Autor Thema: Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben  (Gelesen 11875 mal)

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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #100 am: 13. November 2017, 17:44:09 »
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


34. Betrachtung
Von der heiligen Kommunion „Nehmet hin und esset, dieses ist mein Leib." (Mt 6,26)
 
1. Punkt
Laßt uns betrachten das große Geschenk, welches im allerheiligsten Sakramente verborgen ist, und die große Liebe, die durch dieses Geschenk uns Jesus bewiesen hat, und sein heftiges Verlangen, daß wir diese Speise recht oft geniesen möchten. Zuerst wollen wir das große Geschenk betrachten, das Jesus Christus uns machte, indem er sich ganz in der heiligen Kommunion uns hingab. Der hl. Augustinus sagt, obschon Jesus ein allmächtiger Gott ist, so kann er uns doch nicht mehreres geben: „Obwohl er allmächtig ist, so konnte er mehr nicht geben." Und konnte wohl, fragt der hl. Bernardus von Siena, konnte eine Seele einen größeren Schatz erhalten oder verlangen, als den hochheiligen Leib Christi? Es ruft der Prophet Isaias: Machet kund seine Empfindungen. (Jes 12,4) Tut kund, o Menschen! die liebevollen Empfindungen unseres guten Gottes. Und fürwahr niemand als unser Erlöser selbst hätte dieses Geschenk uns bringen können. Denn wer von uns, frage ich, hätte es je verlangen können? Wer hätte je die Kühnheit gehabt, zu ihm zu sagen: Herr, willst du deine Liebe uns kundgeben, so verbirg dich unter die Gestalten des Brotes und erlaube uns, von dir uns zu nähren? Nur der Gedanke daran, wäre schon Torheit gewesen. Scheint es nicht, fragt der hl. Augustinus, ein Unsinn, zu sagen: „Esset von meinem Fleische, trinket von meinem Blute?" Als Jesus Christus mit seinen Jüngern von dieser geheimnisvollen Gabe, die er uns hinterlassen wollte, redete, da überstieg dieses Geheimnis so sehr ihren Glauben, daß viele sich von ihm entfernten, mit den Worten: Wie kann uns denn dieser sein Fleisch zu essen geben? Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören? (Joh 6,53,61) Was aber die Menschen zu denken nicht fähig waren, das dachte und führte die große Liebe Jesu Christi aus.
Der hl. Bernardus sagt: der Herr hinterließ uns dies Sakrament zum Andenken an die Liebe, die er uns in seinem Leiden bewiesen hat: „Dieses Sakrament ist ein Gedenkzeichen seiner Liebe." Und dies stimmt mit jenen Worten überein, die Jesus durch den hl. Lukas uns hinterließ: Dies tut zu meinem Andenken. (Lk 22,19) Die Liebe unseres Heilands, sagt der hl. Bernardus, war nicht zufrieden, das Leben für uns zu opfern; ehe er in den Tod ging, drang ihn eben diese Liebe, uns das größte aus allen seinen Geschenken, die er uns je gemacht hat, indem er sich selbst uns zur Speise hingab: „In jenem Übermaße der Inbrunst, womit er für uns zu sterben bereit war, wurde er durch seine außerordentliche Liebe zur Ausführung eines noch größeren Werkes, als er je gemacht hatte, angetrieben, nämlich uns seinen Leib zur Speise zu geben." (S. Bern. Ser. tom. 2. serm. 54. art. cap. 1) Der Abt Guerricus sagt, in diesem Sakramente habe Jesus die Macht seiner Liebe erschöpft: „Er ergoß seine ganze Liebe über seine Freunde." (Serm. 5. de Ascens) Und noch besser drückt sich der Kirchenrat von Trient aus, indem er sagt, Jesus habe den ganzen Reichtum seiner Liebe zu den Menschen in dem Altarsgeheimnisse aufgeboten: Er erschöpfte gleichsam den Reichtum seiner Liebe gegen die Menschen. (Sess. 13. cap. 2) Für welche zärtliche Liebe würde man es halten, fragt der hl. Franciscus Salesius, wenn ein Fürst an seiner Tafel einem Armen einen Teil von seiner Kost schicken würde? Wie erst, wenn er ihm seine eigene ganze Nahrung senden würde? Und wie erst dann, wenn er ihm ein Stück von dem Fleische seines Armes überschickte, damit er sich davon ernähre? Jesus aber gibt uns in der heiligen Kommunion nicht nur einen Teil von seiner Nahrung, nicht ein Stück seines Leibes, sondern seinen ganzen Leib! Nehmet hin und esset, dieses ist mein Leib, und nebst seinem Leibe gibt er uns zugleich auch seine Seele und seine Gottheit. Kurz, sagt der heilige Johannes Chrysostomus, indem Jesus Christus in der heiligen Kommunion sich selbst hingibt, gibt er dir alles, was er hat und enthält dir nichts vor. „Er gab sich dir ganz; nichts behielt er für sich." Und der englische Lehrer: „Gott hat uns in dem Altarssakramente alles gegeben, was er ist und was er hat." Siehe, ruft hier der hl. Bonaventura voll Verwunderung aus, siehe, dieser große Gott, den die Welt nicht erfassen kann, macht sich im allerheiligsten Sakramente zu unserem Gefangenen: „Siehe, den die Welt nicht zu erfassen vermag, der ist unser Gefangener geworden! Und wie könnten wir jetzt, da der Herr im Altarssakramente sich selbst uns dargibt, noch fürchten, er werde uns irgend eine Gnade abschlagen, um die wir ihn bitten: Wie, hat er uns mit ihm nicht alles geschenkt? (Röm 8,32)
 
Anmutungen und Bitten
O mein Jesu! was konnte dich wohl dazu vermögen, uns dich selbst ganz zur Speise zu geben? Und was könnte nach einem solchen Geschenke dir noch zu tun erübrigen, um uns zu verpflichten dich zu lieben? Erleuchte uns doch und laß uns erkennen, welch ein Übermaß von Liebe dies war, dich selbst zur Speise zu machen, um dich mit uns armen Sündern zu vereinigen! Und nun, da du dich ganz uns hingibst, ist es ja billig, daß auch wir uns ganz und gar dir übergeben. Ach! wie konnte ich dich beleidigen, o mein Erlöser! der du mich so sehr liebtest und der du nicht mehr tun konntest, um meine Gegenliebe dir zu gewinnen? Du bist für mich Mensch geworden, du bist für mich gestorben, du bist zur Speise geworden für mich; - was könnte wohl noch übrig sein, für mich zu tun? O unendliche Güte! ich liebe dich; grenzenlose Liebe! Herr! würdige dich, recht oft in meine Seele zu kommen, entflamme mich ganz mit deiner heiligen Liebe und laß mich alles vergessen, um an nichts zu denken, als an dich und an deine Liebe. — Heiligste Jungfrau Maria! bitte für mich und mache mich durch deine Fürsprache würdig, deinen im heiligen Sakramente verborgenen Sohn oft zu empfangen.
 
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #101 am: 16. November 2017, 19:46:18 »
 
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori

 
34. Betrachtung
Von der heiligen Kommunion
 
2. Punkt
Betrachten wir zweitens die große Liebe, welche durch dieses Geschenk uns Jesus Christus bewiesen hat. Das allerheiligste Sakrament ist ein aus Liebe hervorgehendes Geschenk. Nach dem göttlichen Ratschlusse war es nötig, daß der Erlöser, um uns selig zu machen, sterben und durch das Opfer seines Lebens der göttlichen Gerechtigkeit für unsere Sünden genugtun sollte; es war aber nicht notwendig, daß Jesus Christus nach seinem Tode auch als Speise sich uns hinterlassen sollte. Doch die Liebe wollte es also. Aus keiner anderen Ursache, sagt der heilige Laurentius Justinianus, setzte er das heiligste Altarssakrament ein, als bloß zu einem Zeichen seiner übermäßigen Liebe, um jene unermeßliche Liebe uns zu erkennen zu geben, die er zu uns trägt. Und eben dies schrieb der heilige Johannes: „Da Jesus wusste, seine Stunde wäre gekommen, wo er aus dieser Welt zu dem Vater übergehen sollte, und weil er die Seinen liebte, so liebte er sie bis ans Ende." (Joh 13,1) Da Jesus wußte, es wäre nun die Zeit seines Abschiedes von dieser Welt herangekommen, so wollte er uns den größten Beweis seiner Liebe hinterlassen, und dies war eben das Geschenk des allerheiligsten Sakraments; diese Bedeutung haben obige Worte: Er liebte sie bis ans Ende, das heißt, „mit einer ganz außerordentlichen Liebe, aufs höchste liebte er uns," wie Teophilactus mit Chrysostomus erklärt.
Man bedenke ferner, daß der Apostel bemerkt, daß die Zeit, da Jesus dies Geschenk hinterlassen wollte, die Zeit seines Todes war: In der Nacht, wo er verraten wurde, nahm er das Brot, dankte, brach es und sagte: Nehmet hin und esset, dies ist mein Leib. (1 Kor 11) In jenen Stunden also, in welchen die Menschen für ihn Geißeln, Dörner und das Kreuz bereiteten, um ihn zu töten, eben damals wollte er, der liebende Heiland! dieses Kennzeichen seiner Liebe uns hinterlassen. Und warum, könnte man fragen, setzte er dieses Sakrament bei seinem Tode und nicht früher ein? Hierauf gibt der heilige Bernardus zur Antwort, er habe dies getan, weil jene Liebesbeweise, die sich Freunde im Tode erteilen, dem Gedächtnisse tiefer eingeprägt bleiben und lieber aufbewahrt werden: „Was am Ende zum Zeichen der Freundschaft geweiht wird, das drückt sich fester dem Gedächtnisse ein und wird höher geschätzt." Jesus Christus, sagt der Heilige, hatte sich uns früher schon auf vielfältige Weise hingegeben: Er gab sich uns zum Gefährten, zum Lehrer, zum Vater, zur Leuchte, zum Muster und zum Schlachtopfer; es erübrigte noch der letzte Grad der Liebe, daß er sich zur Speise uns gäbe, um sich ganz mit uns einzuverleiben, gleichwie die Speise sich mit dem vereint, der sie genießt; und dies tat unser Heiland, indem er sich uns im allerhöchsten Altarssakrament hingab: „Der letzte Grad der Liebe ist es, da er sich zur Speise uns gab, weil er sich uns zur allseitigen Vereinigung dargab, sowie die Speise und der Speisende sich vereinigen." Da unser Erlöser sich nicht begnügte, mit unserer menschlichen Natur im allgemeinen sich zu vereinigen, so wollte er durch dies Sakrament das Mittel auffinden, um auch mit jedem einzelnen von uns sich zu vereinen.
Der heilige Franciscus Salesius sagte: „Bei keiner anderen Handlung läßt sich der Heiland weder zärtlicher noch liebevoller betrachten, als in dieser, wo er, sozusagen, sich vernichtet und sogar zur Speise wird, um in unsere Seelen einzudringen und sich mit den Herzen seiner Getreuen zu vereinen." Daher spricht der heilige Johannes Chrysostomus: „Jenem Herrn, auf den die Engel ihre Augen nicht zu heften wagen, - diesem wurden wir einverleibt und wurden ein Leib, ein Fleisch mit ihm!" Welcher Hirt, fragt der Heilige, weidet wohl seine Schäflein mit seinem eigenen Blute? Ja sogar Mütter übergeben ihre Kinder den Ammen, um sie auf zunähren. Allein nicht so Jesus: er selbst nährt uns im allerheiligsten Sakramente mit seinem eigenen Blute und vereint sich mit uns: „Welcher Hirt weidet etwa seine Schafe mit seinem eigenen Blute? Und was rede ich von dem Hirten? Es gibt sogar viele Mütter, welche ihre Kinder den Ammen überlassen; dies aber hat er nicht gewollt, sondern er selbst erquickt uns mit seinem eigenen Blute. (Hom 60) Und warum wollte er unsere Speise werden? Weil er uns, erwiderte der Heilige, mit Inbrunst liebte, und darum wollte er sich mit uns vereinigen, und eines mit uns werden: „Sich selbst vermengte er mit uns, damit wir eines würden, denn darnach strebt das heiße Verlangen der Liebenden." (Hom 51) Demnach wollte also Christus das größte aller Wunder wirken: Er gab ein Denkzeichen seiner Wunderwerke, er gab denen Speise, die ihn fürchteten (Ps 110), um sein Verlangen zu stillen, bei uns zu sein, und aus unserem und seinem heiligsten Herzen ein einziges zu machen. O wunderbare Liebe unseres Heilandes! ruft der heilige Laurentius Justinianus aus: Herr Jesu! du wolltest, daß wir deinem Leibe derart einverleibt würden, daß wir einen Leib und eine Seele mit dir hätten, auf daß wir nimmermehr getrennt werden könnten.
Jener große Diener Gottes, Pater de la Colombiere, sprach also: Wenn je etwas meinen Glauben über das Altarsgeheimnis wankend machen könnte, so wäre es nicht so viel die Macht, woran ich zweifeln könnte, als vielmehr die Liebe, die Gott in diesem Sakramente uns zeigt. Wie das Brot zum Leibe Jesu werde, wie Jesus an mehreren Orten zugleich gegenwärtig sei, hierüber sage ich: „Gott ist alles möglich." Fragt ihr mich aber, wie Gott den Menschen so sehr liebe, daß er zu seiner Speise werden wollte, darüber kann ich nur zur Antwort geben: ich verstehe es nicht, und die Liebe Jesu ist so unermeßlich, daß sie sich nicht begreifen lasse. Doch, o Herr! erlaube mir zu bemerken: ein solches Übermaß deiner Liebe, dich zur Speise zu machen, scheint ja deiner Herrlichkeit nicht entsprechend zu sein? Allein der heilige Bernardus erwidert, die Liebe mache den Liebenden seiner eigenen Würde uneingedenk. „Die Liebe kennt keine Würde." Und der heilige Chrysostomus antwortet gleichfalls: die Liebe nehme keine Rücksicht auf Anstand, wann es sich darum handelt, dem Geliebten sich kennbar zu machen; man geht nicht dahin, wohin es sich geziemt, sondern wohin man vom Drange seines Herzens geleitet wird: „Die Liebe nimmt keine Rücksicht und geht, wohin immer sie geleitet wird, und nicht, wohin sie sollte." (Ser 145) Mit Recht nannte daher der englische Lehrer dieses Sakrament ein Sakrament der Liebe, und ein Pfand der Liebe: Das Geheimnis der Liebe; das Unterpfand der Liebe (Opusc 145), und der heilige Bernardus nannte es ebenso folgerecht: die Liebe aller Liebe; und von der heiligen Maria Magdalena von Pazzis wurde der Gründonnerstag, an welchem dies Sakrament eingesetzt wurde, der Tag der Liebe genannt.
 
Anmutungen und Bitten
O unendliche Liebe! mein Jesu, einer unendlichen Liebe würdig! Ach, wann werde ich dich einmal, o mein Jesu! lieben, wie du mich geliebt hast? Du konntest nicht mehr tun, um meine Liebe zu gewinnen, und ich wagte es, dich, unendliches Gut, zu verlassen, um mich zu den niedrigen und elenden Gütern dieser Erde zu wenden. Ach erleuchte mich, o mein Gott! und entdecke mir immer mehr und mehr die Größe deiner Güte, damit ich meine ganze Liebe dir zuwende, und dir allein wohlzugefallen strebe. Ich liebe dich, mein Jesu, meine Liebe, mein Alles! und ich will mich durch dieses Sakrament oft mit dir vereinigen, um von allem mich loszureißen, und nur dich, o mein Leben! zu lieben. Hilf mir, o mein Heiland! durch die Verdienste deines Leidens. — Hilf auch du mir, o Mutter Jesu, und auch meine Mutter! bitte ihn, er möchte mich ganz und gar mit seiner heiligen Liebe entzünden.
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #102 am: 22. November 2017, 19:17:11 »
 
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori

 
34. Betrachtung
Von der heiligen Kommunion
 
3. Punkt
Betrachten wir drittens, wie heftig Jesus Christus verlange, daß wir ihn in der heiligen Kommunion empfangen möchten. Da Jesus wusste, daß seine Stunde gekommen wäre. (Joh 13, 1) Wie konnte aber Jesus jene Nacht seine Stunde nennen; da doch sein bitteres Leiden in derselben beginnen sollte? Ja, er nannte sie seine Stunde, weil er in jener Nacht dies göttliche Sakrament uns hinterlassen wollte, um sich gänzlich mit seinen geliebten Seelen zu vereinigen. Es hat mich herzlich verlangt, dies Osterlamm mich euch zu essen. (Lk 22) Worte, womit der Erlöser sein inniges Verlangen ausdrücken wollte, mit jedem aus uns in diesem Sakramente sich zu vereinigen. Es hat mich herzlich verlangt, so heißt ihn seine unermeßliche Liebe reden, die er zu uns trägt, spricht der heilige Laurentius Justinianus: „Dies ist die Sprache der allerglühendsten Liebe." Auch wollte er sich unter den Gestalten des Brotes hinterlassen, damit ihn jedermann empfangen könnte. Hätte er die Gestalten irgend einer kostbaren Speise gewählt, so hätten ihn ja die Armen nicht empfangen können; und wäre es auch eine nicht zu kostspielige Speise, so hätte man selbe doch nicht in allen Orten der Welt gefunden; allein Jesus wollte unter den Gestalten des Brotes sich hinterlassen, denn das Brot ist nicht kostspielig und ist allenthalben vorhanden, so daß man es an jedem Orte finden und empfangen kann.
Dieses heftige Verlangen unseres Heilandes, von uns empfangen zu werden, zeigt sich aus vielen Stellen der heiligen Schrift. Er ermuntert uns zum Empfange durch vielfache Einladungen: Kommet, esset von meinem Brote und trinket den Wein, den ich euch bereitet habe. (Spr 9,5) Esset, Freunde, und trinket, berauschet euch, Allerliebste. (Hld 5,1) Er legt es uns sogar als ein Gebot auf: Nehmet hin und esset, dies ist mein Leib. (Mt 25) Er lockt uns ferner zum Empfange an durch die Verheißung des ewigen Lebens: Wer mein Fleisch ißt, der hat das ewige Leben. (Joh 6,54) Wer von diesem Brote ißt, der wird ewig leben.(Joh 5,8) Ja, er droht uns im Gegenteile sogar mit Ausschließung aus dem Himmel: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esset, werdet ihr das ewige Leben in euch nicht haben. (Joh 53)
Diese Einladungen, Verheißungen, Drohungen kommen alle aus dem Verlangen hervor, das Jesus Christus hat, sich mit uns durch dieses Sakrament zu vereinigen. Und dies Verlangen quillt aus der großen Liebe, die er zu uns trägt; denn wie der heilige Franciscus Salesius sagt, so ist das Ziel der Liebe kein anderes, als mit dem geliebten Gegenstande sich zu vereinigen, und darum vereiniget sich in diesem Sakramente Jesus ganz und gar mit der Seele: Wer mein Fleisch ißt, und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich in ihm (Joh 6,35), und darum wünscht er so sehnlich, daß wir ihn empfangen. Es gibt keine Biene, sprach der Herr eines Tages zur heiligen Mechtildis, die mit solchem Ungestüm der Liebe auf die Blumen sich wirft, um den Honigsaft daraus zu saugen, als womit ich zu jenen Seelen eile, die nach mir verlangen.
O möchten doch die Gläubigen das große Gut begreifen, das die heilige Kommunion der Seele verschafft! Jesus ist ja der Herr aller Reichtümer, denn sein Vater hat ihn zum Herrn über alles gemacht. Und Jesus wusste, daß ihm der Vater alle Dinge in die Hände gegeben habe. (Joh 13,3) Wenn also Jesus Christus durch die Kommunion in eine Seele kommt, so bringt er unermeßliche Gnadenschätze mit sich: Mit ihr kam mir auch zugleich alles Gute, sagt Salomon, indem er von der ewigen Weisheit sprach.
Der heilige Dionysius sagte, das allerheiligste Sakrament sei höchst mächtig, die Seele zu heiligen: „Das Altarssakrament hat die höchste Macht zur Vollendung der Heiligkeit." Und der heilige Vincentius Ferrerius hinterließ schriftlich, die Seele gewinne durch eine Kommunion mehr, als wenn sie eine Woche lang bei Wasser und Brot fastet. Die Kommunion ist, wie der Kirchenrat von Trient lehrt, jenes große Heilmittel, das uns von den läßlichen Sünden befreit, und vor den Todsünden bewahrt: „Ein Gegenmittel, wodurch wir von den täglichen Sünden befreit und vor den tödlichen bewahrt werden." (Trid. Sess. 13, cap. 2) Daher nannte der heilige Ignatius das allerheiligste Sakrament „das Arzneimittel der Unsterblichkeit". Und Innocentius III. sagte, Jesus Christus habe uns durch sein Leiden befreit von der Strafe der Sünde, durch das heilige Altarssakrament aber vom Sündigen: „Durch das Geheimnis des Kreuzes befreite er uns von der Sünde Macht; durch das Sakrament des Altars befreite er uns von der Macht, zu sündigen."
Ferner, dieses Sakrament entzündet in uns die göttliche Liebe: Er hat mich in den Weinkeller geführt, er hat die Liebe in mir geordnet. Stärket mich mit Blumen, labet mich mit Äpfeln, denn ich schmachte vor Liebe. (Hld 2) Der heilige Gregorius von Nyssa lehrt, die Kommunion sei dieser Weinkeller, wo die Seele von der göttlichen Liebe so trunken wird, daß sie der Welt und alles Erschaffenen vergißt; und dies ist eigentlich das Schmachten heiliger Liebe. Auch der ehrwürdige P. Franciscus Olympius aus dem Theatiner-Orden versichert, nichts vermöge uns so sehr zur Liebe Gottes zu entflammen, als die heilige Kommunion. Gott ist die Liebe und ein Feuer der Liebe: Gott ist die Liebe. (Joh 4,8) Ein verzehrendes Feuer ist er. (Dtn 4,24) Um dieses Liebesfeuer auf Erden anzuzünden, kam das ewige Wort hernieder: Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu senden, und was will ich anders, als daß es entzündet werde? (Lk 12,49) Und, o wie so schöne Flammen heiliger Liebe entzündet Jesus in jenen Seelen, die in diesem Sakramente ihn sehnsuchtsvoll empfangen! Die heilige Katharina von Siena sah einst in der Hand eines Priesters Jesum im heiligsten Sakramente wie einen Ofen der Liebe, weshalb sich dann die Heilige verwundert, wie doch die Herzen der Menschen von einer solchen Brunst nicht alle zu Feuer und Asche würden. Die heilige Rosa von Lima sprach, beim Kommunizieren dünkte ihr, sie empfinge die Sonne; es gingen daher auch solche Strahlen von ihrem Gesichte aus, daß sie den Blick blendeten, und aus ihrem Munde kam eine solche Hitze hervor, daß jener, der ihr nach der heiligen Kommunion etwas zu trinken darreichte, seine Hand so heiß fühlte, als hätte er sie an einen Ofen gehalten. Der heilige König Wenzeslaus wurde bei dem Besuche des allerheiligsten Altarssakraments mit so großer Hitze auch äußerlich entflammt, daß sein Diener, der ihn auf dem Wege über den Schnee begleitete, mit seinen Füßen in die Fußtritte des Heiligen trat, um keine Kälte zu spüren. Eine Glut ist das heilige Altarssakrament, bezeugt Chrysostomus, die uns so sehr entzündet, daß wir wie feuersprühende Löwen von diesem Tische hinweggehen, und dem Teufel zum Schrecken werden. Der Heilige lehrt, das allerheiligste Sakrament sei ein Feuer, welches uns so entzündet, daß wir vom Altare solche Liebesflammen einatmen sollen, daß der böse Feind nicht mehr Mut habe, uns zu versuchen.
Da wird aber vielleicht jemand sagen: ich kommuniziere deswegen nicht oft, weil ich mich in der göttlichen Liebe so kalt fühle. Ein solcher aber, sagt Gerson, sei dem zu vergleichen, der dem Feuer sich nicht nähern wollte, obwohl er fühlt, daß er kalt habe. Je kälter wir uns also fühlen, desto öfter müssen wir uns dem allerheiligsten Sakramente nahen, wenn wir nur immer das Verlangen haben, Gott zu lieben. Fragt man euch, schreibt der heilige Franciscus Salesius, warum ihr so oft kommunizieret, so sagt ihnen: zwei Gattungen von Menschen müssen oft kommunizieren, die Vollkommenen und die Unvollkommenen; die Vollkommenen, um in der Vollkommenheit sich zu erhalten, und die Unvollkommenen, um zur Vollkommenheit zu gelangen. Und der heilige Bonaventura sagt ebenfalls: „Wenn schon laulicht, so gehe dennoch mit Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit hinzu. Je kranker sich jemand fühlt, desto mehr bedarf er des Arztes." (De Prov. Rel. cap. 77) Und Jesus Christus sprach zur heiligen Mechtildis: Willst du kommunizieren, so verlange alle jene Liebe, die je ein Herz zu mir hatte, und ich werde sie so aufnehmen, wie du wünschtest, daß eine solche Liebe sein sollte. (App. Bios, in Concl. An. fidel, cap. 6 num. 6)
 
Anmutungen und Bitten
O Jesu, du Liebhaber der Seelen! Du kannst uns wohl keine größeren Proben von Liebe mehr geben, um uns zu beweisen, daß du uns liebest. Und welches Mittel könnte noch übrig sein aufzufinden, um unsere Gegenliebe dir zu gewinnen ? Ach mache, o unendliche Güte! daß ich dich von heute an aus allen meinen Kräften und mit aller Zärtlichkeit liebe! Und wer hat mein Herz mit größerer Zärtlichkeit geliebt, als du, mein Erlöser! der, nachdem du für mich das Leben gegeben hast, mir dich selbst in diesem Sakramente dargibst? Ach mein Herr! möchte ich mich doch immer an deine Liebe erinnern, um alles zu vergessen und bloß dich ohne Unterlaß und ohne Vorbehalt zu lieben! Ich liebe dich, mein Jesu! über alles, und nur dich will ich lieben. Vertreibe aus meinem Herzen, ich bitte dich, alle Regungen, die nicht nach dir zielen. Ich danke dir, daß du mir Zeit läßt, dich zu lieben und alle Unbilden zu beweinen, die ich dir zufügte. Mein Jesu! ich verlange nun, daß du der einzige Gegenstand aller meiner Anmutungen seist. Hilf mir, mache mich selig! und meine Seligkeit bestehe darin, daß ich dich aus meinem ganzen Herzen und immerdar jetzt und in alle Ewigkeit liebe. — Maria! meine Mutter, hilf mir doch Jesum lieben und bitte ihn für mich.
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« Antwort #103 am: 26. November 2017, 20:24:38 »
 
 
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
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35. Betrachtung
Von dem liebevollen Aufenthalte Jesu auf den Altären des allerheiligsten Sakramentes
„Kommet zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid,
und ich will euch erquicken"
(Mt 11,28)
 
1. Punkt
Nachdem unser liebevoller Heiland das Werk unserer Erlösung durch seinen Tod vollendet hatte und von dieser Welt scheiden wollte, so wollte er uns in diesem Tale der Zähren nicht allein lassen. Der heilige Petrus von Alcantara sagt, daß keine Zunge die Liebe zu erklären vermag, die Jesus zu einer jeden Seele trägt; und darum, damit sie während seiner Abwesenheit ja nicht auf ihn vergesse, habe dieser Bräutigam beim Abschiede aus diesem Leben dieses allerseligste Sakrament, worin er selbst gegenwärtig ist, hinterlassen; denn er wollte, um das Andenken an ihn stets rege zu erhalten, kein anderes Unterpfand geben, als sich selbst. Diese Liebe zu Jesu Christo verdient daher von unserer Seite die größte Erwiderung; und deshalb auch wollte er, daß in diesen unseren letzten Zeiten ein Fest zu Ehren seines allerheiligsten Herzens eingesetzt wurde, wie er seiner Dienerin, der ehrwürdigen Schwester Margaretha Maria Alacoque, offenbarte, damit wir seinem liebevollen Aufenthalte auf unseren Altären durch unsere Gemütserhebungen und Andachtsübungen einige Vergeltung leisteten und zugleich jene Geringschätzung einigermaßen gut machten, die er in diesem Geheimnisse der Liebe von den Ketzern und gottlosen Katholiken erlitten hat und noch immer erleidet.
Jesus hinterließ sich im allerheiligsten Sakramente:
1.  um sich von allen finden zu lassen;
2.  um allen Gehör zu geben;
3.  um allen Gnaden zu erweisen.
Erstens verweilet er auf mehreren Altären, damit alle ihn finden könnten, die ihn zu finden verlangen. In jener Nacht, in welcher unser Heiland von seinen Jüngern Abschied nahm, um in den Tod zu gehen, weinten diese vor Betrübnis, indem sie dachten, nun von ihrem lieben Meister getrennt leben zu müssen; allein Jesus tröstete sie, indem er ihnen sagte (und dasselbe sagte er damals auch zu uns): Meine Kinder, ich gehe, für euch zu sterben, um euch jene Liebe zu beweisen, die ich zu euch trage; aber auch sterbend will ich euch nicht allein lassen; sondern so lange ihr auf der Welt sein werdet, will ich bei euch bleiben in dem allerheiligsten Sakramente des Altars. Ich hinterlasse euch meinen Leib, meine Seele, meine Gottheit und mein ganzes Wesen. Wahrlich, so lange ihr auf der Welt sein werdet, will ich mich nicht von euch trennen. Sehet, ich bin bei euch bis an das Ende der Welt. (Mt 28,20) „Der Bräutigam", schrieb der heilige Petrus von Alcantara, „wollte seiner Braut während seiner so langen Abwesenheit irgend eine Gesellschaft hinterlassen, damit sie nicht allein wäre, und deshalb hinterließ er dies heilige Sakrament, worin er selbst zurück blieb; fürwahr die beste Gesellschaft, die er hinterlassen konnte!" Es ersannen sich die Heiden unzählig viele Götter, aber doch niemals konnten sie sich einen so liebreichen Gott vorstellen, als unser Gott ist, der uns so nahe wäre und mit so großer Liebe uns beistände: Es ist kein anderes Volk so groß, das seine Götter so nahe hätte, wie unser Gott uns gegenwärtig ist. Diese Stelle des Buches Deuteronomium. (Kap. 47) wendet in demselben Sinne unsere heilige Kirche an auf das Fest des allerheiligsten Fronleichnams. (Resp. 2 Noct. 3)
Siehe da, Jesus Christus befindet sich auf unseren Altären, gleich als in eben so vielen Liebesgefängnissen verschlossen. Es nehmen ihn die Priester aus dem Tabernakel heraus, sie setzen ihn aus oder geben ihn in der heiligen Kommunion; sie schließen ihn wieder ein und Jesus ist es zufrieden, er will daselbst verbleiben Tag und Nacht. Aber, o mein Heiland! wozu nützt es dir, auch während der Nachtzeit in so vielen Kirchen zu weilen, wo die Leute die Tore verriegeln und dich allein lassen. Genügte es dir denn nicht, in den Tagesstunden dort gegenwärtig zu sein? Nein, er will auch zur Nachtzeit daselbst verbleiben, wenn auch allein, und wartet den Morgen ab, damit jeder, der ihn sucht, ihn alsogleich finde. Es ging die heilige Braut im hohen Liede herum, ihren Geliebten zu suchen, und fragte jeden, der ihr begegnete: Habt ihr den nicht gesehen, welchen meine Seele liebt? (Hld 3,3) Und da sie ihn fand, erhob sie ihre Stimme und sagte: Mein Bräutigam, laß mich doch wissen, wo du bist: Sage mir, wo du weilest, wo du im Mittagsschatten weilest? (Hld 1,7). Damals fand ihn die Braut nicht, denn er war noch nicht im allerheiligsten Sakramente; will aber jetzt eine Seele Jesum Christum finden, so darf sie nur in ihre Pfarrkirche oder in eine Klosterkirche gehen und sie wird dort ihren Geliebten finden, der sie schon erwartet. Es gibt kein Dorf, so elend es auch sein mag, kein Kloster von Ordensleuten, worin nicht das allerheiligste Sakrament aufbewahret würde; und an allen diesen Orten läßt es der König des Himmels sich gefallen, in einem aus Holz oder Stein verfertigten Tabernakel sich einzuschließen, und weilt oft da so ganz allein, daß auch nicht einmal eine Öllampe daselbst brennt. Dies aber, o Herr! sagt der heilige Bernardus, geziemt sich nicht für deine Herrlichkeit. Und Jesus gibt zur Antwort: es möge immerhin sein; doch gezieme es sich auch nicht für meine Herrlichkeit, so geziemt es sich doch für meine Liebe.
Die Wallfahrer besuchen mit zarter Andacht das heilige Haus von Loretto oder die Orte des heiligen Landes, den Stall von Bethlehem, den Kalvarienberg, das heilige Grab, wo Jesus Christus geboren wurde, wo er gewohnt hat, starb oder begraben wurde. Aber um wie viel größer und zärtlicher soll nicht unsere Andacht sein, wenn wir uns in einer Kirche in Gegenwart Jesu Christi befinden, wo er im allerheiligsten Sakramente gegenwärtig ist? Der ehrwürdige P. Johannes von Avila sagt, er wüßte keinen heiligen Ort zu nennen, der fähig wäre, größere Andachtsgefühle und reichlicheren Trost einzuflößen, als eine Kirche, in welcher Jesus im Sakrament zugegen ist. P. Balthasar Alvarez weinte, wenn er die Paläste der Fürsten voll Menschen, die Kirchen hingegen, wo Jesus Christus thront, verlassen und öde sah: O Gott, wäre unser Herr und Heiland nur in einer einzigen Kirche der Welt, zum Beispiele in der Kirche des heilige Petrus zu Rom leibhaftig zugegen, und ließe er sich daselbst nur an einem Tage des Jahres finden, o wie viele Pilgrime aus allen Ständen, wie viele Vornehme und Herrscher würden dahin strömen, um das Glück zu genießen, an jenem Tage sich dort einzufinden und ihre Huldigungen darzubringen dem König der Könige, der da wieder vom Himmel auf die Erde hernieder steigt! O wie würde man sich bemühen, ihm einen recht herrlichen Tabernakel, glänzend von Gold und Edelgesteinen zu bereiten! Mit welch prächtiger Beleuchtung würde man an jenem Tage den Aufenthalt Jesu Christi feiern! Doch unser liebevoller Erlöser antwortet: Ich will nicht in einer einzigen Kirche, auch nicht an einem einzigen Tage mich aufhalten noch fordere ich einen so großen Aufwand und eine so glänzende Beleuchtung; nein, ich will vielmehr fortwährend, alle Tage und an allen Orten zugegen bleiben, wo meine Getreuen sich befinden, damit alle mit Leichtigkeit mich finden können und zu jeder Stunde, wann sie nur wollen.
Wer hätte wohl je an eine solche Huld gedacht, hätte nicht Jesus Christus selbst diesen Kunstgriff der Liebe erfunden? Wenn damals, als er in den Himmel auffuhr, einige zu ihm gesprochen hätten: Herr! willst du deine Liebe uns klar an den Tag legen, so bleibe uns auf den Altären unter Brotsgestalten, damit wir dort dich besuchen können, wann wir wollen; für welche Kühnheit hätte man solches Begehren mit Recht gehalten? Was aber keiner der Menschen nicht einmal denken konnte, dieses erdachte und tat unser Heiland. Aber ach! Wo bleibt unsere Dankbarkeit für einen solchen Beweis seiner Huld? Käme ein Fürst aus weiter Ferne in der Absicht, den Besuch irgend eines Bauern zu erwarten, welcher Undank wäre es nicht von diesem Bauer, wenn er ihn entweder gar nicht oder nur im Vorbeigehen sehen wollte?
 
Anmutungen und Bitten
O Jesu, mein Erlöser! o Liebe meiner Seele! wie teuer kam dir nicht dein Aufenthalt bei uns in diesem Sakramente zu stehen! Du mußtest vorerst den Tod erleiden, um auf unseren Altären wohnen zu können, und mußtest noch überdies so viele Unbilden in diesem Sakramente erfahren, während du, durch deine Gegenwart zu Hilfe kommen willst. Und wie können wir so träge und nachlässig sein in deinem Besuche, da wir doch wissen, daß dir unsere Besuche so wohlgefällig seien, daß du uns mit deinen Gütern überhäufest, sobald du uns vor dir siehst? Herr! verzeihe mir, denn auch ich war einer dieser Undankbaren. Von nun an, mein Jesu! will ich dich oft besuchen und in deiner Gegenwart so viel als möglich mich aufhalten, um dir zu danken, dich zu lieben und um Gnaden zu bitten, denn deshalb bist du ja in dem Tabernakel verschlossen geblieben, und aus Liebe unser Gefangener geworden. Ich liebe dich, o unendliche Liebe! ich liebe dich, o Gott der Liebe! ich liebe dich, o höchstes Gut, o allerliebenswürdigstes Gut! Mache, daß ich mich selbst und alles vergesse, auf daß ich nur deiner Liebe gedenke und das mir noch übrige Leben ganz nach deinem Wohlgefallen zubringe. Laß mich künftighin kein größeres Vergnügen finden, als zu deinen Füßen mit dir zu besprechen. Entflamme mich ganz mit deiner heiligen Liebe. — O Maria! meine Mutter, erlange mir eine große Liebe zum allerheiligsten Sakramente, und siehst du mich nachlässig, so erinnere mich an das Versprechen, das ich jetzt mache, es täglich zu besuchen.
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #104 am: 30. November 2017, 19:06:31 »
 
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


35. Betrachtung
Von dem liebevollen Aufenthalte Jesu auf den Altären des allerheiligsten Sakramentes
 
2. Punkt
Zweitens gibt Jesus Christus im Sakramente allen Gehör. Die heilige Theresia sagt: auf dieser Welt können nicht alle mit ihrem Fürsten sprechen. Die Armen dürfen sich kaum Hoffnung machen, ihn zu sprechen oder durch eine dritte Person ihm ihre Bedürfnisse vorzutragen; allein bei dem Könige des Himmels bedarf es keiner Mittelsperson. Alle, sowohl Vornehme als Arme, können ihn im heiligsten Sakramente von Angesicht zu Angesicht sprechen. Jesus nennt sich daher eine Feldblume: Ich bin eine Blume auf dem Felde und eine Lilie in den Tälern. (Hld 2,1) Diese Blume ist allen zugängig: Ich bin eine Blume auf dem Felde, d.h. wie der Kardinal Hugo erklärt: „ich lasse mich von allen finden."
Mit Jesus Christus im heiligsten Sakramente können sohin alle und zu jeder Stunde des Tages sprechen. Der heilige Petrus Chrysologus sagt in der Rede von des Erlösers Geburt im Stalle zu Bethlehem: „Die Könige geben nicht immer Audienz; oft geschieht es, daß, wenn jemand seinen Fürsten sprechen will, die Wachen ihn mit den Worten zurückweisen, jetzt sei keine Zeit zur Audienz, man soll später kommen. Unser Heiland aber wollte in einer offenen Höhle wohnen, ohne Türen, und ohne Leibwachen, damit jedermann, und zu jeder Stunde Zutritt hätte. „Hier steht keine Leibwache, die da sagt: es ist nicht Zeit." Auf dieselbe Weise befindet sich Jesus im heiligsten Sakramente. Immerfort stehen die Kirchen offen; jedermann kann, wenn er will, hingehen und mit dem Könige des Himmels sprechen. Und Jesus Christus will, daß wir mit ihm daselbst mit vollem Vertrauen reden, deshalb verhüllt er sich unter die Gestalt des Brotes. Würde sich Jesus auf den Altären auf einem hellstrahlenden Throne zeigen, wie er einst beim letzten Gerichte erscheinen wird, wer von uns würde den Mut haben, sich ihm zu nähern? Weil aber der Herr wünscht, sagt die heilige Theresia, daß wir mit Vertrauen und ohne Furcht mit ihm reden und Gnaden von ihm erlangen, deswegen hat er seine Herrlichkeit unter die unansehnliche Gestalt des Brotes verborgen. Auch Thomas von Kempis sagt, Jesus verlange, daß wir mit ihm wie mit einem Freunde umgehen: „wie ein Freund mit dem anderen zu sprechen pflegt."
Hält sich eine Seele am Fuße des Altares auf, so scheint sie Jesus mit jenen Worten des hohen Liedes anzusprechen: Stehe auf, und eile meine Freundin, meine Schöne, und komme. (Hld 2,10) Stehe auf, o meine Seele! sagte er zu ihr, eile, und fürchte dich nicht, meine Freundin, sei mir nicht mehr abhold, denn ich liebe dich ja, und du bereuest jetzt alle Beleidigungen, die du mir zugefügt hast. Meine Schöne, jetzt bist du nicht mehr häßlich in meinen Augen; denn meine Gnade hat dich schön gemacht. Komme nun, komme, mache dich auf, sage mir, was du willst. Ich bin ja deshalb auf diesem Altare, um dich anzuhören. Welche Freude würdest du haben, mein Leser, wenn dich dein König in sein geheimes Kabinett führen, und zu dir sagen würde: Sage mir, was begehrst du, was bedarfst du? Ich liebe dich und wünsche, dir Gutes zu tun. Auf gleiche Weise spricht der König des Himmels, Jesus Christus, zu allen denen, die ihn besuchen: Kommet zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch erquicken. (Mt 11,28)
Kommet, ihr Arme und Kranke, ihr Traurige, ich will und kann euch bereichern, gesund machen und trösten; zu diesem Ende bin ich hier auf diesen Altären gegenwärtig. Du wirst rufen, und er wird sagen: Siehe, hier bin ich! (Jes 51,9)
 
Anmutungen und Bitten
Da du also, mein geliebter Jesu, auf den Altären dich aufhältst, um die Bitten jener Armseligen zu vernehmen, die bei dir Hilfe suchen, so höre denn heute auch die Bitte, welche ich armer Sünder an dich stelle.
O Lamm Gottes, am Kreuze geopfert und gestorben! siehe, ich bin eine durch dein Blut erlöste Seele; verzeihe mir alle dir zugefügten Unbilden und hilf mir mit deiner Gnade, damit ich nicht mehr verloren gehe. Laß mich, o mein Jesus! Anteil haben an jenem Schmerze, den du im Garten Gethsemani über meine Sünden empfandest. Ach, mein Gott, hätte ich dich doch nie beleidigt. Wie, wenn ich in meinen Sünden gestorben wäre? Ach, lieber Herr! dann könnte ich dich nicht mehr lieben; du aber harrest deswegen meiner, auf daß ich dich liebe. Ich danke dir für die mir geschenkte Lebensfrist, und da ich dich nun lieben kann, so will ich dich lieben. Gib mir die Gnade deiner heiligen Liebe, aber einer solchen Liebe, die mich auf alles vergessen macht, damit ich nur allein deinem heiligsten Herzen wohlzugefallen strebe. Ach mein Jesu! Du brachtest dein ganzes Leben für mich zu; laß mich wenigstens das mir übrige Leben für dich verwenden. Ziehe mich ganz zu dir, mache mich ganz dein, ehe ich sterbe. Ich hoffe alles von den Verdiensten deines Leidens. — Und auch auf deine Fürbitte hoffe ich, o Maria! Du weißt, daß ich dich liebe, erbarme dich meiner!
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #105 am: 08. Dezember 2017, 22:58:16 »
 
Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


35. Betrachtung

Von dem liebevollen Aufenthalte Jesu auf den Altären des allerheiligsten Sakramentes
 
3. Punkt
Jesus gibt im heiligen Sakramente allen Gehör, um allen seine Gnade mitzuteilen. Der heilige Augustinus sagt, der Herr habe ein größeres Verlangen, uns seine Gnaden mitzuteilen, als wir haben, selbe zu empfangen: „Er will dir mehr Gutes tun, als du zu erhalten verlangst." Die Ursache hievon ist, weil Gott eine unendliche Güte ist, und da die Güte ihrer Natur nach freigebig ist, so wünscht sie ihre Güter allen mitzuteilen. Gott beklagt sich, wenn die Seelen nicht zu ihm kommen und um Gnade bitten. Bin ich denn für Israel zur Einöde geworden oder zu einem Lande, das nur Spätfrüchte trägt? Warum hat denn mein Volk gesagt: wir weichen ab, wir wollen zu dir nicht mehr kommen? (Jer 2,31) Warum, klagt hier der Herr, wollt ihr nicht mehr zu mir kommen? Habt ihr mich etwa als ein unfruchtbares oder spätes Land befunden, da ihr mich um Gnaden gebeten? Der heilige Johannes sah den Herrn mit einer Brust voll Milch, voll Barmherzigkeit nämlich, und mit einem goldenen Gürtel, der Liebe nämlich, umgürtet - Sinnbilder, die sein Verlangen bezeichneten, uns seine Gnaden mitzuteilen. (Offb 1,25) Jesus Christus ist zwar immer bereit, uns Gutes zu erweisen, sagt der Jünger, allein im allerheiligsten Sakramente spendet er seine Gnaden im größten Überflusse aus. Und der selige Suso sagte, im Sakramente höre Jesus unsere Bitten am liebsten an. P. Balthasar Alvarez sah ebenfalls Jesum in dem allerheiligsten Sakramente mit Händen ganz voll Gnaden, bereit, sie unter die Menschen auszuteilen, allein es fand sich niemand, der sie verlangte.
O glücklich jene Seele, die am Fuße eines Altares verweilet und Jesum Christum um Gnaden bittet! Die Gräfin Feria, die zu St. Clara Klosterfrau wurde, hielt sich, so oft sie nur konnte, vor dem allerheiligsten Sakramente auf, und wurde deshalb die Braut des heiligen Sakramentes genannt, aus welchem sie fortwährend große Gnadenschätze zog. Als man sie einst fragte, was sie denn so viele Stunden lang vor dem Hochwürdigsten täte, antwortete sie: „Ich möchte hier die ganze Ewigkeit hindurch verbleiben. Und was tut man wohl vor dem allerheiligsten Sakramente? Was tut ein Armer vor einem Reichen? Was ein Kranker vor einem Arzte? Gütiger Gott! und man fragt, was man hier tue? Man sagt Dank, man liebt und lobt, man bittet und begehrt." O welch einen reichlichen Stoff geben diese letzten Worte, um sich mit Nutzen vor dem allerheiligsten Sakramente aufzuhalten.
Jesus Christus beklagte sich einst bei der oben erwähnten Dienerin Gottes, der Schwester Margaretha Alacoque, über die Undankbarkeit, mit welcher die Menschen ihm in diesem Sakramente der Liebe begegnen. Er zeigte ihr sein heiligstes Herz, von Dornen umgeben, mit einem Kreuze oberhalb desselben, auf einem feurigen Throne, wodurch er seinen liebevollen Aufenthalt im heiligsten Sakramente zu verstehen gab, und sprach alsdann also zu ihr: „Siehe dies Herz, welches die Menschen so sehr liebte, und seiner nicht schonte, hat sich in Liebesbeweisen gegen sie erschöpft. Zur Erkenntlichkeit aber vergelten sie mir größtenteils nur mit Undank, und begegnen mir in meinem Sakramente mit Unehrerbietigkeit und Geringschätzung. Am meisten aber schmerzt es mich, daß es darunter Herzen gibt, die sich mir geweiht haben. Die Menschen wollen sich nicht mit Jesu Christo im Sakramente unterhalten, weil sie ihn nicht lieben. Sie sind und sprechen gerne ganze Stunden lang mit einem Freunde, aber der Aufenthalt von einer halben Stunde bei Jesus Christus macht ihnen Langeweile. Da wird jemand sagen: aber warum gibt mir Jesus nicht seine Liebe? Ich aber antworte: Verbannest du nicht die Welt und ihre Gesinnung aus dem Herzen, wie kann da die göttliche Liebe bei dir einkehren? Ach, könntest du in Wahrheit und vom Herzen sagen, was der heilige Philippus Nerius beim Anblicke des allerheiligsten Sakramentes sagte: „Sehet da meine Liebe, sehet meine Liebe!" so würde es dich nicht langweilen, ganze Tage und Nächte vor dem allerheiligsten Sakramente auszuharren! Einer gottliebenden Seele kommen die Stunden vor dem hochheiligen Sakramente wie Augenblicke vor. Der heilige Franciscus Xaverus arbeitete den ganzen Tag für das Heil der Seelen, und worin bestand seine Ruhe zur Nachtzeit? Es war der Aufenthalt vor dem allerheiligsten Sakramente. Der heilige Johannes Franziskus Regis, dieser große Sendungspriester Frankreichs, ging bei Anbruch der Nacht, nachdem er den ganzen Tag mit Predigen und Beichthören zugebracht hatte, in eine Kirche; da er sie einigemal verschlossen fand, hielt er sich bei Kälte und Wind vor der Türe auf, um so wenigstens von ferne seinem geliebten Herrn seinen Besuch zu machen. Der heilige Aloysius von Gonzaga wünschte immer vor dem allerheiligsten Sakramente zu verweilen. Da es ihm aber von seinem Oberen verboten wurde und er im Vorübergehen bei dem Altare von Jesu sich zu einem längeren Aufenthalte fühlte, so war er gezwungen, sich mit Gewalt fortzureißen, um dem Gehorsame nachzukommen. Daher klagte der heilige Jüngling ganz liebreich gegen Jesu: „Gehe von mir, o Herr! gehe von mir", Herr halte mich nicht auf, lasse mich gehen, so erheischt es der Gehorsam. Hast du aber, mein Bruder, diese Liebe zu Jesus Christus noch nicht, so trachte ihn täglich zu besuchen, und er wird dir das Herz mit Liebe entzünden. Fühlst du dich kalt, so gehe zum Feuer, sagte die heilige Katharina von Siena. Und Glück dir, wenn Jesus dir die Gnade verleiht, mit seiner Liebe dich zu entflammen! Alsdann wirst du alle irdischen Dinge sicherlich nicht mehr lieben, du wirst sie vielmehr verachten. Der heilige Franciscus Salesius spricht: „Gerät das Haus in Feuer, so wirft man alle Sachen zum Fenster hinaus."
 
Anmutungen und Bitten
Ach mein Jesu! mache, daß du erkannt, daß du geliebt werdest. Du bist ja in dir selbst so liebenswürdig, daß es nichts weiteren bedarf, um von den Menschen geliebt zu werden, und warum gibt es dennoch gar so wenige Menschen, die dich lieben ? Leider bin ich Elender selbst einer von diesen Undankbaren. Gegen die Geschöpfe konnte ich meine Dankbarkeit zeigen, wenn sie mir irgend ein Geschenk machten oder eine Gefälligkeit erwiesen; nur gegen dich, der du dein ganzes Wesen zum Geschenke mir gemacht, war ich so undankbar, daß ich dich oft schwer beleidigte und durch meine Sünden mit Unbilden überhäufte! Zu meinem Troste jedoch sehe ich, daß du, anstatt mich zu verlassen, mir immerfort noch nachgehst, und meine Liebe verlangst. Ich höre, daß du fortfährst, mir das liebreiche Gebot zu verkündigen: Liebe den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen. Wenn du also auch von mir Undankbarem geliebt werden willst, so verlange auch ich, innigst dich zu lieben. Du wünschest meine Liebe, und da ich mit deiner Gnade begünstigt wurde, so will ich nichts anderes, als dich lieben. Ja, ich liebe dich, meine Liebe, mein Alles! Dein für mich vergossenes Blut stärke mich in der Liebe zu dir. Mein geliebter Erlöser, auf dieses Blut setze ich alle meine Hoffnung, und auf die Fürbitte deiner allerheiligsten Mutter, deren Bitten du zu unserem Heile gereichen lassen wollest. — O Maria, meine Mutter! bitte Jesum für mich; entzünde alle deine Liebhaber mit der göttlichen Liebe, entzünde auch mich, da ich dich so sehr liebe!
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Vorbereitung zum Tode — fromm leben, selig sterben
« Antwort #106 am: 03. Januar 2018, 22:29:27 »

Vorbereitung zum Tode
oder Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten
um fromm zu leben und selig zu sterben

vom Heiligen Alphons Maria von Liguori


36. Betrachtung
Von der Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes „Das Leben kommt von seinem Willen." (Ps 29,6)
 
1. Punkt
Unser ganzes Heil und die ganze Vollkommenheit besteht in der Liebe zu Gott. Wer Gott nicht liebt, bleibt im Tode. (1 Joh 3, 14) Die Liebe ist das Band der Vollkommenheit. (Kol 3,14) Die Vollkommenheit der Liebe aber besteht darin, daß wir unseren Willen mit dem göttlichen Willen gleichförmig machen: denn dies ist die vorzüglichste Wirkung der Liebe, wie Areopagita sagt, daß sie den Willen der Liebenden vereinige, so daß sie nur ein Herz und nur einen Willen haben. Insofern gefallen also Gott unsere Werke, unsere Bußübungen, Kommunionen, Almosen, als sie dem göttlichen Willen gemäß sind; denn sonst sind sie nicht tugendhaft und strafwürdig. Um uns diese Lehre durch sein Beispiel zu zeigen, war es ein Hauptzweck, weshalb unser Heiland vom Himmel kam. Siehe, was er bei seinem Eintritte in die Welt sprach, wie der Apostel schreibt: Schlachtopfer und Gaben hast du nicht gewollt, aber du hast mir einen Leib zubereitet. Da sprach ich: Ich komme deinen Willen zu vollziehen. (Hebr 10,5,7) Du, mein Vater, verschmähest die Schlachtopfer der Menschen, du willst, daß ich durch meinen Tod diesen Leib opfere, den du mir gabst; siehe, ich bin bereit, deinen Willen zu tun. Und dasselbe bezeugte er oftmals, indem Er sagte, er wäre auf die Welt gekommen, um den Willen seines Vaters zu erfüllen: Ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht meinen Willen zu vollziehen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. (Joh 6,38) Und dies auch wollte er uns als Kennzeichen seiner großen Liebe zum Vater darstellen, indem wir sehen, daß er in den Tod ging, um seines Vaters Willen zu gehorchen. Damit die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und wie mir der Vater geboten hat, so tue ich. Stehet nun auf und lasst uns von hinnen gehen. (Joh 14,31) Und daher will er auch nur diejenigen als die Seinigen erkennen, welche den göttlichen Willen tun: Denn wer immer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der  ist mein Bruder, meine Schwester und Mutter. (Mt 12,50) Und dies war eben daher auch das einzige Ziel und die Richtschnur aller Heiligen bei allen ihren Werken, nämlich die Erfüllung des göttlichen Willens. Der selige Suso sagte: „Lieber will ich mit Gottes Willen ein elender Erdwurm, als nach meinem Willen ein Seraph sein." Und die heilige Theresia: „Wer sich im Gebete übt, soll sich vor allem bestreben, seinen Willen dem göttlichen Willen gleichförmig zu machen; und er soll versichert sein", fügte sie bei, „daß hierin die höchste Vollkommenheit bestehe, wer diese am vorzüglichsten übt, wird von Gott die größten Gaben erhalten und im inneren Leben große Fortschritte machen." Die Seligen des Himmels lieben Gott deswegen vollkommen, weil sie mit dem göttlichen Willen ganz gleichförmig sind. Darum lehrte uns Jesus Christus um die Gnade bitten, daß wir den Willen Gottes auf Erden so vollziehen möchten, wie ihn die Heiligen im Himmel vollziehen. Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. Wer nach dem Willen Gottes handelt, wird ein Mensch nach dem Herzen Gottes werden, wie Gott mit Recht den David nannte: Ich habe einen Mann nach meinem Herzen gefunden, der allen meinen Willen tun wird. (1 Sam 13,14) Und warum? weil David immer bereit war, das auszuführen, was Gott verlangte: Bereit ist mein Herz, o Gott, bereit ist mein Herz. (Ps 107,2) Und er bat den Herrn um nichts anderes, als ihn zu lehren, seinen Willen zu vollziehen: Lehre mich, deinen Willen tun. (Ps 142,9)
O von welch großem Werte ist nicht ein einziger Akt der vollkommenen Ergebenheit in den Willen Gottes, hinreichend ist er, um eine Seele selig zu machen! Als der heilige Paulus noch als Saulus die Kirche Gottes verfolgte, erschien ihm Jesus, erleuchtete und bekehrte ihn. Der Heilige tat hierauf nichts anderes, als daß er sich völlig bereit darbot, den göttlichen Willen zu befolgen; Herr, was willst du, daß ich dir tue? (Apg 9,6) Und siehe, alsogleich erklärte ihn Jesus Christus als ein Gefäß der Auserwählung und als den Weltapostel: Dieser ist mir ein Werkzeug, das ich auserwählt habe, meinen Namen unter den Völkern auszubreiten. Wenn einer fastet, Almosen gibt, sich für Gott abtötet, so gibt er Gott nur einen Teil von sich; wer ihm aber seinen Willen schenkt, der schenkt ihm alles. Und dies ist auch alles, was Gott von uns begehrt, nämlich das Herz, den Willen: Mein Sohn, gib dir mein Herz. (Spr 23,26) Die Vollziehung des göttlichen Willens sei daher das Ziel aller unserer Wünsche, unserer Andachtsübungen, Betrachtungen, Kommunionen u.s.w. Dies muß das Ziel von allen unseren Bitten sein, nämlich jene Gnade von Gott zu erlangen, daß nur das von uns geschehe, was Gott will. Und hierin müssen wir die Fürbitte unserer heiligen Fürsprecher und vorzüglich der allerseligsten Jungfrau Maria anrufen, daß sie uns helfen, dem Willen Gottes in allen Dingen uns zu ergeben, und ganz besonders in jenen, die unserer Eigenliebe zuwider sind. Der heilige Johannes von Avila sagte: Ein einziges „Gott sei gelobt" in Widerwärtigkeit gesprochen, ist mehr wert, als tausend Danksagungen in Freuden.
 
Anmutungen und Bitten
Ach mein Gott! mein ganzes Unheil bestand vormals darin, daß ich mich nicht deinem Willen gleichförmig machen wollte. Jetzt aber verabscheue ich und verfluche tausend Mal jene Tage und Augenblicke, wo ich, um meinen Willen zu tun, deinem Willen widerstrebte. O Gott meiner Seele! ich schenke ihn dir nun ganz und gar; nimm ihn auf, o mein Herr! und feßle ihn mit deiner Liebe, so zwar, daß er dir nicht widerspenstig werden kann. Ich liebe dich, unendliche Güte, und aus Liebe zu dir opfere ich mich ganz auf. Verfüge mit mir und mit allem dem, was mein ist, wie es dir gefällt, ich ergebe mich deinem heiligen Willen in allem. Herr, bewahre mich nur von dem Unglücke, etwas gegen deinen Willen zu tun und mache dann mit mir, was und wie du willst. Ewiger Vater, Jesu Christo zu Liebe erhöre mich! Mein Jesu, erhöre mich um der Verdienste deines Leidens willen! — Und du, o heiligste Jungfrau Maria! hilf mir und erlange mir die Gnade, daß ich in allem an mir den göttlichen Willen befolge, denn darin besteht mein ganzes Heil, und ich bitte dich um nichts weiter mehr.
 


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« Antwort #107 am: 05. Januar 2018, 20:38:34 »
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Von der Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes
 
2. Punkt
Wir müssen uns ergeben nicht nur in jenen Widerwärtigkeiten, die uns geradezu von Gott kommen, als da sind die Krankheiten, Trostlosigkeiten des Geistes, Verlust des Vermögens oder der Verwandten, sondern auch in jenen, die uns zwar von Gott zukommen, allein mittelbar, nämlich mittelst der Menschen, wie z. B. die Beschimpfungen, die Verachtungen oder ungerechtes Verfahren wider uns und alle anderen Arten von Verfolgungen. In einem solchen Falle, wenn wir von jemandem am Vermögen oder an der Ehre verletzt werden, sollen wir uns erinnern, daß Gott zwar die Sünde unseres Beleidigers nicht wolle, wohl aber unsere Armut und unsere Demut. Gewiß ist es, daß alles was sich zuträgt, durch den göttlichen Willen geschehe: Ich bin der Herr, ich mache das Licht und erschaffe Finsternis, ich mache Frieden und erschaffe das Übel. (Jes 45,6,7), und früher sagte der Sohn Sirachs: Gutes und Böses, Leben und Tod... kommen von Gott. (Eccl 11,14) Kurz, alles kommt von Gott, das Gute sowohl, als das Übel. Dergleichen Vorfälle heißen zwar Übel, weil wir sie so nennen, und wir sie auch selbst zu Übeln machen; denn würden wir sie nehmen, wie wir sollten, nämlich mit Gelassenheit und Ergebung aus der Hand Gottes sie annehmen, so würden sie für uns keine Übel, sondern Güter werden. Die Edelsteine, wodurch die Kronen der Heiligen reich geschmückt werden, sind eben die Trübsale, die sie für Gott mit dem Gedanken annehmen, daß alles von seinen Händen komme. Als der heilige Job die Nachricht erhielt, die Sabäer hätten seine Güter geraubt, was antwortete er? Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen. (Job 1,21) Er sagte nicht etwa: Der Herr hat mir diese Güter gegeben und die Sabäer haben sie mir genommen; sondern: „Der Herr hat sie mir gegeben und der Herr hat sie mir genommen." Und deshalb pries er ihn, im Glauben, daß alles nach seinem Willen geschehen sei. Wie es dem Herrn gefallen hat, so ist es geschehen, der Name des Herrn sei gebenedeit. (ibid.) Als die heiligen Blutzeugen Epitectus und Atho mit eisernen Haken und brennenden Fackeln gemartert wurden, riefen sie nichts anderes, als: „Herr, dein Wille geschehe an uns!" Und da sie starben, waren dies ihre letzten Worte: „Sei gepriesen, o ewiger Gott! denn du verleihest uns die Gnade, daß an uns dein heiliges Wohlgefallen erfüllt werde." Cäsarius erzählt (lib. 10. cap. 6), ein Mönch habe viele Wunder gewirkt, obwohl er kein strengeres Leben führte, als die anderen Mönche. Da der Abt hierüber sich verwundernd ihn einst fragte, was er denn für Werke der Frömmigkeit übte, antwortete er, er sei unvollkommener als die anderen, doch habe er darauf sein besonderes Augenmerk gerichtet, in allem dem göttlichen Willen sich gleichförmig zu machen. „Warst du", fuhr der Oberer fort, „über den Schaden, den uns vor einigen Tagen unser Feind in unserem Gütchen anrichtete, nicht verdrießlich?" „Nein, mein Vater", sagte er, „ja, ich danke vielmehr dem Herrn dafür, indem er alles zu unserem Nutzen tut und zuläßt." Hieraus erkannte der Abt die Heiligkeit dieses guten Ordensmannes.
Laßt uns das nämliche tun, wenn uns Widerwärtigkeiten zustoßen; laßt sie uns alle annehmen aus der Hand Gottes, nicht nur mit Geduld, sondern auch mit Freude, nach dem Beispiele der Apostel, die sich freuten, wenn sie Jesu Christi wegen Mißhandlungen erfuhren: Sie gingen fröhlich vor dem Rate hinweg, weil sie würdig geachtet wurden, für den Namen Jesu Schmach zu leiden. (Apg 5,41) Und welch größere Freude gibt es wohl für uns, als ein Kreuz tragen und dabei wissen, daß wir durch dessen geduldige Übernahme Gott ein Wohlgefallen verursachen? Wollen wir also in einem beständigen Frieden leben, so suchen wir von nun an vor allem, uns mit dem göttlichen Willen zu vereinigen, indem wir bei allem, was uns widerfährt, immer sagen: Ja, Vater, also hat es dir gefallen. (Mt 11,26) Herr, so hat es dir gefallen, also geschehe es. Auf dieses Ziel hin müssen wir alle unsere Betrachtungen, Kommunionen, Besuchungen und Gebete richten und Gott bitten, er möchte mit seinem Willen uns gleichförmig machen. Opfern wir uns stets fort auf, indem wir sprechen: Mein Gott, hier sind wir, tue uns, was gefällig ist. Die heilige Theresia opferte sich Gott den Tag über fünfzig Mal auf: er wolle mit ihr nach seinem Wohlgefallen verfügen.
 
Anmutungen und Bitten
Ach mein göttlicher König, mein geliebter Erlöser, komme und herrsche du allein von nun an in meiner Seele! Nimm meinen ganzen Willen, so daß er nichts wünsche, nichts wolle, als was du willst. Mein Jesu, bisher habe ich dich so sehr beleidiget dadurch, daß ich mich deinem heiligen Willen widersetzte; dies schmerzt mich mehr, als wenn mir was immer für ein anderes Unglück begegnet wäre; es reuet mich, es ist mir von ganzem Herzen leid. Ich verdiene Züchtigung, ich weigere mich nicht dagegen, ich nehme sie an; aber verschone mich nur mit der Strafe, mir deine Liebe zu entziehen, und dann verfüge mit mir, wie es dir beliebt. Ich liebe dich, mein lieber Erlöser, ich liebe dich, mein Gott; und weil ich dich liebe, so will ich alles tun, was du willst. O Wille Gottes, du bist meine Liebe! O Blut meines Jesu, du bist meine Hoffnung! Von dir hoffe ich, daß ich von heute an künftighin immer mit dem göttlichen Willen vereint sein werde; er wird mein Führer, mein Verlangen, mein Leben und meine Ruhe sein. In diesem will ich immerdar leben und ruhen: Ich will im Frieden schlafen und ruhen: Immer werde ich bei allem, was mir widerfährt, sagen: Mein Gott, ich will nur, was du willst; an mir geschehe stets dein Wille: Dein Wille geschehe. Mein Jesu, verleihe mir um deiner Verdienste willen die Gnade, immer diesen Spruch der Liebe zu wiederholen: dein Wille geschehe, dein Wille geschehe! — O Maria, meine Mutter, du Glückselige, die du allezeit und in allen Dingen den göttlichen Willen erfülltest; erflehe mir, daß ich ihn von nun an auch vollziehe. Meine Königin, erlange mir doch um deiner Liebe zu Jesu Christo willen diese Gnade, ich hoffe es von dir.
GOTTES HANDELN IST IMMER LIEBE,
AUCH WENN WIR IHN NICHT VERSTEHN.

ÖFFNET AUGEN, OHREN, HERZ UND SEELE
FÜR GOTTES HERRLICHKEIT!

ANGEBETET SEI OHNE END JESUS CHRISTUS
IM ALLERHEILIGSTEN ALTARSAKRAMENT!

GLAUBEN IST MACHT DES GEISTES!

AVE MARIA,
VOLL REINHEIT UND
OHNE SÜNDE EMPFANGEN
BITTE FÜR UNS.

 

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