglich wegen Verachtung der Barmherzigkeit wirst gerichtet werden?

Was wird also geschehen? fragte der heilige Augustinus; wohin wird der Sünder fliehen, wenn er über sich den erzürnten Richter hat, unter sich das schauerliche Totenreich, zu seiner Rechten die Sünden als seine Kläger, zur Linken die bösen Geister, die ihn zum Richtplatze schleppen, von Innen die Folter des Gewissens; o weh, von allen Seiten angegriffen — wohin wird der Sünder fliehen?
 
Anmutungen und Bitten
O mein Jesu! immer will ich dich Jesus, meinen Heiland nennen; Trost und Mut gewährt mir dein Name, indem ich mich erinnere, daß du mein Retter seiest, der für mich gestorben ist, um mich selig zu machen. Siehe mich zu deinen Füßen; ich bekenne, daß ich eben so viel Höllen verdiene, als ich dir Beleidigungen durch meine Todsünden zufügte. Ich verdiene nicht Verzeihung; doch du bist ja gestorben, um mir Verzeihung zu erwerben: „Gedenke guter Jesu, gedenk des Weges voll Beschwerden und lasse drum mir Gnade werden." Verzeihe mir, mein Jesu! alsobald, bevor du noch mich zu richten kommst. Dann werde ich dich nicht mehr um Barmherzigkeit bitten können; jetzt aber kann ich dich darum bitten und hoffe sie auch. Zu jener Zeit werden deine Wundmale mich schrecken: jetzt aber flößen sie mir Vertrauen ein.

Mein lieber Erlöser! es reuet mich über alles Übel, deine unendliche Güte beleidiget zu haben. Ich nehme mir vor, lieber jedes Leiden, jeden Verlust anzunehmen, als deine Gnade zu verscherzen. Ich liebe dich aus meinem ganzen Herzen. O habe doch Mitleid mit mir: Erbarme dich meiner, o Gott! nach deiner großen Barmherzigkeit. — O Maria, Mutter der Barmherzigkeit! Fürsprecherin der Sünder! erhalte mir einen großen Schmerz über meine Sünden, Verzeihung derselben und Barmherzigkeit in der göttlichen Liebe. Ich liebe dich, meine Königin und vertraue auf dich.
GOTTES HANDELN IST IMMER LIEBE,
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #71 am: 23. April 2017, 21:16:19 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


24. Betrachtung
Von dem besonderen Gerichte
 
2. Punkt
Betrachte die Anklage und Untersuchung: Man setzte sich zu Gericht und schlug die Bücher auf. (Dan 7,10) Dieser Bücher werden zwei sein: das Evangelium und das Gewissen. Im Evangelienbuche wird man lesen, was der Angeklagte hätte tun sollen; im Gewissen, was er getan hat. „Jeder wird da sehen, was er getan hat", sagt der heilige Hieronymus. Auf der Waage der göttlichen Gerechtigkeit wird man alsdann nicht die Reichtümer, die Würden und den Adel der Personen abwägen, sondern nur ihre Werke: Du bist auf der Waage gewogen, sagte Daniel zum König Belschazzar, und zu leicht befunden worden. (Dan 5,27) P. Alvarez bemerkt bei dieser Stelle: „Nicht Gold, nicht Reichtum kommt auf die Waage, nur der König wird gewogen." Hierauf werden die Kläger kommen und zuerst der Teufel. In einem Augenblicke, sagt der heilige Augustinus, wird der Teufel vor dem Richterstuhle Christi stehen und die Worte unserer Versprechungen aufsagen. „Er wird uns ins Angesicht vorwerfen, was wir alles taten, an welchem Tage, zu welcher Stunde wir sündigten." (S. Aug. Cont. Jud. tom. 6) Er wird die Worte deiner Versprechungen aufsagen, das heißt, er wird alles das, was wir Gott versprochen und nicht gehalten haben, alle Fehler anführen, indem er Tag und Stunde bezeichnet, wo wir sie begingen. Darauf wird er, wie der heilige Cyprianus schreibt, zum Richter sich wendend, sprechen: „Ich habe für sie weder Backenstreiche, noch Geißelschläge ausgestanden. Herr! ich habe für diesen Verbrecher gar nichts gelitten; dich aber, der du zu seiner Rettung gestorben bist, verließ er, um mein Leibeigener zu werden, daher gehört er mir zu." Auch die heiligen Schutzengel werden Ankläger sein, wie Origenes sagt: „Jeder von den Engeln legt Zeugnis wider ihn ab, wie viele Jahre er für ihn gearbeitet, wie er aber diese ihre Ermahnungen verachtet habe." (Orig. Hom. 66) So haben sie denn alle ihre Freunde verachtet und sind ihre Feinde geworden. (Thren 1,2) Es werden Klagen führen sogar die Wände, zwischen welchen der Verbrecher wird gesündiget haben. Denn es werden die Steine aus der Mauer rufen. (Hab 2,11)

Kläger wird selbst ihr eigenes Gewissen sein: Indem ihr Gewissen sie überführt an dem Tage, da Gott richten wird. (Röm 2) Ja selbst die Sünden werden sprechen und sagen: „Du hast uns gemacht, wir sind dein Werk, wir werden dich nicht verlassen." (Lib. Medit. Cap. 2) Endlich, wie der heilige Chrysostomus sagt, werden dich anklagen die Wunden Christi. „Die Nägel werden über dich Klage führen, die Wunden werden wider dich sprechen, das Kreuz Christi wird wider dich reden." (Chrys. Hom. in Matth.) Hierauf wird man zur Untersuchung schreiten.

Der Herr sagt: Ich will Jerusalem mit Laternen durchsuchen. (Zef 1,12) Das Licht, sagt Mendozza, dringt durch alle Winkel des Hauses, und Cornelius a Lapide sagt bei Erklärung des Wortes „Licht", Gott werde alsdann dem Angeklagten vor Augen stellen die Beispiele der Heiligen und alle Erleuchtungen und Einsprechungen, die er im Leben ihm erteilt und die ganze Reihe der Jahre, die er ihm verliehen hat, um Gutes zu tun: Er hat die Zeit wider mich aufgerufen. (Thren 1,15) Da wirst du Rede stehen müssen für jeden Blick deines Auges: „Man wird sogar für jeden Blick deines Auges von dir Rechenschaft fordern;" also der heilige Anselmus. Er wird die Kinder Levi reinigen und sie läutern. (Mal 3,3) Wie man das Gold läutert, indem man die Schlacken davon absondert, so werden auch sogar die guten Werke, die Beichten, die Kommunionen usw. untersucht werden: Zur bestimmten Zeit werde ich die Gerechtigkeit richten. (Ps 74,3) Kurz, beim Gerichte wird, wie der heilige Petrus sagt, kaum der Gerechte selig werden: Wenn der Gerechte kaum selig wird, wo wird der Gottlose und Sünder erscheinen? (1 Petr 4,18) Und muß man wegen eines jeden müßigen Wortes Rechenschaft geben, welche Verantwortung wird man erst aushalten müssen für so viele böse Gedanken, in die man einwilligte, für so viele unzüchtige Worte, die man aus dem Munde ließ? Der heilige Gregorius sagt: „Wenn für ein müßiges Wort Rechenschaft gefordert wird, um wieviel mehr für ein unkeusches?" Jene Menschen aber, die in ihrem Leben viel Ärgernis gegeben und dadurch die Seelen dem Herrn geraubt haben, gehen besonders jene Drohworte an, die Gott beim Propheten spricht: Ich will sie anfallen wie eine Bärin, der man ihre Jungen geraubt. (Os 13,8) Ist dann deutlich von den Werken die Rede, so wird der Richter sagen: Gebt ihm von der Frucht seiner Hände (Spr 31), bezahlt ihn nach den Werken, die er verrichtete.
 
Anmutungen und Bitten
Ach mein Jesu! wolltest du nach den Werken, die ich verübte, mir vergelten, so gehörte mir nichts anderes zu, als die Hölle. O Gott, wie oft schrieb ich mir selbst das Urteil meiner Verdammung zu jenem Orte der Qualen! Ich sage dir Dank für die Geduld, die du hattest, indem du so lange mich ertragen hast. O Gott! müßte ich jetzt vor deinem Richterstuhle erscheinen, welche Rechenschaft würde ich dir über mein Leben ablegen können? Gehe mit deinem Diener nicht ins Gericht. Ach Herr, warte noch ein wenig auf mich, sprich das Urteil noch nicht über mich. Wolltest du mich jetzt schon richten, was würde mit mir geschehen? Warte mir zu. Da du mir so viele Erbarmungen erwiesen hast, so erweise mir noch diese, gib mir einen heftigen Schmerz über meine Sünden. Ich bereue es, o höchstes Gut! dich so oft verachtet zu haben. Ich liebe dich über alles. Ewiger Vater, verzeihe mir, Jesu Christo zu Liebe, und verleihe mir um seiner Verdienste willen die heilige Beharrlichkeit. Mein Jesu! ich hoffe alles von deinem Blute. — O heiligste Jungfrau Maria! auf dich setze ich meine Zuversicht. Du, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen zu uns. Sieh mich an in meinen Armseligkeiten, und habe Mitleid mit mir.
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #72 am: 28. April 2017, 19:32:37 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
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vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


24. Betrachtung
Von dem besonderen Gerichte
 
3. Punkt
Mit einem Worte: will die Seele ihr ewiges Heil erlangen, so muß sie so beschaffen sein, daß beim Gerichte ihr Leben dem Leben Jesu Christi gleichförmig befunden wurde. Denn die er vorgesehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, daß sie dem Bilde seines Sohnes ähnlich werden. (Röm 8,29) Dies ist es, was den heiligen Job zittern machte: Was werde ich tun, wenn Gott zu richten aufstehen wird, und was werde ich ihm erwidern, wenn er Rechenschaft fordern wird? Philipp II. gab einem von seinen Dienern, der ihn belog, einen Verweis und sagte: „So täuschest du mich?" Dieser Arme ging nach Hause und starb vor Schmerz. Was wird der Sünder tun, was wird er Jesu Christo antworten können? Er wird es wie jener im Evangelium machen, der ohne Hochzeitskleid kam und schwieg, indem er nichts zu antworten wußte: Er verstummte. (Mt 22) Die Sünde selbst wird ihm den Mund verstopfen: Die Boshaften werden ihren Mund verschließen. (Ps 106,42) Der heilige Basilius sagt, dem Sünder werde dazumal die Beschämung viel peinlicher sein als selbst das höllische Feuer. „Furchtbarer als Feuer wird ihre Beschämung sein."

Siehe, nun wird endlich der Richter das Urteil aussprechen: Gehe hinweg von mir, du Verfluchter, in das ewige Feuer. „O, welche fürchterliche Stimme wird dies sein! O wie schrecklich wird dieser Donner erschallen!" also ruft der Karthäuser. Der heilige Anselmus sagt: „Wer bei solchem Donnerworte nicht zittert, der schläft nicht nur, nein, der ist schon tot." Und Eusebius fügt bei, der Schrecken der Sünder werde bei Anhörung des Verdammungsurteils so groß sein, daß sie, wenn sie sterben könnten, neuerdings sterben würden: „Ein so gewaltiger Schrecken wird die Bösen überfallen, wenn sie den Richter das Urteil werden vortragen hören, daß sie, wären sie nicht unsterblich, neuerdings sterben würden." Alsdann, sagt der heilige Thomas von Villanova, alsdann gibt es keinen Platz mehr zum Gebete und keine Fürbitter, zu denen man sich wenden könnte: „Dort ist kein Ort zu bitten; kein Fürbitter wird helfen, kein Freund, kein Vater." Zu wem werden sie also sich dann flüchten? Etwa zu Gott, den sie so verachtet haben? Soll der Verachtete nun Hilfe leisten? „Nicht jener Gott, den du verachtetest!" (S. Basil. Orat. 4. de Poenit) Vielleicht zu den Heiligen? oder zur allerseiigsten Jungfrau Maria? Nimmermehr, denn alsdann werden die Sterne, worunter die heiligen Fürbitter verstanden werden, vom Himmel fallen; und der Mond, welcher Maria bezeichnet, wird nicht mehr sein Licht geben. (Mt 24) „Maria wird von der Pforte des Himmels fliehen." (S. Aug. Serm. 3 ad fratres.)

O Gott! ruft der heilige Thomas von Villanova aus, mit welcher Gleichgültigkeit hören wir vom Gerichte reden, als könnte das Verdammungsurteil uns gar nicht treffen oder als dürften wir gar nicht gerichtet werden. „Ach, wie gleichgültig sprechen und vernehmen wir dies, als ginge uns dies Urteil nicht einmal an oder als hätte dieser Tag gar nicht zu kommen." (Conc. 1. de Judic) Und welche Torheit ist es, setzt der nämliche Heilige bei, bei einer so gefährlichen Sache untätig zu bleiben. Wie töricht ist diese Sicherheit in einer so entscheidenden Sache! Sage nicht, mein Bruder, warnet der heilige Augustinus: Wie? soll mich Gott wirklich in die Hölle verstoßen, soll Gott mich wirklich verdammen wollen? Sage dies ja nicht, spricht der Heilige, denn auch die Juden glaubten nicht, vertilgt zu werden, und so viele Verdammte ließen sich auch nicht überzeugen, daß sie in die Hölle würden verstoßen werden; und es kam dennoch die Strafe: Das Ende kommt, es kommt das Ende ... Nun will ich meinen Grimm über dich kommen lassen und dich richten. (Ez 7) Und so wird es auch dir ergehen, sagt der heilige Augustinus: „Es wird der Tag des Gerichtes kommen, und du wirst wahr finden, was Gott angedroht hat." Jetzt ist noch Zeit zur Wahl, welchen Urteilsspruch wir erfahren wollen. „In unserer Macht ist es, bezeugt der heilige Eligius, wie wir gerichtet werden sollen." Was haben wir also zu tun?

Dieses: Unsere Rechnung noch vor dem Gerichtstage in Richtigkeit zu bringen. Vor dem Urteile sollst du dir die Gerechtigkeit bereiten. (Eccl 18,19) Kluge Handelsleute durchgehen und berichtigen gar oft ihre Rechnungen, damit sie ja nicht in die Lage geraten, ihre Zahlungen einstellen zu müssen; dies ist ein Gedanke des heiligen Bonaventura. „Vor dem Gerichte kann der Richter noch besänftiget werden, nimmermehr aber nach erfolgtem Urteile", sagt der heilige Augustinus. Sprechen wir also zum Herrn, wie der heilige Bernardus sprach: „Als schon gerichtet, nicht aber um erst gerichtet zu werden, will ich vor dir erscheinen." Mein Richter! noch während meines Lebens will ich von dir mich verurteilen und strafen lassen, wo die Zeit der Barmherzigkeit ist; da kannst du mir noch verzeihen; denn nach dem Tode wird die Zeit der Gerechtigkeit eintreten.
 
Anmutungen und Bitten
Mein Gott! besänftige ich dich nicht jetzt schon, so wird alsdann keine Zeit mehr sein, dich zu versöhnen. Wie aber werde ich dich besänftigen, da ich so oft elender tierischer Genüsse wegen deine Freundschaft verachtet habe? Ich habe mit Undank deine unermeßliche Liebe vergolten! Welche würdige Genugtuung kann je ein Geschöpf für die seinem Schöpfer zugefügten Beleidigungen leisten? Ach mein Herr! ich danke dir, denn deine Barmherzigkeit hat mir schon die Weise, dich zu versöhnen und zu befriedigen, an die Hand gegeben. Ich opfere dir auf das Blut und den Tod deines Sohnes Jesu, und siehe — schon sehe ich deine Gerechtigkeit versöhnt und überflüssig befriediget. Doch von meiner Seite forderst du Reue. Ja, mein Gott, ich bereue von ganzem Herzen alle Unbilden, die ich dir antat. O mein Erlöser! ich bitte dich, halte jetzt schon über mich Gericht; denn ich verfluche alle dir zugefügten Unbilden, über jedes Übel; und ich liebe dich über alles von meinem ganzen Herzen und nehme mir vor, dich stets zu lieben und lieber zu sterben, als dich wieder zu beleidigen. Du versprachst ja dem zu vergeben, welcher Reue hat; wohlan also! richte mich jetzt und sprich mich los von meinen Sünden. Willig nehme ich die Strafe an, welche ich verdiene; nur nimm mich wieder in deine Gnade auf und erhalte mich darin bis zum Tode. Also hoffe ich.  — O Maria, meine Mutter! ich danke dir für so viele Erbarmungen, die du mir erflehet hast; ach, fahre fort, bis an mein Ende mich zu beschützen.

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« Antwort #73 am: 30. April 2017, 21:56:47 »
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25. Betrachtung
Von dem allgemeinen Gerichte „Man wird erkennen, daß der Herr Recht schafft." (Ps 9,17)
 
1. Punkt
Gegenwärtig gibt es, wenn man tiefer betrachtet, keine Person auf der Welt, die so sehr verachtet wäre, als Jesus Christus. Auf den gemeinsten Mann nimmt man mehr Rücksicht, als auf Gott; denn man befürchtet, derselbe möchte, wenn er sich allzusehr beleidiget sähe, in Zorn geraten und sich rächen; allein Gott fügt man Unbilden zu und fügt sie ihm wiederholt und oft zu, ohne sich im mindesten zu scheuen - gleichsam als könnte Gott nicht Rache nehmen, wann er wollte: Und sie hielten den Allmächtigen für ein ohnmächtiges Wesen. (Job 22,17) Deswegen bestimmte aber der Erlöser einen Tag, welches der Tag des allgemeinen Gerichtes sein wird, von der Schrift geradezu der Tag des Herrn genannt, wo Jesus Christus als jenen großen Herrn sich kund geben wird, der es ist: Man wird erkennen, dass der Herr Recht schafft. (Ps 9,17) Daher heißt dieser Tag nicht mehr Tag der Barmherzigkeit und der Verzeihung, sondern dieser Tag ist der Tag des Zorns, der Tag der Trübsale und der Angst: der Tag des Jammers und des Elends. (Zef 1,13); und so ist es auch; denn mit Recht wird dann der Herr die Ehre sich wieder verschaffen, welche die Sünder auf dieser Welt ihm zu rauben strebten. - Laßt uns sehen, wie das Gericht dieses großen Tages erfolgen werde.

Ehe der Richter kommt, wird Feuer vor ihm hergehen. (Ps 96,3) Es wird Feuer vom Himmel kommen, das die Erde und alle Dinge dieser Erde verbrennen wird. Die Erde samt allen Dingen, die darauf sind, wird verbrannt werden. (2 Petr 3,10) Also werden Kirchen, Paläste, Dörfer, Städte, Königreiche, ja alles zu einem Haufen Asche werden. Dieser durch die Sünden verpestete Wohnplatz muß durchs Feuer gereiniget werden.

Siehe, ein solches Ende werden nehmen alle Reichtümer, alle Pracht und alle Vergnügen der Welt. Nachdem die Menschen gestorben sein werden, wird die Posaune ertönen und es werden alle auferstehen. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen. (1 Kor 15,52) Der heilige Hieronymus sagt (in Mt Kap. 5) „So oft ich über den Tag des Gerichtes betrachte, erzittere ich; immer scheint jene Posaune in meinen Ohren zu erschallen: Stehet auf, ihr Toten! kommet zum Gerichte!" Auf den Schall dieser Posaune werden die schönen Seelen der Seligen hervorgehen und mit ihren Leibern sich vereinigen, womit sie Gott in diesem Leben gedient haben; aber auch die unglückseligen Seelen der Verdammten werden von der Hölle heraufsteigen, um in jene verfluchten Körper zu fahren, womit sie Gott beleidiget haben.

O wie groß wird dann der Unterschied sein zwischen den Leibern der Seligen und jenen der Verdammten! Herrlich erscheinen die Seligen, blendendweiß und glänzender als die Sonne: Alsdann werden die Gerechten wie die Sonne leuchten. (Mt 13,43)
O glückselig, wer immer in diesem Leben sein Fleisch abzutöten weiß; wer die verbotenen Gelüste ihm versagt und, um es mehr im Zaume zu halten, auch die erlaubten Sinnengenüsse ihm nicht gestattet und es so streng hält, wie es die Heiligen taten. O wie zufrieden wird man hierüber dann sein, wie es ein heiliger Peter von Alcantara war, der der heiligen Theresia sich offenbarend ausrief: „O glückselige Buße, die du mir eine so große Herrlichkeit verschafft hast!" Dagegen werden die Leiber der Gottlosen abscheulich, schwarz und stinkend erscheinen. O welche Pein wird dann der Verdammte haben, wenn er mit seinem Leibe sich wieder vereint!

Verfluchter Leib! wird die Seele sagen, um dich zu befriedigen, bin ich zu Grunde gegangen. Und der Leib wird ihr entgegnen: verdammte Seele! du hattest die Vernunft; warum hast du mir jene Gelüste gestattet, welche dich und mich nun in alle Ewigkeit ins Verderben stürzten?
 
Anmutungen und Bitten
Ach mein Jesu und mein Erlöser! der du eines Tages mein Richter sein wirst: vergib mir, ehe dieser Tag herankommt. Wende dein Angesicht nicht von mir hinweg. — Jetzt bist du mir noch Vater; als Vater nimm dein Kind in deine Gnade auf, das mit Reue zu deinen Füßen wieder zurückkehrt. Mein Vater, ich bitte dich um Verzeihung; ich habe dich mit Unrecht beleidiget, ich habe dich mit Unrecht verlassen; du verdientest jene schnöde Behandlung von mir wahrlich nicht. Es reuet mich, es schmerzt mich von ganzem Herzen; verzeihe mir! kehre nicht ab von mir dein Angesicht, wende deine Augen nicht von mir hinweg, verstoß mich nicht, wie ich es verdiente. Erinnere dich an das Blut, das du für mich vergossen hast, und habe mit mir Erbarmen! Der heilige Thomas von Villanova sagte: „ Gern unterziehe ich mich dem Gerichte desjenigen, der für mich gestorben ist, und, um mich ja nicht verdammen zu müssen, zum Kreuzestode sich verdammen ließ." Und dies sagte vor ihm der heilige Paulus: Wer wird uns verdammen? Christus Jesus, der gestorben ist? (Röm 8) Mein Vater, ich liebe dich und will in Zukunft nicht mehr von deinen Füßen weichen. Vergiß der Unbilden, die ich dir antat und gib mir eine inbrünstige Liebe zu deiner Güte. Ich wünsche dich mehr zu lieben, als ich dich vorher beleidigte; hilfst du mir aber nicht, so kann ich dich nicht lieben. Hilf mir, mein Jesu, hilf und laß mich dankbar gegen deine Liebe leben, damit ich mich an jenem Tage im Tale Josaphat unter der Zahl deiner Liebhaber sehen möge. — O Maria! meine Königin und Fürsprecherin, hilf mir jetzt; denn gehe ich verloren, so kannst du mir an jenem Tage nicht mehr helfen. Du bittest ja für alle, so bitte denn auch für mich, da ich mich rühme, dein treuer Diener zu sein, und da ich auf dich ein so großes Vertrauen habe.
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Von dem allgemeinen Gerichte
 
2. Punkt
Sind die Menschen erstanden, so wird ihnen von den Engeln angekündet werden, sie sollen alle im Tale Josaphat sich versammeln, um dort gerichtet zu werden. In dem Tale des Verderbens werden Völker über Völker sein; denn nahe ist der Tag des Herrn. (Joel 3,14) Nachdem sie versammelt sein werden, kommen die Engel und werden die Ungerechten von den Gerechten scheiden: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten absondern. (Mt 13,49) Die Gerechten werden zur Rechten stehen, die Verdammten aber wird man zur Linken stellen. Welchen Schmerz würde man empfinden, aus der Gesellschaft der Menschen oder aus der Kirche sich verstoßen zu sehen? Aber wie bei weitem größer wird der Schmerz dann sein, wenn man sich aus der Gesellschaft der Heiligen ausgestoßen sieht? Was meinst du, wie groß wird nicht die Beschämung der Bösen sein, wenn sie nach ihrer Absonderung von den Gerechten sich verlassen sehen werden? (Auct. Op. imperf. hom. 54) Der heilige Chrysostomus sagt, wenn die Verdammten auch keinen anderen Schmerz hätten, so würde diese Beschämung allein hinreichen, ihre Hölle auszumachen. „Und hätten sie auch nichts anderes zu leiden, so würde diese ihre Beschämung hinlänglich sie bestrafen." (In Mt Kap. 24) Der Sohn wird von seinem Vater, der Mann von seinem Weibe, der Herr von seinem Diener getrennt werden; Einer wird aufgenommen, der andere aber verlassen werden. (Mt 24,40) Sage mir mein Bruder, was denkst du? welcher Ort wird dir zuteil werden? Möchtest du nicht zur Rechten dich befinden? Mein Lieber, verlaß nun den Weg, der zur Linken dich führt.
Auf dieser Erde hält man für glücklich die Fürsten und die Wohlhabenden; die Heiligen aber, welche in Armut und Demut leben - verachtet man. O ihr treuen Liebhaber Gottes? seid ja nicht traurig, wenn ihr euch in dieser Welt verachtet und geplagt sehet: Eure Traurigkeit wird in Freude verwandelt werden. (Joh 16,20) Dann werdet ihr die wahrhaft Glücklichen genannt werden, und ihr werdet die Ehre haben, zu Mitgliedern des Hofstaates Jesu Christi erklärt zu werden. O welch einen schönen Anblick wird dann gewähren ein heiliger Petrus von Alcantara, der wie ein Auswürfling verachtet ward - ein heiliger Johannes von Gott, den man wie einen Narren behandelte - ein heiliger Petrus Cölestinus, der, wegen seiner Verzichtleistung auf die päpstliche Würde, in einem Kerker starb! O in welchen Ehren werden dann so viele andere Glaubenshelden erglänzen, welche einst von den Henkern zerfleischt worden? Alsdann wird Gott jedem sein gebührendes Lob erteilen. (1 Kor 4,5) Im Gegenteile aber, in welch schauerlichen Gestalt werden erscheinen ein Herodes, ein Pilatus, ein Nero, und so viele andere Große der Welt, die der Verdammnis anheimfielen! O ihr Liebhaber der Welt: im Tale erwarte ich euch, im Tale des Gerichtes. Dort werdet ihr ohne Zweifel andere Gesinnungen annehmen; dort werdet ihr eure Torheit beweinen. Ach ihr Elenden, die ihr nun auf der Schaubühne der Welt eine kurz Zeit euch brüstet — beim Trauerspiele des Gerichtes werdet ihr die Rolle der Verdammten spielen müssen! Die Auserwählten werden also zur Rechten gestellt werden, ja, zur Vergrößerung ihrer Herrlichkeit werden sie sogar, nach des Apostels Versicherung, in die Luft über die Wolken erhoben werden, um Jesu Christo mit den Engeln entgegenzuziehen, wann er von dem Himmel kommen wird: Wir werden mit ihnen in den Wolken durch die Luft Christo entgegen geführt werden. (1 Thess 4,16) Die Verdammten aber, als eben so viele Böcke zur Schlachtbank bestimmt, werden zur Linken verwiesen werden, um ihren Richter zu erwarten, welcher seine Feinde öffentlich vor aller Augen verdammen wird.

Und siehe, schon öffnen sich die Himmel, es kommen die Engel, dem Gerichte beizuwohnen, und tragen die Zeichen des Leidens Jesu Christi voran. Wenn der Herr zum Gerichte kommt, sagt der heilige Thomas, werden das Kreuz und die anderen Leidenswerkzeuge vorgezeigt werden. (Opusc. 2. c.) Vor allem wird das heilige Kreuz erscheinen: Und alsdann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen ... alsdann werden alle Geschlechter auf Erden heulen. (Mt 24,30) Cornelius a Lipide sagt: o wie werden dann die Sünder beim Anblicke des Kreuzes heulen, weil sie im Leben ihres ewigen Heils nicht achteten, welches dem Sohne Gottes so viel kostete! „Heulen werden jene, die ihr Heil, das Christo so teuer zu stehen kam, vernachlässigt haben." Hierauf werden, sagt der heilige Chrysostomus, die Nägel über dich Klage führen; es werden die Wundmale wider dich sprechen; das Kreuz Christi wider dich zeugen. (Hom. 20. in Matth.) Es werden diesem Gerichte gleichsam als Beisitzer auch die heiligen Apostel und ihre Nachfolger beiwohnen, die mit Jesu Christo zugleich die Völker richten werden: Die Gerechten werden leuchten, sie werden die Völker richten. (Weish 3,7,8) Auch die Königin der Heiligen und der Engel, Maria die allerseligste Jungfrau, wird sich einfinden, um dem Gerichte beizusitzen. Zuletzt wird der ewige Richter selbst erscheinen auf einem herrlichen und strahlenden Throne. Und sie werden des Menschen Sohn auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit kommen sehen. (Mt 24,30) Vor seinem Angesichte werden die Völker sich entsetzen. (Joel 2,6) Das Angesicht Jesu Christi wird die Auserwählten erfreuen, den Gottlosen aber größere Pein verursachen, als selbst die Hölle. Erträglicher, sagt der heilige Hieronymus, wären den Verdammten die Qualen der Hölle, als die Gegenwart Christi. Die heilige Theresia betete: „Mein Jesu, verhänge über mich alle Leiden, nur laß nicht zu, daß ich an jenem Tage dein erzürntes Angesicht schauen müsse." Und der heilige Basilius: „Diese Beschämung übersteigt jedwede Pein." Dann wird in Erfüllung gehen, was der heilige Johannes vorhersagte, daß die Verdammten die Berge beschwören werden, sie möchten über sie zusammenfallen, und vor dem Angesichte sie bedecken: Zu den Bergen aber werden sie sagen: Fallet über uns und verberget uns vor dem Angesichte dessen, der auf dem Throne sitzt und vor dem Zorne des Lammes. (Offb6,16)
 
Anmutungen und Bitten
O Lamm Gottes! o mein lieber Erlöser! der du auf die Welt kamst, nicht um zu strafen, sondern um die Sünden zu vergeben, ach verzeihe mir alsobald, ehe noch jener Tag kommt, an welchem du mein Richter sein wirst! O Lamm, welches mit so großer Geduld mich ertragen hat! Der Anblick deines erzürnten Angesichtes wäre, wenn ich zu Grunde gehen sollte, für mich die Hölle meiner Hölle. Ach, verzeihe mir, ich bitte dich noch einmal, verzeihe mir alsogleich! Ziehe mit deiner mitleidigen Hand mich aus dem Abgrunde heraus, in den ich durch meine Sünden geraten bin. Es reuet mich, dich, o höchstes Gut! beleidiget und so oft beleidiget zu haben. Ich liebe dich, mein Richter, der du mich so sehr geliebt hast. Ach, um der Verdienste deines Todes willen, gib mir eine so große Gnade, daß sie im Stande ist, mich aus einem Sünder in einen Heiligen umzuändern. Du gabst die Versicherung, denjenigen zu erhören, der dich bittet: Rufe zu mir und ich will dich erhören. (Jer 33,3) Nicht um irdische Güter bitte ich dich, nein, ich verlange deine Gnade, deine Liebe und nichts anderes. Erhöre mich, mein Jesu, um jener Liebe willen, die du zu mir trugst, da du am Kreuze für mich starbst. Mein geliebter Richter, ich bin ein Verbrecher, jedoch einer, der dich mehr liebt als sich selbst. Erbarme dich meiner! — Maria, meine Mutter, eile und komme mir alsbald zu Hilfe; jetzt ist noch Zeit, da du mir helfen kannst. Du verließest mich nicht, als ich uneingedenk deiner und meines Gottes dahinlebte; komme mir jetzt zu Hilfe, da ich entschlossen bin, dir immer dienen zu wollen und meinen Herrn nicht mehr zu beleidigen. O Maria! du bist meine Hoffnung.
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #75 am: 19. Mai 2017, 21:00:27 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


25. Betrachtung
Von dem allgemeinen Gerichte
 
3. Punkt
Doch siehe, schon beginnt das Gericht. Man eröffnet die Prozeßakten, nämlich das Gewissen eines jeden einzelnen Menschen. Man setzt sich zu Gericht und schlägt die Bücher auf. (Dan 7, 10) Zeugen gegen die Ungerechten werden fürs erste die bösen Feinde sein, welche nach der Meinung des heiligen Augustinus sagen werden: Gerechtester Gott, befiehl, daß jener, der nicht dir angehören wollte, mir zukomme. Fürs zweite wird das Gewissen eines jeden Zeuge sein, indem ihr Gewissen ihnen Zeugnis gibt. (Röm 2,15) Ferner werden sogar die Mauern jenes Hauses, wo die Sünder Gott beleidigten, um Rache schreien: Es werden die Steine aus der Mauer rufen. (Hab 2, 11) Zeuge wird endlich der Richter selbst sein, der bei allen ihm zugefügten Unbilden zugegen war: Ich bin Richter und Zeuge, spricht der Herr. (Jer 29,23) Der heilige Paulus sagt, der Herr werde alsdann an das Licht bringen, was in der Finsternis verborgen ist. (1 Kor 4, 5) Er wird sogar die geheimsten und schändlichsten Sünden der Gottlosen, die im Leben sogar vor den Beichtvätern verheimlicht wurden, nun vor aller Menschen Augen aufdecken. Ich will vor deinem Angesichte deine Schandtaten zeigen. (Nah 3, 5) Die Sünden der Auserwählten aber, meint der Magister Sententiarum nebst anderen, werden dazumal nicht offenbar, sondern verborgen bleiben, gemäß dem, was David sagte: Selig sind die, denen ihre Missetaten vergeben und deren Sünde bedeckt worden. (Ps 31,1) Dagegen werden die Sünden der Gottlosen, wie der heilige Basilius sagt, alle insgesamt sich dem Blicke darstellen, wie auf einem Gemälde: „Mit einem einzigen Blicke wird man sämtliche Sünden wie auf einem Gemälde ersehen." (Lib. 1, de vera Virg.) Der heilige Thomas bemerkt (Opus 60): Wenn schon im Garten Gethsemani auf die Worte Jesu Christi: „Ich bin es!" alle Soldaten, die ihn zu ergreifen kamen, zu Boden fielen, was wird erst dann geschehen, wenn er, auf seinem Richterstuhle sitzend, zu den Verdammten rufen wird: „Sehet, ich bin es, den ihr verachtet habt?" Was wird er als Richter tun, da er jenes tat, als er sich selbst dem Gerichte überlieferte?
Höre! Schon kommt es zum Urteilsspruche. Vorerst wird Jesus Christus zu den Auserwählten sich wenden und diese süßen Worte sprechen: Kommet, ihr Gesegneten meines Vaters, nehmet Besitz von dem Reiche, das von Anbeginn der Welt euch bereitet ist. (Mt 25,34) Als dem heiligen Franziskus von Assisi geoffenbart wurde, daß er zur Seligkeit vorherbestimmt wäre, konnte er sich vor Trost nicht fassen. Wie groß muß nun die Freude sein, aus dem Munde des Richters selbst zu vermehren: Kommet, ihr gesegneten Kinder, kommet in das himmlische Reich, wo es keine Leiden mehr gibt und keine Furcht; ihr seid ja schon selig und werdet in Ewigkeit es sein. Ich segne jenes Blut, das ich für euch vergossen, ich segne jene Tränen, welche ihr über euere Sünden geweinet; laßt uns nun in das Paradies hinaufziehen, wo wir in alle Ewigkeit wohnen werden! Auch die allerheiligste Gottesgebärerin Maria wird ihre Verehrer segnen und einladen, mit ihr in den Himmel zu kommen, und so werden die Auserwählten unter dem Gesange: „Alleluja, Alleluja!" siegreich in das Paradies einziehen, um davon Besitz zu nehmen, und Gott in Ewigkeit zu besitzen, zu loben und zu lieben.
Die Verdammten hingegen werden zu Jesus sich wenden und zu ihm sagen: Und was haben denn wir Arme zu tun? Ihr, wird der ewige Richter erwidern, ihr? Gehet hinweg von mir, ihr Verfluchte, in das ewige Feuer. (Mt ibid.) Gehet hinweg von mir, entfernt euch, ich will euch weder sehen noch hören. Ihr Verfluchten, fort von mir, fort in die Verdammnis, denn ihr habt meinen Segen verschmäht. Und wohin, o Herr! sollen diese Elenden gehen? In das Feuer, in die Hölle, um an Seele und Leib zu brennen. Und auf wie viele Jahre, auf wie viele Jahrhunderte? Wie, Jahre — Jahrhunderte? Nein, in ein Feuer, welches ewig ist, und brennen wird, so lange Gott - Gott sein wird. Nach diesem Ausspruche werden die Gottlosen, sagt Ephrem, von den Engeln, von den Heiligen und von ihren Verwandten, ja selbst von der göttlichen Mutter Abschied nehmen: „Lebet wohl, ihr Gerechte! Lebe wohl, o Kreuz! Lebe wohl, o Himmel! Lebet wohl, Väter und Kinder, denn wir werden keinen von euch mehr sehen. Lebe auch du wohl, o Gottesgebärerin Maria!" (Eph. de variis torm. inf.) Und es wird sich inmitten des Tales ein großer Abgrund eröffnen, wohinein die Teufel und Verdammten insgesamt hinunterstürzen; und sie werden hinter sich, o Gott! hinter sich die Pforten sich schließen hören, die nie, nie, ja in alle Ewigkeit nimmermehr eröffnet werden. - O verfluchte Sünde, zu welch unglücklichem Ende wirst du eines Tages so viele arme Seelen bringen! O unglückliche Seelen, denen ein so beweinenswürdiges Ende bevorsteht.
 
Anmutungen und Bitten
Ach, mein Heiland und Gott! Welcher Ausspruch wird mich einst treffen? Wenn du, mein Jesus, jetzt über meinen Wandel Rechenschaft fordern würdest, was könnte ich dir zur Antwort sagen, außer: ich verdiene tausend Höllen! Ja fürwahr, mein Erlöser, tausend Höllen verdiene ich; doch wisse, daß ich dich liebe und daß ich dich mehr liebe als mich selbst; über die dir zugefügten Unbilden aber habe ich einen solchen Schmerz, daß ich wünschte, lieber jedes Übel gelitten, als dich beleidiget zu haben. Du verdammst, o mein Jesu, die verstockten Sünder, nicht aber jene, die Reue haben und das Verlangen, dich zu lieben. Siehe mich reumütig zu deinen Füßen, lasse mich hören, daß du mir verzeihest. Doch du ließest es mich schon durch den Propheten hören: Bekehret euch zu mir, so werde ich mich zu euch kehren. (Zach 1,3) Ich entsage nun allem; auf alle Freuden und Güter der Welt verzichte ich, ich wende mich wieder zu dir und umarme dich, mein geliebter Erlöser. Ach, nimm mich auf in dein Herz und von dort aus entzünde mich mit deiner Liebe; entflamme mich aber in dem Grade, daß ich nicht mehr daran denke, von dir mich zu entfernen. Mein Jesu, mache mich nur selig, und meine Seligkeit bestehe in einer immerwährenden Liebe zu dir und in beständigem Lobe deiner Erbarmungen. Den Erbarmungen des Herrn will ich in Ewigkeit Lob singen. — Maria, meine Hoffnung, meine Zuflucht und meine Mutter, hilf mir doch und erhalte mir die heilige Beharrlichkeit. Nie ist jemand verloren gegangen, der seine Zuflucht zu dir nahm. Dir empfehle ich mich; nun so erbarme dich meiner.
 
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #76 am: 22. Mai 2017, 21:47:26 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


26. Betrachtung
Von der Pein der Hölle „Und diese werden in die ewige Pein gehen." (Mt 25,46)
 
1. Punkt
Zwei Übel begeht der Sünder, wenn er sündiget; er verläßt Gott, das höchste Gut, und wendet sich zu den Geschöpfen: Mein Volk hat zwei Übel begangen: mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, und sich Wasserbehälter gegraben, die durchlöchert sind und kein Wasser halten können. (Jer 2,13) Weil also der Sünder zu den Geschöpfen sich wendet, wodurch er Gott beleidiget, so wird er in der Hölle mit Recht eben von den Geschöpfen gequält werden - von dem Feuer, und von den Teufeln; und das ist die Pein des Sinnes. Da aber die größte Schuld seiner Sünde darin besteht, daß er Gott den Rücken kehrte, so wird deswegen die vorzüglichste Strafe, wodurch eigentlich die Hölle zur Hölle wird, in der Pein bestehen, Gott verloren zu haben.
Betrachten wir zuerst die Strafe der Sinne. Es ist eine Glaubenswahrheit, daß es eine Hölle gebe. Inmitten der Erde ist dies Gefängnis, das den gegen Gott aufrührerischen Menschen zu ihrer Züchtigung vorbehalten ist. Was ist die Hölle? Es ist ein Ort der Peinen: In diesen Ort der Qualen, so nannte der verdammte Prasser die Hölle. (Lk 16,28) Ein Ort der Qualen, wo alle Sinne und Seelenkräfte des Verdammten ihre eigentümliche Pein haben werden, und je mehr er Gott durch einen Sinn beleidiget hat, desto mehr wird er an diesem Sinne gepeiniget werden: Durch eben dasjenige, wodurch Einer sündiget, wird er gestraft werden. (Weish 11,17) So viel sie in Wollüsten gelebt hat, so viel peiniget sie. (Offb 18,7) Das Auge wird durch die Finsternis gepeiniget werden. Das finstere, und mit der Dunkelheit des Todes bedeckte Land. (Job 10,11) Welches Mitleid erregt es nicht, wenn man hört, daß jener arme Mann, so lange er lebt, vierzig oder fünfzig Lebensjahre hindurch in einer dunklen Grube eingeschlossen sein wird! Die Hölle ist ein von allen Seiten verschlossener Abgrund, wohin niemals ein Strahl der Sonne, oder eines anderen Lichtes dringen wird: Er wird in Ewigkeit das Licht nicht sehen. (Ps 48,20) Das Feuer, welches auf der Welt leuchtet, wird in der Hölle finster sein. Die Stimme des Herrn durchschneidet die Feuerflammen. (Ps 28,7) Der heilige Basilius erklärt diese Stelle also: Der Herr wird vom Feuer das Licht trennen, weshalb dieses Feuer nur die Eigenschaft, zu brennen, nicht zu erleuchten hat; und noch kürzer erklärt es Albertus der Große: „Er wird von der Hitze den Schimmer trennen." Der nämliche Rauch, welcher von diesem Feuer aufsteigen wird, wird jenes Sturmgewölke von Finsternissen hervorbringen, wovon der heilige Jakobus sagt, daß es die Augen der Verdammten blenden werde: Welchen auf ewig das Ungewitter der Finsternis aufbewahrt ist. (Jak 12,13) Der heilige Thomas versichert (3. part. qu. 97. c. 5), die Verdammten hätten nur so viel Licht, als hinreichend ist, um sie desto mehr zu quälen: „So viel hinlänglich ist, das zu sehen, was sie quälen kann." In diesem finsteren Lichtschimmer werden sie die Abscheulichkeit der übrigen Verdammten sehen, und der Teufel solche entsetzliche Gestalten annehmen, um sie noch mehr zu erschrecken.
Auch der Geruch wird seine Pein haben. Wie peinlich wäre es, mit einem verfaulenden Leichnam in einem Zimmer eingeschlossen sich zu befinden? Von ihren Leichen steigt ein Gestank auf. (Jes 34,3) Der Verdammte muß mitten unter so vielen Millionen anderer Verdammten bleiben, die in Hinsicht der Strafe lebendig, aber wegen des Gestankes, den sie verbreiten, Leichen sind. Der heilige Bonaventura sagt, würde der Leib eines Verdammten aus der Hölle auf die Erde ausgeworfen, so würde er hinreichen durch seinen Gestank alle Menschen zu töten. Und doch freveln die Toren: Komme ich in die Hölle, so werde ich doch nicht allein sein. O ihr Elende! Je mehr in der Hölle sein werden, desto größer wird ihre Pein sein. „Dort, sagt der heilige Thomas, wird die Gesellschaft der Elenden das Elend nicht geringer, sondern nur größer machen." (S. Thom. Suppl. qu. 86. art. 1) Ich sage, sie leiden mehr, und zwar wegen des Gestankes, wegen des Geschreies und wegen der Enge des Raumes; denn in der Hölle werden sie gedrängt über einander liegen wie Schafe, die zur Winterszeit haufenweise eines über das andere liegen. Wie Schafe liegen sie in der Hölle. (Ps 48, 15) Ja, noch mehr, sie werden, wie unter dem Kelter des Zornes Gottes ausgepreßte Trauben sein. Er tritt die Kelter, woraus Gott den Wein seines grimmigen Zornes schöpft. (Offb 19,15) Daraus wird dann die Pein der Unbeweglichkeit entstehen. Sie sollen unbeweglich werden wie ein Stein. (Ex 15,16) So wie also der Verdammte in die Hölle fallen wird am jüngsten Tage, so wird er, ohne seine Lage jemals ändern zu können, liegen bleiben müssen, und ohne daß er jemals, so lange Gott - Gott sein wird, einen Fuß, oder eine Hand nach Willkür bewegen kann.
Das Gehör wird gepeiniget werden durch das immerwährende Geheul und Wehklagen dieser armen Verzweifelten, und durch das beständige Getümmel und Gerassel der Teufel. Schreckenstöne werden in seinen Ohren erschallen. (Job 15,21) Welche Pein ist es nicht, wenn man schlafen will und einen Kranken hört, der in einem fort ächzet, oder einen Hund, welcher bellt, oder ein Kind, welches weint? Armselige Verdammte, die ihr in alle Ewigkeit beständig das Getümmel und Geschrei dieser Gequälten hören müsset! Ihr Schlund wird durch den Hunger gequält werden; der Verdammte wird einen Heißhunger haben, wie ein Hund. Sie werden Hunger leiden wie die Hunde (Ps 58,15); allein er wird nie einen Bissen Brot bekommen. Dürsten wird ihn ferner so sehr, daß ihm alle Gewässer des Meeres nicht genügen würden, den Durst zu stillen, allein er wird doch nicht einmal einen Tropfen davon erhalten. Der Prasser bat um einen einzigen Tropfen Wassers; diesen aber bekam er noch nie, und wird ihn auch niemals bekommen; nein, niemals!
 
Anmutungen und Bitten
Ach, mein Herr! siehe hier jenen zu deinen Füßen, welcher deine Gnade und deine Strafe so geringachtete! Wehe mir, wenn du, mein Jesu! dich meiner nicht erbarmt hättest: Wie viele Jahre befände ich mich nicht schon in diesem stinkenden Feuerschlunde, wo so viele meinesgleichen bereits brennen! Ach, mein Erlöser! wie soll ich nicht von Liebe zu dir entbrennen, wenn ich alles dieses aufmerksam erwäge, und wie sollte ich noch neuerdings dich beleidigen können? Ach! nimmermehr soll es geschehen, mein Jesus Christus! laß mich lieber tausendmal eher sterben. Da du das gute Werk in mir angefangen hast, so vollende es auch. Du zogst mich heraus aus dem Kote meiner vielfältigen Sünden und beriefst mich mit so großer Liebe, auf daß ich dich liebte; ach, laß mich nun die Zeit, die du mir gabst, ganz für dich verleben! Wie sehr würden die Verdammten den Tag sich wünschen oder die Stunde, die du mir schenkest! Und was will ich tun? Soll ich fortfahren, sie auf Dinge zu verwenden, die dir mißfallen? Nein, mein Jesus! um der Verdienste jenes Blutes willen, das mich bisher von der Hölle bewahrte, laß dies nicht zu. Ich liebe dich, o höchstes Gut! und weil ich dich liebe, so reuet es mich, dich beleidigt zu haben; ich will dich nicht mehr beleidigen, sondern dich immer lieben. — Maria! meine Königin und Mutter! bitte Jesum für mich, und erhalte mir die Gabe der Beharrlichkeit und seiner heiligen Liebe.
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #77 am: 24. Mai 2017, 19:08:54 »
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26. Betrachtung
Von der Pein der Hölle
 
2. Punkt
Was ferner die Sinne der Verdammten in der Hölle noch mehr quält, ist das höllische Feuer, welches dem Gefühle peinliche Schmerzen verursacht. Der Gottlosen Strafe ist Feuer und Gewürme. (Eccl 7,19) Deswegen macht der Herr bei dem Gerichte davon besonders Erwähnung: Weichet von mir, ihr Verfluchte, in das ewige Feuer! (Mt 25,41) Schon auf dieser Welt ist der Schmerz des Feuers der allergrößte; es ist aber zwischen unserem Feuer und zwischen jenem der Hölle ein so großer Unterschied, daß der heilige Augustinus sagt, unser Feuer scheine dagegen nur wie ein gemaltes zu sein: „Im Vergleiche mit jenem ist unser Feuer nur ein gemaltes", und der heilige Vincentius Ferrerius: Gegen jenes sei unser Feuer nur kalt. Die Ursache liegt darin, weil unser Feuer zu unserem Nutzen erschaffen ist; das höllische Feuer aber hat Gott absichtlich zur peinlichen Strafe erschaffen. „Weit anders ist das Feuer - sagt Tertullianus -, das dem Menschen zum Gebrauche dient, als jenes, welches der Gerechtigkeit Gottes dient." Gottes Zorn hat dieses rächende Feuer angezündet. Es ist ein Feuer in meinem Grimme angezündet worden. (Jer 15,14) Daher wird das höllische Feuer von Isaias der Geist des Zorneifers genannt: Wenn der Herr die Unsauberkeit wird abgewaschen haben durch den Geist des Feuereifers. (Jes 4,4) Der Verdammte wird nicht sowohl zum Feuer, als vielmehr in das Feuer geschickt werden: Weichet von mir, ihr Verfluchte, in das ewige Feuer. So wird also der Elende ganz vom Feuer umgeben sein, wie das Holz im Ofen. Der Verdammte wird aber unter und um sich herum einen Abgrund von Feuer finden. Wenn er um sich greift, wenn er sieht, wenn er Atem holt, so betastet, erblickt und atmet er nichts anderes ein als Feuer. Er wird im Feuer wie der Fisch im Wasser sein. Doch herum wird dieses Feuer nicht nur rings sein, sondern es wird auch in die Eingeweide des Verdammten eindringen, um ihn zu quälen. Sein Leib wird ganz feurig werden, so daß das Eingeweide im Leibe, das Herz in der Brust, das Gehirn im Kopfe, das Blut in den Adern, ja sogar das Mark in den Gebeinen siedend heiß sein wird: jeder Verdammte für sich wird selbst zu einem Feuerofen werden. Dein Anblick wird sie gleich einem Feuerofen brennen. (Ps 20,10)
Manche können es nicht ertragen, auf einem Wege zu gehen, wo die Sonne sticht, in einem verschlossenen Zimmer bei einer Glutpfanne zu bleiben; sie können es nicht einmal aushalten, wenn von einer brennenden Kerze ihnen ein Fünklein auf die Hand springt, und dennoch fürchten sie sich nicht vor jenem Feuer, welches, wie Isaias bemerkt, eigentlich verzehrend ist: Wer von euch wird bei dem verzehrenden Feuer wohnen können? (Jes 33,14)
Gleichwie ein wildes Tier eine Ziege verzehrt, so verschlingt das höllische Feuer den Verdammten; es verzehrt ihn aber so, daß er doch niemals stirbt. Fahre fort, sagt der heilige Petrus Damianus in seiner Rede von dem Unkeuschen, fahre nur fort, deiner Fleischeslust zu frönen, es wird ein Tag kommen an dem alle deine unzüchtigen Gelüste in deinen Eingeweiden in lauter Pech verändert werden, welches jene Flamme noch heftiger und schmerzlicher machet, die in der Hölle dich brennen wird: „Es kommt ein Tag, ja vielmehr eine Nacht, wo deine Fleischeslust in Pech sich verwandeln und ein immerwährendes Feuer in deinen Eingeweiden unterhalten wird." (S. P. Dam. Epist 6) Der heilige Hieronymus (Epist. ad Fam) fügt bei, dies Feuer werde alle Qualen und Schmerzen mit sich führen, die man auf dieser Welt leidet: Schmerzen in den Seiten, in dem Kopfe, in den Eingeweiden, in den Nerven: „In einem Feuer empfinden die Sünder in der Hölle alle Qualen." In diesem Feuer wird sogar auch die Qual des Frostes sein: Aus dem Schneewasser soll er in eine übermäßige Hitze kommen. (Job 24, 19) Man muß aber hierbei immer bedenken, daß alle Leiden dieser Welt, wie der heilige Chrysostomus sagt, im Vergleiche mit den Peinen der Hölle gleich einem Schatten seien. „Nimm Feuer, nimm Eisen, was ist es anders gegen jene Qualen, als ein Schatten?"
Auch die Seelenkräfte werden ihre eigene Pein haben. Der Verdammte wird durch das Gedächtnis gepeiniget werden, indem er an die Zeit sich erinnert, die er in diesem Leben gehabt hatte, um selig zu werden, und die er zubrachte, um sich zu verdammen; und an die Gnaden, die er von Gott erhalten und deren er sich nicht bedienen wollte. Er wird gepeiniget durch den Verstand, nämlich durch den Gedanken an das große Gut, das er verloren hat, Himmel und Gott, und daß diesem Verluste nicht mehr abzuhelfen sei. An dem Willen, indem er sieht, daß man ihm stets alles versagen werde, was er verlangt. Das Verlangen der Sünder wird zu nichte werden. (Ps 111,18) Der Elende wird nichts von dem bekommen, was er wünscht, und dagegen immer alles das vor sich haben, vor dem er sich entsetzt, nämlich seine ewigen Peinen. Er möchte gern den Qualen entkommen und Ruhe finden; allein immer wird er gequält werden und niemals Frieden haben.
 
Anmutungen und Bitten
Ach mein Jesu! dein Blut und Tod sind meine Hoffnung. Du bist gestorben, um mich von dem ewigen Tode zu befreien. Ach Herr! wer hat an den Verdiensten deines Leidens mehr Anteil gehabt, als ich, Armseliger, der ich so oft die Hölle verdient hätte? Ach laß mich nicht mehr undankbar sein für jene Unzahl von Gnaden, die du mir erwiesen hast. Du bewahrtest mich vor dem höllischen Feuer, weil du nicht willst, daß ich in diesem qualvollen Feuer brenne, wohl aber entbrenne in dem süßen Feuer deiner Liebe. Hilf mir also, damit ich deinem Wunsche entsprechen könne. Wäre ich in der Hölle, so könnte ich dich nicht mehr lieben; da ich dich aber nun lieben kann, so ist es auch mein Wille, dich zu lieben. Ich liebe dich, unendliche Güte! ich liebe dich, meinen Erlöser! der du mich so sehr liebtest. Wie konnte ich so lange deiner uneingedenk dahin leben! Ich danke dir, daß du meiner nicht vergaßest. Wärest du meiner uneingedenk gewesen, so wäre ich gegenwärtig in der Hölle, oder ich hätte keinen Schmerz über meine Sünden. Dieser Schmerz, den ich in meinem Herzen darüber fühle, daß ich dich beleidigte, dieses Verlangen, das ich habe, dich recht zu lieben, sind Geschenke deiner Gnade, die mir beisteht. Ich sage dir, mein Jesu, dafür Dank. Ich hoffe den Rest meines Lebens dir zu widmen. Ich leiste auf alles Verzicht. Nur darauf will ich bedacht sein, dir zu dienen und wohlzugefallen. Erinnere mich stets an die Hölle, die ich mir verdient, und an die Gnaden, die du mir erwiesen; und laß es nicht geschehen, daß ich dir wieder den Rücken kehre, und mich von selbst zu jenem Abgrunde von Qualen verdamme. — O Mutter Gottes! bitte für mich Sünder. Deine Fürbitte hat mich vor der Hölle bewahrt; durch sie befreie mich, o meine Mutter, auch von der Sünde, die mich allein wieder zur Hölle verdammen könnte.
 
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #78 am: 27. Mai 2017, 21:10:01 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


26. Betrachtung
Von der Pein der Hölle

3. Punkt
Allein alle diese Qualen sind nichts gegen die Pein des Verlustes. Nicht die Hölle, nicht die Finsternisse, nicht der Gestank, noch das Geschrei und das Feuer machen die Hölle aus; die Pein, welche die Hölle eigentlich zur Hölle macht, ist der Schmerz, daß man Gott verloren habe. Der heilige Bruno sagt: „Qualen mögen auf Qualen gehäuft werden, wenn sie nur Gottes nicht beraubt werden." (Serm. de jud. fin.) Und der heilige Johannes Chrysostomus: „Zähltest du auch tausend Höllenstrafen auf, so wirst du dennoch keine nennen, welche diesem Schmerz gleichkommt." (Hom 49 ad Pop.) Und der heilige Augustinus fügt bei: Könnten die Verdammten des Angesichtes Gottes sich erfreuen, so würden sie gar keine Pein fühlen, „und selbst die Hölle würde in ein Paradies umgeschaffen werden." (S. Aug tom. 9. de tripl. hab.) Um von dieser Pein nur einigen Begriff zu haben, denke man sich zum Beispiel, jemand habe einen Edelstein verloren, der hundert Taler wert war. Dieser Verlust ist ihm wohl sehr unangenehm; hätte er aber zweihundert gegolten, so wäre sein Verdruß doppelt so groß; hätte er vierhundert gekostet, so wäre sein Schmerz um so größer. Kurz, je höher der Wert des Verlorenen steigt, desto mehr wächst auch der Schmerz. Was für ein Gut hat wohl der Verdammte verloren? Ein unendliches Gut, welches Gott ist; daher sagt der heilige Thomas, er fühle gewissermaßen unendliche Pein: „Des Verdammten Pein ist unendlich, weil sie der Verlust eines unendlichen Gutes ist." (D. Th. 1. 2. qu. 87. art. 4)
Diese Pein nun fürchten nur die Heiligen: „Dieser Schmerz ist für die Liebenden, nicht für die Verachtenden", spricht der heilige Augustinus. Der heilige Ignatius von Loyola rief aus: „Herr! jede Pein ertrage ich, nur diese nicht, deiner beraubt zu werden." Doch diesen Schmerz erfassen die Sünder nicht, die sich zufrieden stellen, ganze Monate und Jahre lang ohne Gott dahinzuleben, denn die Elenden leben ja in der Finsternis. Allein im Tode werden sie das Gut erkennen, das sie verlieren. Beim Scheiden aus diesem Leben sieht die Seele, wie der heilige Antonius sagt, sogleich ein, daß sie für Gott erschaffen worden sei: „Aber vom Leibe getrennt, erkennet die Seele Gott als ihr höchstes Gut, und daß sie für dasselbe geschaffen sei." Deshalb schwingt sie sich alsogleich empor, um hinzugehen und ihr höchstes Gut zu umfassen; ist sie aber in der Sünde, so wird sie von Gott verstoßen werden. Sieht der Jagdhund einen Hirschen, und hält ihn jemand mit einer Kette zurück, welche Gewalt wendet er nicht auf, um die Kette zu zerreißen und die Beute zu erhaschen? Sondert die Seele sich von dem Leibe, so wird sie natürlicherweise zu Gott hingezogen; allein die Sünde trennet sie von Gott, und er stößt sie weit von sich in die Hölle hinab: Eure Missetaten haben zwischen euch und eurem Gott eine Scheidewand gesetzt. (Jes 59,2) Die ganze Hölle besteht demnach in diesem ersten Worte des Verdammungsurteiles: Weichet von mir, ihr Verfluchten. Gehet hinweg, wird Jesus Christus sagen, ihr sollt, also will ich es, nimmermehr mein Angesicht schauen. „Zählte jemand auch tausend Höllenstrafen auf, so würde er dennoch keine solche nennen, als diese ist, Christo verhaßt zu sein." (Chrys. hom. 24. in Mt) Als David den Absalon verurteilte, nimmermehr vor ihm zu erscheinen, da erschien diese Strafe für Absalon so groß, daß er antwortete: „Saget meinem Vater, er möchte mir entweder erlauben, sein Angesicht wieder zu sehen, oder er soll mich töten lassen." (2 Sam 14,24) Als einst Philipp II. in der Kirche einen Großen seines Reiches unehrerbietig dastehen sah, sagte er zu ihm: „Nimmermehr sollen sie vor mir erscheinen." Dieses schmerzte nun diesen Großen so sehr, daß er nach Hause ging und vor Schmerz starb. Wie wird es erst sein, wann Gott dem Bösen die Strafe ankündigen wird: Hinweg von mir, ich will dich nicht mehr sehen! Ich will mein Angesicht vor ihm verbergen, und alle Übel sollen ihn treffen. (Dtn 31,17) Ihr, wird der Herr am jüngsten Tage zu den Verdammten sprechen, gehört nicht mehr mir zu, und ich bin nicht mehr euer. Nenne seinen Namen nicht: mein Volk; denn ihr seid nicht mein Volk, und ich will nicht euer sein. (Os 1,9)
Welche Qual ist es doch für ein Kind bei dem Tode seines Vaters oder für eine Gattin beim Tode ihres Gemahles also sagen zu müssen: Mein Vater, mein Gemahl, ich werde dich nicht mehr sehen! - Ach hörten wir jetzt eine verdammte Seele weinen und würden wir sie fragen: warum weinst du denn so sehr? sie würde das Einzige zur Antwort geben: Ich weine, weil ich Gott verloren habe und ihn nicht mehr zu sehen bekomme. Ach, könnte die Elende in der Hölle wenigstens ihren Gott lieben und in seinen Willen sich ergeben! Doch nein; denn vermöchte sie dies zu tun, so wäre die Hölle ja keine Hölle: die Unglückliche kann in den Willen Gottes sich nicht ergeben, weil sie eine Feindin des göttlichen Willens geworden ist. Sie kann nicht mehr ihren Gott lieben; sie haßt ihn und wird ihn auf immer hassen; und dies wird ihre Hölle sein, Gott erkennen als das höchste Gut und sich doch gezwungen sehen, ihn zugleich zu hassen, während sie ihn als unendlich liebenswürdig anerkennt: „Ich bin jener der Liebe Gottes beraubte Bösewicht", antwortete einst der Teufel, als er von der heiligen Katharina von Genua gefragt wurde, wer er wäre. Der Verdammte wird Gott hassen und verfluchen, und indem er über Gott flucht, so flucht er auch über die Wohltaten, die er ihm erwiesen hat, über die Erschaffung, über die Erlösung, über die heiligen Sakramente, vorzüglich über die heilige Taufe und Buße und am allermeisten über das allerheiligste Sakrament des Altars. Hassen wird er sämtliche Engel und Heilige und besonders seinen Schutzengel und seine heiligen Fürbitter und vorzüglich die göttliche Mutter; vor allen aber die drei göttlichen Personen und unter diesen hauptsächlich den Sohn Gottes (der einst für sein Heil gestorben ist); verfluchen wird er seine Wunden, sein Blut, seine Leiden und seinen Kreuzestod.
 
Anmutungen und Bitten
Ach mein Gott! du bist also mein höchstes Gut, mein unendliches Gut und ich habe dich so oft freiwillig verloren? Ich wußte wohl, daß ich dir durch meine Sünden ein großes Mißfallen verursachen und deine Gnade verlieren würde; und dennoch habe ich es getan! Ach, sehe ich dich, o Sohn Gottes! nicht durchbohrt am Kreuze für mich sterben, so hätte ich nicht Mut, von dir Verzeihung zu erbitten und zu erwarten! Ewiger Vater! sieh nicht auf mich, schaue auf diesen deinen geliebten Sohn, der dich für alle um Barmherzigkeit bittet; erhöre ihn und verzeihe mir. Ich sollte bereits schon so viele Jahre in der Hölle sein, ohne Hoffnung dich wieder lieben zu können und deine verlorene Gnade wieder zu erlangen. Mein Gott! ich bereue über alles Übel diese Schmach, die ich dir antat, indem ich auf deine Freundschaft verzichtete, deine Liebe elender irdischer Genüsse wegen verachtete. O wäre ich lieber tausend Mal gestorben! Wie konnte ich doch so blind und töricht sein! Ich danke dir, mein Herr! daß du mir Zeit schenkest, meinem begangenen Übel abzuhelfen. Da ich durch deine Barmherzigkeit noch außerhalb der Hölle mich befinde und dich, meinen Gott, noch lieben kann, so will ich dich lieben. Ich will es nicht mehr verschieben, mich ganz zu dir zu bekehren. Ich liebe dich unendliche Güte! ich liebe dich mein Lehen, mein Schatz, meine Liebe, mein Alles! Erinnere mich, o Herr! immer an die Liebe, die du zu mir getragen und an die Hölle, wo ich sein sollte, damit mich dieser Gedanke stets aneifere, mich in der Liebe zu dir zu üben und immerfort zu dir zu rufen: ich liebe dich! ich liebe dich! ich liebe dich! — Maria! meine Königin, meine Hoffnung und Mutter, wenn ich in der Hölle wäre, könnte ich dich nicht mehr lieben. Ich liebe dich, ja ich liebe dich, meine Mutter! und vertraue auf dich und hoffe, daß ich nicht mehr aufhören werde, dich und meinen Gott zu lieben. Hilf mir, o bitte Jesum für mich.
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #79 am: 12. Juni 2017, 19:53:26 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


27. Betrachtung

Ewigkeit der Hölle „Und diese werden in die ewige Pein eingehen." (Mt 25,46)
 
1. Punkt
Wäre die Hölle nicht ewig, so wäre sie keine Hölle. Das Leiden, welches nicht lange dauert, ist kein großes Leiden. Diesem Kranken schneidet man ein Geschwür weg, jenem brennt man den Krebs aus: der Schmerz ist zwar groß, jedoch weil er bald aufhört, so ist die Qual nicht übergroß. Wie schmerzlich aber wäre es, wenn dieses Schneiden oder dieses Brennen eine Woche oder einen Monat dauern würde. Ist der Schmerz aber sehr langwierig, so wird er, sei er auch noch so unbedeutend, wie z. B. ein geringes Augenweh oder ein geringer Zahnschmerz, dennoch unerträglich. Was rede ich aber von Schmerzen? Sogar ein lustiges Schauspiel oder ein schönes Musikstück, wenn es zu lange oder wohl gar einen Tag lang währt, würde man aus Überdruß nicht ertragen können. Und wie, wenn es einen Monat, ein Jahr lang anhielte? - Bedenke, wie wird es erst in der Hölle sein, wo man nicht etwa fortwährend das nämliche lustige Schauspiel oder dieselbe schöne Musik hört, wo nicht bloß ein Augen- oder Zahnweh tobt, wo man nicht bloß den Schmerz eines Schnittes oder glühenden Eisens empfindet, sondern wo alle Qualen und Schmerzen zuhause sind? Und wie lange? Durch die ganze Ewigkeit! - Sie werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit gequält werden. (Offb 20,10)
Diese Ewigkeit ist eine Glaubenswahrheit: es ist nicht etwa eine bloße Meinung, sondern eine uns von Gott in sehr vielen Schriftstellen bezeugte Wahrheit; Weichet von mir, ihr Verfluchten! ins ewige Feuer. (Mt 25,41) Und diese werden in die ewige Pein eingehen. (Mt 46) Sie werden mit dem ewigen Verderben bestraft werden. (2 Thess 1,9) Ein jeder wird mit Feuer gesalzen werden. (Mk 9,48) So wie das Salz dazu dient, die Dinge aufzubewahren, eben so leistet das Feuer der Hölle den Dienst des Salzes, indem es die Verdammten quält und sie zugleich beim Leben erhält. „Dort zehrt das Feuer, sagt der heilige Bernardus, damit es immer erhalte." (Medit. cap. 3) Wäre nicht jener töricht zu nennen, der, um sich einen Tag lang unterhalten zu können, sich verurteilen ließe, auf zwanzig oder dreißig Jahre in eine Gruft eingesperrt zu werden? Währte die Hölle nur hundert Jahre, doch was sage ich hundert? dauerte sie nur zwei oder drei Jahre, so wäre es dennoch eine große Torheit, sich eines geringen Vergnügens wegen auf zwei oder drei Jahre zum Feuer verdammen zu lassen. Allein es handelt sich hier nicht um dreißig, nicht um hundert, auch nicht um tausend, noch um zehntausend Jahre; es handelt sich um eine Ewigkeit, es kommt darauf an, auf immer dieselben erschrecklichen Peinen zu leiden, die nie enden, nie einen Augenblick vermindert werden. Fürwahr, recht hatten die Heiligen, wenn sie, so lange sie lebten und somit auch in Gefahr schwebten, verdammt zu werden, weinten und zitterten. Der selige Einsiedler Isaias, obwohl er unter Fasten und Bußwerken in einer Wüste lebte, rief oft unter häufigen Tränen: o mich Armseligen! der ich noch immer in der Gefahr bin, verdammt zu werden. „Wehe mir Armseligen, noch immer bin ich nicht sicher vor dem höllischen Feuer."
 
Anmutungen und Bitten
Ach mein Gott! hättest du mich, wie ich es oftmals verdiente, in die Hölle verstoßen, mich aber nochmals durch deine Barmherzigkeit wieder herausgezogen: welch einen großen Dank wäre ich dir dafür schuldig! und welch ein heiliges Leben würde ich alsdann begonnen haben! Und jetzt, da du mich vor diesem Sturze bewahret hast, was will ich tun? Soll ich dich etwa neuerdings beleidigen und zum Zorne reizen, damit du mich wirklich in jenes Gefängnis verstoßest, worin die gegen dich rebellischen Menschen brennen und so viele brennen wegen weit geringeren Sünden, als ich begangen habe? Ach mein Erlöser! so machte ich es vormals: Anstatt die Zeit, die du mir gabst, zur Beweinung meiner Sünden zu benützen, brachte ich sie zu, um dich zu erbittern. Dank deiner unendlichen Güte, daß sie mich so lange erduldete! Wäre sie nicht grenzenlos, wie hätte sie mich so lange ertragen können ? Ich danke dir demnach, daß du mich bisher mit so großer Geduld erwartet hast, und zolle dir meinen Dank besonders für das Licht, das du mir jetzt gibst, um meine Torheit zu erkennen und jene Unbilden, die ich dir zufügte, indem ich dich mit so vielen Sünden entehrte. Mein Jesu! ich verfluche und bereue dieselben von ganzem Herzen; vergib mir doch um deines Leidens willen und hilf mir mit deiner Gnade, damit ich dich nicht mehr beleidige. Mit Recht zittere ich jetzt davor, daß du, sofern ich nochmals eine Todsünde beginge, mich verlassen dürftest. Ach mein Herr! ich flehe zu dir: durchdringe mich mit deiner Furcht, besonders dann, wenn der böse Feind mich neuerdings versuchen will, dich zu beleidigen. Mein Gott! ich liebe dich und ich will dich nicht mehr verlieren, hilf mir mit deiner Gnade. — Komm auch du mir zu Hilfe, o allerheiligste Jungfrau Maria! und mache, daß ich in meinen Anfechtungen mich immer zu dir flüchte, um Gott nicht mehr zu verlieren. Maria! du bist meine Hoffnung.
 
 
GOTTES HANDELN IST IMMER LIEBE,
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